Beiträge von mba.fish

    Hallo zusammen

    Wir haben zuviel CO2 drin im Wasser nach der Vollentsalzung. Wir haben ein Gefäss voll dieses Wassers mit einer Luftpumpe belüftet und siehe da, innert kurzer Zeit ist der PH erheblich gestiegen. Der PH ist bereits nach dem Kationentauscher so niedrig (4.5). Jetzt haben wir mehrmals gelesen, dass der Anionentauscher, bzw. dessen Harz ca. das 1.3 Fache an Harz haben muss, gegenüber dem Kationen, um das CO2 zu entfernen. Stimmt das? Zudem haben wir optisch bereits weniger Anionenharz drin als beim Kationen. Beides sind 10lt. Säulen.

    Habt Ihr da Erfahrungen?

    Gruss und besten Dank für Eure Hilfe!
    Marcel

    Hallo Rainer

    Vorerst vielen Dank für die Hinweise. Die Gralla-Seite habe ich nach hinten und vorne studiert, das bereits schon vor dem Kauf. Der Kationen wie der Anionentauscher sind korrekt angeschlossen. Zuerst der Kationen (angeschlossen am Leitungswasser) und dahinter geschaltet der Anionentauscher.

    Bezüglich "das richtige drin haben": Das haben wir bereits mit Gralla mehrmals am Telefon geklärt und erfragt und somit muss das richtige drin sein, ansonsten frag ich mich, warum wir Profis haben. Ich habe nachträglich nachgefragt welche Typen und von welchem Hersteller die Harze sind, habe leider bis heute keine Antwort.

    Erschöpfung: Wir haben einen Kationentauscher mit Farbindikator und erhalten somit in optischer Form den Erschöpfungsgrad. Wir warten aber nicht ab bis er bis nach unten rot eingefärbt ist, sondern regenerieren ihn, wenn er 2 Drittel erschöpft ist. Der Anionen regenerieren wir immer wenn der Kationen dran ist.

    Leitwertmesser:
    Welches würdest Du mir empfehlen? Kennst Du diesen Hersteller? Welches (Profiline od. Multiparameter).

    Gruss, Marcel

    Hallo Armin, hallo Rainer

    Ich habe zu Hause nochmals ein bissle genauer geschaut und folgendes (Quelle AquaCare) gefunden:

    Bei Vollentsalzungsanlagen darf der Leitwert des Reinwasser nicht über 1 bis 5 µS (stark sauerer, stark basischer Typ) bzw. nicht über 10 bis 100 µS/cm (schwach saurer, schwach basischer Typ) ansteigen. Ist dies der Fall, müssen die Austauscherharze regeneriert werden.

    Auf der Seite von Gralla werden nur stark saure Kationentauscher verkauft - es gibt dort keinen anderen, geschweige wird auf stark und schwach gar nicht eingegangen. Also haben wir die Kombination stark sauer und stark basisch im Einsatz.

    Auf der Gralla-Seite steht folgendes zum Einsatz zum stark sauren Kationentauscher (stark sauer):

    Dieser Kationentauscher wird als erste Säule bei der Vollentsalzung benoetigt. Desweiteren kann der Kationenaustauscher zum Absenken des pH-Wertes aus dem Leitungswasser und Aquariumwasser eingestzt werden.Bei einem Einsatz direkt am Aquarium sollte der Kationenaustauscher nur mit einem elektronischen pH-Wert Regler eingesetzt werden, da das auslaufende Wasser stark Sauer ist. pH-Wert = 3 Weiterhin sollte beachtet werden das eine Aquariumwasser mit einer Karbonathärte unter KH 3 sich sehr Instabil verhält und es zu ein pH-sturz im Aquarium kommen kann.Der Karionenaustauscher entfernt alle positiv geladene Ionen ( Kationen,Karbonathärte ), wie z.B. Kalzium, Natrium,Magnesium und ersetzt diese durch H-Ionen. Die Gesamthärte des Wassers nimmt um den Anteil der Kationen (Karbonathärte) ab und der pH-Wert des Wassers beträgt ca 3.

    Habe wir nun ein falschen Kationentauscher gekauft, das wäre ja noch schöner....!! :loudly_crying_face:

    Hoffe Ihr könnt mir darauf eine Anntwort geben.
    Gruss, Marcel

    ....ups, vergessen zu erwähnen......

    Der Salzgehalt messen wir nur in Salinität (PSU) und mit einem Refraktometer. Wir stellen die Salinität im WW auf 34.8‰ ein und im Becken herrscht derselbe Wert.

    Gruss, Marcel

    Hallo Rainer

    Der Leitwert des entsalztem Wassers messen wir nicht - sollten wir das denn?

    Der Mangel an Effektivität könnte sein, aber ist die Chance gross bei zwei untersch. eingesetzten und "neuen" Harzen, die jeweils nicht älter sind als ein Jahr und korrekt regeneriert werden?

    Wir messen den PH mit Elektrode (IKS und wird jeden Monat 2mal neu kalibriert) und Tropfen. Eichlösungen verwenden wir auch zwei versch. und werden konseqent alle 6Mt. durch frische ersetzt.

    Salz verwenden wir TM Pro Reef und dasjenige von Silbermann (mit dKH 8). Der PH von frisch angesetzem Wasser ist etwas über 6.x (x = is mir nicht gerade present) und im Becken ist der PH, wie bereits erwähnt, zwischen 7.4/5 (morgens) bis 7.9 (abends).

    Gruss, Marcel

    Hallo Rainer

    Danke für die Info. Aber das weiss ich ja alles bereits, bzw. was willst Du mir damit sagen? Eigentlich will ich nur herausfinden, warum unser PH beim entsalztem Wasser (auch nach 24St. Belüftung immer noch weit unter 7!) so tief ist.

    Gruss, Marcel

    Hallo Armin

    Besten dank für die Antwort. Jetzt bin ich absolut verwirrt und ich weiss nicht mehr welchem Chemiker ich glauben soll. :loudly_crying_face: Denn meine Aussage bezüglich Effizienz kam von einem Chemiker!!!

    Wir betreiben die Säulen korrekt (Kationen am Leitungshahn und hinter dem Kationen der Anionentauscher). Wir haben diese Säulen von Gralla Aquarientechnik und hatte bereits mit Hr. Gralla disbezüglich ein Telefon. Er meinte wir haben etwas im Leitungswasser, welches unser PH-Wert herunterdrückt. Ich habe danach mit unserem Wasserwerk Kontakt aufgenommen und ihm diese Aussage mitgeteilt. Die Antwort war, dass nichts im Leitungswasser ist, welches den PH so stark drücken könnte. Wir beziehen unser Leitungswasser ist im Übrigen zu 45% aus dem See dieses Wasser wird filtriert und mit Ozon entkeimt. Darauf hin habe ich erneut mit Hr. Gralla gesprochen und hat mir darauf ein Hart eines anderen Hersteller gesendet - leider blieb der Effekt derselbe! Weil das schwach basisches Harz einen ähnlichen PH-Wert ergeben soll, wie das bei uns aktuell der Fall ist, haben wir uns auch schon gefragt, ob wir zweimal ein schwaches erhalten haben. Regeniert wird mit "akribischer" (bsp. bei Durchlaufzeit der Flüssigkeiten) Genauigkeit. Wir lassen die Lösungen (Natronlauge und Salzsäure) für die Regeneration im Weiteren von unserem Apotheker herstellen, also sollte dort auch nichts schief laufen.

    Ich muss ehrlich sagen, wir wissen nicht mehr was wir dagegen machen könnten?! Eine Massnahme haben wir allerdings getroffen: Wir erhöhen das vollentsalzte Wasser nun mit Natriumcarbonat auf ca. 7.6-8 an. Muss ich das überhaupt tun, oder hat dies ggf. sogar nachteilige Wirkungen, bsp. im Zusammenhang mit Balling? Wir bereiten so (Zugabe Natriumcarbonat reinst) aktuell das Verdungstungswasser und WW auf. Oder ist diese Massnahme nichtig weil wir ja ein Buffer (KH von 7.2) im Becken haben?

    Sichtbaren Stress konnten wir bis anhin keine entdecken.

    Gruss und Danke für Deine Ausführungen!
    Marcel

    Hallo Micha

    Die werden bestimmt rangehen, denn ohne Glasrosen können sie nicht existieren/überleben.

    Viel Erfolg!
    Gruss, Marcel

    PS: Bei uns sind es aktuell nur noch wenige Glasrosen - die Schnecken haben auch langsam und "unsichtbar" (sie sind nachts sehr fleissig, aber auch schwer auffindbar), aber schlussendlich sehr gute Arbeit geleistet.

    Hallo zusammen

    Wir kämpfen seit Beginn unseres Beckens ebenfalls mit einem PH-Wert, in einem Bereich wie Roli ihn hat. Anfänglich hatten wir einen Kalkreaktor und haben ihn nach ca. 2Mt. Laufzeit abgestellt, weil wir auf Balling umgestiegen sind. Unsere Oberflächenströmung ist immer schon stark gewesen und der Ablaufschacht hat zus. einen niederen Wasserstand, um den Gasaustausch zus. zu fördern. Der Abschäumer steht im Unterschrank und die Türen des Unterschranks sind stets offen, wie auch mindestens ein Fenster im Wohnzimmer. Zus. gibt es abends eine Komplettdurchlüftung in allen Wohnräumen. Das WW wird mit einem 2-Säulen Vollentsalzer (Katiionen und stark basischer Anionentauscher) aufbereitet. Trotzdem steigt der Wert bei uns nicht. Seit kurzer Zeit geben wir dem Osmosewasser, welches wir zum Ausgleich der Verdunstung bereitstellen, Natriumcarbonat (reinst) hinzu und heben jeweils dabei den PH von ca. 4.5 auf ca. 7.6 an. Was wir dabei bemerkt haben ist, dass er nicht mehr die grosse Schwankung von ca. 0.5 aufweist, sondern nur noch 0.3. Konkret fällt er nun nicht mehr so stark ab, aber der oberere Bereich bleibt derselbe.

    Wir werden dabei ehrlich gesagt auch nicht schlau was noch sein könnte. Vielleicht liegt es auch am Verhältnis zwischen Sauerstoffproduzenten (Korallen) und Verbraucher (Fische)? Oder kann es sein, dass mittels einem Vollentsalzer frisch angesetztes Wasser (zum Ausgleich der Verdunstung), welches ja einen sehr niedrigen PH-Wert (das ist ja Zeichen das der Entsalzer effizient und gut funktioniert) hat, den PH-Wert im Becken herunterzieht?

    Welchen Einfluss hat eigentlich einen niederen PH-Wert (ca. 7.4-7.9) auf die niederen Tiere? Gibt es hierzu Erkenntnisse zu Wachstum, Farbe etc?

    Gruss, Marcel

    Hallo Micha

    Ich kann Dir sehr gut nachfühlen wie das ist, wenn man plötzlich nichts Anderes sieht als Glasrosen. Unser Becken lief lange sehr gut ohne eine (sichtbare) Glasrose zu haben und schwupp, mit einem Riffumbau, schossen die Dinger wie Pilze zu den Steinen heraus und konnten die Plage mit keiner Methode mehr aufhalten. Glaube mir, wir haben alles versucht, jedes Mittelchen, jeden Fisch (Chelmon, Feilenfisch, Kleinii), Garnele (angeblich Wurdemanni's, aber es waren Bogessi's, die meist als Wurdemannis verkauft werden!!) , einfach alles. Die genannten Feinde/Mittelchen mögen helfen bei wenig Glasrosen. Aber wenn Du zählst und in der Mitte des Beckens bei 500 (sichtbaren!!) bist, dann hörst Du auf zu zählen und da kommt bsp. keine Truppe von Wurdemannis mehr klar, schon garn nicht wenn Du normal die Fische fütterst und die immer einen Happen abkriegen. Der beste - und meiner Meinung nach einizge und sicherste Ansatz - ist die bereits erwähnte Schnecke Aeolidiella stephanieae. Natürlich geht hier nichts mit 8 Stk. in diesem Becken und solltest Du noch Lippfische drin haben, dann gehts nicht lange bis sie weg sind. Wie bereits erwähnt wurde, ist die Zucht sehr einfach. Wir haben damals 6 Muttertiere gekauft, zwei kleine 10lt. Becken, sechs kleine Tupperware-Behältnisse (aus Glas) für die Laiche. Sonst haben wir nichts, nicht mal ne Luftpumpe zusätzlich eingesetzt. Der Aufwand ist schwindend klein - wir wechseln wöchentlich 50% Wasser bei den Laichbecken und 1/3 beim Mutter und Teenie-Becken. Die grösste Sorge ist das permanente Vorhandensein von Futter, also Glasrosen. Zwischenzeitlich haben wir auch das gut im Griff - das bleibt aber ein Geheminis wie wir das tun :winking_face:

    Wichtig ist auch, dass Du die Muttertiere auch mal wieder (so ca. nach 2 Mt.) mit frischen/selbst nachgezüchteten Jungtieren ersetzt.

    Wir machen das jetzt ca. 1 Jahr und haben bisher ca. 3500 Tiere gezüchtet - wenn man sieht was der Handel dafür haben möchte, dann finde ich es einfach ne Unverschämtheit. Man müsste in den meisten Fällen ein Vermögen hinlegen, obschon es einfach und kostengünstig selbst geht?

    Viel Erfolg in Deinem "Kampf" gegen die Glasrosen, egal mit welcher Methode Du dahinter gehst. Ach ja, ich persönlich finde, dass das Ersetzen von Steinen auch i.O ist, solange Du nicht zu viele auf einmal, oder nur wenige ersetzt und immer wieder ne Pause einlegst, bis nächste ersetzt werden. Ansonsten könnten nähmlich andere (auch grössere) Probleme auftauchen, die ebenfalls wieder ne längere Durststrecke bedeuten könnten.

    Gruss, Marcel

    Hoi Hans-Werner

    Besten Dank für die Informationen! Wie würdest Du ein Becken mit 180cm Länge mit der SunaLed (Model 1170 bei Mrutzek) ausstatten? Eine einzelne Leuchte ist ja über ein Meter lang und frage mich, wie diese Länge zu Stande kam. Ist diese nur für kleinere Becken angedacht, oder gibt es die SunaLED Leuchten auch in längerer, bzw. kürzerer Ausführung?

    Die Sperrschichttemperatur finde ich persönlich zu hoch, vor allem bei 20 Grad Zimmertemperatur, die meist, vor allem in den den Sommermonaten, überschritten werden. Weil die LED nicht mit einem Material zur Wärmeabführung verbunden ist, denke ich nicht, dass die angegebene Temp. gehalten werden kann und schlussendlich die Lebensdauer (und Versch. des Spektrums) stark beeinträchtigen kann. Was sagen Eure Tests dazu? Konntet Ihr ein Überschreiten von ca. 85 Grad bei höheren Temp. halten?

    Gruss und nochmals herzlichen Dank für die ausführliche Antwort!!
    Marcel

    Hallo Hans-Werner

    Ich habe mir das Video (von der Interzoo 2010) der neuen SunaLED angesehen, interessiere mich dafür und habe folgende Fragen an Dich:

    1) Ist denn die Platte (sieht nach Lochprofil aus?), welche die Wärmeabführung sichstellt, mit den LED-Modulen verbunden?

    2) Wie hoch wird bei Euch die Chip-Temperatur, bzw. die Sperrschichttemperatur?

    3) Mit wie vielen Ampere wird eine LED betrieben? Sind es 700mA oder 1A?

    4) Wie hoch war das Schaubecken an der Interzoo? Das scheint weniger als 60cm gewesen zu sein?

    Gruss, Marcel