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So, bin wieder zurück aus dem Oman, ein echt geiles Land. Leider hatte ich nur einen halben Tag um mir mal ein wenig Muscat anzusehen, ansonsten hing ich nur im Konferenzzentrum rum. Kaum habe ich mal ein freies Wochenende fange ich wieder an und hänge die Finger ins Becken. Nachdem ich letzten Sommer mit Peter Schmiedel bei Reefcorner in Belgien war ging es mir einfach nicht aus dem Kopf mein Becken noch mal umzubauen. Jeder der mal das Schaubecken von Theo gesehen hat wird mir zustimmen: Besser geht es nicht.
Ich hatte nach dem Besuch die Idee gefasst, das Maxiriff in der Mitte mit der Rückwand über eine Art von Brücke zu verbinden und dadurch eine große Höhle entstehen zu lassen. Allerdings wollte ich nicht einfach eine große Platte da reinpacken, sondern das Ganze etwas strukturierter ausführen. Bei einem lokalen Händler fand ich ein paar dicke Äste totes Riffgestein in der richtigen Länge, und da ich heute sowieso ein paar Algen ernten musste habe ich dann gleich weiter gemacht und das Becken umgebaut.
Die Fotos sind nciht toll, denn das Wasser war noch trübe, außerdem hatte mein Freund die Digitalkamera übers Wochenende mitgenommen. Die umgebaute Stelle ist deutlich am hellen Gestein zu erkennen.

Aus einer Beckenauflösung sind noch ein paar tolle Korallen bei mir eingezogen, eine fette Euphyllia die leider beim ausbauen in 3 Teile zerbochen ist, und eine recht große Muschel. Die passte gerade mal so in einen Salzeimer.

So sieht das Becken von der Stirnseite aus, die Weichkorallen sind gerade alle komplett beleidigt und zusammengezogen

@Arne: Bei der Wasserwechselautomatik ist nicht viel zu zeigen, das sind zwei Schwimmerschalter (einer im Vorratsbehälter, einer in der Filterkammer) und zwei Pumpen (eine zum raus- und eine zum reinpumpen) und die sind alle zusammen in einer wasserdichten Box über zwei Relais verdrahtet. Eine Zeitschaltuhr schaltet das System 3 mal täglich für 2 Minuten an, ein paar Minuten vorher geht separat davon die Wassernachfüllautomatik an und stellt sicher das kein Wasser im System fehlt. Der Wasserwechsel läuft folgendermaßen:Eine Pumpe (Pumpe 1) sitzt am Anfang des Filterbecken und pumpt Wasser raus in einen Auffangbehälter. Dadurch sinkt der Wasserspiegel im Filterbecken. Neben dem Schwimmerschalter für die Wassernachfüllautomatik sitzt ein weiterer Schwimmerschalter, der schaltet die Pumpe im Salzwasservorrat an (Pumpe 2). Pumpe 1 ist relativ schwach, dadurch kann Pumpe 2 immer mit dem Nachfördern von frischem Salzwasser hinterher kommen. Das frische Salzwasser läuft direkt in die letzte Filterkammer und wird von dort sehr schnell ins Becken gepumpt. Dadurch wird verhindert, das ein Kurzschluss im System entsteht und das frische Wasser sofort wieder entfernt wird. Der Schwimmerschalter im Vorratsbecken ist nur dafür da, das ganze System abzuschalten wenn der Vorrat leer ist. Das aufgefangene Altwasser pumpe ich einmal die Woche ab. In meinem letzten Beitrag mit Bildern ist ein Foto vom Filterbecken, da sieht man auch das Vorratsbecken unter dem Filter. Das Becken ist in 3 Kammern geteilt, die vorderste hat vollentsaltztes Wasser, die mittlere das frische Salzwasser und die hintere fängt das Altwasser auf. Die Unterteilung der Kammern ist so angelegt, das wenn die hintere Kammer überläuft (Defekt in der Wasserwechselsteuerung, Wasser wird unkontrolliert abgepumpt), erst die Kammer mit dem frisch angesetzten Salzwasser gefllutet wird, und wenn die es nicht halten kann die Süßwasserkammer, bevor da was ausläuft. Das untere Becken hat 450 L Volumen, aber maximal 300 L Wasser drin (je 150 L Süßwasser und frisches Salzwasser). Es müssten also mehr als 150 L Wasser ungeplant aus dem Filterbecken ins Vorratsbecken gepumpt werden bevor auch nur ein Tropfen überlaufen kann. So eine Sicherheit war mir sehr wichtig, immerhin steht das alles im 3. Stock in einem Altbau.
Wenn Du den Schaltplan Wasserwechselautomatik willst, dann schick mir ne PN, ich scan den dann ein.
Nächste Woche wird dann die Beleuchtung noch mal gepimpt, dann ist das endlich soweit fertig das ich die Umrandung anbringen kann.
Grüße
Jens