Zitat
Original von Chriss
Hallo Jens,
irgendwie passt das nicht zusammen?? Bornemann muss ganz schön beleidigt gewesen sein, als er den Artikel geschrieben hat. Leider habe ich noch nicht die Zeit gefunden, den Artikel zu lesen. Aber was ich hier so lese, dann zweifele ich an dem wissenschaftlichen Anspruch von RO oder Bornemann. Er hätte den Artikel objektiv schreiben müssen. Ebenso ist persönliche Kritik bzw. persönliche Anspielungen ist bei einer wissenschaftlichen Abhandlung fehl am Platz.
Gruß,
Christian
Hallo Christian et al.
Natürlich hast Du Recht, RO ist KEIN wissenschaftliches Journal, gar keine Frage. Aber es ist meines Wissens das einzige Journal, welches eine Form von Review Prozess hat, bei dem mehrere Autoren die eingereichten Manuskripte gegenlesen und Empfehlungen und Kommentare abgeben.
Was Borneman da abgeliefert hat spottet jeder Beschreibung, das ist weder Wissenschaft, noch Populärwissenschaft, sondern ein persönlicher Angriff gegen Jörg und Michael und den Rest des Meeresaquarianer im alten Europa.
Borneman zitiert viele Arbeiten, die ich sehr gut kenne, da sie von meinem Doktorvater oder Kollegen vom MPI verfasst wurden. Leider hat er sie nicht verstanden, nicht mal im Ansatz.
In den USA ist bisher KEIN einziger Artikel über Wodka erschienen, es zirkulierte eine Babelfisch Übersetzung vom ersten Artikel, die ist eher schlecht als recht. Jörg und Michael haben einen zweiten Artikel verfasst, in dem auch auf die inzwischen gesammelten Erfahrungen eingegangen wird. Dieses Manuskript wurde in Englisch abgefasst und bei Reefkeeping online eingereicht. Eine Kopie dieses Manuskripts liegt mir vor, da Jörg mich gebeten hatte ihn noch mal durchzuschauen. Reefkeeping online lehnte eine Veröffentlichung ab, da der Artikel von den Redakteuren bzw. den anonym bleibenden Reviewern als nicht veröffentlichungswürdig eingestuft wurde. Selbst auf mehrfaches Nachfragen wurden Jörg allerdings nicht die Kommentare der Reviewer ausgehändigt, was eigentlich eine völlig normale Prozedur ist, auf jeden Fall im wissenschaftlichen Bereich.
Wäre dann nichts weiter passiert, dann wäre es noch irgendwie OK gewesen, schlechter Stil von RO, aber egal.
Um eines klarzustellen, ein eingereichtes Manuskript MUSS unter allen Umständen von allen Beteiligten als vertraulich behandelt werden, da es sich um geistiges Eigentum des Verfassers handelt.
Und nun kommt der Hammer: Einer der Redakteure von RO veröffentlicht kurz nach der Ablehnung einen eigenen Artikel, in dem er wortwörtlich aus dem abgelehnten Manuskript zitiert! Es handelt sich hier um einen eklatanten Fall von Raub geistigen Eigentums.
Grüße
Jens