Beiträge von Linda

    ... hast Du schon einmal Nitrit gemessen?


    Du meinst, im Kondenswasser? Nein, hab ich nicht.

    Aber euer Test ist eh auch für NO2 verwendbar, werd ich heute mal testen.

    Ich weiß schon, dass der NO3-Test auch zuerst das Nitrat reduziert und letztlich dann NO2 misst, aber denkst du, dass das Nitrit im Kondenswasser stabil bleibt?

    lg
    Linda

    Hallo Karin,

    zu den Chelidonuras: In der Vergangenheit hab ich auch gelegentlich Chelidonuras vorübergehend in Pflege gehabt und die dann wieder weitergegeben. Dass sie in ihren neuen Zuhause geschreddert worden wären ist mit nicht bekannt.

    Derzeit hab ich zwei Aquarien mit einem nennenswerten Turbellarienbestand und setz die Schnecken jeweils dort hinein, wo sie ausreichend zu essen haben. Dass das halt nicht ewig so geht ist klar und letztlich erwünscht. Deshalb auch die Weitergabe.

    Mit Kanonen auf Spatzen zu schießen ist sonst nicht meine Art, nur habe ich kaum Alternativen bei meinen geringen Beckengrößen. Rund 60 Liter sind selbst für Synchiropus stellatus zu wenig, und außerdem haben die Fische von Natur aus eine höhere Lebenserwartung als die Schnecken, die meines Wissens so oder so nicht einmal ein Jahr alt werden.

    Was das mit dem Kondenswasser eingebrachte Nitrat angeht: In diesem Becken waren die Nährstoffwerte zuletzt immer an der Nachweisgrenze. Auch wenn Höhere Pflanzen weitgehend fehlen, die Lichtgorgonien und die Dinoflagellaten scheinen es in nicht geringem Ausmaß zu verbrauchen. Für mich lag es nahe, Nitrat einzubringen mit einem ansonsten salzarmen Wasser. Limitieren wird in dem Fall eher Phosphat. Und soviel ist es ja auch wieder nicht bei einem Wechselvolumen von 15%.

    Geschadet hat's jedenfalls nicht, der WW mit dem Kondenswasser liegt schon ein paar Wochen zurück.

    lg
    Linda

    Hallo Freunde der Seegraswiesen, der Dinoflagellaten und der Turbellarien :),

    ich möcht euch nur einen kurzen Statusbericht liefer (halt ohne fotografische Dokumentation, weil das Wasser derzeit algentrüb ist und man kaum was erkennen kann.

    Seit dem letzten Bericht hab ich recht konsequent die Turbellarien abgesaugt und so offenbar auch einen Teil der Dinoflagellaten-Wachstumsgrundlage aus dem Biosystem entfernen können.

    Darüber hinaus habe ich in dieser Zeit 2 Wasserwechsel à 10 Liter mit Osmosewasser und Kondenswasser aus meiner Klimaanlage durchgeführt. Letzteres weist wie hier andernorts beschrieben einen NO3-Wert von 100 mg/l auf, ansonsten aber keine offensichtlichen Gefahrenpotenziale.

    Heute wollte ich wieder einen WW durchführen und habe vorher die Nährstoffwerte und die Alkalinität gecheckt. Ergebnis: NO3 2 mg, PO4 n.n., KH 7°. In Verbindung mit der augenscheinlich wieder ins Lot gekommenen Biologie (dokumentiert durch eine sichtliche Zunahme der Copepodenpopulation) habe ich daraufhin auf den WW verzichtet.

    Entgegen meiner sonstigen Überzeugung, Veränderungen einzeln und im Abstand von zumindest 14 Tagen in die Wege zu leiten, um die sinnvollen von den weniger sinnvollen Maßnahmen unterscheiden zu lernen, hab ich in diesem Fall (leider) noch 2 weitere möglicherweise relevante Maßnahmen gesetzt:

    1) Mit der Umstellung der Fütterung der Seegrasponies auf Tigriopus californicus sind auch größere Mengen einer benthischen grünen Cyanoart aus der Zuchtbox im Garten mitgekommen, die die Copepoden (und auch die Einsiedlerkrebse und die diversen Schnecken) offenbar sehr gerne essen.

    2) Vorige Woche habe ich endlich ein paar Chelidonura varians bekommen, die die Turbellarien binnen weniger Tage fast zur Gänze dezimiert haben. Mittlererweile wohnen die Schnecken in einem anderen Aquarium, und mit ihnen auch die Überreste der von ihnen vertilgten Turbellarien und der Dinoflagellaten. Letztere werden vermutlich nicht so schnell aufgeben, deshalb hoff ich, bald auch wieder Seegras als Konkurrenz zu bekommen. Die 3 noch in diesem Becken lebenden Halodule pinifolia wachsen zwar in letzter Zeit wieder, sind aber zuwenig als Grundlage für eine in absehbarer Zeit grünende 'Wiese'.

    Als interessant empfinde ich die Entwicklung der Wasserwerte im Zusammenhang mit den sonst als 'Plagen' beschriebenen Cyanobakterien, Dinoflagellaten und Turbellarien. In ihrer Gesamtheit haben diese Organismen offenbar zur Gesundung der Biologie beigetragen.

    Darüber freut sich
    Linda

    Hallo Markus,

    ich hab sogar Copepoden im Verdacht, dass die die winzigen Larven verspeisen (wenn sei nicht vorher schon die Gelege aufgegessen haben).

    Immer dann, wenn sich in den Zuchtbehältern Copepoden eingeschlichen hatten, war's bei meinen Berghias vorbei mit dem Nachwuchs. Da genügen schon die sonst harmlosen Tisbe.

    In der Natur wird's die Masse an Eiern ausmachen, im Aquarium sind ein Dutzend Berghia stephanieae meist zu wenig um den Bestand wachsen zu lassen. Obendrein sind sie gegen das Nesselgift nicht immun, nicht selten werden einzelne Schnecken auch Opfer größerer Glasrosen, wenn sie die nicht im Rudel überwältigen können.

    Die separate Anzucht im fressfeindfreien Zuchtbehälter halt ich für die am Ehesten Erfolg versprechende Methode.

    Liebe Grüße
    Linda

    Hallo Thomas,

    dieses Thema scheint alle möglichen Geheimdienste zu interessieren - beim Aufruf hab ich jetzt ewig lang warten müssen ... In Zeiten wie diesen wär das sogar verständlich.

    Ich hatte auch ein Aquarium mit Nitratlimitierung, oder besser PO4-Überschuss. Dem Tipp einer Bekannten folgend hab ich mir damals in einer Drogerie NH4NO3 besorgt. Der Gedanke ist ja genial, sozusagen ohne Nebenprodukte Nitrat einzubringen. Im Forum hab ich dann noch Tipps bekommen für die Dosierung (Molgewichte hat mein Chemieprofessor vor 45 Jahren noch nicht gekannt :)). Das war im Mai 2014.

    Die Halbliterflasche mit der damals angesetzten Stammlösung hab ich jetzt noch im Kühlschrank, und den Rest des Pulvers im Keller :smiling_face:

    Mein Ding ist es nicht, der Biologie auf diese Weise 'nachzuhelfen'.

    Aber wenn du möchtest, kannst du das Pulver (eigentlich Granulat) haben. Ich muss nur nachsehen, wieviel es ist und wieviel es seinerzeit gekostet hat. Und natürlich schauen, welche Vorsichtsmaßnahmen allenfalls für den Transport getroffen werden müssen. Den Postbediensteten soll beim Packlschupfen ja kein Unglück passieren.

    Wenn du's möchtest lass es mich hier wissen.

    Liebe Grüße
    Linda

    Weil ich nicht nachdüng kenn ich das nur vom Zusammenbruch einer Kultur. Da werden die Nährstoffe auch wieder freigesetzt. Aber das sieht man recht deutlich :smiling_face:

    Wenn die Farbe der Algensuppe nicht ungewöhnlich erscheint, dann wird's, denk ich, wohl so sein wie du vermutest. Neben den im Dünger enthaltenen Nährstoffen brauchen die Algen auch Kohlenstoff, und da wird das CO2 aus der Luft nimmer reichen. In so einem Fall würd ich raschest einen neuen Ansatz herstellen.

    PS: Ich schreib jetzt auch keine Anrede mehr und verzicht auch auf die Grußformel.

    Hi Dennis,

    bei 1/8 Liter pro Tag auf diesen Beckeninhalt wird das wohl keinen Schaden anrichten. Die im f/2 Dünger sonst noch enthaltenen Bestandteile sind zwar z.T. ungesund und werden ansonsten von den Algen im selben Ausmaß wie das Nitrat aufgebraucht (das ist das Wesen des Spezialdüngers), aber in so geringer Konzentration, denk ich, werden diese Rückstände im Becken keinen Schaden anrichten.

    Allerdings wundert's mich, dass deine Brühe zur Erntereife noch soviel NO3 enthält. Das ist bei meinen Algen nur der Fall, wenn die Kultur gekippt ist. Danach schaut's auf deinen Fotos aber nicht aus.

    lg
    Linda

    Hi Dennis,

    vorweg: Mit Synechococcus hab ich keine eigene Erfahrung. Aber weil's ein Cyanobakterium ist schätz ich dieses Plankton als eher robust ein. Nach meinem Gefühl ist die Belüftung wie sie dein Video zeigt ausreichend. Die Temperatur halt ich auch für passend.

    Es hängt halt auch davon ab, welche Art du kultivierst. In der Algenbank der Uni Göttingen hab ich einen Eintrag für eine marine Form dieser Gattung gefunden: Synechococcus sp. (spec. ist immer gut :))

    Weitere links zu Infos über Phytoplanktonzucht:

    . Angi Wolfrums Beitrag für Haralds Gorgonienlexikon: http://www.ifmn.net/zuchtberichte/…/176-algen.html

    . Die von der IfMN für die Nachwelt sicher gestellte Weisheit des Siegfried Jentzsch: http://www.ifmn.net/zuchtberichte/…/176-algen.html

    lg
    Linda

    Hi Dennis,

    diese Kanister sind sicher besser als die, die ich vom Baumarkt kenn :smiling_face:

    Als Dünger verwend ich Guillard f/2, da reicht eine Düngung beim Ansatz problemlos bis zur Reife. Zur Kontrolle eines etwaigen Düngerrückstands nehm ich Merck-Teststreiferln. Die sind zwar teuer, lassen sich aber gut der Länge nach teilen. Tröpfchentest sind ja (weiß net, ob das in diesem Thread schon gesagt wurde) für diesen Zweck aus mehreren Gründen ungeeignet.

    Viel Erfolg bei der Phytoplanktonzucht wünscht dir
    Linda

    Hi Dennis,

    auf einen Punkt wurde bis jetzt nicht eingegangen: Den Kanister als Kulturgefäß halt ich für keine gute Idee. Abgesehen davon, dass die Strömungsverhältnisse ungünstig sind (daher vermutlich auch der Bodensatz), lässt sich so ein Ding auch schlecht reinigen. Genau das aber ist das Um und Auf bei der Planktonzucht - egal, ob Phyto oder Zooplankton. Bakterien- und Fremdalgenbeläge sowie u.U. eingeschlepptes Zooplankton (Brachionus, Oxyrrhis) vermehren sich rasant und zerstören jede Kultur in kurzer Zeit.

    Ich kultivier das marine Phytoplankton in transparenten PET-Flaschen mit 0,5 und 1,5 Liter Inhalt. Je glatter die Wände sind desto besser.

    Gedüngt wird nur der Ansatz, nachdüngen tu ich in der Regel nicht. Bei der Ernte wird ein Teil der reifen Brühe durch Küchenpapier gefiltert und damit gleich ein neuer Ansatz hergestellt. Wenn's eine 'einfache' Alge ist wie z.B. Nannochloropsis, dann hält der Rest auch bei Zimmertemperatur problemlos ein paar Tage.

    Es empfiehlt sich sowieso, mehrere Kulturen parallel zu fahren, allein schon für's Backup. Bei der Menge, die du deinen Angaben nach benötigst, genügen 3 Flaschen à 0,5 Liter. Für die Belüftung hab ich ein Druckrohr gebastelt mit mehreren Auslässen, damit bin ich flexibel, wenn's mal mehr Flaschen sein sollen. Nannochloropsis braucht nicht unbedingt Belüftung, schaden tut's ihr aber auch nicht. Bei meinen Algenkulturen sprudelt's ebenfalls eher kräftig. Hier ein kurzer Blick in den Schrankraum, wo die kleinen Flaschen stehen: https://youtu.be/n6rO7kuQSL4

    Wie Karin schreibt ist die Temperatur v.a. bei robusten Algenarten zweitrangig. Nanno hab ich bei 15° bis 30° in Kultur. Andere (z.B. Rhodomonas baltica) sind nicht nur in dieser Hinsicht wenig tolerant und haben's lieber kühler.

    Eine recht übersichtliche Beschreibung gibt's u.a. hier: http://www.fao.org/docrep/003/w3732e/w3732e06.htm

    Liebe Grüße
    Linda

    Hallo Hans-Werner,

    danke für den Hinweis auf die Phosphatierung. Das würde Werners PO4 im Kondenswasser erklären.

    Der acetonähnliche Geruch, den ich gelegentlich wahrnehme, könnte vom Kältemittel stammen. Ich muss noch nachschauen, welches Mittel in meiner Anlage zum Einsatz kommt, aber Tetra- und Pentafluorethan könnten schon des Rätsels Lösung sein. Allerdings würd ich annehmen, dass bei einem andauernden Verlust von Kältemittel die Leistung der Anlage nachlassen müsste. Derartiges ist mir bisher halt nicht aufgefallen.

    Fehlt also nur noch die Erklärung für den hohen NOx-Wert. Bei NH3 als (austretendes) Kältemittel und einem entsprechenden Bakterienbelag auf den Kühlrippen könnte ich mir das vorstellen, nur wird Ammoniak soviel ich gelesen habe nur in Groß-Klimaanlagen etwa für Kühlhäuser eingesetzt.

    Hast du eine Idee, woher das NOx stammen könnte?

    Liebe Grüße
    Linda

    Hallo Siegfried,

    ich habe diesen Thread gekapert, weil er mit seinen vorherigen Posts inhaltlich zu meinem Anliegen passt. Der Titel passt weniger, denn es geht mir nicht darum, ob das Kondenswasser 'besser' ist als Osmosewasser. Und es geht auch nicht um die Ersparnis. Freilich aber ist die Verschwendung von Ressourcen - unter anderem - schon auch ein Ansatzpunkt.

    Leichtfertig Risken eingehen wird wohl keineR. Diejenigen, die wie ich das Kondenswasser verwenden, haben es vorher auf Schadstoffe getestet. Da, wo es sich aufgrund eines hohen Phosphatgehalts als ungeeeignet erweist, wird es halt nicht genommen. Wo liegt das Problem? Und wie gesagt: In den 8 Jahren, in denen ich das Kondenswasser meiner Klimaanlage für die beschriebenen Zwecke benütze, ist kein einziges Problem damit aufgetreten. Im Gegenteil, das in meinem Fall als Testergebnis vorliegende Nitrat hat (natürlich auch in der gegebenen Verdünnung) sogar einen durchaus positiven Effekt in den Aquarien, die ansonsten im Vergleich zum PO4 eher einen Stickstoffmangel aufweisen.

    Den Beitrag gestern habe ich vor allem aus dem Interesse heraus geschrieben, die Ursache für den Nitratgehalt zu finden. Und allenfalls eine Erklärung für den acetonartigen Geruch - der aber offenbar mit Aceton nichts zu tun hat.

    Ehrlich gesagt: Ganz erschließt sich mir der Sinn deines Beitrags nicht. Dafür brauchst dich aber auch nicht zu entschuldigen :smiling_face:

    Liebe Grüße
    Linda

    Hallo Community,

    die heuer besonders lang anhaltende Hitzeperiode geht zuende, da möcht ich den alten Thread wieder ausgraben.

    In den vergangenen 4 Wochen lief mein mobiles Klimagerät täglich von 8:00 bis 22:00. Das Kondenswasser leite ich in einen Kanister, der in der Badewanne steht, und verwende es zum Blumengießen und auch für den Verdunstungsausgleich jener Aquarien, die ansonsten Osmosewasser bekommen. Das sind im Wesentlichen die Seepferdchenaquarien. Die Korallenbecken werden mit Leitungswasser aufgefüllt.

    Natürlich habe ich mir vorher überlegt, welche Schadstoffe im Kondesnwasser der Klimaanlage enthalten sein könnten, und zu allererst einen Kupfertest durchgeführt. Ergebnis negativ.

    Die Leitfähigkeit liegt ein wenig über der des Osmosewassers, was auf den hohen NOx-Wert zurückzuführen sein dürfte. Mit TM gemessen sind es 100(!) mg NO3/l.

    Und genau das ist der Punkt, der mich ein bissl irritiert. Ja, organische Staubpartikel müssen theoretisch zu einem Stickstoffeintrag führen. Aber in diesem Ausmaß? Obendrein ist das Wasser kristallklar und farblos, obwohl in der Betriebsanleitung nix steht von einem Partikelfilter.

    Noch was: Beim Umleeren in den Kübel ist ein leichter Acetongeruch feststellbar, der sich allerdings rasch verflüchtigt. Woher der stammen könnte hab ich bei der Recherche im Web leider nicht herausgefunden.

    Nichtsdestoweniger hat sich die Wiederverwendung des Kondenwassers bisher (ich mach das so seit 2007) stets als gefahrlos erwiesen. Im Gegenteil: Üblicherweise hab ich in den Seepferdchenaquarien im Vergleich zum Phosphat eher einen Nitratmangel, und die Stickstoffzufuhr scheint sich auf das Wachstum der Höheren Algen günstig auszuwirken. Fische und Invertebraten haben noch nie irgendwelche negativen Reaktionen gezeigt.

    Dennoch die 2 Fragen an euch:
    1) Woher kann der hohe Stickstoffwert im Kondenswasser kommen?
    2) Was kann die Ursache sein für den acetonartigen Geruch beim Umfüllen?

    Neugierige Grüße
    Linda

    Hallo Hans-Werner,

    meine Aquarien ohne sichtbare Dinopopulation - Guppybecken und Schreibtischnano - sind beide mit 6.500K- Energiesparlampen Philips tornado daylight ausgestattet. Im Gegensatz zum Mainstream gefällt mir diese Lichtfarbe, deshalb hab ich auch die Seegraswiese mit daylight-Leuchtmitteln versehen (2x 24W T5 Narva biolight).

    An der Lichtfarbe scheint es also nicht zu liegen.

    Setze ich die Wattage in Relation zum Volumen so ist das Guppybecken mit seinen 2x 23W auf 45 Liter bei weitem am stärksten ausgeleuchtet, gefolgt vom Schreibtischnano mit 1x 23W auf 12 Liter. Die Seegraswiese mit ihren 63 Litern ist so gesehen sogar vergleichsweise schwach ausgeleuchtet, das Bodensubstrat war aber vom Start weg immer gering schattiert, weil die so dicht wie möglich gesetzten Gräser trotz allem große Abstände zu einander hatten. Wer einmal Seegras gepflanzt hat wird wissen, wie widerspenstig und gleichzeitig empfindlich die Rhizome sind.

    Was mir dennoch nicht aus dem Kopf geht ist der Umstand, dass die Seegraswiese von Sonja und Wolfgang anfangs ja auch nicht so dicht war wie jetzt und das Aquarium seinerzeit ebenfalls neu eingerichtet wurde. Obendrein ist die Beleuchtung bei ihnen stärker (ich glaub, es sind 6 T5-Röhren auf geschätze 50 cm Höhe), und einen höheren Blauanteil hat sie obendrein. Allerdings hat sie mit dem Riffaufbau auf der einen Seite auch eine größere Fläche, die nicht lichtexponiert ist.

    Ich glaub deshalb, dass eine hohe Lichtintensität, die auf ungeschützte Oberflächen trifft, die Dinoflagellaten begünstigt. Mit dieser Einschränkung sind alle genannten Beispiele halbwegs schlüssig zu interpretieren. Die schon erwähnte Beziehung der Dinos zu Roten Cyanobakterien, die ihrerseits an solchen Stellen die Nitrifikanten verdrängen, würde auch in das Erklärungsmuster passen.

    Es ist halt dumm, dass die Natur ein bissl komplex ist und einfache schwarz/weiß Lösungen nicht zulässt.

    Liebe Grüße
    Linda

    Na ja, Hans-Werner,

    ich hab 8 Aquarien mit einer Salinität von 30 psu und mehr. Sind zwar insgesamt nur 380 Liter, aber ich verwende in allen Becken Leitungswasser zur Herstellung des Wechselwassers. Eine (indirekt über die Turbellarien) erkennbare Population von Dinoflagellaten (und ja, dem Anschein nach wird es schon Prorocentrum lima sein) hab ich derzeit nur in 2 Aquarien.

    An sich ist das ja eine gute Ausgangslage, um die Wachstumsfaktoren der Dinos zu untersuchen. Nur fehlt mir halt die Akribie, die Wissenschafter auszeichnet. Aus der Hüfte geschossen mein ich, dass helle Beleuchtung auf jeden Fall daran beteiligt ist. Dinoflagellaten scheinen für die Fotosynthese mehr Energie zu benötigen als Höher Algen oder Seegräser. (Wobei ich bei letzteren nicht ganz so sicher bin, denn mangels nachhaltigen Pflegeerfolgs fehlt mir da leider die Erfahrung.)

    Höhere Algen können sich aber erfahrungsgemäß bei geringer Energiezufuhr gegen Dinoflagellaten durchsetzen, und wenn sie erst einmal dichte Bestände gebildet haben, dann schadet die Erhöhung der Lichtinensität nicht mehr.

    Ich seh da eine interessante Parallele zu den Roten Cyanobakterien, die sich nach meiner Beobachtung auch gern an lichtexponierten Substratoberflächen ansiedeln.

    Bezogen auf meine 'Seegraswiese' glaub ich, dass sie von Anfang an zu hell beleuchtet wurde. Dichter pflanzen war nicht möglich. Und ebenfalls aus Erfahrung weiß ich, dass Höhere Algen die Seegräser verdrängen. Sobald ich endlich wieder welche bekomme werde ich es mit geringerer Lichtintensität versuchen.

    Möglich ist aber auch, dass die hohe Alkalinität von 9+ die Seegräser am Wachstum hindert und so die Dinoflagellaten begünstigt. Das würde vielleicht auch deine Erfahrungen mit Leitungswasser und Prorocentrum lima erklären. Ziemlich sicher tut's das bei meinen Zooplankton-Zuchtwannen, zumindest denen, die künstlich beleuchtet sind.

    In den Aquarien, in denen diese Gäste nicht zutage treten, sorgt die biogene Entkalkung durch Höhere Algen oder der Karbonatverbrauch der Steinkorallen für moderate KH-Werte. Im Wohnzimmerrifferl sinkt die Alkalinität binnen 14 Tagen auf 6. Dort gibt's weder sichtbare Dinopopulationen noch Turbellarien, detto im Schreibtischnano und im Guppybecken, das als 'Mistküberl' für Algenüberschüsse dient.

    Ich werde jetzt einmal die WW-Frequenz in der Seegraswiese erhöhen und dafür zumindest vorübergehend Osmosewasser verwenden. Bin gespannt, ob sich was ändert.

    Liebe Grüße
    Linda

    Linda, hast Du die Gattung oder Art der Dinos bestimmen können. Am Boden handelt es sich meist um Prorocentrum lima , eine recht leicht zu erkennende Art.


    Hallo Hans-Werner,

    so gut ist mein Mikroskop nicht, und auch ich nicht.

    Es sind jedenfalls die Organismen, die ich seinerzeit in diesem Thread vorgestellt habe.

    Sie siedeln überwiegend an den Oberflächen, also Scheiben und Boden, trüben ohne Limitierung mitunter aber auch das Wasser. Weil das in diesem Aquarium schon länger nicht vorgekommen ist nehm ich an, dass die Strudelwürmer die Dinoflagellaten im Zaum halten. Die Absaugaktion am Wochenende hat gezeigt, dass größere Abschnitte des Bodensubstrats vorübergehend völlig frei waren von Turbellarien und Dinos, letztere sich aber nach 2 Tagen schon wieder großflächig ausgebreitet hatten. Jetzt vermehren sich die Turbellarien wieder recht hurtig, der Zustand ist wahrscheinlich spätestens übermorgen so wie vor der Absaugaktion.

    Liebe Grüße
    Linda

    *börgs* ich hasse diese kleinen Strudels...
    Mein Algenbecken habe ich deswegen damals komplett platt gemacht. Eine Bekämpfung im Nano war echt sinnlos.


    Hallo Stefanie,

    'hassen' ist bei mir nicht der richtige Ausdruck. Es ist ja nicht das erste Mal, dass sich die Gäste stärker vermehren als es mir lieb ist. Aber bis jetzt war's noch nie so schlimm und hat noch nie so lang gedauert.

    Drum möcht ich ein bissl mehr lernen über die Biologie der Turbellarien und die Zusammenhänge verstehen. Mal abgesehen vom Verschwinden der Copepoden und der Seegräser hat sich die Geschichte bis jetzt nicht wirklich als Katastrofe erwiesen. Zum Plattmachen besteht für mich noch kein Grund.

    Nur denk ich mir: Wenn ich weiterhin gar nix tu, dann läuft die Sache im Kreis. Dabei ist 'gar nix' eh nicht richtig, weil ich ja die Ponies füttere und so Nährstoffe einbring.

    Blöd ist, dass die Dinos in- und außerhalb der Turbellarien Höheren Algen und auch den Seegräsern die Nährstoffe abgraben. Das funktioniert natürlich, wie die Nährstoffwerte der letzten Tests zeigen. Nach meinem Verständnis kommen in der Natur nach dem Zusammenbruch eines marinen Ökosystems zuerst die Cyanobakterien, dann die Dinoflagellaten, dann die Turbellarien und Kleinkrebse, und schließlich gerät das System wieder ins Lot. Der Punkt ist in der 'Seegras'wiese halt noch nicht erreicht. Ich bin ein bissl ratlos, wie ich nachhelfen könnte.

    Liebe Grüße
    Linda

    Hallo Community,

    die Linda, welche auch das Scheitern als Lernerfahrung begreift, möchte euch anbei aktuelle Fotos ihrer ehemaligen Seegraswiese zeigen. Die, die mich kennen, wissen, dass Katastrofenszenarien für mich kein Grund sind, gleich alles hinzuschmeisssen. Oft schon hat sich das Warten als kluge Entscheidung erwiesen.

    Jetzt aber bin ich mit meinem Latein nahe dem Ende. Die Seegräser sind bis auf 2 Triebe des (ursprünglich gar nicht so robust eingeschätzten) Halodule pinifolia verschwunden, die Seegraswiese hat sich in eine Turbellarienwiese verwandelt. Kaum ein Quadratzentimeter, der nicht von den Strudelwürmern besiedelt ist.

    Hab ich die bislang für Convolutriloba retrogemma gehalten, so bin ich mir anhand neuerer Recherchen nicht mehr sicher, dass es wirklich diese Art ist. Es fehlen ihr die Schwanzerln. Ebenfalls rot ist eine Waminoa-Art, die passt etwas besser zu meinen Gästen.

    Im Grund ist das aber eh wurst. Da im Gefolge der Massenvermehrung der Strudelwürmer die Copepoden verschwunden sind geh ich davon aus, dass die auf dem Speisezettel der Turbellarien stehen.

    Variante 2: Es sind Dinoflagellaten, die für das Verschwinden der Tisben verantwortlich sind, weil die die Dinos zwar essen, davon aber auf Dauer Verdauungsstörungen bekommen. Glaub ich aber weniger.

    Variante 3: Die Strudelwürmer essen Copepoden und andere Kleinkrebse, nehmen aber auch Dinoflagellaten auf und sind dadurch (Fotosynthese) auch Selbstversorger. Diese Variante erscheint mir nach den bisherigen Beobachtungen als die wahrscheinlichste.

    Die Frage ist: Welche Maßnahmen eignen sich für die Limitierung der Turbellarien?

    1) Chelidonura varians: Hat sich bei anderen Gelegenheit bewährt, ist aber bei uns schon seit Monaten nicht zu bekommen. Bzw. erfährt die Linda immer erst im Nachhinein, dass ein Händler hier welche hatte :frowning_face:

    2) Absaugen der Turbellarien und Wiederverwendung des gefilterten Wassers. Das müsste allerdings in sehr kurzen Abständen erfolgen, weil die Dinos schon nach einem einzigen Tag die zuvor gereinigte Substratoberfläche wieder besiedeln.

    3) Einsatz eines UV-Klärers, der erfahrungsgemäß bei einer durch Dinoflagellaten verursachten Wassertrübung hilft. Bis dato tritt eine derartige Trübung aber nur selten auf.

    4) Abschaltung der Beleuchtung für eine längeren Zeitraum. Hat in anderen Seepferdchenbecken geholfen, die auch dort gelegentlich auftretenden Dinoflagellaten zu limitieren. Nachteil: Weniger Lichtenergie bremst den Stoffwechsel aller fotoautotrophen Organismen, mit den logischen Folgen für die Nährstoffbelastung des Systems.

    Anmerken möcht ich noch, dass in dem betroffenen Aquarium nach wie vor 4 Zwergseepferdchen wohnen, die auch regelmäßig Nachwuchs produzieren. Weiters wohnen in der Turbellarienwiese eine Lichtgorgonie, 3 kleine Kalkröhrenwürmer, mehrere Clibanarius tricolor, einige Cerithium-Schnecken, zwei Turboschnecken sowie zahlreiche Euplica- und Nassarius-Schnecken und jede Menge Borstenwürmer.Wer die hübschen Maulwurfhügerln produziert hab ich bis jetzt noch nicht in Erfahrung bringen können. Interessant sind die allemal. Die dominante Belegschaft sind freilich die roten Turbellarien. Derzeit ...

    Ich neig zur unter 2) beschriebenen Methode. Begründung: Entfernung der Biomasse mitsamt der Grundlage für die Dinovermehrung. Allerdings werden durch die notwendige Fütterung der Pferdchen auch wieder Nährstoffe eingebracht. Nach Möglichkeit möcht ich das Setup aber beibehalten.

    Lieg ich mit der Methode deshalb falsch?

    Anbei ein Auszug aus der Wasserwerte-Statistik. Seither hab ich nicht mehr gemessen, weil's eh nix bringt.

    Liebe Grüße
    Linda

    Hallo Manfred,

    ich möcht mich noch einmal bedanken für den Tipp mit dem Sonax Flugrostentferner.

    Das Mittel wirkt wunderbar, die Ablagerungen konnten ohne Mühe entfernt werden!

    Die größte Herausforderung war für mich, genau dieses Produkt in Wien zu bekommen =). Im Autozubehörhandel hat's schließlich geklappt.

    Liebe Grüße
    Linda

    Hallo Community,

    gottlob betrifft es nicht das Aquarium, ich glaub trotzdem, dass das Thema in diesem Unterforum gut aufgehoben ist :smiling_face:

    Bei unserem Hauswasserwerk im Garten haben wir einen Sandfilter mit einem (ursprünglich) transparenten Kunststoffgehäuse. Unser Grundwasser besitzt offenbar einen hohen Eisengehalt, dadurch ist der Kunststoff binnen 2 Jahren undurchsichtig geworden, sodass man die Höhe des Sandes im Gehäuse nicht mehr sieht. Der Belag ist äußerst hartnäckig und lässt sich mechanisch nur mühsam entfernen.

    Ich hab mir gedacht, ich versuch's mit den üblichen Mitteln, mit denen ich meine Aquariengerätschaft reinige: Der Reihe nach Natriumhypochlorit und Salzsäure. Wenn der Belag tatsächlich aus Eisenoxid besteht, dann wundert es mich zwar nicht, dass oxidierende Bleichmittel keine Wirkung zeigen, sehr wohl aber, dass das auch bei Verwendung von HCl der Fall ist. Rost, hätte ich gemeint, wird in wasserlösliches Eisenchlorid umgewandelt, das ich mit Küchenpapier einfach wegwischen kann :smiling_face_with_sunglasses: Leider falsch gedacht.

    Haben die Chemiker hier einen Tipp für mich, was das erstens wirklich ist, und zweitens, wie ich den Belag - elegant und mit wenig Mühe - entfernen kann?

    Danke vorweg und liebe Grüße
    Linda

    In MW kannst Du locker 50% mehr dosieren.


    Hi Katharina & Torsten,

    das, glaub ich, liegt in erster Linie daran, dass der Hersteller weiß, für MeerwasseraquarianerInnen spielt Geld eine kleinere Rolle als für die Süßen :smiling_face:

    Also wenn ihr 118 ml Special Blend habt und ein 600 Liter-Becken, dann wird das gut sein. Es geht ja auch ohne Bakterienstarter. Selbst Aquarien, die ohne Lebendgestein eingerichtet wurden, entwickeln ihre Bakterienfauna ganz ohne dass unbedingt irgendwelches Zeug hineingeschüttet werden muss. Es dauert halt ein bissl länger. Ich verwende deshalb auch gern Special Blend bei der Neueinrichtung, aber die Normaldosis.

    Eine Unterdosierung ist immer noch besser als zuviel. Wenn die Bakterien nicht genug Nahrung vorfinden, dann sterben sie sowieso. Damit werden sie zwar selber zum Futter für die Hinterbliebenen, aber das ist vermutlich nicht der Zweck der Übung.

    Liebe Grüße
    Linda

    Hallo Florian,

    ich find's interessant, dass deine Globuli Xenien essen. Ich hab zwei davon in meinen 54 Liter-Wohnzimmerrifferl, und dazu eine Kolonie Pumpende Xenien, die ich öfter mal auslichten muss, damit sie sich nicht zu sehr ausbreiten.

    Was gibst du deinen Mespilias zu essen? In diesem Aquarium brauch ich nix zufüttern, weil sie genug Algenaufwuchs finden. In anderen Becken bekommen die Globuli gelegentlich Futzerln von getrockneten Norialgen, die sie zunächst als Deko verwenden und später aufessen. So funktioniert das gut schon seit mehr als zwei Jahren.

    Dass die Igel an Korallen gehen ist mir noch nicht aufgefallen.

    Na, vielleicht kannst du Joes Unkenrufen zum Trotz doch beides behalten :smiling_face:

    Liebe Grüße
    Linda

    ... um ein vielfältiges Ökosystem zu ermöglichen


    Das wäre zwar in der Tat ein spannendes Projekt, ich bin aber skeptisch, dass das ohne die unmittelbare Nachbarschaft des Meeres, nur durch willkürlich ausgesuchte Organismen (die dann oft auch aus ganz anderen Klimaten kommen) möglich ist.

    Der Threadstarter hat von Artemiazucht geschrieben, und die funktioniert nach meinem Dafürhalten nicht in einem Gezeitentümpel, in dem auch andere Kleinkrebse leben.

    Ein Bekannter von mir hat marines Lebendfutter im größeren Stil gezüchtet in den auch von Hofer/Aldi bekannten Intex-Pools mit dem aufblasbaren Wulst. Der kleinste Pool hat 2.400 Liter Inhalt. Allein den mit Altwasser aus Aquarien zu befüllen wird wahrscheinlich einige Zeit dauern. Die Alternative, das Wasser frisch anzusetzen, geht einigermaßen ins Geld.

    Für eine reine Futterzucht wär mir das zu aufwändig.

    Wenn sich der Peter ein Biotopprojekt antun mag, dann bin ich sehr neugierig, wie er es realisieren wird und wie es laufen wird.

    Sehr interessant wär ein Bericht von Sascha über seinen 10.000 Liter-Teich! (Auch wenn ich glaub, dass er das als Firmengeheimnis nicht so einfach preisgeben wird :))

    Liebe Grüße
    Linda

    Es könnte schon toll aussehen mit Mangroven und so.


    Ja, sicher :smiling_face:

    Aber ein beheiztes Glashaus drüber zu bauen halt ich für einen unverhältnismäßig großen Aufwand.

    Den Artemien wird weder ein brackiges Wasser noch eine Salinität von 40 psu was ausmachen, aber wenn's in der Badewanne nicht funktioniert hat, dann liegt's vermutlich nicht an der, und ein Teich wird daran auch nix ändern. Vermutlich ist eine für Mikroalgen ungünstige Wasserqualität schuld, etwa eine zu hohe Alkalinität. Ich würd ein bissl Dreck einbringen, z.B. Gartenerde mit ein wenig Kompost.

    Die Minilagunen von Usedom kenn ich nicht, drum wollt ich vorher nix schreiben und eher die Antworten der Praktiker (z.B. Wolfgang S.) abwarten. Meine Moinazuchtanlage im Garten mit 2x 120 Liter PVC-Wannen ist mit Stegplatten überdacht und produziert im Sommer Lebendfutter in durchaus brauchbarem Maß. Kostspielige Investitionen würd ich mir jedenfalls sparen, da ist der Kauf von LF in Portionsbeuteln oder die Anzucht von Artemien mit Selco günstiger.

    Ein Frosch, denk ich, wird in das Salzwasser entweder gar nicht oder - wenn erschreckt - nur 1x reinhüpfen. Dann ist er entweder im Froschhimmel oder sucht schleunigst das Süßwasserbad auf und merkt sich's für die Zukunft. Es gibt nur ganz wenige Amphibien, die mit salzigem Wasser zurecht kommen.

    Liebe Grüße
    Linda

    Aha. Da hab ich das (See- :))Gras wachsen hören. Trotzdem schad, dass es deine fünf tragenden Mädels erwischt hat.

    Jetzt aber bin ich neugierig auf das neue Algenparadies.

    Liebe Grüße
    Linda

    ... da plötzlich fast alle meine Palaemon verstorben waren, 4 Stück haben überlebt, darunter 2 ziemlich kleine


    Hallo Steffi,

    zum neuen Aquarium hat's Wolfgang eh schon auf den Punkt gebracht :smiling_face:

    Aber der kleine Nebensatz ist mir jetzt geradezu ins Aug gesprungen: Palaemon? Du hattest dich ja für GGvJ angemeldet. Hast gar welche bekommen?

    Neugierige Grüße
    Linda

    PS: Sorry für's OT :smiling_face:

    Hallo Knut,

    schön, dass du wieder mal reinschaust hier. Ich bin gespannt auf das, was du zu berichten hast.

    Und wenn du wieder in FL bist, dann halt bitte Ausschau nach potenzieller schuppiger Gesellschaft für Seegrasponies. Bill Hoffman von der SMS hat mir auf Anfrage mitgeteilt, dass in deren Seegrasbecken u.a. 'Dwarf Wrasses' schwimmen. Dabei müsste es sich um Doratonutus megalepis handeln, einen bis knapp unter 10 cm großen Lippfisch, der sein Zuhause in Seegraswiesen hat. Diese Art würd mich als authentische Gesellschaft für die Ponies interessieren - selbst wenn Pony-Neonate auf ihrem Speisezettel stehen. Als (vemutlich) nicht benthisch lebende Art würde sie sich - so wie die Wurmgrundeln in der Aufzuchtbox - um den Futterüberschuss in der freien Wassersäule kümmern, den die Ponies üblicherweise nicht erreichen.

    Die Parioglossus-Wurmgrundeln sind in dieser Hinsicht ja eine prima Lösung, aber sie stammen halt aus einem anderen Winkel der Erde und sind überdies riffgebunden, also nicht wirklich heimisch in einem Seegrasaquarium.

    Ich such deshalb Infos aus erster Hand über Doratonotus megalepis (Schwimm- und Sozialverhalten, Nahrungsaufnahme) und hab dafür gestern auch einen eigenen Thread eröffnet. Das Web ist in der Beziehung nicht besonders ergiebig, und ich fürcht, dass Seegraswiesenbewohner (mal abgesehen von den Ponies) auch hier nur wenige Fans haben.

    Aber jetzt wart ich mal auf deine News.

    Liebe Grüße
    Linda

    Hallo Dimitris,

    die Tiere, die bei mir gelegentlich Norialgen bekommen, brauchen's nicht pulverisiert. Für die zupf ich Futzerln in der benötigten Größe (Kleinfinger- bis Daumennagel :)) von dem Blatt runter. Wenn man die vorher in Süßwasser einweicht, dann sinken sie auch recht rasch.

    Liebe Grüße
    Linda

    Hi Torben,

    ich kauf die Norialgen im Asia Shop. Stimmt: Es steht drauf 'Roasted Seaweed', aber die 'Röstung' ist ganz offensichtlich nur eine schnelle Trocknung, die enthaltenen 0,41 g Fett pro 100 g stammen vom Produkt selber.

    Fische hab ich nicht, die das essen, aber Seeigel, Einsiedlerkrebse, Schnecken und Copepoden sind ganz wild drauf. Mir schmecken sie auch :smiling_face:

    28 g kosten 1,99, d.s. für 100 g etwas über 7 Euro.

    Liebe Grüße
    Linda

    Hallo Marco,

    da hast du ein Unterwasser-Glühwürmchen eingefangen!

    Toll, was es nicht alles gibt.

    Google sagt zwar, dass Fluoreszenz bei Würmern unter verschiedenen Umständen vorkommt, aber gehört hab ich davon bisher noch nie.

    Bin gespannt auf Aussagen der Wurmkundler hier. Vielleicht hast du mehr Glück als ich mit meinen Marionettenwürmchen =)

    Liebe Grüße
    Linda

    Hallo Freunde der Seegrasponies,

    nach ca. 3 Jahren Pause ist das Monitoring der Smithonian Marine Station at Fort Pierce in Florida endlich wieder online!

    Die permanente Messung und Veröffentlichung der Umweltdaten des Zwergseepferdchenbiotops in der Indian River Lagoon räumt mit so einigen Mythen der Seegrasponyhaltung auf.

    Ich freu mich, dass die SMS damit wieder im Netz ist!

    Liebe Grüße
    Linda