Beiträge von Jens Kallmeyer

    Zitat

    Original von Frank Mohr
    Hallo Jens
    Auf deinem Bild sind wir aber im Meer, richtig? Dort ist es halt sicher so, wenn die Tiere keinen Bock mehr aufeinander haben, jagen sie sich mal schnell 10-20 Meter und dann ist halt einer ein Einzeltier. :winking_face: Im Aquarium hätten sie diese Ausweichmöglichkeit aber nicht.
    Wir kennen es doch von einigen anderen Fischen, die im Meer sogar Schwärme bilden und im Aqua ist nicht mal die Paarhaltung möglich. Der Vergleich Meer vs. Aquarium hinkt also hier, denke ich.
    Gruß Frank

    Hallo Frank

    Ja, das Foto ist im Meer entstanden. Allerdings jagen sie sich nicht 10-20 Meter weg, denn dann sind sie schon 9-19 Meter auf dem Sandgrund und damit Fischfutter. Sie verlassen den Huegel maximal einen oder zwei Meter, und das nur in Gruppen von 4-6 Tieren und nur fuer kurze Zeit. Dabei bleiben sie in der Deckung und gehen max 5 cm ueber dem Grund, von einem Stein zum naechsten. Die meiste Zeit stehen sie ein paar cm ueber dem Huegel oder zwischen den Steinen und picken.

    Du hast schon recht mit dem hinkenden Vergleich zwischen Aquarium und Meer, aber wenn man das bekannteste Beispiel nimmt, den Weiskehldoc dann bilden sich diese Schwaerme auch nur zu bestimmten Zeiten, naemlich morgens und abends, wenn alle gemeinsam in ein Gebiet schwimmen um dort zu fressen. Sobald sie da angekommen sind wird sich verteilt und jeder frisst fuer sich. Wehe wenn sich dann mal zwei zu nahe kommen, das gibt Haue. Das ist anscheinend typisch fuer die meisten mittelgrossen Acanthurus Arten, z.B. Spaetblauer, japonicus, triostegus etc. Die ganz grossen wie sohal, dussumieri, bahianus oder mata scheinen als Alttiere komplett Einzelgaenger zu sein

    Gruesse

    Jens

    Hallo Frank

    Echt netter Artikel, sehr interessanter Aufbau vom Filter. Sieht aus, als ob Du technischen Vorteile der verschiedenen Systeme ohne deren finanzielle Nachteile in einem Filter vereint hast. Was das DSB bzw. jeden Sedimentfilter angeht, sehe ich es wie Du, besser in einem extra Becken, in das man immer schnell eingreifen kann. Also ein fettes DSB im Hauptbecken wuerde ich mir heute auch nicht mehr bauen, so viel Stroemung kannst Du garnicht im Becken haben um nicht doch irgendwo Dreckecken zu haben.
    Wenn ich mir allerdings das Foto vom Sediment anschaue, dann glaube ich das das System noch lange nicht bei voller Leistung ist. Kann natuerlich auch am Bild liegen, aber wenn das erstmal richtig laeuft, dann sollte man die einzelnen Redoxzonen als farbliche Abstufungen im Sediment erkennen koennen.
    Allerdings frage ich mich, ob Du bei einem 2 m Filterbecken die maximale Abbauleistung willst, soviel Futter kannst Du kaum ins Becken schmeissen um da noch gegen anzukommen.
    Ob Du eine Seegurke einsetzen solltest, wie Uwe vorschlaegt, weis ich nicht, wie finden die das zwischen der Caulerpa, aber wie waere es mit einem grabenden Seeigel, der wuerde das System gut von unten her umgraben und ein verklumpen gar nicht erst aufkommen lassen.
    Wie Peter schon sagte, diese Critter Packs mit Schnecken etc. koennen in solche einem Filter bestimmt nicht schaden, ganz im Gegenteil.

    Gruesse

    Jens

    Hallo Christian

    Ich musste schon einige male groessere Mengen von Zeugs (keinen Sand) mit Luftfracht als Cargo schicken. Bin eigentlich erstaunt wie preiswert das ist . Allerdings lohnt sich das meistens erst ab 100 kg, da die einmaligen Gebuehren so hoch sind.
    An Deiner Stelle wuerde ich Sand aus dem Meer nehmen, vieleicht nicht aus dem Schwarzen Meer sondern eher Richtung Marmara See oder gleich Mittelmeer, so dass Du von der Abwasserwolke von Stanbul nicht so viel mitbekommst.

    Gruesse

    Jens

    Hallo

    Hast Du bei den Wasserwerten was anderes erwartet? Pass aber auf den Nitrat Wert auf, in Ultramin sind halt richtig viel Aminosaeuren drin, das kann dir den Stickstoffkreislauf ganz schoen durcheinanderbringen. Ich wuerde die Dosierung erstmal nicht erhoehen.


    Gruesse

    Jens

    Hallo Andreas


    Zitat


    Um die Diverenz auszugleichen müßte ich ja die Zufuhr von KH etwas drosseln und im gegenzug Ca und MG etwas anheben.

    Ja, mach das genau so!


    Zitat


    Hat dann die unterschiedliche zugegebene Menge der Salze einen Einfluß auf die Ionenverschiebung oder ist die Verschiebung dann bei erreichen der Sollwerte aufgehoben. Allerdings bräuchte ich ja dann kein Mineralsalz zugeben ... irgendwas check ich da nicht ...

    Mach Dir mal keinen Kopf ueber die Ionenverschiebung. Die ist zwar real, aber in Deinem Fall ist es mit Sicherheit wichtiger, die Werte wieder in den gruenen Bereich zu bekommen.
    Wenn Du Balling dosierst, dann gibst Du ja kein REINES Ca, Mg oder HCO3- (KH) zu, sondern Salze, die ausserdem noch Natrium und Chlorid (sprich Natriumchlorid) enhalten, welches nicht von den Korallen verbraucht wird. Nach einiger Zeit kaeme es dadurch zu einer Ionenverschiebung, da ja immer mehr Natriuchlorid im Becken waere. Um das auszugleichen nimmst Du das Mineralsalz, welches ja KEIN Natriumchlorid enthaelt. Damit gleichst Du die Ionenverschiebung in Richtung Natrium und Chlorid wieder aus.
    Bring die Werte wieder dahin wo sie hingehoeren und wenn sie da sind, mach weiter mit der ganz normalen Balling Methode.

    Gruesse

    Jens

    Hallo

    Ein Paerchen Gramma geht bestimmt, von einer gruppe Kaudernis moechte ich abraten, sobald sich ein Paar gebildet hat haben die anderen nichts mehr zu lachen. Bernd Mohr kann in seinem 7 m Becken exakt 3 Paare halten, wenn der Nachwuchs zu gross wird gibt es Haue von den Alten.
    Kaudernis werden generell recht gross, ueber 10 cm in Laenge und Hoehe. Als ich meine rausfangen musste war ich erstaunt was da fuer Brummer im Netz zappelten. Die Laenge der Seegurken ist nicht so schlimm, erstens Strecken sie sich selten auf die volle Laenge und zweitens haengen sie sowieso die meiste Zeit irgendwo zwischen den Steinen.
    Ein Freund hat einen Schwarm leptacanthus, die waren erst alleine im Becken und super scheu. Erst nachdem er noch ein paar andere Fische zugesetzt hatte (Putzer, Grundel etc. nichts grosses) kamen sie aus der Hoehle. Inzwischen stehen sie den ganzen Tag draussen. Anscheinend muessen sie erst andere Fische im freien Wasser sehen um das Gefuehl zu haben das alles in Ordnung ist.

    Gruesse

    Jens

    Hallo

    Also Goldkopfgrundeln halte ich im 60er Wuerfel fuer nicht so geeignet. Die werden bis 15 cm lang, und das halte ich schon fuer zu viel. Wenn Du was zum umgraben willst, dann nimm doch eine Seegurke, der ist der Platz recht egal. Ausserdem schmeisst sie keinen Sand auf die Korallen am Boden.
    Wegen der Fische schon mal an Pseudochromis, Gramma oder Assessor gedacht, wenn es Barsche sein sollen. Oder an die vielen kleinen Grundeln, die es so gibt, es muss ja keine D. griessingeri sein, aber wie waere es mit Eviota, Trimma etc. Peter Schmiedel kann Dir da wohl einige Arten nennen.
    Je nach Beckeneinrichtung koennte da auch ein Schwarm Apogon leptacanthus toll drin aussehen, allerdings weis ich nicht was die fuer eine Endgroesse haben.
    Gruesse

    Jens

    Hallo

    Alles was ich gehoert und gelesen habe ist folgendes
    Lebenserwartung ca 1 Jahr, brauchen abgedunkeltes Spezialaquarium mit Temperaturen um 18 Grad, die meisten Tiere haben durch den Fang Verletzungen an ihrem Auftriebsorgan (Schwimmblase kann man das bei denen ja nicht nennen) und koennen nicht mehr richtig die Position halten, dadurch auch keine Beute fangen. Ohne Handfuetterung verhungern sie sehr schnell. Leider reagieren viele Nautiloiden nicht auf totes Futter, ohne lebende Garnelen in geeigneter Groesse ist da wohl wenig zu machen.

    Ausserdem stehen die meiner Meinung nach unter Naturschutz, wundert mich dass die ueberhaupt noch importiert werden duerfen. Die Nautiloiden wurden durch massive Ueberfischung fuer die Souvenirindustrie an den Rand der Ausrottung gebracht. Leider geht die Ausrottung wohl immer noch ungebremst weiter...

    Meine Meinung:
    Lass es sein

    Wenn Du Dir die Muehe mit Kopffuessern machen willst, dann versuche Dich doch an kleinen Kraken (diverse Berichte hier im Forum) oder tropischen Sepien, die lassen sich im Aquarium sogar vermehren.

    Gruesse

    Jens

    Hallo Resa

    Ich nehme jetzt mal an, dass Du nicht irgendwelches Salinensalz, sprich Tafelsalz meinst, sondern wirklich 100% eingedampftes Meerwasser.
    Was wir normalerweise als "Meersalz" kaufen enthaelt naemlich nicht alles Salz des Meerwassers, sondern nur den Teil, den wir als lecker bzw. salzig empfingen, das Natriumchlorid (Kochsalz). Daneben enthaelt Meerwasser auch noch genuegend andere Stoffe, die Salze bilden die wir nicht als lecker empfinden, z.B. Bittersalz Kaliumchlorid. Das schmeckt echt bitter, und das willst Du nicht auf dem Fruehstuecksei haben. Ausserdem bilden sich diverse Karbonate und Sulfate, die garnicht salzig schmecken. Feinen Kalkstein oder Gips willst Du auch nicht auf dem Fruehstuecksei.

    100% eingedampftes Meerwasserenthaelt enthaelt zwar alle Spurenelemente, aber halt auch viele ausgefallene Karbonate und Sulfate, und die wuerdest Du nicht, oder nur sehr schwer wieder zurueck in Loesung kriegen. Was die Hersteller der synthetischen Salze tun, ist folgendes: Die einzelnen Bestandteile werden so geschickt miteinander kombiniert, dass sie alle als moeglichst leicht loesliche Bestandteile vorliegen, damit sie sich schnell loesen. Z.B. wird nicht Kalziumcarbonat und Natriumchlorid zugegeben, denn das Kalziumcarbonat wuerde sich nicht wieder loesen, sondern Calciumchlorid und Natriumhydrogencarbonat, beides sehr leicht loesliche Salze.

    Mir ist nicht bekannt, das irgendwo auf der Welt Meerwasser in einem Schwung komplett eingedampft wird, das Produkt braeuchte niemand. Normalerweise wird in der Salzgewinnung in Salinen das Meerwasser fraktioniert eingedampft, d.h. waehrend des eindampfens wird es von einem Becken ins naechste geleitet, abhaengig von der Loeslichkeit der einzelnen Salze lagern sich in jedem Becken andere Salze ab, ganz grob gesagt zuerst die Karbonate, dann die Sulfate und dann die Chloride.

    Gruesse

    Jens

    Hallo Max

    Es kann bei Dir bestimmt zu einer Naehrstofflimitierung kommen, allerdings wuerde ich die Werte erstmal mit anderen Tests ueberpruefen. Nicht das Deine Tests schlecht sind, aber du hast sie 6 Monate garnicht benutzt, wie lange haben sie denn davor schon im Schrank gestanden? Tests altern nunmal, ausserdem macht ihnen schlechte Lagerung echt zu schaffen. Bevor Du irgendwas tust, schreibe doch mal mehr ueber Dein Becken und seinen Inhalt und ueberpruefe die Werte mit anderen Tests. Panikreaktionen bringen jetzt wenig. Ausserdem wuerde ich, wenn Du wirklich null NO3 und PO4 hast BEIDE Werte langsam anheben.

    Gruesse

    Jens

    Zitat

    Original von christian wecht
    seit ich Phospat in vorm von kh2po4 zudosiere stehen meine korallen wieder gut da. ich gebe 50-60 ml pro tag in mein becken (850l) um einem po4 wert von knapp unter 0,049 zu bekommen.

    Hallo Christian

    Wenn Du Dosierungen angibst, wie z.B. 50 -60 ml pro Tag, dann schreibe auch bitte dazu welche Staerke Deine Loesung hat. Sonst kann das ganz schnell dazu fuehren dass die Leute das falsch verstehen und sich boese Mischungen ins Becken kippen. Es waere echt toll, wenn Du mal das Rezept von Deiner Phosphat Stammloesung hier mitteilen koenntest.

    Danke im Voraus

    @all

    Bitte bei der Anhebung des PO4 Wertes SEHR SEHR vorsichtig sein, hier geht es um ganz kleine Mengen, dementsprechend kann sich eine Fehldosierung wesentlich schlimmer auswirken als bei Nitrat.

    Gruesse

    Jens

    Zitat

    Original von Steffen Schwarz
    Also wenn ich es richtig verstanden habe geht es nur darum dass man die Dosierung in kleinen Schritten erhöht - also jeden Tag 0,5 ml Vodka mehr zugibt als am Vortag bis das gewünschte Ergebnis erreicht ist bzw. bis man die optimale Dosis erreicht hat.

    Hallo

    Genauso ist es und nicht anders. Wenn die Dosierung 0,5 mL pro Tag und pro100 L waere, dann wuerde da 0,5 mL/d/100L stehen. Tut es aber nicht!

    Gruesse

    Jens

    Hallo Mike

    Um Gottes Willen, erhoehe die Dosis auf gar keinen Fall um 7,5 ml in einem Schwung!
    Ich habe den Artikel nicht vorliegen, wenn ich mich recht entsinne, dann sollte die GESAMTDOSIERUNG um 0,5 ml pro Tag gesteigert werden, und nicht pro 100 L.
    Die erste Anleitung mit einer Steigerung von 1 ml pro Tag war fuer viele Becken schon zu viel. In Deinem Fall kann das gehen, da Du recht viel Wasser hast, aber trotzdem wuerde ich nur mit 0,5 ml pro Tag steigern. Auch wenn Dir das wenig erscheint, es reicht aus. Die Bakterien muessen sich erstmal an das gestiegene Kohlenstoffangebot anpassen, das geht zwar schnell, aber nicht von heute auf morgen.
    Mit den 12 ml auf 1500 L bist Du noch lange nicht am Ende, ich brauchte 14 ml auf ca. 700 L netto. Auch bei mir gingen die Werte nicht linear bis auf null, es gab immer wieder Phasen, in denen die Werte stabil blieben, obwohl ich die Dosierung erhoehte, keine Ahung woran das liegt.


    gruesse

    Jens

    Hallo

    Im Prinzip kannst Du das Wasser sofort nehmen, sofern der Filter regelmaessig benutzt (alle 1-2 Tage) wird. Sollte der Filter allerding eine laengere Zeit stehen, dann wuerde ich ihn vorsichtshalber spuelen. Es gibt genuegend Bakterien etc. die sich auf dem Harz sehr wohl fuehlen. Ich hatte mal das Vergnuegen mit einem Mischbettfilter der mindestens 3 Wochen nicht benutzt wurde, das Wasser hat so extrem gestunken, dass ich erstmal das Labor lueften musste. Besser die ersten paar Liter wegschmeissen als sich diese Jauche ins Becken zu tun.

    Gruesse

    Jens

    Hallo Andrea

    Glueckwunsch zu den schoenen Steinen. Lass den Fernseher aus, setz Dich vors Becken und geniesse es. Viele der kleinen Viecher werden nicht mehr so offen rumlaufen wenn erstmal ein paar Fische drin sind. Was Du Bachflohkrebse nennst, sind Flohkrebse (Gammarus) nur halt nicht aus dem Bach.
    Die Miniseesterne koennen, wenn es sich um die kleinen Kissenseesterne die Kalkrotalgen fressen, zu einer echten Plage werden. Sollten die es sein, dann vernichte so viele wie Du finden kannst. Schau mal auf http://www.korallenriff.de, da findest Du Berichte ueber diese Biester.
    Aber keine Panik, das ist eine der "netteren" Plagen, geniesse jetzt erstmal die Zeit in der sich das Leben in Deinem Becken entwickelt.


    Gruesse

    Jens

    Hallo AmStaff

    Calciumhydrogenphosphat ist unter den Bedingungen, die im Meerwasser herrschen, nur sehr schlecht loeslich, d.h. nur eine sehr geringe Menge kann ueberhaupt in Loesung sein, der Rest MUSS als festes Material ausfallen.
    Allerdings ist diese geringe geloeste Menge immer noch ausreichend hoch um Probleme zu verursachen.
    Die Menge des geloesten Phosphats ist von sehr vielen Faktoren abhaengig, z.B. der Menge und der Art der anderen Substanzen in Loesung, und dem pH Wert. Je hoeher der pH Wert, desto weniger ist in Loesung.
    In diesem pH Effekt ist auch das Problem begruendet, warum viele Leute nach der Umstellung von Kalkwasser auf Kalkreaktor solche Probleme mit den Phosphatwert kriegen. Durch das Kalkwasser haben sie sich Phosphat Reservoirs im Bodengrund etc angelegt, nun kommt es meistens in der Anfangsphase des Kalkreaktors zu einer leichten pH Wert Senkung, z.B. weil die Einstellung am Reaktor noch nicht 100%ig stimmt. Dadurch kommt es zur Loesung eines Teils dieser Phosphat Reservoirs und zwar solange, bis wieder ein Gleichgewicht zum neuen pH Wert erreicht ist.

    Lange Rede schwacher Sinn: Sehr viele Parameter beeinflussen die Ausfaellung von PO4, pH ist der wichtigste. Alle Ausfaellungen koennen bei entsprechenden Bedingungen auch wieder in Loesung gehen.
    Um PO4 zu entfernen sind Adsorber der momentan beste Weg.

    Ich hoffe das war jetzt unchemisch genug, besser kann ich das nicht.

    Gruesse

    Jens

    Zitat

    Original von hafturlaub
    wasserwechsel mache ich wöchentlich 50 l bei einem beckennetto um die 750 l, sollte dies schon den mg verbrauch ausgleichen?

    Hallo hafturlaub

    Wahrscheinlich ja. Wenn Du kein massives Wachstum an Kalkrotalgen hast (die beuen mehr Mg ein als Korallen) dann kann der Wasserwechsel u.U. schon ausreichend sein.
    Ich wuerde zur Sicherheit trotzdem mal mit einem anderen Test messen um wirklich sicher zu gehen

    Gruesse

    Jens

    Hallo Andrea

    Zitat

    Würde es Sinn machen, sowohl von diesen als auch von vor einem Monat importierten Steinen welche reinzupacken? Oder kommt dann alles durcheinander, wenn Flora A und Flora B aufeinandertreffen? Oder ist es besser, mehr Ausgangsleben zu haben? Einiges wird ja auch bei mir noch absterben, wenn mein Becken dem nicht recht ist.

    Herzlich willkommen im Forum :smiling_face:

    Es wuerde auf jeden Fall Sinn machen, Steine zu mischen, je vielfaeltiger das Leben in Deinem Becken ist, desto stabiler ist das System. Es gibt sogar Leute (insbesondere in den USA) die tauschen alle paar Jahre einen Teil der Steine gegen neue aus. Ob das wirklich was bringt weis ich nicht, schaden tut es wohl nicht.
    Wie Du schon sagst, es wird auf jeden Fall noch einiges absterben von dem was in den Steinen lebt, dagegen kannst Du garnichts tun.
    Lebende Steine kosten recht viel Geld, aber das liegt nunmal daran, dass sie per Luftfracht von weit weg geliefert werden. Bei Angeboten von 8 Euro oder noch weniger pro Kilo fuer neues Lebendgestein (taucht ab und zu mal bei ebay oder anderswo im Internet auf) waere ich sehr vorsichtig, das kann eigentlich kaum sein, da kostet der Transport schon mehr. Nutze mal die Suchfunktion hier im Forum, da findest Du viele Berichte zu. Die schon genannten Haendler vertreiben Lebendgestein in sehr guter Qualitaet, darauf kannst Du Dich blind verlassen. Wenn Du irgendwo guenstig welches kriegen kannst, dann rieche an den Steinen, die muessen nach Meer riechen, aber nicht stinken. Wenn es faulig riecht oder nach totem Fisch etc. lass sie wo sie sind und kaufe woanders.
    Bevor Du an der Qualitaet des Gesteins sparst, spare lieber an der Menge. Lieber 10 kg gutes Zeug als 20 kg faulige Brocken. Ich habe viele Jahre Kalk Lochgestein im Unterbau drin gehabt, ohne irgendwelche Probleme. Es gibt hier im Forum viele Leute die schwoeren auf 100 % Lebendgestein, ich denke, dass das nicht unbedingt noetig ist. Gutes Lochgestein tut es auch. Nimm blos kein totes Riffgestein, damit faengst Du Dir u.U. ganz boese Probleme ein. Suche mal nach Berichten hier im Forum.


    Gruesse

    Jens

    Hallo Alex

    Warum willst Du Dir das antun? So wahnsinnig bin ja nicht mal ich. Wenn Du nicht gerade Zugriff auf ein gut eingerichtetes Labor hast kannst Du das fast vergessen. Ausserdem rechnet es sich bestimmt nicht, denn selbst wenn Du von allen Sachen nur die kleinsten Mengen kaufst wirst Du so viel Geld los werden, dass Du davon eine lange Zeit jedes fertige Mittel Deiner Wahl kaufen kannst.
    Ich kann nur davon abraten irgendwelche Muckibutzen Praeparate zu nehmen und die ins Becken zu hauen, das haben schon andere versucht und sind damit boese auf die Schnauze gefallen. Ganz am Rande habe ich mitbekommen wie lange die Entwicklung eines bekannten Praeparates gedauert hat und wie viele Rueckschlaege passierten, bevor da endlich ein brauchbares Produkt fertig war.

    Was sie bringen...hmmm nun ja, wenn Dein Becken einen hohen Naehrstoffgehalt hat, dann wahrscheinlich garnichts. Aber wenn Du ein gut laufendes Becken mit sehr geringen Naehrstoffgehalten hast, oder wenn Du sehr empfindliche Tiere eingewoehnen bzw. am Leben erhalten willst, dann koennen Aminos schon wahre Wunder bewirken. Es kommt immer darauf an, was man fuer ein Becken hat und was man will.

    Gruesse

    Jens

    Hi iP

    Schon mal an UltraSil gedacht? Das Zeug ist fuer die Entfernung von Si und PO4 gedacht. Ist auf Eisenbasis und funzt im Wirbelbett, faerbt halt die ersten paar Liter, aber das laesst sich halt nicht aendern.

    Gruesse

    Jens

    Hallo Marcus et al.

    Das mit den Kalkwasser im Abschaeumertopf ist eine ganz einfache Sache und geht auch ohne Formel
    In der abgeschaeumten Fluessigkeit befindet sich sehr viel organisches Material, darunter ein hoher Prozentsatz an Stickstoffverbindungen. Diese liegen entweder bereits als Amine (Irgendwas mit einer NH[T]3[/T] Gruppe dran)vor, oder werden durch die Bakterien, die sich in der Bruehe sauwohl fuehlen, dazu umgebaut, Amine stinken ganz schrecklich. Dazu kommen noch andere lustige und stinkende organische Substanzen,die bei der Zersetzung der Abschaeumerfluessigkeit entstehen. Je niedriger der pH Wert im Schaeumertopf ist, desto mehr von dem stinkenden Zeug ist fluechtig und stinkt rum.
    Durch Zugabe von Kalkwasser erhoeht man den pH Wert ganz drastisch, was viele Bakterien nicht abkoennen, und deshalb sterben. Dadurch wird die bakterielle Zersetzung der Bruehe stark verlangsamt, ganz gestoppt wird sie nicht. Ausserdem sind viele Substanzen bei hohem pH Wert nicht so stark fluechtig, sie bleiben in Loesung und stinken nicht so schlimm.

    Gruesse

    Jens

    Hallo

    Ich denke mal, dass das der beste Weg ist, den Abschaeumer in kuerzester Zeit in einen massiven Klumpen Kalkstein zu verwandeln.
    Im Abschaeumer herrscht eine sehr hohe Luftsaettigung. In der Luft ist CO[T]2[/T], zwar nicht viel, aber es ist da, das Wasser steht im Gleichgewicht mit dem Luft-CO[T]2[/T]. Kalkwasser verbindet sich mit CO[T]2[/T], wenn es welches kriegen kann, und faellt als CaCO[T]3[/T] aus.
    Nun die unvermeidlichen Formeln:

    CO[T]2[/T] + H[T]2[/T]0 = HCO[T]3[/T][H]2-[/H]+ 1/2H[T]2[/T]

    HCO[T]3[/T][H]2-[/H]+Ca(OH)[T]2[/T] + 1/2H[T]2[/T]= CaCO[T]3[/T] + 2 H[T]2[/T]0

    Da in den Abschaeumern allerdings sehr hohe Stroemungsgeschwindigkeiten herrschen kann es natuerlich sein, dass der ausfallende Kalk ausgewaschen ist, bevor er sich niederschlagen kann. Probieren wuerde ich es allerdings nicht. Kalkwasser faellt halt aus, das liegt in der Natur der Sache, da wuerde ich meine Pumpen und andere technische Geraete in Sicherheit bringen wenn ich sie nicht alle Nase lang im Essigbad haben will.

    Gruesse

    Jens

    Hi

    Vielleicht kann Peter Schmiedel was dazu sagen, der hat auch aasfressende Schnecken im Aquarium. Er wunderte sich erst was die ueberhaupt fressen, denn an Algen gingen die nicht ran, aber an Stint und Muschelfleisch.
    Peter ist gerade nicht so viel im Forum, evtl erreichst Du ihn ja auf anderen Wegen

    Gruesse

    Jens

    Hallo Ulrich

    Ich habe gerade mal im Korallen Forum geschaut, da schreibst Du, dass Deine Monti Platte blass wird. Handelt es sich dabei um das gleiche Becken?
    Das waere dann ein Indiz, dass Du es mit einer Naehrstofflimitierung zu tun hast.
    Wenn Dein PO4 Wert nun wirklich bei 0 liegt, dann wuerde ich den mal etwas anheben. Dafuer kannst Du Dir eine Phosphat Loesung machen lassen, Rezepte sollten hier bestimmt zu finden sein, oder einfach mehr fuettern oder den Abschaeumer drosseln. Auf jeden Fall den Phosphatadsorber sofort raus, wenn denn welcher im Einsatz ist.
    Ausserdem schreibst Du im Korallenforum, dass Du mit Cyanos Probleme hast. Das kann daran liegen, dass das Becken noch am einfahren ist und noch nicht so stabil laeuft, oder dass die Bedingungen einfach sehr gut fuer Cyanos, aber schlecht fuer andere Algen und/oder Korallen sind. In der Natur sind Cyanos immer dann auf dem Vormarsch, wenn die anderen Arten Probleme haben, z.B. zu heiss, zu salzig oder extreme Schwankungen in der Wassserchemie. Ein massives Ungleichgewicht im Naehrstoffhaushalt ist mit Sicherheit auch ein positiver Faktor fuer Cyanos.

    Gruesse
    Jens

    HI Micha

    Frag mal Claude, Michael Mrutzek, oder Klaus Jansen von Royal Exclusiv. Die haben, was die Einrichtung von Grossbecken angeht, wahrscheinlich die meiste Erfahrung. Oder schaue mal hier
    http://www.oregonreef.com/
    Bitte verstehe mich jetzt nicht falsch, aber wenn Du bei einem Becken dieser Groessenordnung ueber die Stromkosten nachdenkst, dann wirst Du Dir wohl noch recht wenig Gedanken ueber die anderen Unterhaltskosten gemacht haben. Kalkuliere mal das Salz fuer 10 % Wasserwechsel im Monat, oder die Menge Phosphatadsorber, Spuris etc., von den Einrichtungskosten mal ganz zu schweigen. Fuer den Preis eines solchen Beckens kaufen sich andere Leute ein schickes Auto. Wenn Du den Nerv und die Kohle hast, nur zu! Unser Neid wird Dir sicher sein:D.
    Mit der kryptischen Zone, hmm ich habe da so meine Zweifel. Um azooxantellate vernuenftig zu halten bedarf es schon etwas mehr, als nur einem Mangel an Licht. Wenn dem so waere, dann muessten unsere Filterbecken ja die tollsten Biotope sein.

    Viele Gruesse

    Jens

    Hi

    Ich wollte ja nicht so direkt Fragen warum Du Dir das ueberhaupt antun wolltest.
    Also was ich hier in USA bisher gesehen habe haute mich preislich echt nicht vom Hocker. Bei einigen der Versender bekommt man ab und zu mal sehr seltene Tiere, bei denen man ueber einen Import nach D nachdenken koennte, da man sie sonst niemals bekommen wird. Aber anders als in D sind hier viel mehr Leute, die das Hobby wie Briefmarkensammeln betreiben, hauptsache selten, exotisch und/oder extrem. Bei solchen Leuten ist dann meist auch der Preisprozessor komplett durchgebrannt und die zahlen praktisch jeden (JEDEN!) Preis.
    Der Siganus guttatus z.B. ist sehr selten im Handel, sieht aber absolut klasse aus, (das er Korallen und Muscheln frisst uebersehen wir jetzt mal). Dieser Fisch wird in Deutschland etwas teurer als Lo vulpinus angeboten, normalerweise in einer Liga mit Lo uspi oder magnificus, also knapp unter 100 Euro. Bei Themarinecenter.com sollte der mal 599 Dollar kosten. Noch Fragen? Beim Plectranthias inermis war es das gleiche, der Lag auch bei ca 150 Dollar. Von solchen Sachen wie den bunten Drachekoepfen (Rhinopias) will ich garnicht reden. Kein Wunder das man die in D so selten zu Gesicht bekommt, mit den Tieren kann man in USA (oder in Asien) einfach viel mehr Geld verdienen.
    Man kann hier auch solche suessen Fischies wie Titanendruecker bekommen, perfekt fuer das Heimaquarium.......

    Gruesse

    Jens

    HI Marcus

    Du kannst mir glauben, ohne eine gewisse flexible Auslegung der Einfuhrbestimmungen unsererseits gaebe es keinen internationalen Austausch von Proben oder gemeinsame wissenschaftliche Projekte. Gerade hier in USA ist es ganz schlimm. Das von den USA aus organisierte und von einer weltweiten Gemeinschaft finanzierte Bohrschiff geht, wenn es irgendwie moeglich ist, nicht mehr in Haefen in den USA. Es gibt einfach zu viel Aerger mit dem Zoll.
    Deutschland ist nicht viel besser, Du bekommst zwar fast alles raus, aber nicht wieder rein ins Land, lebende mehrzellige Tiere habe ich noch nicht probiert, kann ich nichts zu sagen. Bei unsereins werden dann vor der Rueckreise Etiketten geaendert, Ladelisten uminterpretiert etc., nur um die Sachen, die aus Deutschland kamen wieder nach Deutschland reinzukriegen. Du bekommst echt die Kraetze bei sowas.

    Gruesse
    Jens

    Hallo Frank

    Klasse, bin mal echt gespannt wie das Becken sich weiterentwickelt. Ausserdem wird es interessant wie Du auf lange Sicht mit der Reinigung des Beckens klarkommst, besonders Kalkalgen stelle ich mir uebel vor. Bitte halte uns auf dem Laufende

    Gruesse

    Jens

    Guten Morgen Peter

    Zitat

    Original von Peter Metzner
    Doch anscheinend ist der Unterschied zwischen Korallenriff und Aquarium nicht wirklich feststellbar, da man ja viel zuwenig nachweisen kann. Oder habe das falsch verstanden? Was gibt es für gesicherte Informationen über Keimzahlen oder Bakterien im Korallenriff?

    Du hast das schon richtig verstanden, einen Unterschied festzustellen ist schon echt schwierig, weil es fuer Aquarien einfach keine Daten gibt, jedenfalls sind mir keine bekannt. In unbelastetem Meerwasser sind die mit Acridine Orange nachweisbaren Zellzahlen so im Bereich von 10[H]5[/H] bis 10[H]6[/H] pro ml.

    Zitat


    Was gibt es für gesicherte Informationen über Keimzahlen oder Bakterien im Korallenriff? Und was davon (oder von zusätzlichen wie den coliformen) kann man im Aquarium nachweisen?

    Es gibt bestimmt Literatur speziell ueber Zellzahlen in Korallenriffen, aber global sind die Zahlen in naehrstoffarmem Oberflaechenwasser relativ aehnlich, dabei ist es fast egal, ob das ein Korallenriff ist oder ein Polarmeer.

    Zitat


    Worauf ich hinaus will:
    Kann ich mit einer UV Anlage überhaupt einen Wert (wenn wir diesen auch kennen würden) nahe dem Korallenriff herstellen?

    Du bekommst mit UV die Anzahl der frei im Wasser befindlichen Zellen runter, dass ist, glaube ich, unbestritten. Wie nah Du an einen naturnahen Wert rankommst kann nur spekuliert werden.

    Zitat


    Welche Vorteile hätte ich durch diesen Wert?
    Wenn ich eine UV Anlage (herkömmliche Anlage für Meerwasserbecken)ans Becken hänge, kann ich damit überhaupt einen Nachteil bewirken?

    Dein Becken ist mit UV Anlage wahrscheinlich naeher am Original als ohne. Meiner ganz persoenlichen Meinung nach kann man mit einer UV Anlage eigentlich nichts falsch machen und auch nicht ueberdosieren, ganz im Gegensatz zu Ozon. Mir sind keine negativen Auswirkungen bekannt. Wenn man natuerlich ein Becken lange ohne UV gefahren hat und dann ploetzlich einen fetten Brenner dranhaengt, dann kann es moeglicherweise schon zu gewissen Reaktionen bei den Tieren kommen, welche dann als negative Auswirkungen des UV Lichts gedeutet werden koennen.

    Gruesse

    Jens

    Zitat


    Zeigt mir der "handelsübliche" Apothekenkeimtest jetzt die tatsächlich vorhandene Keimzahl im Becken an oder eher nicht :confused_face:

    NEIN!

    Hallo Thilo et al.

    Wir haben hier ein grundsaetzliches Problem vorliegen, und das ist die Kultivierung von Mikroorganismen. Der Nachweis auf den Agarplatten ist Kultivierung.
    Bei einer Kultivierung versucht man, den Bakterien besonders guenstige Lebensbedingungen zu bieten, um sie dadurch zu schnellerer Vermehrung zu bringen, so dass sie Kulturen bilden, welche man identifizieren kann (kleine bunte Punkte). Das Problem liegt darin, dass es kein Kulturmedium (Agarplatten oder Naehrfluessigkeiten) gibt, welches allen Mikroorganismen gleichmaessig gute Bedingungen bieten kann, dadurch kommt es zu einer Bevorzugung bestimmter Organismen und der Unterdrueckung von anderen.
    Ausserdem setzen sich immer die schnellwachsenden Organismen durch. Es gibt aber bestimmte Arten, die wachsen einfach sehr viel langsamer als andere, egal wie wohl sie sich fuehlen. Die Teilungsraten (bzw. Verdoppelungszeit) von Umweltbakterien liegt zwischen wenigen Minuten bis hin zu Wochen oder Monaten. Am Max Planck Institut in Bremen und auch anderswo haben sie Kulturen, die haben 3 Jahre gebraucht bis irgendetwas nachweisbar war. Ein "erfolgloses" Kulturroehrchen wird niemals weggeworfen, sondern archiviert. Alle paar Monate oder Jahre schaut mal ein Biologe nach, ob nicht doch was gewachsen ist.

    Egal welches Agar oder was auch immer man als Kulturmedium nimmt, nur bestimmte Arten werden sich darauf kultivieren und d.h. nachweisen lassen. Dieses ist einerseits ein Vorteil, wenn man z.B. herausfinden will, ob bestimmte Keime im Wasser vorkommen (z.B. coliforme, also Faekalbakterien) oder nicht (da passt Haralds Kommentar genau richtig, fuer ihn sind Bakterien Gegner). Dafuer sind diese Test mit Sicherheit geeignet, und damit koennen wir schon ein sehr wichtiges und richtiges Ergebnis bekommen, naemlich ob unser Aquarium mit wirklich ungesunden Keimen belastet ist. Was sich mit keiner Agar Platte dieser Erde ermitteln laesst, das ist die GESAMT-Keimzahl. Wer das versucht schmeisst sein Geld aus dem Fenster, da maximal 1 % aller Keime nachgewiesen werden.

    Wenn man mit einem Test feststellt, das man keine Faekalbakterien oder aehnliche unschoene Sachen im Becken hat, dann kann man sich eigentlich schon beruhigt zuruecklehnen. Wenn alle diese Tests negativ ausfallen, dann sollte man sich ueber die Gesamtkeimzahl keine Gedanken machen. Ich glaube, dass die Gesamtkeimzahlen in unseren Becken wahrscheinlich deutlich hoeher liegen als in der Natur, einfach aufgrund der sehr hohen Fischdichte und der immer vorhandenen Schmuddelecken etc. Von daher glaube ich nicht, dass wir unsere Korallen hungern lassen, wenn wir eine UV Anlage oder einen Ozonisator installieren. Ganz im Gegenteil, ich glaube dass wir ihnen damit nur Gutes tun koennen, weil wir naeher an natuerliche Keimzahlen rankommen und natuerlich auch die Konzentration der Krankheitserreger reduzieren. Steril wird ein Becken niemals werden.

    Das Thema Bacterioplankton und Korallenschleim koennte ja mal in einem eigenen Thread weitergefuehrt werden, ich denke wir sollten uns hier auf die Keimzahlen udn die Nachweismethoden konzentrieren.

    Schoene Nachtruhe

    Jens

    Hi

    Raus aus USA ist eigentlich kein Problem, solange das alles fein durch das Roentgengeraet geht. Eine Inspektion von Hand ist nur sehr schwer durchzusetzen, geht aber auch. Ob Dir das gelingt weis ich nicht, in meinem Fall habe ich dann immer ganz wichtig aussehende Briefchen, von wegen wissenschaftliche Proben, unbedenklich, kein kommerzieller Wert, etc. Im zweifelsfalle biete ich dem Zoellner immer an, das er eine Probe raussuchen darf und ich esse sie vor seinen Augen auf. Damit habe ich bisher alles durch den Zoll bekommen, aber so kannst Du das wohl nicht machen.


    Gruesse

    Jens

    Zitat

    Original von Thomas Poehler
    ...sonst hätte ich nicht so doof gefragt :grinning_squinting_face: !!!!

    ...wer nicht fragt bleibt dumm!
    Allerdings koennte die Suchfunktion in diesem Forum manchmal etwas haeufiger genutzt werden.

    Gruesse

    Jens