Beiträge von m.limberger

    Hallo Andreas,

    bei mir hält eine Rolle ca. 2 Monate, ich hab aber eine ca. 40x Umwälzung mit wechselnder Strömungsrichtung und schon immer einen Feinfilter im Becken und entsprechen wenig Detritus... sieht bei dir evtl. anders aus, dann sollte der Vliesverbrauch aber nachlassen, sobald die Ablagerungen im Becken weniger werden. Der hohe Vliesverbrauch liegt also sicher nicht am Rollermat an sich, was noch sein könnte, ist der Ausfluss irgend wie behindert, oder steht der Rollermat im Wasser, dieser sollte nicht tief eingetaucht sein, oder besser oberhalb der Wasseroberfläche platziert werden, da der Wasserstand im Rollermat sonst zu schnell steigt und entsprechend viel Vlies verbraucht wird!

    Gruß Michael

    Hallo Spooner,

    das ist vor ein paar Jahren gewesen, da waren die Möglichkeiten einer Analyse noch nicht so gut, konnte aber auch keine Probleme bei den Korallen, nur beim Pumpenbetrieb, feststellen, Zink hatte ich aber vor kürzerer Zeit durch ein Salz extrem erhöht, 247.6 µg/l im frisch angesetzten Wasser.... gab aber auch dadurch keine merklichen Probleme! Wie es sich beim Nickel verhält, kann ich allerdings nicht sagen. Phosphatabsorber auf Eisenbasis ziehen etwas Nickel, aber auch andere Spurenelemente und vor allem Phosphat, deren Mangel, die Situation bei den Acropora evtl. noch verschlechtern könnte...ich würde hier auf größere Wasserwechsel, mit einem Salz, mit möglichst naturnahen Werten, setzten, z.B. ATI Absolut Ocean, oder Faunamarin, selbst wenn der Auslöser des STN ein anderer sein sollte, bewegt man die Wasserwerte in Richtung des natürlichen Niveau, was sicher nicht schadet.

    Gruß Michael

    Hallo,

    ich würde das direkt mit Royal Exclusive besprechen!

    Der Mantel des Läufers kann nicht rosten, der Magnetkern evtl. schon, wenn hier durch eine fehlerhafte Schweißnaht Wasser eindringt, kann sich der Läufer verformen, Leistung lässt nach und die Bestandteile des Kern lösen sich ggf. im Aquarium... Hatte ich schon mit Pumpen eines anderen, namhaften, Herstellers.

    Royal Exclusive hat normal einen guten, kulanten, Service, wenn hier ein Produktionsfehler vorliegt, wird sicher eine zufriedenstellende Lösung gefunden!

    Gruß Michael

    Hallo Tina,

    die Duncanopsammia ist nur noch ein Rest und scheint größtenteils abgestorben, kann sich aber erholen und wird dann auch wieder Farbe bekommen.

    Bei der Sinularia habe ich absichtlich geschrieben ähnlich dieser, da sie bei unterschiedlichen Bedingungen wie Licht, Nährstoffe, Strömung ein wenig anders aussehen und vor allem die Polypendichte stark variiert, wahrscheinlich sind die meisten derartigen Korallen Farb-Standortvarianten von Sinulariab flexibilis: https://www.meerwasser-lexikon.de/tiere/555_Sinularia_flexibilis.htm

    Gruß Michael

    Hallo Ralf,

    schon mal Cyclops, Austerneier... ins Becken gegeben, ich denk um auf die Masse eines einzelnen Stück einer "Schokotafel" zu kommen, musst schon extrem viele Nauplien ins Becken geben, und Artemia hat sicher eine geringere Energiedichte, also selbst wenn davon ausgehst, das sofort alle Tot sind, wird es sicher nicht leicht, eine deutliche Verschlechterung des Wassers zu erreichen, höchstens du hast wirklich 50g... Eier angesetzt, oder du kippst das Zuchtwasser mit ins Aquarium.

    Nur mit den Hüllen währe ich vorsichtig, bei Fischbrut können die Probleme bereiten, wies bei Filtrieren und Korallen aussieht?

    Überleben wird aber sicher keine, was die Fische und Korallen nicht direkt fressen, wird wahrscheinlich von der Pumpe geschreddert...

    Gruß Michael

    Hallo Steffan,

    da gibt's verschiedene Möglichkeiten, würde aber davon ausgehen, dass das Plankton (wenn nicht in Massen gegeben, oder mit Toxinen verunreinigt) nur der Tropfen war, der das Fass zum überlaufen gebracht hat.

    Irgend etwas hat auf jeden Fall zu starkem Bakterienwachstum geführt, deshalb die Trübung, die Sauerstoffzehrung, die gestressten Fische und der, da sauerstoffbedürftig, tote, Zwergkaiser.

    Möglicherweise hat, wenn vorhanden, eine Muschel abgelaicht, Massenablaichen der Borstenwürmer, oder sogar laichen der Korallen... Absterben großer Korallenkolonien... Ausfall einzelner Technikkomponenten, wenn Becken vom PH, KH,... an der Grenze läuft, Überdosierung von bestimmten Zusätzen... wie gesagt Möglichkeiten gibt es viele!

    Im Moment ist wichtig gut durchlüften, Schäumer eher feucht einstellen (wenn Gerät zur Hand ,Ozon geben), evtl. Zeolith, wenn von Toxinen auszugehen ist, auch bei absterben von Korallen, Kohle einsetzten und nicht unnötig Bakterienfutter ins Becken einbringen, schauen ob abgestorbene Tiere das Wasser belasten und die Technik + Dosierungen überprüfen. Große Wasserwechsel mit gutem Salz, können hier auch helfen, ist bei 560l aber nicht so einfach.

    Gruß Michael

    Hallo,

    egal wie entschieden wird, bei ca. 200l geht nur ein Paar Chrysiptera parasema wirklich gut, dieses kann dann aber problemlos mit zwei Amphiprion ocellaris vergesellschaftet werden (mehr Fische sind nicht empfehlenswert),

    Als Anemone würde ich auf die im Handel als Cribrinopsis crassa bezeichnete Entacmaea sp.: https://www.meerwasser-lexikon.de/tiere/1840_Entacmaea_sp.htm zurückgreifen, diese werden im Aquarium, von Amphiprion ocellaris gut angenommen (Nachzuchten brauchen oft eine Weile bis sie in eine Anemone gehen), Einzeltiere sind nicht all zu groß, lassen sich auf einem extra Stein, in kleinen Becken, gut kontrollieren, nesseln nicht all zu stark und sind auch recht robust (andere Anemonen verzeihen Anfängerfehler-Schwankungen deutlich weniger).

    Wichtig ist die Fische nicht zu früh ins Becken einbringen und sich auch noch mal genau beraten lassen, oder auch einlesen, wie man en solches Becken startet und am Laufen hält, grobe Fehler gehen immer zu lasten der Tiere und können einem das Hobby auch schnell vermiesen, wenn man es richtig macht, sollte man aber immer was zu sehen und viel Freude daran haben!

    Gruß Michael

    Hallo,

    ich hatte eine Zeit ein Lanthanprodukt, per Dosierpumpe, dosiert, in dieser Zeit konnte ich keine Percnon Krabben mehr etablieren, eine fädenbildende Cyanobaktertie hat sich im Becken breit gemacht (diese scheint die Verbindung aufspalten zu können, oder profitiert anderweitig von der Dosierung) und es gab einen deutlichen Rückgang der Microfauna - Kaum mehr Kopepoden, keine Schwebegarnelen mehr...! Durch einen Rückstau, kam es auch noch zu einer Überdosierung, wobei ich alle Cirrhilabrus verloren habe!

    Lanthan bzw. die Ausfällungen scheinen die Sauerstoffaufnahme zu behindern, wobei es auf den Sauerstoffbedarf der einzelnen Art und dessen Größe ankommt, kleine und sauerstoffbedürftige Tiere sterben zuerst, was sich mancher inzwischen zur Behandlung von Waminoa Strudelwürmer zur Nutze macht...

    Dosierung und Häufigkeit des Einsatz, will also gut überlegt sein!

    Gruß Michael

    Hallo René,

    mit dem destillierten Wasser, aus dem Baumarkt, wäre ich vorsichtig, kann unter Umständen einiges an Silikat und auch anderen unerwünschte Stoffe enthalten, es ist eben Wasser für technische Zwecke! Würde da schauen, ob in der Nähe ein Aquarianer mit Osmoseanlage, oder ein Zoohändler der entsprechendes Wasser verkauft ist, oder du nimmst gleich fertiges Meerwasser...

    Gruß Michael

    Hallo Steffan,

    es sollte nur einmal dosiert werden! Das was wie zwei Dosierungen wirkt, ist einmal die Schlauchfüllung und dann eben die eigentliche Dosierung! Heißt wenn zwei mal deutlich dosiert wird, war die Schlauchkalibrierung zu großzügig, vom Ablauf kann es aber tatsächlich sein, dass dein Gerät anders arbeitet als wie von mir beschrieben, ich hatte ein Firmwareupdate machen lassen! Dies kann man aber nicht selbst, ich hat das Gerät mit zu einer Messe genommen und davor angefragt ob sie es dort machen, ansonsten müsste man es einschicken...

    Gruß Michael

    Guten Morgen Stefan,

    handelt es sich auch um das blaue, oder das alte schwarze Gerät? Die wurden beide unter Arka vida GT verkauft!

    Beim Schwarzen kann ich es echt nicht mehr sagen.

    Beim Blauen läuft es definitiv so: 1. Rücksaugung > 2. Schlauffüllung (+ die Menge die bei der Schlauchkalibrierung abgegeben wurden > hier muss wahrscheinlich noch besser Kalibriert werden, damit die "Erste Menge" nicht so groß ist ) > 3 Dosierung ( "Zweite Menge" - eigentliche Dosierung! 5ml) > 4. Rücksaugung.

    Gruß Michael

    Hallo Stefan,

    erst den Schlauch kalibrieren, es sollte gerade so ein Tropfen kommen, dann kann man den Testlauf starten, erst läuft die Rücksaugung, damit der Schlauch leer ist, dann wird der Schlauch gefüllt, danach Dosiert und zuletzt wieder rückgesaugt. Nach der Dosierung sollten die 5ml im Testgefäß sein, wenn nicht muss der Wert korrigiert werden.

    Gruß Michael

    Hallo Jannis,

    bei 200l hätte ich keine Bedenken beide Arten, jeweils als Paar, zu halten. Mein erstes Meerwasserbecken waren nur 112l und mit A. percula + C. parasema gab es nie Probleme. Als Anemone bietet sich die im Handel unter Cribrinopsis crassa erhältliche Entacmaea sp. an, einige Einsiedler und Schnecken gehören auf jeden Fall auch ins Becken und den übrigen Platz, den nicht die Anemonen einnehmen, würde ich auf jeden Fall auch mit Korallen, Krusten-Scheibenanemonen... besetzten.

    Gruß Michael

    Hallo Björn,

    die im Handel als C. crassa bezeichneten Tiere (eher Entacmaea sp.), sind ein ziemliches Unkraut! Für kleine Becken, oder Becken die wenig SPS lastig sind, sicher eine gute Anemone, die auch recht robust ist! Allerdings verliert man in Aquarien > 200l meist früher, oder Später, die Kontrolle, da sich abgelöste Anemonen in Spalten setzten, wo man nicht ran kommt...

    Gruß Michael

    Hallo,

    wenns der einfach TM-Test zum tropfen ist, kann ich die Abweichung bestätigen, nehme den weil schnell und einfach, weiß aber, dass er ca. 1KH zu wenig anzeigt! Bei Wassertests ist es immer gut eine Referenz zu verwenden, so kann man den Test und auch die Handhabung überprüfen!

    Gruß Michael

    Hallo Peter,

    UV ist wichtig um die Schwärmer zu erledigen, doppelte Leistung hilft aber nicht, es muss die richtige Leistung, für das Becken / den entsprechenden Durchsatz sein, kombiniert mit Ozon im Schäumer, hat man damit eine gute Wirkung, dann ist es Sinnvoll etwas hemmendes ins Becken zu geben z.B. Microbe Lift Herbtana (Macht normal keine Probleme mit Wirbellosen und Korallen) und etwas um generell die Vitalität der Tiere zu steigern, ein gesunder Fisch, erkrankt normal nicht ernsthaft, solange er nicht großen Mengen an Schwärmern ausgesetzt ist, ich verwende bei Neuzusatz immer Microbe Lift TheraP > meine Fische hatten noch nie Cryptocaryon irritans, oder evtl. einzelne Punkte, obwohl ich kein UV verwende (allerdings Ozon) und sogar einen Wießkehldoktor halte. Futter mit Knoblauch... ist auch nicht schlecht, aber ich denk, man sollte generell hochwertiges und passendes Futter verwenden, so dass die Tiere keinen Mangel leiden!

    Viel mehr kann man, wenn im Becken behandelt werden soll, leider nicht tun.

    Wasserwechsel o.ä. würde nur Sinn machen, wenn irgend eine Art von Belastung die Tiere stressen würde und es dadurch zum Ausbruch der Erkrankung kam.

    Ich drücke die Daumen, dass es ohne weitere Verluste geht!

    Gruß Michael

    Hallo,

    ob sie Medusen bilden, oder nicht, liegt oft an den Bedingungen, die Vermehrung der Polypen wird im Aquarium, aber wohl nur vegetativ erfolgen. Ich hatte diese schon oft auf Lebendgestein, konnte bei mir aber nie Medusen beobachten.

    Was das Nesseln angeht ist es wohl von der jeweiligen Art abhängig, ich hatte bisher optisch sehr ähnliche Polypen wie die hier gezeigte und bei diesen können die Nesselzellen, die menschliche Haut, wohl nicht durchdringen und auch das Vernesseln von Korallen hält sich in Grenzen, wobei es für Beides auch andere Berichte gibt.

    Gruß Michael

    Hallo Sonja,

    von meiner Seite war mit dem LED-Licht meine eigentliche Beleuchtung gemeint, ich hab am Hintergrund keine zusätzlichen LED angebracht, hier wäre die Schwierigkeit, eine gleichmäßige, nicht punktuelle, Beleuchtung und vernünftige Farbe hin zu bekommen, zusätzlich würden die Lichtreflektionen des Licht, vom Durchdringen der Wasseroberfläche, fehlen.
    Alternativ könnten natürlich im hinteren Bereich des Aquarium zusätzliche LED-Leuchtbalken angebracht werden, mit günstigen LED-Streifen ist dies allerdings kaum zu realisieren.

    Gruß Michael

    Hallo Sonja,

    mein Aquarium hat einen 60cm hohen Rahmen, der mit Silikon verklebt ist, weshalb es das Problem mit dem dazwischen laufenden Wasser nicht gibt, wenn die Schiene aber sauber verklebt ist, kann das Wasser eigentlich auch nur dahinter runter laufen.
    Ansonsten wäre ein Ramen, wie bei mir, auch eine Überlegung, vor allem wenn springfreudige Fische gehalten werden...

    Gruß Michael

    Hallo,

    Polystyrol wird von mindestens einem Hersteller von Riffkeramik sogar eingesetzt! Beim Brennen soll von solchen Kohlenwasserstoffen nichts außer CO2 und H2O übrig bleiben, zumindest wurde mir das so gesagt, ob im Styropor sonst noch Stoffe enthalten sind...?

    Gruß Michael

    Hallo,

    wenn man die Scheibe sauber hält, ist das reflektierte Licht eines hellen Hintergrund nicht zu vernachlässigen!

    Ich habe zwei U-Kunststoffschienen so hinter dem Aquarium angebracht, dass ich ein dünnes Brett einschieben kann, dieses hatte ich anfangs hellblau, nach Unten dunkler werdend gestrichen, später, um eine noch hellere Wirkung zu haben, sogar fast weis mit leichte türkis-blauem Ton, nach Unten aber weiter leicht dunkler werden, durch das bläuliche Licht der LED wirkt es deutlich blauer und durch den leichten Abstand zur Schreibe wirken die Lichtreflektionen auf dem Hintergrund fast so wie wenn man in einer Lagune am Schnorcheln ist... wenn man dort frei ins Wasser schaut, wirkt das ganze sehr hell - leicht türkise!

    Der Vorteil davon ist, man kann es auch jederzeit ändern, wenns nicht mehr gefällt, oder auch dunkle Schatten einzeichnen, um ein Riff in der Ferne darzustellen... aber wenn das Riff davor passt, braucht es dies meiner Meinung nach nicht.

    Gruß Michael

    Hallo Oliver,

    ich hab den Hanna HI98128 und messe damit alle paar Tage den ph, um zu kontrollieren, ob der Atemkalk noch seinen Dienst tut... Ich behandle das Gerät nicht besonders pfleglich, heißt Messen und dann direkt die Kappe wieder drauf, spezielle Lösung zum Lagern... verwende ich nicht, dennoch musste ich das Gerät, die letzten 5 Jahre, kaum kalibrieren, wie lange die Sonde so überlebt? Diese ist aber auch austauschbar. Beim Messen muss man etwas Geduld haben, bei mir ist der angezeigte ph, normal, stabil, wenn die Temperatur angeglichen ist.

    Gruß Michael

    Hallo,

    das mit den Pellets funktioniert ohne Abschäumer, oder zumindest Feinfilterung, nur bedingt, denn der in den Bakterien eingebaute Stickstoff und Phosphor muss ja irgendwie raus aus dem Becken, oder durch starke Zunahme der Korallenmasse verbraucht werden, Nitrat kann ich allerdings tatsächlich über einen anaeroben Filter entfernen, hier wird Nitrat veratmet und nicht über Einbau in Biomasse "verbraucht" und gast als N2O und N2 aus. Phosphat wird man über diesen Weg allerdings nicht los.

    Ob die Alternativwege zur Abschäumung immer besser sind, ist dann die nächste Frage, alle Adsorber, Wachstum Biomasse,... sind nicht selektiv auf NO3 und PO4, heißt, es wird wie bei Abschäumen mehr entfernt als nur das Gewünschte! Zeolith bindet neben Nitrit, oft Kalium, Phosphatadsorber meist sogar eine breite Masse an Spurenelementen, Biomasse verbraucht beim Wachstum auch einiges an Spurenelementen...

    Den wirklich einfachen Weg gibt es nicht, Schäumer aus und ein Problem weniger, stimmt jedenfalls nicht :winking_face:

    Gruß Michael

    Hallo Andre,

    Ein teil der anorganischen Ionen ist sicher auch dem Wasseraustrag beim Schäumen geschuldet und evtl. fällt beim Schäumen auch Calciumcarbonat aus, welches sich an die abgeschäumten Partikel haftet, die Bindung müsste in diesem Fall aber relativ stabile sein, da sich im Becher von Schäumen keine Calciumablagerungen bilden.

    Dem Versuch nach scheint es zumindest so, dass Bestandteile, oder sogar ganze Microalgen und Bakterien abgeschäumt werden (SiO2 ist auch ein Hinweis auf Kieselalgen), der hohe Gehalt an Calciumcarbonat wäre auch durch Algenbestandteile erklärbar, ist aber nicht gesichert. (Labortechnisch sollte dies aber möglich sein)

    Der Nachweis, was, welche Schäumer, genau entfernt wird aber schwierig, die chemische Zusammensetzung lässt sich prüfen, welche organischen Bestandteile es sind, aber kaum, allerdings würde dies zum jetzigen Zeitpunkt auch keine Nutzen nach sich ziehen, da auch die genaue Bedeutung der einzelnen Substanzen nicht geklärt ist.

    Was dieser Versuch aber zeigt, ist, dass Stickstoff und Phosphat ausgetragen wird und Zusätzlich ist der Sauerstoffeintrag und auch der Austrag von CO2 nicht zu vernachlässigen und das ist es, worum es in der Riffaquaristik (derzeit) geht und diesbezüglich kann ein Hersteller durchaus werben!

    Es ist natürlich nicht uninteressant, was beim Schäumen genau geschieht und welche Substanzen hier ausgetragen werden, aber dies ist sicher nicht Pflichtprogramm der Herstelle, hier wäre erst einmal die Wissenschaft gefragt, geeignete Messverfahren zu entwickeln und die Bedeutung der einzelnen Substanzen zu klären um evtl. Rückschlüsse daraus ziehen zu können, ob dies für die Aquaristik von Interesse ist.

    Und um noch auf die Leistung von Schäumen zu kommen, du wirst auch keine 100ha Wiese mit einem Handmäher, mähen wollen, klar der schneidet auch die 100ha auf Zeit, aber evtl. wächst das Graß schneller wie du mit dem Ding mähen kannst und ähnlich ist es mit der wachsenden Nährstoffbelastung (NO3 / PO4) und einem evtl. zu kleinen Schäumer.

    Gruß Michael

    Hallo Andre,

    mag ja sein, dass in einem Versuchsaufbau, über die Zeit, das gleiche Ergebnis zu Stande kommt, aber wir sprechen hier über biologisch aktive Systeme, heißt es bilden sich weiterhin TOC! Ein "schwacher" Schäumer erreicht somit evtl. nicht das maximal Mögliche.

    Die Frage ist nun, was erwarte ich, neben der Belüftung, von einem "Eiweißabschäumer"!?

    Sicher nicht die Senkung der TOC, in erster Linie soll Nitrat und Phosphat ("Abfallstoffe") entfernt werden, was indirekt, durch das Abschäumen von TOC erreicht wird, den bei der Neubildung (Bakterienwachstum...) wird Nitrat und Phosphat mit eingebaut und kann über diesem Weg aus dem System entnommen werden, ansonsten würden diese bei der Zersetzung der TOC wieder frei.

    Es ist eben eine Möglichkeit der Nährstoffreduzierung, die gute Ergebnisse liefert, ob dies immer ideal ist? Aber auch Phosphatabsorber, biologisches Wachstum,... entfernt mehr als nur die ungewünschten Stoffe! Selbst Wasserwechsel entfernt evtl. TOC, die für die Korallen durchaus erwünscht wären.

    Gruß Michael

    Hallo,

    mit Pilodius sp. lag ich nicht ganz richtig, ist zwar ein primärer Algenfresser, allerdings Cyclodius ungulatus, oder zumindest Cyclodius sp. und ja ich kann es verstehen wenn man auch solche Krabben, unter Umständen, entfernt. Ich hatte schon zwei Chlorodiella nigra die lieber Korallengewebe, statt Algen, abgeschabt haben... Kommt also immer aufs Aquarium und auch die entsprechende Krabbe an!

    Bei ein paar der "Algenfresser", wie der Cyclodius hier, sollte man, falls man sie fängt, vorsichtig sein! Sie fressen gezielt Cyanobaktereien und reichern Saxitoxin an, was eins der stärksten, natürlichen, Nervengifte ist! Durch Hautkontakt mit Körperflüssigkeiten wird sicher keine letale (tödliche) Dosis aufgenommen, aber es kann durchaus zu Vergiftungserscheinungen kommen! Wenn das Tier verletzt, Handschuhe tragen! (Habe leider schon selbst negative Erfahrungen dies bezüglich gemacht!) Und essen sollte man sie erst recht nicht, die Menge an Saxitoxin kann die letale Dosis, für einen Menschen, um das 1000x überschreiten!

    Keine Angst beim Handling, wenn sie zwickt, passiert nichts, außer das es zwickt, aber man sollte vermeiden, größere Mengen Körpersekret auf die Haut zu bekommen, wobei es fraglich ist, ob ein Tier das länger im Aquarium lebt, noch solche Mengen Toxin enthält.

    Gruß Michael

    Hallo,

    das mit dem schwarzen Fleck und dem verlängertem Strahl der Rückenflosse ist leider nicht zuverlässig, bei meinem letzten Paar hatte das Weibchen einen längeren Strahl in der Rückenflosse und das Männchen keinen schwarzen Fleck unter dem Maul (bin bei dem Geschlechtern aber sicher, da das Weibchen oft trächtig war!) Das nachbestellte Tier war leider schon recht groß und hat den schwarzen Fleck, wird am Boden vom alten Männchen nicht toleriert und lebt seit dem im Riff...

    Gruß Michael