Hi Zusammen,
hallo Torben,
ein Denkanstoß ist kein Pranger. Oder sollen wir jetzt alle Ideen und Einfälle nur noch abnicken? 
Die Frage war "Riffaquarium ohne Futter" und das ist eben meine Meinung. Mir gehts darum, dass ich nie auf die Idee käme mit Tieren zu experimentieren. Auch wenn ich permanent da bin und jeden Tag das Aquarium sehe, können unerwartete Probleme auftreten. Aber da kann ich zumindest zeitnah reagieren. Klar können auch mal Unglücksfälle vorkommen, wie ein undichtes Becken, aber ich meinte damit die ganz "normalen" Probleme, die jeder Aquarianer zwischendurch mal haben kann. Von Cyanos bis Pünktchen und sterbenden Korallen ist ja immer wieder mal alles dabei an Fragestellungen hier im Forum und auf anderen Plattformen. Und da haben wir noch nicht mal das Thema "ausreichende Fütterung der Fische" mit dabei.
Mein Mann und ich haben vor unserem Projekt "Hausbau" lange mit uns gerungen. Letztendlich haben wir uns für das entschieden, was für alle Tiere am Besten war. Wir haben sie in gute Hände abgegeben. Mir war es wichtig zu wissen, dass sie die nötige Aufmerksamkeit und Pflege bekommen und die konnten wir ihnen zeitlich während der Hausbauphase nicht immer bieten. Kann man natürlich auch anders machen und das Aquarium 2x umziehen, aber den Stress wollten wir uns und den Tieren dann doch nicht antun. Allen Beteiligten gehts bis heute gut und ich freue mich im Nachhinein, dass wir die für uns richtige Entscheidung getroffen haben. Es war mir in den letzten 2 Jahren immer eine tiefe innere Befriedigung, dass es den Tieren bis heute gut geht und sogar mein altes Kauderni-Weib nun ihr 8. Lebensjahr erleben darf und Chelmon und Co. fröhlich ihre Runden ziehen.
Daniel schreibt, dass er sehr an seinen Fischen hängt. Das kann ich nachfühlen, weil es mir genau so ging. Und deshalb habe ich ihm geschrieben, was ich in dieser Situation machen würde (und was ich selber gemacht habe).
Wenn man sich Tiere in die Familie holt, geht man eine nicht zu kleine Verantwortung ein und man sollte sich ruhig öfters fragen, ob man dieser auch gerecht wird. Wenn ich erst experimentieren muss, ob ein Fisch dünner wird, wäre bei mir die Entscheidung schon längst gefallen.
Danke Stefan, für den technischen Teil. Mit dem habe ich es bekanntermaßen nicht so. Gute Zusammenfassung!
Zitat
Für mich stellt sich
die Frage, ob es überhaupt einen Sinn ergibt, ein Becken neu
einzurichten und minimalistisch betrieben mehr oder minder sich selbst
zu überlassen.
Ich für meinen Teil würde mir einfach eingestehen, -nein.
Des weiteren gibt es nichts Unzuverlässigeres als die Technik selbst, die sich im schlimmsten Fall selbst überwacht.
Dies ist aber in dieser technikhörigen Zeit leider schwer vermittelbar.
Wenn nicht mindestens einmal am Tag jemand nach dem rechten sehen kann,
hätte zumindest ich Gewissensbisse, auch nur einen Fisch für einen
solchen Versuch zu opfern.
Murphys law: 'Whatever can go wrong will go wrong'.
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So, das wars von mir mit dem Wort zum Donnerstag.

Viele Grüße
Corinna