Beiträge von Jens Kallmeyer

    Hallo Willi

    Wie Joe es schon geschrieben hat, mache jetzt viele Wasserwechsel um den Gammel aus dem Becken zu bekommen. 20 % sind echt kein Problem, das machen genügend Leute regelmäßig einmal die Woche. Die Idee von Joe mit easy life ist nicht schlecht, Du kannst auch Ultralife nehmen.
    Verschlimmbessern kannst Du mit einem solchen Wasserwechsel eigentlich nichts, ganz im Gegenteil. Wenn Du hast, dann nimm etwas (gaaaanz wenig) Ozon dazu, damit geht Dir wahrscheinlich der Nitratwert weiter hoch, aber Du kannst das Nitrit gut in den Griff bekommen.

    Grüße

    Jens

    Hallo

    Ich bin der Meinung, dass ein wert irgendwo zwischen 1200 und 1400 in Ordnung ist. Ich messe seit längerem nur noch mit dem JBL, ob das nun etwas über oder unter dem realen Wert liegt, ist mir egal. Wenn ich sehe das der Wert absinkt, dann dosiere ich etwas nach. Solange die Werte konstant im grünen Bereich liegen und nicht von 900 auf 1600 und wieder zurück geschossen werden, kommen die Tiere damit klar. Was bei dem Test Vergleich ganz interessant war, das waren ja die Unterschiede zwischen den Herstellern, wobei das ja bei bei Ca/Mg nicht so schlimm war, bei NO[T]3[/T] sah das ja schon ganz anders aus.

    Grüße

    Jens

    Hallo

    Gib mal Antired und/oder cyanos in die Suchfunktion ein und lese eine Stunde, da finden sich einige interessante Artikel zum Thema.
    Wahrscheinlich hat das Antired bei Dir recht gut gewirkt, nun liegen überall in der Deko Reste von gammelnder Cyanomatte. Das belastet das Wasser mit Sicherheit. Ausserdem werden bestimmt bestimmte andere Organismen in Mitleidenschaft gezogen, ich glaube nicht, daß irgendetwas so perfekt nur eine einzige Sorte Organismen ausrottet und alles ander ungeschoren davonkommt.

    Ich würde ein paar mal kräftig Wasserwechsel machen, und zwar nicht erst in ein paar Tagen sondern heute damit anfangen. Noch sind Deine Werte nicht wirklich bedenklich (abgesehen vom Nitrit), allerdings solltest Du sehr schnell was tun

    Grüße

    Jens

    Moin

    schaut mal hier, das ist die HP von einem der Kameraleute von BBC. Der Kerl kommt aus Schweden und hat nebenher noch eine Firma für sehr gute Trockentauchanzüge. Er macht hauptsächlich für BBC und National Geographic die Unterwasser-Filmaufnahmen in der Arktis und Antarktis. Wahrscheinlich sind bei Deep Blue auch ein paar Sachen von ihm, keine Ahnung. Auf einer Ausfahrt vor Norwegen hatte ich mal Gelegenheit ihn kennenzulernen, danach hatten sich meine Maßstäbe für das Prädikat "komplett gestört" noch mal um einiges verschoben. Er wollte Walrösser beim Tauchen filmen, aber die Tiere sind sehr scheu. Also lebte er über einen Monat im Zelt mitten in einer Kolonie. Die Viecher fressen nur Algen, Muscheln und Fisch, und das kommt alles halb verdaut wieder raus. Die Kolonie hatte mehrere 1000 Tiere, wie das riecht kann man sich ja vorstellen.
    Aber es sind geile Bilder bei rausgekommen.

    http://www.waterproof.se/onlocation/

    Grüße

    Jens

    Moin Peter

    das klingt nach "von innen aufgefressen" manchmal gehen Borstenwürmer an Muscheln ran, knabbern erst am Fuß und dann immer weiter ins Tier rein. Stand sie denn vorher gut, oder hatte sie schon die letzten Tage nicht mehr richtig aufgemacht?
    Wenn Du durch das Fußloch in die Muschel reinschauen kannst (ich habe das doch richtig verstanden, Du kannst komplett ins innere der Muschel schauen, oder?) dann wirf sie so schnell wie möglich raus, sonst hast Du den Gammel im Becken.

    Grüße

    Jens

    Hallo Andre

    Also ich würde die Finger von dem Fisch lassen, der sieht zwar klasse aus, wird aber riesig. Sein Schwimmbedarf ist extrem, das kannst Du ihm einfach nicht bieten.
    Habe den mal im Riff erlebt, der ist noch wesentlich massiver/bulliger als z.B. ein lineatus. Möchte nicht erleben wenn der mal schlechte Laune hat oder ein Neuankömmling ihm nicht gefällt.
    Aber hübsch ist er.....

    Grüße

    Jens

    Hallo

    Packe mal mit einer Pipette etc. etwas Futter in die Anemone. So habe ich meine beiden A. akalopisos überzeugen können, daß eine Anemone ein ganz kuscheliges Plätzchen ist. Zeitgleich würde ich die gesamte Fütterung des Beckens um 50 % reduzieren. Wenn Sie Hunger haben und sonst nix abkriegen (ocellaris ist nunmal nicht der schnellste Schwimmer) dann überlegen sie sich das schon mit der Anemone. Es hat mit dieser Technik bei mir rund eine Woche gedauert.

    Grüße

    Jens

    Hallo

    Gift halte ich für unwahrscheinlich, so lange überleben Giftfänge an sich nicht. Hast Du sonst irgendwas am Becken verändert, neue Fische, Korallen, Umdekoriert? Sind die Wasserwerte stabil?
    Ich hatte mal einen Ct. strigosus, der schwamm von einem Tag auf den anderen mit 45° Schräglage. Nach einem oder zwei Tagen war alles wieder normal. Keine Ahung was da passiert war.
    Eigentlich kannst Du nur abwarten und hoffen das er sich wieder fängt.

    Grüße

    Jens

    Hallo

    Da bei mir im Frühjahr das gleiche Problem, wenn auch in massiver Form auftrat (7 Wochen weg) habe ich auf einen Frostfutterautomaten der Firma ZC http://www.zc-aquarientechnik.de/ zurückgegriffen.
    Ja Robert, ich weis das Du noch einen Bericht darüber von mir bekommst, ich schaffe das momentan aber nicht :st:
    Das Ding ist zwar recht teuer und meiner Meinung auch noch nicht zu 100% ausgereift, trotzdem finde ich das Teil klasse. Seit Februar füttere ich ausschliesslich über das Teil, und zwar 6 - 8 mal am Tag. Meine Anthias sind begeistert, die anderen Fische auch.
    Wer also bereit ist, die 250,- € auszugeben, der bekommt ein echt netter Gerät, mit dem man sich viele Sorgen vom Halse schaffen kann. Meine Nachbarin hat alle 3-4 Tage mal nach den Becken geschaut, der Aquarienhändler hat einmal die Woche einen kleinen Wasserwechsel gemacht, und schon waren die wichtigsten Probleme gelöst.

    Grüße

    Jens

    Hallo

    Bodengrund durchwühlen scheint bei einigen wenigstens für eine gewissen Zeit zu helfen. Anscheinend ist der Detritus immer noch dem natürlichen Futter am ähnlichsten. Aber über kurz oder lang wird sie Dir wohl eingehen.
    Cyclop Eeze bringt es nicht, aber wenn Du kleine Fische hast, die freuen sich bestimmt ganz doll .

    Grüße

    Jens

    Hallo Peter

    In Beckum hat mir jemand erzählt (Ich habe kein Namensgedächtnis, echt totales Sieb) das er die Schnellfilterpatronen aus dem weissen Filterflies selber wickelt, dann Kautschuk Gummiband drum und fertig. Wenn die voll sind kommen die Vliese in die ganz nomale Waschmaschine (ohne Waschmittel) und einmal extra spülen und das wars. Diese Technik nutzte er schon seit 5 Jahren oder noch länger. Scheint also zu funzen. Selber habe ich das noch nicht ausprobiert, da ich nur Watte im Überlauf habe und die 2 x pro Woche rausfliegt.

    Grüße

    Jens

    Zitat

    Original von Peter Schmiedel
    Hi Thilo,

    bin ja nicht der DSB Spezialist - sollte mal mehr lesen ... - aber ichd ahcte einer der Keyfactors war das der Sand so hoch ist und unten nicht umgeschichtet wird damit dort anaerobe Prozesse fahren können??

    Hi Peter

    Ich bin zwar nicht Thilo antworte aber trotzdem mal darauf.
    Nach Shimek sollte absolut nichts ausser Würmern den Boden umgraben, alle baggernden Viecher raus wenn es ein DSB sein soll. Davon bin ich absolut nicht überzeugt, und zwar aus folgendem Grund.
    1) In der Natur haben wir durch Wellenbewegung eine ganz andere Pumprate durch das Sediment, diese werden wir NIEMALS mit laminarer Strömung erreichen können. Dazu gibt es ein paar sehr schöne Experimente, die Filme habe ich letztes Jahr in SiFi gezeigt. Dadurch das wir wesentlich weniger Wasser durch das Sediment pumpen als in der Natur, können baggernde Tiere schon einen wesentlichen Effekt haben. Sie lagern die oberen paar cm permanent um, und bringen darüber frisches Wasser etwas tiefer ins Sediment. Die dadurch auftretenden Störungen können die bakteriellen Gemeinschaften gut wegstecken.
    Shimek argumentiert, daß die Würmer etc. auch pumpen, das stimmt, ist aber meiner Meinung nach zu wenig. Er hat leider auch niemals die Gleichungssysteme geliefert, mit denen er das berechnet haben will.
    Fazit: Die baggernden Viecher übernehmen z.T. das, was wir im Becken nicht vernünftig simulieren können.

    2) Über kurz oder lang (eher lang) kommt es auch in feinem Sand zur Anreicherung von Detritus. Durch grabende Tiere wird dieser Detritus wenigstens z.T. umgesetzt bzw. gefressen. Bei jaubert, wo ja ein Teil des Sandes von allen Tieren abgeschirmt wird, kann man durch das Plenum Wasser entnehmen, und darüber einigen Dreck aus dem System holen. Beim DSB geht das nicht, daher sind meiner Meinung nach grabende Tiere sehr wichtig. Wenn sie nicht da sind und dann auch noch zu wenig strömung am Boden herrscht dann kann es zu einer massiven Anreicherung organischem Material kommen, welches dann zersetzt wird und u.U. zu Sulfiidbildung führen kann.

    das Problem entsteht immer dann, wenn es zu einer massiven Anreicherung von Biomasse im Sediment kommt, es zu wenig Strömung gibt, und dann massiv ins System eingegriffen wird, z.B. durch Umrühren des Sediments etc. Ausserdem würde ich NIEMALS lebende Steine in ein DSB eingraben. Das sind ganz schnell tote Steine und die stinken unter Garantie ganz schlimm. Meine unteren 8 cm Aufbau bestehen aus Lochgestein und hellem Klinker (keine Angst, das sieht man nicht)

    Man sollte sich beim Einrichten eines DSB durchaus bewußt machen, daß es ein sehr träges System ist, welches nicht ohne Tücken ist. Aber mit etwas "Pflege" die einem von wirklich interessanten Tieren abgenommen werden kann, ist es eigentlich gut zu beherrschen.

    Grüße

    Jens

    PS: Peter, Du hast eine PN

    Hallo Hans-Werner

    Das Problem ist ja gerade, daß die Bedingungen im Aquarium halt nicht gut kontrollierbar sind. Wenn schon die Zugabe von Spuris, Fütterung und Reinigung einen Sprung im Redoxwert auslöst, auf den dann wiederum die Bakterienfauna reagiert, dann kannst Du Dir ohne große Phantasie ausmalen, daß ein Wissenschaftler solche Sachen gerne umgeht.
    Wenn wir mal ehrlich sind, dann wissen wir nicht, was da eigentlich alles in unseren Becken abläuft und warum bestimmte Sachen so reagieren wie sie es nun einmal tun. Wir wissen aus Erfahrung nur daß sie passieren, aber nicht warum. Im Meer habe ich nunmal absolut konstante Bedingungen was den Chemismus angeht, von den täglichen (wiederkehrenden) Schwankungen ganz zu schweigen.
    Da Du die Chemostaten ansprachst: Das ist blos eine einfache Flüssigkeit (mit bekannter Zusammensetzung) und ein Haufen Bakterien, kein Sediment keine Lebenden Steine etc. Trotzdem sind Chemostaten eine Qual und schmieren sehr gerne mal ab, wenn man nicht alles wirklich perfekt im Griff hat. Ein Aquarium hat unendlich viel mehr Variablen als ein Chemostat und dabei leider viel weniger direkte Regler an denen man drehen kann.
    Ausserdem ist die Wahl zwischen Freilandversuch im Korallenriff und fauligem Nasslabor recht einfach zu beantworten........

    Viele Grüße

    Jens

    Zitat

    Original von iP
    Also bedeutet das der Schäumer kann die biomasse nur zu 100% MIT ozon entfernen?

    Selbst dann schafft der Schäumer keine 100%, aber man bekommt die Sachen weg, die gelbes Wasser und unseren Pfleglingen das Leben schwer machen. Du badest ja auch nicht gerne in Urin und Fleischsaft......

    Grüße

    Jens

    Hallo Mirko H.

    Ich kann Dich ja mal beim Deltec 1250 die Pumpe ausbauen lassen. Danach unterhalten wir uns noch mal über das Kriterium Ergonomie.

    Für einen Abschäumertest würde ich diesen Punkt allerdings Wartungsfreundlichkeit nennen.

    Grüße

    Jens

    Zitat

    Original von Joerg Kokott

    Bezüglich der ansgesprochenen publizierten Daten an aquariengehälterten Korallen, naja, da sag ich jetzt mal nix zu, wie gesagt, Acroporas sind ja auch nicht haltbar...

    in SOLCHEN Becken stimmt das sogar

    Hallo

    Bei 45 cm Höhe halte ich den Powerbalken für übertrieben. Klar, hat mehr Licht aber brauchst Du das wirklich? Du hast keine Korallenfarm. Bei 80er Tiefe und 65er Höhe habe ich 6x 80 Watt drüber, damit wachsen die Steinis ganz gut. Mehr geht immer aber wenn der Stromzähler dreht wie ein Ventilator ist das ja auch ein Faktor den man berücksichtigen sollte

    Grüße

    Jens

    Hallo Esther

    Ich halte Ammonium schon für einen interessanten Parameter, besonders in stark nährstofflimitierten Becken. Allerdings habe ich bisher noch keinen vernünftigen Test gefunden, ausser Merck, und der ist sauteuer.
    Wenn Du nicht gerade bei 0,001 mg Nitrat fährst laß die Messung sein.
    Die Ergebnisse die Du wahrscheinlich bekommen wirst sind viel zu ungenau um irgendwas aussagen zu können.


    Grüße

    Jens

    Zitat

    Original von Joerg Kokott

    Die meisten Meeresbiologen kommen zur Aquaristik wie die Jungfrau zum Kind. Diplomanden nehmen i.d.R. ein Diplomarbeitsthema an und haben dann i.d.R. schon ein Becken stehen (wie auch immer das läuft). Wenn man aber als Doktorand anfängt und plötzlich ein Riffbecken braucht, dann fehlt es bei dem ganzen Organisationswust, der erst einmal über einen herfällt, komplett an Zeit, sich mit der Aquaristik zu beschäftigen. Genau das ist das Problem mit Biologen, nicht weil die zu doof sind, ein Aquarium aufzustellen, aber weil man v.a. als Doktorand alles andere hat als Zeit.


    Hallo Dipl. Biol. Jörg

    Nun gut, damit hast Du Recht, die meisten Biologen kommen zur Meeresaquaristik wie die Jungfrau zum Kind und haben meistens auch genügend andere Probleme. Allerdings kommt mir immer wieder das Essen hoch wenn ich erlebe, wie manche Biologen mit ihren Tieren aus Unwissenheit umgehen. Tiere zu Versuchszwecken töten ist eine Sache, und damit kann ich mich anfreunden, aber aus Dummheit und Arroganz Tiere sterben lassen, damit habe ich echte Probleme, und zwar in der Forschung genauso wie in öffentlichen Aquarien.
    Man muß ja nicht zu einem solchen Experten werden wie Du es bist, aber ein Buch in die Hand zu nehmen, es zu lesen und ein paar Lehren daraus zu ziehen, das sollte bei einem Studierten durchaus zu verlangen sein. Und wer so arrogant ist, daß er/sie nicht bereit ist ein "unwissenschaftliches" Buch in die Hand zu nehmen, der sollte sich mal ein paarGedanken über seine Einstellung zur Umwelt im allgemeinen machen.
    Da würde jeder Rattenschlächter vom Fachbereich verjagt wenn ein Käfig auch nur annähernd so aussehen würde wie manches "wissenschaftliche" Becken. Du kennst ja auch so ein Wildes Teil........
    Die Viecher sind kurz vorm Verrecken und dann wird daran eisenhart Forschung betrieben (keine Stressphysiologie..), die auch noch veröffentlicht wird ohne das die Reviewer mal am Methoden Teil ein paar Kommentare anbringen. In der Biologie herrscht in weiten Teilen der Forschungslandschaft, was Aquarien angeht, absolute Arroganz und Unfähigkeit.
    Der Spruch von Thorsten Luther, den er bei Michaels Meerwassersymposium gemacht hat, ist mir immer noch in den Ohren:" Die schlechtesten Becken sind meistens die, die von Biologen eingerichtet wurden"


    Grüße

    Jens

    Zitat

    Original von iP

    Ozon ist aber nicht unbedingt notwendig, oder? Du nimmst es nur um das wasser nicht nur mechanisch vom schmutz, sondern auch biologisch von den bakterien zu entfernen? Würde da nicht auch eine UV lampe helfen?

    Viele Grüße,

    Hallo iP

    Die durch den Vodka aufgebaute Biomasse wird niemals zu 100% von Abschäumer rausgeholt, es wird immer zu einem gewissen Zerfall im Becken bzw. in der Deko, Boden etc kommen. Beim Zerfall von Biomasse entstehen Stoffe, die so nicht vom Abschäumer erfasst werden und nur schlecht von Bakterien abgebaut können. Hier ins Detail gehen würde zu weit führen, die Charakterisierung vvon gelösten organischem Material hat schon ganze Generationen von Ozeanographen und Chemikern zur Verzweiflung getrieben. Durch Ozon kann man diese Stoffe in kleinere Moleküle zerlegen, die dann vom Abschäumer erwischt, oder von den Bakterien schnell abgebaut werden können. Mit UV kann man im Prinzip das gleiche erreichen, durch die hochenergetische Strahlung werden die Moleküle auch zerlegt. In Becken ohne Abschäumer zeigt ein massiver Einsatz von UV (z.B. 55 W auf 1000 L) ja durchaus seine positiven Wirkungen.
    Bei mir im Becken (mit Abschäumer, ohne UV) hatte ich seit dem Einsatz von Vodka mit einem leichten Gelbstich zu kämpfen, trotz viel WW. Mit Ozon war das Wasser ganz schnell superklar. Allerdings sollte man bei Ozon immer Bedenken, dass man ganz massiv ins Redoxgleichgewicht des Beckens eingreift, selbst wenn man nur mit homöopathischer Dosierung fährt.

    Grüße

    Jens

    Zitat

    Original von Ralf

    .... geht dann Alkohol und die Ammoniumchlorid/dest. Wasser-Lösung zusammen? Alkohol und Calciumnitrat hatte ich schon zusammen angesetzt und dosiert ... über einen Monat ... das funktioniert ...


    Hallo

    Ja das geht, hatte ich auch, bis zu dem Zeitpunkt wo ich zu blöd war meine Zeitschaltuhr zu programmieren, da kamen dann nicht nur für 14 Tage Vodka, sondern auch für 14 Tage Ammonium ins Becken. Ein Glück das die Viecher es so weggesteckt haben, hätte auch anders ausgehen können.

    Grüße

    Jens

    Zitat

    Original von Ralf

    warum hältst Du eine Nitratquelle für besser? Die Korallen können das doch schlechter aufnehmen ... ich bin deswegen umgekehrt von Calciumnitrat auf Ammoniumchlorid umgestiegen ....

    Calziumnitrat ist einfacher zu dosieren, ausserdem sehe ich direkt das der Wert hochgeht nach der Dosierung. Ammonium ist schlecht zu messen und zu dosieren und gerade weil es so schnell von den Organismen aufgenommen wird hatte ich mit der Dosierung etwas Probleme. Ich konnte erstmal reichlich reinhauen, ohne das ich irgendwas messen konnte. Ausserdem halte ich eine Ammonium Überdosierung für deutlich gefährlicher als eine Nitrat Überdosierung. Natürlich kann man auch Ammonium nehmen und es hat theoretisch bestimmt auch Vorteile, nur sehe ich die praktischen Probleme dagegen. Nitrat ist einfach robuster in der Anwendung.

    Zitat

    Original von Ralf
    Noch was am Rande: spricht etwas dagegen, den Wodka zusammen mit meiner Eisen/Mangan-Lösung anzusetzen und zu dosieren? Sonst müßte ich eines davon von Hand dosieren (nur eine Dosierpumpe) ...

    Täte ich nicht. Durch den Vodka würde die Lösung massiv verdünnt werden. Die meisten Eisen Lösungen (bzw die vernünftigen) enthalten Fe in reduzierter aber unkomplexierter Form, stabilisiert durch Reduktionsmittel wie z.B. Ascorbinsäure. Durch eine Verdünnung besteht die Gefahr, daß das Eisen oxidiert und damit ausfällt und nicht mehr verfügbar ist. Ich würde von daher eher jeden Tag die paar Tropfen von Hand reintun.

    Grüße

    Jens

    Zitat

    Original von kenny
    Was gibt es außer Calciumnitrat für Nitratquellen? Bei Calciumnitrat hast du doch mal Bedenken bezüglich Phosphatausfällungen geäußert Jens.

    Hallo

    ?????Hilf meinem müden Hirn mal etwas, wann,wo und in welchem Zusammenhang soll ich sowas gesagt haben? Kann ich mich nicht dran erinnern.

    Grüße

    Jens

    Zitat

    Original von Ralf


    verstehe ich Dich richtig, daß Du mit Ammoniumchlorid-Dosierung und gleichzeitig Wodkaeinsatz den PO4-Wert gesenkt hast?
    .


    Hallo Ralf

    Genau!
    Allerdings habe ich Ammonium Acetat genommen, das sollte aber keinen Unterschied machen. Inzwischen würde ich wohl eher zu einer Nitrat- und nicht zu einer Ammoniumquelle greifen. Ich habe Vodka ganz normal laufen lassen und dann den NO3 Gehalt auf 1 - 5 mg/l eingestellt. Da wurde die Brühe im Abschäumer noch mal eine ganze Spur ekliger.....

    Grüße

    Jens

    Hallo

    Meine A. akallopisos wollten auch erst nicht in die E. quadricolor, habe dann mit einer Pipette Frostfutter in die Anemone gegeben, und sonst weniger gefüttert. Dann konnten die Fische es sich aussuchen, Hunger oder Anemone, nach 2 Tagen waren sie drin. Leider schlafen sie Nachts in den Xenien und sind nur tagsüber in der Anemone. Vielleicht kommt das ja noch.

    Grüße

    Jens

    Hallo

    Rucola ist der absolute Favorit meiner Kaninchenfische, ausserdem Feldsalat, Löwenzahn.
    Algenblätter für Sushi finden sie nicht so toll
    Ich probiere alles Grünzeug aus was ich selber esse. Ich mag aber keine Petersilie.....

    Grüße

    Jens

    Hallo Rüdiger et al.

    Ich habe im November 03 mit Vodka angefangen und habe eigentlich nur gute Erfahrungen damit gemacht. Da ich sehr viel füttere (8 x am Tag) und reichliche Mengen an Staubfutter ins Becken kommen, mußte ich eine Filterung mit hoher Abbauleistung haben, um das Aq überhaupt in den Griff zu bekommen.
    Mein Problem nach einiger Zeit war NO3 auf null, PO4 nicht. Durch Dosierung von Ammonium konnte ich PO4 weiter senken, allerdings nur bis auf 0,05 mg/l (Macherey&Nagel).
    Trübes Wasser hatte ich nicht, wohl aber eine leichte Gelbfärbung. Durch Einsatz von Ozon in minimaler Dosierung konnte ich das Problem in den Griff bekommen.
    Leider kam es vor ca. 4 Wochen zu einer massiven Überdosierung von Vodka, es sind an einem Tag Vodka für etwa 2 Wochen (der rest der Flasche) ins Becken gekommen, schon dumm wenn man die Zeitschaltuhr nicht richtig programmiert.........
    Es gab eine ganz leichte Bakterienblüte, aber nichts massives, die Tiere haben es ohne Probleme weggesteckt, keinerlei Reaktion. Danach habe ich 14 Tage komplett ohne Vodka gefahren, um da irgendwie wieder auf eine Basis zu kommen. In dieser Zeit ist NO3 und PO4 wieder hochgegangen, leider mehr als mir lieb war. Durch meine Abwesenheit für einige Zeit konnte ich auch nicht so schnell eingreifen wie mir lieb war, aber so was passiert halt mal. Nun fahre ich den Vodka langsam wieder hoch, die Werte sind noch nicht da wo sie mal waren, aber es geht langsam dahin.
    Farbverluste an SPS hatte ich während dieser Exkursion, ansonsten alles im grünen Bereich.

    Den Bericht im MN habe ich nicht gelesen, klingt auch nicht so als ob ich da was verpasst habe. Vor Vodka hatte ich einen Nitratfilter, nie wieder! Was da drin gewachsen ist hat selbst mir Angst gemacht, und Jörg und Michael Mrutzek wissen mit was ich mich so tagsüber beschäftige und wie das riecht und aussieht.

    Grüße

    Jens

    hallo

    Selber mischen schön und gut, für NaHCO[T]3[/T] und CaCl[T]2[/T] geht das noch, aber auch hier solltest Du über eine sehr genaue Waage verfügen. Es haben sich schon genügend Leute mal um eine Kommastelle vertan. Wenn das falsch gemixte Zeug dann erstmal im Becken gelandet ist, dann fällt die Freude übers gesparte Geld meist geringer aus als zuerst gedacht.
    Man kann in der Meeresaquaristik schon Geld sparen, aber dann muß man halt selber rechnen, wiegen und abfüllen können. Daran scheitern sehr viele.
    Wenn Du nun meinst, Dir auch noch Spuris (z.B. nach Renke) selber mischen zu wollen, dann überlege Dir bitte dreimal, ob Du wirklich in der Lage bist, die ganzen Salze zu besorgen, fachgerecht zu lagern (!) und wirklich exakt abzwiegen.

    Hier ein Ausschnitt aus dem Rezept.......

    18,46 g Mangansulfat-Hydrat (MnSO4 × 1 H2O)
    9,82 g Kupfer(II)-sulfat-Pentahydrat (CuSO4 × 5 H2O)
    8,8 g Zinksulfat-Heptahydrat (ZnSO4 × 7 H2O)
    8,9 g Nickel(II)-sulfat-Hexahydrat (NiSO4 × 6 H2O)
    32,45 g Chrom(III)-chlorid-Hexahydrat (CrCl3 × 6 H2O)

    Grüße

    Jens

    Hallo Sonja

    Ich bin auch kein großer Freund von Fischversand, habe mir aber ma im November Tiere von Michael Mrutzek schicken lassen. Trotz der echt üblen Kälte kamen die Fische in sehr gutem Zustand hier an, Wasser war noch ausreichend warm etc.
    Die anderen Händler kenne ich nicht, aber bei Michael gibt es echt keine Probleme, die Tiere die rausgehen sind fit.

    Grüße

    Jens

    Hallo

    Ich habe seit letzter Woche ein Paar Anemonenfische im Becken, sind auch nach 2 Tagen ganz lieb in die Anemone eingezogen. Soweit so gut, leider habe ich die Art noch nicht eindeutig indentifizieren können. Es handelt sich entweder um Amphiprion akallopisos oder A. sandaracinos.
    Bei A. sandaracinos geht der weisse Streifen in einer Breite durch bis auf die Lippe, bei A. akallopisos soll er zwischen bis knapp unter den Augen aufhören. Nun haben meine Beiden einen Streifen, der bis zwischen den Augen auf einer Breite läuft, und sich dann als wesentlich dünnere Linie bis auf die Lippe zieht. Leider habe ich keine Digitalkamera, aber evtl. hat ja einer von Euch eine Idee.
    Ach ja, der Händler meinte übrigens, daß es sich um A. perideraion handelt. Man sollte wenigstens als Händler schon Streifen zählen können. Aber wenn das Wasser der Fischanlage 80 - 120 mg/l Nitrat hat und die Doktoren in der Korallenanlage keine Flossen mehr (O-Ton Händler: Wenn die Menschen älter werden fallen die Haare aus, bei den Fischen halt die Flossenstrahlen) dann braucht man sich über die "Fach"beratung auch nicht wundern. Leider war das der einzige Händler in Berlin, bei dem ich in den letzten 4 Monaten ein anderes Anemonenfischpaar ausser occellaris o.Ä. gefunden habe.

    Grüße

    Jens

    Hi Rüdiger

    Ich war am Ribbon Reef und genau da habe ich das so super beobachten können, eine Stelle recht angeschlagen, einen Kilometer weiter alles super.
    Die Riffe die von den Tagesbooten angefahren werden sollen nicht so toll sein, da zu viele Leute da hin gekarrt werden. Eine Woche auf dem Boot und gaaaanz weit draußen, da machts richtig Spaß.

    Grüße

    Jens

    Zitat

    Daran, das die Korallen weltweit durch El Nino geschädigt sind, außer im Roten Meer vielleicht, hab ich mich schon gewöhnt, bzw. müssen.

    Hallo Rüdiger

    Hmmm, also auf den Mallies war ich noch nicht, dafür ein paar mal in Ägypten und woanders, Karibik, Pazifik etc.. Letztes Jahr in Australien war es wirklich interessant zu sehen das einige Riffe durch ENSO ganz böse was wegzustecken hatten und andere überhaupt nicht. Das konnte man sogar im gleichen Riffsystem sehen, so daß Unterschiede wie Sedimenteintrag, Wasserbelastung etc. keine Rolle spielen.
    Viele Riffe am GBR haben was abgekriegt, andere überhaupt nichts, warum das so ist kann niemand so richtig erklären. Ich fand es jedenfalls super interessant. Die geschädigten Riffe waren übrigens inzwischen wieder absolute Superklasse. Nur waren die Korallen halt nicht so riesig. Tisch Akroporas mit 3 -4 m Durchmesser brauchen halt ihre Zeit.....

    Hallo Tom

    Ich nehme die Dinger nur regelmäßg auseinander und putze alle Teile gründlich mit der Zahnbürste ab. Da ich das regelmäßig mache habe ich auch keine Probleme mit Kalkablagerungen. Fette würde ich niemals benutzen, wer weis was da alles rauskommt.

    Grüße

    Jens

    Hallo Andreas

    Nimm die 60er Höhe, da kannst Du dann eine vernünftige Höhe vom Bodengrund realisieren. Wenn Du vom Becken mal Bodengrund und oberen Rand abziehst, dann sind schon mal mindestens 10, eher 15 cm weg, bei 50 cm bleiben Dir dann noch 35 cm, das ist echt etwas wenig. Dazu kommt der Punkt, den Uwe schon angesprochen hat, die Fischies springen gerne, ob allerdings ein paar cm mehr Glas ausreichen sie daranzu hindern glaube ich nicht. Ich habe komplett außen rum 15 cm Blende (abnehmbar), da ist mir bisher noch keiner rausgehüpft.
    Ansonsten kann ich mich nur noch Peter anschliessen, so tief wie möglich. Die Optik ist unschlagbar. Mein Becken mit 170x80 Grundfläche steht mit 3 offenen Seiten als Raumteile. Am geilsten sieht es durch die kurze Seitenscheibe aus. 170 cm tief ins Riff schauen ist einfach nur irre, wenn dann der Schwarm Anthias von hinten aus der Höhle kommt,noch eine Biege um die großen Gorgonien macht.....halt, ich gerate ins Schwärmen

    Grüße

    Jens

    Moin

    Schau mal in die Yellow pages, da stehen einige drin. Ich war letztes Jahr in ein paar Läden, habe aber keine Adresse oder Namen mehr. Die Preise sind eher abschreckend, das meiste bekommst Du in Deutschland billiger.
    Nimm Dir lieber die Zeit und gehe ind London Aquarium am großen Riesenrad. Die Riffbecken sind Mist, aber der Rest eigentlich ganz nett.

    Schöne Zeit in London

    Jens

    Zitat

    Original von patrick
    hallo,


    eine wahrscheinlich kostengünstigere und vielleicht auch einfachere alternative zu dem einsatz von wasserstoffperoxid ist chlorix (bleichmittel - bekommst Du in fast jedem supermarkt). denn ich denke, dass Du für solche großen steine sonst recht viel H[T]2[/T]O[T]2[/T] brauchst.

    einen schönen gruß,

    patrick


    Hi Patrick

    Chlorix is klasse, hat aber u.U. auch noch irgendwelche anderen Sachen mit drin. Habe ich mal benutzt um Pumpenköpfe etc. wieder sauberzukriegen aber bei Steinen hätte ich da Bedenken das da irgendwelches Schweinkram ins Becken kommt.

    Grüße

    Jens