Beiträge von Jens Kallmeyer

    Hallo Carsten

    Was Du da an Steinen im Becken hast ist nicht viel mehr als Phosphat in fester Form. Natürlich kannst Du Dein Becken damit starten, aber um bei solchen Rahmenbedingungen ein einigermaßen vernünftig laufendes Becken hinzukriegen brauchst Du mehr PO4 Adsorber als Du Dir momentan wahrscheinlich vorstellen möchtest. Peter Schmiedel hat in seinem 1400 L Becken den Unterbau mit schlechtem totem Gestein gemacht, Ergebnis waren PO4 Adsorber für mehrere 100 Euro in den letzten 2 Jahren. Auch mit Vodka wirst Du da nicht viel retten können, u.U. machst Du damit alles sogar noch schlimmer, frag mal Frank Diehl von Matuta zu dem Thema.
    Noch hast Du keine Tiere drin, schmeiß die Steine komplett weg und mach einen Neustart mit unbelastetem Unterbau Material und ein paar Brocken gutem Lebendgestein. Du ersparst Dir viel Ärger, Arbeit und wird wahrscheinlich sogar billiger.

    Noch was: Sehe ich das richtig, Du hast eine 4000L/h und 2 4500 L/h Tunze Turbellen plus eine Eheim Rückförder Pumpe? Das ist für ein Becken Deiner Größe auf jeden Fall zu wenig Wasserbewegung.

    Grüße

    Jens

    Hallo Jörg

    Bei 200 mg Nitrat, aber relativ wenig Phosphat frage ich mich natürlich, wie Du solche Wasserwerte hingekriegt hast. Evtl. hast Du ein ganz böses PO4 Depot im Becken, da ja für einige Zeit Kalkwasser eingesetzt wurde.
    Auf jeden Fall würde ich mal mögliche Detritus Ablagerungen entfernen.
    Nimm beim nächsten Wasserwechsel mal einem Mulmsauger und gehe damit durch den Bodengrund, blase außerdem mal mit einer kleinen Pumpe zwischen den Steinen durch, wahrscheinlich hängen da Unmengen an Dreck drin.
    Wenn ich mir Deine Vorgeschichte so durchlese, dann befürchte ich, dass Du nun für einige Zeit Ärger und Arbeit mit dem Becken haben wirst. Solche Werte entstehen nicht über NAcht, außerdem haben sich die Tiere anscheinend bis zu einem gewissen Punkt daran gewöhnt.

    Grüße

    Jens

    Hallo Sven

    Wenn Du erstmal nur die Werte anheben willst, dann vergiss einfach das Mineralsalz. Kippe die entsprechenden Mengen an Salz (gelöst in Wasser) über ein paar Tage verteilt ins Becken, fertig!
    Die Lösungen immer an einer gut beströmten Stelle ins BEcken kippen, ich mach das kurz vor der Rückförderpumpe im Filterbecken, dann wird das gleich gut gemischt. Es geht auch direkt ins Becken, dann aber immer vorsichtig direkt vor eine laufende Pumpe. Zwischen den Dosierungen der einzelnen Salze würde ich etwas warten, damit sich die Lösungen auch wirklich gut verteilt haben. DU kannst auch die eine Lösung am Morgen und eine am Abend dosieren.

    Grüße

    Jens

    Zitat

    Original von klaus Jansen
    Geniale Konstruktion, diese Strömungspumpe.... :thup

    Hi

    Wenn jetzt noch jemand die Vibrationen von dem Teil in den Griff kriegt, dann wäre die echt ne tolle Sache. Die Pumpe war schon Ende 2004 in USA auf dem Markt, habe die damals bei einem Händler gesehen. Da hatte ich allerdings den Eindruck, statt eines Motors hätten die einen Schwingschleifer genommen, so hat das Teil gebrummt und vibriert. Sollte das Problem inzwischen gelöst sein wäre das wirklich eine tolle Sache

    Jens

    Zitat

    Original von Claus Arnold
    Was wäre denn bei 6-8 Chromis anders? Sind sie dann weniger biestig?


    Neee, aber das sind nunmal Fische, die in der Natur in Schwärmen von bis zu mehreren Hundert Tieren leben. Selbst die kleinsten Gruppen die man im Riff so finden kann sind schon mehrere Dutzend Tiere. Wenn Chromis, dann schon ordentlich viele

    Jens

    Hallo Uschi

    Hol erstmal den ganzen Mulm aus dem Becken, am besten nimmst Du gleich mal einen Schlammsauger und gehst damit durch den Sand durch bis der richtig sauber ist, dann puste mal mit einem kleinen Powerhead die Deko ab. Dazu massiv abschäumen, gegen den aufgewirbelten Dreck würde ich einen Schnellfilter mit Watte einsetzen, der muss dann aber jeden Tag gereinigt werden.
    Bevor Du mit Vodka anfängst solltest Du erstmal die Ursachen der hohen Werte beseitigen. Detritus im Boden und in der Deko sind da echt die schlimmsten Nährstoffproduzenten. Solange die nicht weg sind kannst Du so viel Vodka ins Becken hauen wie Du willst, die Nährstoffgehalte gehen trotzdem nicht runter.

    Grüße

    Jens

    Hallo Matthias

    Ich habe das Preis Salz früher mal genutzt, als ich an das Zeug zu einem Super Tarif rankommen konnte (mein alter Arbeitgeber hatte 3 Tonnen von dem Zeug bestellt und mir dann ein paar Kg verkauft). Damals war ich davon echt begeistert, heute bin ich zu geizig und nehme TM und die anderen bekannten Marken. Wenn ich das Zeug von Preis zum gleichen Tarif wie TM kriegen könnte, dann würde ich es sofort wieder bestellen

    Grüße

    Jens

    HI

    Persönlich halte ich eine ordentlich große Spindel (z.B. die von Tropic) immer noch für das beste Meßgerät, denn diese Teile sind einmal ordentlich ab Werk kalibiert und wenn sie nicht kaputt gehen, dann sind die genau bis ans Ende ihrer Tage. Diese Küvetten mit Anzeiger sind totaler Mist, denn der Plastik Arm verzieht sich langsam oder gibt Weichmacher ab, keine Ahnung, auf jeden Fall werden diese Teile mit der Zeit immer ungenauer. Wenn Du so ein teil hast, dann hast Du evtl. über die Zeit bei jedem Wasserwechsel etwas mehr Salz reingehauen.
    Die von Dir beschriebenen Symptome klingen für mich nicht nach zu viel Salz. Bei 1.029 sollten die Fische eigentlich noch keine großen Symptome zeigen, allerdings löst sich bei höherem Salzgehalt weniger Sauerstoff im Wasser. Atmen die Fische auch schneller? Bei mir konnte ich bei einer Übersalzung beobachten wie die Korallen braun wurden, schon nach dem ersten Eimer Süßwasser kam die Farbe wieder, war echt extrem.
    Ich kann Dir nicht zum Refrak raten, sondern zu einer großen Spindel, aber egal was Du Dir zulegst, mess den Salzgehalt noch mal nach und am besten auch noch mal alle anderen Wasserwerte, und entscheide dann was zu tun ist. Nichts ist schlimmer als bei Problemen im Becken durch eine Fehldiagnose falsche "Rettungsaktionen" einzuleiten.

    Grüße

    Jens

    Hallo Andy

    Als Ex-Hannoveraner kenne ich die Läden in und um H auch einigermaßen, deshalb würde ich Dir schon empfehlen, nach Bremen zu Mrutzek zu fahren. Michael hat öfter mal gebrauchte Becken von Kunden, oder kann den Kontakt zu Leuten herstellen, die vergrößern oder umbauen wollen.
    Zu den Kosten: Ich richte mir gerade ein 500 L Würfel Becken ein, wenn ich da die Kaufpreise von allen Sachen zusammenzähle bin ich bereits bei gut 3000€ und dabei ist noch kein einziges Tier im Becken. Wenn Du sparen willst, dann kaufe gebraucht, gerade der Sommer bietet sich dafür an. Die Leute kaufen sich zu Weihnachten ein Becken, nach Ostern gehen die Probleme los, im Sommerurlaub kann keiner drauf aufpassen und dann wird alles so schnell wie möglich wieder vertickt....

    Grüße

    Jens

    Hallo Thomas

    Wende Dich mal an einen der Händler hier im Forum, die entsprechenden Banner sind oben auf der Seite, und such mal nach Balling Salzen. Das Zeug ist recht billig und die Anwendung m.E. als Einfach zu bezeichnen. SChau mal hier im Forum nach Balling oder lese die genialen Chemie FAqs von Martin Kuhn, oben auf dem Chemie Board als fixierter Thread. Da findest DU alles was Du brauchst.

    Grüße

    Jens

    Hi Daniel

    Auf dem Foto sieht die Gorgonie aber noch recht gut aus, da habe ich schon schlimmere gesehen die sich wieder gefangen haben. Die machen schon mal einige Zeit zu, ist nicht schön und sollte auch nicht sein, aber ein gut stehendes Tier kann das ab. Nur jetzt nicht hektisch werden und das arme Ding jeden Tag auf einen anderen Platz setzen, einfach mal ruhig bleiben. Und dieses Einnebeln mit Futter lass auch mal sein, das ist nur Stress. Wenn die Tiere zuviel Futter auf einmal sehen, dann wissen die echt nichts damit anzufangen.
    Bei Deiner Beckengröße würde ich garnicht erst mit den Nanostreams anfangen, kauf Dir gleich mal ne richtige, am besten zwei.

    Grüße

    Jens

    HI Christian

    Das Bild ist ja nicht gerade gestochen scharf, da wird eine Bestimmung eher zum Ratespiel. Wie Joe schon schrieb könnte das eine Seegurke sein, oder ein Gorgonenhaupt. Wie Seegurken auch gibt es diese Tiere in vielen Farben und Größen.
    Wenn Du mal ein Foto von der Mundscheibe, bzw. dem Raum zwischen den Tentakel machen könntest, oder einfach nur ein besseres Foto, dann wäre eine Bestimmung etwas einfacher.

    Grüße

    jens

    HI Uwe

    Glaubst Du nur dass die Grundel ausreichen oder hast Du mal ordentlich umgerührt und kontrolliert ob da Dreck drin ist? Und was ist mit dem Schlammfilter den Du betreibst?
    Mit dem Absenken des pH Wert wäre ich erstmal vorsichtig, erst würde ich mal nach der Ursache forschen. Können das die Phyto Kulturen sein, die werden reichlich CO2 verbrauchen, hängen die mit am Kreislauf? Ist nur so eine Idee, aber es muss irgendwas sein, was entweder CO2 verbraucht, Wasserstoff Ionen wegfängt oder Hydroxyl-Ionen produziert.

    Grüße

    Jens

    Hallo Herrmann

    Ich würde niemals ein Salz direkt ins Becken geben, wenn dann immer in den Filter, denn Salzkrümel auf der Oberfläche finden die Korallen meistens garnicht so klasse.
    Stell die Frage aber noch mal im Tropic Marin Board, da können Dir dann die Experten antworten.
    Ob das Bio Magnesium oder calcium die Algenplage auslöst kann ich nicht sagen, dazu wären ein paar andere Angaben zu Deinem BEcken schon ganz hilfreich.

    Grüße

    Jens

    HI

    Im Gegensatz zu Dir versuche ich den pH Wert schon über 8 zu halten, in der Natur würden sich die Riffe ja auch bedanken wenn der pH niedriger wäre. Deine Beobachtung, dass Eisenadsorber nicht so gut bei hohen pH Werten arbeiten kann ich auch nur bestätigen, Aluadsorber arbeiten da aber immer noch recht zufriedenstellend, auf jeden Fall bei mir. Die Beobachtung mit der UV Anlage finde ich sehr interessant, macht aber Sinn. Je effektiver man verhindern kann, dass der Adsorber besiedelt wird, desto besser funzt der auch.
    @ use: Hast Du schon mal einen Alu Adsorber probiert? Der hohe pH in Deinem Becken ist ja noch ein anderes Problem, erstmal willst Du ja nur den PO4 Wert runter kriegen, und da ist bei der Ausgangslage ein Aluadsorber wohl das MIttel der Wahl. Die Frage ist ja auch, wieviel Dreck in dem Livesand drin steckt oder im externen Schlammfilter. Persönlich finde ich Sedimentfilter ja weiterhin große Klasse, aber die müssen höllisch gut überwacht werden um nicht zu bösen Dreckschleudern zu verkommen. Bist Du mal mit dem einem Schlammsauger durch den Bodengrund UND (!) den Schlammfilter durchgegangen? Ich denke dass da einiges an Gammel drin steckt.

    Grüße

    Jens

    HI Torsten

    In den Schaum drückst Du keine Korallenableger mehr ein das Zeug ist dafür viel zu hart. Da müsstest Du schon vorbohren. Zum Aufhängen der Lampe habe ich einen Stuhl ins (leere) Becken gestellt, solider Holzstuhl, (zu) solider Jens oben drauf und dann mit der Bohrmaschine mit ordentlich Druck rein in die Decke. Das hat auf dem Schaum nicht mal Kratzer hinterlassen, geschweige denn irgendwelche Risse o.Ä. Ich hatte schon das ganze Zeug für den Schaum rausgeholt um die schadhaften Stellen gleich wieder auszubessern, aber da war nix zum Ausbessern.
    Inzwischen liegt auf dem Schaum auch eine dünne Lage Sand, dazu kommen noch ein paar Handvoll gröberer Korallenbruch. Das sieht momentan so aus, dass aus dem Sand an einigen Stellen ein paar Hügel vom Schaum raus ragen. Leider ist an einigen Stellen der Sand komplett weggeblasen worden, aber das läßt sich nicht vermeiden, bei der Strömung und so einem kleinen Becken. Leider ist die eine Stream immer noch in Reparatur, sobald die wieder da ist werde ich mal schauen wie sich das mit der Umlagerung des Sandes aufgrund der wechselnden Strömungen so entwickelt. Wenn dann mal eine Ecken freigeblasen wird stört mich das nicht weiter, das Glas ist dann ja immer noch verdeckt.
    Was die Schwebstoffe angeht, beim Wasserwechsel habe ich sowieso öfters mal den Mulmsauger im Einsatz, wenn dann etwas Sand mit rausgeholt wird kommt der entweder nach guter Reinigung wieder ins Becken zurück oder ich schmeiss den Weg und nehme frischen. Bei gesamt 3 bis 5 kg Sand im Becken kann ich mir einen regelmäßigen Austausch wohl noch erlauben.

    Die Kabel sind alle soweit zusammen gebunden oder fixiert, dass sie nicht ins Wasser fallen können, da war ich dann auch drauf gekommen als ich den zweiten Stecker aus dem Filterbecken fischen durfte.

    Grüße

    Jens

    Hi

    ICh musste aus technischen Gründen Teile meiner Rückwand auch mit dem Aquabond Kleber am Glas festmachen. Das Zeug klebt auch auf feuchtem Untergrund und hält wie Sau, natürlich sollten die Klebestellen sauber sein und keine Algen o.Ä. drauf haben. Wenn es möglich ist würde ich aber auch einen Spalt zwischen Rückwand und Glas lassen.

    Jens

    Hi Peter

    Ich fange erst gar nicht an, Dich mit Chemie zu nerven also mach ich das mal ganz einfach:
    1) Kalki komplett ausschalten
    2) KH und Ca messen, beide Werte sollten irgendwann anfangen zu fallen. Mg solltest Du auch im Auge behalten, ist aber nicht so kritisch
    3) mit CaCl2 den Ca Wert anheben,Berechnung durch den genialen Rechner von Martin
    4)Wenn die KH abgesunken ist, entweder den Kalki wieder in Betrieb nehmen, aber mit deutlich weniger CO2, oder bei Balling bleiben.

    Ich hatte damals den Kalki so eingestellt, dass er etwas weniger geliefert hat als das Becken wirklich brauchte, die kleine Differenz habe ich dann per Balling ausgeglichen. Lieber die Werte etwas zu niedrig als zu hoch.

    Grüße

    Jens

    Hallo Tino

    Diese pH Schwankungen sind aber ziemlich extrem, kann es sein, dass Du ein Problem mit der Belüftung des Zimmers hast? Besteht die Möglichkeit, die Luftzufuhr vom Abschäumer irgendwie nach draußen zu verlegen oder wenigstens in ein anderes Zimmer, damit es nicht zu diesem extremen CO2 Eintrag in Dein Becken kommt?
    Irgendwie kann es mir kaum vorstellen, dass ein vollbesetztes Zimmer den pH so sehr drücken kann.

    Grüße

    Jens

    HI

    130x60x60 ist günstig, da sich das gut mit 120 er T5 Röhren ausleuchten läßt. 150 cm ist nicht so toll, denn die 80 W Röhren sind 150 cm lang, die ganze Lampe etwas mehr, dann lieber ein 160 cm langes Becken.
    Bei Tiefe und Höhe würde ich mindestens 60x60 nehmen. 50er Höhe oder Tiefe würde ich komplett vergessen, das ist echt zu wenig um das vernünftig einzurichten.
    Rein von den Proportionen her finde ich 130x60x60 sehr schön, bei 160er Länge sollten es schon 160x70x70 sein, aber das kommt natürlich auf drauf an wo das Becken steht und was räumlich möglich ist.

    Grüße

    Jens

    Hallo

    Habe eben beim Stöbern auf Reefcentral in einem Thread eine interessante Sache gelesen, die Einige hier vielleicht auch interessieren könnte. Jemand wollte einen fiesen Wurm aus einem Stein rauskriegen, ohne den Stein komplett zu zerstören. Erst probierte er es mit Süßwasser, half aber nichts. Dann kam der Trick: Mineralwasser mit Kohlensäure in eine Spritze und rein damit ins Loch. Der Effekt war wohl durchschlagend, nicht nur der Wurm kam sofort raus, auch noch ein Knallkrebs und so ziemlich alles andere was beweglich war. Ich habe momentan keine Gelegenheit das mal selber auszuprobieren, aber vielleicht will das mal jemand ausprobieren.

    Grüße

    Jens

    Hallo Maik

    Nun ja, da hast Du schon mal mit dem ultimativen Griff ins Klo angefangen. Die Steine kannst Du nur noch wegschmeißen, von einer Reinigung mit Kalilauge kann ich nur in aller Form abraten, den Gammel kriegst Du nie ganz weg.
    Mach einen schönen Unterbau aus Lochgestein oder anderen sauberen Material. Es gibt guten Tuff, oder die allseits beliebte Riffkeramik, einen Unterbau aus totem RIffgestein finden manche Leute klasse, ich würde das nicht machen, wäre mir zu risikoreich, Ausnahme ist hier wohl die Atoll Riff Deko. Auf den Unterbau kommen dann dann ein paar lebende Steine drauf und wenn das alles ordentlich aussieht kommt noch etwas Sand auf den Boden. Immer zuerst den Aufbau und dann den Sand, niemals den Steinaufbau im Sand machen, das hält nicht. Außerdem sollten die lebenden Steine nicht im Sand vergraben werden, denn das gammelt, daher auch der Unterbau aus sauberem (!) totem Material

    Frohes Schaffen

    Jens

    Hallo Peter

    Im Abschäumer hat das Ozon die Möglichkeit, komplett zu reagieren. Aus Sicherheitsgründen soll man ja auch das Auslaufwasser noch mal über Aktivkohle laufen lassen, damit auch der letzte Rest Ozon abreagieren kann. Ozon ist ein extrem starkes Oxidationsmittel und kann im Aquarium böse Verätzungen an den Tieren verursachen. Das ist das gleiche als ob Du Chlorbleiche ins Becken schütten würdest. Ich hatte einmal einen Ozonunfall, meine Weichkorallen sahen nach wenigen Stunden aus, als ob sie jemand mit einer Raspel bearbeitet hätte. Damals ging das Ozon in den Schäumer, lediglich die Kohle am Auslauf fehlte.

    Wenn Du nur ein paar Stunden alle paar Tage mit Ozon arbeitest, sollte das mit dem Knop Maxi wohl gehen, Dauerbetrieb ist natürlich was anderes

    Grüße

    Jens

    Zitat

    Original von Ronnysille
    Strömunspumpe Ozeanrunner 6500
    Schnellfilter 400l/h

    Hallo

    Ist das alles an Strömung? Wenn ja, dann ist das zu wenig. Ich würde auf jeden Fall noch mal eine oder zwei Pumpen dazuhängen. Mit so wenig Strömung habt Ihr mit Sicherheit reichlich Gammel in der Deko hängen. Die alte Faustregel mit 10 mal das BEckenvolumen pro Stunde kenne ich, die meisten Aquarien haben aber heute wesentlich mehr, 30 bis 40 mal pro Stunde, außerdem eine Wechselströmung, damit sich keine Gammelecken im Strömungsschatten bilden können

    Grüße

    Jens

    HI

    PO4 wäre manchen Leuten etwas zu hoch, andere Leute wären froh über diesen Wert. Ansonsten sehe ich da nichts Ungewöhnliches. Die übliche Frage zu Wasserwerten: Mit welchem Test gemessen?
    Hast Du irgendein Problem im Becken? Wenn nicht, dann freu Dich doch einfach

    Grüße
    Jens

    Hallo

    OK, nun wissen wir die Wasserwerte und schon ein wenig von Eurer Technik, aber wie wäre es mal mit einem Foto vom Becken, oder einer Besatzliste und weiteren Angaben wie Futtermengen, Anzahl der Strömungspumpen, was für eine Deko habt Ihr im Becken etc.
    Jochen hat das schon gut auf den Punkt gebracht, zu viele Nährstoffen gehen rein, oder zu wenige kommen raus.
    Ohne weitere Angaben bleibt nur der Blick in die große Kristallkugel

    Grüße

    Jens

    HI

    Die Möglichkeit der Korrosion ist mir auch schon durch den Kopf gegangen, evtl installiere ich noch eine Plexiglas Platte direkt unterhalb der Elektrik. Das TB bekommt auf jeden Fall noch eine Abdeckung, außerdem kriegt der Schrank noch einen Lüfter spendiert.
    Eine Installation der Elektrik außerhalb des Unterschranks wäre mit Sicherheit besser, aber das scheidet aus.
    Das Mondlicht habe ich benutzt um zu sehen wie stark der Wirbelbettfilter beströmt wird. Das ist da normalerweise nicht installiert, im Becken aber auch nicht, denn dafür ist es viel zu stark. Schade, dass es diese Teile nicht mit weißen LEDs gibt, das wäre eine klasse Beleuchtung für den Unterschrank

    Grüße

    Jens

    So, nun hatte ich mal ein wenig Zeit die Technik im Unterschrank zu installieren und zu ordnen. Die Bedingung war, dass wirklich alles technische Gerödel im Unterschrank steckt, aus dem Schrank raus sollen nur ein oder zwei Kabel kommen, das wars. Die Kabel von Geräten sind entweder zu kurz oder zu lang, beides nervt. Bis auf einen Fall waren bei mir die Kabel alle zu lang, und deshalb ist ordentliches Zusammenbinden das oberste Gebot, ansonsten steigt niemand mehr durch den Kabelsalat durch. Obwohl der Schrank schon eine Höhe von 80 cm hat, ist da doch verdammt wenig Platz drin. Es war ein wenig wie Tetris, solange schieben bis alles an seinem Platz sitzt, dabei die verschiedenen Größen der Teile nutzen, um möglichst wenig Löcher zu haben. Ganz wichtig war die Decke vom Schrank, alle Elektrik habe ich unter die Decke verbannt, da ist die Gefahr eines Wasserschadens am geringsten, außerdem habe ich den Mist dann aus dem Weg.
    Das Wasser kommt aus dem Überlaufschacht, wird erstmal angebremst um das Gluckern abzustellen, dann kommen zwei Abzweige, einer zum Abschäumer und einer zum Fließbettfilter. Der Auslauf vom Fließbettfilter geht dann in den Abschäumer rein, damit ausgeschwemmte Partikel gleich entfernt werden. In der ersten Kammer vom Filter ist nur grober blauer Schaum, davor hängt momentan eine Lage Watte um ein paar Schwebstoffe zu entfernen. Im Fließbettfilter ist Silikarbon wegen der Keramik. An den Fließbettfilter kommt man nicht wirklich gut ran, aber da muss ich ja auch nicht so häufig die Adsorber wechseln.
    Unter der Decke sind 2 Steckdosenleisten, an der hinteren ist jede Steckdose getrennt schaltbar, da hängen die ganzen Pumpen (2 mal 20 Stream, Wavebox, 6er Red Dragon Rückförderpumpe) und der Abschäumer (Grotech 150) dran. Die vordere Leiste kann nur in 2 Gruppen geschaltet werden. Eigentlich wollte ich da auch eine einzeln schaltbare Leiste, aber da müssen die Zeitschaltuhren für die Lampe (Giesemann Spectra 400WHQI/4x24W T5) rein, und es gibt keine Zeitschaltuhr die so schmal gebaut ist, dass sie nicht die Schalter verdeckt, dafür habe ich an den Zeitschaltuhren eigene An- und Ausschalter.

    Grüße

    Jens

    Zitat

    Original von Ilja Maeckel
    Jens, ändert sich der Anblick der geschäumten Bodens noch? Im Augenblick wirkt es etwas wie "Modder", oder "Watt"....


    Da kommt noch eine dünne Schicht Sand drauf. Aber bei einer Wavebox, und 2 mal 20er Stream wird es wohl immer Ecken geben wo der Sand wegweht, dann will ich nicht den nackten Glasboden sehen.
    Ich bin auch mal gespannt wie sich das entwickelt, in Natur sieht das aber nicht aus wie Watt (auf dem Foto allerdings schon....)

    Grüße

    Jens

    HI Klaus

    Danke für das Kompliment. Ich habe auch eine relativ genaue Skizze gemacht von dem was ich haben will, außerdem gab es noch ein langes Telefonat mit Torsten Luther, das hat mit Sicherheit geholfen. Dieses Mal habe ich halt Zeit mit der Einrichtung, warum also irgendwas übers Knie brechen und Kompromisse eingehen?

    Ins Becken sollen nur kleine Fische,dazu eine schöne H. magnifica oben auf der Säule, gemischte SPS, viele Gorgonien und Weichkorallen(zoo und azoo). So sehr wie ich azooxanthellate Korallen liebe, nur solche Korallen finde ich auch langweilig. Die schönsten Dendros stehen immer zwischen den Acroporen, also warum soll man nicht sowas auch zusammen halten können.


    Grüße

    Jens

    Aber irgendwann hatte ich auch das im Griff, wenigstens tropft es nun nicht mehr, und langsam klärte sich auch das Wasser.

    Leider hat sich eine der beiden 20er Streams schon nach etwa 2 Stunden Probelauf verabschiedet, ich hoffe mal das ich nicht so ende wie Stefan C und permanent 1/3 der Pumpen im Service habe. Das Wasser habe ich inzwischen wieder abgepumpt, am Wochenende wird dann mit frischen Wasser aufgesalzt. Dann gibt es auch noch mehr Bilder von der Technik etc.

    So, und irgendwann war ich dann mit der Schäumerei fertig, hat für eine Fläche von 90x80 cm (minus die Fläche der RK) etwa 4 bis 5 Stunden gedauert
    Da der Überlauf auch noch einen Deckel kriegt musste ich unbedingt einen Notüberlauf anbringen. Da so ein herausragendes Plastikrohr natürlich häßlich ist habe ich das dann auch noch verkleidet mit kleinen Bröseln von der Keramik und dem extrem geilen Kleber von Korallenwelt. Eine Hälfte des Rohrs habe ich dann aber mit Schaum verkleidet, ich will mal sehen was schneller und besser überwachsen wird und wie sich das über die Zeit entwickelt.

    Der AUslauf der Rückförderpumpe geht nicht an der Wasseroberfläche zurück ins Becken sondern wird durch ein Rohr in der Riffkeramik bis etwa 10 cm über den Boden geführt, da kommt dann eine kleine "Rutsche", die das Wasser umleitet und so für eine sanfte aber stetige Strömung über dem Boden sorgt. Leider war die Glasspange dabei etwas im Weg, also noch mal den Glasbohrer rausgeholt und ein Loch in die Spange gebohrt.

    So, dann war eigentlich alles fertig und es hieß Wasser marsch. Natürlich erstmal nur Süßwasser für den Dichtigkeits- und Funktionstest. Und natürlich gab es diverse Probleme. Nach dem Anschalten der Rückförderpumpe war ich das erste mal geduscht, denn man sollte die Verrohrung auch Verkleben und nicht nur lose zusammenstecken. An einer Stelle hatte ich das leider vergessen......
    Ansonsten gab es zwei kleine Lecks, eines ließ sich recht schnell beseitigen, das andere saß allerdings ganz hinten unten im Überlaufschacht. Es half kein Fluchen und Zetern, der gesamte betroffene Teil der Verrohrung musste wieder ausgebaut werden, sonst kam ich da nicht ran. Lacht Ihr nur........

    Grüße

    Jens

    Weiter gehts...

    Bevor das Aquarium an seinem Platz war mussten viele Sachen bestellt werden, was zu einer Zeit führte, in der das Esszimmer eher wie das Lager eines Aquarienladens aussah. Mein Freund hat die ganze Zeit nichts gesagt...wir haben ein Abkommen, ich sage nichts wegen seiner Bücher (er hat ein paar mehr) und er sagt nichts wegen des Aquariums.

    Aber dann konnte es irgendwann losgehen. Dank der tatkräftigen Unterstützung von Rüdiger und Sandra kam das Becken auf das Untergestell und auch gleich die Riffkeramik rein. Torsten hatte es bei der Herstellung der Platten etwas zu gut mit mir gemeint, beide Platten waren etwa 2 cm in jede Richtung zu groß. Solche Platten in der Wohung (Garten oder Balkon haben wir leider nicht) in Form zu bringen ist eine furchtbare Sauerei. Den Staub hatten wir überall

    Nachdem die Keramik dann endlich drin war und passte konnte ich mit der nächsten Schweinearbeit beginnen, und das war das Ausschäumen des Bodens. Ich bin inzwischen absolut panisch was Dreckecken angeht. Am liebsten hätte ich ein Becken komplett ohne Bodengrund, aber Bare-Bottom wie es in USA genannt wird, sieht echt furchtbar aus. Deshalb habe ich mich für PU Schaum entschieden. Nachdem ich mich in die Materie eingearbeitet hatte verstand ich auch, warum Klaus das Zeug nicht an Endkunden abgibt. Wer nicht in der Lage ist 110% ig genau zu arbeiten hat ganz schnell ein ganz großes Problem am Hals. Die Verarbeitungszeit von dem Zeug sind 30 Sekunden, dabei müssen die Komponenten auf 1 g genau abgewogen werden. ICh habe 2 Wochen lang Vorversuche gemacht, bis ich den Bogen raus hatte.

    Beim Ausschäumen habe ich gleich mal 3 etwa Faustgroße Steine mit eingeschäumt, da soll später mal eine Säule hin.

    Hallo

    Nachdem hier so viele Leute die Entstehung ihres neuen Beckens dokumentiert haben will ich das nun auch mal tun. Der Aufbau hat sich durch viele kleine und große Probleme und akute Zeitnot über mehrere Monate hingezogen, aber diesmal hatte ich ja Zeit, keine Tiere die ganz schnell umgesiedelt werden mussten oder sonstige zeitlich begrenzende Faktoren. Außerdem musste ich sehr viel neu kaufen, da ich bei meinem Wegzug aus D vor 2 Jahren mein Becken mit Inhalt und allem Zubehör verkauft hatte.
    Aber nun gehts los. Nach ewigen DIskussionen über den richtigen Platz für das Aq kristallisierte sich die Ecke im Esszimmer raus.

    Der Vorteil: Das Becken steht an 2 Seiten an tragenden Wänden, das ist bei einem ca. 100 Jahre alten Haus mit Holzfußboden keine schlechte Sache. Von Anfang an war mir klar, dass ich einiges von der Last des Beckens auf die Wände übertragen muss, dem Fußboden alleine kann ich so ein Gewicht nicht zumuten.
    Also ging die Planung los, für das Untergestell entschied ich mich für ein System aus Aluprofilen der Firmal Paletti, die bieten auch Verbinder aus Edelstahl an. Mit diesen Profilen haben wir während meiner Doktorarbeit schon Verankerungen für Tiefseegeräte gebaut und sehr gute Erfahrungen mit denen gemacht.
    Die Profile haben reichlich innere Verstrebungen, so dass sie wirklich sehr steif sind

    Das Gestell ist an der Wand mit 8 Stück 20 cm Rahmenankern befestigt, das sollte hoffentlich halten

    Das Gestell bekam dann noch 2 Diagonalstreben um möglichst viel Last auf die Wand abzuleiten. Der Boden und die Rückseite bestehen aus Siebdruckplatten. Auf den Boden wurde dann noch eine 15 cm hohe Wanne aufgebaut, damit auch mal etwas Wasser auslaufen kann ohne sofort das Zimmer zu fluten.