Beiträge von Linda

    Hallo Boris,

    die Hydroiden haben schon Fressfeinde, sogar jede Menge. Das Dumme ist, dass die entweder selber Nahrungskonkurrenten für die Ponies sind oder sie gar fressen.

    So war meine seinerzeitige Beobachtung, dass die Flohkrebse sowohl die Polypen als auch die Medusen essen, der Grund für die verhängnisvolle Entscheidung, Gammarus in meine Pferdekoppel einzusetzen. Und das hab ich auch voll Freude verkündet.

    In diesem Thread findest du ein Foto, das Angi hier reingestellt hat: Ein Flohkrebs beim Fang eines Fohlens! Später hab ich selber gesehen, dass adulte Flohkrebse sogar 3 Monate alte Ponies attackieren.

    Die bisher besten Erfahrungen hab ich mit Asterinas gemacht. Aber die sind halt recht langsam und können selbst in großer Anzahl eine Massenvermehrung der Hydroiden z.B. bei hohen Temperaturen und genügend Futter nicht stoppen.

    An schuppigen Prädatoren für die Cladonemas kommen kleine Grundeln, etwa Eviotas, infrage. Aber die sind viel fixer bei der Futteraufnahme als die Pferdchen, also ebenfalls keine Alternative. Außerdem sind es Riffbewohner, genauso wie die Leierfische, die ich ebenfalls für geeignet halt, Hydroiden zu limitieren.

    Das Hauptproblem ist, glaub ich, die Fütterung der Pferdchen mit Artemianauplien. Die sind wegen ihres patscherten Schwimmverhaltens die ideale Beute für Hydroiden. In der Natur ernähren sich die Cladonemas von benthischen Kleinkrebsen, und die sind da ein bissl vifer. Bei ausgiebiger Fütterung mit Artemianauplien und folglicher Massenvermehrung der Hydroiden haben aber auch sie keine Chance.

    Das sind die wahren Herausforderungen bei der Haltung der Seegrasponies.

    Deshalb setz ich auf die Schnecken. Wenn die ebenso eifrig Hydroiden vertilgen wir meine Aeolidiellas Glasrosen, dann muss ich mich eh beizeiten um ein Zuchtbecken für Hydroiden umschauen :smiling_face:

    Liebe Grüße
    Linda

    PS: Den Daniel Knop lass bitte schön grüßen und frag ihn, ob er nicht Zostera-Pferdchen abgeben kann :smiling_face:

    Zitat

    Original von Boris R.
    Was hälst du von der Behandlung mit Fenbendazole/Panacur

    Oje, schon wieder ein Apotheker :smiling_face:

    Lieber Boris, ehrlich gesagt: Nix.

    Das killt nicht nur die Hydroiden, sondern auch anderes - lieb gewonnenes - Kleinzeug, vor allem Würmer (allen voran wahrscheinlich die Borsties).

    Learchis poica ist ohnehin keine Option mehr. Es ist nicht sicher, dass sie auf Cladonema radiatum geht, außerdem liefert Ccritters sowieso nicht außerhalb der USA.

    Ich halt mich jetzt an Eubranchus exiguus, und die Leute, die sich da engagieren wollen, kennen sich erstens aus worum's geht und lieben zweitens Seegraswiesen. Am Gescheitesten ist ohnehin, nach den Cladonema-Geflechten zu suchen (eine enorme Herausforderung im freien Wasser) und am Fundort vorkommende Nacktschnecken zu sammeln. Da ist die Chance größer als wenn man sich auf eine bestimmte Art kapriziert, die dann vielleicht gar net passt.

    Also wenn es auf diese Weise gelingt, Prädatoren für Cladonema radiatum zu finden und erfolgreich zu vermehren, ist den Beiden der Nobelpreis für Meerwasseraquaristik sicher - das hab ich ihnen versprochen.

    Zitat

    Leider sind es nicht sehr viele Tiere in privaten Aquarien


    Bist du da sicher? In den USA scheinen die Ponies sehr beliebt zu sein und wegen des dort sehr günstigen Preises recht verbreitet bei privaten Haltern. Die Frage ist halt, in welcher Menge US-Nachzuchten für den Export gesammelt werden können, um auf einen vertretbaren Transport- und Nebenkostenanteil zu kommen.

    Wie auch du schließ ich mich Angi an mit der Hoffnung, dass die Tiere nicht wieder aus unseren Aquarien verschwinden. So schwierig ist die Haltung nicht - wenn man die Futterversorgung und die ungebetenen Gäste im Griff hat.

    Liebe Grüße
    Linda

    Hallo Angi,

    deine Mail hab ich grad gelesen, AW folgt am Abend.

    Schad, dass du keine Ponies mehr hast, aber es klingt so als ob du doch wieder welche nehmen wolltest, sofern sich die Gelegenheit dazu bietet. (Ccritters.com hat übrigens auch welche im Stock.)

    À propos: Was hältst du von der Petition, die Boris verlinkt hat in einem seinerer letzten Beiträge?

    Danke auch für die Adresse des Veterinäramts, ich werd mal nachfragen wegen der Schnecken. Ggf. stellt sich aber auch die Frage, ob es nicht g'scheiter wär, den Import über Wien abzuwickeln. Falls z.B. auch das Haus des Meeres Interesse hat an den Schnecken würde da sicher eine größere Menge zusammenkommen.

    Aber wie erwähnt bin ich eh ein bissl unsicher, ob Learchis poica wirklich diese Hydroiden isst. Ansonsten wär's schad um den Riesenaufwand, und um die Tiere sowieso.

    Andreas und Mane sind mir schon lang liebe Bekannte. Mane ist ja auch hier angemeldet und wird die Korrespondenz in dem Thread sicher mitverfolgen, und Andreas werd ich auch anschreiben.

    Und wenn Wolfgang sich da einbringt ist das überhaupt ein Hit. Wir wohnen ja - fast - Tür an Tür.

    Irgendwie schöpf ich jetzt wieder Hoffnung, dass sich bald wieder ein kleiner Silberstreif zeigen wird über den Seegraswiesen.

    Liebe Grüße
    Linda

    Das ist fein, Elena!

    Gleich gestern noch hab ich bei Dana Cramer angefragt, ob er auch nach Europa versendet. Die nächste Frage wird dann halt sein, zu welchen Konditionen. Soviel ich von Angi gehört hab, sind die Frachtkosten aus Übersee enorm hoch. Anfang 2010 haben wir mal durchkalkuliert, da wär mein Frachtkostenanteil für 5 Schnecken auf 30 Euro gekommen - allein der Transport aus den USA. Dann noch einmal 30 Euro für den Weiterversand nach Wien. (Da weiß ich jetzt aber gar nimmer, welchen Umfang der Gesamtimport ausgemacht hätte.)

    Zumindest hinsichtlich der Einfuhrbestimmungen hab ich bei den Schnecken weniger Sorge, Beschränkungen aufgrund des Artenschutzes hab ich keine gefunden.

    Zur Frage, ob Learchis poica Hydroiden isst, hier ein Auszug aus dem gestern erwähnten Forenthread:

    Zitat

    Hi there – I just wanted to say that I recently purchased a nudibranch (Nudibrach learchis poica) from ccritters.com, it was extremely cheap (2.50) and had ALL the hydroids eaten out of the 5 gal in less than 48 hours!! DID NOT bother the dwarves at all! Luckily I have other tanks for it to work in -(and I am secretly hoping some grow back so I can keep him) but when they run out I will probably let it clean up the 5 gal again, then find someone on craigslist with a hydroid problem.

    Die Frage und damit das Restrisiko ist natürlich, ob Learchis poica tatsächlich die bei uns verbreitete Cladonema-Art isst. Ich hab jetzt im Archiv nachgeschaut, aber den Artikel mit dieser Info leider nicht mehr gefunden.

    Bevor wir uns auf eine kostspielige aber unsichere Sache verlassen: Ich hab noch eine Alternative - Nudibranchus exiguus. Die Kleine Fadenschnecke wird als Fressfeind für die im Mittelmeer vorkommende Cladonema radiatum beschrieben.

    Nur hab ich die noch in keiner Händlerliste gefunden, und unsere in Kroatien schnorchelnden Aquarianerfreunde meiden vermutlich die Seegraswiesen, die als bevorzugtes Biotop dieser Hydroidpolypen gelten.

    Natürlich wär Eubranchus exiguus die günstigste Art, es mit einem Prädator für Cladonema-Hydroiden zu versuchen. Und wenn's so ähnlich funktioniert wie mit den Aeolidiellas sollte auch die Zucht keine unüberwindliche Herausforderung sein. Die Hydroiden lassen sich ja leicht vermehren.

    Ich schlag vor, wir warten jetzt mal ab, was Dana Cremer antwortet.

    Und vielleicht liest ja hier auch jemand mit, der demnächst nach Kroatien auf Tauchurlaub fährt und einen Meilenstein setzen möchte bei der Haltung von Seegrasponies :smiling_face:

    Liebe Grüße
    Linda

    Hallo Community,

    die hohen Temperaturen der vergangenen 2 Wochen haben in meiner Pferdekoppel wieder einmal zu einem explosionsartigen Auftreten der Hydroidmedusen geführt. Das bedeutet nix Gutes. Erfahrungsgemäß potenziert sich damit die Vermehrungsrate, da hat selbst meine Asterina-Armada keine Chance. Die Hydroiden mach ich verantwortlich für den kümmerlichen Aufzuchterfolg der 2 Würfe meiner Ponies im heurigen Frühjahr. Da hab ich die Stolonengeflechte zu spät bemerkt. Der Zooplanktonbestand war da schon so sehr dezimiert, dass fast alle Fohlen verhungert sind. Da nützt auch keine Zufütterung - was eingebracht wird, ist binnen einer halben Stunde von den Hydroiden gefressen, für die Pferdchen bleibt wenig über.

    Deshalb versuch ich jetzt noch einmal, Nacktschnecken der Art Learchis poica zu bekommen. Ein Thread über H. zosterae in einem US-Forum bestätigt meine Vermutung, dass die kleinen Nacktschnecken ideale Prädatoren sind für die Hydroidpolypen.

    Gefunden hab ich sie im Stock eines - eh klar - Händlers in Florida.

    Die Frage ist: Wie krieg ich welche nach Wien bzw. wer hat noch Interesse? Als Nahrungsspezialisten, die nur Hydroidpolypen der Gattung Cladonema essen, wird der Kreis der potenziellen Käufer nicht sehr groß sein. Die Versandkosten aber schon.

    Ich bin ein bissl verzweifelt, weil sich in der Seegraspony-Community so wenig tut und damit die Chance, dass sich ein paar Leute zusammenfinden, sehr gering ist.

    Gruß
    Linda

    Zitat

    Kennst du irgend ein Händler aus der Region wo nach Deutschland importiert?


    Nein, Boris, eben nicht! Ich hab von einem anderen Interessenten erfahren, dass sein Händler vor diesem Hintergrund einen Import über Frankreich organisieren möchte. Mehr weiß ich nicht.

    Das ist ja das Problem, dass das alles so unter der Hand abläuft. Das Forum, dieser Thread wär eine prima Plattform für den Austausch von Informationen über Nachzuchterfolge und Importpläne.

    Schad irgendwie :frowning_face:

    Liebe Grüße
    Linda

    Na fein, es rührt sich ja doch was in der Seegraspony-Community!

    Boris: Ich bin neugierig auf die Kommentare der Anderen hier. Grundsätzlich fürcht ich, dass deine Annahme stimmt. Aber es betrifft, so versteh ich das, nur US-Importe.

    Anke: Noch ein Nachtrag ...
    Ich hab jetzt sogar meine mittlererwile ausgewachsenen GGvJ-Nachzuchten aus der Pferdekoppel entfernt. Die Nelen sind mit den Fohlen des letzten Wurfs groß geworden, und aus der bisherigen Erfahrung bleib ich bei meiner Aussage, dass ich den Glasgarnelen nichts vorwerfen kann. Aber ich trau denen doch nicht so ganz, angesichts ihrer Gier, wenn sie einen Tag lang nix extra zu essen bekommen haben. Die aktuelle Situation was die Beschaffung von H. zosterae angeht ist mir zu heikel

    Anbei noch ein Foto von meiner im Frühjahr neu eingerichteten Ponykoppel wie sie jetzt aussieht.

    Liebe Grüße
    Linda

    Hallo Leila,

    müssen es unbedingt Salzwasser-Cyanobakterien sein? Unter den tausenden Arten gibt's auch welche im Süßwasser und sogar an Land.

    Im Sommer findet man häufig eine grüne Art wenige Tage nach einem Regen in sonnenexponierten Pfützen z.B. auf Feldwegen.

    Wenn du eine rote Meerwassercyanobakterie 'züchten' möchtest versuch's mal damit: Ein Gefäß mit Bodensubstrat und Anteilen organischen Materials (Erde reicht, prima wär natürlich ein Becher Mulm aus einem Meerwasseraquarium - aber das kriegst bestenfalls bei Leuten wie mir), Wasser dazu und sehr hell aufstellen. Acht halt drauf, dass direkte Sonneneinstrahlung um diese Jahreszeit ein durchsichtiges Kunststoff- oder Glasgefäß schnell aufheizt - viel mehr als 40° soll das Wasser auch nicht bekommen.

    Ich denk, innerhalb von ein paar Tagen wirst du dein Foto haben.

    Gutes Gelingen wünscht dir
    Linda

    Zitat

    Original von Anke
    Es dürfte sich dabei um P. adspersus handeln.
    Ich gehe mal davon aus daß sie ihren "Dienst" ähnlich gut verrichten können.


    Hallo Anke,

    Nach den Infos, die ich über Palaemon adspersus auf dieser Seite gefunden hab ist die Art auch von der Lebensweise her den GGvJ sehr ähnlich. Einzig die Größenangabe von 7 cm irritiert mich ein bissl. Falls es mit den Ostsee-Garnelen doch nicht klappen sollte: Hat Jens Thölke keine abzugeben?

    Zitat

    Was mich brennend interessieren würde wäre Deine selbstgebastelte Gammarus-Falle Linda.
    Ich habe diesen Part im Thema auch einigermaßen schockiert gelesen. Ich habe in beiden Becken sehr kleine Flohkrebschen zu schwimmen. Die sind ca. 5 mm groß und bislang auch nie größer geworden.
    Ich werde mir vielleicht auch was überlegen müssen um die gehörig zu dezimieren.


    Das ist ein simples Röhrl aus einer abgschnittenen Kotprobenfiole. In den Schraubdeckel hab ich Loch gebohrt und ein Stück Perlongaze eingeklebt. Auf der offenen Seite hab ich einen Trichter reingesteckt (ein Stück von der Spitze einer Silikonkartusche), mit der kleineren Öffnung innen. In das Röhrl geb ich abends ein bissl Futter und versenk es im Becken. In der Früh nehm ich's wieder raus. Weil alles nur gesteckt bzw. geschraubt ist, lässt sich die Falle leicht entleeren und reinigen.

    Sie funktioniert an sich ganz gut, zur Ausrottung der Viecher ist sie aber sicher nicht geeignet.

    Und lass dich von den 5 mm-Minis nicht täuschen! Scheinbar erreichen sie ihre Maximalgröße vor allem durch die Fütterung mit Seepferdchenfohlen :frowning_face:

    Nach meiner leidvollen Erfahrung hilft nur eins: Neues Becken, Verzicht auf Livesand, kein Lebendgestein und keine Ablegersteine, Grünzeug in Süßwasser spülen. Und penibel drauf achten, dass keine Junggammarus etwa mit dem Futter eingeschleust werden.

    Zitat

    Was bleibt ist noch eine Frage. Es beginnt bald die Urlaubszeit. Wie regelt Ihr das? Ich fahre ja selten mehr als eine Woche weg - wenn überhaupt. Aber welche Erfahrungen habt Ihr dabei gemacht?
    Kann man die Pferdchen auch mal ein paar Tage allein lassen.


    Bei der traditionellen Haltung in weitgehend sterilen Becken ist die tägliche Fütterung einschließlich Reinigung wohl unverzichtbar. Im naturnah eingerichteten Aquarium mit guten Bedingungen für die Vermehrung des substratgebundenen Kleinzeugs sind ein paar Tage ohne Pflege erfahrungsgemäß kein Problem - vorausgesetzt natürlich, dass der Besatz mit Pferdchen auch entsprechend gering ist. Ob es funktioniert erkennst du aber ohnehin anhand der täglichen Beobachtung.

    Wegen der Algen würd ich mir keine Sorgen machen. Die von mir als Hauptbepflanzung verwendete Caulerpa serrulata wächst sehr rasch und bedeckt schnell die gesamte Bodenfläche. Da freut sich die Ponyhalterin, wenn sie gelegentlich eins der Pferdchen entdeckt im Pflanzendickicht :smiling_face:

    Nährstoffe gelangen mit der Fütterung des Kleinzeugs in ausreichender Menge ins Becken. Wenn's eingefahren ist, halt ich Nitratmangel für ausgeschlossen.

    Zitat

    Ich kann ja mal mein Becken bei Gelegenheit ablichten und vorstellen.


    Ja, bitte tu das! :smiling_face:

    Zitat

    ... aber es wurde wohl auch ein Import in Mitteldeutschland beantragt. Wobei ich aber da ein bissl Bauchschmerzen habe muß ich sagen...


    Davon hab ich schon vor längerem gehört. Und dann, dass die Sache komplett schiefgegangen sei und keins der Ponies überlebt hat. :confused_face:

    Auch über die Pferdchen, die voriges Jahr in der Schweiz angekommen sind, liest man gar nix mehr. Deshalb bin ich ja so besorgt, dass die Art wieder aus unseren Aquarien verschwinden könnte. So wie's mir jetzt gegangen ist mit der neuen Pferdekoppel, reicht ein einziger dummer Fehler aus, um den Bestand ernsthaft zu gefährden. Deshalb setz ich sowieso auf ein eigenes Backup und zieh einen Teil der Fohlen in den bewährten Faunaboxen auf.

    Wenn sich meine Herde so weit erholt hat, dass ich Tiere abgeben kann, werd ich zuerst mal welche Andi (Mela) zukommen lassen. Er war hier der Erste, der die Ponies in großer Zahl nachgezogen hat. Zwar auf völlig andere Weise als ich, aber sehr erfolgreich. Von ihm hatte ich 2 Paare in sehr gutem Zustand bekommen. Dass er sich später von seinen Tieren getrennt hat, war schade und wohl mit ein Grund für den Mangel an Nachzuchten.

    Noch einmal zurück kommend auf den Beginn deines Posts ...

    Zitat

    ... nachdem ja viele - ich nenne es mal "Schreckensnachrichten" - zur Haltung dieser Pferdchen im Netz kursieren.


    Ja, das stimmt und ist auch angesichts der hier im Forum geschilderten Erfahrungen nicht so einfach abzutun. Aber wie schon oft gesagt: Der Erfolg steht und fällt mit dem Futter: Es muss gar nicht viel sein, aber das Richtige.

    Ich bin gespannt, wie's bei dir gehen wird.

    Liebe Grüße
    Linda

    Zitat

    Original von SeepferdchenDr
    Gesund sind alle.


    Hallo Elena, das ist eine gute Nachricht :smiling_face:


    Zitat

    Vielleicht warten sie einfach auf ihren Umzug in das neue Zuhause.


    Ganz sicher. Ich wünsch dir und deinen Ponies, dass es euch damit vom Fleck weg besser geht als mir und den meinen mit der neuen Pferdekoppel.


    Zitat

    Auf jeden Fall wünsche ich mir wieder einige Zwerge mehr.


    Das wünsch ich dir auch. Sowieso.

    Liebe Grüße
    Linda

    Hallo Anke,

    schön, dass du hierher gefunden hast! (Und danke für dein Lob placetogo.to betreffend =))

    Die Vorarbeit - Planktonzucht - hast du ja schon begonnen, und das halt ich für gut die Hälfte auf dem Weg zu Erfolg. Vor allem Tisben, hab ich gelernt, sind enorm wichtig für die gelungene Haltung der Seegrasponies.

    Leider hat sich hier schon länger niemand von den anderen H. zostera-Haltern zu Wort gemeldet, ich hoff, das kommt noch. Es wär schade, wenn die kleinen Pferdchen wie schon vor einigen Jahren wieder aus unseren Aquarien verschwänden. Meine bemühen sich zumindest jetzt wieder um die Erhaltung des Bestands.

    Die Haltung im naturnahen Becken hab ich schon immer propagiert, allerdings war mein Fehler gewesen, Gammarus einzusetzen gegen die in diesem Zusammenhang fast unvermeidliche Hydroidenplage. Die Geschichte noch einmal aufzuwärmen ist nicht nötig - in diesem Thread hier sind mehrere Infos zu dem Thema zu finden. Aufpassen muss man halt beim Einsetzen von Höheren Algen und von Korallen auf Ablegersteinen.

    Gegen die Hydroiden haben sich bekanntlich Gänsefußseesternchen bewährt. Die müssen halt in entsprechender Menge vorhanden sein, um effektiv zu wirken. Aber viele Riffaquarianer sind ohnehin froh. wenn sie die loswerden, weil sie auch gern an Korallen naschen.

    Dir möcht ich halt unbeding raten darauf zu achten, dass ausreichend Kleinzeug im Becken vorhanden ist, das sich um den organischen Abfall kümnmert. Neben den auf meiner Website empfohlenen Mitbewohnern hab ich vor ein paar Monaten auch eine winzige Asselart in meinem Gorgonienbecken entdeckt, die die Oberflächen sauber hält. Sie ist somit auch im Ponybecken nützlich und wird von den Pferdchen ganz gern gegessen.

    Die Glasgarnelen (GGvJ, Palaemon cf. concinnus) sind sowieso ein Hit im Ponyaquarium. Ich hab noch nie gesehen, dass sie die gesunden Neonate angreifen, aber ich geh davon aus, dass sie für die Selektion sorgen.

    Aber wie ich gesehen hab, bist du ohnehin vom Fach, also wird es in dieser Hinsicht keine Probleme geben.

    Das - und dass du bald fündig wirst mit einer Quelle für Seegrasponies - wünscht dir
    Linda

    Zitat

    Original von Wolfgang S
    ... zumal wir hoffen, noch ein paar Nachzuchtenregistereinträge zu den Zosterae zu bekommen

    Hallo Freunde der Seegrasponies,

    wie sieht's denn aus in der Zuchtecke? Ich hab eine lange Liste von InteressentInnen, aber keine Ponies abzugeben.

    Vor einem Jahr habe ich wegen einer bevorstehenden Augenoperation den Bestand stark reduziert, seither hat er sich nimmer erfangen.

    Dabei hat das Jahr 2012 recht erfreulich begonnen. Nach der Winterpause hatte ich Anfang März den mit 19 Fohlen bisher größten Wurf zu verzeichnen. Zu spät hab ich die Hydroiden bemerkt, die den Ponies das feine Zooplankton weggefressen haben. Von diesem Wurf haben bloß 3 überlebt :frowning_face:

    Die Hydroiden versuch ich seither mit einer Armada von Asterinas zu limitieren, aber das dauert entsprechend, und mit den steigenden Temperaturen bilden die Polypen jetzt schon vermehrt Medusen aus. Es ist ein Wettlauf mit der Zeit.

    Außerdem bin ich nicht ganz glücklich mit der Beckenbiologie an sich. Im Februar hatte ich mich endlich aufgerafft und die flohkrebsverseuchte Pferdekoppel durch ein neues Becken ersetzt. Dabei habe ich mit dem ungewaschenen Putzsand wohl übertrieben. Das feine Sediment hatte sich nach 2 Wochen zwar so weit abgesetzt, dass man den Hintergrund erkennen konnte, aber der Belag auf den mittlererweile eingesetzten Pflanzen hat denen nicht gut getan. Seegras und Caulerpa wachsen zwar, mit ihnen aber auch blaugrüne Cyanos, und da hab ich den Eindruck dass die die Entwicklung des Zooplanktons behindern. Kann mich natürlich auch täuschen, und es sind ausschließlich die Hydroiden für die schleppende Entwicklung der Copepoden verantwortlich.

    Leider kann ich Details von der Größe einer Tisbe nur mit Mühe erkennen, deshalb hab ich von einem Wurf vor ein paar Wochen 3 Fohlen abgefischt und zieh sie in einer Faunabox auf. Die ist ein bissl übersichtlicher.

    In der Pferdekoppel wohnen derzeit außer 6 (semi-)adulten Ponies noch zumindest 4 Fohlen aus den Würfen der letzten Wochen. Macht mit den 3 in der Faunabox und einem Hengst, den ich wegen einer Brutbeutelentzündung in Quarantäne geben musste, 14 Pferdchen. Bis daraus wieder eine stabile Zuchtgruppe wird, vergehen sicher noch ein paar Monate - sofern nicht wieder Unerwartetes dazwischen kommt.

    Sehr traurig ist auch, dass aus den erhofften Backups in Wien und Umgebung nix geworden ist. In zwei Fällen gab's zwar sogar Nachwuchs, aber mit der Zeit sind alle Tiere nach und nach verstorben.

    Ich werd das Gefühl nicht los, dass es die meisten Halter von Zostera-Ponies mit dem Futter zu gut meinen. Die besten Erfahrungen hab ich gemacht mit dicht bepflanzen Becken mit einem gesunden Kleinkrebsbestand und so wenig Pferdchen, dass es über einen längeren Zeitraum genügt, das Zooplankton zu füttern und nur gelegentliche Zufütterung mit Krebstieren nötig ist. Ein Zuviel an Futter bedeutet eine Erhöhung des Keimdrucks. So hab ich vermutlich auch die Verantwortung für die Brutbeutelentzündung des Hengsterls zu tragen - das hab ich vor der Sehschwäche nicht gekannt.

    Um nochmals auf die eingangs gestellte Frage zurückzukommen: Wenn jemand Ponies abgeben kann möge er/sie sich bitte ins Nachzuchtenregister eintragen oder mir eine Mail schicken, damit ich Anfragen weiterleiten kann.

    Liebe Grüße
    Linda

    PS: Anbei ein paar Fotos von der Koppel und 2 der Bewohner. Bessere Bilder bring ich leider nicht zusammen, weil meine Kamera auf die Caulerpas fokussiert und nicht auf die darin versteckten Ponies.

    Hallo Peter,

    na hoffentlich flutscht mein Mini-Zackenbarsch nicht mal über den Ablauf rüber ins Refugium und vertilgt die dort wohnenden Percon planissimum :confused_face:

    Die alternativ mögliche Fütterung mit Frostmysis ist jedenfalls eine beruhigende Aussicht. Mein Kleiner hat in den wenigen Tagen bereits ganze Arbeit geleistet, über kurz oder lang werd ich ihm wohl auch separat was zu essen geben müssen.

    lg
    L.

    Hallo ihr Lieben,

    Wolfgang hatte auf meine Bitte hin im Forum gefragt, weil mein PC kaputt war und ich mich nicht selber umhören (besser Umlesen) konnte.

    Entschieden hab ich mich für den Plecranthias inermis aus folgenden Gründen:

    L. boggessi kenn ich aus eigener Erfahrung als stets sehr hungriges Wesen, das alles vertilgt, was ihm in die Scheren kommt. Schnecken aller Art und Gänsefußseesterne stehen genauso auf dem Speiseplan wie z.B. die Lobstereier, die meine Gorgonien bekommen oder die Mysis, mit denen ich meine Tubastrea füttere. Da wären die Garnelen immer schneller, und Futterklaus muss ich in diesem Becken net unbedingt haben

    Glücklicherweise hab ich spontan einen Plectranthias inermis gefunden, und der erweist sich tatsächlich als Idealbesetzung. Das Kleinzeug lässt er in Ruhe und ernährt sich vorderhand von den zahlreichen Gammarus. Sollte er den Bestand tatsächlich dezimieren (muss eigentlich nicht sein, mir geht's bloß um die Limitierung, weil die Flohkrebse ihrerseits das Kleinzeug ausrotten), kann ich ihn gut mit Frost-Mysis versorgen.

    Dank deshalb auch an dieser Stelle an Wolfgang für die Weiterleitung meiner Frage und an Peter für den Tipp :smiling_face:

    Liebe Grüße
    Linda

    Zitat

    Original von steff230880
    Es wäre kein Hexenwerk gewesen, sich vor dem Kauf über passende Fische zu informieren, z.B. im Meerwasserlexikon od. hier im Forum.
    Die Schuld jetzt auf den Händler abwälzen....,naja.


    Sorry, Steff, das halt ich für die typisch eingeschränkte Sichtweise eines Forianers :smiling_face:

    Wenn ich mir ein Kleidungsstück kaufe und keine Freundin dabei hab, die mir sagt, ob es rundherum sitzt, muss ich wohl oder übel auch der Aussage des Verkaufspersonals vertrauen. Komm ich dann drauf, dass da im Vordergrund der Umsatz gestanden hat und nicht die Beratung, ärgere ich mich, brings zurück und kauf dort wahrscheinlich nimmer ein.

    Ich weiß schon: Nicht alles was hinkt ist ein Vergleich (hier geht's schließlich um lebende Tiere), aber das Gros der Newcomer vertraut mit Sicherheit zuerst mal dem 'Fach'handel.

    Es ist gut, dass zumindest dann, wenn die ersten Probleme auftauchen, Rat in den einschlägigen Foren gesucht wird. Das ist dann die große Chance, dem/der BetreffendeN eine andere Sichtweise zu vermitteln. Es gelingt nur bei Wenigen, zugegeben, aber wenn man die verschreckt, ist überhaupt Hofen und Malz verloren. Und gegen Beratungsresistenz ist auch kein Kraut gewachsen.

    Zitat

    Schließlich trägt der Aquarianer selbst die Verantwortung für seine Tiere.


    Dem ist nicht zu widersprechen :smiling_face:

    lg
    Linda

    Zitat

    Original von mbbje ehr der fisch den löffel abgibt, um so besser für ihn :loudly_crying_face:


    Unsinn! Wenn Peter den Fisch gesund bekommt, kann er einen besser geeigneten Platz für ihn finden. In diesem Zustand nimmt ihn keiner.

    Torsten hat völlig richtig gehandelt und den Fragesteller nicht gleich mit der Keule erschlagen.

    In den mir bekannten Aquaristikforen gibt es immer wieder Leute, die vielleicht fachlich qualifiziert sind, aber keinen blassen Schimmer haben vom richtigen Umgang mit Newcomern, die Hilfe suchen.

    Seid doch froh, dass Fragen wie diese überhaupt noch gestellt werden!

    Linda

    Ich auch =)

    Hallo Armin,

    wenn Kohle nur als Katalysator und in geringer Menge erforderlich ist: Es gibt ja Einsätze für Rucksackfilter, die u.a. mit Kohle bestückt sind.

    Sowas in der Art ließe sich eventuell beim Auslass des Nano Doc anbringen. Hältst du das für sinnvoll? Behindert es aber u.U. die Wasserzirkulation und lässt den Wasserstand im Abschäumer ansteigen?

    lg
    Linda

    Hallo Gerhard,

    O3 entfernt ja nicht nur den Gelbstich, sondern oxidiert auch Moleküle, die unter anderen Umständen reaktionsträge sind. (Ich nehm an, das wird auch der Grund sein für den Einsatz der Kohle, die so die Radikale bindet, die sonst aus dem Abschäumer ins freie Wasser gelangen.)

    Beziehungsweise unterstützt das Ozon über die Erhöhung des Redoxpotenzials biologische Prozesse, die auf Sauerstoff angewiesen sind.

    lg
    Linda

    Hallo Armin!

    Ja, nach dem, was du bisher geschrieben hast, glaub ich das gern. Allerdings hab ich keinen Plan, wie ich das bei dem Tunze Nano Doc 9002 anstellen sollte.

    Der NO3-Wert ist übrigens heute ggü. gestern halbiert, und aus der merklichen bakteriellen Trübung schließ ich, dass die Ethanolzugabe im Planktonteil Wirkung zeigt und der Ozonreaktor im Refugium (wie erwähnt mit der geringstmöglichen O3-Produktion) in dieser Hinsicht keinen negativen Einfluss hat.

    Vor allem aber ist den Bewohnern des Aquariums nicht anzumerken, dass sie sich unwohl fühlen würden.

    Vielen Dank jedenfalls dir und allen anderen Postern für die Unterstützung!

    Liebe Grüße
    Linda

    Hallo Armin,

    unmittelbar (im Abschäumer) geht das nicht. Ich hab mit der Kohle einen Schnellfilter befüllt und lass den parallel laufen.

    Liebe Grüße
    Linda

    Hi ihr,

    danke für eure aufschlussreichen und beruhigenden Antworten. Da ist einiges dabei, an das ich zuvor überhaupt nicht gedacht hatte. NO3 in der vorliegenden Menge von 15 mg/l stört mich ja nicht wirklich, und auf diesem Niveau ist der Wert seit ein paar Tagen ohnehin wieder stabil.

    Michael: In dem System funktioniert die Nitrifikation schon bisher sehr gut. Ammonium hab ich zwar nicht gemessen, aber NO2 ist mit Tröpfchentests nicht nachweisbar. Dass es im Zuges des Prozesses entsteht ist mir schon klar, aber in dieser Hinsicht kann ich mir einen zusätzlichen Einfluss des Ozons nicht vorstellen.

    Den hellen und flüssigen Abschaum mit den denaturierten Proteinen leer ich einfach zurück ins Becken. (Scherzerl - mach ich natürlich nicht.)

    Ich weiß aber jetzt auch, warum ich die Sonde für die Spontanmessung in der sündteuren Kaliumchloridlösung lagern werd.

    Und den Controller heb ich auf als Spielzeug für meine Enkerln :smiling_face:

    Einen schönen Palmsonntag wünscht euch
    Linda

    Zitat

    Original von Torsten Sause: Die Sonde im Dauereinsatz sollte alle 4 Wochen kalibiert werden


    Hallo Torsten, guten Morgen!

    Das ist der Hit an dem Ganzen. In der Beschreibung des Controller-Sets mit der Dauersonde steht ebenfalls, dass die Sonde alle 4 - 6 Wochen kalibriert werden soll. Allein: Der Controller hat keine Vorrichtung dafür.

    Wie kalibriert man in solchen Fällen? Machen das auch Zoogeschäfte?

    Zitat

    Die Reinigung sollte möglichst nie mechanisch erfolgen, sondern immer mit speziellen Reinigungslösungen der Hersteller, da sonst die Sonde beschädigt wird.


    Ich hab eine zweite Dauersonde gekauft, weil die Reinigung in einem Bad 24 Stunden in Anspruch nimmt und ich so einfach tauschen kann. Kurioserweise steht in der Anleitung, dass die Reinigung 'better with soft brush' erfolgen soll, aber das war mir von Anfang an suspekt.

    Zitat

    Es ist schon etwas Aufwand, ein derartiges System zu betreiben.


    Ja, nach den Erfahrungen der vergangenen Tage überleg ich schon, auf die Steuerung mit dem Control-Dingsda zu verzichten und lieber der täglichen Messung mit der Conrad-Sonde (und natürlich der Beobachtung des Systems) zu vertrauen. In Verbindung mit der Minimum-Einstellung des Ozonisators fühl ich mich ausreichend sicher.

    In diesem Aquarium sind keine Fische, das Ozon soll wie schon erwähnt nur helfen, die Folgen des hohen Nährstoffeintrags durch die Gorgonien- und Planktonfütterung in Grenzen zu halten und Gelbstoffe zu entfernen, ohne dass ich jeden Tag 10% Wasser wechseln muss.

    Liebe Grüße
    Linda

    Zitat

    Original von Torsten Sause
    Die Sonden enthalten als Elektrolyt 3 molare Kaliumchloridlösung.
    ...
    entsteht durch Osmose ein Gleichgewicht zwischen der Lösung in und außerhalb der Sonde.


    Das ist der Punkt.
    Vielen Dank, Torsten, für die Erklärung!

    Zitat

    Noch etwas: Ozon zerstört mit der Zeit viele Kunststoffe. Daher sollte man alle Verbindungsschläuche, Hartplastikverbinder etc. regelmässig prüfen, ob sie bereits versprödet sind. Das Ozon sollte nicht aus dem Aquarium austreten bzw. man sollte es im nicht Wohnraum riechen können, da es in der Atemluft angereichert langfristig zu Gesundheitsproblemen führen kann.


    Ja, über die Risken hab ich mich informiert, bevor ich den Ozonisator installiert habe. Auch Wolfgang S und Reinhard Seidl haben mir schon im Österreichischen Riffforum einige Ezzes gegeben. Deshalb hab ich mich für ein regelbares Markengerät entschieden und zur Begrenzung einen Redox-Controller angeschafft, Außerdem mess ich - zumindest derzeit - täglich mit einer separaten Sonde, um einen Vergleichstrend zu haben.

    Leider sind die Beschreibungen der Hersteller dieser beiden Sonden nicht besonders aufschlussreich. Von Conrad etwa hätt ich eine Erklärung ungefähr in der Art wie du es geschrieben hast erwartet.

    Noch was zum Schluss: Womit ist die (Kontroll-)Sonde am Besten zu reinigen, ohne das Diaphragma zu beschädigen? Wettex?

    Die Sonde des Controllers ist ja ständig im Wasser. Wenn ich dich richtig verstanden hab, wird die so oder so nicht sehr lang leben :frowning_face:


    Liebe Grüße
    Linda

    Hallo Community!

    Vorweg - für die User, die auch im Ösi-Riff zuhause sind: Ich stell die Fragen hier auf Anraten eines Freundes, weil wir hier die größere Anzahl an Wissenden vermuten. Austria is too small for me (wie schon seinerzeit einer unserer ehemaligen Verkehrsminister mit 1,5%o iger Sicherheit erkannt hat :)).

    Die wissenden ÖsterreicherInnen erreichen die Fragen sowieso auch hier.

    Spaß beiseite: In meinem Gorgonienbecken hab ich seit kurzem einen Ozonisator im Einsatz. Und dazu eben noch ein paar Fragen.

    Das Gerät ist ein Sander Certizon C25, eingestellt auf die geringstmögliche Menge O3 (also grad, dass die Betriebskontrolllampe flackert), kombiniert mit einem adaptierten Tunze Abschäumer 9002.

    Vorausschicken möcht ich weiters, dass ich seit Ende Februar Ethanol als Kohlenstoffquelle zuführe, um die wegen der hohen Futtermenge zunächst explodierten Nährstoffwerte möglichst ohne Adsorber und Kohle in den Griff zu bekommen. Das funktioniert so weit ganz gut. Der Ozonisator soll die Abschäumung optimieren und das Redoxpotenzial anheben.

    Zu den Fragen:

    1) Seit Beginn der Ozonisierung ist der Abschaum wesentlich heller als zuvor (das, hab ich gelesen, ist bei O3-Abschäumung normal), aber auch die Flüssigkeitsmenge ist massiv angestiegen. Dabei ist der Abschäumer 'trocken' eingestellt, die Wasserlinie liegt mehr als 2 cm unterhalb der Markierung auf dem Abschäumerkasten. Wie ist das zu erklären?

    2) Ozon oxidiert auch Alkohol. Ich gebe das Ethanol deshalb seit ein paar Tagen in den ins Becken íntegrierten Zooplanktonteil (wo auch das Gros der Futtermenge eingebracht wird). Von dort gelangt der Alkohol zuerst in den Gorgonienteil, und von dort schließlich per Überlauf in das Refugium, wo der Abschäumer werkt. Ich hab angenommen, dass das Ethanol auf diesem langen Weg ohnehin weitgehend verbraucht wird und in nur mehr geringer Menge dort ankommt. Dennoch habe ich seit ein paar Tagen wieder einen leichten Anstieg von NO3 und PO4 gemessen. Das überrascht mich sehr.

    3) Interessehalber: Die Redoxsonde soll in einer 3molaren Kaliumchlorid-Lösung aufbewahrt werden. Warum tut's nicht auch eine entsprechend schwache Kochsalzlösung?

    Für erhellende Antworten bedankt sich
    Linda

    Zitat

    Original von anne und julian
    Hallo Linda,
    wenn du weisst wo wir welche herbekommen können, Infos immer her :smiling_face:
    Viele Grüße


    Hallo Anne und Julian,

    wenn ich bei einem Händler in Wien Reidi-Mädels seh lass ich's euch wissen. Habt ihr schon Geri gefragt?

    Liebe Grüße
    Linda

    Hallo Wolfgang,

    das gewünschte Foto ist an dich unterwegs - in Originalgröße.

    'Typische' Bilder von H. zosterae findest du tatsächlich eher im Thread. Ich erinner mich zum Beispiel an eins von Andi (Mela), das eine Gruppe Ponies auf einer Gorgonie zeigt.

    Liebe Grüße
    Linda

    Hallo Andreas,

    ich hab mit Lebendsand aus dem Zoohandel keine guten Erfahrungen gemacht. Gebracht hat er vor allem eine Invasion von Dinoflagellaten.

    Mein letztes Becken hab ich eingerichtet mit normalem feinkörnigen Aragonitsand und einer Handvoll Substrat aus einem laufenden Becken. Nach ein paar Tagen hab ich Microbe Lift Special Blend zugegeben, später auch noch den Gravel & Substrate Cleaner.

    Die Beckenbiologie hat sich in kurzer Zeit stabilisiert.

    Live Sand aus dem Packerl würd ich nimmer verwenden.

    Liebe Grüße
    Linda

    Zitat

    Original von Wolfgang S
    800 x 600 oder etwas größer wäre gut.

    Welche/wo meinst du da genau?


    Hallo Wolfgang,

    da zum Beispiel.

    Oder du suchst dir von meiner Website ein paar Bilder aus, und ich schick dir dann die Dateien in passender Größe.

    (Falls Dietmar keine Seezwergerlzüchter in seiner Nähe findet, bei denen er neue Fotos knipsen kann.)

    Liebe Grüße
    Linda

    Mein lieber Wolfgang,

    g'scheite Fotos von Erwachsenen hab ich freilich. Sehr g'scheite sogar, nämlich die, die Dietmar bei seinem Besuch damals geknipst hat.

    Für's Nachzuchtenregister hab ich halt angenommen, dass Fohlen gemeinsam mit den Eltern benötigt werden. Und sowas hab i leider derzeit net - vielleicht in ein paar Tagen.

    Aber wenn jemand aus der Zwergseepferdchencommunity hier was Passendes beisteuert freu ich mich genauso.

    Liebe Grüße
    Linda
    *die sich am verwichenen Wochenende endlich aufgerafft hat, ihre Pferdekoppel auszuräumen und durch ein flohkrebsfreies Aquarium zu ersetzen :)*

    Danke, Hans-Werner, für diese an sich einleuchtende Erklärung.

    Ich hab diese Muscheln zwar bisher nur schwimmen gesehen, aber das heißt ja nicht, dass sie sich nicht auch wie viele andere Muscheln fortbewegen können.

    Allerdings habe ich diesen Fortsatz bisher nur an einem der beiden Tiere gesehen. Sie sind recht leicht zu unterscheiden - eins ist etwas heller und kleiner.

    Dass die Muschel Halt sucht kann aber durchaus sein. Anfangs hatten beide Ihren Platz an der Frontscheibe, da hat das Tier mit dem Fortsatz auch öfter diesen Fuß auf die Schale der anderen Muschel gesetzt. Ich hatte zunächst angenommen, dass das der Fortpflanzung dient, aber in Berichten über C.scabra keinen Hinweis gefunden, dass sich Flammenmuscheln anders als durch das ungezielte Ausstoßen der Gameten vermehren.

    Danke nochmals für den Hinweis!

    Liebe Grüße
    Linda

    PS: Im Web hab ich gelesen, dass adulte Tiere Felsgund bevorzugen, während Jungtiere vorrangig auf sandigem Substrat leben. Bisher hab ich mich wegen der Gefahr von Gammelstellen davor gescheut, Riffgestein in diesen Teil des Aquariums einzubringen, weil da sehr hohe Futtermengen eingebracht werden. Mir ist aber aufgefallen, dass Flammenmuscheln Deckung mögen. Die haben meine 2 derzeit nicht.

    Hallo Community,

    seit einigen Wochen wohnen 2 Flammenmuscheln (Syn. Lima scabra) im Planktonteil meines Gorgonienaquariums.

    Ich nehm an, es sind verschiedengeschlechtliche Tiere, und freu mich darüber natürlich ganz besonders. Sie waren schon beim Händler unzertrennlich und sind auch seit dem Einzug in dieses Becken immer beisammen.

    Eins der Beiden hat einen seltsamen wurmartigen Fortsatz, den es mitunter ganz heftig bewegt. So auch heute wieder. Jetzt habe ich ein kurzes Video angefertigt und auf Youtube veröffentlicht.

    Im Web konnte ich darüber bisher keine Info finden. Weiß jemand von den Weichtierspezialisten hier, was das ist?

    Liebe Grüße
    Linda

    Hallo Elena,

    das ist ja richtig chic, dass deine Ponies auch jetzt für Nachwuchs sorgen!

    Meine legen in der Zeit von November bis Februar eine Pause ein. Womit das zusammenhängt weiß ich nicht, denn die kühlste Zeit bei mir in der Wohnung ist immer Frühjahr und Herbst, wenn's draußen schon bzw. noch 20° hat und ich den ganzen Tag das Fenster offen hab.

    Fein jedenfalls, dass du dich gemeldet hast, noch dazu mit einer so guten Nachricht :smiling_face:

    Liebe Grüße
    Linda

    PS: Die naturnahe Haltung steht und fällt mit den Flohkrebsen. Das weiß ich inzwischen.

    Zitat

    Original von angi
    Wow, Linda, ein wunderschönes Tier! Gib mir doch bitte mal den Link zu dem ösi-Thread.


    Hallo Angi,

    Voilá.

    Es sind meine ersten Azoo-Gorgonien. Nach all dem, was ich gelesen hab, hab ich mir gedacht, ich geh einen neuen Weg und versuch, die unterschiedlichen Biotope in einem Becken zu vereinen. Es ist halt sehr eng, aber so wie es aussieht, läuft es ganz gut.

    Zitat

    Mit der Bestimmung von Gorgonien habe ichs leider nicht so, hab mich nie näher damit beschäftigt. Hatte mich bei meiner auf den Biologen im Ursprungsland verlassen.


    Dr. Daniel Abed vom Haus des Meeres interessiert sich auch dafür und hat bessere Möglichkeiten (a g'scheites Mikroskop und gute Augen ;)) als ich sowie entsprechende Literatur. Er hat gemeint, dass die sichere Bestimmung von Hornkorallen nur anhand von Präparaten unter dem Mikroskop funktioniert.

    Zitat

    Dem hatte ich Bilder geschickt mit Bargibanti drin, die ich im Internet fand. Die waren auch in unseren Stöcken, durften aber nicht aus dem Land. Ich hatte ja gehofft, die übersehen ein paar *lach* naja, man darf ja noch träumen, gell :winking_face:


    Diesen Traum kann ich gut verstehen :smiling_face: In den USA (Hawaii?) gibt's zumindest ein öffentliches Schauaquarium, das die Minis hält und ich glaub sogar nachgezüchtet hat.

    Aber ohne Muricella scheint's ja nicht zu gehen, also ist alles Andere noch Zukunftsmusik.

    Zitat

    Liebe Grüße und Dir - auch wenn das neue Jahr schon einige Tage alt ist - noch alles alles gute für 2012


    Jaja, aber wir werden eh erst wissen, ob's wirklich gut war, wenn's zu Ende ist.

    In dem Sinn auch von mir alle guten Wünsche dir und deinen Seezwergerln und was halt sonst noch herumkreucht und -schwimmt bei dir :smiling_face:

    Linda

    Hallo Angi,

    schön, wieder mal was zu lesen von dir :smiling_face:

    Danke für das Foto. Diese Gorgonie ist wirklich ein ziemliches Trumm!

    Hier im Meerwasserforum hab ich dann weiter nix mehr geschrieben, aber im Österreichischen Geschwisterforum gibt's eine Art Blog über mein Gorgonienbecken.

    Die Quelle in Wien hat mir zwar wie angekündigt zwei Gorgonien besorgt, aber die sind mit Sicherheit keine Muricellas. Durch Zufall hab ich dann eine Knubbelgorgonie in einem anderen Wiener Laden gesehen und gleich mitgenommen. Die kommt von der Optik weit besser hin.

    Was meinst du?

    Liebe Grüße
    Linda

    Zitat

    Original von Linda
    Völlig naturnah gehalten werden drei Neonate, die vergangenen Samstag zur Welt gekommen sind: Sie hab ich kurzerhand in das seit mehr als einem Jahr verwaiste große Schlammspringerbecken gesetzt, das sich in den letzten Mionaten sukzessive zu einem Eldorado für Kleinzeug entwickelt hat. Es wimmelt da von Copepoden und kleinen Borstenwürmchen (Sylliden). Ansonsten wohnen drin zahlreiche Euplicas und eine Neritina sowie 6 Clibanarius tricolor. Ein paar von den unvermeidlichen Hydroiden gibt's ebenfalls, aber sie vermehren sich in diesem Aquarium nicht in Massen, weil nicht gefüttert wird.

    Für die 3 Fohlen ist das Aquarium mit seiner Grundfläche von 125 x 40 natürlich riesengroß, auch wenn der Wasserstand am 'Landteil' nur etwa 10 cm beträgt. Im Pumpensumpf mit 25 x 40 Grundfläche kommen noch einmal 20 cm dazu.

    Dafür rechne ich damit, dass in diesem Becken auf längere Sicht genug Futter vorhanden ist für die Zwergerln.


    Guten Morgen, hallo Freunde der Seezwergerln!

    Das hab ich Ende Oktober geschrieben.

    Von den 3 Fohlen haben zwei mittlererweile die Geschlechtsreife erreicht. Das dritte Tier ist schon wenige Tage nach dem Umsetzen verschwunden. Es war von Anfang an auffällig unruhig gewesen, ich nehme an, dass es - obwohl ich sonst nichts erkennen konnte - irgendeinen Defekt hatte.

    Die 2 anderen Ponykinder haben sich sehr gut entwickelt. Es ist ein Pärchen und wir vermutlich in ein paar Wochen seinerseits Nachwuchs bekommen.

    Die Haltung in dem sich mehr oder weniger selbst überlassenen Aquarium hat gezeigt, dass H. zosterae weitaus geschickter ist als oft geschrieben wird. Bei der Futtersuche schwimmen sie gelegentlich sogar in die Fadenalgenpolster ohne sich zu verheddern.

    Mit ihren etwas mehr als 2 Monaten essen sie nach wie vor hauptsächlich Tisben, die sich in ausreichendem Maß vermehren.

    Als Zubrot dienen ihnen die Larven der Clibanarius tricolor, allerdings möcht ich demnächst ein paar von den kleinen Mysis einsetzen, die ich von Elena bekommen habe. Die können die Ponies auch noch überwältigen, wenn sie schon die halbe Endgröße erreicht haben.

    Anbei zwei (leider nicht sehr gelungene) Fotos der beiden Wildponies und ihres Zuhause.

    Liebe Grüße
    Linda

    PS: Wie ist denn der aktuelle Stand der Ponyhalter in D und CH? Ich krieg immer wieder Anfragen, möcht aber derzeit keine Tiere abgeben, weil ich ja voriges Jahr aus Gesundheitsgründen stark reduziert hab und meinen Bestand wieder bei 20 Pferdchen halten möchte.

    Zitat

    Original von IngridR


    Hallo Linda,

    Proteine enthalten keinen Phosphor bzw. Phosphat.

    Grüße
    Ingrid


    Hallo Ingrid,

    danke für die Berichtigung.

    Ich hab an die Herkunft organischer Phosphorverbindungen gedacht und dabei alles in den Eiweißtopf geworfen.

    PO4 etwa in Frostfutter stammt dann aus der DNA der Futtertiere?

    lg
    Linda