Beiträge von Jens Kallmeyer

    Hi

    Die Muschel hat es leider nicht gepackt, trotz Bädern in Ultramin. Ein paar Tage hatte sie sich wieder etwas berappelt, aber dann klappte sie plötzlich immer weiter auf und zog das Gewebe von den Schalen zurück.

    Die Catalaphyllia habe ich mit Fauna Marin Pest Control behandelt, aber der Gewebeverlust geht weiter, sieht auch nciht gut aus.

    Jens

    HI

    Gestern Nacht habe ich mich noch mal mit der Taschenlampe auf die Lauer gelegt, bei der Cata habe ich nichts entdecken können, dafür aber bei der Muschel: Sie hat ein Loch! Im Filterbecken hat sie relativ gut aufgemacht, zeigt aber weiterhin keine Mantellappen. Durch die extrem geweitete Einströmöffnung konnte ich mit der Taschenlampe reinleuchten und entdeckte so ein Loch am Fuß. Interessanterweise sieht das Loch absolut sauber aus, wie mit dem Skalpell geschnitten, keine gammelndes Gewebe oder Fetzen, einfach nur ein glatter Schnitt. Wer oder was macht sowas? Ich habe dann mit einer Pipette etwas verdünnte Aminosäure Lösung in die Nähe der Einströmöffnung gespritzt, darauf hat sie dann auch reagiert und angefangen zu pumpen.

    Hallo

    Seit ein paar Tagen machen meine große Tridacna derasa und meine Catalaphyllia Probleme. Es fing an, dass die Cata nicht mehr 100%ig aufging, da habe ich die Kohle gewechselt (hatte ich etwas schleifen lassen) und den Ozonisator gereinigt. Danach war für zwei oder drei Tage wieder alles fein, doch dann ging es wieder los, die Koralle macht nicht voll auf. Inzwischen ist an einer ganz kleinen Stelle auch Skelett zu erkennen, aber das sind max. 4 mm, und das hatte sie schon mal als eine Koralle auf sie draufgefallen war.
    Heute sah ich an zwei Stellen bräunliche Schleimfäden an der Koralle hängen, ähnlich denen die man ab und zu mal bei Anemonen aus der Mundöffnung kommen sieht. Es ist garantiert kein Brown Jelly, das kenne ich. Die Korallen selber ist absolut nicht schleimig, sie geht einfach seit ein paar Tagen nicht mehr voll auf.
    Die Tridacna fing vor einer knappen Woche an, die Mantellappen nicht mehr vorzustrecken. Teilweise geht sie noch auf, aber die Mantellappen bleiben drin. Ich habe die Muschel heute mal aus dem Becken genommen und inspiziert, es waren keine kleinen Pyramelliden Schnecken zu finden, auch sonst gab es keine Fraßspuren o.Ä.. Vorsorglich habe ich die Muschel dann mal eine gute Stunde in einem Aminosäure Bad gesetzt, dabei ging sie auch nicht auf. Als ich sie wieder aus dem Eimer nahm fielen mir viele winzige Napfschnecken auf, die nun am Boden des Eimers saßen. Keine Ahnung welche Art das ist, aber es sieht sehr nach Patella aus. Ansonsten habe ich noch eine massiver Vermehrung von Columbella Schnecken in meinem Becken, aber auf der Muschel habe ich keine Einzige davon finden können.
    An möglichen Fisch Fressfeinden ist auch nichts im Becken, die einzigen wo ich mir es überhaupt vorstellen könnte wäre mein Paar Tangfeilenfische, aber die sind bisher bis an Glasrosen noch an nichts gegangen. Nachgesetzt wurde in letzter Zeit lediglich ein Paar Korallenwächter und ein Mandarin, auch nicht gerade bekannt als Korallenfresser.
    Wenn irgendjemand eine Idee hat, dann würde es mich freuen.
    Wasserwerte sind ok, ca. 400, Mg 1300, KH7, NO3 10, PO4 0,1

    Grüße

    Jens

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    Original von Peter Schmiedel
    Dietmar,

    Dein AQ ist ja eh nix für mini Fische, ich wäre bei ihm nur mit dem Nachsetzen von neuen Fischen und Garnelen vorsichtig. Ich warte nur darauf einen in der richtigen Grosse und Farbe zu bekommen


    Hi Peter

    Das ist ja alles gut und schön, aber hast Du gerade keine anderen Sorgen, bzw. Freuden als hier im Forum abzuhängen? :grinning_squinting_face:

    Liebe Grüße und alles Gute

    Jens

    Hi Stefan

    das mit dem hohen pH Wert wirst Du nur dann erleben wenn Du mit dem Zement arbeitest. Das hat nichts mit der Keramik zu tun. Bei mir habe ich den ganzen Boden zementiert, da ist dann schon das eine oder andere Kilo drauf gegangen und dementsprechend ging am Anfang der pH Wert halt hoch, das ist nun mal die Chemie. War bei Wolfgangs Würfel übrigens genauso, er hat dann auch mit Säure gegengesteuert.
    Bei meinen beiden Beckenstarts mit Keramik habe ich beim ersten Mal sehr schnell viel Licht drauf gehauen und hatte dann relativ schnell ein massives Algenproblem und praktisch kein Wachstum von Kalkalgen. Beim zweiten Mal habe ich erst nur Tageslicht gehabt und dann ganz langsam die Beleuchtung gesteigert. Die Kalkalgen wuchsen sehr rasch und Probleme mit Fadenalgen hatte ich keine. Anscheinend kommen die Kalkalgen mit wenig Licht besser klar als die Fadenalgen.

    Grüße
    Jens

    HI Dirk

    versuch mal bei einem Ausgangswasser mit pH 11 Salz aufzulösen, da fällt gleich mal wieder einiges an Hydroxiden aus.
    Der Vorteil von Keramik und Zement ist ja, dass das Zeug chemisch absolut neutral ist. Aber der Zement braucht halt seine Zeit bis er völlig reagiert hat und das will ich vor dem Aufsalzen abgeschlossen haben.

    HI

    Also ich habe ja nun schon mein zweites Becken mit Keramik und ich habe noch nie (!) Silikat gemessen, so einen Test besitze ich überhaupt nicht. Das Zeug einbauen, einmal mit Leitungswasser und einmal mit Osmosewasser bzw. VE Wasser und los geht's. Die einzige Einschränkung die ich machen möchte ist folgende: Wenn der Boden vermörtelt wird oder sonst sehr viel Zement eingebracht wurde, dann sollte der pH Wert sehr genau im Auge behalten werden. Bei mir ging im aktuellen Becken bei den Spülgängen der pH Wert bis auf 11 hoch. Bei der Osmosewasser Spülung habe ich dann jeden zweiten Tag mit Salzsäure den pH Wert wieder auf ca. 7 abgesenkt und die Spülung so lange laufen lassen bis der pH Wert nicht mehr anstieg.

    Grüße

    Jens

    Hallo Christiane

    bei meiner Photon (ohne T5) sind die Brenner auch frei verschiebbar, dafür habe ich allerdings komplett klare Glasscheiben in der Lampe und könnte daher durch das Glas von unten ins Innenleben der Lampe schauen, wenn ich denn meinen Kopf unter die Lampe zwingen würde. Da bei mir alles hinter einer Abdeckung sitzt war das sowieso kein Problem. Frag einfach mal bei Meister Jäkel an, der findet schon eine Lösung.

    Grüße

    Jens

    HI

    Ich habe die neuen Vortechs jetzt mal in Aktion erleben können, da kommt schon ordentlich was raus, allerdings hat Torsten Recht, die Richtung ist 100% vorgegeben. De neuen Modelle scheinen auch wesentlich leiser zu sein als die alten, auch werden die nicht mehr so heiß.

    Grüße

    Jens

    Zitat

    Original von Trokan33
    Hallo Armin,

    in deinem Buch steht ja, wie man eine Standardlösung aus den Ballingsalzen herstellen kann.

    Nur: Wie kann ich denn die Salze auf 3 Kommastellen in Gramm genau abwiegen?


    Viele Grüße,
    Ralf

    Hallo Ralf,

    Selber eine Referenzlösung aus Balling Salzen herstellen halte ich für eine recht ambitionierte Idee. Neben der fehlenden Genauigkeit von Küchenwaagen (die benutzen ja wohl die meisten von uns) sind die Salze z.T. hygroskopisch, d.h. sie enthalten u.U. einen höheren Wasseranteil als in der Formel angegeben. Ohne eine entsprechende Trocknung der Salze kriegt man da keine genauen Lösungen hin, wobei das Trocknen selber auch nicht ganz so einfach ist. Es mag ja schon mal falsche Referenzlösungen gegeben haben, aber bisher hatte ich mit denen noch keine massiven Probleme, die Abweichungen lagen für Ca und Mg im Bereich der Ungenauigkeit der Tests.

    Grüße

    Jens

    Hallo Thomas,

    auch wenn ich das Einsetzen von so vielen Fischen bei frischen RK Becken als sehr problematisch ansehe würde ich Dir in diesem Falle zu einem Paar A. phalaena oder byonensis raten. Die lieben das Zeug und putzen es recht schnell weg, leider steigen sie sehr hoch beim Baggern und verteilen den Sand sehr gleichmäßig im Becken.

    Grüße

    Jens

    Zitat

    Original von derdudeberlin
    Hi Jens,

    Danke für die schnelle Antwort. Das mit dem Licht habe ich nun kapiert, ich dachte es täte dem LS ganz gut ein wenig beschienen zu werden. Wenn ich dich richtig verstehe, gehst du davon aus, dass die Trübung durch Exsudat aus dem toten Riffgestein besteht? Oder sind es Algen? Wenn es Algen wären, könnte ich doch ein paar Caulerpa oder Chaeto hinzufügen? Würde das das Gebot des Wartens konterkarieren?

    Grüße
    Arne

    HI Arne,
    von dem Foto her würde ich mir nicht erlauben zu sagen ob es sich um eine Bakterien oder Algenblüte handelt, wahrscheinlich ist es beides. Ist aber auch egal, es sind ordentlich Nährstoffe vorhanden, die nun von den Organismen verbraucht werden, deshalb ist der Abschäumer wichtig um das Zeug rauszuholen. Du hast es ja schon erkannt, Geduld Geduld Geduld

    Grüße
    Jens

    Hi Arne,

    Du kannst totes Riffgestein spülen und reinigen wie Du willst, irgendwas wird da immer noch gammeln. Meiner Meinun nach hast Du das Licht viel zu schnell hochgefahren, das hätte ich nicht gemacht sondern erstmal nur ein paar Wochen mit Blaulicht gearbeitet und dann ganz langsam hochgefahren. Erstmal würde ich das Licht massiv reduzieren, HQI auf jeden Fall komplett aus! Außer ordentlich Ozon, UV und Abschäumung kannst Du nicht mehr viel machen, aber wenigstens kriegst Du so die Nährstoffe raus aus dem Becken bevor da irgendwelche Viecher einziehen. Auf jeden Fall würde ich jetzt absolut gar nichts mehr an Bakterien oder Nährlösungen zugeben, einfach nur den ganzen Mist rausholen. Geduld ist nun das Gebot der Stunde, leider ist da auch bei erfahrenen Aquarianern häufig Mangelware

    Grüße
    Jens

    So, hier mal wieder ein kleines update. Inzwischen ist die Beleuchtung umgestrickt auf 8x54W T5 und 2x250Q HQI. zum Einsatz kommen zwei Fauna Marin Solaris und eine Aqua Photon. Die normalen Lampen mit maximal 4xT5 und HQI sind mir alle zu stark HQI-lastig, außerdem bekommt man mit denen die 100er Tiefe nur schlecht ausgeleuchtet.
    Hier mal ein kleines Video, bitte entschuldigt die miese Bildqualität.

    Schönes Wochenende

    Jens

    Hi Carsten,

    nun ja, sooo kompliziert ist das nicht, der Verdunstungsausgleich besteht aus 12V DC Trafo, Schwimmerschalter, Relais und Pumpe, das sollte jeder halbwegs begabte selber stricken können. Die Wassernachfüllautomatik besteht aus 12 V DC Trafo, 2 Pumpen, 2 Relais, 2 Schwimmerschaltern. Ist jetzt auch nicht wirklich kompliziert. Und zwei Zeitschaltuhren so einzustellen, dass erst der Verdunstungsausgleich erfolgt, bevor der Wasserwechsel startet, das sollte eigentlich auch kein Problem sein.
    Was meinst Du mit "in allen Lebenslagen im Griff haben"? Ich habe zwei Behälter, langsam wird der eine leerer und der andere voller. Wenn der Salzwasservorrat leer ist, dann schaltet sich das ganze System automatisch ab (dafür ist ja der zweite Schwimmerschalter da). Einmal die Woche wird frisches Salzwasser angesetzt und das Altwasser entsorgt. Mit dieser Methode habe ich das Becken 3 Monate von meinem Freund betreuen lassen und der ist nun wirklcih kein Meerwasseraquarianer sondern bezeichnet sich als "Meeresaquaristik-Betroffener".

    Grüße
    Jens

    Zitat

    Original von Carsten P...die richtige Pumpe für diese Aufgabe sollte daher zwingend eine Zweikanalpumpe in Laborqualität sein um eine Parameterveschiebung zu vermeiden.Für den Praxisbetrieb hast Du natürlich recht .... ein Pumpenkanal fördert von dem Wechselwasserbehälter ins Filterbecken und der andere die exakt gleiche Menge in den Abfluss!

    HI Carsten,

    das sehe ich anders! Diese Zweikanal Pumpen arbeiten so gut wie niemals wirklich absolut gleichmäßig, es sei denn man legt sich eine Pumpe zu die den Wert des Aquariums signifikant erhöht. Ich habe das anders gelöst, und zwar mit ganz einfachen Kreiselpumpen.
    Zuerst springt die normale Wassernachfüllautomatik an, damit der Wasserstad im Filterbecken richtig ist und nicht mit Salzwasser nachgefüllt wird. Dann geht die Wassernachfüllpumpe aus und der eigentliche Wasserwechsel beginnt, alles gesteuert über Zeitschaltuhren: Am Anfang des Filterbeckens ist eine Pumpe, die pumpt Wasser aus dem Kreislauf raus in einen Abwasserbehälter. Nun senkt sich der Wasserspiegel im Filterbecken und durch einen Schwimmerschalter, der auf der gleichen Höhe sitzt wie der von der Nachfüllautomatik, wird eine Pumpe im Salzwasservorrat angeschaltet. Diese Pumpe pumpt das Wasser in die letzte Kammer des FIlterbeckens, direkt in den Ansaugstutzen der Rückförderpumpe. Dadurch geht das Wasser zu 100% auch wirklich ins Aquarium und nicht direkt wieder ins Abwasser. So läuft der Wasserwechsel für ein paar Minuten, auf der einen Seite altes Wasser raus, auf der anderen Seite frisches Wasser rein. Wichtig ist natürlich, das während des Wasserwechsels die Nachfüllautomatik ausgeschaltet ist.

    Die beiden Tanks für Abwasser und frisches Salzwasser sind mit einem Notüberlauf miteinander verbunden. Falls die Automatik mal ausfallen sollte und immer weiter Wasser abpumpt, dann läuft der Abwassertank über in den Salzwasservorrat, somit würde das Wasser dann einfach im Kreis gepumpt werden. Geht das Abwasser direkt in den Abfluss, dann kann über so eine Technik ein Aquarium u.U. trocken gelegt werden, und das sollte man vermeiden.


    Grüße
    Jens

    Hallo Frank

    leise sind sie alle. Sie haben alle die gleichen Pumpen (Red Dragons bzw. nun die neuen regelbaren Pumpen) und alle einen sehr guten Schalldämpfer, und diese beiden Punkte entscheiden nunmal zu 99% über die Lautstärke eines Schäumers

    Grüße

    Jens

    Hallo Frank,
    die Abschäumer sind alle gut, für welchen Du Dich entscheidest hängt von Deinem Geschmack und teilweise vom Geldbeutel ab. Die klassischen BK deluxe gibt es für interne und externe Aufstellung, alle anderen nur für als interne Versionen. Wenn Du also den Schäumer nicht ins Filterbecken stellen willst, dann hast Du keine große Auswahl wenn es denn unbedingt ein Royal Exclusiv sein soll.
    Die Supermarines sind tendenziell etwas einfacher in der Einstellung, die deluxe Versionen haben diverse Einstellungsmöglichkeiten die manchen Nutzer anscheinend überfordern. Wie das mit den neuen regelbaren Pumpen wird kann wohl noch niemand sagen, dafür liegen einfach noch keine Langzeiterfahrungen vor.
    Egal welchen Royal Exclusiv Schäumer Du nimmst, sie sind in Sachen Verarbeitung einfach ungeschlagen, dafür haben sie aber auch einen stolzen Preis. Ich selber habe einen uralten BK deluxe den ich mal preiswert gebraucht gekauft habe. Mit dem Teil bin ich sehr zufrieden, aber den Neupreis hätte ich wohl nicht dafür gezahlt.
    Der Fairness halber sollte man aber auch die neuen Deltec Schäumer nicht unterwähnt lassen, die sollen (keine eigene Erfahrung) auch extrem gute Leistung haben und bei Deltec muss man sich über die Verarbeitung auch keine Gedanken machen, die sind auch schon mehrere Jahrzehnte im Geschäft.

    Grüße
    Jens

    HI

    in meinem neuen Becken mache ich ca. 1,5 % WW täglich, alles komplett automatisiert. Einmal pro Woche setze ich frisches Salzwasser an und pumpe das aufgefangene Altwasser ab. Ich finde die Methode sehr gut, jegliche Schwankungen werden somit auf ein absolutes Minimum reduziert. Schläuche im Becken geht ja garnicht. Ins Becken fasse ich nur im absoluten Notfall, zum Befestigen von Korallen o.ä. sonst bleiben die Hände draußen. Die Technik dazu habe ich mir selber gebaut, ein paar Schwimmerschalter, Relais, 12 V Pumpen und eine Zeitschaltuhr, alles keine große Kunst.

    Grüße

    Jens

    Hab mir in der Bucht ein älteres Gerät von Knick zugelegt, das ist echt klasse. WTW baut auch sehr schöne Geräte. Welches Gerät Du nimmst ist egal, solange es sich vernünftig kalibrieren lässt. Der Rest hängt dann von der verwendeten Elektrode ab und da gibt es ganz böse Unterschiede

    Grüße

    Jens

    Hi Arne,

    nimm statt Wasserstoff Peroxid einfach Natrium Hypochlorit, ist deutlich billiger. Allerdings frage ich mich bei der ganzen Aktion immer noch ob sich das wirklich rechnet. Wenn es nur ein paar Kilo sind, dann würde ich einfach das Zeug gut mechanisch reinigen, Dampfstrahler ist bestimmt nicht schlecht, und dann rein ins Becken. Der Abschäumer kotzt dann zwar ein paar Tage bis Wochen aber dann ist Ruhe.
    So wie Du das Gestein beschreibst sollte erstmal eine SEHR gründliche mechanische Reinigung erfolgen, davor kannst Du jede andere chemische Behandlung vergessen. Und das die Steine kein PO4 haben weil sie so viele Viecher drauf haben ist ein böser Trugschluss. Nicht das Wasser hat PO4 sondern das vertrocknete organische Material und davon hast Du anscheinend genug. Außerdem ist es nicht das sichtbare Material was die Probleme bereitet sondern die kleinen Gewebe- und Zellreste in den feinen Poren. Als ich bei mir die 8 kg totes Gestein verbaut habe war das schneeweiß und hat überhaupt nicht gerochen. Trotzdem schäumt mein Schäumer nun 3 mal so viel und das Zeug stinkt zum Himmel!

    Grüße

    Jens

    Hallo Jens,

    hol Dir das gute Dan Klorix von Lidl oder Penny, ist einfach nur eine verdünnte Natrium Hypochlorit Lösung, kannst Du aber für Deine Anwendung weiter verdünnen. Du kannst auch Domestos nehmen, aber das ist deutlich teurer und enthält diverse andere Zutaten (Duftstoffe etc) die evtl. Probleme bereiten könnten. Mit ordentlich Spülen sollte sich aber auch das in den Griff kriegen lassen.


    Grüße

    Jens

    Zitat

    Original von derdudeberlinMal eine ganz andere Frage: wer klebt denn so schöne PVC Becken in Berlin? Ich war mal bei ?Brose? in der Köpenicker Str. in Mitte, der war zwar toll, aber auch sehr teuer.

    Die PVC Becken habe ich selber gebaut. Das sind 10 mm Platten, verschraubt mit V4A Schrauben und verklebt mit Tangit. Das Vorbohren der Löcher war die absolute Pest, die Reinigung der Klebenähte mit dem Tangit Reiniger ist auch kein Spaß. Aus Glas wäre das alles deutlich schneller und billiger gewesen, aber so kann ich jederzeit und an jeder Stelle mal schnell ein Loch rein bohren und eine Durchführung einkleben

    Grüße
    Jens

    Hallo Martin,

    der Bereich um Ku'damm ist MW technisch tot. Wenn Du ein Auto hast würde ich zum Nentza nach Mahlow fahren, ein Hammer Schaubecken. Ansonsten gibt es noch Franke in Tegel (da käme man auch mit der U-Bahn hin) und Zurek in Stahnsdorf, aber da kommst Du auch nur mit eigenem Wagen hin. Das Zoo Aquarium ist sehr empfehlenswert.

    Viel Spaß in Berlin

    Jens

    Hallo Markus,

    mit "im Kreislauf laufen lassen" meine ich, dass Du die beiden Becken in einem Wasserkreislauf miteinander verbindest um darüber das Einfahren des neuen Beckens zu beschleunigen und die Wasserwerte in den Becken anzugleichen, was den Stress für die Tiere deutlich vermindert. Wenn das bei Dir nicht geht, dann würde ich versuchen, das neue Becken schon mal aufzbauen und die Keramik zu installieren, dann während der Einfahrphase regelmäßig Wasser zwischen den Becken hin und her tauschen (z.B. jeden Abend einen Eimer) um die Werte anzugleichen.
    Wenn Du mit frischer Keramik anfängst, dann wirst Du um eine Einfahrphase nicht drumherum kommen. Das Schlimmste was Du machen kannst ist ein überhasteteter Start und zu schnell zu viel Licht, dann hast Du die besten Chancen auf jede nur denkbare Algenpest. Keramik ist ein super Zeug, aber es braucht Geduld. Wer sein Becken in 14 Tagen von null auf hundert bringen will sollte die Finger von dem Zeug lassen. ICh habe bei meinem aktuellen Becken erstmal einige Zeit mit Süßwasser gespült, dann mit Salzwasser einige Wochen fast ohne Licht laufen lassen und dann über mehrere Wochen die Beleuchtung ganz langsam hochgefahren. Bei meinem vorherigen BEcken war ich deutlich weniger geduldig und habe dafür einen heftigen Preis gezahlt. Für einige Monate konnte ich jede Woche büschelweise Algen ernten. Dieses Mal war ich schlauer

    Grüße

    jens

    HI

    So, bin wieder zurück aus dem Oman, ein echt geiles Land. Leider hatte ich nur einen halben Tag um mir mal ein wenig Muscat anzusehen, ansonsten hing ich nur im Konferenzzentrum rum. Kaum habe ich mal ein freies Wochenende fange ich wieder an und hänge die Finger ins Becken. Nachdem ich letzten Sommer mit Peter Schmiedel bei Reefcorner in Belgien war ging es mir einfach nicht aus dem Kopf mein Becken noch mal umzubauen. Jeder der mal das Schaubecken von Theo gesehen hat wird mir zustimmen: Besser geht es nicht.
    Ich hatte nach dem Besuch die Idee gefasst, das Maxiriff in der Mitte mit der Rückwand über eine Art von Brücke zu verbinden und dadurch eine große Höhle entstehen zu lassen. Allerdings wollte ich nicht einfach eine große Platte da reinpacken, sondern das Ganze etwas strukturierter ausführen. Bei einem lokalen Händler fand ich ein paar dicke Äste totes Riffgestein in der richtigen Länge, und da ich heute sowieso ein paar Algen ernten musste habe ich dann gleich weiter gemacht und das Becken umgebaut.
    Die Fotos sind nciht toll, denn das Wasser war noch trübe, außerdem hatte mein Freund die Digitalkamera übers Wochenende mitgenommen. Die umgebaute Stelle ist deutlich am hellen Gestein zu erkennen.

    Aus einer Beckenauflösung sind noch ein paar tolle Korallen bei mir eingezogen, eine fette Euphyllia die leider beim ausbauen in 3 Teile zerbochen ist, und eine recht große Muschel. Die passte gerade mal so in einen Salzeimer.

    So sieht das Becken von der Stirnseite aus, die Weichkorallen sind gerade alle komplett beleidigt und zusammengezogen

    @Arne: Bei der Wasserwechselautomatik ist nicht viel zu zeigen, das sind zwei Schwimmerschalter (einer im Vorratsbehälter, einer in der Filterkammer) und zwei Pumpen (eine zum raus- und eine zum reinpumpen) und die sind alle zusammen in einer wasserdichten Box über zwei Relais verdrahtet. Eine Zeitschaltuhr schaltet das System 3 mal täglich für 2 Minuten an, ein paar Minuten vorher geht separat davon die Wassernachfüllautomatik an und stellt sicher das kein Wasser im System fehlt. Der Wasserwechsel läuft folgendermaßen:Eine Pumpe (Pumpe 1) sitzt am Anfang des Filterbecken und pumpt Wasser raus in einen Auffangbehälter. Dadurch sinkt der Wasserspiegel im Filterbecken. Neben dem Schwimmerschalter für die Wassernachfüllautomatik sitzt ein weiterer Schwimmerschalter, der schaltet die Pumpe im Salzwasservorrat an (Pumpe 2). Pumpe 1 ist relativ schwach, dadurch kann Pumpe 2 immer mit dem Nachfördern von frischem Salzwasser hinterher kommen. Das frische Salzwasser läuft direkt in die letzte Filterkammer und wird von dort sehr schnell ins Becken gepumpt. Dadurch wird verhindert, das ein Kurzschluss im System entsteht und das frische Wasser sofort wieder entfernt wird. Der Schwimmerschalter im Vorratsbecken ist nur dafür da, das ganze System abzuschalten wenn der Vorrat leer ist. Das aufgefangene Altwasser pumpe ich einmal die Woche ab. In meinem letzten Beitrag mit Bildern ist ein Foto vom Filterbecken, da sieht man auch das Vorratsbecken unter dem Filter. Das Becken ist in 3 Kammern geteilt, die vorderste hat vollentsaltztes Wasser, die mittlere das frische Salzwasser und die hintere fängt das Altwasser auf. Die Unterteilung der Kammern ist so angelegt, das wenn die hintere Kammer überläuft (Defekt in der Wasserwechselsteuerung, Wasser wird unkontrolliert abgepumpt), erst die Kammer mit dem frisch angesetzten Salzwasser gefllutet wird, und wenn die es nicht halten kann die Süßwasserkammer, bevor da was ausläuft. Das untere Becken hat 450 L Volumen, aber maximal 300 L Wasser drin (je 150 L Süßwasser und frisches Salzwasser). Es müssten also mehr als 150 L Wasser ungeplant aus dem Filterbecken ins Vorratsbecken gepumpt werden bevor auch nur ein Tropfen überlaufen kann. So eine Sicherheit war mir sehr wichtig, immerhin steht das alles im 3. Stock in einem Altbau.
    Wenn Du den Schaltplan Wasserwechselautomatik willst, dann schick mir ne PN, ich scan den dann ein.
    Nächste Woche wird dann die Beleuchtung noch mal gepimpt, dann ist das endlich soweit fertig das ich die Umrandung anbringen kann.
    Grüße

    Jens

    THORSTEN....AUGEN AUF BEIM LESEN!

    Das Becken soll 100x50x50 werden, und das passt mit einer 90 cm T5 Beleuchtung sehr gut!
    Deine Bemerkungen über die Tiefen kann ich allerdings voll und ganz unterstützen, 50 cm Tiefe ist echt ziemlich knapp, jeder cm mehr macht sich da bezahlt.
    Die LEDs machen zwar momentan rasante Fortschritte, aber ich würde immer noch bei T5 bleiben bis sich der Markt etwas beruhigt hat. Wenn es einigermaßen vernünftig sein soll, dann kostet LED immer noch um die 4 € pro Watt und mehr Licht als mit T5 holt man trotzdem nicht raus. Was die Lebensdauer von den Teilen angeht will ich erstmal den Beweis sehen, das die nach mehreren Jahren immer noch annähernd gleiche Lichtleistung haben.
    Wie soll denn das neue Becken eingerichtet werden, mit Lebendgestein oder mit einer Rückwand aus Keramik oder anderem totem Material? Persönlich bin ich ja großer Fan von Keramik, daher würde ich immer die Rückwand mit Platten verkleiden und den Rest dann mit einer Mischung aus Keramik und Lebendgestein machen. Die Sachen von Atoll Deko sind natürlich auch große klasse, für mich ist Torsten einfach näher dran.
    Wenn es iergendwie möglich ist, dann würde ich das neue Becken mit der neuen Deko (egal ob totes Material oder Lebendgesteil) bestücken und mit sehr wenig Licht einige Wochen im Kreislauf mit dem alten Becken laufen lassen. Dann sollte der Umzug der Tiere vom alten ins neue Becken einigermaßen vernünftig über die Bühne gehen.

    Grüße

    Jens

    Bei Bauhaus gibt es ca. 1 cm dicke Gummimatten, die zum Entkoppeln von Waschmaschinen etc. angeboten werden. Die müssten eigentlich ganz gut funktionieren.
    Mein Becken steht auf Styrodur, von Meister Voigt selber verlegt als er mein Becken geklebt hat. Mein letztes Stand auf doppelter Trittschalldämmung. Allerdings habe ich immer eine 30 mm Siebdruckplatte drunter und ein sehr stabiles Untergestell. Irgendwelche Spannungen sollten da garantiert nicht auftreten

    Grüße

    Jens

    Zitat

    Original von Peter Schmiedel
    Schönes Becken, mal was wirklich anderes ! Nur Fische fehlen mir da, ich würde da mal 40 Apogon parvulus einsetzen das würde sicher prima passen.

    Das wäre teures Futter, denn in dem Würfel sitzt ein Anglerfisch....

    Hallo Arne

    Ich war auf einer 9-wöchigen Dienstreise im Südpazifik, mit An- und Abreise war ich fast 3 Monate weg. Das Becken hat in der Zeit nur automatischen Wasserwechsel, Reinigung des Filters und Fütterung gesehen und das hat sehr gut geklappt, es gab keinerlei Verluste. Mein Konzept von extrem einfacher Technik und Redundanz in fast allen Bereichen hat sich bezahlt gemacht. Es gab ein paar kleinere Problemchen,aber die konnten alle per Email schnell gelöst werden.
    Die Wasserwerte waren während meiner Abwesenheit etwas aus dem Ruder gelaufen, KH war niedrig, Nitrat und Phosphat waren NN und einige SPS waren extrem bleich geworden aber noch am Leben. Inzwischen habe ich die Wasserwerte wieder gerichtet und zwischen Weihnachten und Neujahr sind auch noch ein paar weitere Korallen aus einer Beckenaufllösung bei mir eingezogen.
    Fotos kommen demnächst, ich muss heute schon wieder auf eine Dienstreise, glücklicherweise aber nur für ein paar Tage. Vielleicht schaffe ich übernächstes Wochenende ja mal ein paar Fotos.

    Grüße

    Jens

    Zitat

    Original von Stefan C.Kurzform von Natriumhydrogencarbonat ist die triviale Bezeichnung Soda (eben Natron).

    Hi Stefan,

    das ist leider nur halb richtig. Im Deutschen wird Natron für Natriumhydrogencarbonat gebraucht, im Englischen wird dieser Stoff als Sodium Bicarbonate oder Soda, bzw. Baking Soda bezeichnet.
    Im Deutschen wird der Ausdruck Soda für Natriumcarbonat gebraucht. Natriumcarbonat wird im Englischen als Soda Ash bezeichnet.

    Der Unterschied zwischen den beiden Stoffen ist für die Meeresaquaristik nicht ganz unerheblich. Während das Natriumhydrogencarbonat eine leicht saure Lösung produziert, ergibt sich mit Natriumcarbonat eine recht stark alkalische Lösung. Durch Mischen beider Salze kann man eine Lösung zur KH Erhöhung mit dem gewünschten pH Wert produzieren.


    Grüße

    Jens

    Hallo Alex,

    ein paar mehr Angaben würden schon helfen, 14.00 L/h können große Red Dragons sein, oder Propellerpumpen. Ich nehme mal an das Du Propellerpumpen hast und die nun irgendwie ins Becken hängen willst.
    Erstmal würde ich versuchen, sie in den beiden äußeren Ecken zu platzieren um bei wechselndem Betrieb auch wechselnde Strömung zu erzeugen. Darüberhinaus würde ich darauf achten, dass auch genug Strömung in Bodennähe herrscht. Viele Leute hängen irre viel Pumpenleistung an die Wasseroberfläche und unten am Boden bleibt alles liegen und gammelt. Wie und wo Du die Pumpen anbringst kannst Du nur selber durch Versuche ermitteln. Also Wasser ins Becken, Pumpen rein und ausprobieren. Außerdem würde ich mir überlegen wie Du die Pumpe einigermaßen verstecken kannst, denn guter Beckenaufbau und sichtbare Technik schließen sich meiner Meinung nach aus.

    Viel Spaß bei Basteln
    Jens

    Hallo Torsten,

    Wenn der Würfel mittig im Raum stehen soll würde ich wenn es irgendwie das Ding größer machen. Wenn Dein Schacht nur 10x10 cm Grundfläche hat, dann hast Du nur noch 25cm Platz zwischen Schacht und Frontscheibe, da lässt sich kaum noch vernünftig dekorieren, außerdem wachsen die Korallen ja auch noch. Nichts sieht schlimmer aus als eine Koralle die sich an die Frontscheibe drückt.
    Wenn Du dazu noch mit einer HQI Leuchte arbeitest, dann ist der Mittelpunkt des Lichtkegels auch noch direkt über dem Schacht, also dort wo du am allerwenigsten Licht brauchst.
    Wenn Du das Becken frei in den Raum stellen willst, dann bleibt Dir wohl nichts anderes übrig als ein mittiger Ablauf. Wenn das Becken größer wäre, dann würde ich an Deiner Stelle einen doppelten Schacht einbauen, einen normalen Überlaufschacht für den Filter und einen wesentlich tiefer angesetzten Schacht (endet 10 oder 15 cm unter der Wasseroberfläche) für ein Closed Loop System, der bekommt dann einen der geilen Ablaufkämme von Carsten Prang. Dann hast Du keine Pumpen im Becken (sieht besser aus und spart Platz) sondern eine oder zwei darunter und die bläst dann durch Bohrungen im Boden schräg von unten aufs Riff. Aber für sowas müsste das Becken schon ein paar cm größer sein (80*80*80 wäre ideal), sonst kriegst Du das nicht unter.

    Grüße

    Jens