prinzipiell führen viele wege zum ziel.
auch das mit dem außenfilter kann funktionieren. es kann aber auch schief gehen.
ich sag mal traditionell und mit wirklich bunten korallen fing es mit dem sog. berliner system an. lebendes gestein, abschäumung und ordentlich strömung. damit fahren immer noch sehr viele und das erfolgreich. im moment ist es eine modeerscheinung mit künstlichem gestein zu starten. habe ich zuletzt versucht und bin fast in die katastrophe geschlittert. für einen anfänger ist das schwer zu händeln, vor allem, wenn er die korallen noch nicht gut beurteilen kann. außerdem dauert es deutlich länger, bis das system biologisch stabil läuft. der vorteil von gutem ls: du kannst binnen weniger tage komplett loslegen.
mein weg wäre folgender: totes (aber echtes) gestein als unterbau. lebendes für den eigentlichen riffaufbau. ca. 50/50. gute lampe (wenn led dann flächig). technikbecken mit abschäumer und vliesfilter. meerwasser würde ich immer selber herstellen. ist einfach günstiger. also eine osmoseanlage dazu. ordentlich strömung (20 - bis 40 fach des beckenvolumens).
becken: die optische brechung in salzwasser ist eine andere. objekte erscheinen in salzwasser 25-30% größer bzw. näher als sie sind. deswegen kommt der tiefenwirkung besondere bedeutung zu. lieber 60cm tiefe als 50. mein becken hat 100cm tiefe und ich musste mir neulich im forum hier sagen lassen, es würde gar nicht so tief wirken 
bunte korallen ist relativ... bunt unter blaulicht oder bunt unter tageslicht. da gibt es unterschiede. ich habe hier: farmkorallen - shoppingtour - ein resümee
mal ein aktuelles beispiel im verlauf. die diskussion ist vielleicht auch für den anfänger von interesse. bunt gibt es als sps und lps. die ansprüche unterscheiden sich ein wenig. ich favorisiere mischbesatz, aber da muss man an manchen stellen abstriche machen. du solltest dir hier präzisere gedanken machen. ich gehe aber mal nicht davon aus, dass du dich gleich mit "highend"-acroporen auseinander setzen willst.
anemone: hohe nesselkraft; sollte nur in "gereifte" becken eingesetzt werden. und wenn ihnen der standort nicht passt, dann wandern sie. das kann dich korallen kosten. außerdem teilen sie sich gerne wenn die bedingung passen. gerade in so einem "kleinen" becken kann das schnell zu einer monokultur werden.
anemonenfische: für die kinder ist ein schlechtes argument
(irgendwann wird bestimmt nach dori gefragt und das wäre keine gute idee). das ganze sollte möglichts immer als biotop betrachtet werden, welches auch harmoniert. ernsthaft: erst die anemone, später die anemonenfische. außerdem sind anemonenfische sehr teritorial. das kann für andere fische zum problem werden. ich persönlich finde anemone und ocelaris ok, aber würde sowas lieber in einem artenbecken sehen.
also rein von der technik und struktur würde ich folgendermassen vorgehen:
becken plus technikbecken und rückförderpumpe
lampe mit 0,7 bis 1 watt pro liter. flächige ausleuchtung
vliesfilter
abschäumer
mindestens zwei strömungspumpen
uvc
medienfilter für aktivkohle und adsorber bei bedarf
heizung
dosieranlage
osmoseanlage und automatische nachfüllung
abhängig von gewicht und qualität der steine 5 - 10%
start mit ls; wasser aufsalzen und auf temperatur bringen; dann die ls rein. nitrat-peak abwarten (kommt in der regel bei ls sehr schnell) und sobald der gesunken ist erste korallen rein. so ab tag 3 bis 5 oder so. am anfang gut zu haltende und vor allem größere stöcke. da gezielt nach beckenauflösungen schauen oder von privat nehmen.
jetzt engmaschig die nährstoffe kontrollierne und zügig weiter besetzen. nach zwei wochen können die ersten fische rein ( anemonenfische erst nach der anemone ;-))
aber wie gesagt, es gibt auch noch andere wege.
versorgungssysteme (mineralich --> balling) und biologisch bereithalten und sobald die verbräuche feststellbar sind dosieren.