Hallo Zusammen,
möchte auch über die nicht so schönen Seiten bei der Aufzucht der kleinen P. kauderni berichten, denke das ist im Sinne aller, die es auch mal versuchen möchten.
Am Freitag Nachmittag kam ich voller Freude auf das nahende SiFi-Wochenende nach Hause und musste leider feststellen, dass 4 der kleinen Kaudernis tot im Aufzuchtbecken lagen. Der Luftheber hatte sich verschoben (denke ein Einsiedler ist darauf herum geklettert) und das Wasser lief nicht mehr ins Aufzuchtbecken, sondern außen am veralgten Einhängebeckenrand entlang. Nachdem wir es wieder richtig installiert hatten, beruhigten sich die kleinen Kaudernis wieder und es gab bisher keine weiteren Ausfälle. Nach einem Telefonat mit Markus, einem befreundeten Züchter, denke ich mittlerweile auch, dass evtl. ein Anstieg von Ammonium/Ammoniak der Auslöser gewesen sein kann. Der Teufel liegt oft im Detail und selbst bei relativ einfachen Aufzuchten von P. kauderni steht man dann vor solchen Problemen.
Ich fuhr Freitag abend mit gemischten Gefühlen nach SiFi auf den Messestand von Marubis. Mein Schwiegervater bekam vorher noch eine Einweisung und hat die Nachzuchten übers Wochenende mit Nauplien versorgt, da bisher nur zwei von den Kaudernis an Cyclops gehen. Bisher scheinen sie das Wochenende gut überstanden zu haben. Ich hoffe, dass bleibt so.
Im Nano haben wir ja die beschriebenen Sandanemonen. Eine davon hat sich vergangene Woche auf dem Haus meines Ringelsockeneinsiedlers niedergelassen und "fährt" seitdem munter durchs Becken ... Dachte ich sehe nicht richtig! 
Außerdem habe ich seit einiger Zeit eine kleine Grundel in dem Nano. Leider weiß ich bis jetzt noch nicht, was ich mir da wirklich ins Nano geholt habe. War ein Mitleidskauf (ich weiß, ich weiß - selber schuld) und ich dachte in dem leeren Nano kann sie keinen Schaden anrichten. Die Kaudernis kamen ja überraschend - so hatte ich es eigentlich nicht geplant.
Ein gutes Foto gelingt mir leider auf Grund der gebogenen Frontscheibe nicht, so dass ich nur mit dem unscharfen Foto dienen kann. Meine Vermutung: C. hasselti. Die Schwimmweise ähnelt stark an P. boreus - allerdings normal und nicht auf dem Rücken schwimmend. Sie ist nicht scheu und frisst von feinem FroFu bis größeren Mysis alles. Die Sexy Shrimps werden in Ruhe gelassen. Sie "raschelt" allerdings manchmal ganz komisch mit den Bauchflossen, wenn sie sich aufstützt, was irgendwie bedrohlich aussieht. Nun ist mir gar nicht mehr wohl wegen der Kaudernis im gleichen Becken, die wir ja später aus dem Einhängekasten ins Nano entlassen müssen.
Auch auffällig an der Grundel ist, dass sie überwiegend kopfüber an den Scheiben hängt und so gut wie nie am Boden unterwegs ist. Passt dann irgendwie wieder nicht zu den Beschreibungen im Lex. zu C. hasselti.
Wieder mal eine Glanzleistung von mir ... Aber vielleicht kann sie trotz des schlechten Fotos jemand identifizieren?
Liebe Grüße
Corinna