Beiträge von Linda

    Hallo Rätselfreunde,

    heute hab ich das Steigrohr des Lufthebers gekürzt, und da ist das Krebsl auf dem oberen Saugnapf gesessen. Es hat sich gar nicht stören lassen, als ich den Sauger vom Rohr getrennt hab, also konnte ich - mit einiger Mühe - wieder ein Lupenfoto erstellen. Vielleicht hilft das weiter.

    Gewachsen ist das Tier in der vergangenen Woche nicht, zumindest nicht sichtbar. Gut erkennen kann man jetzt aber, dass es nur drei Schreitbeinpaare besitzt.

    Über die Essvorlieben kann ich noch nichts berichten. Ich geb jeden Tag 5 Artemianauplien in das Gefäß und 2-3 Krillgranulatkörner oder eine Spirulinaflocke, konnte aber bisher nicht erkennen, wovon das Krebsl nascht.

    Falls es weiterhin nicht an Größe zulegt könnte ich's ja in das Gorgonienbecken zu den Seescheiden setzen, mit denen es im Sackerl war. Nur würd es da wohl auf Nimmerwiedersehen verschwinden. Eigentlich schade, denn die Zeichnung ist wirklich außergewöhnlich.

    Das 1 Liter-Millimikronanopico-Aquarium, in dem es jetzt gemeinsam mit 2 Täubchenschnecken, einem Flohkrebs und ein paar Copepoden wohnt, ist zum Beobachten hingegen recht gut geeignet.

    Liebe Grüße
    Linda

    PS: Das hellere Foto ist mit Autokorrektur bearbeitet, das dunklere manuell.

    Hallo Rene,

    sicher bin ich nicht, aber vom Gefühl her würd ich auf etwa 2 Wochen tippen.

    Wenn die Kapsel beim WW für ein paar Minuten 'trocken' fällt, ist das kein Problem. Die Eier selbst bleiben ja im Wasser der Kapsel geschützt.

    Ich hab zwar jede Menge Euplicas/Columbellas (der Unterschied hat sich mir bis jetzt nicht erschlossen), aber bis heute noch Skrupel, beim Scheibenreinigen ein Gelege mit dem Klingenmagneten abzuschaben. Kann dich also gut verstehen. Sei aber versichert: Die Schnecken setzen ihre Gelege nicht nur an der Frontscheibe ab :smiling_face:

    Liebe Grüße
    Linda

    Hi,

    das neue Krebszuhause ist fertig und 'eingerichtet'.

    Bei Übersiedeln ist das Krebsl von seinen Stein gehüpft und erst mal unter dem anderen verschwunden. Kurze Zeit später hab ich beobachtet, wie es wieder an die Oberseite gehüpft ist, konnte es aber nicht entdecken und fotografieren.

    Eventuell ergibt sich morgen eine Gelegenheit für eine ergiebigere Fotosession. Die Fortbewegungsweise, der eingeklappte Schwanz und die Scherenhaltung erinnern doch mehr an eine Krabbe, lediglich die Proportionen stimmen nicht ganz.

    Vielleicht wird das noch :smiling_face:

    Anbei 2 Bilder von dem Quarantänebecken.

    Liebe Grüße
    Linda

    Hallo Wolfgang,

    ja, aber ... die Verwandtschaft mit den Porzellankrebsen (die wiederum solche Muckis haben) seh ich als Indiz dafür, dass die Richtung stimmt.

    In meinem Lager hab ich eine von der Größe her passende Plastikbox gefunden, die werd ich heute mit einem Luftheber ausstatten und hoff, dass das dann ein für das Krebsl adäquates Zuhause bieten wird bis die Bestimmungsfrage halbwegs sicher geklärt ist. Tiere, die (Zitat Meerwasserlexikon, Springkrebse) als Adulte kleine Fische erbeuten und insgesamt eine räuberische Lebensweise führen, muss ich net unbedingt in einem meiner Mischbecken haben.

    Einen schönen Feiertag wünscht euch
    Linda

    Nachtrag: Auf der Wiki-Seite über Springkrebse hab ich folgendes gefunden:

    Zitat

    Viele tropische Springkrebse leben eng mit anderen Wirbellosen, wie Feuerkorallen oder im Falle des Haarstern-Springkrebses (Allogalathea elegans) mit Haarsternen zusammen. Im letzten Fall lebt der Springkrebs immer auf seinem Wirt, passt sich farblich an, und stiehlt diesem Nahrungspartikel. Der Springkrebs Lauriea siagiani lebt im Innern von Schwämmen der Gattung Xestospongia.


    Naja, das Etwas war in dem Sackerl mit den Polycarpas. Da würde auch das Ambiente passen.

    Wolfgang: Galathea scheint tatsächlich ein heißer Tipp zu sein :smiling_face:

    Gute Nacht!
    Linda

    Hallo Reinhard, hallo Wolfgang!

    Ja, das Tier ist hübsch, und ich bin auch gespannt, was draus wird. Solang ich das aber nicht halbwegs sicher weiß, bleibt es erst einmal in Quarantäne, freilich in Kürze mit ein bissl mehr Komfort. Dann, hoff ich, gibt's auch mehr und bessere Bilder.

    Die Galatheas sind tatsächlich bunte Kerlchen, aber es fehlen ihnen die Muckis von meinem Michaela Frey-Krebsl.

    An Harlekingarnelen hab ich auch schon gedacht, wegen der kräftigen Scherenarme. Aber der Rest passt nicht so recht.

    Liebe Grüße
    Linda

    Hallo Community,

    vor drei Tagen habe ich ein Lebewesen als Mitbringsel bekommen, das ich wieder einmal nicht zuordnen kann.

    Es scheint sich um einen Zehnfußkrebs zu handeln, allerdings kann ich außer den kräftigen Scheren nur 2 weitere Beinpaare erkennen.

    Das Tier ist etwa 5 mm lang, hat einen gedrungenen Körperbau und ist etwas länger als breit (deshalb glaub ich nicht, dass es eine Krabbe ist). Es besitzt eine sehr hübsche Zeichnung, so, als wäre es aus dem Katalog von von Michaela Frey-Wille entsprungen :smiling_face:

    Auffällig sind außerdem die die schon erwähnten 2 Scheren an kräftigen Armen.

    Derzeit wohnt es in einem Marmeladeglas mit einem Stein und einem Algentrieb. Es versteckt sich jedoch nicht, sondern sitzt die meiste Zeit ruhig auf dem Stein oder der Alge.

    Das Foto habe ich durch eine Lupe mit 10facher Vergrösserung aufgenommen, leider war nur die Draufsicht möglich, und man kann die Scheren nicht sehen.

    Für Hinweise bedankt sich wie immer
    Linda

    PS: Hab grad gesehen, dass der Schwanz umgeschlagen getragen wird. Doch eine Krabbe?

    Hallo Steffi,

    danke für die Info :smiling_face:

    Nach dem Hinweis gestern hab ich die 2 Schnecken in einem der Seegrasaquarien untergebracht, in dem neben zahlreichen Wirbellosen eine Gruppe Guppies wohnt. Die kriegen entsprechend viel zu essen, da wird für die Enginas einiges abfallen (wenn ihnen die Nassarius nicht zuvorkommen :))

    Gar nicht traurig wär ich, wenn die Hummelschnecken auch Spaghettiwürmer äßen, denn die vermehren sich ohne Limitierung durch Fressfeinde enorm und belästigen in den anderen Seegrasbecken die dort wohnenden Seepferdchen mit ihren klebrigen Fangfäden. Außerdem sind sie Nahrungskonkurrenten für die Ponies, weil sie sich in erster Linie von dem mühsam etablierten Kleinzeug ernähren (von wegen 'Detritusesser').

    Was ich weniger möchte ist, dass die Hummeln andere Gehäuseschnecken massakrieren. Sessile Schnecken hab ich keine in den Seegrasbecken.

    Danke nochmals & liebe Grüße
    Linda

    Hallo Community,

    gestern hab ich ein Triple Polycarpa aurata bekommen, an denen die Gehäuse zweiter Hummelschnecken angewachsen schienen. 'Schienen' deshalb, weil sich die Häuschen relativ leicht ablösen ließen. Nach der Ablösung hat sich herausgestellt, dass die Schnecken leben.

    Ich hab daraufhin ein bissl recherchiert und im MW-Lexikon den Hinweis gefunden, dass sich diese Art von Detritus und Aas ernährt. Gottlob, möcht ich sagen, findet sich auf dieser Seite auch ein Kommentar, der sie als 'räuberisches Wellhorn' bezeichnet. So hab ich noch ein bissl weitergesucht und bin auf diesen Webeintrag gestoßen: http://www.saltcorner.com/AquariumLibrar…?CritterID=2795.

    Kann hier jemand bestätigen, dass sich Engina mendicaria carnivor u.a. von Würmern ernährt?

    Danke vorweg & liebe Grüße
    Linda

    Hallo Helmut,

    Martin hat recht. Kohlenstoff wird von allen Lebewesen für den Zellaufbau benötigt. Pflanzliche Lebewesen gewinnen ihn in erster Linie aus CO2, im Wasser lebende sind meist auch in der Lage, das Hydrogencarbonat aufzubrechen und Defizite auf diese Weise auszugleichen (Stichwort biogene Entkalkung).

    Im Kreislauf mit einem Korallenbecken macht sich das nicht so gut :smiling_face:

    Liebe Grüße
    Linda
    *die jetzt endlich wieder auch zuhause online ist*

    Hallo Sämi,

    bei 30 cm Beckenhöhe würde ich - unabhängig von der Algenart - keine stärkere Beleuchtung wählen. 2x 24W T5, am besten daylight, sind mit Sicherheit genug. Die 'Reinigungsleistung' hängt nicht nur von der Lichtintensität ab, sondern ganz wesentlich vom Kohlenstoffangebot, und das ist eher der limitierende Faktor.

    Gutes Gelingen für dein Algenrefugium wünscht dir
    Linda

    Hallo Community,

    nach längerer Zeit wieder ein kurzes Update Lindas Seegras betreffend ...

    Leider habe ich zu Beginn dieses Jahres ein massives Problem gehabt mit einer missratenen Salzmischung. In einigen Aquarien haben sich größere Wasserwechsel fatal ausgewirkt, in anderen hat sich erst nach einigen Wochen gezeigt, dass die Biologie aus dem Ruder gelaufen ist.

    Davon waren auch meine Seegrasbecken betroffen. Gottlob habe ich grad noch rechtzeitig die Ursache für den Verfall gefunden, und nach Einsatz eines neuen Salzes sowie Tropic Marin Reef Mud Substrate als Boden-Zusatzstoff haben sich die Becken wieder stabilisiert. Die Gräser werden freilich noch eine Weile brauchen um wieder eine Wiese zu bilden, aber Geduld ist schließlich die höchste Tugend der Aquarianerin.

    Was mir bei der Gelegenheit noch aufgefallen ist: Die Beggiatoa-Kolonien in den Seegrasbecken waren vorübergehend auch verschwunden. Ich habe daraufhin Microbe Lift Special Blend zugegeben, weil mich der Geruch nach Schwefelwasserstoff auf die Idee gebracht hat, dass in dem Cocktail auch Sulfid oxidierende Bakterien enthalten sein könnten. Keine Ahnung, welche der Maßnahmen (Special Blend und/oder Reef Mud) dafür gesorgt hat: Als ich vorgestern einen neu entdeckten Mitbewohner ausgraben wollte und dabei eine Menge halb verrottetes Wurzelgeflecht freigelegt habe, ist mir aufgefallen, dass der Sand unter der Oberfläche blendend weiß vom Schwefel ist. Offensichtlich haben sich die Bakterienkolonien erfangen oder neu gebildet. Jedenfalls beobachte ich diese Veränderungen mit Freude.

    Fotos der Aquarien trau ich mich vorderhand trotzdem nicht zu posten :smiling_face:

    Liebe Grüße
    Linda

    Hallo Stephan,

    nach Bernds Antwort möcht ich noch anmerken, dass die 'Wurzeln' etwa von Kriechsprossalgen (Caulerpa) lediglich Haltefunktion besitzen und nicht - wie 'echte' Wurzeln höherer Pflanzen - Nährstoffe aus dem Bodensubstrat aufnehmen.

    Der Wert des Reef Mud besteht vor allem in dessen mineralischer Zusammensetzung und dem mikrobiellen Leben, das das Substrat enthält. Das kommt dem gesamten System zugute, nicht nur den Algen im Refugium.

    Ich bin da vielleicht etwas mehr auf der ganzheitlichen Schiene als Bernd :smiling_face:

    Liebe Grüße
    Linda

    Hallo Stephan,

    ich verwende das TM Reef Mud Substrate seit ein paar Monaten als Bodengrundadditiv in den Seegrasaquarien. Egal, ob das Grundsubstrat feiner Quarzsand oder feiner Korallensand ist: Die Gräser entwickeln sich seit dem Einsatz des Reef Mud besser.

    TM empfiehlt RMS speziell für Algenrefugien, und ich kann mir gut vorstellen, dass es dafür ideal geeignet ist.

    Liebe Grüße
    Linda

    Hast Du Dir die 4 Ponys zur Blutauffrischung zugelegt?


    Hallo Reinhard,

    das auch. Aber weil vor kurzem meine letzte Stute gestorben ist und die Ponies (vermutlich als Folge der Widrigkeiten seit dem vergangenen November - nicht genug geeigneres Futter und die Misere mit der schlechten Salzmischung) schon länger nicht mit Nachwuchs aufgewartet hatten, wär's das dann gewesen mit Lindas Ponygestüt. Zum Glück konnte Knut helfen.

    Hengste hab ich zwar selber noch 5 Stück, aber trotzdem tut es mir sehr leid um den Kleinen. Auch hier bin ich zwar nicht Zeugin geworden von dem Überfall, aber vorstellen kann ich mir gut, dass er ein Opfer der Diopatra geworden ist. Er war der kleinste von den Vieren, hatte den Transport aber gut überstanden und war ein eifriger Esser. So einer verschwindet nicht spurlos von einem Tag auf den anderen. Todesfälle kommen hin und wieder auch so vor, aber da merkt man anhand der Ansammlung von Schnecken und Borstenwürmern gleich, was passiert ist. Auch wenn die Leiche eines adulten Pony's binnen eines Tages restlos aufgeputzt ist.

    Ich ärgere mich jetzt, dass ich die Wurmröhre nicht schon früher entdeckt habe. Diopatra ist ein interessantes Geschöpf, aber kein geeigneter Mitbewohner in einer Ponykoppel.

    Liebe Grüße
    Linda

    Hallo Community,

    der Wurm im Wohnzimmerrifferl ist leider schon vor längerem gestorben. Es sieht so aus als ob er sich bei einem großen Futterstück vertan hätte. In die Röhre konnte er es zwar in mühevoller Arbeit hineinziehen, möglicherweise haben ihm dann aber die Produkte des Verwesungsprozesses geschadet. Ich weiß jetzt nimmer, was ich ihm da kredenzt hab, aber es war mit Sicherheit keine der üblichen Futtersorten. Ein dummer Fehler, der mir sehr leid tut, denn dieser Wurm hatte tatsächlich keinerlei Quatsch getrieben.

    Anders ein Vetreter seiner Art, der offenbar mit dem Seegras im November 2015 in die Seegraswiese eingewandert war: Ich hatte mich schon gewundert, warum in diesem Aquarium auffällig viele Kleintiere spurlos verschwunden waren, kleine Clibanarius tricolor ebenso wie mehrere Halocaridina rubra, die ich in dem vorübergehend seepferdchenlosen Aquarium untergebracht hatte.

    Als ich vor kurzem 4 kleine Hippocampus zosterae von Knut bekommen habe, hat sich das ansonsten gut laufende Aquarium als Beobachtungs- und Quarantänebecken angeboten. Einer der Neuzugänge war ein kleiner Hengst, der nach etwa 1 Woche von einem Tag auf den anderen ebenfalls spurlos verschwand.

    Gestern entdeckte ich die Wohnröhre, aus der 4 Fühler herausgeschaut haben, zwischen einem Haufen mit Büschelalgen bewachsenen Schneckenhäusern. Es ist genau die Gegend, in der sich der kleine Hengst zuletzt aufgehalten hatte.

    Unmittelbar nach der Entdeckung habe ich den Wurm mitsamt seiner Röhre in das Wohnzimmerriff verfrachtet, wo seinesgleichen erfahrungsgemäß keinen groben Schaden anrichten.

    Diopatra sp. scheint im Sediment von Riffen und Seegrasbiotopen durchaus häufig vorzukommen.

    Liebe Grüße
    Linda

    Ich hoffe, es lesen möglichst viele der homoeopathisch Verwirrten. Das modische Geplapper hat mich schon seit langem genervt.


    Hajo,

    diese Aussage empfinde ich als überheblich. Ich hatte Erfolg mit Knoblauch und Vitaminsirup bzw. mit Preis Carely. Auch wenn du das als modisches Geplapper bezeichnest.

    Gruß
    Linda
    *die sich ansonsten in diese Diskussion gar nicht eingemischt hätte*

    Hallo Community,

    ein später Nachruf, aber das bin ich euch, die ihr so nett Anteil genommen habt, und den Hasen schuldig ...

    Ich hab mich gewundert, dass das in den Larvenkreisel überführte Gelege binnen 2 Tagen abgestorben war und überhaupt das ganze Becken bald nach Friedhof ausgesehen hat.

    Das Wasser war - wie sich später herausgestellt hat - mit einer fehlerhaften Salzmischung aus einem neuen Kübel angesetzt. Die bestand offenbar fast nur aus Natriumchlorid (Ca und Mg sehr niedrig, KH 4), das hält kein Seehasengelege aus. Andere Schnecken und alles mögliche Kleingetier auch nicht: Neben dem Verlust des Seehasengeleges hatte ich nach Wasserwechseln auch massive Probleme in anderen Aquarien.

    Sobald sich die Biologie in den Becken wieder erholt hat möcht ich einen neuen Anlauf wagen mit den grünen Seehasen aus Cebu und diesen Thread dann fortführen.

    Wird aber noch ein Weilchen dauern.

    Liebe Grüße
    Linda

    Hallo,
    ich möchte noch zwei Tipps dazu fügen wie ich es mache, CO2 und ein mechanisches Rührwerk mit einem Getriebemotor.
    Im Zusammenhang mit CO2 braucht man wesentlich weniger Dünger und das Reinigen des Reaktors verringert sich emens.
    Der abgebildete Reaktor hat ein Volumen von 40 Liter, beleuchtet 2x 10Watt LED, den Rest seht ihr selbst.
    Gruß
    Peter


    Hallo Peter,

    der zitierte Beitrag von dir liegt schon lange zurück, ich hab ihn aber erst jetzt mitgekriegt.

    Sag, wie hast du den Antrieb konstruiert? Mich interessiert dabei die Durchführung (Kugellager? Wie bekommst du das so stabil hin wie's bei dir ausschaut?), das Material der Welle und das des Rotors. Dankbar wär ich dir natürlich auch gleich für Tipps, wo ich die Teile bekomm.

    Dann könnt ich nämlich bei Gelegenheit mein Projekt Zooplanktonbatterie weiterverfolgen. Da lag das Problem in der dauerhaft salzwasserbeständigen Verbindung von Karbonstab und Propeller aus weichem PVC.

    Sorry für's OT. Bisher ging's ja um Phyto :smiling_face:

    Danke & liebe Grüße
    Linda


    Hallo Knut,

    erst mal danke, dass du dich hier eingebracht hast. Ich hab ja gehofft, dass sich AquarianerInnen mit ähnlicher Interessenslage mit konkreten Tipps melden.

    Zu den zitierten Absätzen in deinem Beitrag:

    Fein, dass es doch noch andere Quellen für größere Copepoden zu geben scheint in Deutschland. Wenn sie mit Brachionus durchsetzt sind stört mich das nicht besonders. Ist wohl eine Folge der Fütterung mit Hefe und des Umstands, dass es sich eben nicht um Tigriopus handeln wird. Die hätten die Rädertierchen schon aufgegessen.

    Interessant ist auf jeden Fall, dass die Zucht dieser Art ergiebig zu sein scheint. Noch interessanter sind die Bedingungen, unter denen das stattfindet.

    Für die Herstellung des Kontakts wär ich dir dankbar.

    In ein paar Wochen werden meine Tigriopus im Garten auch wieder mit der Vermehrung beginnen, über die Sommermonate wird es dann - hoffentlich - keine Probleme geben.

    Prekär waren die Monate von November bis jetzt. Ich hab ja versucht, ein paar Pods von den Gartenwanndln in die Wohnung zu übersiedeln, aber ergiebig ist das nicht geworden. Da möcht ich mich bei anderer Gelegenheit noch mit dir unterhalten, wie du eine derart produktive Indoorzucht von Tiggerpods am Laufen hältst.

    Und ja: Vor deiner Urlaubssaison hatte ich noch nicht damit gerechnet, dass es über Monate hindurch keine Pods zu kaufen geben gibt.

    Liebe Grüße
    Linda

    Zitat

    Darüberhinaus haben, im Gegensatz zu früheren Urlauben, diesmal die Zosterae ausnahmslos überlebt und verursachen damit einen entsprechenden Eigenbedarf.


    Unglück im Glück :smiling_face:

    Hast du dir schonmal überlegt die Americamysis bahia in deiner Seegraswiese einzusetzen?


    Hallo Torsten,

    ja, hab ich. Die Idee kam damals von Angi über Peter Steinbauer, lang bevor er mit seinem Planktonshop begonnen hat. Da hießen sie noch Mysidopsis :smiling_face:

    Es hat dann aber irgendeinen Grund gegeben, warum ich das doch nicht getan hab. Weiß jetzt nimmer, vielleicht war's der Umstand, dass A. bahia wie alle Mysiden anderes Zooplankton dezimieren. Die Zucht wollt ich 2010 trotzdem versuchen und hab eine Sammelbestellung im Riffaquaristikforum organisiert für diese Schwebegarnelen und Tisbe biminensis. Das war, glaub ich, sogar noch bei Angi, sie hatte eine Quelle in den USA aufgespürt. Dass dann die Mysis nicht mitgekommen sind, war einfach Pech. Ich hab's auch als Fügung des Schicksals empfunden.

    Bis vor kurzem hatte ich noch ja auch noch eine veritable Population von Ostseemysis in den Pferdchenbecken. Da waren ein paar mit den Copepoden mitgekommen und haben sich vermehrt wie die Fliegen - mit den entsprechenden Folgen für die substratgebundenen Copepoden, deren üppiger Bestand in den Pferdchenkoppeln mir sehr wichtig ist. Erst waren die Tisben dezimiert, und dann sind auch die Mysis wieder verschwunden.

    Als Zusatzfutter schwör ich deshalb auf die freischwimmenden Copepoden aus den Portionsbeuteln - auch wenn es sich mitunter um Tigriopus californicus handelt. Die wollten meine Ponies früher nicht, aber sie haben sich daran gewöhnt und nehmen sie jetzt gerne. Vor allem halten sie sich im Aquarium nicht ewig und sind deshalb keine Gefahr für die Tisben.

    Es wär ja zu schön gewesen, wenn sich die Erfolgsstory der letzten 4 Jahre problemlos fortgesetzt hätte. Die abwechselnde Fütterung mit Cops und Artemia hat die Vitalität der Pferdchen erhöht, Krankheiten ferngehalten und die früheren Vermehrungspausen vergessen lassen.

    Am Gardasee sollt man halt wohnen. Dort lassen sich die Tiggerpods ganzjährig ohne viel Aufwand züchten. Glaub ich zumindest :smiling_face:

    Liebe Grüße
    Linda

    Auch wenn's auf der HP so steht, ist oft doch nicht lieferbar.


    Steffi hat dieselben Erfahrungen gemacht wie ich. Den Smiley erspar ich uns.

    Liebe Grüße
    Linda

    PS: Für den nächsten Winter plan ich, meine Tigriopuszucht im Garten winterfest zu gestalten. Sowas wie diesen Winter mag ich net noch einmal haben. Die (fast) ausschließliche Fütterung mit Artemianauplien über mehrere Monate hindurch ist keine Lösung.

    Hallo Community,

    der Erfolg der Zwergseepferdchenhaltung hängt bekanntlich von der Versorgung mit hochwertigem Futter ab. Meine Ponies bekamen in den vergangenen 4 Jahren abwechselnd mit Selco S.parkle gefütterte Artemianauplien und 'Marine Copepoden' wie sie im Handel in den 90 ml Portionsbeuteln angeboten wurden. Von denen stammen die meisten aus polnischen Aquakulturen von Uwe Schatz. Dass diese Teiche im Winter einfrieren und deshalb eine Ernte nicht möglich ist, liegt auf der Hand.

    Aus diesem Grund hab ich seit 2012 Copepoden vor allem im Winter bei Poseidon gekauft. Deren Anlage im Westen Deutschlands war über die Jahre eine verlässliche Quelle.

    Seit November ist sie leider versiegt. Laut Auskunft des Firmeninhabers sind die Kulturen zusammengebrochen, und es wird auf unbestimmte Zeit keine Copepoden von Poseidon geben.

    Gestern war wieder einmal Liefertermin bei meinem hiesigen Dealer für den Seepferdchenhafer. Schatz hat neuerlich keine Copepoden geliefert :frowning_face: Nächster Termin in 14 Tagen.

    Die Suche im Web war auch nicht erfolgreich: Weder Gunnar Krug (fischfutterhandel.de) noch sonst ein mir bekannter Anbieter hat derzeit Copepoden im Stock. Vermutlich beziehen die aber ohnehin alle bei Schatz ...

    Hat jemand aus der Community einen Tipp für mich, wo ich's noch versuchen könnte?

    Liebe Grüße
    Linda

    Hallo Linda!
    So schlecht sehen die Kleinen nicht aus.
    Bekommen die größer Artemien auch oder nur die frisch geschlüpften?


    Hallo Reinhard,

    die frisch geschlüpften Artemianauplien können die Pferdchen nicht verwerten. Deshalb bekommen sie bei mir mit Selco S.parkle gefütterte Nauplien. Die sind dann zumindest eineinhalb Tage alt, in der Regel bleibt auch noch was übrig für das Frühstück am folgenden Tag.

    Lieb von dir, dass du mich trösten magst :smiling_face: Aber im Sommer, wenn es genug Pods gibt, schauen sie schon besser aus.

    Derzeit is auch nix mit Nachwuchs - ganz wie in früheren Zeiten, wo's im Winter auch eine mehrmonatige Vermehrungspause gegeben hat.

    Und das liegt nicht an der Beleuchtung :winking_face: Sind doch 2x 24 W T5 über 60x30 Grundfläche!

    Liebe Grüße
    Linda

    PS: Als Sonja mit dem Unterwasserstrahler ins Becken geleuchtet hat, haben die Ponies nach Sonnencreme gerufen :grinning_squinting_face:

    Hallo Wolfgang,

    was die Ponyfotos angeht bin ich überrascht, dass du sie trotz der ungeputzten Scheiben so gut einfangen konntest :smiling_face:

    Man merkt halt schon, dass sie bei ausschließlicher Fütterung mit Artemianauplien nicht soviel Fleisch an die Rippen bekommen wie wenn sie abwechselnd mit Artemien und calanoiden Copepoden gefüttert werden.

    Immerhin gibt's seit Monaten keine Copepoden zu kaufen. Das hat's seit 2012 nicht mehr gegeben, und Poseidon hat mir heute erklärt, dass das noch mehrere Wochen so sein wird. Die polnischen Zuchten sind scheinbar auch noch eingefroren.

    Es wär interessant zu erfahren, wie's den anderen Ponyhaltern in dieser misslichen Situation geht.

    Ich hoff, dass du bei der nächsten Fotosession wieder dicke, fette Seegraspferdchen vorfindest. Und geputzte Scheiben :smiling_face:

    Liebe Grüße
    Linda

    Hallo Reinhard & Wolfgang!

    Danke für die guten Wünsche (hoffentlich helfen's auch :)) und vorweg schon für den Artikel über die grünen Hasen!

    Viel Neues hat sich in der Hinsicht anscheinend nicht ergeben in den vergangenen 10 Jahren. Im Web hab ich weder einen Bestimmungsschlüssel für Phyllaplysia gefunden noch Angaben über die Dauer des Larvenstadiums. Das hätt mich zumindest als Richtwert interessiert.

    Umso mehr bin ich neugierig auf den Koralle-Artikel.

    Liebe Grüße
    Linda

    Natürlich kann's sein, dass Schneckenlarven von den Filterpatronen gefressen werden. Darauf lass ich's jetzt einmal ankommen.


    Hallo Community,

    ob die Seehasenveliger von den Filterpatronen gefressen wurden oder von was auch immer oder ob die Larvenphase einfach länger dauert als die geschätzten 30 Tage: Bis jetzt hab ich kein Seehasenkind entdeckt.

    Zu allem Überfluss ist der Größere von den Beiden vergangene Woche gestorben. Zuvor hatten sie sich - nach einer längeren Pause - noch einmal gepaart, und der Kleinere hat vor ein paar Tagen ein Gelege an einem Seegrasblatt abgesetzt.

    So hab ich jetzt wenigstens noch die Chance bekommen, es mit einem Larvenkreisel zu versuchen. Ein 25 Liter-Standardbecken hatte ich noch im Fundus, ebenso eine JBL ProFlow 500 und das nötige Bastelmaterial. Für den Kreisel selbst habe ich eine Mikrowellen-Abdeckhaube adaptiert und die mit MagClips und DIY-PVC-Klammern an der Frontscheibe fixiert. Zukaufen musste ich lediglich die Beleuchtung, eine Juwel Einsatzleuchte mit 2x 24W T5 Daylight. Hinter dem Kreisel habe ich 2 Schalen mit Seegras platziert. Das Substrat ist übrigens das Gemisch aus Korallensand und Tropic Marin Reef Mud Substrate, das sich bei Sonjas und Wolfgangs Seegräsern bewährt hat. Danke bei der Gelegenheit an Sonja & Wolfgang für das Sackerl Reef Mud! :smiling_face:

    Das abgezwickte Seegrasblatt mit dem Gelege habe ich an einer mir geeignet erscheinenden Stelle im Kreisel fixiert.

    Die Larven sollten am 2. März schlüpfen, und dann bin ich gespannt, ob Nannochloropsis ein geeignetes Futter für die Veliger ist.

    Fotos von heute im Anhang.

    Liebe Grüße
    Linda

    Hallo Wolfgang,

    ihr habt offenbar den ultimativen Grünen Daumen - auch was Seegräser angeht! :smiling_face:

    Ich hab mir grad das Reef Mud Substrate von Tropic Marin angeschaut: Da war ich vielleicht ein bissl überheblich als mich Hans-Werner darauf aufmerksam gemacht hat. Wie ich inzweischen weiß ist Schlamm ja doch nicht gleich Schlamm.

    Fasziniert hat mich auch die Frucht auf dem einen Foto. Leider hab ich in der Literatur keine Abbildung gefunden, die passen könnte. Es wäre toll, wenn die noch reift.

    Danke jedenfalls für die ausführliche Dokumentation sowohl was die gefundenen Gräser betrifft als auch die Pflanzung. Ein flaches Schüsserl in der Art und die Substratmischung möcht ich gelegentlich auch mal versuchen. Das Reef Mud Substrate sowieso :smiling_face:

    Liebe Grüße
    Linda

    ... Nitrat als Elektronendonator...

    Liebes Moderatorenteam,

    bitte um Ersatz des Begriffs <Elektronendonator> durch <Elektronenakzeptor> in Beitrag #122.

    Zitat von Linda

    Redox-Reaktionen hat, glaub ich, mein inzwischen seliger Chemieprofessor vor 43 Jahren selber noch nicht gekannt Entsprechend schwer tu ich mir jetzt bei der Verinnerlichung der inzwischen sehr umfangreichen Informationen.

    :face_with_rolling_eyes:

    Danke und liebe Grüße
    Linda

    Hallo Wolfgang,

    ich bin dir sehr dankbar für die Schilderung deiner Beobachtungen im Seegrasbiotop.

    Lass mich im Folgenden näher darauf eingehen:

    Zitat

    Die aquaristisch interessanten und hier besprochenen tropischen Gräser, sind nach meiner Beobachtung alle keine Tiefwurzler.
    Bei Ovalis zB kann man den Wurzelstrahl oft sehen, da leicht freigespült, weil direkt unter der Oberfläche.

    Die Rhizome verlaufen soviel ich weiß bei allen Seegräsern nur knapp unterhalb oder überhaupt an der Substratoberfläche. Nährstoffe nehmen die Gräser aber über die eigentlichen Wurzelstrukturen auf, die an den Trennlinien der Rhizomabschnitte gebildet werden. Die sind extrem empfindlich, sowohl was mechanische Beschädigungen betrifft als auch biochemische Einflüsse. Solang die Rhizome genug Kraft haben ersetzen sie verlorene Wurzeln. Das kann ich in den Aquarien recht gut beobachten bei jenen Pflanzen, die nicht von Anfang an vom Substrat abgedeckt waren. Mit Glück wachsen die Ausläufer dann von selber ins Substrat hinein, und wenn sie dort geeignete Bedingungen vorfinden, erfangen sich die Pflanzen auch wieder. Bei mir scheitert es vor allem in der 'Seegraswiese' an den geeigneten Bedingungen :loudly_crying_face:

    Zitat

    Die kleinen Gräser sind jetzt auch keine Sedimentfallen wie die Positoniawiesen im Mittelmeer, da ist eigentlich immer der Sandboden dazwischen zu sehen, der relativ sauber aussieht.
    Spricht jetzt für mich gegen Lindas " Kompostversion" ;-)) Wobei uns gerade da im Aqua ja definitiv die Verwertungsgesellschaft fehlt.....

    Wobei ich anmerken möcht, dass der Komposthaufen in der 'Pferdekoppel' schon deutlich kleiner geworden ist, weil der Nachschub fehlt :smiling_face: Die Verwertungsgesellschaft ist hier von der Artenvielfalt sicher nicht mit der im natürlichen Lebensraum vergleichbar, aber sie bemüht sich, den Detritus abzubauen. Dabei fällt mir auf, dass gerade in diesem Bereich der Sand relativ 'sauber' bleibt. Heute hab ich dort auch eine kleine Beggiatoa-Kolonie entdeckt, woraus ich schließe, dass die Ausscheidungsprodukte der Verwertungsgesellschaft dort landen, wo sie an sich gebraucht werden. Im Augenblick vertraue ich vor allem auf die mikrobielle NH4-Produktion in Verbindung mit dem Abbau des Schwefelwasserstoffs.

    Zitat

    Ebenso kommen in den Seegrashabittaten viele "wühlende" Tiere vor, die gerne vergessen werden. Bzw die man nur bei nachttauchgängen sieht.
    Da wimmelt es von Krabben, Garnelen und auch so manchem Fisch, die buddeln sich alle gerne ein, so das nur die Augen raussehen. Teils zum Verstecken, teils zum Jagen...
    Sorgt natürlich auch immer für einen kleinen Gasaustausch.

    ... der im Bereich von mehr als zwei, drei Zentimetern ganz offensichtlich gar nicht nötig ist - zumindest nicht für die Seegraswurzeln. Wie die in tieferen Substratschichten lebenden Tiere damit umgehen ist eine andere Geschichte (freilich nicht weniger interessant).

    Zitat

    Es wäre natürlich spannend zu wissen, wie schnell die Schichtung im Substrat anerob wird, bzw durch Abbauprodukte, oder Ablagerungen verändert.

    Ja, das ist die Kardinalfrage. Wahrscheinlich wird der Übergang von oxischen Bereich zum anoxischen auch von der Sedimentkörnung abhängen, aber das ist ja erst der Anfang. Das Verständnis für die da ablaufenden mikrobiellen Prozesse erfordert auch fundierte Kenntnisse in organischer Chemie und Redox-Reaktionen. Dass zahlreiche daran beteiligte Mikroorganismen wie durch Zauberhand auch in unsere Aquarien gelangen, hab ich im Mangrovenbecken gesehen. Wie 'komplett' die Gesellschaft ist kann ich nicht sagen, aber in diesem Becken hat sich mit den Jahren offensichtlich eine gesunde Mikrofauna entwickelt.

    Redox-Reaktionen hat, glaub ich, mein inzwischen seliger Chemieprofessor vor 43 Jahren selber noch nicht gekannt :smiling_face: Entsprechend schwer tu ich mir jetzt bei der Verinnerlichung der inzwischen sehr umfangreichen Informationen.

    So, und jetzt genehmig ich mir noch ein paar Seiten Schlegel :smiling_face:

    Gute Nacht!
    Linda

    Hallo Wolfgang,

    schön zu lesen, dass ihr wieder (gut) zurückgekommen seid. Hätt ja auch sein können, dass ihr auf Cebu bleibt, gell? =)

    Die Mini-Sepia ist schon ein ganz besonderes Schmuckstück, da freu ich mich auf eure Fotos.

    Ja, und was die schwarze Farbe des Bodensubstrats in Seegraswiesen angeht: Durch Eisensulfid schwarz gefärbten Sand find ich in meinen Aquarien ebenfalls knapp unterhalb der Oberfläche und hab bis jetzt gedacht, das ist auch gut so, weil dem natürlichen Lebensraum entsprechend. Im Grund genommen ist es das ja auch, nur ohne die passenden Mikroben halt ungesund für die Seegraswurzeln.

    Halophila ovalis hat bei mir bis jetzt überhaupt nicht gehalten. Deiner Beobachtung folgend kann ich mir jetzt auch vorstellen, warum.

    Liebe Grüße
    Linda

    Hallo, guten Morgen!

    Fast eine Woche nach dem letzten Post möcht ich ein bissl was von dem seither angelesenen Wissen über Sulfid oxidierende Bakterien weitergeben.

    Nicht nur Beggiatoa, sondern auch andere Bakteriengattungen sind in der Lage, Schwefelwasserstoff zu Schwefel zu oxidieren, wobei sowohl Sauerstoff als auch - im anaeroben Bereich - Nitrat als Elektronenakzeptor genützt werden kann. Nitratatmung scheint für Beggiatoa sogar die vorrangige Energieversorgung zu sein, und das dabei entstehende Ammonium kommt - wie schon von Hans-Werner angemerkt - dem Seegraswachstum zugute.

    Beggiatoa ist überdies zu vergleichsweise rascher Bewegung fähig und dringt (statt der ursprünglich von mir vermuteten wenigen Millimeter) mehrere Zentimeter in das Bodensubstrat ein.

    Die örtliche Veränderung der Bakterienkolonie ist auch im Aquarium zu beobachten: Das weiße Geflecht ist an der Substratoberfläche nicht ständig sichtbar. Es kommt und geht, auch unabhängig vom Tag/Nacht-Rhythmus.

    Gestern hab ich übrigens die 9.Ausgabe des Schlegel bekommen. Das mikrobielle Leben im Bodensubstrat ist noch um einiges komplexer als angenommen, vor allem rund um das Thema Schwefelkreislauf.

    Allerdings wird mir langsam klar, warum Seegräsern allgemein nachgesagt wird, dass sie zum Gedeihen eine Schichthöhe von mehreren Zentimetern benötigen.

    Liebe Grüße
    Linda

    Hallo Andreas,

    schön zu lesen, dass Megazoo scheinbar wirklich ernst macht und die Dori-Geschichte nicht ein einsamer Werbegag bleibt.

    Leisten kann sich sowas eh nur eine große Kette, die das auch medial vermarktet.

    Für wichtig in dem Zusammenhang halt ich aber auch die Förderung der Mitarbeiterqualifikation im Unternehmen. Da gibt's ganz unterschiedliche Erfahrungen in den einzelnen Filialen (auch von meiner Seite).

    Ich bin neugierig, ob es damit zu einer Vorbildfunktion des MZ kommen wird. Ansonsten werden die Fische halt anderswo gekauft. Das wird dem MZ nicht weh tun, der Sache aber auch nix nützen.

    Aber sehen wir das Glas halbvoll: Ein guter Anfang!

    Liebe Grüße
    Linda

    Hallo Hans-Werner,

    danke für diese wunderbaren Geschenke zum Valentinstag! :smiling_face:

    In die Dissertationen hab ich gleich reingeschaut. Beggiatoa scheint ein Schlüsselbakterium zu sein für das 'Funktionieren' von Bodensubstraten mit einem hohen Eintrag von organischem Abfall.

    Den Schlegel hab ich mir auch grad bestellt. Irgendwie würd es mich ja reizen, mein vor 39 Jahren begonnenes (und aus finanziellen Gründen gleich wieder abgebrochenes) Biologiestudium in der Pension wieder aufzunehmen, um endlich vom Status des interessierten Laien wegzukommen.

    Liebe Grüße
    Linda

    Hallo Hans-Werner,

    danke für den Artikel über die Wachstumslimitierung von Marschlandpflanzen durch Schwefelwasserstoff im Boden! Das trifft in ähnlicher Weise bestimmt auch auf die Seegräser zu. Genau sowas hab ich gesucht.

    Und natürlich auch danke für den link zum Wiki-Artikel über die Sulfatatmung. Darauf bin ich zwar heute schon im Weg des Artikels über den Schwefelkreislauf gekommen, hab mich aber mit der Erklärung, dass H2S durch den Abbau von schwefelhaltigen Aminosäuren entsteht, zufrieden gegeben.

    Das alles ist keine leichte Kost für mich, aber ich bin sicher, dass es sich lohnt, hier Zeit zu investieren.

    Liebe Grüße
    Linda

    PS: Dass Beggiatoa auch zur anaeroben Schwefelwasserstoff-Oxidation fähig ist und dabei NH4 entsteht hab ich nicht gewusst. Hab jetzt ein wenig darüber gegoogelt und bin dabei auf der englischsprachigen Wiki-Seite auf den Hinweis gestoßen, dass Vertreter dieser Bakteriengattung auch im Wurzelbereich von Sumpfpflanzen anzutreffen sind.