Beiträge von Linda

    Hallo Sandy,

    ich kauf es in meiner Stammdrogerie und in sehr kleinen Mengen. Für die Stammlösung kommen 0,32 g auf einen halben Liter.

    Ausweisen und den Verwendungszweck angeben bleibt mir trotzdem nicht erspart.

    Aber es ist halt wirklich eine elegante Möglichkeit, Stickstoff zuzuführen.

    Liebe Grüße
    Linda

    PS: Heuer im Sommer hätte man vor Teneriffa größere Mengen sehr preiswert bekommen :face_with_rolling_eyes:

    Hallo Ameo,

    das Thema hab ich auch in meinen Futter Zuchtwannen, wenn die länger bestehen und entsprechend von Bakterien besiedelt sind.

    Ich vermute, dass vom großzügigen Futtereintrag vornehmlich das Phosphat übrig bleibt, der Stickstoff verschwindet im Zug des Kreislaufprozesses.

    Ich führe deshalb NH4NO3 zu und anschließend eine Kohlenstoffquelle (TM Bio aktiv). Das hat sich als prima Lösung bei den Futterzuchten erwiesen. Aufpassen muss man halt bei der Dosierung, beide Mittel sind sehr effektiv.

    Liebe Grüße
    Linda

    Hi Eve,

    wegen des NO2 brauchst du dir sowieso keine Sorgen zu machen, das ist im Salzwasser lang nicht so gefährlich wie im süßen. Es hängt mit dem Chlorid zusammen, wenn du Details wissen möchtest: Hans-Werner hat das hier sehr gut erklärt.

    In dem Zusammenhang: Vorhandenes Nitrit verfälscht den NO3-Wert.

    Ansonsten freu ich mich mit dir, dass es den Ponies im neuen Zuhause gefällt :smiling_face:

    Liebe Grüße
    Linda

    Hallo Community,

    weil ich nach längerer Zeit wieder einmal Moina ansetzen möchte, hab ich vorige Woche auch einmal eine Order bei Aquacopa gesetzt. Sortenreine Moina waren zwar nicht lieferbar, aber in dem Copepodenmix sind welche drinnen, die ich halt separieren muss. Das wurde mir gleich nach der Bestellung mitgeteilt, also war es keine Überraschung.

    Überrascht war ich dann aber von der Dichte der Kulturen, auch bei den ebenfalls bestellten Apocyclops panamensis. Da war ich aufgrund von Berichten von Freunden, die diese kleinen Copepoden in GB bestellt hatten, ganz besonders neugierig. Um die existiert ja gerade ein Hype, was anderswo zu Apothekerpreisen führt. Bei Aquacopa sind sie vergleichsweise durchaus erschwinglich.

    Dass die Lieferung nach Wien mit GLS 3 Werktage in Anspruch nimmt, hat sich angesichts der hervorragenden Verpackung als bedeutungslos erwiesen, die Tiere sind in ausgezeichneter Verfassung angekommen.

    Ich wünsch dem Team von Aquacopa weiterhin viel Erfolg!

    Liebe Grüße
    Linda

    Hallo Eve,

    das hab ich gestern übersehen: Gasentwicklung im Brutbeutel ist in der Regel die Folge von Zersetzungsprozessen. Mitunter hilft eine Spülung mit kolloidalem Silber, vorsichtig mittels einer stumpfen Kanüle direkt in den Brutbeutel eingebracht.

    Liebe Grüße
    Linda

    Vorhin vergessen ...

    Gefiltert wird in den Brackbecken - sofern nötig - mit Kreiselpumpen (JBL Pro Flow 500 - 750) und Schwammpatrone, im Mangrovenbecken zusätzlich auch mit Dreieck-Innenfilter (Standard-Filtersubstrat: Korallenbruch).

    Im Mangrovenbecken wird Teil des gefilterten Wassers unter den Bodengrund geführt (Eheim Bodendurchfluter).

    Tierbesatz:

    Blauaugenbecken (ca. 6 psu):
    Pseudomugil cyanodorsalis
    Brachygobius doriae
    Clibanarius africanus

    Mangrovenbecken (ca. 20 psu)<.
    Periophthalmus variabilis
    Clibanarius africanus

    lg
    Linda

    Hallo Eve,

    dass es immer wieder zu unerklärlichen Todesfällen kommt ist leider nicht ungewöhnlich. Man darf auch nicht vergessen, dass die Lebenserwartung der Seegrasponies keine hohe ist: Eineinhalb Jahre in der Natur, bis zu zweieinhalb Jahren in 'Gefangenschaft'.

    Durchaus möglich also, dass deine erwachsenen Pferdchen ihr natürliches Ablaufdatum erreicht hatten und zumindest anfälliger für Krankheitskeime geworden sind. Natürlich ist die rasche Abfolge seltsam, aber wenn die Nachzuchten keine Symptome einer Erkrankung zeigen und auch die verstorbenen Tiere zuvor kein außergewöhnliches Verhalten (etwa hektisches Schwimmen mit ausgestrecktem Schwanz und Torkeln) gezeigt haben, dann ist es wahrscheinlich zu früh, sich ernsthafte Sorgen zu machen. Für mich waren solche Ereignisse aber der Grund, die Tiere auf zumindest zwei Becken aufzuteilen. Speziell bei (vermutlich durch erhöhte Keimbelastung auftretende) Vibrio-Infektionen ist die konsequente Trennung der Populationen unerlässlich.

    Dabei ist es nicht wichtig, 2 perfekte Systeme zu haben, sondern einfach 2 Aquarien, die mehr oder weniger Selbstläufer sind. Sprich: Möglichst wenige Pferdchen und ein für Copepoden günstiges Umfeld. Damit hast du den geringsten Aufwand.

    Mein Ansatz war von Beginn an, die Becken möglichst naturnah zu 'fahren'. Das kommt noch aus meiner jahrzehntelangen Süßwasserzeit und natürlich dem Studium einschlägiger Literatur wie Daniel Knops 'Florida-Zwergseepferdchen' und Alisa Wagner Abbotts 'The Complete Guide to Dwarf Seahaorses in the Aquarium' (wobei die angeführten Bücher auf mich angesichts der Empfehlung möglichst steriler Haltung eher abschreckend wirken) und natürlich der Monsterthread von Peter Schmiedel hier im Forum.

    Die naturnahe Haltung hat sich bei mir als die am Wenigsten aufwändige Methode erwiesen, wenngleich ich zugeben muss, dass manche der zunächst als unbedenklich eingeschätzten Mitbewohner (Netzreusenschnecken und Spaghettiwürmer) durchaus 'Schädlings'-Potenzial haben, weil sie sich mitunter massenhaft vermehren und dann vor allem Fohlen gefährlich werden können. Flohkrebse waren von vornherein suspekt. Einmal eingeschleppt machen Sie das Becken für die Pferdchenzucht untauglich.

    Ich wünsch dir, dass deine Nachzuchten ihrerseits bald für Nachwuchs sorgen werden und du wieder Freude hast an deinen Ponies - ohne Stress und ohne Sorgen.

    Liebe Grüße
    Linda

    Vielleicht meldet sich Linda noch.

    Ja, die Linda meldet sich schon, wenn's um Brackwasser geht :smiling_face: Nur ist ihr das Schreiben am Smartphone zu mühsam, und mit dem Desktop-PC gibt's leider immer wieder Zores.

    Also: Brackwasseraquarien haben es mir seit Jahrzehnten angetan, über Schlammspringer und Goldringelgrundeln bin ich erst zum Meerwasser gekommen. Aber Brack fasziniert mich nach wie vor, und dass man nix draus machen kann halt ich für ein Gerücht. Natürlich kommt's auch auf den persönlichen Geschmack an.

    Brackwasser ist ja ein weites Terrain, und je nach Salzgehalt gibt es auch Grünzeug zur Behübschung. Bei etwa 20 psu gedeihen sowohl die aus dem Süßwasser bekannte Cryptocoryne cilata (man muss halt eine besonders halophile Sorte finden oder sie über einen längeren Zeitraum anpassen) als auch Seegräser und Höhere Algen, etwa Caulerpa serrulata. Mangroven sowieso.

    Dass als Deko eingebrachte Mangrovenwurzeln das Wasser über die Maßen ansäuern ist mir bisher nicht aufgefallen. Durch das Salz werden Huminsäuren sowieso rasch neutralisiert. Die Bernsteinfärbung erscheint mir sehr passend zum Biotop.

    Anbei ein paar Bilder von 2 meiner aktuellen Brackwasseraquarien.

    Liebe Grüße
    Linda

    Hallo Eve,

    das Konzept mit dem Filterbecken mag gut sein, aber verlassen würd ich mich nicht, dass damit jedes mögliche Problem gelöst ist. Reste von Futtertieren im Bodengrund können das Wachstum von Cyanobakterien fördern, auch wenn das Wasser gute Werte aufweist. Ich möchte aber da nicht unken, du wirst die Sache ja ohnehin weiter beobachten.

    Die Gorgonien - egal ob mit oder ohne Zooxanthellaten - werden den Ponies einiges an Nahrung wegessen, davon würd ich nicht zuviele einsetzen. Die Menella wird für die häufige Fütterung dankbar sein :smiling_face:

    Ein Gorgonienskelett halt ich für unbedenklich, das ist eher eine Geschmacksfrage, weil es meist mit der Zeit von Fadenalgen besiedelt wird. Ich bin da nicht heikel, weil Fadenalgen ein beliebtes Wohngebiet sind für harpaticoide Copepoden.

    Ganz grundsätzlich möchte ich dir sagen, dass das Thema Wasserwechsel oft zu wichtig genommen wird. Ich hab kürzlich für 3 neugeborene Seegrasponyfohlen ein Aufzuchtbecken gesucht und bin dabei auf das Aufzuchtbecken meiner Blauaugen-Regenbogenfische (Pseudomugil cyanodorsalis, eine Brackwasserart aus Australien) gekommen. Die dort wohnenden Blauaugen hab ich umquartiert zu den anderen Artgenossen, das Wasser aufgesalzt und die Fohlen samt einem Binkel Caulerpa serrulata und einer Portion Tisbe eingesetzt. Die Blauaugen hatten jedoch bereits Geschlechtsreife erlangt, und nach und nach schlüpfen seit 2 Wochen etliche Jungfische. Inzwischen sind es an die 40. Das Aquarien fasst 25 Liter, ist aber nur etwa zur Hälfte befüllt und ohne Bodengrund. Gefiltert wird mit einem Luftheber. Dem Besatz entsprechend füttere ich 2x täglich fein zerriebenes Krillgranulat oder Tetra Min und Artemianauplien. Um die Futterreste kümmern sich Turmdeckelschnecken und die Copepoden. Den Pferdchenfohlen geht's gut dabei.

    Wasser wechsle ich nach Gefühl, bisher etwa 5 Liter 1x pro Woche.

    Der langen Schreibe kurzer Schluss: Mach dir keinen Kopf wegen der Wassergüte. Die ist mehr vom Futtereintrag abhängig und von der Verwertung als vom Wasserwechsel.

    Liebe Grüße
    Linda

    Hi Eve,

    der Ausdruck Lebendgestein hat mich auch irritiert. Aber gut, das ist ja inzwischen geklärt :smiling_face:

    Auf den mir bekannten Fotos von Seegrasponybiotopen gibt es kein Riffgestein zu sehen, aber das heißt nicht, dass es überhaupt nix Höhlenartiges dort gibt. Angi hat einmal geschrieben, dass Seepferdchen keinen Rückwärtsgang besitzen und deshalb etwa vor Fadenalgen gewarnt, aber das kann ich aus meiner Erfahrung nicht bestätigen. Wären die Tiere tatsächlich so ungeschickt, dann wär die Art schon lang ausgestorben. Löcher im Gestein können für ein gesundes Pony keine Gefahr darstellen.

    Lg
    Linda

    Hallo Eve,

    Moina salina lieben die Pferdchen.

    Haltung und Zucht sind nicht schwierig. Die Salzwasserflöhe sind Filtrierer, als Algenersatz eignet sich etwa Selco S.parkle oder Spirulina-Pulver.

    Allerdings kann die Kultur ganz plötzlich, ohne vorherige Anzeichen zusammenbrechen. Backups sind deshalb eine gute Idee. Aufpassen muss man auch, dass die Kultur nicht mit anderen Krebsen 'verseucht' wird. Tiggerpods und vor allem Flohkrebse haben da ein hohes Schadpotenzial.

    Im 'selben' Eimer wie die Copepoden geht's also nicht, aber du meinst vermutlich eh in einem 'gleichen' Eimer :winking_face:

    Liebe Grüße
    Linda

    Hallo Eve,

    aus eigenen Beobachtungen vermute ich, dass es - ich nehm an, du beziehst dich auf Tigriopus - an deren Bissigkeit liegt. Tiggerpods sind recht wehrhaft und lassen such nicht so widerstandslos essen wie Artemien. Es ist aber nur eine Frage der Gewöhnung, meine erwachsenen Ponies bekommen fast ausschließlich Tigriopus, die haben sie früher auch verschmäht.

    Mit Tisbe gab's sowieso nie Probleme, außer, dass die halt nicht das Vermehrungspotenzial der Tiggerpods haben.

    Lg
    Linda

    Hallo Eve & Michael!

    Ich freu mich mit euch über die Fohlen und wünsch euch natürlich, dass ihr möglichst viele davon durchbringt. Eve, ich glaub dir, dass du glücklich bist :smiling_face:

    Wenn sie bereits voll entwickelt sind, dann stehen die Chancen gut. Der Umstand, dass der Hengst die Babies unmittelbar nach der Übersiedlung entlassen hat, könnte halt auch auf eine stressbedingte Frühgeburt hinweisen, und dann sieht es weniger gut aus mit den Überlebenschancen. Auf den Fotos kann ich's leider nicht genau erkennen.

    Das soll dich aber nicht beunruhigen, sondern ist nur als Hinweis gedacht, falls es diesmal nicht so toll klappt.

    Die Ereignisse in Manchester und Londons dieser Tage sind schrecklich, und ich kann mir vorstellen, dass du mit einem persönlichen Bezug zu London noch mehr betroffen bist.

    Wenn Michael ebenfalls Beiträge postet ist das fein! Es muss ja nicht einmal auf Deutsch sein - außer er möchte es der Übung wegen :smiling_face: Ich glaub, auf Englisch wird es die Mehrzahl der Forenmitglieder hier auch verstehen, grad Gälisch wär wahrscheinlich ein Problem.

    Was die Artemien und Fohlen angeht ... Nach meiner Erfahrung können gut mit Tisben gefütterte Ponykinder nach 1-2 Wochen 2 Tage alte Artemianauplien essen. Es gibt auch andere Meinungen, am Besten, du probierst es aus.

    Beide Daumen drückt euch
    Linda

    Hallo Eve,

    erst mal: Hübsch sind deine Ponies nach wie vor, und Glückwunsch auch zu den Neuzugängen!

    Mit den 2 140 Liter - Wannen im Garten komm ich über die Sommermonate prima aus. In der kalten Jahreszeit sieht's etwas weniger gut aus. Die Gartenwannen geben ab etwa Mitte bis Ende September nimmer viel her. Um von den über den Winter oft unzuverlässigen Händlerquellen unabhängig zu sein hab ich im vergangenen Jahr erstmals mehrere Indoor-Wannen aufgestellt. Das hat für die bescheidene Herde von etwa 20 Stück gereicht. Für die wirklich großen Wannen fehlt mir in der Wohnung aber der Platz, und brauchbare Alternativen für die Aufstellung hab ich bisher nicht gefunden.

    Wasser wechsle ich in den Freilandbehältern nur selten. Voriges Jahr überhaupt nicht, heuer werd ich gelegentlich ein paar Kanister Aquarien-Altwasser mitnehmen. Wirklich notwendig erscheint mir das nicht, und wenn du dir Wolfgang S.' Bericht über die Zucht von Tigriopus californicus auf der IfMN-Seite anschaust, wirst du eine ähnliche Meinung (gelegentliche Teilwasserwechsel bei Bedarf) vorfinden.

    lg
    Linda

    Hi Eve,

    meine 2 Gartenwanndln mit je 140 Liter Volumen stehen auf einer Konstruktion aus Betonschalsteinen und Holzstaffeln. Da ist auch die klappbare Abdeckung aus Doppelstegplatten angeschraubt.

    Die Tiggerpods ernähren sich von all dem organischen Eintrag (Blätter, Pollen, Insekten) bzw. den sich im Zuge des Abbaus rasant vermehrenden Mikroorganismen. Einmal hat sich ein Teichfrosch (Pelophylax esculentus) in eins der Wanndln verirrt. Das Salzwasser hat ihm nicht gut getan. Als ich ihn entdeckt hab war's schon zu spät für die Rettung, also hab ich den Kadaver in der Wanne gelassen. Nach einer Woche war nur mehr das Skelett übrig.

    Wegen einer 'Verunreinigung' durch Mückenlarven brauchst du dir auch keine Sorgen zu machen. Die bei uns heimischen Mücken setzen ihre Gelege nur im Süßwasser ab, und wenn einmal eine Larve auf Umwegen (etwa ein schlampig ausgewaschenes Fangnetz) zu den Cops gelangt, dann fällt das unter Futtereintrag.

    Anbei ein Foto meiner Gartenwanndln.

    lg
    Linda

    Oje, das ist eine unangenehme Geschichte! Kommt aber leider immer wieder vor, frei nach Murphys Law: Wenn etwas passieren kann, dann tut es das auch irgendwann, und mit dem größtmöglichen Schaden.

    Es gibt verschiedene Möglichkeiten, dagegen Vorkehrungen zu treffen, etwa ein Relais zwischenzuschalten mit Graphitelektroden, die an der kritischen Stelle im Becken angebracht werden und den Strom für die Nachfüllpumpe unterbrechen, wenn der Wasserstand die Stelle erreicht.

    Ich verlass mich auf eine Sekunden-Zeitschaltuhr, die alle 3 Stunden nur für die Zeit, die die Nachfüllpumpe üblicherweise läuft, den Strom für die Pumpe einschaltet. Das funktioniert wunderbar und kostet rund 20 Euro.

    Liebe Grüße
    Linda

    Hallo Christiane,

    wenn das Aquarium schon ein paar Monate läuft und sich die Kolonie in dieser Zeit entwickelt hat, dann würd ich vorderhand nix ändern. Natürlich auch das Nitrat nicht senken. Das wird mit der Zeit sowieso verbraucht, wenn nur wenig Nachschub kommt.

    Das Gleichgewicht zu finden ist halt keine einfache Übung. Ich drück dir aber die Daumen!

    Liebe Grüße
    Linda

    Hi Eve,

    ja, geschlechtsreif sind sie bestimmt schon, und dein Ponybestand wird sich ohnehin rasch erhöhen.

    Lagerfeuerromantik hab ich noch nicht probiert bei meinen. Ein Becken steht im Wohnzimmer, da können sie mit fernsehen, und ins Schlafzimmer scheint die Straßenbeleuchtung rein. Ich glaub, es ist den Pferdchen ziemlich wurst, Hauptsache, das nachts einfallende Licht ist nicht zu stark.

    In der Nacht ganz finster ist übrigens auch kein Problem, wie ich von einem Aufzuchtbecken weiß, das eine Zeit lang im Schrankraum aufgestellt war. Sobald die Schaltuhr das Licht abgedreht hat, war's stockdunkel, aber da saßen sie schon alle an ihren Schlafplätzen. Rücksicht nehmen muss man halt am Anfang, damit sie ihre innere Uhr drauf einstellen können.

    Liebe Grüße
    Linda

    Hallo Eve,

    das klingt zwar mächtig kompliziert, schaut aber sehr sauber gelöst aus :smiling_face:

    Ein bisschen schwer vorstellen kann ich mir halt, dass die Artemien nahrhaft sind, wenn sie länger in sauberem Aquarienwasser schwimmen.

    Dass eins der Ponies nach dem Einzug gestorben ist, ist traurig, da fühl ich mit dir. Ich kann meine Pferdchen problemlos von einem Becken ins andere setzen ohne vorher auf die Wasserparameter zu achten. Und trotzdem habe ich von Ausfällen erfahren, wenn ich welche abgegeben habe. Das ist seltsam, aber scheinbar nicht selten.

    Auf den Fotos schauen deine Zwergerln jedenfalls gesund und wohlgenährt aus. Ich bin gespannt wie's weitergeht auch mit Nachwuchs.

    Liebe Grüße
    Linda

    Hallo Robin,

    Heliacus areola ist eine kleine Gehäuseschnecke, die sich ausschließlich von Krustenanemonen ernährt. Man bekommt sie gelegentlich bei Händlern, die Zoanthus importieren.

    Eine Schnecke hat bei mir in 3 Tagen 2 mittelgroße Protopalythoas vertilgt. Ich hab sie dann abgegeben, weil mir auch die Giftzwerge am Herzen liegen. Probleme mit denen hatte ich in den 8 Jahren meines Meerwasseraquarianerinnendaseins nie. (Die Schnecke hatte ich in dem Becken 'geparkt', weil ich sie eigentlich für einen anderen Zweck erworben hatte und nicht, weil ich die Krustenanemonen loswerden wollte.)

    Wenn du auch Zoanthus im Becken hast, müsstest halt ein paar Polypen separieren für die Dauer der Anwesenheit der Schnecke. Aber es ist halt eine absolut risikolose Limitierungsmethode für wuchernde Krustenanemonen. Mehr als eine Schnecke würd ich aber nicht einsetzen und die auch vorher ein paar Tage in Quarantäne behalten, damit es nicht zu einer Laichablage und (ohnehin unwahrscheinlichen) Vermehrung kommt.

    Liebe Grüße
    Linda

    Na ja, Hajo, eröffnet wurde der Thread mit der Bezeichnung 'Salzzungenschnecke'. Das könnte frau schon mal als Kosewort verstehen :grinning_face_with_smiling_eyes:

    Am Dienstag war auch das Foto noch da, und es zeigte eindeutig einen Leopard-Strudelwurm.

    Insofern ist Joes letzter Beitrag irreführend für den unbedarften User, auch wenn Joe im nächsten Satz schreibt, dass er kein Foto sehen kann. DAS 'Teil' ist (war) ein Leopard-Strudelwurm.

    Und der Name der Schnecke wurde inzwischen dankenswerterweise richtiggestellt - vermutlich eh von Joe.

    Fehlt nur mehr die Erklärung, wohin das Foto verschwunden ist. Vielleicht war's auch ein externer link, was grundsätzlich eh verabscheuenswürdig ist - q.e.d..

    Liebe Grüße
    Linda

    PS/Edit: Der link war zur hiesigen Galerie. Dort hab ich das Foto jetzt aber auch nimmer gefunden.

    Hallo Steffi,

    auch an dieser Stelle herzlichen Glückwunsch, dass du deine Aliens endlich bekommen hast!

    Bei mir ist es an sich nicht anders: Seit ich von der Existenz dieser Gespenster erfahren hab lassen sie mich nimmer los. Leider hatte ich bis jetzt nicht das Glück, die bevorzugte Art C. penantis zu bekommen, obwohl sie nicht nur in Florida (dort teilt sie den Lebensraum mit den Seegrasponies) zu finden ist, sondern auch im Mittelmeer.

    Vom Verhalten her scheinen die Geissleinkrebserln alle recht ähnlich zu sein. Ich wünsch dir jedenfalls viel Freude mit deinen Woisln!

    Liebe Grüße
    Linda

    Du führst die Cyanos auf die Nauplienfütterung zurück?

    Indirekt, ja. Es ist einfach die Menge abgestorbener Futtertiere, die Fäulnisprozesse einleitet und in der Folge die Cyanobakterien fördert.

    Deshalb ist im naturnahen Becken auch eine Armada von Restlvertilgern von Vorteil, sobald zusätzlich Futtertiere welcher Art auch immer eingebracht werden. Copepoden halten nur länger im Aquarium und sind so weniger problematisch.

    Liebe Grüße
    Linda

    Kennt ihr die Süßwasser Feenkrebse? Die sind bestimmt weniger nahrhaft als die Artemien oder?

    Hallo Eve,

    in Bezug auf Süßwassertiere schließ ich mich Elena an. Jedes Futter, das im Pferdchenbecken nicht lange überleben kann, ist ein Risiko für die Wasserqualität.

    Du darfst nicht vergessen, dass Seegrasponies in der Regel nicht aktiv jagen, sondern warten, bis ihnen das Essen gleichsam in den Mund schwimmt. Das ist vermutlich auch der Grund, warum oft eine 'hohe Futterdichte' empfohlen wird. Die hat aber - siehe oben - gleich mehrere Pferdefüße.

    Einen davon kannst du natürlich mit der von dir angedachten Bypasslösung in den Griff bekommen.

    Liebe Grüße
    Linda

    Ich habe die Zwerge über einige Jahre nur mit Artemia-Nauplien und vielleicht 20% Copepoden-Zufütterng gehalten. Sie hatten regelmäßig Nachwuchs, der auch mit diesem Verhältnis aufgezogen wurde. Es vereinfacht die Haltung.
    Wichtig ist nur Anreicherung! Artemien selber sind wenig nahrhaft, außer sie sind voller Anreicherung/Algen etc.

    Liebe Elena,

    dass Fütterung mit Artemien die Haltung vereinfacht und mit Anreicherung auch längerfristig funktioniert ist schon richtig. Ich hab halt die Erfahrung gemacht, dass die einfache 'Herstellung' des Futters zu großzügiger Fütterung verleitet, die einerseits die Vermehrung ungebetener Gäste fördert und andererseits - durch das Absterben der Nauplien - die Wasserlastung erhöht. Das mag in weitgehend 'steril' gehaltenen Becken ohne Bodengrund kein großes Problem sein, weil man dann einfach öfter Wasser wechselt und dabei die abgestorbenen Futtertiere entfernt, im naturnah gehaltenen Becken ist das anders.

    Ich erinnere mich noch gut an die ersten Monate der Ponypflege, als aus meinem zuvor schönen Aquarium eine rote Cyanowiese geworden ist. Die Ponies hat das weniger gestört, aber ausgesehen hat es grauslich.

    Außerdem führe ich Infektionen aller Art (v.a. die berüchtigten Vibrionen) auf die solcherart instabilen Wasserverhältnisse zurück. Berichte, denen zufolge Vibriokeime schon mit den Artzemiazysten eingeschleppt wurden, halt ich dagegen für unrealistisch. Bei maßvoller Fütterung mit Artemianauplien treten solche Probleme nämlich nicht auf.

    Aber der Schlüsselbegriff ist eben 'maßvoll', und das setzt ein gehöriges Maß an Fingerspitzengefühl voraus.

    Liebe Grüße
    Linda

    Hallo Eve,

    ich hab Gestein höchstens für die Gorgonienableger im Becken, das lockert auch die Struktur auf. Dafür verwend ich aber ausschließlich totes Riffgestein, um keine ungebetenen Gäste einzuschleppen. Es 'belebt' sich eh von selber, und für Bakterien bewohnbare Oberflächen sind ja auch das Bodensubstrat, Algenblätter (auch solche aus Plastik :)) und sämtliche Einrichtungsgegenstände wie Filterschwämme, -rohre und natürlich Riffkeramik.

    Die Biologie kommt da rasch in die Gänge.

    Liebe Grüße
    Linda

    Liebe Elena,

    erst mal herzlichen Glückwunsch zur Schwangerschaft :smiling_face:

    Wenn du die Asterinas und die Pferdchen im Auge behältst ist das Risiko m. M. nach gering, dass die Gänsefüßchen einem Pony was antun können. Sie sind ja nicht grad flink. Das ist auch der Pferdefuß bei der Hydroidenlimitierung: Man benötigt eine größere Anzahl von Sternchen und muss gegebenenfalls welche aus dem Becken entfernen, sobald die Stolonen dezimiert sind. Das wird bei dir bestimmt kein Problem sein. Ist auch bei mir keins, weil ich zwar kleine, dafür aber viele Aquarien hab, in denen ich Asterinas 'zwischenlagern' kann.

    Liebe Grüße
    Linda

    Hallo Elena,

    ein bissl was hab ich in meinem Fotoarchiv gefunden. Kannst was damit anfangen?

    Mit der Vergesellschaftung von Seenadeln und Seegrasponies hab ich keine Erfahrung und weiß auch nicht, ob Nadeln Seefohlen zum Essen gern haben.

    Verschiedentlich liest man, dass die Vergesellschaftung generell ungünstig sei, weil mit den Nadeln allenfalls Krankheitskeime ins Becken gelangen. Das trifft vermutlich aber eher auf große Pferdchenarten zu, bei denen die Wasserbelastung durch große Frostfuttergaben hoch ist und so auch die Keimdichte. Und sowieso auch auf anderen Fische im Pferdebecken.

    Als schuppige Mitbewohner in der Pferdchenkoppel hatte ich bisher Signigobius biocellatus und Coryphopterus personatus. Beide Arten halt ich grundsätzlich für ponykompatibel, allerdings habe ich die Krabbenaugengrundeln nach kurzer Zeit wieder aus dem Becken entfernt, weil sie in ihrem Eifer die Seegrasrhizome ausgegraben hatten. Die Schwebegrundeln wiederum fühlen sich in einer Seegraslandschaft nicht wirklich wohl. Meine wohnen jetzt schon länger im Riffbecken und verhalten sich dort anders als zuvor in der Ponykoppel.

    Flohkrebse essen die Grundeln mit Begeisterung, aber halt nur bis zu einer Größe, die für die Ponies ohnehin nicht gefährlich ist. Gammarus mit einer Größe von mehr als 3 mm rühren sie nicht an.

    Einfach ist es nicht, wirklich geeignete Fischgesellschaft für Seegrasponies zu finden.

    Liebe Grüße
    Linda

    Liebe Elena,

    danke, dass du dich an Eves Thread beteiligst. Erstens hast du ja auch jahrelange Erfahrung mit den Ponies, und zweitens eben einen etwas anderen Ansatz als ich :smiling_face:

    Ja, es ist schon richtig, dass man die Hydroidenproblematik nicht unterschätzen darf. Besonders in der warmen Jahreszeit, wenn die Wassertemperatur über 26° steigt und sich dann Geschlechtstiere ausbilden, ist das Vermehrungspotenzial grenzenlos. Und es stimmt auch: Hydroiden einzuschleppen ist bei naturnaher Haltung unvermeidlich. Aber seit ich beobachtet habe, wie die Asterinas die Stolonengeflechte abweiden, seh ich die Sache gelassener und pfleg die Sternchen in allen Becken mit Hingabe.

    Einzig Flohkrebse empfind ich noch immer als Herausforderung, gegen die ich noch kein Mittel gefunden habe, das auch pferdchenkompatibel ist.

    Pflanzliches Leben in der Pferdchenkoppel ist mir halt wichtig für das biologische Gleichgewicht. Die Zooxanthellen in den Lichtgorgonien erfüllen eine ähnliche Funktion, aber auf Makroalgen oder Höhere Pflanzen möchte ich halt nicht verzichten.

    Dass es ohne auch funktioniert ist natürlich keine Frage. Wenn ich mich richtig erinnere, macht es Harald ähnlich wie du.

    Liebe Grüße
    Linda

    Hi Eve,

    Wasser wechsle ich im aktuellen Ponybecken (25 Liter, dzt. ca. 15 Pferdchen verschiedener Altersstufen) alle 3 bis 4 Wochen zwischen 20 und 40%.

    Für Artemiaansätze nehm ich gefiltertes Aquarienwasser, allerdings verfüttere ich an die Ponies seit einem Jahr keine Artemien mehr.

    Neonate von H. zosterae können meiner Ansicht nach frisch geschlüpfte Artemianauplien gar nicht aufnehmen, außerdem gibt es die bekannte Problematik der Artemiafütterung von Röhrenmäulern. Darüber findest du hier im Forum Beiträge, einen Artikel hab ich auch auf placetogo.to gestellt. Eine Ponyhalterin hat hier vor längerem geschrieben, dass ihre Neugeborenen sehr wohl - AF430 - essen, allerdings gab's danach keine weiteren Erfahrungsberichte von ihr.

    Aber du hast du ja selbst Erfahrung mit der Aufzucht von H. fuscus, also wird vielleicht nicht immer so heiß gegessen wie gekocht.

    Dennoch: Das nach meinem Dafürhalten am Besten geeignete Futter für Seegrasponies sind substratgebundene Copepoden, Tigriopus californicus für die Großen und Tisbe sp. für die Youngsters, je nach Besatz 1 bis 2x täglich.

    Damit ist auch weitgehend ausgeschlossen, dass es infolge Überfütterung zur Entgleisung der Beckenbiologie kommt.

    Und jetzt hoff ich, dass sich nochmals auch andere Ponyhalter zu Wort melden mit ihren Erfahrungen. Bekanntlich führen ja mehrere Wege nach Rom.

    Liebe Grüße
    Linda

    Hi Eve,

    Muricea pinnata ist eine gute Wahl, die lieben die Pferdchen. Eine azooxantellate Gorgonie würd ich nicht einsetzen, weil sie den Fütterungsbedarf erhöht und damit das Risiko, dass Futtertiere absterben, was das Wasser belastet, und/oder die Bedingungen für Hydroiden optimiert werden.

    Was die Keramik-Mangrovenwurzel angeht, kann ich überhaupt nix sagen. Magst du nicht gleich eine 'echte' nehmen? Schnecken und anderes Kleingetier freuen sich darüber. Auf Dauer färbt sie zwar das Wasser ein bissl bernsteingelb, aber die Ponies stört das nicht, genausowenig die Muricea.

    Im natürlichen Habitat der Seegrasponies findet sich auch gelegentlich angeschwemmtes Treibholz.

    Zur Einfahrzeit: Ich verwend ja auch lebendes Grünzeug, und allein damit kommen schon Bakterien ins Becken. Special Blend dosier ich die ersten paar Wochen nach Herstellerempfehlung ... ungefähr :winking_face: Und dann nur gelegentlich, wenn ich das Gefühl hab, es läuft sonst ab.

    Liebe Grüße
    Linda

    Hallo Reinhard,

    das kann ich mangels Erfahrung nicht beurteilen. Futterkonkurrenten sind allerdings immer ein Problem. Eine Zeit lang hab ich den Einträgen im MeWaLex geglaubt, dass Spaghettiwürmer als Detritusverwerter nützlich seien im Ponybecken.

    Das hat sich als Irrtum herausgestellt, sie fangen mit ihren klebrigen Tentakeln Copepoden und sind den Pferdchen lästig. Neonate werden mitunter von den Tentakeln festgehalten und können sich nur mit Mühe befreien. Die Würmer wieder loszuwerden ist ein Ding der Unmöglichkeit. Im Gegensatz zu Flohkrebsen müssen sie aber wenigstens mit Absicht oder zumindest grob fahrlässig mit Substrat ins Becken gebracht werden.

    Wenn Thors als Futterkonkurrenten auftreten, aber sonst keinen Nutzen (etwa als Prädatoren von Hydroidpolypen) bringen oder sogar Pony-Neonaten gefährlich werden können, würd ich's lassen.

    Liebe Grüße
    Linda

    Ich werde die Einsiedlerkrebse nehmen und ein paar Nassarius Vibex Schnecken.

    Hallo Eve,

    ich weiß nicht, ob meine Minis N. vibex sind. Ihre Häuschen sind maximal 10 mm lang, während die von dir genannte Art laut Meerwasserlexikon deutlich großer werden soll.

    Hab an 2 Schnecken & vielleicht 3 Einsiedler gedacht.

    Bei mir wohnen auf 25 Liter 2 C. tricolor und ca. 25 Schnecken (Täubchen und Mini-Wellhörner).

    Wie länge hast du gebraucht, um dein Becken mit "Mikrobe Lift Special Blend" einzufahren?

    Ein Becken musste ich kürzlich neu aufsetzen, weil ich mir Flohkrebse eingeschleppt hatte (übrigens der einzige Grund für mich, ein Becken neu zu starten). Da hab ich das gründlich gewaschene und mit H2O2 behandelte Altsubstrat wiederverwendet. Am folgenden Tag ML Special Blend zugegeben und nach einem weiteren Tag Schnecken, Copepoden und ein bissl was zu essen für die Tiere. Der Rest der Besatzung einschließlich der Ponies ist am 3. Tag eingezogen. Das geht recht flink.

    Hydroiden mit Süßwasserbädern vorzubeugen mag theoretisch möglich sein. Ich wasch die Häuschen der Schnecken auch unter Leitungswasser und kratz dabei Beläge mit dem Daumennagel ab. Hydroiden hab ich mir trotzdem eingeschleppt.

    Süßwassergarnelenlarven werden vermutlich schon gegessen, aber die werden im Salzwasser nicht lang leben. Ich würd's nicht machen.

    Liebe Grüße
    Linda

    Aber ja doch! :grinning_face_with_smiling_eyes:

    Hallo Eve,

    schön, dass du hierher gefunden hast.

    Gleich mal zu den Garnelen: Halocaridina rubra wird in den Vereinigten Staaten sehr oft als Gesellschaft für H. zosterae empfohlen. Wenn sie sich vermehren, dann stellen die Larven natürlich eine gute Futterquelle für die Ponies dar. Allerdings sind die Hawaiigarnelen bei uns recht teuer und nicht immer vermehrungsfreudig. Über ihre Eignung als Mitglieder einer Cleaning Crew hab ich hier schon öfter Zweifel angemeldet, als großartige Putzer möcht ich sie nicht bezeichnen.

    Clibanarius tricolor pfleg ich seit Jahren gemeinsam mit den Ponies, sie sind nach meinem Dafürhalten eine gute Gesellschaft. Ihre Larven werden von den Pferdchen auch gerne gegessen, und sie haben bei mir - im Gegensatz zu den Hawaiinelen - regelmäßig Nachwuchs.

    An Gehäuseschnecken wohnen in meinen Ponybecken jede Menge Columbellas und eine kleine Nassarius-Art, die zwar recht emsig ist, wenn's was zu essen gibt, ansonsten aber harmlos. Als Restevertiger sind sie unschlagbar.

    Deine Sorge wegen der Einschleppung unerwünschter Gäste in Bezug auf Gehäuseschnecken teil ich. Hydroiden gelangen auf diese Weise sehr leicht ins Aquarium und breiten sich wegen der naturgemäß hohen Dichte an Kleinkrebsen rasant aus. Allerdings reicht dafür auch ein einzelner Polyp, der auf andere Art (Pflanzen, Einsiedler) ins Aquarium kommt. Nach meiner Einschätzung lässt sich das grundsätzlich nicht vermeiden, und ich hab als Gegenmittel jede Menge Gänsefuß-Seesternchen in den Aquarien. Über Asterina gibt es halt auch kritische Berichte, etwa dass sie nachts Pferdchen anfallen und ihnen mit der Magensäure Löcher in die Haut ätzen. Das kann ich bei der von mir gehaltenen Art (braun mit oranger Zeichnung) nicht bestätigen.

    Ergänzt wird die Cleaning Crew bei mir durch kleine Eurythoe-Borstenwürmer. Sie sind auch harmlos und ebenfalls gute Restevertilger.

    Liebe Grüße
    Linda

    es könnte doch durch regelmäßige Wasserwechsel auch immer wieder nachgeliefert werden.

    Hallo Bernd,

    sag ich ja:

    Und ja: Silikatmessungen im Beckenwasser halt ich für einen Unfug. Wenn der Test n.n. ergibt heißt das ja nicht, dass niemals SiO2 da war. Der Test macht - wenn überhaupt - nur Sinn beim Frischwasser.

    Außerdem geh ich davon aus, dass Silizium auch von anderen marinen Organismen benötigt wird. Im Süßwasser ist es mitunter reichlich vorhanden, im Meer kaum.

    Auch wenn einige der Koryphäen hier (das ist nicht böse gemeint - studierte Biologen haben einfach das besser fundierte Fachwissen) sagen, dass die Massenvermehrung von Dinoflagellaten nichts mit einer Entgleisung der Biologie zu tun hat: Ich halte - siehe oben - dagegen.

    Dass das auch in der Natur vorkommt beweist nicht das Gegenteil. Und wenn Joe meint, dass sich 'Dinoplagen' in den letzten Jahren häufen: Das könnte meiner Ansicht nach am Einsatz moderner Leuchtmittel liegen, die punktuell hohe Lichtenergie auf das Substrat bringen und nitrifizierende Bakterien damit verdrängen.

    Liebe Grüße
    Linda

    warum sollen hier Silikatmessungen Unfug sein? Kieselalgen werden bekanntlich durch höhere Silikatkonzentrationen verursacht und sind ihrerseits eine wichtige Nahrungsquelle für Dinoflagellaten.

    Eben, Bernd! :smiling_face:

    Wenn große Mengen von Organismen das Silikat aufbrauchen, dann ist es im Aquarium sehr bald nicht mehr nachweisbar. Deshalb mein Hinweis, dass es nur Sinn macht, das Frischwasser auf SiO2 zu testen.

    Liebe Grüße
    Linda