Beiträge von Linda

    Linda So schnell gebe ich nicht auf, Ich habe noch ein Sportpferd um das kümmere ich mich auch jeden Tag


    Hallo Laurens,

    ich find's auch gut, dass du nicht aufgeben möchtest und inzwischen Unterstützung vor Ort gefunden hast. Das ist doch was Anderes als Ferndiagnosen im Forum.

    Ob Neustart oder Sanierung ist auch Geschmackssache. Letztere erhöht mitunter den Erfahrungsschatz, wenn man sieht, wie das Aquarium wieder ins Lot kommt.

    In jedem Fall gutes Gelingen wünscht dir
    Linda
    *die auch ein kleines Gestüt zu Hause hat =)*

    Hallo Martin,

    wenn's eine Gehäuseschnecke ist, hab ich noch einen Tipp: Patella/Patelloida, Napfschnecke. Hab bei deinem zweiten Foto zuerst gedacht, dass da lappige Fortsätze zu sehen sind, es dürfte sich dabei aber um das überstehende Gehäuse handeln.

    Auf deinen Bildern kann ich leider nicht erkennen, ob die Fühler unter einem Gehäuse vorschauen.

    Für Gehäuseschnecken gibt's auch eine Website mit umfangreichem Material: http://www.gastropods.com

    Liebe Grüße
    Linda

    Hallo Martin,

    das MWL ist eine prima Einrichtung, aber was Wirbellose betrifft kann's eigentlich nur ein Ansatz bleiben. Eine wesentlich umfangreichere Aufstellung hat das Seaslugforum (die Suche dort ist aber ohne Hinweis auf die Gattung sehr mühsam), zahlreiche Bilder findet man auf Teresa Zubis Seite.

    Viel Spaß beim Suchen wünscht dir
    Linda

    PS: Ohne begründeten Verdacht würd ich das Tier auf jeden Fall im Aquarium lassen und hoffen, dass es zumindest eine Zeit lang das Becken bereichert. Nacktschnecken sind ja in der Regel Nahrungsspezialisten und haben selbst bei geeigneter Futterversorgung nur eine kurze Lebensspanne von ein paar Monaten.

    Hi!

    Dass das ein Leoparden-Strudelwurm ist kann ich nicht glauben.

    Ich seh net gut, aber 2 Fühler glaub ich zu erkennen. Also eher eine Schnecke, wobei mein erster Gedanke - Käferschnecke - nicht zutreffen dürfte.

    Ergiebigeres kann ich leider nicht liefern, da hilft nur suchen. Bei Nacktschnecken sicher eine mühevolle Angelegenheit.

    Martin: Hast du einen begründeten Verdacht, dass das Tier schon 'etwas angestellt' hat?

    Liebe Grüße
    Linda

    Edit: Da war die Antwort schneller als die Frage :smiling_face:

    Hallo Laurens,

    ich kann mir gut vorstellen, das dir das Aquarium in diesem Zustand keine Freude macht.

    Aber ich würd auch gern wissen, was du seit deinem letzten Post am 04.12. an Änderungen vorgenommen hast. Matthias hat dir gleich am Samstag geantwortet und u.a. nach den Wasserwerten gefragt. Ich bin zwar, was die Strömung angeht, anderer Meinung als er und überzeugt, dass die sehr wohl eine Rolle spielt (sie erscheint mir nach wie vor nicht günstig), aber was die Kenntnis aktueller Wasserwerte angeht sind wir uns einig.

    Meist rate ich dazu, Probleme auszusitzen, aber bei einer derart ungünstigen Entwicklung halte ich eine intensive Beschäftigung mit dem Aquarium für notwendig.

    Wenn dir dafür die Zeit fehlt (was ich auch wieder verstehe) ist es wahrscheinlich doch besser, die noch lebenden Bewohner abzugeben und mit der Meerwasseraquaristik zu warten, bis Zeit und Verständnis für die Zusammenhänge im erforderlichen Maß gegeben sind.

    Liebe Grüße
    Linda

    Hallo!

    Besitzen nicht alle Algen irgendeinen Farbstoff für die Photosynthese?

    Wie sieht's aus mit Hydroiden? Da gibt es ja zahlreiche unterschiedliche Formen, und die Polypenkolonien sind auf dem Substrat festgewachsen. Allerdings kann ich auf dem Bild keine Tentakel erkennen.

    Ich bin gespannt auf die Identifizierung.

    Liebe Grüße
    Linda

    Hallo Peter,

    ich schließ mich Ingrid an. Ob Cyano- oder andere, für Bakterien halt ich die Bauscherl in jedem Fall.

    Ähnliches find ich normalerweise bei frisch eingesetztem Holz im Brackwasser. Da essen das die Turmdeckel- und die Rennschnecken mit Begeisterung. Im Salzwasser hatte ich's zwar noch nie, denk aber, dass ebenfalls Aufwuchs essende Schnecken als Abnehmer infrage kommen. Solche Bewohner hab ich auf den Fotos nicht gesehen.

    Schlimm scheint sich der Belag ja nicht auszuwirken (außer vielleicht auf's kritische Aquarianerauge :)). Die Korallen sind nicht betroffen, oder?

    Liebe Grüße
    Linda

    Hallo Torsten und Wolfgang,

    soviel ich weiß besitzen Wasserpflanzen grundsätzlich die Fähigkeit, ihren Kohlenstoffbedarf aus Hydrogencarbonat zu decken, wenn das im Wasser gelöste CO2 nicht ausreicht. Die biogene Entkalkung benötigt zwar mehr Energie, aber wenn ansonsten ausreichend Nährstoffe zur Verfügung stehen, ist das immer noch besser als wenn der Stoffwechsel zum Erliegen kommt, weil Kohlenstoff fehlt.

    Im Süßwasser ist dieser Prozess mitunter gefährlich wegen des damit verbundenen Anstiegs der pH-Wertes. Das Risiko ist im Seewasser nach meinem Verständnis geringer (da kann ich aber natürlich auch irren).

    Jedenfalls glaub ich nach wie vor nicht an Kohlenstoffmangel als limitiernden Faktor bei Seegras :smiling_face: Aber es ist ja fein, dass es hier doch mehr Leute gibt, die dem Geheimnis der erfolgreichen Seegraspflege auf die Spur kommen möchten. Und was mich selber angeht freut's mich besonders, dass ich jetzt 3 Aquarien mit Seegras gleichzeitig zum Vergleich hab.

    Übrigens: Ich hab heut einen kurzen (und wie üblich schlechten :face_with_rolling_eyes: ) Videoclip angefertigt vom Seegras im Schlammspringerbecken. Zu sehen auf Youtube.

    Liebe Grüße
    Linda

    PS: Ab Beitrag #21 in diesem Thread hier ist die letzte Diskussion zum Thema CO2 und Nährstoffe zu finden. Ich hab damals geschrieben, dass ein paar Monate nach der damaligen Seegraspflanzung NO3 und PO4 hoch waren bzw. zu einander in einem Missverhältnis standen und das auf einen CO2-Mangel zurückgeführt, der aber schlussendlich nicht realistisch erschienen ist anhand der Relation pH zu KH. Da bin ich jetzt gespannt auf Ostern =)

    Alternativ wäre noch eine Co2 Düngung spannend, aber nur in einem Becken ohne nachweisbare Nährstoffe.


    Hallo Wolfgang,

    fein, dass du wieder einmal Zeit gefunden hast, hier reinzuschauen!

    Das Zitat versteh ich aber nicht ganz. Ja, wenn die Nährstoffe vom wuchernden Seegras restlos aufgebraucht wurden und deshalb nicht nachweisbar sind, ok. Dann muss aber auch Kohlenstoff in ausreichendem Maß vorhanden gewesen sein. So hat's zumindest sinngemäß der Justus Liebig in seinem Minimumgesetz formuliert.

    Ich hab ja selber - angesichts kümmernder Seegraspflanzen - schon einmal über CO2-Düngung nachgedacht. Die Diskussion darüber ist ein paar Seiten weiter vorne. Mit Hilfe von Armin Glasers schlauem Buch über Meerwasserchemie hat sich aber herausgestellt, dass ein CO2-Mangel offenbar nicht besteht. Vom Gefühl her glaub ich auch nicht, dass es in einem 'normalen' Aquarium dazu kommen kann, weil durch den Gasaustausch über die Oberfläche ein wirkliches Defizit schnell ausgeglichen würde.

    Deshalb glaub ich, dass meist mangelnde Bodennährstoffe limitierend auf das Seegraswachstum wirken. Allerdings möcht ich erst gern mal so weit sein wir ihr mit eurer Wiese =)

    Liebe Grüße
    Linda

    PS:

    Zitat

    Leider haben wir es auch nicht geschafft weiterführende Versuche mit Düngung zu machen, bzw erst von der letzten Lieferung welches mit TM Material eingesetzt. Da fehlen aber noch die sichtbaren Erfolge, wobei ich auch zuerst wie bei Korallen mit einer Eingewöhnungszeit rechne.

    Das kann durchaus sein. Und es mag auch eine Rolle spielen, dass das Gras länger als meines ohne Substrat war. Da wird's schon ein bisslö mehr Zeit brauchen für die Regeneration.

    Deine Schnecke auf dem Bild hat einen sehr schönen hellen Bauch.
    Also ist er wohl eine Weißbauchschnecke.


    Hallo Community,

    das Foto im Anhang hab ich grad geknipst. Es ist die ältere Weißbauchschnecke ;), die ich erstmals am 19.11. gesehen habe. Da war sie ungefähr so groß wie das Kleinchen von gestern. Inzwischen misst sie gut zweieinhalb Zentimeter.

    Ich bin ziemlich sicher, dass nur eine einzige adulte Phyllaplysia in diesem Aquarium wohnt, und geh deshalb davon aus, dass der Zwerg aus einem Gelege der Großen stammt und die Befruchtung vor dem Einzug bei mir stattgefunden hat, oder er ist als Larve mitgekommen und hat sich erst vor kurzem umgewandelt. Möglich (für mich aber eher unwahrscheinlich) ist auch, dass Phyllaplysia voll entwickelte Jungtiere zur Welt bringt. Leider habe ich im Web nichts über die Vermehrung der grünen Seehasen gefunden, ja nicht einmal die Art bestimmen können. Lediglich bei Wiki gibt's eine Seite über Breitfußschnecken.

    Egal: Spannend ist es allemal, und weil die Tiere wie alle Hinterkiemer Zwitter sind, gibt's eine gute Chance, dass das Zwergerl jetzt nicht das letzte Jungtier bleiben wird in Lindas Seegraswiese.

    Auf den Kaviarersatz vom Roggen des Grünen Seehasen zu Silvester 2016 freut sich schon jetzt
    Linda

    Fast alle öffentliche Schauaquarien verzweifeln an der Haltung von Seegras.


    Hallo Torsten,

    ich kenn das von einem großen Schauaquarium hier in Wien, mit dessen Leiter der Meerwasserabteilung mich das Interesse an Röhrenmäulern und Seegräsern verbindet. Verzweifeln ist nicht der richtige Ausdruck, aber eine gewisse Enttäuschung glaub ich schon zu erkennen, wenn die Gräser nach anfänglich gutem Wachstum im Lauf der Zeit immer mehr kümmern und schließlich absterben.

    Am Licht - LED oder T5 - scheint es nicht zu liegen, vermutlich ist auch die Art der Strömung als solche sekundär, solange sie dafür sorgt, dass Sedimentablagerungen und folglich der Algenaufwuchs an den Blättern im Rahmen bleiben. Die Blattfolge ist eh rasant, aber bis jetzt werden mehr neue Blätter gebildet als alte absterben.

    Im Gegensatz zu früheren Versuchen, Seegras zu halten, schau ich jetzt auf einen höheren Nährstoffeintrag durch entsprechende Fütterung der Bodenlebewesen. Das hab ich hier schon erwähnt, und bis jetzt scheint es sich zu bewähren. Die Schwierigkeit wird wahrscheinlich sein, die Balance auf Dauer zu erhalten, sprich: Die Nährstoffmenge auf die Dichte und das Wachstum der Gräser abzustimmen. Zuviel davon mögen Seegräser ganz allgemein nicht. Ich nehm an, die Nitrat- und Phosphatwerte in der Wiese vor deiner Haustür werden auch im nicht nachweisbaren Bereich liegen.

    Natürlich schau ich mir gelegentlich die Nährstoffwerte in den Seegrasaquarien an, allein schon, um die Futtermengen zu evaluieren. So hab ich kürzlich festgestellt, dass NO3 und PO4 in meiner 'neuen' Seegraswiese mit 5 zu 0,85 nicht optimal sind, und hab die Futtermenge deshalb etwas reduziert. In der 'alten' Seegraswiese waren zuletzt weder NO3 noch PO4 nachweisbar, da gibt es seither etwas mehr zu essen für das Kleinzeug. Ich bin gespannt, in welcher Weise sich das auf das Gräserwachstum auswirken wird.

    Zitat

    Ich verspreche mit steigenden Außentemperaturen - jetzt kriegt mich da keiner rein - ein Video nur über Seegraswiesen und Strömung zu machen und in Youtube hochzuladen.

    Das ist zwar ein Minderheitenprogramm, aber dafür dankt dir schon jetzt

    Linda :smiling_face:

    PS: Danke für das Bild vom Monterey-Aquarium. Ist schon beeindruckend (wenn die Kelpalgen echt sind :)).

    Freue mich mit Dir daß es bei Dir endlich grün wird.


    Hallo Reinhard,

    drück bitte auch die Daumen, dass es grün bleibt :smiling_face:

    Zitat

    In der Mitte des ersten Bildes sehe ich Deine Fototapete. :wink

    Na gut, ich werd versuchen, das Foto ein bissl nachzubearbeiten und noch einmal zu posten.

    Zitat

    Die Schnecken im zweiten Bild kann ich nicht erkennen.

    PS: Wie lange ist die Rennschnecke schon im Meerwasser?

    Die Schnecken auf dem 2. Bild sind nur mehr leere Häusln für die Einsiedler als die noch klein waren. 5 weitere Rennschnecken wohnen hier seit 3 oder 4 Jahren.

    Vittina coromandeliana ist erfahrungsgemäß (auch auf Dauer) gut zu halten bis etwa 25 psu, genauso wie die Melanoides tuberculatus. Ich hab sie jetzt aber nur mehr im Brack, von 10 psu im Cryptocorynenaquarium mit den Brachygobius bis zu den 17 psu im Mangrovenbecken. Die Pferdchenkoppeln sind schon seit einiger Zeit aufgesalzen auf 30-35 psu, und dort wohnen sowieso jede Menge verschiedene andere Schneckenarten.

    Liebe Grüße
    Linda

    Hallo Torsten,

    du machst mich neugierig. Wie darf ich deinen Beitrag verstehen?

    Und ja: Youtube freut sich über Korallenwelts Seegrasvideos :smiling_face:

    Btw: Hier sieht man auch die Bewegung der Gräser, aber die scheint mit der Strömung zusammenzuhängen, die ich mit der in meinen Seegrasbecken vergleichen möchte. Die im Schlammspringerbecken ist vor allem an der Stelle, wo die gezeigten Ausläufer wachsen, kräftiger.

    In dem oben verlinkten Video ist halt nicht zu sehen, wie's an der Wasseroberfläche aussieht.

    Ein anderes Video zeigt eine Seegraswiese, bei der deutlich Sedimentablagerungen an den Blättern zu erkennen sind. Dieses Biotop vor Hainan wird auch als 'relativ stark beschädigt' bezeichnet. Da ist kaum Strömung zu erkennen. Die Toleranz der Gräser was Ablagerungen auf den Blättern im Speziellen und Wasserverschmutzung im Allgemeinen angeht dürfte auch von Art zu Art verschieden sein.

    Bin neugierig auf deinen Videobeitrag auf Youtube :smiling_face:

    Liebe Grüße
    Linda

    Was als Aufgabe für die Zukunft bleibt ist die mehr oder weniger regelmäßige Entfernung von Feinsubstrat, das sich auf dem Boden ansammelt. Das ist etwas mühsam, wenn damit nicht auch gleich die darin lebenden Bewohner entsorgt werden sollen. In der Seegraswiese hab ich diese Übung kürzlich absolviert und bin mit dem Ergebnis recht zufrieden


    Hallo Seegrasfreunde,

    nichtsdestoweniger habe ich vor ein paar Tagen auch in der Seegraswiese einen Eheim 2213 Außenfilter mit Korallenbruch als Substrat installiert. Warum? Die in diesem Aquarium doch schwächere Strömung fördert Ablagerungen auf den Blättern, was dem Seegras - ich hab's schon mal erwähnt - augenscheinlich nicht zusagt. Offenbar mögen zumindest die Arten, die ich hab, eine etwas kräftigere laminare Wasserbewegung. Das beste Wachstum zeigen nämlich die paar Triebe, die ich versuchsweise ins brackige Schlammspringerbecken gesetzt habe! Dort herrscht - für die Hupfer nicht ganz artgerecht, aber von ihnen akzeptiert - eine recht flotte Strömung. Ähnlich ist es in der 'neuen' Seegraswiese.

    Die drei Seegras-Ausläufer in der Bildmitte des zweiten angehängten Fotos sind diese Woche erschienen.

    Eine früher einmal hier geäußerte Vermutung, dass der Korallenbruch im Filter zu erhöhter Alkalinität führt und die dem Seegras nicht gut tut, hat sich nicht bestätigt: In den Seegrasaquarien sind die Werte mit 9° dKH ident, im Schlammspringerbecken liegt der Wert bei 18° dKH.

    Dass die geringe Salinität von 17 psu im Mangrovenbecken überhaupt keine Beeinträchtigung darstellt hat mich schon ein wenig überrascht, selbst wenn Seegräser auch in der Natur in brackigen Lagunen vorkommen.

    Noch mehr überrascht hat mich aber die Entdeckung, die ich vor einer halben Stunde in der 'neuen' Seegraswiese gemacht hab. Das Überraschungsei seht ihr ziemlich genau in der Mitte des angehängten ersten Fotos.

    Ich bin ja generell schneckophil veranlagt, aber so gefreut hab ich mich noch selten über einen Schneck :smiling_face:

    Liebe Grüße
    Linda

    Und was man in dem Becken verbreitet, wenn man "reife" Kugeln zerdrückt, mag sich jeder selbst anschauen:

    http://meerwasserforum.com/index.php?pag…1222#post681222


    Hallo Ingrid,

    danke für den link. Diesen Thread hab ich nicht gekannt, muss ihn damals übersehen haben.

    Dass in den Kugeln reife Tochterzellen heranwachsen ist interessant, und natürlich werden die bei der Zerstörung der Mutterzelle freigesetzt. Für wesentlich halte ich in dem Zusammenhang, dass die nur zu einem kleinen Teil aufkommen, sobald entsprechende Fressfeinde im Becken sind.

    Ich hab derzeit 14 Aquarien, davon 13 mit Salzwasser, und davon wiederum in 4 gelegentlich Valonias. Zur Plage werden sie in keinem Becken. Vor Jahren hatte ich einmal ein Kugelalgenaquarium, das war das Gezeiten-Ausgleichsbecken für die Schlammspringer. Also hoher Nährstoffeintrag und gleichzeitig viel Sediment, weil in dem Aquarium Mangrovenwurzeln als Deko eingebracht waren und jede Menge Turmdeckelschnecken die Wurzeln abgenagt haben. Algenesser hatte ich dort keine.

    In den heutigen Aquarien leben zumindest zahlreiche Columbellas, die erwiesenermaßen Algenaufwuchs essen, in einem ein paar Turboschnecken, in zwei anderen je eine Mespilia globulus, in mehrteren Clibanarius tricolor. Also alles Arten, auf deren Speisezettel Jungalgen stehen. Ich vermute, dass sie der Grund sind, dass Valonia-Tochterzellen und allenfalls aus Sporen keimende Algen anderer Arten nicht aufkommen.

    Die große Diskussion in dem von dir verlinkten Thread dreht sich ja um Fuchsgesichter und andere Fische. Da kann ich nicht mitreden, weil meine Becken allesamt gemeinsam vom Volumen her für einen Siganus nicht groß genug sind =)

    Es liegt mir fern, ein einziges bestimmtes Aquarium als pars pro toto zu verwenden, aber genauso scheint dein 300 Liter-Becken eine spezielle Heimstätte für Kugelalgen zu sein.

    Wenn du schreibst

    Zitat

    Daran hat auch eine komplette Neueinrichtung vor einigen Jahren nur vorübergehend etwas geändert. Und ich bin vollkommen ratlos, was der Grund dafür sein könnte.

    , dann hast du mein Mitgefühl. Gleichzeitig sagt uns die Erfahrung, dass auch Radikalmaßnahmen nicht unbedingt von Erfolg gekrönt sein müssen.

    Auch wenn sich Matthias freut, dass die Valonias nach der Rosskur für immer im Algenhimmel waren, so ist das für mich kein Argument, in jedem Fall eine Rosskur anzuwenden.

    Das ist halt ein anderer Ansatz als ihn viele hier haben, aber ganz so schief lieg ich damit offenbar auch nicht.

    Liebe Grüße
    Linda

    Dann mal ne schöne Kugelalgenplage


    Also wenn trotz Absammelns der Kugelalgen eine veritable Plage entsteht, dann läuft was falsch in dem Aquarium.

    Die gedeihen bei mir am Besten an strömungsärmeren Stellen, wo sich Feinsubstrat ablagert. Wenn das beim WW abgesaugt wird geht auch der Großteil der Kugelalgen mit. Dabei schreib ich von vielleicht 4 von 5. Mehr sind's nicht geworden in den Jahren. Wo liegt das Problem?

    Was das Barbarische an der 'Reinigung' von Lebendgestein mit Bürste unter fließendem Süßwasser ist? Die Kollateralschäden sind groß, aber dennoch besteht die Chance, dass ein paar Sporen der unerwünschten Algen überleben.

    Das hat nix mit dem Verniedlichen zu tun.

    Gruß
    Linda

    PS: Die einzige Alge, die mich wirklich auf Trab hält, ist Caulerpa brachypus im kleinen Riffaquarium. Die hab ich in Erics Algengarten aber nicht gesehen.

    Hallo Eric,

    ich möcht dir auch von radikalen Maßnahmen abraten. Freu dich über den Artenreichtum an Algen, der auch ein Qualitätsmerkmal des Gesteins ist.

    Viele Algen sind unter Aquarienbedingungen ohnehin nicht als Dauergäste zu halten. Den Rest erledigen meist Einsiedler und Schnecken, in entsprechend großen Aquarien auch Fische.

    Wie Steffi konnte auch ich keine negativen Folgen feststellen, wenn ich beim Absammeln mal eine Kugelalge zerdrückt hab, und absammeln ist immer noch ein verträglicher Eingriff in das System.

    Den Stein rauszunehmen und unter fließendem Süßwasser abzubürsten erscheint mir hingegen barbarisch. Gut, dass das in deinem Fall eh net geht :smiling_face:

    Noch viel Freude mit deinem Algengarten - solang er noch einer ist - wünscht dir

    Linda

    Hallo Laurens,

    die Veränderungen sind wirklich nicht so toll, ich fühl mit dir :frowning_face:

    In dem Becken scheint halt schon länger etwas nicht zu stimmen, und mit dem Absterben der ersten Korallen hat sich das Problem verschärft.

    Hajo hat gemeint, dass Euphyllias keine harte Strömung mögen. Da ist die Verlagerung der Strömung an die Oberfläche sicher eine Verbesserung. Ich bin aber skeptisch, dass damit das Riffgestein an der Vorderseite ausreichend beströmt wird, um Feinsubstratablagerungen zu vermeiden. Außerdem werden wahrscheinlich Mulmdepots im strömungsarmen Bereich an der Rückwand entstehen, die du schwer absaugen wirst können, wenn sie zuviel werden.

    Du musst selbst erkennen, ob die Position der Strömungspumpe passt und das Becken möglichst gleichmäßig mit Strömung versorgt wird. Wie schon in einem früheren Post erwähnt ist das bei einem Cube nicht einfach zu erreichen. Ich möchte noch einmal darauf hinweisen, dass auch die Hinterströmung des Aufbaus in Bodennähe eine Option ist.

    Für gewöhnlich sagt man, dass in einem Biosystem nicht mehrere Änderungen gleichzeitig oder in rascher Abfolge vorgenommen werden sollen. Bei der Strömung seh ich das anders: Da muss man wirklich solange ausprobieren, bis es vom optischen Eindruck her günstig erscheint. Zu warten, bis die Bewohner reagieren, ist in diesem Fall nicht ratsam.

    Ich würde jetzt die sichtlich abgestorbenen Korallen aus dem Aquarium entfernen und Cyanobeläge mitsamt dem Feinsubstrat absaugen. Das durch einen Schwammfilter gereinigte Altwasser verwende ich wieder, aber natürlich kann man bei der Gelegenheit auch gleich einen Teil-Wasserwechsel vornehmen.

    Jetzt bin ich gespannt auf die Meinung der Anderen und hoff noch immer, dass du die Lage bald in den Griff kriegst.

    Liebe Grüße
    Linda

    Hallo Wolfgang, guten Morgen!

    Du gehst richtig aus. Nach meinem Verständnis ist es gut, wenn das abgestorbene Laub im Becken bleibt und von den zahlreichen Abbauorganismen verarbeitet werden kann. Nicht wenige von denen leben ja im Bodensubstrat und bringen mit ihren Ausscheidungen wieder Nährstoffe an die Pflanzenwurzeln. Dazu zähl ich vor allem die kleinen Nassarius-Schnecken, ferner auch die Borsten- und die Spaghettiwürmer.

    Soviel zum Kreislauf. Damit das Gras aber auch mehr wird füttere ich das Kleingetier zusätzlich mit Spirulina-Tabletten, Flockenfutter und Granulat, gelegentlich auch mit Frostfutter, das von der Fütterung in anderen Aquarien übrig bleibt. Dazu kommen die Ausscheidungen der Seegrasponies.

    In Summe führ ich derzeit also recht viele Nährstoffe zu. Meine Leidenschaft, die Wasserwerte zu testen, ist an sich enden wollend. Aber natürlich hab ich voriges Wochenende (also 3 Wochen nach Einzug des Seegrases und dem Beginn der erhöhten Nährstoffzufuhr) die Nährstoffwerte in der 'Seegraswiese' getestet: NO3 2 mg (Tropic Marin), PO4 n.n. (Hanna).

    Im anderen Becken, der Pferdekoppel 2013, hab ich die Werte gar nicht gecheckt, wie ich grad gesehen hab :face_with_rolling_eyes: Mach ich demnächst.

    Was als Aufgabe für die Zukunft bleibt ist die mehr oder weniger regelmäßige Entfernung von Feinsubstrat, das sich auf dem Boden ansammelt. Das ist etwas mühsam, wenn damit nicht auch gleich die darin lebenden Bewohner entsorgt werden sollen. In der Seegraswiese hab ich diese Übung kürzlich absolviert und bin mit dem Ergebnis recht zufrieden

    Liebe Grüße
    Linda

    Ich vermute, du wirst bald eine Seekuh einsetzen müssen...


    Hallo Wolfgang,

    na, vielleicht ist doch noch eine Überraschung in der Wundertüte :smiling_face:

    Aber die Dugongs essen ja net das Falllaub, sondern die frischen grünen Blattln. Das fiele dann unter die Rubrik unerwünschte Gäste, und es gäb Rinderbraten von der Seekuh bei der

    Linda :wink

    PS:

    Zitat

    Wie kommst du nur auf "Linda vom Ponyhof"?

    War so eine Eingebung :face_with_rolling_eyes:

    Hallo Seegrasfreunde,

    nachdem ich in den vergangenen Tagen ein paar mir zuvor unbekannte Lebensformen in einem eigenen Thread vorgestellt hatte und mittlererweile weiß, dass es sich um Foraminiferen, eine Kalkrotalge und einen Seehasen handelt, möcht ich in diesem Thread hier die weitere Entwicklung der beiden Seegrasaquarien dokumentieren.

    Einstweilen gibt's noch nicht allzuviel zu berichten, aber natürlich betrachte ich das Absterben alter Seegrasblätter mit Argwohn, auch wenn die Bildung neuer Blätter bisher in gleicher Menge erfolgt und obendrein auch Ausläufer gebildet werden.

    Zu diesem Thema hab ich auf der Seite der Smithonian Marine Station in Fort Pierce eine Info gefunden, die den gewaltigen Stoffumsatz von Seegrasbiotopen recht eindrucksvoll beschreibt: Pro acre und Jahr werden Blätter in der Gesamtmasse von mehr als zehn Tonnen produziert. Umgelegt auf meine beiden Aquarien mit einer Grundfläche von je 60x30 cm macht das, wenn ich richtig gerechnet habe, fast ein Kilogramm Blattmasse pro Jahr aus! Da hat das bodenlebende Kleingetier bestimmt genug zu essen, und auf diese Weise kommt hoffentlich auch wieder genügend Nahrung an die Seegraswurzeln. Das ist ein Punkt, dessen Bedeutung ich in der Vergangenheit unterschätzt habe. Oligotroph sind die Seegrasbiotope offensichtlich erst durch die Nährstoffaufnahme der Gräser.

    Liebe Grüße
    Linda

    Hallo Ina und Steffi,

    ich freu mich, dass das Thema 'Biotop Seegraswiese' in der Community doch bei mehr Leuten auf Interesse stößt als bei den üblichen Verdächtigen :winking_face:

    Dabei darf ich ja eh net vorlaut sein, denn meine bisherigen Haltungsversuche von Seegras waren ja keine großartigen Erfolgsgeschichten.

    Diesmal aber hab ich die Gräser direkt aus dem Transportkarton ausgepackt und gleich in den nächsten 2 Tagen gepflanzt.

    Die unerwarteten Schätze waren sicher eine Folge der vergleichsweise großen Menge von 18 Sackerln, die ich bekommen hab. Großartige Neuentdeckungen erwart ich jetzt keine mehr, es gilt die vorhandene Vielfalt zu erhalten.

    Natürlich werd ich weiter berichten, auch über die intergalaktischen Rüschenschnecken - speziell für Mr.Spock :smiling_face:

    Liebe Grüße
    Linda

    Hallo Wolfgang,

    wie sehr ich mich über die Wundertüte freue kann ich gottlob gut verbergen, gell? :smiling_face:


    Hallo Community,

    hab ich gestern noch geschrieben, dass ich das Seehaserl 'alle paar Tage' an der Rückwand finde, muss ich das jetzt korrigieren: Sowohl gestern als auch heute war es nachmittags dort zu sehen. Und es ist inzwischen hübsch gewachsen.

    Im Web hab ich mittlererweile eine ganze Menge Fotos dieser Art (oder zumindest sehr ähnlicher Arten) gefunden. Bei allen ist sie als Phyllaplysia sp. bzw. Seagrass Sea Hare bezeichnet, scheint also noch nicht näher bestimmt zu sein.

    Gestern wollte ich das Wanndl mit den Resten des originalen Seegrassubstrats entsorgen, weil es mir im Weg gestanden ist. Wer mich kennt weiß, dass ich es nicht über's Herz bring, solche Dinge, in denen noch Reste von Leben sein können, einfach ins Klo zu leeren. Und weil ich ja jetzt weiß, wie Foraminiferen aussehen, hab ich das Wanndl als regelrechte Forminiferenbrutstätte erkannt. Also hab ich den Inhalt des Wanndls nach behutsamer Ablösung der an den Wänden sitzenden Kalk-Amöben in das 12 Liter-Aquarium geleert, das im Bypass mit der Pferdekoppel läuft und bis vor kurzem als Ponyaufzuchtbecken gedient hat.

    Da sind neben den Foraminiferen noch jede Menge Würmer zum Vorschein gekommen und winzige Schnecken - einfach ein Traum.

    Anbei ein paar Bilder von heute.

    Liebe Grüße
    Linda

    so richtig schön auf Seegras hat sich die vermutliche Phyllaplysia leider noch nicht präsentiert.


    Hallo Community,

    'richtig schön' wird's mit meiner Digicam wohl nie werden, aber grad eben hab ich die Schnecke in vergleichsweise guter Position entdeckt und die beiden Fotos knipsen können.

    Das Verhalten dieser Art ähnelt dem der Elysias. Meist hält sie sich im Seegrasdickicht auf, wo sie wahrscheinlich ebenfalls Chloroplasten aus den Pflanzen aufnimmt. Dabei ist ihr Körper langgestreckt, wie eine Schnecke halt. Alle paar Tage find ich sie dann an der Rückwand des Aquariums bei der Siesta. Dann ist ihr Körper flach wie auf den Fotos ein paar Posts vorher.

    Ein sehr interessantes Wesen!

    Liebe Grüße
    Linda

    Hallo nochmals!

    Anders als die Pferdchenkoppel 2013, in der die Gräser büschelweise gesetzt wurden und anschließend Substrat aufgeschüttet wurde, sind die Veränderungen in der Seegraswiese 2014 erwartungsgemäß geringer ausgefallen. Dort habe ich die Rhizome ja behutsam einzeln eingepflanzt. Dadurch ist die Dichte zwar nicht vom Fleck weg so großartig gewesen, ich denk aber, dass die Ausläufer der Gräser dieses Manko bald beheben werden.

    Die Kleinlebewesen sind hier wie erwähnt schon seit langem sehr zahlreich vertreten und sorgen für einen ordentlichen Stoffumsatz. Das führt leider auch zu erhöhter Mulmbildung. Bei der geringsten Kleinigkeit wird das Feinsubstrat aufgewirbelt und setzt sich dann auf den Blättern der Gräser ab. Schnecken und andere Bewohner sind zwar ständig unterwegs und entfernen einen Teil wieder, aber grundsätzlich geh ich davon aus, dass Belag auf den Blättern dem Seegras wenig gefällt. Da muss ich mir was einfallen lassen, um den Bodengrund halbwegs von dem Feinsubstrat zu befreien ohne dabei gleich einen Gutteil der Bewohner ebenfalls zu eliminieren.

    Auch hier ein paar aktuelle Bilder von heute, und zum Vergleich eine Totalaufnahme von Anfang November.

    Liebe Grüße
    Linda

    Das zweite Becken, in dem vor kurzem Dinoflagellaten und Unmengen Glasrosen gewohnt haben, ist nach 'Behandlung' mit (der Reihe nach) Convolutriloba retrogemma, Chelidonura varians, Acreichthys tomentosus und Berghia stephanieae wieder seepferdchentauglich geworden. Dieses Aquarium hab ich ebenfalls mit Seegras bepflanzt. Fotos stell ich gelegentlich ein.


    Hallo Community,

    les voilà. Zum Vergleich mit dem Gesamtbild von heute eins vom 07.11.. Die Gräser haben sich in den 3 Wochen gut angewurzelt und bilden Ausläufer. Natürlich haben sie auch jede Menge alte Blätter verloren, aber das erscheint mir dem Lauf der Dinge zu entsprechen. Das Kleinzeug freut sich drüber, auch die substratgebundenen Copepoden.

    Zu erwarten war ferner, dass durch das Aufschütten des neuen Bodengrunds darunter liegendes organisches Material abstirbt und zersetzt wird, u.a. durch Schwefelbakterien, und sich in der Folge wieder Dinoflagellaten zeigen. Die sind seit ein paar Tagen sichtbar. Ich hoff halt, dass sie sich nach einer kurzen Zeit wieder in die Unsichtbarkeit verabschieden werden.

    In dem Gewirr aus frischem Grün und den alten Blättern ist eine Volkszählung der Ponies nicht mehr möglich. Ob's ihnen gut geht kann ich nur erkennen, wenn ich eins seh und von seinem Zustand auf den der anderen schließ.

    Mit dem Seegras hab ich Anfang November auch 2 Elysias bekommen. Endlich einmal Nacktschnecken nicht GEGEN etwas sondern FÜR! Für's Auge nämlich. Die hübschen Karfiolroserln saugen alle paar Tage ein bissl an Seegrasblättern, und wenn sie genügend Chloroplasten aufgenommen haben, verziehen sie sich in die oberen Regionen um sich zu sonnen.

    Andere mit dem Seegras eingewanderte - zunächst unbekannte - Bewohner hab ich in einem eigenen Thread vorgestellt. Ein bissl was davon ist schon identifiziert, hoffentlich bleiben die Foraminiferen und die Phyllaplysia-Nacktschnecke dem Biotop langfristig erhalten.

    Aktuelle Fotos vom anderen Becken folgen gleich im nächsten Post.

    Liebe Grüße
    Linda

    Hallo Community,

    so richtig schön auf Seegras hat sich die vermutliche Phyllaplysia leider noch nicht präsentiert.

    Dafür hab ich ein weiteres Rätsel gefunden. Alge? Hydroidenkolonie? Wolfgang und Sonjas Seegrasaufwuchs hab ich wattebauschiger in Erinnerung, dort könnt's Schizothrix sein.

    An sich bin ich ja gelassen, aber falls es Hydroiden sind, würd ich die Kolonie gern separieren solang sie noch keine Geschlechtstiere produziert hat. Die zahlreichen Asterinas interessiert das Gestrüpp nicht, während sie das Seegras ansonsten eifrig von meinen 'Haushydroiden' Cladonema sp. befreien.

    Andererseits - falls es sich um eine harmlose Alge handelt - möcht ich den Organismus im Interesse einer möglichst großen Artenvielfalt im Becken erhalten.

    Für Ideen bedankt sich wie immer
    Linda

    Dort hat man mir auch am Anfang die ganze Meerwasseraquaristik abgeraten und mir klar gemacht, dass es zu schwer für mich ist und ich mir lieber ein Süßwasserbecken zulegen sollte.


    Hallo Laurens,

    die Empfehlung kann ich zwar grundsätzlich nachvollziehen, aber ich trau dir schon zu, dass du dir die notwendigen Kenntnisse in Biologie, Chemie und Physik allein durch die Verbindung von Theorie in der Schule und Praxis zu Hause rasch aneignen wirst. So wie du schreibst - verständlich und ohne Fehler - können sich so manche Erwachsene ein Beispiel nehmen :smiling_face:

    Zum Thema: Aus meiner Sicht sind Cubes die denkbar schlechteste Form eines Aquariums, vor allem die Minis. Die ordentlich zu beströmen ist eine Herausforderung. Die optimale Strömung lässt sich meist nur durch Versuch und Irrtum feststellen. Im Prinzip geht es dabei um die Verhinderung von Substratablagerungen auf Steinen und Korallen. Mulm sollte sich dann an Stellen sammeln, wo ein Zuviel davon leicht abgesaugt werden kann. Für viele AquarianerInnen spielt dann auch noch die Optik eine Rolle.

    Mir ist die Funktionalität wichtig, deshalb würd ich mich nicht scheuen, die Strömungpumpe versuchshalber in der linken oberen Ecke platzieren und sie schräg nach unten in die Mitte des Beckens richten. Es ist halt eine harte Strömung, die zwar die Substratablagerungen im Zentrum effektiv entfernen wird, die aber den betroffenen Korallen eventuell weniger gefallen wird. Außerdem wird der Mulm tiefer in den Aufbau verlagert und ist da möglicherweise noch schwerer zu entfernen.

    Eine andere Variante ist, die Pumpe rechts hinten im unteren Bereich anzubringen und den Aufbau zu hinterspülen. Je nach Anordnung der Steine erreichst du damit, dass das Wasser auch zwischen den Gesteinsspalten herauskommt und keine strömungsfreien Stellen an der Vorderseite des Aufbaus entstehen, auch wenn sie nicht direkt angeblasen werden. Die so gebrochene Strömung wird auch die Korallen weniger stören.

    Liebe Grüße
    Linda

    ...brauche ich eigentlich dann noch einen Oberflächenabsauger?


    Nein, Laurens, brauchst du nicht.

    Eine Kahmhaut entsteht meist durch Bakterien. Die benötigen zuerst mal Nährstoffe um zu wachsen (und entziehen auf diese Weise dem Wasser Überschüsse), und dann sind sie Nahrung für Kleinlebewesen wie Copepoden. (Auch für Dinoflagellaten, aber das lassen wir jetzt mal außer Ansatz :)).

    Sobald das Ganze im Lot ist wird auch eine eventuelle Kahmhaut verschwinden.

    Liebe Grüße
    Linda

    Hallo Thomas,

    ich kann dich gut verstehen, hab ich doch auch in fast jedem Becken ein Aräometer schwimmen. Klar, mit einer einzigen Schnecke drauf zeigt es eine geringere Dichte an, mit einem assimilierenden Algenbelag eine höhere. Aber für einen kurzen Kontrollblick reicht es, vor allem, wenn man die erwähnten Störungen vorher beseitigt. Ich gehör nicht zu denen, die die Dichte auf die 5.Stelle hinter dem Komma messen müssen, aber wenn etwa durch eine Salzbrücke an einer schlecht einsehbaren Stelle (mesit der Rückwand :-() Wasser verloren geht, das dann durch die automatische Nachfüllung durch Süßwasser ersetzt wird, dann erkenn ich das mit den schwimmenden Schätzeisen, bevor Gröberes passiert ist. Und in den Futterzuchtwanndln verwend ich sie auch zum Umrühren.

    Um die Dinger auf dem ihnen zugewiesenen Platz zu halten eignen sich z.B. Mag Clips, die außerhalb des Wassers angebracht werden, sodass das Rohr mit der Markierung nicht dran kleben bleibt.

    Billiger, wenn auch mit ein bissl Bastelaufwand verbunden, sind Halterungen aus PVC-Winkeln, die auf die Scheibe gesteckt werden. Natürlich ebenfalls mit einem großzügig bemessenen Loch für das Markierungsrohr.

    Ich verwend übrigens die Spindeln von Sera. Die haben zwar nicht einmal einen Grünbereich, sind aber gut ablesbar.

    Liebe Grüße
    Linda

    Ist das dein Abschäumer, oder reagiert da was?


    Hallo,

    ich halt die Blasen für Assimilationsprodukte vermutlich von Dinoflagellaten, die Fäden deuten auch drauf hin. Das ist nicht ungewöhnlich bei Biosystemen, deren Gleichgewicht aus dem Lot geraten ist.

    Absaugen der Fäden und der Beläge ist gut, Teil-WW auch. Ich hoff halt, dass allein die neue Strömungspumpe, die bald kommen sollte, das wieder in Ordnung bringen wird.

    Laurens: Geduld ist sicher angesagt, aber wenn du (natürlich nach der Erledigung deiner Schulaufgaben) das Aquarium weiterhin genau beobachtest und Auffälligkeiten postest, dann wird das bestimmt zur richten sein. Ich hab schon Schlimmeres gesehen.

    Liebe Grüße
    Linda

    PS: Der Stylophora-Ableger ist dir gut gelungen!

    Hallo Laurens,

    ich bin zwar nicht die große Steinkorallenflüsterin, aber ein bissl Erfahrung hab ich schon. Deshalb würde ich einen noch intakten Ast abtrennen und an eine gut beströmte Stelle setzen.

    Schau dir mal meine Milka an: Die war nach einer Entgleisung der Beckenbiologie im vorigen Jahr fast zur Gänze abgestorben. Inzwischen hat sie sich gut erholt und ist dabei, ihr altes Skelett wieder zu überwachsen. In meinem Fall war halt die Ursache für den Bio-Showdown bekannt, und das Ganze war in kurzer Zeit ausgestanden.

    An deiner Stelle würde ich auch den Rest der Koralle stehen lassen. Wenn wir mit der Verbesserung der Strömung richtig liegen, dann wird sich der vermutlich auch noch erfangen.

    Allzuviel Zeit lassen würd ich mir halt nimmer. Mit jedem Polypen, der abstirbt, verschärft sich das Problem mit dem organischen Abfall.

    Liebe Grüße
    Linda