Beiträge von Linda

    Das ist ein Bereich, wo wir noch viel Potential als Hobbiisten haben ;-))

    Hallo Wolfgang,

    auf jeden Fall! Zumindest im öffentlich zugänglichen Web hab ich noch kein Foto eine Seehasengeleges gefunden, das den in meinem Aquarium abgesetzten ähnlich ist.

    Angesichts der einfachen Haltung der adulten Seekarnikel wär es wirklich fein, eine Erhaltungszucht zustande zu bringen und sie nachhaltiger in den heimischen Aquarien zu etablieren als bspw. die GGvJ.

    Liebe Grüße
    Linda

    Edit: Man muss nur richtig suchen: https://www.flickr.com/photos/ken-ichi/3670622618. Mehr als das Foto gibt's aber nicht als Info.

    Hallo Corinna,

    ich glaub auch, dass 20 Liter für einen Ecsenius zu wenig sind, auch wenn es eine wirklich kleine Art ist. Mein Zwergerl nützt die 54 Liter durchaus und ist einmal da, einmal dort zu sehen. Es hat zwar ein paar Lieblingsplätze (mit guter Aussicht), wechselt aber öfter von einem zum Andern.

    Für 20 Liter halt ich Eviotas als gut geeignet. In meinem 12 Liter Schreibtischnano wohnen seit 2009 immer 2 E. atriventris, in diesem Zeitraum musste ich lediglich 2x Ersatz besorgen. Gut ist auch, dass Eviota das Geschlecht zu wechseln in der Lage ist, was das Zusammenleben auch auf engerem Raum erleichtert.

    Ich bin sicher, dass dir was G'scheites einfallen wird für dein Minibecken =)

    Liebe Grüße
    Linda

    hat sich das Gelege farblich verändert?

    Hallo Freunde der grünen Seehasen,

    hab ich die Frage gestern noch verneint darf ich heute berichten, dass das erste Gelege die grüne Farbe verloren hat und löchrig geworden ist. Das seh sogar ich mit freiem Auge.

    Weil das jüngere Gelege aber keine derartigen Anzeichen zeigt und größere Prädatoren nicht vor Ort sind, bin ich guter Hoffnung, dass der Schlupf der ersten Larven heute stattgefunden hat. Jetzt ärgert's mich natürlich sehr, dass ich der Entdeckung des 'Seegrasblattls' an der Rückscheibe nicht mehr Aufmerksamkeit geschenkt habe und die Eiablage deshalb datumsmäßig nicht zuordnen kann. Mag sein, dass es doch mehrere Tage früher als das 2. abgesetzt worden war. Die erste beobachtete Paarung fand immerhin schon am 29.12.15 statt.

    Und beim 2. Gelege ist das ja anders, das werd ich jetzt natürlich genauer im Auge behalten.

    Die Hasen sind sexuell jedenfalls ähnlich aktiv wie die sprichwörtlichen Karnikel, sie paaren sich fast jeden Tag. Ich rechne damit, dass es bald wieder eine Gelege geben wird. Ob sie den in den Boden gesteckten Glasstreifen der Aquarienscheibe vorziehen wird sich weisen.

    Weil ich in dieses Aquarium regelmäßig Phytoplankton einbring für die Copepoden, hoff ich, dass auch die Larven der Seekarnikel davon profitieren werden.

    Ein bissl ärgerlich ist, dass morgen ein WW auf dem Plan steht. Auf den werd ich eventuell verzichten. Der Absaugschlauch ist wahrscheinlich ein noch gefährlicherer Fressfeind als die Filterschwämme auf den Kreiselpumpen.

    Falls es nicht klappt mir der Vermehrung im Gesellschaftsbecken: Ideen für einen Larvenkreisel hab ich schon geklaut vom IfMN-Forum :smiling_face:

    Liebe Grüße
    Linda

    Hallo Nils,

    genau das möcht ich vermeiden. Aber so mager wie das Fischerl ursprünglich ausgesehen hat, war's mir zunächst wichtig, es aufzupäppeln. Ich hab ja keine Ahnung, wie lang es schon beim Importeur gewesen ist und was es dort zu essen bekommen hat. Algen vermutlich nicht, und dass ein Mitarbeiter von de Jong Spirulinaflocken mit dem Finger zum Absinken gebracht hat, nehm ich auch nicht an.

    Aber du hast Recht: Von Salarias les ich immer wieder, dass die häufig an Überfettung infolge ungeeigneten Futters sterben. Da werd ich auf der Hut sein.

    Gut ist, dass das kleine Wesen bei der Fütterung darauf angewiesen ist, dass ich ihm ein bissl entgegenkomm. Ansonsten sind die Coryphopterus eindeutig im Vorteil.

    Nur muss ich mich da wie erwähnt am Riemen reissen :face_with_rolling_eyes:

    Liebe Grüße
    Linda

    Hallo Community,

    hab ich zuletzt geschrieben: 'Besonders schwer zu halten scheinen sie nicht...'?

    Also nach 10 Tagen kann ich bestätigen, dass E. minutus nicht schwierig zu halten ist.

    Algen sind halt ganz offensichtlich doch nicht die Hauptnahrung, sonst würde der oder die Kleine trotz ausgiebig vorhandenen Algenaufwuchses nicht so gierig auch an anderes Futter gehen. Inzwischen essen wir auch Lobstereier, Krillgranulat und Flockenfutter.

    Heute gab's Spirulina-Flocken, und ich musste mich gehörig am Riemen reissen, nicht zuviel zu füttern. Hatte das Zwergerl anfangs gegenüber den Schwebegrundeln meist das Nachsehen beim Fangen der Flocken, so hat sich das binnen kurzer Zeit geändert: Jetzt ist es gleich zur Stelle, wenn ich mit dem Finger die an der Oberfläche treibenden Flocken zum Absinken bringe und fängt sie recht geschickt.

    Dem entsprechend hat sich auch das Erscheinungsbild schon verbessert, der Bauch wirkt nicht mehr eingefallen.

    Liebe Grüße
    Linda
    *froh, dass sie ihre Begeisterung wieder mal so gut verbergen kann :)*

    Hallo Wolfgang (der mittelalte :)),

    nein, eine Veränderung hab ich bis jetzt nicht festgestellt, weder farblich noch sonstwie.

    Zitat

    Wenn Du mal ein Gelege auf einem entnehmbaren Gegenstand hast, mach ich gerne eine entsprechende tägliche Macroserie.

    Gute Idee!

    Ich werd ein paar Glasscherben im Becken versenken, vielleicht nehmen die Hasen das Ersatzsubstrat an. Den Abmessungen der Gelege entsprechend scheint Halodule uninervis mit den schmalen Blättern eh nicht wirklich geeignet zu sein - da ist eure Riesenvallisnerie vermutlich die bessere Wahl. Aber zum Fotografieren ist ein Glasstreifen bestimmt die beste.

    Liebe Grüße
    Linda

    Schau mal die Tierchen, die sich da so eigenartig bewegen, mit dem Mikroskop an.

    Ja, Wolfgang, das würd ich eh gern.

    Aber ich kann sie selbst mit der Lupe nur sehen aufgrund der Tatsache, dass sie sich bewegen. An rausfangen und mikroskopieren ist da nicht zu denken.

    Zitat

    Ich hoffe das Beste für dich und die Häschen!

    Danke, das tu ich auch. Überrascht hat mich in dem Zusammenhang, dass die Copepoden, die Asterinas und die Borstenwürmer die Gelege bisher in Ruhe gelassen haben. Das Bissl, das ausgefranst ist, ist in Anbetracht der Gelegegröße kaum der Rede wert. Natürlich wünsch ich uns, dass es auch so bleibt.

    Um noch einmal auf die Berghias zurückzukommen: Da hab ich die Beobachtung gemacht, dass die Larven nach einer Woche (oder mehr, genau hab ich das nie notiert) schlüpfen*). Mir erscheint es logisch, dass Tierarten mit einem Larvenstadium früher aus dem Ei schlüpfen als solche, bei denen ein fertig entwickeltes Jungtier das Ei verlässt. 2 Tage sind trotzdem wenig. Da wirst du schon Recht haben, dass die Kreistänzer keine Hasenlarven sind.

    Liebe Grüße
    Linda

    *) Edit: Bei Berghia stephanieae soll die Inkubationszeit 9-14 Tage betragen, wie ich jetzt im IfMN-Nachzuchtenregister gesehen habe.

    Hallo Community,

    heute hab ich noch einmal versucht, bessere Fotos von dem Gelege an der Frontscheibe zu bekommen. Großartigen Erfolg hatte ich nicht, aber ein bissl besser kann man die Eier auf dem Ausschnitt ja doch erkennen. Das Ende des Stranges erscheint mir etwas ausgefranst, so, als ob bereits ein paar Larven geschlüpft wären. Kann das schon nach 2 Tagen der Fall sein?

    Auch bei Berghia-Gelegen habe ich den Eindruck, dass sich der Schlupf der Larven über einen längeren Zeitraum erstreckt. Kann das jemand hier bestätigen?

    Es woiseln ein paar winzige Wesen am Rand des Geleges umher, aber von denen kann ich weder Farbe noch Form erkennen. Sie bewegen sich gleichmäßig in kreisförmigen Bahnen an der Scheibe entlang. Allerdings tun sie das - anders als die Seehasen nach der Metamorphose - mit einem ziemlichen Tempo. Copepodenlarven dürften es der Fortbewegungsweise nach nicht sein, aber es gibt sicher zahlreiche andere Lebewesen, die infrage kommen. Falls es doch erste Seehasen-Veliger sind, dann würde das auf eine benthische Lebensweise der Larven deuten.

    Leider kann ich das zumindest einen Tag früher an der Rückscheibe abgesetzte Gelege nicht untersuchen. Interessant wär ja, ob sich Unterschiede in der Entwicklung erkennen lassen.

    Liebe Grüße
    Linda

    PS @ Andreas: Fein, dass das geklappt hat mit deinem Hasen! :smiling_face: Hab ich eh so vermutet, nachdem mir Daniel gesagt hatte, dass jemand zum fraglichen Zeitpunkt einen gekauft hat.

    Es sei denn, der Schwamm ist so fein, wie die Aufsätze von Luftfiltern. Dann aber dürfte er fast täglich verstopft sein.

    Hallo Wolfgang (und Reinhard),

    das betreffende Aquarium ist ausgestattet mit einem Außenfilter Eheim 2213 (max. 440 Liter Stundenleistung, gedrosselt auf etwa 50%) und einem Pumpenkopf Eheim Powerhead Aquaball (650 Liter Stundenleistung). Die Schwammaufsätze auf der Ansaugseite sind Eheim Air Filter-Patronen. Mit denen hab ich die besten Erfahrungen gemacht.

    Natürlich kann's sein, dass Schneckenlarven von den Filterpatronen gefressen werden. Darauf lass ich's jetzt einmal ankommen. Mit der Umquartierung von an die Scheiben gehefteten Schneckengelegen hab ich bis jetzt noch nie Erfolg gehabt.

    Wenn's nicht klappt, dann werd ich einen der Hasen gelegentlich in ein Extrabecken verfrachten, über dessen Ausstattung ich einstweilen nachdenk.

    Weiter berichten werd ich hier sowieso.

    Liebe Grüße
    Linda

    Sieht spannend aus, bitte täglich ablichten um den Fortschritt zu dokumentieren.

    Ja, Wolfgang, morgen extra für dich :smiling_face:

    Und wenn's wirklich was wird mit dem Hasennachwuchs, hab ich eh an euch zuerst gedacht.

    Reinhard: Lindas Aquarien werden grundsätzlich schneckensafe betrieben. Das heißt, auch mit Kreiselpumpe nie ohne Schwammaufsatz, und gedrosselt obendrein. Luftheber hab ich jetzt nur mehr im Schreibtischnano, da wohnen neben den Eviotas auch jede Menge Hydractinias. Die mag ich den Schneckenkindern net antun =)

    Ina: Danke auch dir für die guten Wünsche. Es wär ja wirklich fein, wenn die grünen Dinger sich weiter verbreiten ließen in unseren Aquarien.

    Liebe Grüße
    Linda

    Hallo Steffi,

    vor einem Hasenalarm werd ich mich nicht fürchten müssen :smiling_face:

    Im Gegensatz zu Krabbenkindern werden sich die Häschenlarven wohl nicht gegenseitig massakrieren, aber die Copepoden warten schon auf den Kaviarersatz. Was mich ein bissl wundert ist der Umstand, dass die Asterinas das ältere Gelege noch nicht entdeckt haben. Bei denen geht's dann nämlich razz-fazz, wie ich von den Wischmop-Gelegen weiß.

    Immerhin haben es aber zwei ehemals winzige Hasen geschafft, also hoff ich ja doch, dass Larven schlüpfen werden und ein paar davon dann auch zu Schneckerln werden.

    Danke für's Daumen Drücken!

    Liebe Grüße
    Linda

    Hallo Frunde der grünen Seehasen,

    vor ein paar Tagen ist mir an der Rückwand ein rechteckiges Gebilde aufgefallen, da an ein Stück Seegras erinnert. Gewundert hat's mich, dass es seither nicht braun geworden ist.

    Jetzt hab ich ein gleichartiges Gebilde an der Frontscheibe entdeckt, und nicht weit davon ist der größere der beiden Seehasen umhergeschneckt.

    Mit der Lupe ist dann schnell klar geworden, dass es doch kein Seegrasblatt ist =)

    Jetzt wird's natürlich spannend, ob Larven schlüpfen und auch ein paar überleben.

    Liebe Grüße
    Linda

    PS @ Reinhard: Die Hasen essen ausschließlich Aufwuchs. Längere Fäden scheinen sie nicht zu interessieren. Für das Seegras sind sie halt sehr wertvoll, weil sie die Blätter von Sedimenten freihalten.

    Aber bei das bei diesem Sturm in der Flasche was schlüpft, bezweifle ich doch sehr...


    Hallo Katharina,

    das Wasser kann sprudeln wie wenn es auf höchster Stufe kocht. DAS macht den Krebsln weniger als wenn es zu wenig in Bewegung ist und sich die Zysten auf dem Boden absetzen.

    Zitat von schiwo

    2. Loch in den Deckel, besser wie aufschrauben und man kann dann noch eine 2 und weitere Flaschen in Reihe schalten.

    Da hat Rainer Recht. Aber letzteres funktioniert nur, wenn die Anschlußstücke wirklich gut abgedichtet sind. (Nur wegen der Physik :))

    Viel Spaß bei der Artemiaaufzucht!

    Liebe Grüße
    Linda

    Hallo Corinna,

    erst mal ein herzliches Dankeschön für die rasche Erfüllung meiner Bitte :smiling_face:


    Hallo Sebastian,

    auch dir ein Dankeschön für's Feedback!

    Mein Wohnzimmerrifferl hab ich hier vorgestellt als Dokumentation seines Werdegangs. Viel anders als auf dem letzten Foto dort schaut's auch jetzt nicht aus.

    Angesichts des low tech Konzepts ohne Abschäumer und der geringen Größe gibt's natürlich immer wieder Herausforderungen wie etwa das regelmäßige Auslichten der Caulerpa brachypus und die Limitierung der Fadenalgen. Dabei wird mich das Schleimfischerl hoffentlich unterstützen :smiling_face:

    Liebe Grüße
    Linda

    Hallo Community,

    falls sich doch noch jemand hierher verirrt (ist schon klar: Fische für Nanoaquarien sind nicht der Mainstream) ...

    Auf dem Ausschnitt des zuletzt geposteten Fotos ist gut zu erkennen, dass der oder die Kleine etwas mager ist. Deshalb gilt meine ganze Aufmerksamkeit der Nahrungsaufnahme.

    Heute habe ich in diesem Aquarium Krillgranulat verfüttert. Das mögen die Schwebegrundeln sehr gern, und auch das Schleimfischerl hat die Bröckerln untersucht. Ich glaub aber nicht, dass es welche gegessen hat.

    Am Abend konnte ich den Fisch aber keim Absetzen von Kot beobachten. Der war grünlich, also geh ich davon aus, dass die mitunter hektisch wirkende Pickerei doch (Faden-)Algen gilt und weniger benthischem Zooplankton, das sich in den Algenbüscheln aufhält.

    Um noch einmal auf die besonders kleinen Arten der Gattung Ecsenius zurückzukommen: Dem Anschein nach verirren sich jetzt zusehends mehr von ihnen zu den europäischen Importeuren. Besonders schwer zu halten scheinen sie nicht, und was E. minutus angeht konnte ich bisher auch nicht beobachten, dass SPS-Korallenpolypen zum Nahrungsspektrum gehören.

    Liebe Grüße
    Linda

    PS an das Moderatorenteam: Ich glaub, es wär besser, die letzten beiden Beiträge über Ecsenius minutus in einen eigenen Thread zu stellen. Lässt sich das einrichten?

    Hallo Steffi,

    schad, dass die Gespenster untereinander so unverträglich sind :frowning_face:

    Ansonsten wär die Ausbeute ja mehr als ausreichend für eine Erhaltungszucht. Ich wünsch dir und deinen Gespensterkindern, dass zumindest ein paar von Ihnen in absehbarer Zeit gute Plätze finden. Auf ewig, denk ich, wird das Fensterbankaquarium ja nicht reichen.

    Ich bin jedenfalls noch immer begeistert von dem Zuchterfolg. Auch von mir ein Dankeschön, dass du uns daran teilhaben lässt.

    Liebe Grüße
    Linda

    Hallo Freunde des Fischplanktons (© Wolfgang S. =)),

    vor einer Woche hab ich einen Ecsenius minutus bekommen. Mit einer GL von 4 cm und angeblicher Vorliebe für vegetarische Kost geradezu ideal für Lindas Wohnzimmerrifferl. Die Art ist nicht ganz so bunt wie die ursprünglich gesuchten E. axelrodi und E. dilemma, aber hübsch gezeichnet und buchstäblich ein Augenstern.

    Was mich besonders überrascht und natürlich freut: Der oder die Kleine war von Anfang an überhaupt nicht geschreckt. Gestern, beim Reinigen des Filterauslaufrohrs, saß das Fischerl keine 3 cm entfernt auf dem Heizer und hat die Arbeit interessiert betrachtet. (Jetzt versteh ich, was bei de Jong 'hand caught' bedeutet :))

    Mit den anderen Fischen, einem Paar Schwebegrundeln, gibt's auch keine Probleme.

    Die Nahrungsaufnahme erfolgt durch rasches Aufpicken irgendwelcher Partikel, bis jetzt konnte ich aber nicht erkennen, was genau. Algen-Rasenmäher hab ich mir zwar anders vorgestellt, aber der Fisch ist jedenfalls eine Bereicherung für das Becken.

    Anbei ein Foto von heute Morgen, plus Ausschnitt.

    Liebe Grüße
    Linda

    Hallo Ponyfreunde,

    wieder mal Zeit für ein Update.

    Vom letzten Wurf mit den mehr als 20 Fohlen hab ich 5 abgegeben und 5 durchgebracht. Das mit den frisch geschlüpften 430µ-Artemien ist nämlich genauso ein Topfen wie mit frisch geschlüpften 'normalen' GSL-Artemien. Sie mögen nährstoffreich sein bis zum Gehtnichtmehr, aber die Pferdchen mit ihrem kurzen Verdauungstrakt können sie nicht verwerten. Daran hab ich mich leider erst erinnert als ich gesehen hab, dass die Minis zwar eifrig essen, aber nicht zunehmen.

    Danach hab ich auch die 430er nach der ersten Häutung einen Tag lang mit Selco gefüttert. Natürlich sind die dann immer noch ein bissl kleiner als die GSL, aber so einfach wie ich's mir vorgestellt hatte war's ja doch nimmer.

    Im anderen Pferdchenbecken hatte ich bekanntlich bis vorigen Oktober eine Glasroseninvasion, die mit Hilfe von 2 jungen Acreichthys tomentosus eingedämmt werden konnte. Als die Fische wieder ausgezogen waren, hab ich 3 Wischmops (Berghia stephanieae) eingesetzt, um den Restbestand an Aiptasien im Griff zu behalten. Das hat so gut funktioniert, dass ich heute erstmals eine Glasrose als Futter einbringen musste, damit die Schneckerln was zu essen haben. Da mögen mich jetzt manche für verrückt halten, aber ich bin sicher, dass das auf längere Sicht eine gute Lösung ist. Falls noch irgendwo im Seegrasdickicht eine Jungrose auftaucht, wird die über kurz oder lang auch aufgespürt von den Wischmops. Davon leben können die aber nicht.

    Anbei 2 Fotos vom 'Futterautomaten' :smiling_face:

    Liebe Grüße
    Linda

    Kann das auch nach über einem Jahr auftreten ?
    Wenn sich das Becken wieder etwas stabilisiert hat: Stein für Stein langsam austauschen ?


    Hallo Rainer,

    natürlich kann es auch nach Jahren passieren, dass die Biologie entgleist. Und so wie du's beschrieben hast (50% Fische gestorben, eine Seuche jagt die nächste) kann ich mir durchaus vorstellen, dass das der Fall ist.

    Ich würde am Riffaufbau nix ändern, das bringt nur neue Unruhe. Öfter Wasser wechseln und dabei Dinos absaugen ist gut. Und dabei die Entwicklung der Nährstoffwerte beobachten. Dinoflagellaten werden oft als Schädlinge bezeichnet, dabei holen sie sich nur das, was andere Organismen nicht verwerten können.

    Zitat

    Hoch toxisch sind sie auf jeden Fall ! Ich habe mir nach Weihnachten noch 18 Schnecken besorgt - davon leben nur noch 3 !


    Mit jeder Leiche, die nicht gleich entsorgt wird, verschärft und verlängert sich das Problem. Dass deine Dinoflagellaten toxisch sind glaub ich gern, wenn sie sich z.B. von Bakterien ernähren, die Schwefelwasserstoff für ihren Stoffwechsel verwenden. Allerdings ist diese ganze Nahrungskette aus dem System, wenn die Dinoflagellaten entfernt werden. In dem Zusammenhang würd ich auch schauen, ob der Riffaufbau gut durchströmt ist, um anaerobe Zonen zu minimieren. Das verringert die Siedlungsfläche für Schwefelbakterien.

    Die Dinos werden auf andere Nahrungsquellen ausweichen, nach meiner Beobachtung verlieren verlieren sie dabei aber ihre Giftwirkung für Schnecken und andere Fressfeinde.

    Mein Ansatz ist, dass sich die Biologie von selber erfängt, wenn man ihr die Zeit lässt.

    Liebe Grüße
    Linda

    Hallo Rainer,

    du hast dich offenbar schon informiert über die Biologie von Dinoflagellaten. Ich seh sie - ähnlich wie Cyanobakterien - als Indikatoren für die Entgleisung des Biosystems. So gesehen kann es natürlich auch mit dem Lebendgestein zusammenhängen, aber in dem Sinn, dass - etwa durch Sauerstoffdefizite - nitrifizierende Bakterien in größerem Ausmaß abgestorben sind und an deren Stelle anaerobe (z.B. Schwefel oxidierende) Bakterien getreten sind.

    Die Gäste in deinem Aquarium sind, glaub ich, Prorocentrum lima. Deren Toxizität scheint abhängig zu sein von den Bakterien, von denen sie sich ernähren. Ich hatte schon Fälle, bei denen Schnecken und Copepoden zu Tode gekommen sind, aber auch solche, wo nix passiert ist. Unter dem Mikroskop sahen die Flagellaten für mich gleich aus.

    Möglicherweise macht es also schon Sinn, nach einer gewissen Zeit Bakterienpräparate mit Nitrifikanten einzubringen und damit ungiftige Nahrung für die Dinoflagellaten, damit die für Schnecken und Copepoden nicht mehr ungesund sind. Die Lichtreduktion hilft, die Wiederansiedlung der Nitrifikanten zu fördern, nur muss man später sehr behutsam auf normale Beleuchtungsstärke erhöhen.

    Meine letzte Erfahrung mit Dinos war insofern interessant als es dabei zu einer Massenvermehrung von Roten Turbellarien (Convolutriloba retrogemma) gekommen ist, die ihrerseits von später eingesetzten Samtschnecken (Chelidonura varians) limitiert wurden. Für die Schnecken musste ich dann halt rasch neue Plätze finden, weil sie ausschließlich Turbellarien (und da nicht alle Arten) essen.

    Außerdem eignet sich diese Methode für ein Riffbecken nicht, weil die dort eingesetzten Strömungspumpen für Chelidonura lebensgefährlich sind.

    Convolutriloba retrogemma richtet nach meiner Beobachtung auch im Riffbecken keinen Schaden an und kann durch Absaugen verhältnismäßig leicht entfernt werden. Ihr Bestand reduziert sich durch die weniger werdenen Dinoflagellaten automatisch.

    Ich seh in den seinerzeit stark befallenen Aquarien vereinzelt Turbellarien, aber sie bleiben - mehr als 3 Monate nach dem Massenauftreten - unauffällig.

    Als Fan des Einsatzes biologischer Methoden bei der 'Schädlings'bekämpfung bin ich geneigt, die Rote Turbellarie deshalb als Nützling zu bezeichnen.

    Liebe Grüße
    Linda

    Hallo Steffi, guten Morgen!

    Das ist ein toller Erfolg! Herzlichen Glückwunsch zu den ersten Langbeinmilben :smiling_face:

    Mit 1mm hätt ich sie im Becher wahrscheinlich gar net gesehen.

    Zitat

    Ab hier versagt jetzt sämtliche Literatur.

    Na, ich mein: Sie wird erweitert!

    Liebe Grüße
    Linda

    Hallo Bernhard,

    danke für's Teilen des Testergebnisses. An sich war zu erwarten, dass das Verhältnis N:P bei den Norialgen ungefähr der Redfield-Ratio entspricht, und weil es sich um getrocknete Algen handelt, sind die Nährstoffe entsprechend konzentriert.

    Für mich ist das ein gutes Ergebnis :smiling_face:

    Interessant ist noch, wie das bei Frost- und Granulatfutter tierischer Herkunft ausschaut. Da, nehm ich an, wird P im Verhältnis zu N höher konzentriert sein. Aber das ist ein anderes Thema :smiling_face:

    Nicht unerwartet aber von mir bis jetzt nicht beachtet ist die Steuerung des Nährstoffverhältnisses über die verschiedenen Futterarten eine spannende Angelegenheit.

    Liebe Grüße
    Linda

    Literaturangaben sind ca. 12 Tage.


    Hallo Steffi,

    da sind sie heute schon überreif, wenn sie am 21.12. zur Welt gekommen sind, stimmt :smiling_face: Aber du kannst deine wenigstens beobachten und siehst, dass sie noch am Leben sind.

    Beim Umtopfen eines Blumenstocks hab ich Mitte Dezember ein Chamäleongelege gefunden. Das muss am 21.12.14 abgesetzt worden sein, denn das war der letzte Tag, an dem ich die Mama lebend und dick gesehen hab.

    Laut Literaturangaben beträgt die Zeitigungsdauer bei dieser Art 362 Tage, das wäre als Schlupftermin der 18.12.15 gewesen. Heute hab ich zwei offenbar verdorbene Eier aus der als 'Rettungsbox' entfernt und aus Neugier geöffnet. Es waren 2 voll entwickelte Embryonen drinnen. Die anderen Eier sind noch prall, also hoff ich, dass trotz des Überstands noch was wird aus Ihnen.

    Bitte sei mir net bös für den Ausflug ins OT, aber Literaturangaben halt ich vor allem bei wechselwarmen Tieren bloß für Richtwerte, die umso mehr von der Realität abweichen, je länger die angegebene Zeitigungsdauer ist.

    Ich drück dir die Daumen, dass deine Gespenster net einen auf Axolotl machen und für immer in der Megalopa bleiben wollen :smiling_face:

    Liebe Grüße
    Linda

    Hallo Torsten,

    gleich vorweg: Du bist herzlich eingeladen zu Kaffee und Kuchen :smiling_face:

    Was die Ponyhaltung angeht erscheint mir Seegras tatsächlich als die optimale Einrichtung. Im Augenblick liegt mein Hauptaugenmerk auf der Erhaltung der Gräser, die Seepferdchen und die anderen Mitbewohner sind in der Hinsicht 'nur mehr' schmückendes Beiwerk. Gedeiht das Gras, sind auch sie wohlauf.

    Bis zum Frühjahr werden wir an (hoffentlich guten) Erfahrungen reicher sein. Und weil ich jetzt drei parallel laufende Seegraskulturen hab bin ich auch zuversichtlich, dass durch den ständigen Vergleich der Entwicklung auch halbwegs zuverlässige Aussagen über die wesentlichen Parameter gemacht werden können. Die hohe Alkalinität etwa, die hier schon einmal als möglicher Misserfolgsfaktor diskutiert wurde, spielt in der Hinsicht jedenfalls keine Rolle.

    Natürlich möcht ich darüber auch weiterhin hier berichten. Wie sich gezeigt hat, sind Seegraswiesen immer wieder auch für nette Überraschungen gut.

    Und weil ich inzwischen Kontakt hab zu dem Exporteur auf Cebu, sollte sich bei Gelegenheit auch eine Lieferung nach D organisieren lassen. Ich geh davon aus, dass mehr deutsche Händler bei ihm bestellen als österreichische, und eine Box Halodule uninervis ist dann schnell dazugepackt.

    Ich freu mich über dein Feedback hier und erst recht auf deinen Besuch im Frühling!

    Liebe Grüße
    Linda

    Hallo Steffi,

    jetzt hab ich den Thread mit deinen Gespensterkindern doch gefunden :smiling_face:

    Hast du eine Ahnung, warum sie bei Karin nur 2 Wochen gelebt haben? Häutungsprobleme?

    Ich drück dir jedenfalls auch die Daumen, dass aus deinen große kräftige Gespenster werden.

    Liebe Grüße
    Linda

    Hallo Freunde der Seegräser,

    heute Abend hab ich ein Vergleichsfoto geknipst von dem Halodule uninervis im Mangrovenbecken, und den Zeitpunkt halt ich gut für ein Update.

    Im Mangrovenbecken gedeiht das Gras tatsächlich überraschend gut. Die Triebe an der Frontscheibe haben sich in den 19 Tagen seit dem letzten Foto wirklich schön entwickelt. Auch das Büschel im hinteren Bereich macht sich gut.

    Ebenfalls zufrieden bin ich mit der Entwicklung der Gräser in der Pferdekoppel 2013.

    Wider Erwarten weniger gut gedeiht Halodule uninervis in der Seegraswiese 2014. Ich vermute, dass das eine Folge der Feinsubstratablagerungen auf den Blättern ist. Vor ein paar Tagen habe ich deshalb auch dort einen Eheim 2213 mit Korallenbruch als Filtersubstrat installiert, der mit ca. 50% der Maximalleistung eine spürbare Strömung in Bodennähe erzeugt und damit das Feinsubstrat von den Blättern bläst.

    Alarmzeichen sind bisher immer braune Stellen an der Blattbasis gewesen, anschließend hat die Pflanze das Wachstum eingestellt und ist gestorben. Diese braunen Stellen haben sich seit dem Einsatz des Filters nicht weiter intensiviert.

    Zu den Nährstoffwerten: In der Seegraswiese war gestern weder Nitrat noch Phosphat im nachweisbaren Bereich. In der Pferdekoppel hab ich gestern 0,45 mg PO4 ermittelt (bei NO3 im nicht nachweisbaren Bereich) und daraufhin 37% des Wassers gewechselt. Der letzte Wechsel von 19% war am 05.12. gewesen. Im Mangrovenbecken, muss ich gestehen, habe ich die Nährstoffwerte gar nicht getestet. Das werde ich aber demnächst nachholen, weil das Gras dort wie erwähnt ausgesprochen gut gedeiht und ich ein Gefühl dafür bekommen möchte, warum.

    Nach wie vor bin ich überzeugt, dass das Geheimnis die kontrollierte Nährstoffzufuhr ist und - zumindest was Halodule uninervis angeht - die Verhinderung von Mulmablegerungen auf den Blättern. Die kontrollierte Nährstoffzufuhr in der Seegraswiese ist allerdings auch die große Herausforderung angesichts der zuletzt massiv gestiegenen Pferdchenpopulation, die eine Zufütterung mit Artemianauplien erfordert hat. Ich hatte deshalb die Gaben weiteren Futters für das Kleinzeug reduziert.

    Es bleibt spannend in den Seegraswiesen. Aber interessant auf jeden Fall.

    Liebe Grüße
    Linda

    Hallo Community,

    beiläufig vorgestellt habe ich meine neuen Mitbewohner hier bereits in einem Thread, bei dem es um die Identifizierung verschiedener Lebewesen gegangen ist, die ich nicht kannte. Jetzt ist es, glaub ich, an der Zeit, dem Seegras-Seehasen ein eigenes Thema zu widmen.

    Anfang November 2015 erhielt ich eine größere Menge Seegras aus Cebu, mit dem auch unbekannte Mitbewohner bei mir eingezogen sind. Einer von ihnen war eine winzige Nacktschnecke, die ich zufällig an der Rückwand des Aquariums entdeckt hatte. Grün wie sie war hätte ich sie in dieser Größe von wenigen Millimetern auf den Seegraspflanzen nicht bemerkt.

    Zunächst hatte ich angenommen, dass es sich um ein Jungtier der beiden Elysia crispata handeln würde, allerdings waren die erst wenige Tage in diesem Aquarium, und E. crispata soll ein Larvenstadium durchmachen. Konnte also nicht sein.

    Nach längerer Recherche im Web bin ich fündig geworden: Das Tier scheint der Gattung Phyllaplysia anzugehören. Von dieser Seehasengattung sind nur wenige Arten bestimmt, auf Fotos von denen, die meinem Hasen ähnlich sind, werden sie durchgehend als Phyllaplysia sp. bezeichnet.

    Das grüne Etwas wächst sehr rasch und ernährt sich Algenaufwuchs an den Seegräsern und auch an den Aquarienscheiben. Besonders da kann man gut erkennen wie die Schnecke nach Art Algen essender Gehäuseschnecken den Aufwuchs abweidet.

    Zu meiner großen Freude habe ich ein paar Wochen später noch ein zweites Exemplar dieser Art entdeckt. Es war zu diesem Zeitpunkt ungefähr so groß wie die ältere Schnecke bei der ersten Sichtung Mitte November. Mittlererweile ist es auf etwas mehr als 1,5 cm herangewachsen und scheint bereits geschlechtsreif zu sein.

    Am 28.12.15 haben sich die Beiden scheinbar zu einer Paarung zusammengefunden. Ähnlich den Berghias haben sie einen Ring gebildet, nur etwas enger. Die Geschlechtsöffnung bei Phyllaplysia liegt knapp hinter dem Kopf. (http://www.seaslugforum.net/showall/phyltayl).

    Weil es sich bei Seehasen wie im Regelfall bei marinen Nacktschnecken um Zwitter handelt besteht gute Hoffnung, dass sich Nachwuchs entwickelt. Vermutlich werden sie ein Veligerstadium durchmachen. Das bremst die Erfolgserwartung ein wenig, aber das jüngere Tier müsste das auch überstanden haben angesichts der geringen Größe bei der Entdeckung gut ein Monat nach dem Einzug.

    Ich freue mich jedenfalls sehr über die unerwarteten Schätze aus der Seegrasbox und hoffe, dass sie sich im Aquarium auf Dauer halten werden.

    Dem rasanten Wachstum nach zu schließen dürfte die Lebenserwartung leider nicht sehr lang sein.

    Anbei ein paar Fotos aus meiner Sammlung.

    Liebe Grüße
    Linda

    Hallo Reinhard,

    was den ersten Satz meines letzten Posts angeht hab ich das offenbar nicht präzise ausgedrückt: Artemianauplien gehen im Aquarium sehr bald wegen Futtermangels ein. Das hat Auswirkungen auf die Wasserqualität und begünstigt die Vermehrung unerwünschter Organismen. Obendrein schwächt es die Immunabwehr der Fische.

    Vielleicht schreibt Knut auch etwas dazu, falls er hier wieder mal vorbeischaut. Mit ihm hab ich gelegentlich Mailkontakt, und er geht doch einen ganz anderen Weg als ich was die Ponyhaltung betrifft. Bei fast ausschließlicher Artemiafütterung gibt es trotz peinlicher Sauberkeit und täglichem Wasserwechsel immer wieder rätselhafte Todesfälle und Vibrio-Infektionen. Das beste Futter für die Pferdchen sind substratgebundene Copepoden. Meine Ponies essen inzwischen auch Tigriopus, die sie früher verschmäht haben. Mit Selco gefütterte Artemianauplien verfüttere ich im Wechsel mit den Copepoden, weil's anders organisatorisch und vom Platz her nicht machbar wäre.

    Mit den schwarzen Schalen von Hobby lassen sich die Nauplien von den Schalen und den nicht geschlüpften Zysten so einfach und sauber trennen, dass ich die Entkapselung für nicht nötig halte. Auch das richtige Timing ist nicht schwierig. Und was die Kontaminierung von herkömmlichen Artemiazysten angeht hab ich meine Zweifel, dass da wirklich was dran ist. Ich hab's auch mit Knut schon diskutiert: Wenn damit Krankheitskeime eingeschleppt würden, dann hätte es auch in meinen Becken öfter schon massive Ausfälle geben müssen. Wie erwähnt kann ich auf Artemien grundsätzlich nicht ganz verzichten.

    Liebe Grüße
    Linda

    Hallo Reinhard,

    na, da schau ich: Den Alex und die Niki kenn ich auch vom Biotopforum :smiling_face: Der Bericht von ihr ist sehr anschaulich mit den Fotos. Karins Bericht hab ich seinerzeit auch gelesen. Aber mir ist die Sache trotz allem zu aufwändig.

    Artemianauplien als Alleinfutter sind für die Ponies sowieso nicht geeignet. Weniger, weil sie zuwenig Nährstoffe enthalten (AF430 frisch geschlüft und die 'großen' GSL, mit Selco gefüttert, taugen schon was), sondern weil man bei dieser Art der Fütterung schnell mal zuviel erwischt. Die Folge ist meist, dass die Keimdichte steigt. Und was nicht gleich gegessen wird verliert rasch an Nährwert.

    Die argentinischen Mini-Artemien aus deinem link von gestern find ich hingegen sehr interessant. AF430 von INVE gibt's ja nimmer.

    Und ja: Wenn jemand von euch Interesse hat an Nachzuchten lass es mich bitte wissen.

    Ich hab jedenfalls heute in der Früh AF430 angesetzt, und heute Abend hat sich jemand aus dem Riffforum 5 Neugeborene geholt. Diesen Wurf werden wir schon noch durchbringen, und für die Zukunft wird die Geschlechtertrennung hoffentlich dafür sorgen, dass die Ponies nicht zur 'Plage' werden. Sie sind ja wirklich entzückend und im Grund genommen nicht schwer zu halten.

    Liebe Grüße
    Linda

    Hallo Reinhard,

    zugegeben: Es ist jammern auf hohem Niveau :smiling_face:

    Ich hab mir halt gedacht, dass damit InteressentInnen für Seegrasponies die seltene Gelegenheit bekommen, ihren Anfangsbestand gratis zu erhalten, und für mich ist das die bequemste Variante.

    Entkapselte Artemien hab ich zwar keine, aber AF430, die ich seinerzeit noch von Uwe bekommen hab und wie einen Schatz hüte. Die, frisch geschlüpft, können erfahrungsgemäß auch von Neonaten gegessen werden.

    Mein 'Problem' verschiebst sich damit aber in die nahe Zukunft: Was mach ich mit derart vielen Ponies?

    Möglicherweise besteht die Lösung in einer künftigen Trennung der Geschlechter - sofern die Stuten Laich nur ansetzen, wenn Paarungspartner verfügbar sind. Das muss man halt austesten, aber da fürcht ich mich angesichts der geringen Zahl an Stuten vor Mißerfolgen wie Laichverhärtung.

    Es ist ja wirklich kurios: Da hat man das Ziel einer nahezu aufwandslosen Ponyhaltung knapp vor Augen, und dann wir die Befürchtung wahr, dass es schnell mal zu viele werden können.

    Na ja, aber wie du sagst: Wir schaffen das. Mit oder ohne neue Mitglieder in der Seegrasponycommunity.

    Liebe Grüße
    Linda

    PS: Du magst nach wie vor keine mehr haben? Campino - gut verzinst? =)

    PPS: Danke für den link!

    Hallo ihr Lieben,

    das Seegras wirkt offenbar wie ein Aphrodisiakum auf die Ponies. In der Seegraswiese hab ich alle Wochen Nachwuchs. Die 2 Stuten wechseln einander ab mit Eiübergaben, und die zahlreichen Hengste bieten ihnen eine große Auswahl an Paarungskandidaten.

    Die Würfe hielten sich bis jetzt in Grenzen, und wenn von jedem Wurf 1 bis 3 Fohlen durchkommen, bin ich zufrieden. Der Bestand ist damit gesichert.

    Heute in der Früh hat mich allerdings fast der Schlag getroffen: Der Althengst hat gezeigt, was sein Brutbeutel zu leisten vermag. Mehr als 20 Neonate bevölkern jetzt das Aquarium, der Bestand hat sich auf einen Schlag nahezu verdoppelt! Soviele Tisben gibt meine Zucht nicht her, zumal die Fohlen von letzter Woche zum Teil noch zu klein sind für angereicherte Artemianauplien.

    Die Leute in Wien, die ich kenne, haben derzeit kein Interesse, Neonate zu übernehmen. Und so vielen Ponykindern beim Sterben zuzusehen ist für mich auch keine angenehme Perspektive.

    Ich würde die Youngsters verschenken. Allerdings müsste innerhalb der nächsten 12 Stunden geklärt sein, wer sie haben möchte, und sie sollten spätestens am 23.12. abgeholt werden. Die Frage ist: Wer im Raum Wien hat vom Fleck weg genug Tisbe für 20 hungrige Seegrasponymäuler und könnte die Kleinen so kurzfristig übernehmen? Ein spätere Tausch einzelner Tiere, um Inzucht innerhalb einer Generation zu vermeiden, ist natürlich möglich.

    Dass es mal zu sowas kommt hätt ich nicht für möglich gehalten.

    Liebe Grüße
    Linda

    PS: Das Foto ist wieder mal etwas unscharf. Einerseits, weil ich grad großzügig Tisben in das Aquarium geleert hab, andererseits, weil die Scheiben bealgt sind (was mir wegen der Tisben aber wichtig ist).

    Linda: ich schmeiss nie vorsichtshalber was aus dem Becken. Der einzige von einem Umzug Betroffene war bisher ein fetter Kieferwurm. Und selbst der wurde nicht entsorgt, sondern umgezogen. DER hatte zwar wirklich Schaden angerichtet, konnte aber persönlich ja nix dazu.


    Hallo Martin,

    einen Kieferwurm würd ich auch so schnell wie's geht separieren :smiling_face: Deine Einstellung zu diesen Dingen find ich vorbildlich. Ist aber - leider - nicht selbstverständlich.

    Was deinen Schneck angeht hab ich auch schon versucht, die Spur 'Scutus' zu verfolgen. Bis jetzt leider ohne Ergebnis. Den Spalt, der auf allen Fotos dieser Napfschnecken deutlich sichtbar ist, hab ich auf deinem Foto nicht gefunden.

    Falls es tatsächlich eine Scutus-Art ist: Im MWL steht bei S. unguis, dass die Art nicht reefsafe ist, weil sie bei Mangel an Algen auch an SPS geht. Das ist dort durch Erfahrungberichte unterlegt und steht angeblich auch (undifferenziert) in einer Artbeschreibung von Julian Sprung (Quelle: Seaslugforum).

    Ich bin jedenfalls neugierig auf die weitere Recherche.

    Liebe Grüße
    Linda