Beiträge von Jackrum

    hallo forum,

    wie im titel schon ausgesagt, würde ich gerne mal nach dem aktuellen stand in sachen haltbarkeit von azooxanthellen gorgonien nachfragen. was ich im netz bisher so gefunden habe ist zumeist mehr als 10 jahre alt (stand 2021) und im tenor von damals immer noch heikel.
    pflegt jemand diese tiere schon erfolgreich über mehrere jahre? (vielleicht mit bildern belegbar? so im verlauf: jahr 1, jahr 2 etc.) wie ist dabei das handling? wie ist das technische setting (abschäumer? vliesser?)

    ich habe mir diese korallen aus gutem grund immer verkniffen, würde es aber mit dem neuen becken dann vielleicht doch einmal versuchen wollen. wobei ich da erstmals einen vliesser einsetzen werde und mich frage, ob das dann nicht eher kontraproduktiv wäre und man dann nicht doch wieder zum fütterungssklaven wird.

    hi,

    es gab hier in der jüngeren vergangenheit des öfteren fake accounts... diese fielen auf, weil sehr unspezifisch und zumeist ohne bezug auf das thema fragen beantwortet wurden... und da da du hier explizit nach süsswasserfischen fragtest, aber in einem forum für salzwasser gelandet bist... du verstehst? :jumping:

    ob dir hier in sachen süsswasser jemand kompetent helfen kann...
    ich für meinent teil habe mit süsswasser angefangen. schwerpunkt lag auf diskus. ist aber schon 20 -25 jahre her. die von dir erfragten fische habe ich auch gepflegt. grundsätzlich kann man diese zusammen pflegen, auch wenn diese aus unterschiedlichen habitaten kommen. die barben jedenfalls helfen gut dabei, einem überangebot an guppys und platys zu erliegen da sie jagd auf deren junge machen. subadulte und adulte lassen sie in ruhe.

    gruppenhaltung ist pflicht. alles schwarmfische. bei den barben aufpassen und mit der fütterung nicht übertreiben. sie kennen da kein halten.

    hi,

    die spuris verbrauchen sich ja in jedem becken anders. von daher hast du insbesondere bei kleinen becken das risiko, dass sich was anreichert wenn du mit mischungen arbeitest... du gibst ja damit immer nur nach volumen zu, weißt aber nicht, was das jeweils anteilig an spuris sind. und die regelmäßigen ww mit 5 oder 10% sind auch kein reset. auch kein kontrollierter. du hast damit nur einen kontinuierlichen nährstofaus- und elementeintrag.
    ich bin mir ziemlich sicher, dass ich für ein nano den aufwand nicht betreiben würde. auch wenn das mit icp und einzelelementdosierung möglich ist.

    aber ich bin in meiner anfangszeit (da gab es noch keine icp) mit nanobecken ganz gut gefahren mit regelmäßigen ww UND fütterung der korallen. ohne letzteres wäre das nicht gegangen, weil meine werte immer nn waren. zugegebenr maßen hatte ich da auch den schwerpunkt auf lps. das macht die sache mit dem füttern etwas einfacher. aber für sps gab es auch damals schon staub- und flüssigfutter.

    wenn irgendwas mal im argen lag, wurde ein oder 2x ein ww um die 50% gemacht und es lief wieder. halt immer die nährstoffe im auge behalten. und dafür gibts ja heute so lustige sachen wie sangokai, triton etc...

    hi,

    deine spuris weichen alle mal in die eine oder andere richtung von der norm ab... eventuell mal die dosierungen prüfen was da jeweils drin ist.
    und insbesondere jod liegt bei dir deutlich drunter. nährstofflimitierung und hohe karbonatraten sind schon schlimm.... in kombination mit jodmangel geht das dann sehr schnell und zeigt auch das typische ausbleichen von unten.
    wenn in so einer situation nur nährstoffe zudosiert werden, aber kein jod, lässt sich das nicht aufhalten.

    also bitte auch jod dosieren. und den salzgehalt anpassen!

    wenn du keine nährstoffproduzenten (fische) halten kannst, kannst du es mit korallenfutter versuchen. ich denke da sowohl an staubfutter als auch an phytoplankton. in letzterem finden sich durchaus nennenswerte mengen an nitrat

    da geht es schon los...

    fische sind eigentlich die primärproduzenten der nährstoffe für die korallen. ein korallenbecken ohne fische funktioniert nie richtig.
    prinzipiell ließe sich ein aquarium mit wenigen fischen, weichkorallen, krustenanemonen und einigen lps rechteinfach betreiben. die anforderungen steigen mit den ansprüchen der tiere. erst mit sps wirds spannend. wobei es auch da abstufungen gibt.

    man muss sich auch darüber klar sein, wie die entwicklung sein soll. wenn ich mich zu beginn auf ein reines weichkorallenbecken festlege und diese entsprechend etabliere, haben es sps die viel später mal dazu kommen sollen, deutlich schwer. die sache mit den nesselgiften und so. wenn es ein mischbecken werden soll, muss es auch am anfang schon so besetzt werden. das kann anders herum schon auch funktionieren, aber es wird schwerer.

    in 300 liter lässt sich aber schon so einiges an fischbesatz realisieren. und für ein mischbecken wäre das eine gute ausgangsbasis. eine schöne größe für den anfang finde ich.

    du siehst,

    der teufel ist ein eichhörnchen und der fehler steckt im detail.
    schau dir erst mal an, was du pflegen möchtest. sollen es sps sein, lsp und weiche, oder ein mischbecken? wenn diese entscheidung steht und klar ist, wie groß das becken werden darf, dann kann man weiter sehen.
    und lies dir die von rolf empfohlenen SEAZ surch (der link oben). das ist am anfang etwas schwer verdaulich und lässt sich nicht in einem rutsch lesen. aber es ist das zur zeit beste, was man lesen kann zu der thematik.
    empfehlenswert sind auch die videos von jörg kokott bei youtube (nach sangokai suchen; gibt einen vorgeschmack auf die seaz). die kannst dir vielleicht sogar vor den seaz reinziehen. auch wenn er hersteller des sangokai-systems ist, das lässt er nicht so raushängen und die informationen von ihm sind sehr strukturiert.

    wie oft werden die ww von dem werk kontrolliert?
    wie weit ist der ort der probenentnahme von dem ort wo du das wasser entnimmst entfernt?
    durch welcheleitungen geht das wasser da?

    die werte die das ww angibt, entsprechen dem dort entnommenen wasser. das wasser bei dir wird gamz anders aussehen. ist so. ausserdem haben die ww eine viel größere latenz in der sich die werte bewegen dürfen um noch ok zu sein. nitrat bis 50mg... der angegebene mittelwert von 12 wäre mir schon zu viel. und das ist nur der mittelwert und nur nitrat. kieselsäure etc hab ich mir gerade nicht angeschaut.
    ergo: du brauchst eine osmose.

    man kann im salzigen nicht wirklich spaaren :winking_face:

    edith sagt noch: was für eine beleuchtung ist das denn? welches eheim genau?

    nein, die anlage hängt an einem wasseranschluss. von da geht das osmosewasser am besten in einen grossen tank. je nach menge die du benötigst... kanister oder tonne.

    wassertests: bitte nicht den am anfang gerne genommenen testkoffer wo alles drin ist... taugt nix.

    die 10 euro pro liter in der anschaffung kommen regelmäßig gut hin. wie gesagt nur für ausstattung und ohne tiere. kalkuliere nochmal einen entsprechenden betrag für die tiere. ein becken zu starten und dann nicht richtig besetzen zu können führt meist recht schnell in die problemzone. schau dir mal bei einem händler die korallen an, die dir gefallen. informiere dich darüber. überschlage grob, wieviele du ins becken setzen kannst ( vom platz her!) und dann siehst du, was du nochmal für die korallen investieren musst.

    dieser letzte punkt wird oft vernachlässigt. man denkt, ich kann ja nach und nach besetzen. aber alles, was an nährstoffen vorhanden ist und nicht von korallen verwertet wird, steht algen und bakterien zur verfügung.
    also, nach und nach besetzen sollte innerhalb eines kurzen zeitraumes erfolgen... falls dir jemand dazu rät. demufolge ist das initial echt ein großer batzen.

    naja, durch lichteinfall gibts algenaufwuchs. auch glasrosen etc. können sich ansiedeln. je mehr licht, desto mehr putz.
    allerdings kann es auch ohne licht durchaus den einen ode anderen bewuchs geben (filtrierer halt)

    denn och solltest du, wie du selber schon geschrieben hast, für eine entsprechende belüftung sorgen

    ist ein schlangenseestern. muss man nicht töten. ist nützlich.

    außerdem ist deine zählung falsch. --> die vier elemente: feuer, wasser, erde, luft sind die wurzelkräfte.
    im übrigen ist keines davon wirklich ein element.
    was das darüber hinaus mit meerwasser zu tun haben soll ist mir schleierhaft...

    seltsamer tröt :neutral_face:

    hi,

    ja, auf dem edelstahl. egal ob v2 oder v4.
    gibt hier grade zwei schöne viceos zum vivarium in karlsruhe. im zweiten teil wird die technik gezeigt. unter anderem auch die laufstege, aufhängungen und lampenschlitten.. haben die alles aus v2 fertigen lassen.
    also nein, edelstahl funktioniert nicht gut in verbindung mit salzwasser. wird schnell unansehnlich.

    nein, überhaupt nichts schlimmes.

    das ist biologie. man nennt das auch leben. ich bin immer wieder verwundert, wie nervös anfänger reagieren. in unseren riffaquarien gibt es jede menge natürliches und auch fremdartiges zu entdecken. und alles davon hat seine berechtigung.
    sicher, wir wollen das eine oder andere nicht, aber solange alles im gleichgewicht ist, gibt es da nix was einen in panik versetzen müsste...

    ich bin nur immer wieder verblüfft.... bleibt cool. ist ein tolles hobby... das betreibt man mit ruhe und geduld :winking_face:

    :sheep

    @ torsten: danke für den link

    @ peter: auch nachts nix zu sehen? vielleicht braucht es noch zeit. aber du könntest auch nachhelfen und zb mal ein wenig (wirklich nur wenig) staubfutter nachts zugeben

    hallo peter,

    hast du mit totem gestein gestartet? falls ja, solltest du dir einen brocken richtige ls besorgen, gerne auch mit einer koralle drauf. dann geht das von alleine.
    eine andere art Copepoden einzubringen fällt mir nicht wirklich ein. wüsste nicht, dass es das käuflich zu erwerben gibt. damit hast du auch deine antwort auf die eignung... die gehören zu microfauna. da wird nicht so selektiert :grinning_squinting_face:

    blasenfalle erfordert mindestens zwei scheiben. das kann dir die kahmhaut doch noch erhalten. die höhe der trennscheiben ist da wichtig. das wasser muss "stürzen" können

    Wie sieht so Oberflächenabzug in einen Technikbecken aus?
    Wie ist das mit der Glasstärke im Technikbecken. Reichen 8mm dickes Glas oder wären 10mm besser, wegen Vibrationen?


    das ist einfach nochmal eine trennscheibe, wo das wasser drüber laufen muss und nach unten fällt. das zieht die kahmhaut direkt weg. würde es unter der trennscheibe durch können, bleibt die kahmhaut.
    ich glabe bei den scheiben selbst vibriert nix. du musst halt die pumpen richtg entkoppel und auch das technikbecken auf eine entsprechende nterlage stellen. die glasstärke elber bemisst sich nach dem wasserstand (inklusive dem, was noch nachlaufen kann)

    machbar wäre da viel. ob klaus sich aber das antun möchte, auf einzelanfertigungen einzugehen? das ist unterm strich deutlich aufwendiger als ein paar glasscheiben zusammen zu kleben. ich denke, wenn sich das bewährt, macht die "kleinserie" mehr sinn.

    die idee als solche ist aber tatsächlich nicht neu. seit etlichen jahrzehnten werden im diy-bereich bereits becken aus sperrholz gebaut. im verbund mit gfk und harz oder flüssiger teichfolie. ab einer gewissen größe (so ab 1000l aufwärts) sind die dann auch günstiger in der "anschaffung" als vergleichbare glasbecken. haltbarer sind sie sowieso und leichter auch. das größte von dem ich gelesen habe hatte über 12000 liter.

    es ist halt initial furchtbar viel aufwand (planung, statik des beckens --> ahnung) und erfordert ein gewisses handwerkliches geschick (genau das, was klaus gerade für seine neuen becken auch macht)

    @Klaus: finde gut, dass du das versuchst. das gefällt mir, zumahl ich eigentlich ein fan von holzbecken bin.
    habe letztlich die umsetzung gescheut, weil ich nicht noch drei monate basteln wollte.
    aber sind die verschraubungen mit den titanschrauben notwendig? das erscheint mir sehr viel aufwand. ist ein verkleben oder verschweißen der kunststoffe nicht möglich? das würde auch silikonschnüre einspaaren. und lediglich die glasscheibe wäre nur zu silikonieren (kenne die silikonschnüre zugegebenermaßen nicht)

    konstanter wasserstand im davorliegenden abteil. auch mit automatischer nachfüllung kann der wasserstand minimal schwanken da wo die rfp angesiedelt ist.
    und, sofern so realisiert, nochmals ein oberflächenabzug. auch im technikbecken kann sich eine kahmhaut bilden.

    hi. irgendwas muss reingekommen sein.
    auf dauer lässt sich sowas auch kaum verhindern. völlig abgedunkelt oder gar ein schwarzer kanister würde auch helfen.
    ich verwende ein 60l maischfass. das steht dunkel und ist bis auf den zu- und ablauf komplett zu.

    und zum reinigen würde ich eher heisses wasser und essigessenz verwenden.

    war doch klar, dass das thema kontrovers diskutiert wird.
    und ich finde hier viele meinungen durchaus nachvollziehbar, wenn ich sie auch nicht unbedingt teile...
    so ist der hawaii-doc nicht "mein" fisch :grinning_squinting_face:
    das reglement betrifft aber alle fische aus der region und das wiederum hat halt auch hier auswirkungen. ob die entscheidung so stehen bleibt, bleibt abzuwarten.

    bezüglich händlerpreisen... ja, auch ich habe zunächst reflexhaft gedacht, da hat wer den startschuss gehört und ordentlich aufgedreht... dennoch ist es logisch nachvollziehbar. angebot und nachfrage. das ist ein freier markt und da kann jeder seine preise machen wie er will. ich bin dann halt so frei zu sagen dass ich nicht kaufe. solange es keine abhängigkeiten schafft muss ich das als wohl in ordnung ansehen.
    aber ich ziehe halt auch meine lehre daraus, dass die gefühlte zusammengehörigkeit als meerwasseraquarianer, hier und in anderen foren, ihre grenzen spätestens am geldbeutel hat. das lässt mich die beiträge und wertungen diverser händler künftig als das ansehen was sie primär sind: wertungen und beiträge von händlern!

    dennoch, zu guter letzt, denke ich dass bei fischen die preise zu niedrig angesetzt waren. bitte jetzt keinen aufschrei, aber wir haben alle schon die dollsten sachen und hypes erlebt.
    unseren pfleglingen zuliebe sollte sich das im preis durchaus wiederspiegeln. was teuer ist, wir auch eher wert geschätzt. und wenn ich länger drüber nachdenke, sollte das auch für nachzuchten gelten. wie oft wird drüber nachgedacht, ob ein fisch für 500 nicht auch in 400 geht? und wenn da, dann vielleicht nicht auch in 300? und diese thematik kommt praktisch fast nur in größen unter 250 liter auf...
    das zusammengenommen und beachtet, schränkt vielleicht auch endlich mal den "fischverbrauch" ein und entzieht den aktivisten eine weitere diskussionsgrundlage.

    ich werf jetzt mal provokativ in die runde: wenn der preis dazu führen würde, dass dieser fisch nicht mehr in becken unter 500 liter gehalten wird, fände ich es eigentlich ok. :zwinck:

    ungeachtet dessen finde ich ein exportverbot nicht gut, auch wenn ich es nachvollziehen kann.
    allerdings finde ich, dass zunächst konsequenter gegen die illegalen entnahmen vorgegangen werden muss. besonders die amerikaner sind da eigentlich sehr streng in sachen wilderei.
    in den zitierten artikeln gehen die verstöße auch pro fisch, nicht wie bei uns um den gesamten vorgang. da kann der amerikaner an sich sehr penibel sein :grinning_squinting_face:

    die diskussion bezgl. der fischerei geht meiner meinung nach am eigentlichen thema vorbei...
    womit wurde der exportstop (oder gar fangverbot?) begründet? auf die schnelle habe ich mal sowohl für den hawaii-doc als auch für den zanclus nicht gefunden, dass der in irgendeiner weise bedroht wäre. zumindes laut roter liste.

    hallo robert,

    würde sagen nur geringfügige. kommt auch drauf an, was du an refernzwerten annimmst...
    wenn ich für ca 425 und mg 1250 annehme... da würde ich mir noch keinen kopf machen.
    würde verstärktes kalkrotalgenwachstum erwarten. mehr nicht.


    ABER wieso fragst du?

    ja, ich habe das auch schon mal mit 0,001 dichteschritten pro tag erhöht. das hat mein becken auch problemlos weggesteckt. mehr würde ich aber nicht machen.
    mit 0,5ppm liegst du ja unter 0,0005. beobachte deine tiere dabei, wenn du per tröpfchenmethode zufürst. das sollte überhaupt kein problem sein.

    schon mikroskopiert?