Zitat
Original von Jannes Freiberg
Zur Bewegung: Die Bewegung ist Schwachsinn, sorry. Was du beobachtest, ist die zufällige Bewegung, die durch die ruckartige Bewegung des Wurmes entsteht, der sich vor Schreck einzieht- dass die Röhre sich dabei mitbewegt, ist weder gewollt noch in der Natur ebenso, da die Würmer, wie auch Klaus schon sagte, sobald sie vom pelagischen zum sessilen Stadium übergehen, sich irgendwo festsetzen und dort ihre Röhre bauen- sind die Bedingungen ideal, wächst der Wurm und gedeiht, sind sie es nicht, geht er zugrunde. Die mobile Phase endet allerdings bei einer Größe von unter 1cm, und noch bevor der Wurm als solcher erkennbar wird; und eine Bewegung danach ist weder vorgesehen noch kommt sie freiwillig vor. Für den Wurm hätte es ja auch keinen Sinn, sich auf diese Weise zu bewegen, zumal er ja nur Hell/Dunkel wahrnehmen kann sowie Strömungsbewegungen, folglich also nicht mal den blassesten Schimmer hat, wohin er sich bewegt und das mit seinen Sinnesorganen auch nicht mal ertasten kann- auch wenn ich gerade eine interessante Vorstellung von Würmern, die lemminggleich von der Riffkante stürzen, habe... 
Dass Löcher in der Röhre ausgebessert werden und diese damit evtl. wieder am Stein befestigt werden kann, ist zwar richtig, aber auch vom Wurm nicht bewusst durchgeführt- der will nur innen eine glatte Oberfläche ohne Schäden haben.
Wenn das so ein Schwachsinn ist, erkläre mir bitte wie folgende Arten teilweise
0.5 - 1,0 m / Tag auf dem Sandboden zurückgelegt haben direkt nach dem Besatz:
Sabellastarte indica/magnifica
Protula bispiralis/magnifica
Myxicola spec.
Um es vorwegzunehmen die Tiere sind nicht durch Strömung oder grabende Tiere
transportiert worden, die Tiere haben sich, wie Du es beschrieben hast, durch Rückstoß
bewegt.
Ich konnte immer wieder beobachten wie all' diese Arten sich von Plätzen wegbewegten,
die anscheinend nicht favorisiert waren und diese Bewegung habe ich selbst verfolgt,
die Kalkröhrenwürmer bewegen sich ab einer länge von 10 cm immer noch und buddeln
sich teilweise in den Boden ein wie eine Pfahlramme.
Mag sein das ihr das nicht so beobachtet habt, aber ich kann euch nur meine Beobachtungen schildern,
was ich bestätigen kann, wenn sie sich angehaftet haben, dann blieben die Tiere auch sessil.
Ob der Wurm eine gerichtete Bewgung beabsichtigt, glaube ich auch nicht, aber sein hell/dunkel
Empfinden hilft ihm schon zu unterscheiden, ob er freiliegt oder irgendwo im Sand oder Gestein.
MfG Philipp