Beiträge von Jens Kallmeyer

    Hallo,

    es würde mich mal interessieren welche Erfahrungen es mit der gemeinsamen Haltung von mehreren Anthias Arten gibt. Die Arten sind ja z.T. doch sehr unterschiedlich in Größe, Temperament und Fressverhalten. In der Natur sieht man ja häufig gemischte Schwärme mit mehreren Arten.
    Auf Fotos von Indonesien sieht man z.B. cheirospilos (bzw. irgendwas aus dem squamipinnis Komplex), dispar, huchti und truncatus zusammen. Eine gemeinsame Haltung von truncatus und tuka hat in einem mir bekannten Fall absolut nicht geklappt.
    Pleurotaenia kommt in der Natur zusammen mit bimaculatus vor (es gibt sogar Hybriden), dazu könnte man wahrscheinlich nur noch fasciatus setzen, alles andere wird als Spielzeug oder Snack angesehen.
    Also: Wer hält mehrere Arten zusammen und kann etwas darüber berichten oder wer hat Unterwasseraufnahmen von gemischten Schwärmen? Immer her damit

    Grüße

    Jens

    HI

    Ich habe ja einiges von den Zeug verarbeitet und bin ziemlich zufrieden damit. Ich kann Torstens Sorgen schon verstehen, so komplett ohne Anleitung würde ich das Zeug auch nicht jedem Hansel in die Hand drücken, denn die Möglichkeiten sich damit ein komplettes Becken zu plätten sind schon gegeben. Als ich den zementierten Boden das erste Mal gewässert habe füllte ich nur ca. 5 cm Wasser ins Becken, da ich mir schon dachte das es zu einem Anstieg des pH Wertes kam. Das Wasser hatte dann pH 11,5, da habe ich dann schnell erstmal alles wieder abgelassen und mit frischen Wasser aufgefüllt. Trotz dieser ersten Spülung stieg der pH Wert im vollen Becken (ca. 1400 L) auf über 10 an, den habe ich dann mit Salzsäure runtertitriert. Diese Titration durfte ich über 2 oder 3 Wochen mehrfach wiederholen bis der pH Wert stabil blieb. Wer also ungeduldig ist und mal so ganz schnell nach dem Basteln der Deko besetzen will, der wird mit dem Zeug schon so seine Probleme kriegen. Mit etwas Geduld und ordentlich spülen ist das aber bestimmt ein tolles Zeug. Was den Verbrauch angeht, für einen Quadratmeter Boden brauchte ich etwa 3 bis 4 Liter. Das ist etwas halb so teuer wie mit 2K-PU Schaum und mit wesentlich weniger Sauerei verbunden. Von der Verarbeitung her ist der PU Schaum noch wesentlich übler und gespült werden muss da auch.

    Jens

    @ Torsten: Stimmt, das sieht auf dem Foto wirklich aus wie ein massiver Block, ist aber in Wirklichkeit eine total luftige Struktur mit einer großen Höhle in der Mitte. Was den Besatz angeht, da will ich in den nächsten Wochen ordentlich nachlegen, aus dem Verein haben mir schon mehrere Leute Ableger angeboten.

    @ Kadatz: Der Küchentisch steht auf der Wunschliste, aber für einen wirklich schönen plus passende Stühle ist derzeit keine Kohle übrig....die geht ins Aquarium :grinning_squinting_face:

    @ Ilja,

    klingt ja nicht so prall, SFO_MUC im Wochenrythmus ist kein Spaß. Für die nächste Zeit sind bei mir glücklicherweise keine größeren Touren geplant. Melde Dich doch einfach mal wenn Du in B bist, bist immer herzlich willkommen.
    Grüße

    Jens

    Zitat

    Original von Sebastian P.
    Hallo,

    schönes Becken :thup Womit hast du den Unterbau verkleidet?


    Hallo Sebastian,

    danke, aber bisher ist das nur ein Glaskasten mit Salzwasser, Keramik und ein paar mickerigen Ablegern, da muss ich mich noch sehr anstrengen bis ich Lob verdiene. Die Verkleidung ist aus Parapan, ist schon weiter oben im Thread beschrieben.

    Grüße

    Jens

    Hi Torsten

    was ist daran Hardcore? Die Fische sind schon etwas früh rein gekommen, aber der Rest ist doch ganz ok. Mein Becken sah ein paar Tage deutlich fieser aus was die Kieselalgen angeht, aber dank einer ordentlichen Truppe an Schnecken und Einsiedlern hatte sich das in weniger als einer Woche erledigt. Was ist denn da außer dem Seehasen noch an Herbivoren drin?

    Grüße

    Jens

    HI,

    hier mal wieder ein kleines update. Inzwischen ist im Unterschrank ein altes Filterbecken mit einem Zinn Abschäumer und einem Wirbelbettfilter fürs Silikarbon installiert. Ist alles ziemliches Chaos, denn der Unterschrank ist extrem flach und die ganze Beckenplanung war einfach nicht dafür ausgelegt, dass mal ein Filter in den Unterschrank kommen sollte. Die CL Pumpen sollen demnächst kommen, ist aber nun auch nicht mehr so dringend, denn es wäre kein Platz für die Rohrleitungen da.

    Die kurze Kieselalgenphase ist dank ca. 100 Schnecken und 50 Einsiedler auch sehr schnell vorbei gewesen, es gibt ein ganz paar kleine Grünalgenbüschel und das war es dann auch schon, die scheinen aber auch schon langsam weniger zu werden.


    Ich finde man kann ganz gut erkennen, dass die 120er Leuchten das Becken gut ausleuchten und die Schächte sehr gut zugänglich sind.
    An Tieren sind inzwischen noch eine kleine E. quadricolor und eine Bäumchenweichkoralle, wahrscheinlich Lithophyton, eingezogen. Langsam will ich nun den Besatz hochfahren, an Fischen sollen aber erstmal nur 4 Salarias ramosus rein. Die Verkleidung für die Lampen soll auch in den nächsten Tagen/Wochen folgen, nach Ostern muss ich noch die fehlenden Verbinder bestellen.

    Frohe Ostern

    Jens

    Hallo Norbert,

    Du kannst die Menge halbieren, aber dafür musst Du den Futterautomaten komplett zerlegen und an den Kunststoffteilen fräsen/bohren und kleben. Die Antriebsräder, auf denen die Förderschnecken sitzen haben auf der Rückseite eine kleine Nase, die drückt bei jeder Umdrehung auf einen Mikroschalter. Über diesen Schalter kriegt die Elektronik die Information das eine Umdrehung rum ist. Du kannst an dieseses Rad eine zweite Nase anbringen, dann zählt jede Umdrehung doppelt. Ich habe das damals mal gemacht und war dann auch zufrieden damit. Was noch interessanter wäre, dass wären mehr Fütterungszeiten. Dafür habe ich leider keine Lösung gefunden und die gesamte Steuerung ausbauen und an eine externe Elektronik anschließen war mir zu kompliziert.

    Grüße

    Jens

    HI

    Nun ja, es gibt schon ein paar Fortschritte, aber noch keine großen. Inzwischen ist die Beleuchtung installiert, Salzwasser und ein paar Kilo Lebendgestein sind drin und langsam breiten sich die Algen aus.
    Die letzten 2 Monate waren bei mir echt heftig, der letzte Monat der Vorlesungszeit war wie immer sehr stressig, danach ging es sofort für 2 Wochen nach Japan. Nach meiner Rückkehr hatte ich 53 Stunden Zeit bis zum nächsten Flieger, dann ging es für eine Woche mit den Studenten auf Exkursion nach Ägypten. Seit letzter Woche bin ich wieder hier und will mich nun auch mal wieder etwas mehr ums Becken kümmern. Meine Abwesenheit hat natürlich auch was Gutes, die Finger bleiben raus aus dem Becken und außer Wasser nachfüllen passierte garnichts.
    Nach gut 2 Wochen Spülen mit VE-Wasser und Silikarbon im Wirbelbettfilter habe ich vor meiner Abfahrt nach Japan noch schnell aufgesalzt und 3 kg Lebendgestein ins Becken getan. Dann konnte die Pfütze erstmal für gut 2 Wochen ohne Licht und Filterung, nur mit Heizung, etwas Strömung (2 Tunze Stream 6200) vor sich hin reifen. Während meines kurzen Zwischenstopps in D habe ich dann die erste Lampe (4X54W Fauna Marin Solaris) installiert und angefangen zu beleuchten, 6 Stunden blau und 4 Stunden weiß. Während der Woche in Ägypten kamen dann die ersten Beläge mit Kieselalgen. Letzte Woche installierte ich dann die zweite Leuchte (6x54W Solaris) und erhöhte die Beleuchtung auf die volle Stärke. Dazu kamen weitere 4 kg extrem gutes Lebendgestein und 3 kg frisch importierter Sand (Danke an Michael) ins Becken. Nun kam es zu einer massiven Vermehrung der Algen, die bisher eingesetzten Schnecken und Einsiedler werden heute noch mal aufgestockt.
    Die Wahl der Lampe ergab sich aus folgender Überlegung: Zuerst wollte ich das Becken mit bis zu 14x80 W ausleuchten und hatte mir bereits eine entsprechende 6er Solaris und zwei 4er Lumimaster besorgt , die ich noch entsprechend mit Lüften pimpen wollte. Als ich dieses System dann testweise über dem Becken hatte fiel mir auf, dass ich viel Energie für die Beleuchtung nutzloser Bereiche vergeude. Die Schächte muss ich nun wirklich nicht beleuchten, außerdem komme ich besser an sie ran wenn da keine Lampe drüber hängt, außerdem kann ich die Beleuchtung bequem 15 cm vor den Scheiben aufhören lassen, da habe ich immer noch genügend Licht auf dem Boden und die Scheiben brauchen keine Beleuchtung. Also alles zurück und umstricken auf 54 W Röhren. Eine 4er Solaris hatte ich noch, leider hatte Claude keine 6er mehr, alle verkauft. Auch gebraucht war nichts zu finden. Claude hatte allerdings noch ein 6er Gehäuse, in das habe ich dann selber die Technik eingestrickt. Hätte niemals gedacht wieviel Kabel man in so einer Lampe verbauen muss. Es hat mich selber gewundert, aber mit 10 x 54 W kriege ich das Becken wirklich gut ausgeleuchtet. Claude wollte mich ja zu einer 10x54W Starfire überreden, aber erstens hatte ich noch die 4er Solaris im Keller, außerdem hängt die Beleuchtung nachher sowieso hinter einer Abdeckung, da brauche ich keine superschicke High-Tech Lampe.

    Leider gab es Verzögerungen beim Ausbau der Wohnung, das Zimmer hinter dem Wohnzimmer soll geteilt werden um ein eigenes Aquarienzimmer zu schaffen. Die zuerst beauftragte Baufirma habe ich wieder feuern müssen, nun soll das eine andere machen und die hat viel zu tun. Aus diesem Grunde konnte ich bisher noch nicht die Rohre durch die Wand ziehen und die große Filteranlage in Betrieb nehmen, stattdessen behelfe ich mir mit meinem alten Zinn Abschäumer den ich einfach im Filterschacht installiert habe.
    Am kommenden WE will ich dann mal versuchen, mein altes Filterbecken in den Unterschrank zu kriegen um den Schäumer dort zu installieren. Der Schrank ist ja aufgrund der 90er Höhe des Beckens sehr flach ausgefallen, mein schicker BK 250 ist leider 3 cm zu hoch, aber der Zinn passt da rein.
    Außerdem warte ich immer noch auf meine Abyzz Pumpen, aber da soll sich ja inzwischen auch was tun.....
    Interessanterweise habe ich neben den dünnen Belägen auf der Keramik und den Scheiben eine leichte Algenblüte im Wasser. Der Schäumer läuft erstmal ohne Ozon, sollte sich die Blüte in den nächsten Tagen nicht von selber erledigen hau ich Ozon in den Schäumer. Aber erstmal lass ich das so laufen. Die ersten Tiere sind auch schon eingezogen, ein paar Xenien, Keniabäumchen, eine Buschgorgonie und ein paar kleine Scheiben (Danke an Rüdiger und Sandra). Mal sehen wie die das neue Milieu so finden.

    Grüße

    Jens

    HI

    die Stoffe greifen auf die im folgenden genannte Weise in den Chemismus des Beckens ein.
    Calciumhydroxid (Kalkwasser) erhöht den Ca Wert und den pH Wert
    Natriucarbonat (Soda) erhöht die Karbonathärte und den pH Wert
    Natriumhydrogencarbonat erhöht die Karbonathärte und senkt den pH Wert
    Natriumhydroxid (Ätznatron) erhöht nur den pH Wert

    Grüße

    Jens

    HI Stefan

    Zitat

    Bin ich den völlig auf dem Holzweg


    Ja

    Zitat

    oder könnte es theoretisch klappen??


    Nö!
    Die Reaktion die da abläuft sieht folgendermaßen aus
    HCl (Salzsäure) zersetzt sich in Wasser zu H[h]+[/h] und Cl[h]-[/h] Ionen. Die H[h]+[/h] senken Dir den pH Wert ab, das wäre ja genau das was Du erreichen willst. Der Korallenbruch besteht aus Calciumcarbonat CaCO[t]3[/t]. Wenn das Zeug im Wasser liegt geht eine ganz geringe Menge immer in Lösung, dabei entsteht bei pH Werten um 7 und etwas darüber neben Calcium Ionen Ca[h]2+[/h] hauptsächlich das Hydrogencarbonat HCO[t]3[/t][h]-[/h], dafür wird ein H[h]+[/h] "eingefangen". Außerdem entstehen in geringen Mengen CO[t]2[/t] und CO[t]3[/t][h]2-[/h]. Je nach pH Wert verschiebt sich das Gleichgewicht dieser drei Spezies in die eine oder die andere Richtung.
    Eine Grafik findest Du z.B. hier


    Wenn Du also den pH Wert absenkst, dann entsteht irgendwann ordentlich CO2 und das ist nunmal ein flüchtiges Gas welches aus der Flüssigkeit entweichen wird. Damit bleibt Dir das Calcium übrig und das Chlorid von der Salzsäure und damit hast Du eine Balling Lösung. Der pH Wert wird sich nicht wieder im neutralen Bereich einpendeln sondern etwas darunter, also kannst Du auf diese Weise schon etwas mehr Carbonat ins Wasser bringen, aber dafür diesen Aufwand betreiben wenn es Natriumcarbonat für ein paar Euro in excellenter Qualität als Pulver zu kaufen gibt? Ich bin ja auch ein Freund des Experiments...aber es muss wenigstens ein theoretischer Sinn erkennbar sein und das sehe ich hier leider nicht. Dazu kommt das Problem, dass die Salzsäure aus dem Baumarkt nicht gerade die beste Qualität ist, damit kann man Fugen absäuern oder sonst was machen, niemand gibt Dir da eine Analyse über die enthaltenen Schwermetalle und sonstigen Dreck. Erstens sparst Du mit dieser Methode wahrscheinlich kein Geld, zweitens spielst Du mit einer nicht ganz ungefährlichen Chemikalie rum, drittens fängst Du Dir möglicherweise böse Verunreinigungen ein und viertens ist der Aufwand immens viel größer als eine einfache Balling Dosierung.
    Warum willst Du das also machen?
    Mit Essigsäure sähe das mehr oder weniger genauso aus, dabei käme allerdings noch die schlecht zu kontrollierende Acetatdosierung dazu und damit der Eintrag einer Kohlenstoffquelle. Wäre ich auch ganz vorsichtig mit.

    Grüße
    Jens

    Hallo Patrick,

    Wenn ich das richtig verstehe, dann liegt bei Dir eine Macrolon Platte auf der Bodenscheibe des Beckens und da steht eine Säule drauf. In diesem Falle ist es ziemlich egal was für ein Macrolon Du da drunter hast. Da kommt weder UV Strahlung noch sonst irgendwelche Strahlung dran. Und wenn ich mich nicht komplett irre ist jedes Polycarbonat seewasserfest. Du könntest auch Acryl (Plexi) nehmen, die Durchbiegung entsteht nur wenn das Material einseitig Wasser aufnimmt. Wenn Wasser von allen Seiten an das Material kommt, dann verzieht es sich auch nicht. ICh würde die Platte drin lassen und mir keine Gedanken mehr machen

    Grüße

    Jens

    Hallo Lungenschaden

    Deine hellseherischen Fähigkeiten möchte ich auch mal haben. Da siehst Du zwei Detailfotos einer Deko in der nicht mal halbfertigen Version aus einer Perspektive die ein normaler Besucher niemals sehen wird und Du kannst schon perfekt beurteilen wie das Teil später aussehen wird. Wenn Torsten und seine Leute solche Pfuscher wären, dann würde er den Ton wohl nicht in ganzen Lastwagen Ladungen kaufen müssen.

    Gruß Jens

    HI Alex,

    der Mörtel von Korallenwelt lässt sich ohne Probleme wieder vom Glas entfernen. Ich musste das Zeug an einer Stelle wieder rausnehmen, einfach mit der Dremel vorsichtig ein paar Schnitte gesetzt und mit dem Schraubenzieher runter gekantet, schon konnte ich die einzelnen Platten raushebeln. Im Gegensatz zum Schaum bleibt der Mörtel durch sein Eigengewicht unten liegen, wenn Du also mit Schaum arbeiten willst dann musst du wenigstens bei größeren Flächen unbedingt Anker setzen, sonst kommt es Dir sofort wieder hoch. Diesen neuen Dosenschaum von Claude habe ich selber noch nicht verarbeitet, ich denke es ist eher was um Ritzen zu füllen oder Unterbau Gestein miteinander zu verbinden, ob sich damit ein ganzer Boden gut schäumen lässt ist eine andere Frage.
    Was die Zeit des Aushärtens angeht, das ist eigentlich kein Argument für oder gegen bestimmte Materialien. Du musst ja sowieso das Becken komplett leer machen um den Boden zu machen, ob das Zeug eine Stunde oder einen Tag zum aushärten braucht ist dann egal. Unabhängig vom benutzten Material wirst Du den Boden spülen müssen um Rückstände zu beseitigen. PU-Schaum hat nach dem Aushärten gerne mal einen etwas öligen Film auf der Oberfläche und Mörtel (egal welche Sorte) reagiert erstmal alkalisch.

    Grüße aus Japan

    Jens

    HI Alex,

    teste das ganz langsam aus. Beim ersten Versuch hatte ich wohl freies Ozon im Becken, das fanden die Azoos echt nicht lustig. Später habe ich dann den Auslauf vom Abschäumer besser entgast bzw. das Ozon ausreagieren lassen, dann habe ich Ozon reingehauen bis es im Unterschrank richtig fies stank. Azoos sind extrem empfindlich auf organische Belastungen (Gelbstoffe etc.) das ist viel wichtiger als Nitrat oder Phosphat Werte. Ohne Ozon wird es schwer werden das Wasser extrem sauber zu halten.

    Grüße
    Jens

    Die Frage ist nur wie lange das Becken so aussah.. Es gibt diese paar echt tollen Fotos aus 2008, dann noch ein paar Detail Bilder aus 2009, aber keine Bilder wie es denn mit dem Becken weitergeht. Interessant ist doch die Frage ob und wenn ja wie sich dieses Becken über einen längeren Zeitraum entwickelt. Für mich sieht das alles sehr frisch aus, schicke Korallen gekauft, ins Becken gestellt und Fotos gemacht. So ein Becken über mehrere Jahre am Laufen zu halten ist die große Kunst

    Grüße

    Jens

    Hallo iP,

    der Meinung von Koberstaedt kann ich mich leider nicht anschließen. Du hast bereits einen sehr hohen Ca Wert, oder ist der inzwischen runter? Wenn nicht, dann solltest Du bei Ca um 600 mg/l nicht auch noch Kalkwasser dosieren da Du damit den Ca Wert komplett durchs Dach schießt. Die pH Anhebung kann helfen, muss aber nicht. Wenn Du also über eine gnadenlose pH Wert Erhöhung den Grünalgen den Garaus machen willst, dann solltest Du vorher den Ca Wert so weit unten haben, dass Du nicht noch mit Kalkausfällungen zu kämpfen hast.
    Ob Deine Korallen pH 8,6 noch witzig finden kann ich nicht beurteilen, kann klappen muss aber nicht.
    Eine ordentlich Truppe an Algenfressern wäre wohl mein Mittel der Wahl.

    Grüße

    Jens

    HI

    bei diesen gedrehten Gorgonien habe ich grob zwei verschiedene Typen identifizieren können
    Typ 1) relativ kleine Polypen, die häufig halb transparent sind und daher eine blassere Farbe als das übrige Gewebe haben. Der Stamm ist strukturiert, fühlt sich rauh an wenn das Gewebe weg ist. Teilweise sehr eng gewickelt, die einzelnen Windungen berühren sich fast.
    Typ 2) Polypen sind größer und haben die gleiche Farbe wie das Gewebe, Stamm ist wesentlich glatter, wenn strukturiert dann nur ganz fein. Die Wicklung ist relativ weit auseinander
    Die Gelbe in dem Reefcentral Thread ist ein Typ 2, so eine hat bei mir wirklich Brocken von Mysis festgehalten und gefressen, konnte es selber kaum glauben. Ist aber wohl eine Ausnahme. Typ 2 ist wesentlich besser haltbar als Typ 1.

    Grüße Jens

    Hallo Harbi,

    noch vor kurzer Zeit hätte ich wohl so geantwortet wie Harald, inzwischen habe ich aber auch kleinere Becken mit gut stehenden Azoo Gorgonien gesehen. Wenn Du kleine und fitte Fragmente von Menella, Swiftia oder Diodogorgia kriegen kannst dann würde ich es eventuell mal versuchen. Nur mit frisch geschlüpften Artemien alleine wird es allerdings langfristig schlecht aussehen, eine gewisse Zufütterung mit gutem Staubfutter solltest Du schon einplanen. Von Tieren aus den Gattungen Elisella, Ctenocella, Junceella, Cirripathes etc. würde ich die Finger lassen und mich auf die 3 oben genannten konzentrieren. Es mag bestimmt noch andere geben die man mit etwas Mühe in einem kleineren Becken halten könnte, aber diese 3 Gattungen sind die robustesten.

    Grüße

    Jens

    Hi Peter

    Mischbett ist schon eine feine Sache, aber das Regenerieren kann man leider nicht selber machen, da die beiden Harze erstmal voneinander getrennt werden müssen. Ich selber benutze ja keine Osmose, sonderneinen 2-Säulen Vollentsalzer, den kann ich selber regenerieren und habe bis auf die paar Liter für die Regenerierung keinerlei Abwasser. Außerdem habe ich eine ganz andere Durchflussrate, mein 1500 L Becken hatte ich in ein paar Stunden voll. Die Panscherei mit den Chemikalien ist natürlich nicht ganz ohne, aber bei mir ist das kein Problem, daher verzichte ich gerne auf Osmose.

    Jens

    HI Peter,

    wenn Du das machen willst, dann kannst Du das Becken nur komplett zerlegen und komplett neu verkleben. Eine neue Naht auf altes Silikon setzen ist immer ein Risiko. Ein Laden hier in Berlin hat sein Monster Becken komplett zerschneiden müssen da er es versetzen wollte. Das hat gut geklappt, die haben dann alle Scheiben so weit es ging umgedreht um wieder auf absolut sauberen Flächen kleben zu können. Mit Silikonentferner kriegt man das Zeug schon sehr gut runter, aber ob man auf Flächen, die mit solch einem Zeug behandelt wurden jemals wieder eine ordentliche Naht setzen kann möchte ich nicht beurteilen.
    Wenn Du das machen willst, dann musst Du aber auch die Seitenscheiben tauschen oder die voll verkleiden. Ansonsten sähe das verboten aus wenn Du von vorne die superklare Sicht hast und von der Seite den Grünstich.
    Die Kostenerersparnis durch das gebrauchte Becken löst sich immer mehr auf......


    Grüße

    Jens

    Hi Peter

    das kommt auf die eingesetzten Harze an. Metalle sind ja positiv geladen, also Kationen. Bei den Kationen-Austauschern wird unterschieden zwischen schwach- und stark sauren Harzen. Die schwach sauren holen hauptsächlich Ca und Mg raus, die stark sauren auch alle anderen Ionen.
    Bei der Nachschaltung eines Mischbettharzes an eine Osmoseanlage sollen ja noch die letzten Reste von (hauptsächlich) Silikat entfernt werden. Metalle sollten aber direkt von der Osmose zurück gehalten werden.

    Grüße
    Jens

    Zitat

    Original von Korallenwelt
    Die neue Abyzz 200 kann man sekundengenau regeln, die wäre dann sozusagen noch eine zusätzliche Wavebox....

    Na toll, dann tritt doch bestimmten Leuten mal in den Hintern damit die die Teile endlich mal liefern können!

    jens

    Zitat

    Original von Timo_Seelöwe
    Weißt du genaueres über die Anwendung in solchen Becken? Wie sieht das mit Plankton aus (kann mir irgendwie nicht so richtig vorstellen das dass rausgeholt wird)?


    Atlantis Marine World in Long Island haben diverse Sandfilter an ihrem 80.000 L Riffbecken. Die benutzen allerdings auch Lanthanchlorid zur PO4 Senkung und ziehen die Ausfällungen zusammen mit den Trübstoffen durch den Sandfilter wieder raus. Das sind mehrere Filter die jeweils alle paar Tage rückgespült werden

    Jens

    Hallo Timo,
    es gibt auch gut laufende Riffbecken mit Sandfilter, allerdings sind die, die ich kenne alles öffentliche Schauaquarien mit deutlich über 10.000 L Inhalt. In solch großen Systemen ist eine Schwebstoffkontrolle extrem wichtig, schon kleinste Verunreinigungen lassen das Wasser sehr schnell trübe wirken. Im normalen Wohnzimmerbecken würden solche Trübungen einfach nicht auffallen, da man einfach nicht mehrere Meter tief in ein Aquarium schaut, so groß sind unsere Becken nunmal nicht.
    In öffentlichen Aquarien wird auch beim Stromverbrauch mit anderen Maßstäben gemessen, mal eben eine Pumpe mit mehreren KW Leistung anschließen um den teilweise zig Meter hohen Sand zu bewegen ist da kein Problem, im Privathaushalt sieht das meistens anders aus.
    Wenn solche Filter top gewartet werden und von Leuten bedient wird die sich mit solchen Systemen auskennen, dann kann das sehr gut funtionieren. Für normal große Wohnzimmer-Riffaquarien sind sie meiner Meinung nach aber komplett untauglich.

    Grüße

    Jens

    HI Patrick,

    willst Du ein Aquarium betreiben oder mit Elektronik rumfuddeln?
    Es gibt Leute, für die ist ein Aquarium nur der Vorwand um sich mit der Elektronik zu beschäftigen, eigentlich könnten die auch Plastikfische und -korallen im Becken haben, da sie die meiste Zeit sowieso vor dem Unterschrank hocken und nicht ins Becken schauen. Wer auf sowas steht soll auch 5000 € für die Elektronik eines 500 L Beckens ausgeben. Meine Sache wäre das nicht.

    Außer Lampensteuerung (evtl. mit Dimmung), Pumpensteuerung und Wassnachfüllautomatik würde ich gerade in der Anfangsphase komplett die Finger von diesem ganzen Elektronikzeugs lassen. Da werden Dir ein halbes Dutzend Messsonden verkauft und ein fettes Display, dass Dir die tollsten Zahlen anzeigt, aber ein Verständnis darüber, was in Deinem Becken gerade passiert entwickelst Du so nicht. Gerade in der EInfahphase sind Messwerte nur bedingt aussagekräftig. Dazu kommt, dass gerade die in dieser Phase wirklich wichtigen Werte (Ammonium, Nitrit, Nitrat, KH, Ca, Mg) nicht elektronisch gemessen werden können. Es gibt zwar eine Ca Sonde, aber für den Dauereinsatz ist die nicht geeignet....um das mal diplomatisch zu umschreiben. Gerade als Anfänger solltest Du Dich auf ein absolutes Minimum an Technik beschränken und erstmal damit klarkommen.
    Ob dieses JAD Becken was taugt kann ich Dir nicht sagen da ich es nciht kenne.

    Grüße

    Jens

    Hi Stefan,

    Danke für die Info, wäre klasse wenn Du mal eine "Kompatibilitätsliste" zusammenstellen könntest oder diese Infos ins Lexikon stellst. Ich denke mal das viele Leute verschiedene Anthias Arten zusammen pflegen möchten und dann wäre es sicher hilfreich was geht und was nicht.

    Grüße

    Jens

    Zitat

    Original von Stefan C.Bei mir fressen Dispar und Squamipinnis (in verschiedenen Becken, um Mischschwärme zu vermeiden) z;


    HI Stefan,

    wieso willst Du gemischte Schwärme vermeiden? Squamipinnis und dispar habe ich im Riff zwar noch nciht in einem Schwarm gesehen, aber Tuka mit huchti und evansi (war mir bei der 3. Art nicht so sicher).

    Grüße

    Jens

    HI Torsten

    es gibt entsprechende Ecken aus Keramik, an die können dann die normalen Platten angesetzt werden. Irgendwie musst Du ja auch noch den Überlaufschacht umbauen. Die Platten lassen ohne große Probleme "flacher" machen, d.h. Du kannst die Vorsprünge etc einfach abschlagen und somit zur Frontscheibe hin auslaufen lassen. Die edelste Methode ist natürlich die Maßanfertigung. Einzelne Platten lassen sich ohne Probleme mit Silikon am Glas festmachen. VOn dem Spalt hinter den Platten halte ich überhaupt nichts, bei mir stehe die Platten immer schön angeklebt an der Wand. Da kommt nicht mal eine Eviota hinter.

    Grüße

    Jens

    Zitat

    Original von Bonsai77
    @all:
    Wäre wässern denn dann unbedingt verkehrt, wenn man damit dann die nicht gebundenen Bestandteile heraus lösen kann? ...man könnte ja auch im Becken wässern und das Wasser danach halt ablassen, bevor man es startet, oder nicht? ...meine wegen dem Gewicht nach dem Wässern. =)

    Gruß,
    Torsten.

    Hi Torsten,

    Wässern ist nie verkehrt, aber versuch mal eine gut gewässerte und vollgesogene Rückwand im Becken zu platzieren. Außerhalb des Beckens wässern und dann einbauen kannst Du mit kleineren Teilen machen, aber nicht mit irgendwelchen großen Kloppern.
    Sowas macht man IM Becken und das hat Torsten Luther ja hier im Thread schon beschrieben. Erstmal Leitungswasser rein, nach ein paar Tagen wechseln, dann Osmosewasser und Silikatentferner, noch mal ablassen und dann Osmosewasser und aufsalzen, frischer Silikatadsorber läuft dann noch einige Zeit mit. Nach dem Aufsalzen würde ich ein paar lebende Steine von GUTER (!) Qualtität einbringen und in den ersten Wochen wirklich nur ganz wenig LIcht übers Becken packen.
    Dazu eine ordentliche Truppe an Algenfressern (Schnecken und Einsiedler) und viel Geduld haben. Wenn Die Kalkalgen anfangen zu wachsen das Licht langsam hochfahren.

    Viel Spaß

    Jens

    Zitat

    Original von ChristianFischer
    Was ist denn der Unterschied zwischen spülen und wässern ?

    Spülen= mit dem Schlauch einmal ordentlich abspritzen um anhaftende Partikel abzukriegen
    Wässern = komplett untergetaucht für lägere Zeit Lagern um die beim Brand nicht völlig gebundenen Bestandteile (Silikat, Calcium, Magnesium) herauszulösen

    Hallo Torsten,

    Hersteller gibt es mehrere, hauptsächlich in Fernost....in D kommt das Zeug zum allergrößten Teil von Korallenwelt, ganz wenig noch von Aquaroche. Ich bin ja nun gerade dabei mein zweites Becken mit dem Zeug einzurichten und das hätte ich wohl nicht gemacht wenn ich nicht zufrieden wäre. Das Zeug von Norbert Dammers (Atoll RIff Deko) ist auch klasse, aber Torsten ist für mich deutlich näher dran, da konnte ich hin fahren und die Deko mit ihm persönlich planen. Wenn ich woanders wohnen würde wäre meine Entscheidung vielleicht anders ausgefallen.
    Der große Vorteil ist einfach die Tatsache, dass Du mit solchen Dekoelementen, besonders Rückwänden, eine extrem platzsparende Deko aufbauen kannst. Versuche mal aus Lebendgestein eine 70 cm hohe Wand aufzubauen. Mit Glück hast Du am unteren Ende eine Tiefe von 40 cm, wahrscheinlich mehr. Damit klaust Du extrem viel Schwimmraum und schaffst Gammelecken ohne Ende. Die Säulen kriegst Du so in ihrer Struktur auch nicht besser selber hin. Egal welches Material Du nimmst, gib lieber ne Mark mehr aus als später den Ärger im Becken zu haben.
    Was die Abgabe von Silikat bzw. anderen Problemen angeht: Man sollte mit einer toten Deko, egal von welchem Hersteller, einfach bedenken, dass das totes (also nicht lebendes!) Material ist und das das erstmal besiedelt werden muss. Wenn man dann von der eiligen Truppe ist und nicht ausreichend spült oder sofort besinnungslos Licht übers Becken knallt, dann wird es Probleme geben. Wenn Du unbedingt ganz schnell besetzen willst, dann sind alle diese Materialien nichts für Dich. Aber wenn Du Dir Zeit lässt und auch mal die Finger aus dem Becken raus lassen kannst, dann kannst Du damit ein klasse Becken aufbauen.
    Ich hatte z.B. überhaupt kein Problem mit Silikat in meinem letzten Riffkeramik Becken, dafür hatte ich relativ lange notorisch hohe Calcium und Magnesium Werte und musste regelmäßig nach unten (!) korrigieren.
    Natürlich gibt es immer wieder Leute, bei denen es mit diesem oder jenem Material Probleme gibt. Aber wenn irgendein Material systematisch Probleme machen würde, warum würde es dann überhaupt noch produziert werden? Das gilt ja nicht nur für Dekomaterial. Beispiel Tunze Streams: In jedem Forum gibt es mehrere Leute, bei denen die Teile mehr auf dem Postweg wegen Reklamation als im Becken sind. Das wird breit diskutiert. Aber niemand postet: Hey, ich habe ne Stream und die funktioniert! Natürlich tut sie das, und so werden es wohl die meisten Streams tun. Aber ein paar Leute haben irgendwie Pech damit, und da jeweils die individuellen Gründe zu ermitteln ist wohl eher schwierig.
    Grüße

    Jens