Beiträge von Linda

    Hallo Paulie,

    welche Art möchtest du denn pflegen?

    Ich hab ja nur Erfahrung mit den Minis H. zosterae, stell mir aber vor, dass 100 Liter für größere Arten sehr wenig sind. Nicht, weil die Tiere soviel Schwimmraum bräuchten, sondern wegen der Aufrechterhaltung der Wasserqualität.

    Grundsätzlich mein ich auch, dass die Beckenhöhe wichtig ist. Nach meinem Gefühl sollte sie zumindest das Dreifache der Körperlänge betragen, das sind etwa bei H. reidi rd. 50 cm.

    Und weil ich ein Fan bin von quaderförmigen Aquarien bin, würd ich mich für ein Aquarium von mindestens B100*T40*H50 entscheiden.

    Liebe Grüße
    Linda

    Hallo Michael,

    der Feilenfisch wäre eine gute Lösung gewesen, aber die Reihenfolge war nach meinem Dafürhalten falsch.

    Hast du nach der Chemieanwendung über Aktivkohle gefiltert?

    Was wohnt denn sonst noch in dem Becken?

    Berghia stephanieae hat in Riffaquarien üblicherweise kein langes Leben, zahlreiche Tiere haben sie zum Essen gern (übrigens auch Glasrosen!).

    Lysmata boggessi kenn ich als recht effektive Glasrosenesser, aber da sollte ansonsten nicht gefüttert werden. Gleiches soll für L. wurdemanni gelten.

    Ich würde die Wasserqualität hinsichtlich allenfalls vorhandener Giftstoffreste testen (auch Cyanobakterien und Dinoflagellaten können Gifte absondern) und es anschließend noch einmal mit Feilenfischen versuchen.

    Liebe Grüße
    Linda

    Darum hatte ich auch nicht die Zeit, die Scheiben vorher zu putzen. Das ist wahrscheinlich auch der Grund, warum Linda die Fotos gefallen .

    Richtig! Daran wird sich auch im Neuen Jahr nix ändern :smiling_face:

    Mir scheint, dass die generative Vermehrung die kleine blaue Xenia tatsächlich zur Plage werden lassen kann. Meiner geht's so gut nicht, drum beschränkt sie sich auf das zugewiesene Platzerl und schiebt halt gelegentlich einen neuen Polypen.

    Was lernen wir daraus? :face_with_rolling_eyes:

    Liebe Grüße
    Linda

    Hallo Peter,

    wieder mal ein Thema für Outlaws ... :smiling_face:

    Vorweg: Mit Standard-LED hab ich - aquaristisch - nur Erfahrung was meine Copepodenzuchten angeht. Da verwend ich Strahler aus dem Baumarkt mit 12 bzw. 20W. Der Farbwiedergabeindex ist '>70%', was nicht besonders klingt. Das Licht aber ist hellweiß und bekommt sowohl den Krebsen als auch den Algen. Genau das ist aber der Punkt: Korallen im Riffbecken werden mit einem für Algen günstigen Spektrum eventuell wenig Freude haben.

    Diese Art der Beleuchtung verwende ich aber erst seit etwa 2 Jahren. Viel länger schon sind bei mir Energiesparlampen (Philips Tornado) und 'normale' T5- bzw.- T8-Röhren (Narva biovital) im Einsatz, die ebenfalls keine speziellen Aquarienlampen sind. Alle haben Tageslichtspektrum mit 6.500K und einem Farbwiedergabeindex von 80%. Die Narva-Röhren kamen früher sogar auf 90%, der Unterschied ist allerdings nur im direkten Vergleich erkennbar.

    Mein Schreibtischnano ist von Beginn an mit einer 23W ESL Philips Tornado Cool Daylight in einer Schreibtischleuchte von Ikea ausgestattet, damit war bspw. auch eine Caulastrea furcata zufrieden.

    Ich hab jetzt nicht nachgeschaut, wie hoch dein Aquarium ist, denk mir aber, dass eine ESL zu wenig sein wird, um die jetzt dunklen Bereiche ordentlich auszuleuchten. Außerdem weiß ich seit kurzem, dass diese Technologie leider auch ein Auslaufmodell ist.

    T5-Röhren werden vermutlich ebenfalls nicht die ideale Lösung für deinen Bedarf sein.

    An deiner Stelle würde ich es trotz der eingangs geäußerten Bedenken mit einem LED-Strahler versuchen, da ist nicht viel vertan, wenn es doch nicht passt. Meine zuletzt gekauften Strahler sind von Shada, mit 56 Einzel-LED, Gesamtleistung 20W und 1.500 lm Lichtstrom. Als Sonderangebot haben sie im Raiffeisen-Lagerhaus pro Stück grad mal 25 Euro gekostet.

    Ein ähnliches Modell mit höherer Leistung gibt's hier: https://lampa.lv/led-floodlight…p65-300605.html

    Liebe Grüße
    Linda

    In der Natur existieren Korallen fast ausschließlich in Bereichen mit Kalksand, Quarzsand gibt es da fast nie...

    Hallo Sebastian,

    da muss ich jetzt schmunzeln ... Warum ist das wohl so?

    Da, wo es für Steinkorallen zu kalt ist, ist das Bodensubstrat häufig Quarzsand.

    Meine Erfahrungen mit diesem Substrat beziehen sich nicht auf Riffaquarien, sondern auf Brackwasserbecken und Seegrasbiotope. So läuft mein Schlammspringerbecken mit einer etwa 20 cm hohen Schicht aus Schlamm und feinem Putzsand aus dem Baumarkt (auf einem Eheim Bodendurchfluter mit Trennvlies) seit Juli 2007. Es ist das einzige Becken bei mir, in dem Seegras zügig gedeiht. Die Nährstoffwerte sind trotz großzügiger Fütterung an der Nachweisgrenze, und ich bin sehr froh, dass das System dermaßen stabil läuft.

    Ich bin der Ansicht, dass man, wenn man sich die Natur zum Vorbild nimmt, nicht immer alles unter Kontrolle haben muss.

    Als Bodensubstrat in einem Riffaquarium würde ich den Quarzsand freilich nicht wollen, das passt nicht recht. In dieser Hinsicht bin ich bei dir. Aber so wie es Stefan beschreibt - im Bypass - würde ich es jedenfalls auch bei einem Riffbecken machen (wenn ich den Platz dafür hätte).

    Widersprechen muss ich dir in der Hinsicht, dass Quarzsand keine Pufferwirkung besitzt. Reines Silikat vielleicht, aber der Putzsand ist bei uns ein Gemisch aus Silikat und Kalk (Donausand).

    Liebe Grüße
    Linda

    Hans Werner und Armin Glaser killen mal so eben die jahrelange Empfehlung begründet im Redfield-Verhältnis von 100:1. N und P

    Hi,

    das seh ich nicht so. Abgesehen davon, dass die Redfield Ratio 1P:16N angibt, darf man da auch nicht die 106 Teile Kohlenstoff vergessen, die für den Zellaufbau ebenfalls von wesentlicher Bedeutung sind. Kohlenstoff gelangt auf viele Arten ins Wasser und ist in der Regel v.a. im Meerwasser keine Mangelware. Trotzdem bin ich überzeugt, dass Roberts Frage

    Zitat

    ab welchem PO4-Wert kann kein Nitrat mehr reduziert werden

    nicht mit einem konkreten Wert beantwortet werden kann. Die Zusammenhänge sind einfach viel zu komplex.

    Sofern Renes Testergebnisse

    Zitat

    Hatte vor zwei Wochen laut Gilbers Icp 0 Nitrat und 0,001 Phosphat.

    stimmen, ist das weit weg von Roberts PO4-Wert (von Joes Werten ganz zu schweigen), und trotzdem funktioniert die Stickstoffversorgung.

    Robert: Schön, dass du einen Weg gefunden hast, dein Ziel zu erreichen :smiling_face:

    Liebe Grüße
    Linda

    PS/Edit: Hans-Werner war wieder mal schneller :smiling_face:

    Hi Robert,

    ich ruf noch einmal meinen Tipp in Erinnerung, auf das konsequente Auswaschen des Frostfutters zu verzichten. So kommt auf dem natürlichsten Weg Phosphat ins Wasser, und wenn du ohnehin häufig Tests durchführst, dann kann dir das eigentlich gar nicht entgleisen. PO4 im Spülwasser von FroFu hat nach meiner Einschätzung damit zu tun, dass beim Einfrieren Zellen aufplatzen und damit Nährstoffe freigesetzt werden. Würdest du Lebendfutter verwenden, wäre das Spülwasser vermutlich nicht 'belastet'.

    Deine Befürchtung, Schwermetalle einzubringen, kann ich wie schon erwähnt nicht kommentieren, weil ich mich damit noch nicht beschäftigt habe. Allerdings spül ich FroFu grundsätzlich nicht und kann trotzdem keinerlei negative Auswirkungen feststellen.

    Auf das Schwermetallthema im Zusammenhang mit FroFu ist bis jetzt hier noch niemand eingegangen. Hast du entsprechende Hinweise oder ist es bloß eine Vorsichtsmaßnahme?

    Liebe Grüße
    Linda

    Ja! So würd ich mir das auch wünschen, dass es die Organismen bzw. in erster Linie die Korallen selbst verbrauchen. Aber scheinbar hat sich das jetzt in eine Sackgasse gefahren, eben durch das verkehrte oder ungünstigere N : P-Verhältnis.


    Hi Robert,

    bitte verzeih mir die Bemerkung: Das ist Jammern auf hohem Niveau und noch dazu ohne Grund =)

    Wenn die Korallen unterschiedliche Bereitschaft zum Wachsen zeigen, dann hängt das bestimmt mit unterschiedlichen Ansprüchen zusammen, auch was die Strömung oder das Licht betrifft. Da kann ich aber nicht wirklich mitreden, weil ich nur ein paar - wenig anspruchsvolle - SPS hab. Dein Aquarium läuft doch prima, es besteht kein Anlass, irgendwas zu ändern. Der Tipp mit dem Verzicht auf das Auswaschen des Frostfutters bezog sich auf den damit verbundenen etwas höheren Phophateintrag, um das Verhältnis auszugleichen und den Stoffwechsel der Nitrat abbauenden Organismen anzukurbeln.

    Dazu möchte ich anmerken, dass die in den verschiedenen einschlägigen Fachseiten angegebenen PO4-Werte von 0,015 mg/l in Korallenriffen auch nur im Zusammenhang mit der dort herrschenden Organismenvielfalt zu sehen sind. Da werden ganz einfach enorme Mengen an Nährstoffen verbraucht. Das heißt ja bloß, dass das Biosystem effizient arbeitet. Die Werte im freien Ozean sind durchschnittlich um das Fünffache höher, obwohl auch dort schon zahllose Organismen für einen sicher recht ordentlichen Verbrauch sorgen.

    Was die möglichen Verunreinigungen des FroFu durch Schwermetalle angeht kann ich leider auch nicht mitreden, dieses Thema ist an mir bisher vorbeigegangen.

    Ich wünsch dir jedenfalls, dass deinem Becken nie was Schlimmeres widerfährt als 5 mg Nitrat pro Liter =)

    Liebe Grüße
    Linda

    Hallo Robert,

    meinAnsatz ist: Was an Nährstoffen ins System gelangt, sollte von den dort lebenden Organismen auch verbraucht werden können. Das kann man durch einen ausgewogenen Eintrag steuern (dazu gehört FroFu nicht auswaschen =)) und allenfalls durch zusätzliche Kohlenstoffquellen, die sich auf das Bakterienwachstum auswirken. Aber dazu braucht es halt auch Phosphor, sonst wird das nix.

    Es hat keinen Sinn, die Testergebnisse für sich als die relevante Größen heranzuziehen, weil die ja nur eine Momentaufnahme in einem ständig ablaufenden Prozess sind. Das Verhältnis N : P gibt Aufschluss, ob diese Prozesse naturnah ablaufen, mehr nicht.

    Jedenfalls: Solange die Korallen so aussehen wie in deinem Becken wär's mir wurst, ob NO3 5 mg oder weniger ist.

    Einen Thread zu diesem Thema gibt es ja gerade auch im Riffaquaristikforum (allerdings in anderen Dimensionen was das Nitrat betrifft).

    Liebe Grüße
    Linda

    PS: Fadenalgen sind ein Zeichen für gute Wasserqualität! :smiling_face: Es gibt verschiedene Tiere, die den Aufwuchs limitieren, und die längeren Fäden lassen sich mit einem Holzstab leicht entfernen.

    Hallo Bernd,

    danke für den Hinweis.

    Nein, das hab ich natürlich nicht bemerkt, sonst hätt ich auf Michaels Post gar nicht geantwortet. Es kommt ja eher selten vor, dass Forenmitglieder mehrere Jahre hier verbringen, gell? :wink

    Liebe Grüße
    Linda

    ... jemand eine Idee, wie man diese geschlechtliche Vermehrung begünstigen könnte?
    Bei mir hat sich die Alge zur Plage entwickelt, der ich nicht mehr herr werde. Seeigel und Doktorfische bringen genauso wenig Erfolg, wie stundenlanges Abzupfen der Algen.
    Oder hat jemand andere Ideen, die Alge los zu werden?

    Hallo Georg,

    die Idee klingt bestechend, ist aber nicht realistisch. Wie Michael schreibt, gedeihen seine anderen Caulerpas prächtig, während eine Art ausgeblüht ist. Bei Höheren Pflanzen sagt man mitunter, dass sie dann blühen, wenn die Lebensbedingungen ungünstig sind, weil sie sich dann zur Zeit der Fruchtreife wieder verbessert haben werden. Bei Kriechsprossalgen kann ich den ersten Teil der Weisheit bestätigen. Nicht ausgewogene Nährstoffverhältnisse können die Etablierung in einem Aquarium verhindern, und dann blühen die Algen aus. Was genau aber nicht passen darf weiß ich auch nicht. Und plag mich deshalb schon eine gefühlte Ewigkeit mit der Caulerpa brachypus (aka C. sisiphus :)) in meinem Minirifferl.

    Gelesen hab ich im Riffaquariumforum, dass Seehasen der Gattung Dolabella auch an diese Alge gehen und da recht effektiv sind. Sie sind halt nur was für größere Becken und auf Dauer nix für meine 54 Liter.

    Die Alge absichtlich zum Ausblühen zu bringen würd ich nicht versuchen.

    Liebe Grüße
    Linda

    habe mal gelesen das das milchige für seepferdchen giftig ist möchte mir welche zulegen und bin mir nicht sicher wie gefährlich sowas für seepferdchen ist kann mir da jemand was zu sagen

    Hallo Michael,

    als bei mir eine Caulerpa zum ersten Mal 'geblüht' hat und das Wasser milchig geworden ist, bin ich auch in Panik geraten.

    Ist aber alles halb so schlimm. Wie bei jedem Eiweißabbau gelangen halt die Nährstoffe, die vorher in den Algenzellen gebunden waren, ins Wasser und können vorübergehend Phosphat und vor allem Nitrat erhöhen. Einem funktionierenden Biosystem schadet das nicht.

    Dem entsprechend ist es auch für Seepferdchen nicht bedenklich. Meine Erfahrung beschränkt sich zwar nur auf Florida-Zwergseepferdchen, ich denk aber, bei anderen Arten wird es nicht anders sein.

    Das Caulerpin, das in dem Zusammenhang immer wieder ins Spiel gebracht wird, ist tatsächlich 'giftig', aber auch da macht die Dosis das Gift. Die Mengen, die beim Ausblühen freigesetzt werden, dürften zu gering sein, um wirklich Schaden anzurichten. Und schließlich ist auch Caulerpin ein Eiweiß, das rasch abgebaut wird.

    Freilich wird es auch eine kleine Rolle spielen, welche Caulerpaart ausblüht (C. taxifolia etwa soll besonders viel Caulerpin aufweisen), trotzdem wird allein das Absterben einer Kriechsprossalge das Aquarium nicht über den Jordan schicken.

    Deshalb: Cool bleiben, ggf. wie Joe gemeint hat die hässlichen Fetzen aus dem Becken entfernen, und Tee oder ein Glas Bier trinken.

    Liebe Grüße
    Linda

    Hallo Christiane,

    vorsichtig aus der Spalte lösen und absaugen ist wahrscheinlich die gescheiteste Lösung.

    Fressfeinde gibt es natürlich. Bei mir zupfen die Clibanarius tricolor gerne an Valonia herum und essen sie dann auch, wenn sie sie geöffnet haben. Wenn man aber Sorge hat, dass sich dann die Algensporen massiv verbreiten, dann ist das auch nicht das Wahre. Mich stört's in den Seepferdchenbecken nicht, und in den Riffaquarien hab ich Kugelalgen nur ganz vereinzelt.

    Es ist wohl auch eine Frage des Nährstoffhaushalts und der Konkurrenzsituation.

    Liebe Grüße
    Linda

    Hallo Herbert,

    ich kenn dich nicht, und in deinem Profil hab ich auch keinen Hinweis gefunden, auf welche fachliche Qualifikation sich deine Aussage stützt.

    Gehen wir davon aus, dass das Wasser, das die großen Flüsse dieser Erde in die Ozeane bringen, um ein Vielfaches mehr Schadstoffe enthält als das Trinkwasser, das bei uns in Mitteleuropa aus den Leitungen kommt. Dennoch sind die Ästuare und vorgelagerten Riffe - von Extremfällen abgesehen - arten- und individuenreich. Wie so oft macht die Dosis das Gift, zahlreiche 'Schadstoffe' sind auf der anderen Seite als Spurenelemente durchaus erwünscht. Ich denk etwa an Cu, das im Süßwasser in durchaus nennenswerter Konzentration vorkommen kann, im Meer aber in kaum messbarer Menge vorliegt.


    Hallo Chris,

    das eben genannte Kupfer kann für unsere Zwecke durchaus zum Problem werden, vor allem dann, wenn die Leitungen aus diesem Material bestehen und längere Zeit nicht durchgespült wurden.

    Ein anderes Thema ist Nitrat: Bei uns in Österreich liegt der Grenzwert für NO3 im Trinkwasser bei 50 mg/l. Das ist für meeresaquaristische Verhältnisse viel und vor allem für Algen ein ausgezeichneter Dünger.

    Grundsätzlich ist auch anzumerken, dass die Alkalinität recht hoch wird, wenn das zum Anmischen des Meerwassers verwendete Wasser bereits eine hohe KH aufweist.

    Diese und andere potenziellen Problemquellen können bei Verwendung guten Osmosewassers ausgeschlossen werden. Die im Handel erhältlichen Salzmischungen sind für demineralisiertes Ausgangswasser ausgelegt.

    Ich verwende seit Jahren Leitungswasser und hatte damit nie Probleme. Das Wasser in meiner Wohngegend ist in der Regel mineralstoffarm, der konstant gemessene Silikatanteil von 0,8 mg/l ist in den Aquarien binnen weniger Tage nicht mehr nachweisbar.

    Bei Wasserknappheit im Sommer wird gelegentlich Wasser aus anderen Quellen beigemischt, aber auch das konnte bisher nicht als Problemquelle ausgemacht werden. Vor etwa 1 Jahr hatte ich ein rätselhaftes Sterben in mehreren meiner Aquarien und hatte zunächst auch geglaubt, dass die lange bewährte Praxis die Ursache gewesen wäre, zumal mir später von den hiesigen Wasserwerken bestätigt wurde, dass die Wasserversorgung im fraglichen Zeitraum aus technischen Gründen vorübergehend verändert worden war.

    Als Ursache für den Zusammenbruch der Biologie in den Aquarien hat sich schließlich eine fehlerhafte Mischung des ebenfalls seit Jahren verwendeten Salzes herausgestellt. Es enthielt kaum Ca, Mg und KH.

    Die Schlussfolgerung: Auf der sicheren Seite bist du, wenn du die wesentlichen Werte beim frisch angesetzten Meerwasser checkst.

    Den Hinweis von Herbert auf ein gutes Buch möchte ich mich anschließen: Armin Glasers Ratgeber Meerwasserchemie sollte in keinem MeerwasseraquarianerInnenhaushalt fehlen.

    Liebe Grüße
    Linda

    PS/Edit: Für die Ergänzung verdunsteten Wassers habe ich in einem Becken eine automatische Nachfüllung installiert, die früher mit Osmosewasser befüllt wurde. Wegen der im Vergleich zum Beckeninhalt geringen Menge habe vor 2 Jahren ich auch hier - wie in den anderen Aquarien - auf Leitungswasser umgestellt.

    Hallo Andy,

    gut, dass du das getestet hast!

    Für mich stellt sich jetzt die Frage, ob die Braunalgen wirklich Braunalgen (damit meinst du vermutlich Goldalgen) und nicht Dinoflagellaten sind, und die Grünalgen wirklich Grünalgen und nicht Cyanobakterien. Dass wenig Stickstoffverbindungen vorhanden sind ist nicht ungewöhnlich, und das kommt vor allem jenen Cyanobakterien zugute, die ihren Stickstoffbedarf durch Fixierung molekularen Stickstoffs decken können. Die brauchen kein Ammonium und kein Nitrat, aber wenn sie wachsen, dann brauchen sie Phosphat. Dinoflagellaten ernähren sich u.a. von (Cyano-)Bakterien, damit löst sich das Phosphatproblem über kurz oder lang von selber, weil durch den Stoffumsatz Stickstoff in für pflanzliche Lebewesen verfügbarer Form gebildet wird. Es wird ja beides gebraucht, und Kohlenstoff noch dazu. Es geht übrigens nicht um die restlose Entfernung der Nährstoffe, sondern um ein ausgewogenes Verhältnis von Stickstoff zu Phosphor.

    Das ist zumindest mein Verständnis von der Einfahrphase. Sie geht umso schneller vorüber, je früher und besser sich bakterielles Leben etabliert. Bakterien haben in der Regel ein - verglichen mit 'echten' Algen - vielfaches Vermehrungspotenzial und benötigen dafür auch entsprechend viel Phosphor. Sobald freischwimmende Bakterien abgeschäumt sind, ist auch das PO4 aus dem Kreislauf entfernt.

    Natürlich kannst du den Weg weiter abkürzen und das gelöste Phosphat mit Adsorber entfernen. Da musst du halt aufpassen, dass es nicht irgendwann zuwenig wird. Nicht selten ist Phosphormangel der limitierende Faktor in Korallenbecken.

    Aber das liegt in deinem Fall noch in einiger Entfernung. Gut war jedenfalls, dass du die Korallen noch nicht eingesetzt hast.

    Liebe Grüße
    Linda

    Hallo Andy,

    das halt ich unter den gegebenen Umständen für keine gute Idee. Wahrscheinlich werden sich zunächst Cyanobakterien vermehren und anschließend Fadenalgen, beides keine gute Gesellschaft für Steinkorallen und Gorgonien. Außerdem brauchen die Zooxanthellen auch Stickstoffverbindungen, und ich glaube, dass die - vor allem im Verhältnis zum Phosphat - Mangelware sind.

    Wie gesagt: Erst einmal NO3 zu testen wär kein Fehler.

    Gruß
    Linda

    Hallo Andy,

    ich seh's ein bissl anders als meine Vorschreiber.

    Der Fehler war vermutlich, dass die organischen Reste am Totgestein nicht mit Wasserstoffperoxid losgelöst wurden.

    Weil die PO4-Depots nicht sofort in Lösung gehen, hast du das Gefühl, dass der Adsorber nichts bringt. Das muss aber nicht sein.

    Wenn du Bakterienpräparate zugibst (was ich durchaus für sinnvoll erachte), dann ist auch der Nitratgehalt interessant. Wenn ich das richtig einschätze enthalten die Bakterienstarter eine Kohlenstoffquelle, aber ohne Stickstoff können sich die Bakterien auch nicht entsprechend vermehren.

    Ich erinnere mich an eine sehr heftige Startphase mit ungereinigtem Totgestein (PO4 > 2 mg), die mit maßvoller Fütterung des Kleinzeugs innerhalb weniger Wochen abgeschlossen war. Heute sind in diesem Aquarium (ohne Abschäumer und PO4 Absorber) NO3 und PO4 an der Nachweisgrenze.

    Natürlich musst du in dem Fall auch mit entsprechendem Fadenalgenwachstum rechnen, aber das lässt sich mit Seeigeln, Schnecken und Einsiedlerkrebsen rasch in den Griff bekommen.

    Liebe Grüße
    Linda

    Hallo Community,

    mit dem angehängten Foto möchte ich den Beitrag wieder aus der Versenkung holen. Vielleicht hilft es, den Karfiolschnecken ihren Nimbus als reine Funktionstiere zur Algenlimitierung zu nehmen.

    'Nach dem Essen sollst du ruhen' - diese Redensart passt auf die 3 Daltons, die sich heute an der Rückscheibe des Seepferdchenbeckens nahe der Oberfläche zur Siesta eingefunden haben. Es handelt sich um eins der Alttiere und 2 ihrer Nachwüchse.

    Von den Adulten hab ich noch 2, die verbliebenen 9 Jungtiere sind derzeit auf 2 Aquarien aufgeteilt. Diese Anzahl kann ich auch noch vernünftig ernähren mit den Bryopsis aus eigener Zucht und denen, die ich gelegentlich als Gastgeschenke bekomm :). Außerdem saugen die Schnecken wie schon erwähnt doch auch an Halimeda und an Cladophora, damit hat sich die Fütterungsproblematik gottlob erledigt.

    Für AquarianerInnen, die sich die salzige Welt auch mal abseits des Riffs nach Hause holen wollen (und entsprechende Nahrungsquellen kennen), ist Elysia crispata ein einfach zu haltender und dennoch ausgesprochen interessanter Bewohner.

    Liebe Grüße
    Linda

    Hallo Harald und Wolfgang,

    vielen Dank für die raschen Antworten! Hab ja gewusst, wo ich nachfrag :smiling_face:

    Wolfgang: Mach dir bloß keinen Stress! Ein paar Jahre, denk ich doch, dass ich noch leben werde. Und in dieser Zeit werden die Amtsseeepferdchen dieser Erde hoffentlich einsehen, dass Seegräser hinsichtlich des Schädlingsbefalls weder vergleichbar sind mit Landpflanzen noch als Ablage für Apfelschneckenlaich geeignet sind. Und Seegurken kein Gemüse :face_with_rolling_eyes:

    Hallo Community,

    hier habe ich einen Schatz ausgegraben, der tatsächlich Antiquitätencharakter hat! :smiling_face:

    Anlass ist die Frage nach Schutzbestimmungen für Amphelikturus dendriticus, einem Seepferdchenverwandten, von dessen Existenz ich bis vor wenigen Tagen gar nix gewusst hab.

    Ein lieber Bekannter, der gelegentlich auch hier im Forum zu Besuch ist, hat mich darauf angesprochen. Nach meinem Kenntnisstand ist die Art in der IUNC Red List als least concern eingestuft (also ohne Schutzstatus), und im WAA ist von den Syngnathiden nur die Gattung Hippocampus in Anhang II enthalten. Die Verordnung (EG) Nr. 338/97 übernimmt die Bestimmungen des WAA 1:1, nur dass es halt dort Anhang B ist.

    Interpretiere ich das richtig, dass die Einfuhr nach D - sofern sich die Art überhaupt in die Stockliste eines mexikanischen oder US-amerikanischen Exporteurs verirrt - uneingeschränkt erlaubt ist? Und wie sieht es in D mit der Meldepflicht aus? Bezieht sich die auf Seepferdchen i.e.S. oder allgemein auf Röhrenmäuler?

    Danke für juristischen Beistand :smiling_face:

    Liebe Grüße
    Linda

    Zitat von Mike1982

    Der höchste nachgewiesene Wert war 0,1mg/l.

    Eine Antwort habe ich mittlerweile auch nachdem ich mit zwei Doktoren heute Telefoniert hab und beide sind der Meinung das kurzzeitige Ammonium konzentrationen für Korallen ok sind, sie sollten trotzdem nicht auf dauer hohen Ammoniumkonzentrationen ausgesetzt sein.


    Ich bin zwar kein Doktor, hab dir das aber gleich nach deinem Eingangspost geschrieben:

    NH3 ist giftig für Wasserorganismen, also denk ich, dass auch die Zooxanthellen der Korallen geschädigt werden, wenn es in einer Konzentration von mehr 0,1 mg/l vorliegt.


    Keine Ahnung, ob du die anderen Posts gelesen hast, deshalb noch einmal: Unter aquaristischen Bedingungen lässt es sich gar nicht vermeiden, dass NH3/NH4 im Zuge der Nitrifikation oxidiert wird. Damit ist ein anhaltend hoher Ammoniakgehalt nach meinem Dafürhalten ausgeschlossen.

    Bis jetzt wissen wir nicht einmal, wie hoch der 'nachgewiesene' Ammoniumwert ist.
    Tatsächlich eine nährstoffarme Diskussion :frowning_face:

    Sandy: Das Ammonium kann nach meinem Dafürhalten auch von den verhungerten Bakterien stammen oder von sonstigem Eintrag organischen Materials. Aber es lässt sich ja gar nicht vermeiden, dass die Nitrifikation in Gang kommt, solang die Sache nicht steril in einem Labor abläuft.

    Wären gleich Korallen eingesetzt worden, dann hätte sich die Frage überhaupt erledigt.

    lg
    Linda

    Hallo schonmal :),

    und du meinst, dass du in einem Diskussionsforum EINDEUTIGE Antworten bekommst? =)

    NH3 ist giftig für Wasserorganismen, also denk ich, dass auch die Zooxanthellen der Korallen geschädigt werden, wenn es in einer Konzentration von mehr 0,1 mg/l vorliegt.

    Das Problem dabei ist halt, dass der Gesamt-Ammoniumgehalt weitaus höher sein kann und der Ammoniak-Anteil pH-abhängig ist. NH3/NH4 wird in einem gesunden System aber ohnehin rasch nitrifiziert. Deshalb die Frage an dich: Was ist der Hintergrund deines Posts?

    Liebe Grüße
    Linda

    Neben Schnecken (auch etwas überdimensionierten )

    Ja, die haben da einfach zu wenig Auslauf! :smiling_face:

    Zitat

    ich dachte mir schon, dass es dir auch gefallen könnte :winking_face:

    Natürlich! Ich freu mich schon, dass in meinem Gorgonienbecken aus 2 Polypen, die den Salzunfall vor fast 1 Jahr überlebt haben, inzwischen eine kleine Kolonie geworden ist.

    Frei nach Lemo: Das Blau ist der Sarcothelia ist unerträglich hübsch.

    Weiterhin viel Freude mit diesem High Tech-Aquarium wünscht dir
    Linda :wink

    Hallo Reinhard,

    Wiki weiß zum Stichwort <lecithotrophic> folgendes:

    Zitat

    Lecithotrophic larvae generally have greater dispersal potential than direct developers. Many fish species and some benthic invertebrates have lecithotrophic larvae, which are provided with a source of nutrition to use during their dispersal, usually a yolk sac. Though some lecithotrophic species are capable of feeding in the water column, many, such as tunicates, are not, and must settle before depleting their food source. Consequently, these species have short pelagic larval durations and do not disperse long distances.

    Wenn Bill Rudman im Seaslugforum von bloß 5 Tagen Larvalentwicklung schreibt, dann könnte es schon sein, dass die Veliger von Elysia crispata nicht im Freiwasser leben, sondern benthisch und dabei keine Nahrung aufnehmen.

    Beim nächsten Gelege kann ich mir vielleicht ein bissl mehr Zeit nehmen für eine genauere Beobachtung. So schnell wird's eh nicht gehen, weil die adulten Schnecken räumlich getrennt sind und die Kinder noch eine Zeit brauchen werden bis zur Geschlechtsreife. Hoffentlich - denn die Fütterungsproblematik ist trotz erfreulicher Beobachtungen aus letzter Zeit noch nicht ganz gelöst.

    Freuen würd ich mich natürlich, wenn sich jemand, der mindestens genauso verrückt ist wie ich und die Schnecken um ihrer selbst willen pflegen möchte, für ein paar der Nachzuchten interessiert :winking_face:

    Liebe Grüße
    Linda

    Hallo Reinhard!

    Ja, ich freu mich wirklich sehr über die Schneckenkinder!

    In Beitrag #10 hab ich meine Beobachtungen zur Entwicklung von der Sichtung des Geleges bis zur Entdeckung der ersten kleinen Schnecken beschrieben. Wissenschaftlich exakt ist das natürlich nicht, aber dass Elysia ein Larvenstadium durchmacht ist hinreichend dokumentiert. Die Dauer des Larvenstadiums ist im Seaslugforum halt als deutlich kürzer beschrieben:

    Zitat

    E. crispata has lecithotrophic larval development [non-feeding planktonic larvae] with veliger larvae metamorphosing into juvenile slugs after about 5 days.

    Das mag daran liegen, dass ich die fertigen Jungschnecken in den ersten Tagen nach der Umwandlung gar nicht erkennen konnte. Sie müssen ungeheuer winzig sein.

    Liebe Grüße & gute Nacht!
    Linda

    PS: Ich glaub mittlererweile, dass der 'Zuchterfolg' auch dem neuen Salz geschuldet ist.

    Hallo Freunde der Gemüseschnecken!

    Ich möchte kurz über den aktuellen Stand berichten und was sich an interessanten Beobachtungen so angehäuft hat in der Zeit nach dem letzten Post.

    Also: Eine der adulten Schnecken im 'Zuchtbecken' ist offenbar gestorben. Offenbar deswegen, weil ich keine Leiche gefunden habe. Aber das ist bei Lebewesen, die zu einem derart großen Teil aus Wasser bestehen, nicht wirklich eine Überraschung.

    Dafür konnte ich in diesem Aquarium heute in der Früh 8 Jungtiere verschiedener Größe zählen. Dazu kommt 1 adulte und 1 halbwüchsige Elysia aus dem ersten Gelege im angeschlossenen Seepferdchenbecken sowie 4 weitere Schneckenkinder in regelrechten 'Atobecken' mit zwischen 1 und 1,5 Liter Fassungsvermögen. Im kleineren von den 2 befinden sich an Höheren Algen nur eine Handvoll Caulerpa brachypus aus der letzten Auslichtaktion im 'Zuchtbecken' vor 4 Wochen'. Dort hab ich vor wenigen Tagen ein Jungtier entdeckt, das offensichtlich die Caulerpa als Ersatznahrung akzeptiert.

    Dem Anschein nach besitzen die Jungschnecken noch nicht die Fähigkeit, Chloroplasten einzulagern und aus ihnen mit Lichtenergie Kohlenhydrate zu gewinnen. An besonders lichtexponierten Stellen ruhend findet man sie erst ab einer Größe von etwa 5 mm.

    Bryopsis ist zwar die bevorzugte Futtersorte (für die andere Algen ignoriert werden), aber ich bin in der Zwischenzeit sicher, dass Elysia crispata auch an Cladophora saugt, und Jungtiere auch an 'gewöhnlichen' Fadenalgen. Ulva intestinalis wäre möglicherweise auch eine Kandidatin, aber die Menge, die bei der Fütterung der Seepferdchen gelegentlich mit den Tiggerpods ins Becken gelangt, ist von den anderen Pflanzenessern verputzt, ehe die Schnecken überhaupt bemerkt haben, dass es auch noch was Anderes zu essen gibt.

    Die augenscheinliche Akzeptanz von Ersatznahrung hat meine Sorge, den Schneckenbestand ohne Bryopsis nicht längerfristig erhalten zu können, ein wenig kleiner werden lassen.

    Ich bin gespannt, ob die Altschnecken im 'Zuchtbecken' und in der Pferdchenkoppel noch leben, wenn die ersten Jungtiere geschlechtsreif sind. Zumindest die Bestandserhaltung dieser interessante Geschöpfe würde mir nämlich große Freude bereiten.

    Liebe Grüße
    Linda

    Hallo Dirk,

    auch von mir ein dickes Dankeschön für die Mühe, die du dir mit der Bereitstellung der Infos gemacht hast.

    Ich pfleg seit Jahren C. personatus, die auch regelmäßig ablaichen, genaus wie es die E. atriventris getan haben. Bislang ist es mir nie gelungen, die Larven länger als 3 Tage am Leben zu erhalten. Die Futterproblematik bei besonders kleinen Grundellarven ist bekannt, umso mehr freu ich mich, dass jetzt auch die Nachzucht von C. personatus geglückt ist.

    Viel Freude mit diesen wunderbaren Fischen wünscht dir
    Linda

    ... für die Larvenfotos von Wolfgang Vorisek ...

    *smile*

    Sorry fur's OT, aber das stell ich mir richtig lieb vor.

    Zum Thema: Angesichts der Diskussion hier und der tollen Bilder hier im Forum hab ich mich gestern auch entschlossen, eine gebrauchte Panasonic Lumix DMC-G3K zu kaufen. Die ist zwar noch ein Stück weit weg von den hier erwähnten Systemkameras, aber ich hoff, dass ich in Zukunft auch ein bissl bessere Fotos zusammen bekomm als mit meiner Sony DSC W irgendwas. Bei der Gelegenheit: Danke Wolfgang (Suchy) für die Einschätzung des Angebots :smiling_face:

    Liebe Grüße
    Linda

    Hallo Reinhard,

    in dem Aquarium werkt eine Kreiselpumpe JBL ProFlow 500, mittels in das Auslaufrohr eingelegten 4/6er Schlauchstücks gedrosselt auf eine adäquate Pumpenleistung für die Oberflächenströmung. Auf dem Ansaugstutzen befindet sich wie bei Linda üblich ein Schwammaufsatz (Eheim Air Filter).

    Im Auslauf ist weiters ein 4/6er Schauch eingebaut (ganz praktisch mit einem Verbinderaus der Gardena Micro Drip-Serie), der das Wasser in das Hauptbecken befördert. Der Rückfluss erfolgt über ein 16 mm Rohr nach dem Prinzip der kommunizierenden Gefäße.

    Liebe Grüße
    Linda

    PS: Irgendwann war eh wieder einmal eine gute Nachricht fällig =)

    Hallo Ewald,

    danke schön für die Blumen :smiling_face:

    Bei mir liegt es möglicherweise daran, dass das Aquarium zwar winzig ist, aber keine größeren Fressfeinde drin wohnen und es ziemlich 'versifft' ist. In weniger biotopgerechten Becken dürfte die Chance auf überlebende Jungtiere grundsätzlich gegen null gehen.

    Im Gegensatz zu den grünen Seehasen hat es bei den Elysias funktioniert - war wohl auch viel Glück dabei. Bis jetzt habe ich 3 kleine Elysias gefunden.

    Kein Vergleich halt zu dem Bericht von Paul Baldassano aus 2004 im Seaslugforum, in dem er von mehr als hundert Nachzuchten schreibt. Aber ein schöner Anfang ist es trotzdem für mich.

    Ebenfalls im Seaslugforum habe ich schon vor längerem den Hinweis gefunden, dass E. crispata auch an Halimeda und Penicillus geht. Diesen Angaben liegen Untersuchungen des Mageninhalts zugrunde. Ich kann allerdings nicht bestätigen, dass meine Schnecken dauerhaft an anderen Algen saugen als an Bryopsis sp..

    Die dritte adulte Schnecke (die habe ich im Seepferdchenbecken belassen), sucht sogar selbständig einen 'Fütterungsplatz' auf, an dem ich jeden Tag ein kleines Büschel Bryopsis deponiere.

    Bei der Gelegenheit noch die Angaben zur Dokumentation:

    Das erste Gelege habe ich nicht wie zunächst angegeben Anfang Juni gefunden, sondern erst einen Monat später, am 09.07.16.

    Der Schlupf der ersten Veliger dieses Geleges fand statt am 16.07.16, also genau 7 Tage nach der Eiablage. Über die fogende Larvalphase kann ich leider weder Berichte noch Fotos beibringen, obwohl ich eifrig nach Belegen für Elysia-Veliger gesucht habe.

    Sofern die jetzt gesichteten Jungtiere nicht von einem früheren Gelege stammen (das ich ggf. übersehen hatte), wird das Veligerstadium etwa 4 Wochen dauern.

    Ewald: Wenn du die Möglichkeit hast, ein eigenes Minibecken im Bypass mit deinem großen zu führen, dann glaub ich ziemlich sicher, dass es auch bei deinen Gemüseschnecken klappt mit der Vermehrung.

    Liebe Grüße
    Linda

    PS: Vor dem Fotoshooting musste ich erst die Kalkrotalgen von den Scheiben entfernen. Die Reste finden sich jetzt als hässliche Schuttablagerungen auf den Algen. Ganz so arg schaut's normalerweise nicht aus :smiling_face:

    Hallo Community,

    ich darf euch von einem Haltungserfolg betreffend Elysia (Tridachia) crispata berichten und dafür gleich diesen Thread verwenden. Thematisch passt er bestens, und ich hoff, der seinerzeitige Ersteller hat nix dagegen.

    Vor ein paar Monaten hab ich meinen Bestand an Gemüseschnecken augestockt, nachdem eins meiner Seepferdchenbecken (60/30/30) zu fast einem Viertel des Volumens mit Bryopsis zugewachsen war. Die nunmehr 3 Schnecken hatten die Algen binnen weniger Wochen komplett aufgegessen, sodas ich mich nach einer neuen Futterquelle umsehen musste. Wie oft in solchen Fällen ist grad nix verfügbar, wenn man's braucht. Es war ausgesprochen mühsam, Bryopsis aufzutreiben, schließlich hab ich je eine Handvoll vom Haus des Meeres und vom Megazoo bekommen. Einem Thread im Österreichischen Riffaquaristikforum hatte ich entnommen, dass die Algen bei zusätzlicher Gabe von Vitamin C besonders gut wüchsen, also habe ich mit einer Bryopsis-Zucht begonnen. Ganz reicht es noch immer nicht für die adulten Tiere, aber immerhin haben sich die Algen ganz gut etabliert. Mit Multivitaminsirup vermehren sie sich tatsächlich recht gut.

    Und jetzt darf ich auch noch Nachwuchs durchfüttern: Heute hab ich zum ersten Mal 2 Jungschnecken entdeckt. Sie sind bereits ungefähr 5 mm groß und werden wohl aus dem ersten Gelege vom Juni stammen.

    Näheres zum 'Zucht'becken und zur Zeitigungsdauer des Geleges reich ich nach, ebenso Fotos vom Gelege und von den Zwergerln.

    Zuerst einmal wollte ich einfach nur meine Freude mit euch teilen :smiling_face:

    Liebe Grüße
    Linda

    Hallo Rene,

    ein tolles Bild hast du da geknipst! Minikrebs und Seeigel? Eine sehr interessante Kombination. Wie lang hast du die beiden schon? Wenn du mehr darüber berichten möchtest, schlag ich vor, dass damit ein weiterer Thread eröffnet wird. Das können die Mod sicher machen.

    Solche Lebensgemeinschaften sind - abgesehen von Grundel und Knallkrebs - zumeist Stiefkinder der Meerwasseraquaristik.

    Liebe Grüße
    Linda

    PS: Teresa Zubi hat auf ihrer Seite starfish.ch den Lebensgemeinschaften ein ganzes Kapitel gewidmet. Leider hab ich unsere Krebsln dort nicht gefunden :frowning_face: