Beiträge von Jens Kallmeyer

    Hallo Micha

    Ich denke, Du nimmst deutlich zu viel Ozon. Fang mal mit einer gaaaaanz geringen Dosierung an, im Dauerbetrieb sollten 10 oder 20 mg bei Deinem Becken reichen, oder hast Du ein reines Fischbecken? Da kann schon mal etwas mehr nötig sein.
    Ansonsten würde ich Klaus Jansen mal per PN auf diesem Thread aufmerksam machen oder die Frage nochmal im RE Board stellen

    Grüße
    Jens

    Zitat

    Original von norman_r
    dabe ich jetzt den knaller-link für euch:

    http://cgi.ebay.de/Biologisches-N…1QQcmdZViewItem

    jetzt ist es soweit: konzentr. Salzwasser in Tüten zum Aufblasen... Steffen Schwarz hatte seherische Fähigkeiten...
    Korallenwelt: einfach überlesen. wenn du dich vor lachen noch halten kannst, den kommentar dazu kenne ich schon :winking_face:

    Geil!

    Warten wir mal bis Armin wieder da ist, vielleicht kann er die Werte mal durch Phreeq (ein sehr geiles Programm für das ich zu dumm bin) laufen lassen und uns sagen was da alles ausfällt. Oder der Hersteller gibt noch mal an wieviel Komplexbildner dazu gekippt wurden um den ganzen Mist in Lösung zu halten.

    Noch was: Normales Meerwasser hat 28 mM Sulfat, also 2688 mg/L. Wenn man das auf das fünffache KOnzentriert, dann kommt man auf 13440 mg/L, also scheint das Konzentrat zu wenig Sulfat zu enthalten.
    Chlorid ist in normalem Meerwasser mit ca. 19350 mg/L vorhanden, auf das fünffache Konzentriert sind das 96750 mg/l, in dem Konzentrat sollen also 117000 mg/L sein, es ist also zu hoch konzentriert.
    Hmm.....irgenwas ist da wohl schief gelaufen, ganz zu schweigen davon, dass das Zeug wohl niemals in Lösung bleiben würde.

    Grüße

    Jens

    Hi Sebastian

    Du hast aber ungefähr eine Vorstellung wie groß das Becken da ist, von dem Claude das Foto eingestellt hat? Soweit ich das grob abschätzen kann ist das Becken 3 Meter breit, ca. 1 m hoch und fast 2 m tief. Die kleinen gelben Punkte am rechten unteren Rand sind nicht ganz winzige Gelbe Doktorfische.
    So einen Entwurf kannst Du in Deiner Pfütze einfach nicht umsetzen

    Grüße

    Jens

    Hallo Maik

    Hast Du unten im TB noch einen Hahn mit dem Du das ablaufende Wasser anstaust, oder läuft das ungebremst durch das Rohr ins TB?
    Ich frage deshalb weil ich mich wundere, das beim Anlaufen Deines Semi-Dursos nicht der Wasserspiegel im Schacht schlagartig sinkt, das TEil dann wieder Luft zieht und dann das Spiel von Vorne losgeht. Anscheinend ist bei Dir die Menge des Abfließenden Wassers und der Staudruck genau in einem Gleichgewicht. Und da frage ich mich dann, wie das ohne Hahn funktionieren soll. Wenn das ohne Hahn geht, dann hast Du dafür schon einen Preis verdient, aber auch nur dann wenn Du mir das erklären kannst

    Grüße

    Jens

    Zitat

    Original von iP
    Hi Karl,

    noch eins: den asseln (killerasseln?) kannst du z.B. mit einem pikassodrücker mächtig zuleibe rücken :winking_face:

    HI iP

    Das hat sich nun für Karl wohl erledigt. Aber guter Tip, schreib den doch mal ins Meerwasserlexikon

    Grüße

    Jens

    HI Ralf

    Und da sagen alle immer, ich sei hier derjenige, der Panik verbreitet.
    In allem was Du schreibst hast Du Recht und bestärkt mich in meiner Überzeugung, dass Formalin (egal in welcher Form) einfach nicht in den Privathaushalt gehört.
    Wenn es doch mal jemand benutzen will/muss und später vor dem Problem der Entsorgung steht, hat dann ein Problem.

    Hier ist der entsprechende Ausschnitt aus dem momentan gültigen Sicherheitsdatenblatt
    ENTSORGUNG PRODUKT
    Dieses Material darf nur von einem zugelassenen Entsorgungsunternehmen beseitigt werden. Diese Produkte sind in einem brennbaren Lösungsmittel zu lösen oder mit diesem zu mischen und in einer Verbrennungsanlage für Chemikalien (mit Nachbrenner und Abluftwäscher) zu verbrennen. Alle staatlichen und örtlichen Gesetze sind zu beachten.

    Hier noch ein paar andere interessante Merksätze zu dem Zeug

    - Massnahmen bei unbeabsichtigter Freisetzung
    PERSONENBEZOGENE SCHUTZMASSNAHMEN BEI UNBEABSICHTIGTER FREISETZUNG
    Bereich evakuieren.
    PERSONENBEZOGENE SCHUTZMASSNAHMEN
    Atemschutzgerät, Gummischuhe und starke Gummihandschuhe tragen.
    VERFAHREN ZUR REINIGUNG
    Mit Kalkpulver oder wasserfreier Soda bedecken, aufnehmen, in geschlossenen Behälter packen und entsorgen. Betroffene Zone nach völliger Beseitigung des Materials gründlich lüften und reinigen.
    7 - Handhabung und Lagerung
    HANDHABUNG
    Angaben zur sicheren Handhabung: Dampf nicht einatmen. Nicht in die Augen, auf die Haut oder auf die Kleidung gelangen lassen. Längere oder wiederholte Exposition vermeiden.
    LAGERUNG
    Lagerbedingungen: Behälter dicht geschlossen halten. Von Hitze und offener Flamme fernhalten. An einem trockenen, kühlen Platz lagern.
    8 - Expositionsbegrenzung und persönliche Schutzausrüstung
    TECHNISCHE MASSNAHMEN
    Arbeiten nur im Abzug durchführen. Notdusche und Augendusche.
    ALLGEMEINE SCHUTZ- UND HYGIENEMASSNAHMEN
    Kontaminierte Kleidung vor erneutem Gebrauch waschen.
    Kontaminierte Schuhe entsorgen. Nach Gebrauch gründlich waschen.


    Grüße

    Jens

    HI Karl

    Obwohl ich militanter Nichtraucher bin habe ich mich zurückgehalten und nicht auf die Mengen von Formaldehyd im Zigarettenrauch hingewiesen. Wenn ich richtig informiert bin dürfen solche Lösungen in D nicht mehr frei verkauft werden, anscheinend ist das in Österreich anders geregelt.

    Grüße

    Jens

    Hallo Karl

    Die Frage nach dem Auswaschen von dem Zeug ist echt schwer zu beantworten. Ich denke mal, dass 2 mal spülen ausreichen sollte.
    Von so einer Behandlung halte ich absolut garnichts, das kann man u.U. mal für irgendwelche Fische machen, einige Importeuere und Händler setzen so etwas ein bei bestimmten Krankheiten. Aber für einen normalen Heimaquarianer sollte Formalin echt ausser Reichweite bleiben. Selbst wenn es Deine Asseln plättet, es wird auch noch reichlich viele andere Sachen plätten, die Frage ist dann, ob Du danach noch lebende Steine hast.
    Das die Caulerpa es überlebt hat finde ich echt überraschend.
    Bevor das nun als Aussage über die Ungefährlichkeit dieser Methode gesehen wird möchte ich dazu gerne noch was schreiben.
    Formol, bzw. Formalin, ist in Wasser gelöstes Formaldehyd. Die maximale Löslichkeit von Formaldehyd in Wasser ist irgendwo bei ca. 37 % Formadehyd. Diese Lösung wird auch als 100%ige Formalinlösung bezeichnet. Ich kenne Formol als eine 10 % Formaldehydlösung, also eine ca. 1:3 Verdünnung von Formalin.
    Egal welche Lösung man nun benutzt, sie sind alle hochgradig giftig und krebserregend und gehören nicht in Privathaushalte. Bei uns im Labor steht das Zeug in einem Schrank mit integrierter Absaugung, damit evtl. auftretende Dämpfe nicht nach außen dringen können.

    Die geringfügig falschen Angaben (6% statt 0,06%, also um den Faktor 100 falsch) können bei einer solchen Methode den absoluten GAU auslösen. Dazu noch die verwirrenden % Angaben bei der Stärke des verwendeten Wirkstoff und schon hat man ein tolles Rezept zum plätten des Beckens.
    Karl, bei Dir hat das alles super geklappt, das freut mich. Aber Du warst Dir anscheinend auch bewusst welches Risiko Du eingehst und hast dementsprechende Vorsichtsmaßnahmen ergriffen.


    Grüße

    Jens

    Hallo Horst

    Neben der Frage welcher Abschäumer nun der beste ist, wird wohl kaum ein Thema so heiß diskutiert wann man mit dem Besatz anfangen kann. Leider wird bei solch einer Diskussion immer wieder sehr stark verallgemeinert, ein frühes Einsetzen von bestimmten Tiere ist ohne Probleme möglich und in der Einfahrphase sogar förderlich, für andere Tiere ist das eher ein Todesurteil. Aber nun mal der Reihe nach:
    Wasserwerte: Die fahren in den ersten Wochen durchaus mal etwas Berg und Tal und das ist auch ganz normal. Der Nährstoffkreislauf muss sich erst mal entwickeln, insbesondere der Stickstoffkreislauf. Nach dem Einbringen der lebenden Steine kommt es zu einem Anstieg von Ammonium (ein Parameter der leider sträflich vernachlässigt wird, außerdem sind die meisten Tests absoluter Müll!), welches dann von verschiedenen Bakterien erst zu Nitrat oxidiert wird und dann wieder über Nitrit zu Stickstoff abgebaut wird. Während sich diese Prozesse im Becken entwickeln kommt es zu einem charakteristischen Nitrit Peak, der sollte bei Dir aber schon lange durch sein. Karbonathäte, Calzium und Magnesium können in der ersten Zeit auch mal überraschend schnell absacken, obwohl noch keine Verbraucher ins Becken eingebracht wurden, die Kalkrotalgen können recht kräftig wachsen und dort landet all der Kalk.
    Phosphat kann u.U. ein Problem sein, das hängt stark davon ab, wie viel in den lebenden Steinen noch gammelt. Etwas PO4 Adsorber hat noch kaum einem Becken geschadet.
    Nach 2 Wochen ist ein Becken noch lange nicht stabil, aber ein paar Algen- und Detritusfresser (Schnecken, Einsiedle, Schlangensterne) einbringen, dazu noch Caulerpa um die überschüssigen Nährstoffe zu binden, kann nicht schaden.
    Bei Korallen wäre ich eher vorsichtig, Veralgen ist ein Problem und gerade Gorgonien reagieren auf sowas recht empfindlich. Ein paar Weichkorallen, Scheiben oder Krustenanemonen schaden bestimmt nicht und können sich auch gegen Algen besser durchsetzen als Steinkorallen oder Gorgonien. Fische würde ich noch für einige Zeit weglassen. Selbst wenn die Abbauprozesse in Deinem Becken bereits laufen, sie sind noch nicht wirklich stabil und belastbar. Ein einzelner Fisch kann da u.U. schon das System zum kippen bringen.
    Du wirst nach dem Einbringen des Erstbesatzes merken, daß die Wasserwerte wieder etwas ins Schleudern kommen, sich dann aber wieder beruhigen. Dass bedeutet, daß die Biologie im becken sich auf die veränderten Bedingungen eingestellt hat. Erst danach würde ich über den weiteren Besatz nachdenken.
    Aber warum willst Du das Becken so schnell vollkriegen? Die Einfahrphase ist doch so mit das spannendste was man erleben kann, lauter neue kleine Tierchen, die plötzlich auftauchen.
    Lass Dir Zeit

    Grüße

    Jens

    HI

    Naja, ich bin nicht mehr im Forenteam, aber ab und zu hier reinschauen werde ich weiterhin. Ganz unbetreut ist das Board also nicht, nur halt nicht von einem "Offiziellen"

    @ Armin: Viel Spaß auf dem Seminar

    Jens

    Hallo Heike

    Erstmal herzlich willkommen hier im Forum
    Klar kannst Du den Sand aus dem Mittelmeer nehmen. Ich hatte selber mal ein tropisches Becken mit Sand aus dem Nordatlantik gestartet, da war der Temperaturunterschied noch wesentlich größer. Es werden wohl nicht alle Organismen überleben, aber die meisten schon. Dein Vater soll nur aufpassen, dass der Sand nicht zu heiss wird oder komplett unter Luftabschluss liegt, wenn der schwarz bei Dir ankommt würde ich den nciht mehr unbedingt ins Becken tun

    Grüße
    Jens

    Dann hast Du gekochten organischen Gammel im Becken, vielleicht auch insgesamt etwas weniger, aber da ist der Gammel immer noch. Von der Sauerei und dem Gestinke beim Abkochen will ich jetzt mal nicht reden. Hafenmole bei Niedrigwasser im Hochsommer ist dagegen noch harmlos

    Jens

    HI Claus

    Boah, sandgestrahlt habe ich noch nie gehört, da sollte dann wohl die Oberfläche schon ordentlich sauber sein. Les mal diesen Bericht, da steht auch was drin über die Einrichtung mit totem Gestein und wie man vorgeht wenn man es denn unbedingt machen will
    http://www.aquaterrashop.de/steine.php

    Gehen tut das schon, man hat aber immer ein höheres Risiko und mehr Arbeit. Wenn in einem Stein so richtig der Gammel drin sitzt (aus dem Inneren holt auch ein Sandstrahler das Zeug nicht raus) dann kann eine Sanierung mit PO4 Adsorber richtig ins Geld gehen

    Grüße

    Jens

    HI mbb

    Nun ja, Lanthanchlorid ist gut Wasserlöslich, Lanthanphosphat allerdings so gut wie überhaupt nicht.
    Deshalb wird das Zeug auch als Phosphatadsorber in der Medizin eingesetzt, schau mal hier


    Jens


    Lanthan versus Aluminium - pharmakologische Eckdaten.

    Das seltene Erden-Element mit einem Atomgewicht von 139 Lanthan (La) kommt in der Natur als Oxyd vor und wird über Nahrung und Trinkwasser natürlich aufgenommen. Die mittlere Konzentration im Trinkwasser beträgt etwa 0,01 - 0,13 µg/l. Lanthankarbonat besitzt eine geringe Löslichkeit, gelöstes Lanthan besitzt als trivalentes Kation jedoch eine sehr hohe Affinität zu Phosphat. Über die Entstehung von unlöslichem Lanthanphosphat erfüllt Lanthan seine Funktion als Phosphatbinder und reduziert die intestinale Resorption von Phosphat in erheblichem Umfang . In vitro zeigt Lanthan eine hohe Phosphatbindungskapazität über einen weiten pH-Bereich sowohl im sauren wie im alkalischen Milieu. In vitro aber auch in vivo im Rattenmodell ist Lanthankarbonat damit ein ähnlich effektiver Phosphatbinder wie Aluminiumhydroxid und effektiver als Kalziumkarbonat, im sauren Bereich auch effektiver als Kalziumazetat und effektiver als Sevelamer. Insbesondere setzt die Phosphatbindung von Lanthan wegen seiner Bindungskapazität auch im sauren Bereich früher, das heißt im gastralen Milieu ein, während die Phosphatbindung von kalziumhaltigen Phosphatbindern und Sevelamer erst distal im duodenalen Milieu einsetzen soll. Obwohl Lanthan chemisch Ähnlichkeit mit Aluminium besitzt, sind die pharmakologischen Eckdaten deutlich different. Wohl aufgrund seines hohen Molekulargewichtes ist die Resorptionsrate gegenüber der schon geringen intestinalen Resorption von Aluminium um 3 Größenordnungen niedriger und beträgt im Tierversuch 0,0008%. Toxikologisch interessant ist, dass bioverfügbares und resorbiertes Lanthan zu mehr als 80% biliär ausgeschieden wird und somit auch bei dialysepflichtiger Niereninsuffizienz ein effektiver Exkretionsmechanismus persistiert. Bei Aluminium ist die gastrointestinale Resorption bei Niereninsuffizienz gesteigert. Auch bei Lanthan scheint möglicherweise im Tierversuch im geringen Umfang ein solches Phänomen vorzuliegen . Jedoch scheint hieraus keine kumulative Toxizität bei Niereninsuffizienz zu resultieren .

    Zitat

    Original von spilot
    Danke für die Bilder.
    Bei meinem Händler bekomme ich totes LS für 2€/kg, werde diese wässern mit frischem LS animpfen und dann das Riff aufbauen.

    HI

    Lass den Mist! Mit totem LS anzufangen ist der erste Nagel für den Sarg. Zeug für 2€/kg kann einfach nichts vernünftiges sein. Nimm lieber vernüftiges Lochgestein, das gibt es z.B. beim Claude für ganz ähnliche Preise, dazu ein paar kg ordentliches Lebendgestein und schon sieht das alles ganz anders aus. Aber lass blos die Hände von billigem totem LS. Damit haben sich schon ganz andere Leute die Probleme ins Becken geholt. Das riesen T-Aquarium, das Claude hier schon gepostet hat ist damit eingerichtet, aber der Betreiber hat auch richtig lange die Steine saniert bevor es mit dem LS losging. Das ist nichts für einen ersten Start in die Meeresaquaristik.
    Machbar ist vieles, aber nicht bei jedem muss alles klappen

    Grüße

    Jens

    Hallo Claus

    Das Problem dabei ist der z.T extreme Unterschied in der Dichte von Lochgestein. Als ich bei meinen Eltern das grosse Süßwasser Barschbecken einrichtete konnte ich mir davon ein gutes Bild machen, einige Brocken waren relativ leicht, andere waren sauschwer und mussten mit 2 Leuten ins BEcken gewuchtet werden.
    Von daher halte ich eine allgemeine Angabe darüber für schlicht unmöglich. Ich zeig Dir 3 ca. Fußball-große Brocken, die zusammen gut 50 kg wiegen, und 3 andere Brocken, die wiegen kaum die Hälfte. Das hängt halt ganz stark von der "Löchrigkeit" des Gesteins ab, und da gibt es riesige Unterschiede.
    Lochgestein hat nur große Löcher, es hat so gut wie keine feinen Poren, wie z.B. totes Riffgestein oder RIffkeramik. Auch wenn ein Stück Riffgestein relativ dicht aussieht und wenige Löcher hat, so ist es doch hochporös und kann ohne Probleme ein Porenvolumen von 40 % haben. 40 % Poren bedeuten natürlich auch 40 % weniger Gewicht, trotzdem sieht es massiv aus. Die Porosität von Riffkeramik kenne ich nicht, muss aber nicht ganz gering sein. Nachdem ich meine Rückwandplatten mit Wasser abgespritzt hatte waren sie deutlich schwerer als zuvor, obwohl sie äußerlich schon wieder trocken waren. Es muss also einiges an Wasser in sie reingehen, ergo sie müssen offene Poren haben.

    Persönlich würde ich vom Tuff die Finger lassen, es gibt genügend ungeeignetes Zeug auf dem Markt, und obwohl ich Geolge bin würde ich es mir nicht zutrauen auf bloßes Anschauen von den Klunkern eine Aussage zu machen ob die nun OK sind oder nicht. Totes Riffgestein kann man nehmen, aber da ist halt immer das Problem mit dem toten Zeug das da drin hängt. Natürlich gibt es hier auch eine sehr breite Spanne, von dem super sauberen Zeug von Norbert Dammers bis zu komplett ranzigem Schrott, den der Händler bei einem Kunden nach einem kompletten Becken-GAU ausgebaut hat und ein paar Wochen im Garten hat ausfaulen lassen. Wenn man Sand im Becken hat würde ich als Unterbau niemals irgendwelche Steine nehmen die feine Poren haben und u.U. noch Reste von organischem Material drin, den Gammel kann man einfach nicht komplett in den Griff kriegen.
    Mit wirklich gutem Lochgestein von einem vertrauenswürdigen Händler oder mit Riffkeramik kann man einfach wenig verkehrt machen. In einem Becken hatte ich mal Klinkersteine verarbeitet, das ging auch richtig gut, aufgefallen ist das auch niemandem, nur meinem Geldbeutel

    Grüße

    Jens

    HI

    Ich hatte ja mal ein brütendes Paar NZ nigripes, die kamen von Gerd Voss, der leider damals sein Zuchtpaar verkauft hat. Die Eltern waren WF und mindestens so fies wie Premnas, mussten in Einzelhaft in einem 200 L Becken gehalten werden, da sie wirklich alles und jeden angriffen, incl. dem Scheibenreiniger. Die NZ dagegen waren lammfromm, selbst als sie bei mir im Becken gebrütet haben konnte mein Ct. strigosus etwa 2 -3 cm neben dem Gelege Algen zupfen. Die Eltern standen zwar über dem Gelege und passten auf, aber angegriffen haben sie den Doc nicht. Leider sind mir damals die Tiere beim KälteGAU verstorben.

    Grüße

    Jens

    Hallo Stephan

    Lass den Mist mit den seitlichen Bohrungen. Mechanisch ist das Durchlöchern von Seitenwänden echt übel, bei einem Filterbecken ist das ja noch in Ordnung, aber bei 65er Höhe sieht das echt anders aus.
    Mch zwei Bohrungen in den Boden, eine normale und eine für den Notüberlauf, und schon hast Du fertig.
    Diese "Vogelkästen" von Überläufen mit seitlichem Auslass haben einen großen Nachteil, da drunter sammelt sich gerne mal Dreck, außer ist es da duster und schlecht zu dekorieren. Einige Amis (z.B. A. Calfo) finden die ja ganz große Klasse aber bisher habe ich noch kein Becken gesehen wo das richtig gut aussah.

    Jens

    Hallo Konrad

    Das Auftauwasser vom Frostfutter würde ich niemals ins Becken schütten, egal wie die Wasserwerte sind. Harald Mülder hat da mal eine Untersuchung gemacht und reichlich Krankheitserreger im Auftauwasser gefunden, er empfiehlt daher auch, das Futter ordentlich mit Leitungswasser zu spülen, bevor es ins Becken kommt.
    @Claus Arnold: Mit einem Frostfutterautomaten kannst Du schon über den Tag verteilt FroFu dosieren. In meinem letzten Becken habe ich das nur noch so gemacht, der Automat wurde ca. 1 x pro Woche gefüllt, das wars, ansonsten habe ich nur noch Grünzeug für die Karnickel ins Becken gehängt.

    Grüße

    Jens

    Hallo Michael

    Leider stimmt das so nicht ganz, denn selbst bei Lagerung in braunen Glasflaschen und im Kühlschrank fängt das Jod langsam aber sicher an zu oxidieren, das musste ich selber leider schon erleben :loudly_crying_face:
    Im allgemeinen gilt, je stärker die Lösungen verdünnt sind, desto reaktiver sind sie auch, das gilt für praktisch alle Chemikalien (homöopathische Verdünnungen lassen wir jetzt mal außen vor). Das Standard PVP Job ist relativ stabil, bei guter Lagerung hält sich das schon über Monate, wenn nicht sogar noch länger (hab ich noch nicht getestet).
    Für ein Experiment habe ich mir mal Jod verdünnt, Lagerung immer in brauner Glasflasche, diese in Alufolie eingewickelt und im Kühlschrank gelagert. Nur zur Dosierung wurde die Flasche für max. 3 Minuten aus dem Kühlschrank rausgeholt. Nach einer Woche habe ich aus der gleichen Stammlösung eine neue Verdünnung angesetzt. In der einen Woche war die erste Verdünnung schon sehr deutlich ausgeblichen, d.h. das Job wurde oxidiert. Aus diesem Grund würde ich kein verdünntes Jod länger als eine Woche würde benutzen.

    Grüße

    Jens

    Zitat

    Original von Frank Bissinger

    Und wie beurteilst Du dann das Risiko z.B. in einem (geschlossenen) Kinderzimmer, in dem ein Süßwasserbecken mit angeschlossener 500g CO2-Anlage steht ?

    Hi Frank

    Wenn das ein Problem wäre, dann müsste in jeder Kneipe mit Zapfanlage ein CO2 Warnsystem installiert sein. Solange Du da keine 50 L Flaschen hinstellst ist das alles kein Problem
    Grüße

    Jens

    Hallo Peter

    Wie schon Olivier schrieb, was willst Du erreichen?
    Wo ist Dein PO4 Wert jetzt, mit welchem Test gemessen?
    1 g KH2PO4 enthält ziemlich genau 0,7 g PO4
    1,43 g KH2PO4 enthalten damit 1 g PO4
    In Deiner Stammlösung sind also 1 mg PO4 pro ml Lösung.
    15 mg PO4 auf 100 L Wasser ergeben 0.15 mg/L.
    Wenn Du das nicht messen kannst ist Dein Test kaputt oder die Stammlösung stimmt nicht.
    0.15mg/L PO4 werden niemals in einer Nacht von einem Becken verbraucht.

    Grüße

    Jens

    HI

    Das dominante Weibchen würde wahrscheinlich kein weiteres Paar im gleichen Aquarium dulden, sondern das kleine Männchen plus den Neuzugang jagen. Auch wenn man in der Natur größere Gruppen von Anemonenfischen auf einem Haufen sieht, im Aquarium scheitert sowas an zu wenig Platz
    Fang den einzelnen Fisch raus und such ihm ein neues zuhause, über kurz oder lang wird er sonst eingehen.


    Grüße

    jens

    Hallo Thomas

    Vergiss das Nitrit, Ammonium ist wesentlich problematischer. Tausch die Kohle mal gegen frische aus, ansonsten fleissig Abschäumen und die Finger aus dem Becken lassen. Das Mittelchen würde ich wohl erstmal nicht mehr benutzen

    Grüße

    Jens

    @ AndiHB

    Mit einem TL Borax in 100 ml Wasser bist Du praktisch an der Sättigung von dem Zeug, der pH Wert ist dann so gut gepuffert das es egal ist ob Du noch ein paar gramm mehr oder weniger reinhaust. Das ist ja das schöne an dem Zeug, die Menge ist egal, der pH Wert liegt stabil bei 9,2.

    Mackelshak
    Eine pH Elektrode, egal welcher Hersteller oder Typ, sollte immer so geeicht werden, dass der zu messende Wert ZWISCHEN den Eichpunkten liegt und nicht drüber oder drunter. Wenn diese Blutelektrode das nicht macht, dann kannst Du die Messung u.U. in die Tonne hauen. Armin hat mir am Telefon erzählt, dass er vor kurzem mal mit einem richtig teuren Gerät den Ca Wert einer Meerwasserprobe messen wollte, aber die Kalibration nicht so ganz klappte, am Ende waren die Werte vom Tröpfchentest genauer als die von der Millionen Euro Maschine.

    jens

    Zitat

    Original von VISREF
    und wenns ihnen gut geht, dann ziehen sie gewaltig Spurenelemnente raus. Heiß sind sie auf Magnesium.
    Jim

    Wobei sich die Frage stellt, ob eine einzelne kleine Mangrove wirklich etwas ausrichten kann, was Nitratabbau oder Magnesiumverbrauch angeht. Der Wasserqualität schaden wird sie jedenfalls nicht

    jens

    Zitat

    Original von denis811
    Hi all

    über 5000 Klicks für eine Geröllhalde in Salzwasser????und einen Unbelehrbaren ????

    Ich glaub das Forum hat schon bessere Zeiten erlebt. :loudly_crying_face:

    kopfschüttelnden* Gruß Denis

    HI Denis

    Das war aber schon häufiger so, die schlimmsten Threads hatten die meisten Klicks. Nicht aufregen, einfach ignorieren

    Grüße

    Jens