Wenn ich Probleme habe, die auf eine genauere Untersuchung hinauslaufen, dann mache ich auch öfter ICPs. Dabei ist mir dann das Zeitintervall völlig egal. Ansonsten frage ich mein Becken. Das hat meistens Recht.
Hier jetzt die Ironie: ich wünschte mir nur, dass die DHL zuverlässiger die Proben transportieren würde, denn häufig sind diese Lieferzeiten deutlich länger als die Analysezeiten. Was nützt mit die exakte Analyse der Wasserwerte, wenn die Analyse erst über eine Woche nach der Absendung eintrifft. Da platzt mir wirklich manchmal die Hutschnur und die Versuchung kommt hoch, selber Kurier zu spielen, sind ja nur 400km...
Das ist mir auch schon passiert. Seitdem benutze ich nach freundlichem Hinweis von ATI beim Versand die PRIO-Version. Da kann man sehen, wann der Umschlag oder das Päckchen bei der Firma eingegangen ist. Außerdem bin in der komfortablen Lage, dass ich keine 50 km zu Faunamarin habe. ICPs ins Ausland zu verschicken, dauert mir einfach zu lange und ist auch etwas teurer, sonst hätte ich schon öfter mal mit Oceamo-ICP gearbeitet. Wir befinden uns in D mit Ausnahme des Meeres in der aquaristischen Komfortzone.
Vielleicht noch eine Bemerkung zu den Kosten. Klar, unser Hobby kann recht teuer werden. Das liegt aber auch mit am Anwender/Kunden. Qualifizierte, produktbezogene Beratung kostet nun mal Geld und kann bestimmt nicht immer durch den Verkauf allein abgedeckt werden.
Man darf trotz aller Kritik auch nicht die Fortschritte, die wir in den letzten 30 Jahren gemacht haben, vergessen. Deutsche Hersteller sind qualitativ immer noch mit führend auf dem Weltmakt und sehr gefragt. Auch die Beratung und die Publikationen, wenn sie denn nicht rein vordergründig Werbung sind, sind oft sehr aufschlussreich und zum großen Teil auch mit fachlichem Hintergrund.
Ich muss aber nicht nach jedem Stöckchen springen.
