Hallo Andre,
Ein teil der anorganischen Ionen ist sicher auch dem Wasseraustrag beim Schäumen geschuldet und evtl. fällt beim Schäumen auch Calciumcarbonat aus, welches sich an die abgeschäumten Partikel haftet, die Bindung müsste in diesem Fall aber relativ stabile sein, da sich im Becher von Schäumen keine Calciumablagerungen bilden.
Dem Versuch nach scheint es zumindest so, dass Bestandteile, oder sogar ganze Microalgen und Bakterien abgeschäumt werden (SiO2 ist auch ein Hinweis auf Kieselalgen), der hohe Gehalt an Calciumcarbonat wäre auch durch Algenbestandteile erklärbar, ist aber nicht gesichert. (Labortechnisch sollte dies aber möglich sein)
Der Nachweis, was, welche Schäumer, genau entfernt wird aber schwierig, die chemische Zusammensetzung lässt sich prüfen, welche organischen Bestandteile es sind, aber kaum, allerdings würde dies zum jetzigen Zeitpunkt auch keine Nutzen nach sich ziehen, da auch die genaue Bedeutung der einzelnen Substanzen nicht geklärt ist.
Was dieser Versuch aber zeigt, ist, dass Stickstoff und Phosphat ausgetragen wird und Zusätzlich ist der Sauerstoffeintrag und auch der Austrag von CO2 nicht zu vernachlässigen und das ist es, worum es in der Riffaquaristik (derzeit) geht und diesbezüglich kann ein Hersteller durchaus werben!
Es ist natürlich nicht uninteressant, was beim Schäumen genau geschieht und welche Substanzen hier ausgetragen werden, aber dies ist sicher nicht Pflichtprogramm der Herstelle, hier wäre erst einmal die Wissenschaft gefragt, geeignete Messverfahren zu entwickeln und die Bedeutung der einzelnen Substanzen zu klären um evtl. Rückschlüsse daraus ziehen zu können, ob dies für die Aquaristik von Interesse ist.
Und um noch auf die Leistung von Schäumen zu kommen, du wirst auch keine 100ha Wiese mit einem Handmäher, mähen wollen, klar der schneidet auch die 100ha auf Zeit, aber evtl. wächst das Graß schneller wie du mit dem Ding mähen kannst und ähnlich ist es mit der wachsenden Nährstoffbelastung (NO3 / PO4) und einem evtl. zu kleinen Schäumer.
Gruß Michael