Hallo Nicole
Wenn Du weniger Abwasser mit Deiner Osmoseanlage produzieren willst, dann brauchst Du entweder eine Druckerhöhungspumpe oder eine neue Osmoseanlage. Aber für einen Liter reines Wasser wirst Du immer mindestens 1 bis 2 Liter Abwasser produzieren.
Eine Osmoseanlage kann einfach niemals alle Ionen aus dem Wasser rausholen, das schafft auch das beste Gerät nicht. Einige Leute hier im Forum hatten Probleme mit Kieselalgen, da immer noch zu viel Silikat durch die Osmose durchkam. In diesem Fall sollte man nach der Osmoseanlage noch einen Ionenaustauscher installieren um auch noch diese Reste zu entfernen. In den meisten Fällen wird in solchen Fällen ein Mischbett Harz verwendet, also nur eine Säule. Diese Mischbett Harze kann man NICHT selber regenerieren, entweder gibt man sie irgendwo zum Regenerieren ab oder schmeißt sie weg.
Der Wasserverbrauch eines solchen Systems hängt von der Osmoseanlage ab, ob da ein Ionenaustauscher nachgeschaltet ist oder nicht ist egal.
Die Kati/Ani Zweisäulen Ionenaustauscher haben den Vorteil, dass man sie selber regenerieren kann. Für Seewasser ist allerdings ganz wichtig, dass man stark saures und stark basisches Harz benutz, die schwachen Harze reichen für Süßwasser, aber für Seewasser meistens nciht, da z.B. Silikat von den schwachen Harzen nur wenig gebunden wird.
Die starken Harze muss man mit Salzsäure und Natronlauge regenerieren, weshalb ich diese Systeme nicht jedem empfehlen kann. Wer mit solchen Chemikalien umgehen kann, der soll es tun (ich mache das auch so) aber die Gefahr einer akuten Verätzung ist immer gegeben. Bei Dir scheint das ja wohl kein Problem zu sein.
Wenn die Säulen vom Ionenaustauscher 60 bis 80 cm hoch sind, dann ist da ja schon ein größeres Gerät mit 5 oder mehr Liter Harz pro Säule. Damit lässt sich selbst bei relativ schlechtem Ausgangswasser schon einige LIter gutes Wasser mit erzeugen.
Wenn ein Ionenaustauscher nicht täglich benutzt wird muss man erst ein paar Liter laufen lassen, bevor man wirklich vernünftiges Wasser raus bekommt, diese Wassermenge ist unabhängig von der Menge an entnommenem Wasser. Ich fülle deshalb bei jedem Wassserwechsel gleich immer meine Vorratsbehälter mit Nachfüllwasser auf, damit ist der Spülverlust relativ gering. Für meine wöchentliche Entnahme von ca. 80 L habe ich etwa 10 L Verlust. Damit sind die Kosten für das Wasser deutlich geringer, dagegen muss man natürlich die Kosten für die Chemikalien rechnen und die Panscherei beim Regenerieren.
Meine 2 x 5 L Anlage muss ich etwa alle 3 Monate regenerieren, bzw. nach etwa 1000L.
Beide Optionen haben ihre Vor- und Nachteile, Du musst selber abschätzen was für Dich am sinnvollsten ist.
Grüße
Jens