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UV im Dauereinsatz?

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    • hallo adrian.

      bei mir läuft uv im dauerbetrieb. als prophylaxe und zur reduzierung des keimdrucks. der ist in unseren aquarien deutlich höher als im meer.

      trotzdem habe ich mir gerade pünktchen eingeschleppt mit einem neuzugang. dann ist es natürlich besser, wenn das ding schon läuft wenn du die ersten pünktchen siehst, als wenn du dann erst was tun musst.

      für mich ist das in 12 jahren salzwasser das erste mal, dass ich ichtio im becken habe. im moment sind alle fische noch aktiv, fressen und drängeln sich an der putzstation...

      parallel habe ich die behandlung kit protomor gestartet.
      eine uv im dauerbetrieb verschafft einem mindestens mal mehr zeit zum reagieren.
      LG, Sven
    • Hallo Jackrum,

      ich habe meine UV Anlage heute eingeschaltet, wahrscheinlich zu spät, da ich bei meinem Neuzugang Pünktchen festgestellt habe. Nichts schlimmes bis jetzt. Füttere auch schon mit Knoblauch und Vitaminen von Fauna.
      Die UV wird zwar erst in paar Tagen etwas helfen aber wenigstens hatte ich eine da. Deshalb frage ich wegen dem Dauereinsatz. Dann schalte ich diese nicht mehr ab. Die Röhre ist neu.

      Gruß

      Adrian
    • vitamine sind vermutlich ok. knoblauch dürfte nicht helfen.

      ich würde den einsatz von protomor in erwägung ziehen. dazu eine fütterung von dr. basselers matrine. ob letzteres hilft, kann ich nicht sagen, aber ich habe bisher gutes gehört.

      ich habe protomor und das futter gestern bestellt und heute erhalten. inklusive eines handschriftlichen zettels beim verpackungsmaterial mit dem tip, das futter mit drei bis fünf tropfen zu bträufeln, einwirken zu lassen und dann zu verfüttern. toller service der mich direkt dazu verletet hat dort anzurufen und mich persönlich zu bedanken.

      ich have das mit frostfutter gemacht und meine pfleglinge haben das so auch gefressen. wenn das futter jetzt auch blau war :D
      LG, Sven
    • Jackrum schrieb:




      ich have das mit frostfutter gemacht und meine pfleglinge haben das so auch gefressen. wenn das futter jetzt auch blau war :D
      Mit Pellets funktioniert das noch besser.

      Gruß
      Hajo
      Trenne dich nicht von deinen Illusionen!
      Wenn sie verschwunden sind, wirst du weiter existieren,
      aber aufhören zu leben.
      (Mark Twain)

      Wenn ich die See seh, brauch ich kein Meer mehr!
    • UV-Lampen die in der Aquaristik eingesetzt werden, sind so gut wie nutzlos. Viel zu schwach, oft viel zu hoher Durchfluss und Strahlungswerte, die oft daneben liegen um wirklich wirksam zu sein. UV-Lampen die effektiv wären, z.B. die in der Trinkwasserentkeimung eingesetzt werden, sind so gefährlich dass man erblindet, wenn man nur 2 Sekunden in das Licht schaut. Klar dass man sowas einem unbedarftem Aquarianer nicht in die Hände gibt. Ich hatte in 2,5 Jahren mir 2 x mal die Samtkrankheit eingeschleppt, trotz angeblich guter UV-Lampen einer bekannten Firma, bei der letzten Infektion hat es 70 % meines gesamten Fischbestandes dahingerafft.

      Jetzt lasse ich mir von einer Fachfima eine Trinkwasser-UV-Lampe bauen. Die Brenner sind in einer meerwasserfesten Titanröhre verbaut. UV-Lampen die in Plastikröhren stecken sind das Geld nicht wert, denn eine wirksame UV-Strahlung würde die innerhalb einer Woche zerbröseln lassen. Dass aquaristische UV-Lampen mehr Placebo sind, als dass sie denn tatsächlich wirken, wurde mir ebenfalls von vielen anderen Meerwasseraquarianern bestätigt.


      Grüße ... KLaus
      Das Leben ist zu kurz, um sich aufzuregen....
    • klaus, das hatte ich auch schon befürchtet. also bezüglich der qualität der lampen. das ist mir umso schleierhafter, weil die modelle doch recht hochpreisig sind. ich würde anderes erwarten.

      deswegen habe ich eine "starke" billiglampe. das einzige bauteil wo es mit ein wenig egal war...für die sonst fälligen 400 öcken kann ich mir drei jahre lang alle drei monate neue röhren einsetzen... vielleicht bin ich da auf dem holzweg, aber die fassungen, die netzteile, das material, teilweise auch die gehäuse selbst... alles das gleiche.

      vielleicht hatte ich in meinen bisherigen jahren einfach nur glück.
      jedenfalls fressen meine fische alle gierig. das protomor scheint zu wirken. bereits mit der ersten anwendung hatte die putzergarnele weniger zu tun und konnte pausen machen. ich bin optimistisch das ohne ausfälle durchzustehen. ich kann nur vermuten, dass die uv, wenn auch billigste chinaqualität, das ganze im vorfeld schon sehr drückt.
      LG, Sven
    • klaus Jansen schrieb:

      UV-Lampen die in der Aquaristik eingesetzt werden, sind so gut wie nutzlos. Viel zu schwach, oft viel zu hoher Durchfluss und Strahlungswerte, die oft daneben liegen um wirklich wirksam zu
      Dieses Argument ist mir zu allgemein.
      Haben denn auch die Anlagen der Grosshaendler keinerlei Berechtigung?
      Das kann ja wohl nicht sein.
      Man koennte sich aber, wenn man will, gut daran orientieren.
      Da wirkungsvolle UVC relativ teuer sind, muss erst einmal die Hemmung ueberwunden werden, diese hochpreisigen Geraete zu kaufen.
      Man arrangiert sich meist leider ein paar Stufen unterhalb. Auch, weil man hofft, von einem Ausbruch verschont zu bleiben. Das ist eine irrige Annahme. Zumindestens fuer jene Leute, die sich nie oder kaum mit den Krankheiten der Fische befasst haben.
      Zu spaet reagiert und dann noch mit einer ineffektive Roehre bringt rein gar nichts, ausser Verdruss.
      Die Wartung der Geraete ist noch ein weiterer Punkt, der meist vernachlässigt wird.
      Spaetestens nach 6 Monaten sollte das innenliegende Schutzglas gereinigt werden, sonst sinkt die Effizienz rapide. Gerade in Zeiten der Kohlenstoffversorgung verschleimen alle wasserfuehrenden Rohre. So auch UVC-Geraete!
      Ein anderer bedeutsamer Faktor sind die Daten, welche bei den meisten Produkten Sterilitaet bei Infektionen suggerieren, aber oft nur auf Algenblueten abzielen. In manchen Fällen selbst das nicht.
      Meinen Fischpool habe ich ueber die Jahre mit 2×56W (hintereinander geschaltet plus jährlichem Austausch der Brenner) betrieben.
      Mit Erfolg.
      Das Quarantaenebecken hat sicherlich ebenfalls dazu beigetragen, die Fische gesund zu ueberfuehren.
      Gruß
      Hajo
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    • Hi,
      ich hatte das Glück, obwohl ich ja nun das Hobby schon länger machen, keine Fischkrankheiten eingeschleppt zu haben. Ausfälle bei Neubesatz hatte ich schon, das ja. Bei meinem Stamm Fischdealer hatte ich so gut wie keine Ausfälle.
      Ich habe am Anfang auch UVC Lampen benutzt, bin aber davon abgekommen. Auch wenn ich noch eine in Reserve haben.

      Wie sieht es mit Ozon aus? Ist das eine alternative zu UV? Ich setze meine Ozon Anlage nur sporadisch ein.
      Sollte man bestimmte Medikamente wie Protomor in Reserve haben?

      Gruß
      honk
    • Hallo Honk,

      so einfach sind diese Fragen nicht zu beantworten.
      Jeder eingekaufte Fisch birgt ein gewisses Risiko.
      Deshalb ist ein Übergangsbecken die erste Wahl.
      Sinn und Zweck sind die Beobachtung auf Krankheiten bzw. deren Behandlung und erste Futterannahmen.
      Letzteres besonders gedacht für die durch den langen Transport abgemagerten Futterspezialisten, die dann anfangs im Gesellschaftsaquarium unter Druck geraten und so auch aus diesem Grund infektiös werden können und den ganzen Altbestand anstecken werden.
      Wer kein sogenanntes Quarantänebecken aufstellen kann, muss beim Kauf eines Fisches schon ein geübtes Auge haben, wenn er die Spreu vom Weizen trennen will.
      Tipp: Beim Kauf immer die anderen Fische des Händlers beobachten. Auch in den anderen Becken!
      Oft gibt es hier einen Hinweis auf infizierte Fische.
      Eine UVC-Anlage ist kein Allheilmittel, welches auf Knopfdruck von der Krankheit befreit.
      Die Wirksamkeit des Produkts ist abhängig vom Zeitpunkt und Ort des Einsatzes, der Dauer und von der Effektivität seiner Leistung.
      Kommt sie zu spät zum Einsatz (was in den meisten Fällen zutrifft), ist mit Verlusten zu rechnen.
      Je mehr Fische im Aquarium vorhanden, je höher und rasanter steigt mit der Zeit der Infektionsdruck. Ist eine rein mathematische Angelegenheit.
      Parasiten zu erkennen und sie zu bekämpfen gehört zur DNA jedes Fischpflegers!
      Im Übergangsbecken habe ich mit der Chemotherapie die Möglichkeit effektiv und gezielt vorzugehen. Das fehlt mir bei der Behandlung im Gesellschaftsbecken.
      Natürlich könnte ich den erkrankten Fisch heraus fangen und anderswo kurieren.
      Der Nutzen ist gering, da dieser mit Sicherheit bereits seine Mitinsassen infiziert hat.
      Die Behandlung über das angereicherte Futter (Protamor u. a.) ist neben der UVC-Behandlung, die einzige Möglichkeit das Immunsystem zu stützen.
      Es soll aber nicht darüber hinwegtäuschen, dass vor allem eine rechtzeitige Erkennung der Krankheiten und Kenntnis der Übertragungswege, inklusive einer umgehenden Behandlung, einen Totalverlust verhindern kann.
      Theoretisch ist eine Ozonbehandlung möglich. Man benötigt aber eine hohe Leistung des Gerätes und eine ausgeklügeltes Verfahren, da freies Ozon eine gesundheitsgefährdende Angelegenheit für alle Lebewesen sein kann.
      Deshalb ist der Gebrauch für Anfänger abzuraten.
      Eine optimale UVC ist zwar teuer, aber ähnlich effektiv, und nicht gesundheitsschädlich.
      Wie schon angemerkt, wird die Notwendigkeit einer solchen Profi-Anlage meist unterschätzt.
      Sie verhindert nicht immer vollständig die Infektion, sie dämpft aber im Wesentlichen den Virulenzgrad des jeweiligen Parasiten, den er nach einer Attacke erreichen kann.
      Weitere parallele Maßnahmen zur Unterstützung des Immunsystems sind unumgänglich.
      Gruß
      Hajo
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    • hallo,

      ich klinke mich nochmal kurz ein.
      heute wäre der vorletzte tag der behandlung mit protomor. das heisst, as und uv wieder ein und für morgen wäre ein wasserwechsel vorgesehen.

      alle fische sind fit, fressen und zeifen keine pünktchen mehr. aber der kandidat, der es vermutlich eingebracht hat ist heute voll davon. seine färbung ist dunkler geworden, aber er verhält sich normal und frisst. vielleicht nicht ganz so gierig wie sonst.

      die frage: behandlung mit protomor nochmal neu starten? die anleitung sagt dazu nix und von aquarium münster hab ich noch keine antwort.... hat da schon jemand erfahrungen mit?
      LG, Sven
    • Hallo Sven,
      bitte die Antwort abwarten.
      Die Leute haben es entwickelt und kennen eventuelle Nebenwirkungen.
      Alles andere verbuche ich unter "Hörensagen".
      Das sind nicht unbedingt sichere Quellen.

      Gruss
      Hajo
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      Wenn ich die See seh, brauch ich kein Meer mehr!
    • und schon da....

      behandlung kann nach dem sechsten tag (inkl. ww) erneut durchgeführt werden. quasi am 7. tag dann mit tag 1 wieder beginnen.

      das beträufeln des futters hilft nach aussage von aquarium münster nicht. aber das füttern mit dem matrine schon... der parasit würde den wirt dadurch schneller verlassen...

      das matrine frist nur mein kandidat nicht so ohne weiteres. mal sehen
      LG, Sven
    • Neu

      sodele, sieht gut aus.
      letzten dienstag den zweiten behandlungszyklus mit protomor abgeschlossen.
      alle fische munter und keinerlei pünktchen mehr sichtbar.
      wenn in den nächsten zwei wochen nix nachkommt, ist es durchgestanden.

      uv bleibt im dauereinsatz.

      verluste = 0 :thumbsup:
      LG, Sven