Beiträge von Jens Kallmeyer

    Hallo Manfred,

    wenn Du mich Jens nennst darfst Du mich fast alles fragen. Da die Fragen vielleicht auch anderen Leuten helfen können würde ich vorschlagen sie direkt hier im Thread zu stellen. Falls es zu speziell wird können wir ja immer noch auf PN ausweichen.

    Grüße
    Jens

    HI

    Ist wohl was bakterielles. Habe die Koralle gestern Abend vorsichtig rausgebrochen und in FM Pest-Control gebadet. Es kamen keine Turbellarien zum Vorschein, auch sonst fielen keine Plagegeister ab. Mal sehen ob der Spuk nun vorbei ist....
    Ich halte Euch auf dem Laufenden, vielen Dank für die Hinweise
    Jens

    Hallo Torsten,
    Kann es sein das Du recht schnell die Reagenz zugibst? Ca Tests sind träger als KH oder Mg Tests, daher würde ich ab dem ersten Anzeichen eines Farbumschlags nur noch sehr langsam titrieren. Kurz vor dem Endpunkt des Farbumschlags lass ich meinen Test schon mal eine Minute stehen (in der Zeit starte ich den PO4 Test) und titriere dann ganz langsam weiter.
    Grüße
    Jens
    PS: schlecht gewordene Tests gibt es natürlich auch, aber meistens liegt das Problem woanders.

    Hallo,
    es ist der Zeitpunkt gekommen wo ich mich von einigen Korallen trennen muss. Die große Lithophyton ist zwar wunderschön, aber sie nimmt einfach zu viel Raum weg, außerdem wächst ja auch die Heteractis crispa auf der anderen Beckenseite und hat nun gute 35 cm Durchmesser erreicht, für die muss ich auch einen neuen Platz finden.
    Wenn also jemand Interesse an einer großen gelben Lithophyton hat, bitte melden. Das Teil hat einen Durchmesser von ca 40 cm (ist inzwischen größer als auf dem Bild) und sitzt auf einem 10-15 cm großen Stein. Sie ist nur dann gelb wenn die Nährstoffe weit unten sind und richtig viel Licht drüber hängt, ansonsten ist sie zwar heller als die meisten Weichkorallen, aber halt nicht gelb.
    Versand wäre wohl möglich, würde ich aber gerne vermeiden.

    Hallo,

    da die Koralle sonst vital aussieht, könnte außer Fraßschaden auch eine Vernesselung o.ä. in Frage kommen, z.B. die Acro neben dran, könnte, mit Gastralfäden, die Schädigung verursacht haben!

    Gruß Michael


    Hallo Michael,

    glaube ich nicht, dafür sind die Schäden zu sehr "um die Ecke" von der anderen Acro, das kann man auf dem Foto leider schlecht sehen. Außerdem nesselt die Enzmann eher stärker als die andere Koralle.
    Jens

    Hi Martin,

    danke für den Hinweis. Bisher hatte ich keine Probleme mit Strudelwürmern. Allerdings hatte ich bis vor wenigen Wochen auch ein Paar Mandarin Leierfische im Becken, die sind nun nach ca. 8-10 Jahren wohl an Altersschwäche gestorben. Die kamen schon aus einer Beckenauflösung, daher kann ich das Alter nicht genau bestimmen. Es könnte wirklich damit zusammenhängen das nun kein direkter Fressfeind mehr im Becken ist, die Puterlippis gehen ja an sowas nicht ran und Sechstreifenlippis o.Ä. habe ich nicht drin.

    HI Dietmar,
    Eine Krabbe habe ich bestimmt im Becken, finde ab und zu Häutungsreste die auf eine Krabbe von mehreren cm Größe schließen lassen. Leider hat die Jagt mit einer Krabbenfalle bisher noch keinen Erfolg gebracht. Ob ich doch mal eine Bärbel einsetze? Kieferwurm halte ich für eher abwegig, denn es sind genügend weiche Sachen in Bodennähe, warum sollte sich ein Kieferwurm ausgerechnet eine weit exponiert stehende Acro im oberen Drittel vom Becken aussuchen wenn unten lauter Scheiben und Muschel zu haben sind?

    Grüße
    Jens

    Hallo,
    als ich gestern nach 3 Wochen Dienstreise zum ersten Mal in mein Becken schaute freute ich mich erst sehr, dass alles so gut steht. Dann schaute ich mir meine Enzmann Acro mal etwas genauer an und entdeckte Stellen an denen das Gewebe weg ist und die anscheinend von irgendeiner Pest befallen wurden. Hier mal ein Foto, auf die Schnelle mit den iPhone geschossen. Die kleine Schnecke in der Mitte frisst nur die Algen auf dem abgestorbenen Teil, sie scheint sich nicht für die Acro zu interessieren. Der Rest der Acro steht super, tolle Farben und super Polypenbild. Der hellbraune Ast links oben kommt von einer anderen Acro, die beiden Stöcke wachsen da ineinanander. Interessanterweise ist an den Kontaktstellen zwischen den beiden Stöcken das Gewebe intakt.
    Hinweise jeglicher Art werden dankend angenommen.

    Grüße
    Jens

    Hallo Christian,
    so eine ähnliche Sache hat Peter Schmiedel damals mit seinem Trio S. magnifica erlebt. Alles friedlich und plötzlich zerlegen sie sich gegenseitig bis nur noch einer übrig bleibt. Bei ihm fing der Stress an als die Algen an der Rückwand sichtbar weniger wurden. Es liegt wohl hauptsächlich an der Beckengröße, bzw. am zur Verfügung stehenden natürlichen Futter. Sobald sie merken das nicht mehr genug Aufwuchs im Becken ist kannst Du noch so viel Nori oder anderes Grünfutter reinhängen, für sie geht die Nahrungsgrundlage zuneige und darauf reagieren sie mit Bekämpfen der Nahrungskonkurenten. Fang den unterlegenen Fisch raus und gib ihn am, ggf. erstmal isolieren und wieder hochpäppeln. Das einzige Privatbecken das ich kenne und das zwei Siganus langfristig drin hat ist das von Wolfgang Colsman und das hat 8000 L, da finden die beiden immer genug zu fressen.

    Grüße
    Jens

    HI

    Ich würde bei den Nori Algen mal ganz genau auf die Packung schauen. Es gibt verschiedene Varianten in der Verarbeitung, getrocknet und geröstet. Von den Sorten die ich hier in Berlin bisher getestet habe schneiden die getrockneten deutlich besser ab, die zerfallen bei Weitem nicht so schnell wie die gerösteten. Außerdem sind bei einigen Sorten Sesamöl oder andere Geschmacksstoffe zugesetzt. Keine Ahnung ob die den Fischen schaden, aber warum etwas riskieren wenn man sie auch ohne Zusätze bekommt.
    Im Asia Laden gibt es auch andere tolle Algen, ich kann nur empfehlen auch mal Hijiki, Mekabu oder Wakame zu testen. Diese drei Sorten müssen allerdings lange einweichen bevor sie verfüttert werden können.
    Grüße
    Jens

    Hallo Stefan,

    ich habe sowas, funktioniert ganz gut. Eine Pumpe am Anfang des Technikbeckens pumpt Wasser raus, der Schwimmerschalter merkt das und schaltet eine Pumpe an, die frisches Salzwasser ans Ende vom Technikbecken pumpt, so dass es möglichst schnell ins Becken gelangt. Im Vorratsbehälter für das frische Salzwasser ist noch ein Schwimmerschalter, der die ganze Wechselautomatik komplett abschaltet wenn der Behälter leer ist. Das abgepumpte Wasser wird aufgefangen und der Auffangbehälter hat einen Notüberlauf in den Vorratsbehälter. Wenn also mal irgendwas ausfallen sollte gibt es keine Sauerei sondern das Wasser wird dann im Kreis gepumpt. Die ganze Anlage lasse ich auf 12 V laufen, mit den Fasspumpen von Conrad, 12V KFZ Blinker Relais und einfachen Schwimmerschaltern. Alles verpackt in einem Wasserdichten Gehäuse mit Quetschverschraubungen für die Kabel. Die Pumpen sind nicht gerade toll, alle 2 Jahre zickt mal eine rum und wird getauscht. Habe noch keine besseren kleinen 12V Pumpen gefunden, bin aber über Anregungen dankbar.
    Grüße
    Jens

    Hallo Torben

    Keine Ahnung was genau bei Jawsee abgegangen ist, Peter Schmiedel hat mir nur erzählt das wohl innerhalb von wenigen Stunden alle Korallen ihr Gewebe abgeschmissen haben und durch den plötzlichen Eintrag von toter Biomasse auch die Fische massiv in Mitleidenschaft gezogen wurden. Keine Ahnung wer überlebt hat, auf jeden Fall wurde das Becken komplett abgebaut und der Besitzer hat das Hobby aufgegeben.

    @ Hans-Werner: Wenn Verpaarung bedeutet das irgendwelche Heiopeis zwei beliebige Tiere der gleichen Art in einen Behälter stopfen und abwarten was passiert, und wenn es nicht klappt wird der nächste Kandidat dazu gesetzt, dann gebe ich Dir voll und ganz recht. Dann sollten besser Einzeltiere gehalten werden. Aber wenn die Tiere in der Natur NUR (!) paarweise oder in Harems unterwegs sind (z.B. sämtliche Kaiserfische) und auch nur als Paar ein halbwegs natürliches Verhalten zeigen (z.B. Putzerlippis) dann geht für mich kein Weg daran vorbei die Tiere auch paarweise zu halten. Natürlich bedarf es dafür entweder eines wirklichen Fachhändlers, der entsprechende Paare zusammenstellen kann oder mehreren Aquarien um das selber zu machen und ggf. einen unterlegenen Fisch schnell retten zu können. Natürlich wird das nicht immer ohne Verluste abgehen, aber ich glaube nicht das die höher sind als beim normalen Eingewöhnen, solange die Leute halt nicht ohne Sinn und Verstand Tiere zusammenstopfen und keine Möglichkeit haben die Tiere ggf. wieder trennen zu können. Aber solange wir Endkunden mit einer Geiz ist geil Mentalität die billigsten Fische kaufen und dann Versuche machen unter der Prämisse: "Könnte vielleicht klappen, wenn nicht ist der Verlust ja nciht so hoch", solange werden leider viele Tiere unsinnig verheizt. Das ist etwas wo sich der echte FACHhändler von den Billigheimern absetzen kann.

    Grüße
    Jens

    Hallo Torben

    also ich habe keinerlei persönlich Erfahrung mit Großkaisern im Aquarium und habe auch nicht vor diese Erfahrungen zu sammeln. Allerdings habe ich schon so manchen Großkaiser im Riff beobachten können und davon lässt sich ja auch einiges ableiten. Impi und Pfauenkaiser ignorieren sich in der Natur weitestgehend, die stehen manchmal nur 1 m auseinander, jeder pickt an "seinem" Stein oder Koralle. Leider habe ich nur einmal einen einzelnen Navarchus beobachten können, scheint in der Natur ein extrem versteckt lebender Fisch zu sein. Impi und andere Großkaiser sieht schon ganz anders aus, im Roten Meer halten P imperator und P.maculosus/asfur immer schön Abstand zueinander, ich rede hier von 10 m oder mehr. Den potenziellen Stress würde ich mir einfach nicht antun wollen. Warum willst Du zu einem Imperator noch einen Paru setzen? Der passt ja geographisch schon mal gar nicht, ich bin da vielleicht etwas empfindlich..... Außerdem habe ich so meine Erfahrungen mit Paru, der ist ausgewachsen nicht nur 40 cm lang, sondern auch 40 cm hoch! Extrem neugierig ist er auch, als ich als Forschungstaucher in Florida gearbeitet habe wurde ein Paru innerhalb von wenigen Tagen so zutraulich das er versuchte mir die Enden vom Maskenband abzubeißen. Der hatte so eine Kraft das er es schaffte meine Maske durch anrempeln zu fluten. So ein Viech zerlegt Dir Alles wenn es Lust dazu hat. Andere Parus haben uns diverse Installationen zernagt, sie konnten sogar kleinere Kabelbinder durchbeißen.
    Ich würde ja eher die kleineren Großkaiser Arten nehmen, Chaetodontoplus oder Genicanthus, oder halt Pygo oder Pfauenkaiser. Wenn es schon ein Impi sein soll, dann bitte keine weiteren Großkaiser dazu.
    Das Becken von Jawsee war echt der Hammer, allerdings war es so voll mit Korallen das die Fische kaum noch freien Schwimmraum hatten, dafür allerdings unzählige Höhlen etc. um sich aus dem Wege zu gehen. Das war schon interessant anzusehen, ein Großkaiser verschwindet auf der einen Seite in der Deko und kommt auf der anderen Seite wieder raus. Das nennt sich wohl luftiger Aufbau...leider ist das Becken nach einen Totalcrash komplett abgebaut worden.
    Was die Jungtiere angeht, deJong hat regelmäßig Nachzuchten von diversen Großkaisern etc in winzig klein da, die sind keine 5 cm und verstecken sich zwischen den Acros wie Chromis.

    Grüße

    Jens

    Hallo Torben,
    Wie groß soll der Pott denn werden. Wenn ich an "echte" Großkaiser (Impi, Franzose, Blaukopf) denke, dann solltest Du schon richtig groß planen. Unter 5000 L halte ich das für nicht durchführbar. Such mal nach dem Bericht von Stefan C. Hier im Forum, der hat ein Impi Paar auf 5000L und das war richtig stressig mit der Verpaarung.
    Jens

    Hallo Eric,
    Glatt und schleimig schließt Dendronephthya aus, Sclero passt meiner Meinung nach nicht so richtig, da stimmt für mich die Wuchsform nicht so ganz. Bliebe noch Umbellulifera oder halt Nephthea. Alle diese Gattungen sind azooxanthellat, d.h. sie können nur durch Fütterung überleben, und das klappt langfristig auch nur in den seltensten Fällen. Egal welche Gattung das ist, ich glaube nicht das sie in einem normalem Becken langfristig überlebt.
    Grüße Jens

    Die Pumpe läuft immer mit der gleichen Geschwindigkeit, bzw. Pumprate. Du gibst ja die Milliliter ein die gefördert werden sollen. Wenn Du also 10 ml eingibst und die Pumpe macht 60 ml pro Minute, dann läuft sie 10 Sekunden. Wenn sie nur 40 ml fördert, dann läuft sie 15 Sekunden. Du musst der Pumpe sagen wie viel sie pro Minute fördert, damit sie die Zeiten entsprechend anpassen kann. Der zweite Kalibrationslauf ist nur zur Sicherheit um zu überprüfen ob die Kalibration auch stimmt, wirklich nötig ist der nicht. Wenn der Schlauch nicht richtig sitzt kann es z.B. zu starken Schwankungen kommen, und das sollte Dir dann hoffentlich auffallen. Ich habe halt diverse Schlauchpumpen im Labor, und da mache ich das so weil es für diese Anwendungen wirklich wichtig ist die Flussrate ganz genau zu kennen.

    Grüße
    Jens

    Hallo Marco,

    Du lässt die Pumpe 1 min laufen und misst nach wie viel gefördert wurde. Dann gibst Du diesen Wert unter Punkt 3 ein. Danach lässt Du die Pumpe wieder 1 min laufen und misst noch mal um sicher zu gehen das nun alles stimmt.
    Ich würde das regelmäßig machen, es ist ganz erstaunlich wie sich die Werte verschieben können. Ich wunderte mich über einen stetig ansteigenden KH Bedarf bis ich die Pumpe neu kalibrierte, danach waren die Werte wie früher.....

    Grüße
    Jens

    Hallo Eric,

    ein Macrofoto von den Polypen und vom Körper wäre nicht schlecht. Von den vorliegenden Bilder her würde ich das für eine Dendronephthya halten und wünsche Dir nun viel Freude daran, dem Tier beim langsamen Sterben zuzuschauen. Wenn es allerdings eine andere Art ist, dann ist das eine spannende Sache.......
    Grüße
    Jens

    Hallo Joe,

    Ammoniak (NH3)ist nicht die nächste Stufe von Ammonium (NH4+), sondern seine deprotonierte Form, es fehlt ihm ein Wasserstoff Atom (Proton). Ammoniak und Ammonium stehen in einem pH-Wert abhängigen Verhältnis zueinander. Bei einem pH Wert um 8 liegt immer ein extrem geringer Anteil von Ammonium als Ammoniak vor. Dieser Anteil ist aber zu gering um irgendwelche Probleme zu verursachen, solange der Ammoniumgehalt nicht durch die Decke geht. Sobald der pH Wert allerdings ansteigt, z.B. durch übernäßige Kalkwasser Zugabe, kann es zu einer drastischen Verschiebung des Ammium/Ammoniak Verhältnisses kommen und zur Vergiftung der Fische führen.
    Eigentlich sind Ammoniak Unfälle aber nur aus der Fischzucht oder aus reinen Fischbecken bekannt, wo große Mengen Ammonium anfallen und es aufgrund der geringeren pH Pufferkapazität im Becken schneller zu pH Schwankungen kommt.
    @ Fotojäger: wie hoch ist denn der Ammoniumgehalt in Deinem BEcken und mit welchem Test wurde gemessen?

    Grüße
    Jens

    Hallo Farshad,

    im Prinzip ja, aber....
    die Genauigkeit unserer Tests reicht absolut nicht aus um solch geringe Unterschiede zu erfassen. Außerdem sind (sollten) die Test ja für 25° C kalibriert sein und soviel wirst Du davon ja nicht abweichen (max. 5° C). Wenn Du frisches Salzwasser mit eiskaltem Leitungswasser ansetzt, dann kann ein genaues Aräometer schon geringe Unterschiede nach dem Aufheizen messen, andere Tests sind nicht so exakt.

    Grüße
    Jens

    Hallo

    Da ich aufgrund eine Paares recht aggressiver Scherengarnelen keine Putzergarnelen mehr halten kann habe ich ein Paar Puterlippis. Das Paar habe ich von Joachim Großkopf bekommen, wenn es um Paare geht verlasse ich mich gerne auf ihn. Leider war nach ca. einem Jahr einer von den beiden plötzlich verschwunden, keine Ahnung was mit dem passiert ist, rausspringen geht bei mir eigentlich nicht. An dem Tag fing dann das Drama an. Während das Paar die meiste Zeit des Tages mit sich selber beschäftigt war und nebenher die anderen Fische putzte ohne ihnen auf die Nerven zu gehen, entwickelte sich das Einzeltier zu einem echten Stressfisch. Er schoss stundenlang an der Scheibe hoch und runter oder jagte auf immer der gleichen Route durchs Becken, zwischendrin stresste er jeden Fisch der ihm in den Weg kam. Nach ein paar Wochen habe ich einen Putzer nachgesetzt, hat glücklicherweise sehr gut geklappt. Von dem Tag an war wieder Frieden im Becken. Die Fische lassen sich gerne putzen, wenn sie nicht wollen akzeptieren die Putzer es aber auch, Muscheln und SPS werden in Ruhe gelassen. Wenn Putzerlippis, dann nur als Paar, allerdings sollten genügend Fische vorhanden sein und das Becken sollte ausreichend Schwimmraum bieten. Bei meinem 1400 L Pott mit ordentlich Besatz scheint das einigermaßen zu funktionieren, aber ein einem kleineren Becken würde ich keinen Putzerlippi halten.

    Grüße

    Jens

    Hallo Björn,

    Wenn Du einen Asia Markt in der Nähe hast würde ich dem mal einen Besuch abstatten. Die haben ganz tolle Algen im Angebot, versuche es doch mal mit Hijiki, Mekabu oder Wakame. Das Zeug ist ziemlich hart und muss erst einige Zeit einweichen, vorher brauchst Du es gar nicht zu probieren. Beim Nori würde ich aufpassen, es gibt getrockneten und gerösteten Nori, außerdem haben manche Sorten noch irgendwelche Geschmackststoffe beigemischt, z.B. Sesamöl. Ich habe auch einige Sorten Nori weggeschmissen weil die Docs sie nicht mochten, inzwischen habe ich meine Standard Sorte gefunden. Ein halbes Blatt braucht etwa 20 Minuten. Sogar der Chelmon zupft daran rum!
    Docs an Grünfutter zu gewöhnen kann manchmal echt lange dauern, außerdem scheint bei jedem Fisch ein anderes Futter den Erfolg zu bringen. Bei meinen beiden gelben Docs (aus einer Beckenauflösung) musste ich erst mit den Spirulina Pellets von Fauna Marin ankommen. Nachdem sie diese gefressen hatten ging dann auch recht schnell andere Pflanzenpellets, erst danach gingen sie an Nori etc.

    Grüße
    Jens

    Hallo Daniel

    Generell gebe ich Dir recht, aber hier handelt es sich um ein Untergestell für ein Salzwasserbecken. Im Unterschrank steht meistens das Filterbecken, da wird auch mal gespritzt und gepanscht und schon steht das Wasser in den Nuten der Profile. Da kriegt man es nur schlecht wieder raus, wenn man es überhaupt merkt. Durch solche Sachen stehen die Schrauben im Salzwasser und dann kannst Du zuschauen wie sie wegrosten. Den Spaß habe ich hinter mir, alle Verbinder bis auf einen aus V2A, beim Abbauen des Beckens hätte ich fast einen Herzinfarkt bekommen als ich das Teil sah. Die Profile haben nur noch aus Gewohnheit zusammengehalten, den Verbinder konnte ich mit einem Schraubenzieher aus der Bohrung bröseln.
    Und willst Du bei einem Becken an den paar Euros für die Verbinder sparen?

    Grüße
    Jens

    Interessanter Artikel.
    Es mag ja Becken geben wo der Abschäumer durch massives Korallenwachstum praktisch überflüssig ist und Nährstoffe nachdosiert werden müssen um die Korallen vor dem Verhungern zu retten. Aber das ist ganz sicher die große Ausnahme, außerdem kann selbst an einem super laufenden Aquarium mal was schiefgehen. Plötzlich ist die Wasserbelastung da und in einem solchen Fall ist es schon sehr praktisch wenn man mit einem Knopfdruck die Filterleistung anstellen, bzw. hochregeln kann.

    Grüße
    Jens

    Naja, bisher waren die alle zusammen ein Herz und eine Seele, er zeigte seine Flossen und das wars. Die Damen sind auch deutlich kleiner, ich kann mir einfach nicht vorstellen das eine von denen oder alle zusammen den Kerl so zerlegen können; das war irgendein anderer Beckenbewohner.
    Ich würde das Verhalten von Fischen nicht unbedingt 1:1 auf Menschen übertragen....... :winking_face:

    Danke, das hatte ich befürchtet. Ich will ja keinen neuen Bock finden sondern meinen alten wieder aufpäppeln. Wenn der es nicht überlebt, dann sollen sie selber ausmachen wer als nächstes der Herr im Hause ist. Ich habe halt nur Angst das ich den alten Bock zurück setze und er dann von seiner frisch umgewandelten Ex-Haremsdame platt gemacht wird.

    Hallo
    Gestern Abend kam ich nach Hause und fand mein P. bimaculatus Männchen in einem ziemlich schlechten Zustand vor. Keine Ahnung was vorgefallen war, er sah aus wie einmal durch den Wolf gedreht, Flossen ausgefranst und einzelne Schuppen auf dem Körper fehlten. Er lag schwer atmend auf dem Boden und rührte sich nicht mehr, einer meiner größeren Einsiedler fing schon an Interesse zu zeigen. Die Weibchen waren alle putzmunter und fraßen gut, sämtliche anderen Fische sahen auch absolut top aus. Ich konnte das Männchen glücklicherweise rausfangen und in ein Extrabecken aussondern, da hat er die Nacht soweit überlebt, sitzt aber recht apatisch auf dem Boden und schwimmt nicht. Er bleibt natürlich erstmal in Einzelhaft bis er wieder einigermaßen fit ist und schwimmt. Meine Frage ist nun, wie lange können die Weibchen maximal ohne das Männchen bleiben bevor eine von ihnen anfängt sich zum Männchen umzubilden? Hat irgendjemand Informationen dazu?

    Grüße
    Jens

    Hallo Michael,

    habe mir den Thread auf die Schnelle mal durchgelesen, hoffentlich habe ich nichts überlesen. Ein paar Kommentare wollte ich dazu aber trotzdem machen.
    1) Der Abbau von organischem Material, egal ob es Futter, Kot oder Biopellets sind, benötigt einen Oxidationspartner (Elektronenakzeptor). Wenn mehrere Oxidationspartner zur Verfügung stehen wird von den Mikroben zuerst derjenige verbraucht mit dem sie am meisten Energie gewinnen können, das ist Sauerstoff. Wenn der weg ist, geht es zum nächsten, das wäre Nitrat. Danach kommen Eisen und Mangan aber die spielen im Aquarium keine Rolle. Danach kommt Sulfat, das Abbauprodukt davon ist dann Schwefelwasserstoff. Das Problem im Meerwasser liegt darin, dass viel mehr Sulfat vorhanden ist als Sauerstoff und Nitrat zusammen. Daher sind diese beiden Substanzen sehr schnell verbraucht.
    2) Wie schon geschrieben, Schwefelwasserstoff entsteht durch Sulfatreduktion. Dieser Prozess kann NICHT ablaufen wenn Nitrat vorhanden ist. In geotechnischen Anlagen wird sogar Nitrat zugesetzt um Sulfatreduktion zu verhindern. Im Meeresboden (hoffentlich nicht in Deinem Aquarium) gibt es Bakterien die Nitrat nutzen um Schwefelwasserstoff zu oxidieren. Das ist aber eher ein Spezialfall und hat mit Aquaristik wenig bis gar nichts zu tun.
    3) Natürlich kann es in einigen Bereichen des Beckens (Gammelecken, Filtermatten etc) zu Sulfatreduktion kommen trotz Nitrat im Wasser. Durch reduzierte Strömung gelangt nicht genügend Sauerstoff, bzw. Nitrat in diese Ecken, so dass das organische Material dann mit Sulfat abgebaut wird. Du solltest Dich auf die Suche nach der Gammelecke machen.
    4) Schwefelwasserstoff oxidiert wieder zu Sulfat, verbraucht dabei aber recht viel Sauerstoff, daher kommt dann wohl das schnelle Atmen der Fische. Außerdem ist es ein sehr starkes Nervengift und auch für Menschen gefährlich. Da es zuerst die Geruchsnerven lähmt kannst Du beruhigt sein, solange es noch stinkt kannst Du es noch riechen, bist also noch nicht im gefährlichen Bereich. Vorher wären Deine Fische aber schon lange tot, das zur Beruhigung. Ozon ist sehr gut geeignet um Schwefelwasserstoff zu oxidieren.
    5) Mir ist nicht ganz klar ob der Gestank nun aus dem Filter selber kommt oder aus dem ganzen Becken. Wenn er aus dem Filter kommt dann wäre das ja recht einfach zu beheben. Wenn er aus dem Becken kommt dann würde ich mich auf die Suche machen. Könnte es sein das evtl. kleine Teile von den Pellets ins Becken gelangt sind und nun im Bodengrund vor sich hin gammeln? Für mich klingt das alles nach einer massiven KOhlenstoff Überdosierung und dieser Kohlenstoff will nun oxidiert werden.

    Grüße
    Jens

    Hallo Olliver
    Halt bloß die Füße still, etwas Nitrit im meerwasser schadet nicht! Im Süßwasser ist das anders. Mach so weiter wie bisher und lass das einach laufen. Besorge Dir erstmal bessere Tests bevor Du in die Cheme des Beckens eingreifst. Wichtiger als Messwerte sind gesunde Tiere und das scheinst Du ja wohl zu haben.

    Grüße
    Jens

    Hallo Kaso

    meine beiden Docs habe ich aus einer Beckenauflösung übernommen, die hatten auch rote Flecken durch Fehlernährung. Leider nahmen sie keinerlei Grünfutter, kannten das einfach nicht. Nach vielen Versuchen mit zig Futtersorten habe ich sie dann mit den Spirulina Soft Pellets von Fauna Marin ans Futter bekommen. Nachdem diese Hürde erstmal überwunden war gingen sie innerhalb kürzester Zeit auch an andere Sachen. Inzwischen füttere ich neben diversen tierischen Frostfuttersorten einen Mix aus Wakame, Hijiki, Mekabu (gibt es alle im gut sortierten Asia Shop) und ab und zu auch Nori, Salat, Löwenzahn etc. Beim Nori würde ich aufpassen, es gibt getrockneten und gerösteten Nori. Dazu werden manchen Nori Sorten auch noch Geschmacksstoffe und andere Beimengungen, z.B. Sesamöl, zugesetzt. Ob die für Fische schädlich sind kann einem wahrscheinlich niemand sagen, aber wenn man die Wahl hat kann man ja drauf verzichten und das möglichst unbehandelte Produkt kaufen. Die anderen Algen (Wakame, Hijiki, Mekabu) sind knochenhart und müssen recht lange einweichen, unter einer Stunde ist da meistens nichts zu holen, vorher verfüttern bringt nichts. Ab und zu kriegt man im Asia Shop auch Kelp, das kannst Du vergessen, da geht kein Fisch ran, auf jeden Fall habe ich davon noch nichts gehört. Ist außerdem zäh wie Schuhsohle.
    Versuche die Fische erstmal an irgendein Grünfutter zu bekommen, egal welches. Wenn sie dann auf den Geschmack gekommen sind kannst Du immer noch die Palette erweitern. Mit Armin hatte ich letztes Jahr in Sifi eine Diskussion über den Sinn von Wakame Fütterungen, er hält das Zeug für ziemlich unnatürliches Fischfutter. Kann ja alles gut sein, aber je breiter die Palette an angebotenen Futtersorten ist, desto weniger besteht die Gefahr einer Mangelerscheinung. Ich füttere zehn Sorten tierisches Futter (Artemia, Mysis, Krill, Tintenfisch, Fisch, Muscheln, Lobstereier, Fischeier, Bosmiden, Calanus) und 5 Sorten Grünfutter (Wakame, Hijiki, Mekabu, Nori, Salat), Mangelerscheinungen habe ich bei meinen Fischen schon lange keine mehr entdeckt.

    Grüße
    Jens

    Hallo

    Hatte anfangs 4 S. ramosus zusammen auf 1400 L, gab überhaupt keine Probleme. Leider waren meine so klein das keine GU zu sehen waren. Es wurden dann 3 Herren und eine Dame, und die 3 notge..en Kerle haben der Dame dann so sehr zugesetzt das sie leider irgendwann verschwunden war. Die 3 Kerle lebten völlig friedlich miteinander, vor einem Monat ist einer dann nach ca 3 Jahren ohne jegliche vorherige Anzeichen plötzlich verstorben; morgens noch fit geschwommen und abends tot im Becken. Die beiden verbliebenen sind weiterhin munter und ignorieren sich völlig. Wenn ich mal zwei Damen bekommen sollte probiere ich eine nachträgliche Verpartnerung.
    Was das Fressen angeht, so waren/sind die alle absolute Fressmaschinen, die nehmen wirklich alles was angeboten wird: Aufwuchsalgen, Nori, Salat, Pellets, Frostfutter.
    Ach ja, und ein Paar Mandarins schwimmt auch im Becken, die werden komplett ignoriert.

    Grüße
    Jens

    HI

    ich habe einen achilles zwar noch nicht selber gehalten, habe ihn aber schon mehrfach in freier Natur beobachten dürfen. Es sind immer kleine Trupps von 3-4 Tieren unterwegs, die aber 0,5 bis 1 m Abstand zueinander halten. Die waren schon als Team unterwegs, aber trotzdem zickten die sich ab und zu mal kurz an und drohten mit aufgespannten Flossen. Interessant fand ich das Habitat in dem die Tiere fast ausschließlich zu finden waren: Extrem strömungs- und wellenexponierte Außenriffe oder Kanäle mit viel Strömung. Ganz oben, wo die Wellen sich brachen und das Wasser voll mit Luftblasen war lebte Acanthurus gutattus, direkt darunter schwamm dann A. achilles. Als Taucher hatte ich meine liebe Not mich da überhaupt halten zu können, beim Einsatz von Riffhaken hat es mir fast die Maske vom Gesicht gerissen, so hat das geströmt.
    Ich denke, dass da auch der Grund für die schlechten Überlebenschancen liegt, wahrscheinlich kommen die Fische sehr schlecht mit nur minimalem Abfall der Sauerstoffkonzentration klar, außerdem fehlt ihnen in den meisten Becken wohl auch die Strömung. In der Natur schwimmen sie permanent, vielleicht gar nicht mal eine lange Strecke (aber natürlich immer noch viel weiter als in jedem normalen Aquarium) aber sie müssen permanent Gas geben um überhaupt auf der Stelle zu bleiben, dazu kommt dann noch das Geschaukel durch die auf- und ablaufenden Wellen. Wenn ich unsere "Stillwasser Habitate" sehe, dann denke ich schon das einem A. achilles irgendwas fehlt. Vom Mangel an Platz ganz zu schweigen. Was die Endgröße der Tiere angeht....die werden echt fett. Selbst wenn ich den Vergrößerungsfaktor durch die Maske abziehe würde ich die eher bei 30 cm als bei 20 cm ansetzen.
    Ein absoluter Traumfisch, kommt mir aber erst ins Haus wenn ich ein 5 m Becken mit Monster-Propellerpumpe habe.

    Grüße
    Jens

    Hallo Markus,

    es liegt aber auch viel an der weit verbreiteten Geiz-ist-geil Metalität. Ein Händler hier in Berlin hat ab und zu Nachzuchten angeboten von Mirakelbarschen oder Mandarinfischen. Die Tiere waren natürlich kleiner als die Wildfänge und auch etwas (10-20 €) teurer. Er ist sie einfach nicht losgeworden. Gerade hier in Berlin hört man häufig in Geschäften das die Fische ja alle so viel zu teuer sind, da wird lieber erstmal billig vom Direktimporteur gekauft und ein Fisch 3 mal verheizt (was dann unterm Strich noch teurer kommt) oder ein eigentlich völlig unpassender Fisch gekauft mit der Begründung "kann man ja mal probieren, vielleicht klappt es ja, kostet ja nicht so viel".
    Solange wir Fische als bessere Schnittblume ansehen wird sich daran auch nichts ändern. Die Importverbote werden kommen und wenn ich mir manches Aquarium bzw. manchen Aquarienbesitzer so ansehe, dann finde ich das gar nicht mal so schlecht. In den Sonntagsreden bei Aquarientreffen wird dann immer schwadroniert über die ach so tollen Nachzuchten, aber wenn der Händler sie mal hat wird er sie nicht los und der ambitionierte Züchter bleibt auf seinen Tieren sitzen und stellt seine Bemühungen ein. Gegen die Billigimporte können europäische Züchter einfach nicht ankämpfen. Das ganze Problem steht und fällt mit der Bereitschaft der Kunden einen fairen Preis für die Tiere zu bezahlen.

    Grüße
    Jens