Beiträge von Jens Kallmeyer


    Was das Ozon betrifft, müsste eh alles klar sein. Es zerstört organische Stoffe, aber kein Gift! Verstanden????????????????

    Hallo Alfred,
    Die Botschaft hör ich wohl, allein mir fehlt der Glaube.
    Was meinst Du denn was Holonthurin ist? Hier mal die Summenformel von Holonthurin A
    C54H85NaO27S
    Was ist daran bitte nicht organisch, bzw. woraus sollte das Gift der Seegurke denn Deiner Meinung nach bestehen um nicht durch Ozon angegriffen zu werden?

    Grüße
    Jens

    HI Christian

    da Dein Becken ja nicht so groß ist fällt eine Erhöhung der Fischdichte wohl aus. Mehr Füttern wäre noch eine Option. Ansonsten gibt es von Sangokai das Produkt Nutri Complete, das solchem Nährstoffmangel vorbeugen soll. Ich habe damit keine Erfahrung, habe aber genug Vertrauen in Jörg Kokott.

    Grüße
    Jens

    Naja, so schlimm war es nun auch nicht, das tut zwar weh aber der Rest des Beckens scheint nicht betroffen zu sein. Es war wohl kein Brown Jelly, auf jeden Fall hing das tote Gewebe in Fetzen runter und nicht als braune Schleimschicht. Ich denke mal das es Nährstoffarmut war, die Montis und meine blaue Teppichanemone sehen auch recht blass aus, stehen aber gut. Die sind eigentlich ganz gute Anzeiger für Nährstoffmangel. Das Becken läuft halt gut mit 10 Fütterungen pro Tag (4 x Frost, 6 x Pellets). Jetzt gab es nur 2 mal Frost pro Tag und der Futterautomat hat auch nicht ganz gereicht, wahrscheinlich hat das die Nährstoffe etwas zu weit fallen lassen. Als Gegenmaßnahme habe ich erstmal Calciumnitrat dosiert, morgen Nacht mache ich einen ordentlichen Wasserwechsel (Salz war vor dem Urlaub natürlich auch alle....).
    @ Ilja, danke für das Angebot, da komme ich bestimmt beizeiten drauf zurück. Melde Dich doch wenn Du mal wieder in B bist.

    Grüße
    Jens


    Gestern Nacht nach 9 Tagen Madeira wieder nach Hause gekommen, Blaulicht war noch an. Ein Blick reichte um meine Erholung zunichte zu machen. Die Hälfte der großen Acro hatte kein Gewebe mehr, eine grüne Seriatopora war komplett futsch und die lila Styo verlor auch das Gewebe. Sofort in einer Notaktion alle befallenen und toten Korallen aus dem Becken geholt, die Stellen die noch OK waren rausgetrennt und erstmal im Filterbecken zwischengelagert. Das Bild zeigt den Eimer mit den rausgetrennten toten Stücken. Heute geht es dann an die Renovierung der befallenen Ecke im Becken.
    Könnte Kotzen....

    HI Ronny,

    nun ja, die Filter sollen im aeroben Bereich arbeiten...... aber wenn die sich mal zusetzen oder der der Wasserzufluss aufgrund von irgendwelchen Fehlfunktionen reduziert wird, dann werden sie halt anaerob. Solange sie dann nur bis zur Denitrifikation kommen sollte ja alles OK sein, aber wenn der Redoxwert weiter runter geht fängt es böse an zu stinken. Natürlich hat ein Pelletfilter einen größeren Sicherheitspuffer da es länger dauert von voll aeroben Bedingungen bis zur Sulfatreduktion zu kommen, im Gegensatz zu Denitrifikationsfiltern die ja nur noch einen kleinen Schritt von der Sulfatreduktion entfernt sind. Trotzdem widerspricht diese Drosselung des Durchflusses der Idee dieser Filter und macht aus dieser eigentlich wartungsfreien Angelegenheit ein System das sehr regelmäßig kontrolliert werden muss. Möglich ist Vieles, aber ob es immer so sinnvoll ist, darüber kann man geteilter Meinung sein.

    Grüße

    Jens

    Hallo Ronny,

    keine Ahnung, halte ich aber für eine recht gefährliche Spielerei. Bei so einem Betrieb muss sehr exakt darauf geachtet werden das der Filter maximal denitrifizierend arbeitet und nicht sulfatreduzierend wird. Die Pellets die ich kenne können das nämlich gar nicht ab und lösen sich unter sulfatreduzierenden Bedingungen im Nullkommanix in eine schwarze stinkende Pampe auf die man nun so gar nicht im Becken haben will.
    Die Biomasseproduktion ist unter suboxischen oder anoxischen Bedingungen höher, d.h. es kann mehr Biomasse exportiert werden, aber das ist echt ein Ritt auf Messers Schneide. Warum will man sich sowas antun, der Sinn eines Pellet FIlters ist doch eigentlich der, dass man sich möglichst wenig Arbeit damit machen muss.
    Hast Du mal einen Link auf einen Artikel dazu? Das würde mich wirklich interessieren.
    Grüße
    Jens

    Hallo Ron

    das mit dem Summen/Pfeifen hatte ich auch mal, da hatte sich eine Schnecke ganz blöd in einem der Kanäle vom Flügelrad verklemmt. Hast Du die Pumpe schon mal auseinander genommen und gründlich inspiziert?
    Zum Thema Sand: ich habe ja auch 2 Abyzz 200 im Becken, allerdings blasen die von der Bodenscheibe im 45° Winkel schräg zur Wasseroberfläche. Die Strömung wird dadurch sehr schön breit und sanft. Kannst Du sowas bei Dir evtl. realisieren? Zur Not leidet halt erstmal die Optik durch den 45° Winkel, aber der lässt sich ja ohne Probleme mit etwas Kleber und Korallenbruch tarnen.

    Grüße
    Jens

    Ich bin mit meiner Rechnung ganz zufrieden, konstanter Verbrauch von ca. 5.500 kWh und stabiler Preis. Gab sogar 11,11 € zurück. Im April will mein Versorger die Preise senken, damit sind die günstiger als Vattenfall und das bei 100% Ökostrom.

    Die arme Sau die das Ding nachher pflegen muss. 1,8 m Wasserstand und dann darüber nur ca. 0.5 m Platz.....Prost Mahlzeit! Und dann hängen da ja noch irgendwelche Lampen überm Becken was den Platz für Service noch weiter reduziert. Bei der Konstruktion ist die senkrechte Strebe mittem im Glas noch das kleinere Übel.
    Die fertigen Becken von der Firma sehen ja ganz ordentlich aus, sofern man das auf den Bildern beurteilen kann. Aber wenn eine Firma einen solchen Auftrag annimmt obwohl die Pflege des Beckens nur sehr eingeschränkt möglich ist, dann finde ich das nicht gut. Es gibt genügend Firmen die solche Aufträge ablehnen würdem und das zu recht.

    Hallo Daniel,

    Was hat eine ausgewogene Ernährung (Salat, Löwenzahn etc) mit ausreichender Beckengröße zu tun? Viele Leute halten einen Z. flavescens in 500 L, ich würde das nicht tun. Außerdem würde ich so einen Fisch niemals alleine halten, sondern immer als Paar oder kleine Gruppe, das scheidet bei Deiner Beckengröße aber komplett aus. Das wäre dann für mich ein weiterer Grund diesen Fisch nicht zu halten. Außerdem hast Du bereits einen S. fasciatus eingeplant (oder was meinst Du mit Stammbesatz?). Wenn Du das noch ändern kannst, dann würde ich lieber zwei S. ramosus nehmen, die bleiben etwas kleiner und lassen sich als Paar oder Gruppe halten. Mit S. fasciatus geht das garantiert nicht!
    Was ich bei den Lippis auf Deiner Wunschliste stört ist die Einzelhaltung. Nimm lieber weniger Arten und dafür ein Paar oder eine Gruppe, die meisten Arten leben im Harem und zeigen nur dann ihr wirkliches Verhalten. Gerade P. hexatenia ist als Einzeltier oft ein echtes Miststück, im Harem sind die den ganzen Tag miteinander beschäftigt. Außerdem kannst Du dann Abends beim Balzen zuschauen, das ist echt schick.
    Mit S. hispidus und anderen Garnelen habe ich keine guten Erfahrungen gemacht. Meine S. hispidus haben über einen Zeitraum von knapp 1 Jahr alle (!) anderen Garnelen (L. amboinensis, L. debelius) zerlegt. Ich habe sie zwar nie dabei ertappen können, aber nach und nach verschwanden sie einfach. Die L. debelius war die letzte, denn sie lebte sehr versteckt. Die S. hispidus sind super schön, leider haben sie sich bei mir eine Höhle gesucht die nur schlecht einsehbar ist. Ich würde entweder Stenopus oder Lysmata halten.
    Bei den Zwergkaisern würde ich nur eine Art einsetzen, 500 L sind echt nicht viel Platz.
    Die Chromis halte ich für gewagt, es gibt ein paar ganz wenige Berichte wo es langfristig gut gegangen ist, aber in über 90% der Fälle bleiben nur ein oder zwei Tiere übrig. Hier in Berlin hat ein Händler ein 5000 L Schaubecken, da sind so ca. 30 Monsterchromis drin (ca. 10 cm groß) und wenn die brüten nehmen die fast die Hälfte des Beckens für sich in Anspruch. Da traut sich dann nicht mal der fette Imperator oder der Clowndrücker in deren Revier. Echte Terrorfische...sowas würde ich mir freiwillig nicht ins Becken setzen.
    In ein Becken Deiner Größe würde ich zwei S. ramosus, je ein Paar Zwergkaiser, ocellaris in ordentlich großer Anemone, Grundeln, Grammas, und einen kleinen Harem Lippis einsetzen. Dann wäre das Becken aber auch schon echt voll für meinen Geschmack.

    Grüße

    Jens

    Hallo Ralf,

    ich habe ja 160x100 Grundfläche und daher ein ganz ähnliches Problem. Es gibt meines Wissens keine einzige Lampe auf dem Markt die eine 100er Tiefe ausleuchtet. Du wirst also immer verschiedenen Leuchten miteinander kombinieren müssen. Momentan fahre ich mit einer Kombination aus AI Sol LED Strahlern und T5 Röhren und bin damit sehr zufrieden. Reine LED Becken sind auch nett, aber ich mag es halt lieber mit etwas zusätzlichem T5 Licht. Die Giesemann ist bestimmt eine nette Lampe, aber eine flächige Ausleuchtung wirst Du damit auch nciht schaffen, außerdem finde ich das Preis-Leistungs Verhältnis nicht gerade berauschend. Aber das ist meine rein private und subjektive Meinung

    Grüße
    Jens

    Hallo Jörg,

    willst Du wissen was das nackte Glasbecken gekostet hat oder der ganze Spaß komplett? Müsste noch mal nachschauen, das Becken war irgendwas um die 2000 € wenn ich mich nicht täusche. Was der Rest gekostet hat kann ich Dir beim besten Willen nicht im Detail sagen, viele Sachen habe ich gebraucht gekauft oder hatte die noch vom vorherigen Becken übrig. Außerdem will ich gar nicht wissen was das alles über die Jahre gekostet hat. Die größte einzelne Investition war wohl die Verstärkung des Fußbodens um das Becken überhaupt aufstellen zu können. Das fiel halt noch unter die allgemeinen Baukosten bei der Renovierung.
    Grüße
    Jens

    Chlorbleiche, bzw. Natriumhypochlorid zerfällt zu Kochsalz und freiem Sauerstoff der sofort reagiert. Ist ein ziemlich starkes Oxidationsmittel, daher werden die Beutel dann auch so schön hell.
    Im Gegensatz zu anderen Waschmitteln hinterlässt es keine Seifenreste oder Ähnliches, ich halte es daher für Filtersocken für die beste Reinigungsmethode.

    Grüße
    Jens

    HI

    Da ich meine Beutel nicht jedes Mal reinige wenn sie dreckig sind habe ich einen alten Salzeimer mit Süßwasser und Clorix, da kommen die Dinger rein und wenn der Eimer voll ist gehen die ganz normal bei 40° in die Waschmaschine incl. Vollwaschpulver. Ich nehme immer das Programm mit Extra Spülen, außerdem gebe ich in die Weichspüler Kammer noch einen ordentlichen Schluck Clorix, dann bleibt auch kein Gestank in der Maschine zurück. Mein Süßer meckert zwar rum, aber auch er kann nicht sagen das die frische Wäsche nach Fisch riecht. Aus strategischen Gründen versuche ich die Filtersocken nur dann zu waschen wenn er nicht da ist :grinning_squinting_face:

    Grüße
    Jens

    Hallo Rudi,

    eigentlich nicht....das Becken läuft gut und die Korallen wachsen. War in letzter Zeit wieder recht viel unterwegs, einmal 5 Wochen am Stück. Bis auf eine Pocillopora, bei der ein Stück ausgeblichen ist, gab es keine Verluste. Mein Freund hat nur Filtersocken gewechselt, gefüttert, Salz und Wasser nachgefüllt und die verbrauchten Balling Lösungen aufgefüllt. Finger raushalten ist sowieso das Beste. Muss demnächst ein paar Fotos machen für meinen Sifi Vortrag, dann mache ich gleich noch ein paar aktuelle Bilder und stell die ein. Vom Besatz her gab es nur einen Neuzugang, und das ist ein Schwung Berghia Schnecken von Tom, will mal versuchen die mistigen Glasrosen im Closed Loop Schacht damit weg zu kriegen.

    Grüße

    Jens

    Hallo Tine

    Vergiss mal die Fütterei, das versaut Dir nur das Wasser wenn der Fisch im Eimer sitzt. Ein paar Tage ohne Fressen sollte ein halbwegs gut stehender Zwergkaiser abkönnen. Lass ihn jetzt bis morgen in Ruhe und pass auf das er nciht rausspringt. Und dann schmeiß den Doc raus und hole für den Zwergi noch einen Partner.
    Habe mal Deinen anderen Thread gelesen, meine Güte was für (böses Wort) Händer es so gibt. Haben wahrscheinlich noch niemals ein Korallenriff in echt gesehen und geben tolle Tips über das Sozialverhalten von Fischen. Leider sind es die Fische die so etwas mit dem Leben bezahlen.....
    Schönen Abend noch
    Jens

    Hallo Tine,

    eine Tüte ist nun wirklich keine gute Lösung, auch nicht für eine Nacht. Folgende Möglichkeiten fallen mir auf die Schnelle ein
    1) Räum im Technikbecken ein Abteil frei und sorge dafür (z.B. mit blauen Filtermatten) das der Zwerkkaiser da nicht rauskommt. Da könntest Du ihn auch über längere Zeit (mehrere Tage) zwischenlagern
    2) Nimm einen kleineren Eimer und hänge den ins Becken oder Filterbecken. Steche mit einem Messer ein paar Löcher in den Eimer um Wasserzirkulation zu gewährleisten. Der Eimer kann dann im Filterbecken stehen oder wird ins große Becken gehängt. Wenn Du die Auswahl hast nimm Bitte einen möglichst dunklen Eimer, keinen knallroten oder weißen. Die Tiere stehen in dunklen Eimer wesentlich ruhiger.
    3) Nimm einfach einen normalen 5 oder 10 L Eimer, setz den Fisch da rein und hänge einen Ausströmerstein oder wenigstens einen Luftschlauch da rein. Wenn Euer Wohnzimmer nicht eiskalt ist macht das überhaupt nichts mit der Temperatur. Alles über 20° C ist OK, und selbst etwas drunter bringt den Fisch nicht sofort um.

    Wenn Dein Zwergi nicht blutet dann ist er auch OK, denn wenn der Doktor ihn richtig erwischt hätte, dann wäre da jetzt ein Schnitt im Fisch. Gelbe Doks sind manchmal richtige Stinkstiefel, meine beiden zicken Neuankömmlinge auch ganz schön an, besonders wenn sie eine ähnliche Körperform haben. Ein Trick für den Notfall ist ein Spiegel vor dem Becken, dann ist der Dok erstmal nur mit seinem Spiegelbild beschäftigt, was allerdings dazu führen kann das der Doc aufgrund des Stresses krank wird.

    Viel Glück
    Jens

    Hallo Sven,

    die Formel für Natriumcarbonat ist Na2CO3.
    Ich würde allerdings das NaCl-freie Salz komplett weglassen. Die Idee einer Ionenverschiebung ist nur dann theoretisch richtig wenn Du mit natürlichem Meerwasser nachfüllst. Wenn Du künstliches Meerwasser nimmst, dann fängst Du Dir mit der Zugabe von NaCl-freiem Salz mehr Probleme ein als wenn Du es weglässt.
    Lese mal http://hier.
    Ich mache seit Jahren "Balling Light" ohne jegliche Dosierungen von NaCl freiem Salz und habe keine Ionenverschiebung.

    Grüße
    Jens

    Hallo Hans Werner,

    Der Wiki Link gibt es ja schon so schön an. Kaliumperoxodisulfat ist ein starker Oxidator und ein Brandförderer, und so eine Substanz mit Schwefelsäure zu kochen (Dein Vorschlag war auf offener Flamme) ist nun mal für meinen Geschmack eindeutig zu gefährlich für einen normalen Haushalt mit Leuten ohne chemische Kenntnisse. Natürlich kann man sowas alles machen wenn man erstens die nötige Infrastruktur und Schutzausrüstung hat und zweitens sich mit solchen Sachen auskennt. Dieses ist bei 99% der hier lesenden Teilnehmer nicht gegeben. Das beim Hach Test diese Chemikalien eingesetzt werden ist richtig, aber dort wird auch nicht gekocht. Und Glasrosen wegspritzen mit NaOH ist natürlich auch mit einem Risiko verbunden, aber da bleibt alles schön bei Raumtemperatur und die eingesetzten Mengen sind normalerweise auch deutlich kleiner (die Leute nehmen selten Spritzen mit einem Volumen von Über 20 ml für solche Sachen).
    Wir werden bei dieser Diskussion nicht auf einen gemeinsamen Nenner kommen, Du hälst das Risiko für vertretbar, ich nicht. Damit sollten wir es belassen.

    Grüße
    Jens

    Hallo Hans-Werner,

    Deine Anleitung in allen Ehren, aber hälst Du es wirklich für sinnvoll hier öffentlich Tips zum Kochen von Persulfatlösungen zu geben? Natürlich kann man das alles machen und wahrscheinlich ist das sogar legal (keine Ahnung), aber wenn ich mir anschaue wie manche Leute bereits mit Dosierungen von Spurenelementen überfordert sind dann möchte ich einfach nicht das solche Rezepte ohne jegliche Sicherheitshinweise verbreitet werden.
    Ein Persulfat Aufschluss hat einer Privatwohnung absolut nichts verloren!!!
    Grüße
    Jens

    Hallo Dirk
    Bitte mische AUF GAR KEINEN FALL Clorix und irgendeine Säure. Bei der Reaktion würde Chlorgas entstehen und könnte Dir die Atemwege verätzen. Nimm Clorix um die organsichen Sachen abzukriegen und Zitronensäure für die Kalkalgen, Röhrenwürmer etc. Wenn beides angewendet werden muss bitte hintereinander.
    Grüße
    Jens

    Hallo Ralf, hallo Peter,

    gerade das Lob von Euch beiden ehrt mich sehr. Ralf, Dein Becken halte ich für eines der schönsten Becken überhaupt. Wenn ich jemals qualitativ in die Nähe Deines Beckens komme, dann hätte ich schon sehr viel erreicht.
    Jetzt freue ich mich erstmal das die Cyanos weg sind und das meine beiden Paare Anemonenfische (latezonatus und akallopisos) gleichzeitig laichen und sich dabei in Ruhe lassen!

    Grüße
    Jens

    Hallo Claude,

    nun ist die ersten zwei Packungen verbraucht und ich denke ich kann mal ein Fazit ziehen: Geiles Zeug!
    Meine anfängliche Dosierung lag bei jeweils 2 Kapseln alle 3 bis 4 Tage (immer Mittwoch abend und am Wochenende). Es ist kein Mittel das sofort wirkt, bei mir hat es bestimmt einen Monat oder länger gedauert bis sich eine erkennbare Wirkung einstellte, die Polypen der SPS expandierten besser, insgesamt schienen die Korallen einfach besser zu stehen. Außerdem ging das Wachstum hoch, wie ich am steigenden Verbrauch der Balling Lösungen erkennen konnte. Ich musste die Dosierpumpe fast jede Woche neu einstellen. Die Brühe im Abschäumer wurde dunkler, die Menge blieb aber ungefähr gleich. Die Dosierung der Spurenelemente (FM Color Elements) und Aminos (FM Ultramin S) wurde während der Zeit nicht verändert (2 mal pro Woche je 7 ml). Auch der Wasserwechsel wurde weiterhin automatisch mit ca. 1% pro Tag durchgeführt, dabei wurden verschiedene Salze im Wechsel genutzt.
    Nach ca. 4-5 Monaten stabilisierte sich der Balling Verbrauch auf dem höheren Niveau und den Korallen ging es anscheinend gut, mit Wachstum und Farben war ich zufrieden. Dann kam es allerdings an einigen Stellen zum Ausbruch von Cyanos, nicht wirklich schlimm aber merkbar. Auf Dein Anraten habe ich dann die Dosierung der Kapseln halbiert und auch die Spuris und Aminos etwas reduziert (von 7 ml auf 5 ml pro Dosierung). Damit gingen die Cyanos langsam zurück aber nicht ganz weg. Also reduzierte ich die Spuris noch weiter und hörte schließlich ganz auf. Nun verschwanden die Cyanos vollständig, allerdings gingen bei einigen Korallen die Farben leicht zurück, behielten aber ihre Wachstumsraten (Balling Verbrauch blieb +/- konstant). Ich werde also nun die Dosierung der Spuris wieder hoch fahren und mich langsam "von unten" an den optimalen Wert rantasten.
    Was ich interessant bei der ganzen Sache finde, ist die Tatsache, dass meine Nährstoffgehalte in der ganzen Zeit ziemlich einheitlich blieben. Bei Phosphat wundert mich das nicht, denn ich habe permanent 2 kg Eisenadsorber mitlaufen, der alle 2 Wochen ausgetauscht wird. Dadurch blieb Phosphat die ganze Zeit unter 0,05 mg/L. Nitrat liegt bei mir immer um 5 mg/L und bewegt sich da auch nicht groß. Ich hätte ja schon mal Interesse an Deinem neuen Bakterienmix, aber wenn der die Nährstoffe noch weiter absenkt, dann frage ich mich ob das in meinem Fall noch sinnvoll ist. Bis zum Winter kann ich ja erstmal die Spuridosierung einstellen, dann kann ich ja immer noch sehen ob ich noch mal experimentieren will.
    Auf die Reef Vitality Kapseln möchte ich auf jeden Fall nicht mehr verzichten.

    Grüße
    Jens

    Hallo Sven,

    Von allen bizarren Ideen die ich bisher schon gehört habe nimmt diese echt einen Spitzenplatz ein. Mit einem der wirkungsvollsten Gifte zu hantieren um eine "normale" Plage zu bekämpfen für die es reichlich andere Behandlungsmethoden gibt halte ich für äußerst gewagt. Außerdem frage ich mich wie Du das anstellen willst. Ammonium und Ammoniak stehen in einem pH-abhängigen Verhältnis zueinander. Je höher der pH Wert desto mehr Ammoniak liegt vor. Seewasser ist gut gepuffert, daher tritt Ammoniak nur in geringen Mengen auf, selbst wenn mal Ammonium im Wasser nachweisbar ist (sollte es meiner Meinung nach niemals sein). Du müsstest also erstmal den pH Puffer knacken und den pH Wert auf über 10 anheben, dabei machen Dir die meisten Tiere schon mal so die Grätsche. Fische kannst Du dann auf jeden Fall ins Klo hauen, von der Alkalose erholen die sich nicht. Als früher noch mehr Fischbecken gepflegt wurden und mit Kalkwasser der pH Wert erhöht wurde gab es öfters böse Unfälle mit Ammoniumvergiftungen. Kalkwasser hat ca. pH 12, davon wurde ein großer Schluck ins Filterbecken gehauen, pH Wert ging lokal runter, Ammonium ging über zu Ammoniak und das wurde dann ins Becken gepumpt. Dort war der pH Wert zwar niedriger, aber selbst dieser kurze Moment eine erhöhten Ammoniak KOnzentration reichte aus um die Fische zu töten. Da kann vielleicht Torsten Sause noch mehr zu beitragen. Keine Ahnung ob bei Korallen noch Gewebe auf dem Skelett bleibt, den Versuch möchte ich nicht machen.
    Wie würde die Behandlung denn weiter gehen? Nachdem die wenigen harten Viecher den pH Anstieg überlebt haben setzt Du sie noch einem starken Gift aus. Das gibt Ihnen dann mit Sicherheit den Rest, und zwar den Schädlichen genauso wie den Tieren die Du eigentlich retten willst.

    Bitte lass dieses Experiment und versuche die Plagen anders in den Griff zu bekommen.

    Grüße
    Jens

    Hallo Maik,
    der Boden ist komplett zementiert. Sand habe ich nur eine dünne Schicht an einigen Stellen drin. Durch die Strömung würde an manchen Stellen auch gar kein Sand liegen bleiben, z.B. vor der Anemone mit den A. latezonatus. Insgesamt sind wohl knapp 10 kg Sand im Becken. Der Sand wird spätestens jedes halbe Jahr teilweise abgesaugt und gegen frischen Bodengrund ausgetauscht.
    Grüße
    Jens

    Hallo Daniela,

    natürlich ist 90er Höhe nicht mehr so einfach in der Pflege, mit den Händen komme ich überhaupt nicht mehr auf den Boden, es sei denn ich setze mir die Taucherbrille auf, lege mich aufs Becken und tauche mit dem gesamten Oberkörper ab. Das muss ich ca. 1 mal im Jahr machen weil irgendetwas sich sonst nicht erledigen lässt. Ansonsten geht alles mit der Greifzange. Natürlich ist das im ersten Moment ungewohnt und manchmal auf nervig. Aber mit etwas Übung ist das kein Problem, inzwischen setze ich sogar kleinere Steine mit der Greifzange um. Ein Gutes hat die große Höhe: Man hält die Finger aus dem Becken raus und greift nicht eben mal so rein. Außerdem plant man einen Eingriff ins Becken vorher gründlicher durch, was ja auch nicht ganz schlecht ist.
    Bei der von Dir geplanten Grundfläche sähe eine 70er Höhe total gestaucht aus. Glaube mir, die zusätzliche Höhe ist das, was nachher die Optik richtig nach vorne bringt.

    Grüße

    Jens

    Hallo Daniela,

    wie die Unterkonstruktion aussehen soll kann ich Dir nicht sagen, ich würde zu drei senkrechten Stahlbeton Wänden tendieren und darauf einen geschweißten Rahmen mit Multiplex Platte. Den Rahmen kann man dann exakt ausrichten und dann sollte das auch so bleiben. Was ich aber dringend empfehlen würde ist das Becken Höher zu machen. Gerade bei dieser wirklich großen Grundfläche wirkt das sonst sehr schnell wie ein Tunnel. Du musst ja noch die Dicke der Bodenplatte, Glasstege oben etc. abziehen, da bleibt die nur noch max 63 cm Wasserstand. Nimm mindestens 80 cm, das ist bei so einem Projekt auch kein großer Preisuntschied. So einen Pott zu pflegen wird sowieso ein Spaß werden, ohne Greifarm geht das sowieso nicht bei der Tiefe. Ich habe 100er Tiefe und 90er Höhe, ist manchmal kein Spaß, aber die Optik ist einfach geil. Suche mal im Netz nach Becken in den Maßen wie Du sie Dir vorstellst, da wirst Du schnell merken das die optisch nicht ausgewogen sind. Das sieht alles zu gedrückt aus.

    Grüße
    Jens

    Hallo Joachim,

    mit den Abyzz bin ich weiterhin total zufrieden. Sie laufen im Random Modus von 10 bis 60%. Zusätzlich habe ich ja noch die beiden alten Streams in der Rückwand, damit bekomme ich diverse Strömungsmuster hin und habe auch relativ wenig Ärger mit Dreckecken, auch wenn sie sich nicht ganz vermeiden lassen. Dazu wird regelmäßg mit einer großen Bratensaftspritze z.B. hierin die Löcher und Ritzen reingepustet und die Pumpe auf 95% hochgedreht. Der neue Boost Mode wird demnächst nachgerüstet. Das Du Probleme mit fliegendem Kies hast ist natürlich nicht so schön, kannst Du an der Stelle wo der Kies fliegt nicht die Deko umbauen, z.B. einen Flachen Stein hinlegen? Du könntest doch z.B. auch eine Platte aus Zement anfertigen und die statt des Sandes an der Stelle installieren. Mein Boden ist ja komplett ausgemörtelt. An einigen Stellen ist auch kein Sand, da sitzen inzwischen Scheibenanemonen etc. Den Sand in meinem Becken tausche ich ca. alle 6 Monate zu 50% aus. Mit Spülen halte ich mich nicht mehr auf, das alte Zeug fliegt raus und neues kommt rein.
    @ Corinna: Danke für das Kompliment, Calciumstangerl hatte ich bisher noch nicht gehört.
    Bassti: ich bin in Berlin, melde Dich einfach

    Grüße
    Jens

    Nachdem ich es letztes Mal mit den Bildern nicht geschafft habe probiere ich es noch mal aus.
    Die große Acro habe ich von der Mitte an die Stelle von der Buschgorgonie umgesetzt, passt da viel besser und hält die Mitte etwas freier.

    Mein A. latezonatus Paar brütet! Leider sind die Eier an einer schlecht einsehbaren Stelle.

    Hallo Timo,

    Der Besatz ist soweit in Ordnung, schön das Du alles in Paaren pflegen willst, allerdings würde ich gar keine Doktoren einsetzen. Natürlich gibt es viele Leute die in einem solchen Becken 3 oder noch mehr Docs pflegen, ich finde es grenzwertig und würde es wahrscheinlich nicht tun. Wenn Du gute Algenfresser haben willst, dann setze stattdessen 2 oder 3 Salarias ramosus ein. Im Gegensatz zu Salarias fasciatus lassen die sich nämlich in Gruppen halten. Ich habe selber 3 Tiere im Becken und bin total begeistert. Wenn Doktoren, dann auf jeden Fall 2, ob Du nun gelbe nimmst oder tominiensis ist egal, haben meiner Meinung nach beide ungefähr den gleichen Bedarf an Schwimmraum.
    Den hexatenia würde ich mir verkneifen, das sind echt Mistviecher die gerne auch mal andere Fische anstressen können. Nimm doch lieber einen 3-er Trupp aus der Gattung Macropharyngodon, z.B. M. bipartitus oder meleagris, wobei der bipartitus kleiner bleibt. Finger weg von den Gattungen Thalassoma und Coris, die werden eigentlich alle zu groß. Paracheilinus, Anampses und Cirrhilabrus Arten sind auch toll und würden von der Größe her auch passen, sind aber ziemlich empfindlich, würde ich keinem Anfänger empfehlen.
    Die Anemonenfische bitte mit Anemone pflegen. Erst mal die Anemone alleine einsetzen damit sie sich in Ruhe einen Platz suchen kann, dann erst die Fische.
    Grüße
    Jens

    Hallo Markus,

    Laut Aussage von Torsten hat sich die Zusammensetzung des Klebers vor einiger Zeit geändert. Ich habe das Zeug in meinem aktuellen Becken und dem Becken davor verarbeitet, dabei hatte ich wohl beide Sorten Kleber in Benutzung. Was mich wundert ist der "chemische" Geruch (kann ich mir ehrlich gesagt nichts drunter vorstellen, stehe jeden Tag in einem chemischen Labor). Beide Sorten die ich verarbeitet habe haben absolut nicht gerochen. Die frühere Variante war echt nicht ganz ohne was die biologische Wirkung anging, als ich das Becken nach 2 Jahren abbaute waren auf einigen Klebestellen nicht mal Schmieralgen gewachsen, die sahen immer noch aus wie frisch geklebt. Der neue Kleber wurde bei mir fast genauso besiedelt wie die Keramik, allerdings habe ich das Zeug ca. 2 Wochen durchhärten lassen und nicht schon nach 2 Tagen geflutet. Du hast nicht geschrieben wie dick die Klebestellen, sind, aber ich benutze immer noch die Faustregel von 1 mm Durchhärtung pro Tag. Auch wenn der Kleber unter Wasser aushärtet versuche ich so etwas zu vermeiden wenn es irgendwie geht. Auch der neue Kleber ist mit Sicherheit kein Pflegemittel für Korallen. Aber nach kompletter Durchhärtung sollte eigentlich alles vorbei sein.
    An einen früheren Thread kann ich mich dunkel erinnern, da wurden allerdings wohl zig Kartuschen verarbeitet.
    Unter den gegebenen Umständen würde ich es machen wie Du, mit Silikatadsorber und Kohle filtern. Ich würde allerdings noch einen zweiten Spülgang mit Osmosewasser machen.
    Grüße
    Jens

    Hi Dave,

    wenn Du einen guten Fressfeind für Schlangensterne findest, dann poste das bitte. So ein Tierchen suche ich auch noch. Meine Tangfeilenfische knabbern ab und zu mal an denen rum, aber das reduziert die Viecher nicht. Einige Lippis sollen da ja wohl rangehen, aber das auch nicht gesichert. In meinen zooxanthellaten Gorgonien habe ich mal die harte Tour ausprobiert, die ganze Gorgonie rausgenommen und 20 Sekunden unter kräftigem Schütteln in Süßwasser gebadet. Danach waren ca. 80 % der kleinen Schlangensterne platt.
    Grüße
    Jens