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Quarantänebecken- Was gehört dazu?

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    • Hallo Adrian,

      ein Übergangsbecken sollte nicht nur für die Akklimatisierung der
      Neuankömmlinge, sondern auch für die Behandlung von Krankheiten
      vorgehalten werden.
      Das schließt schon mal jedweden lebenden Besatz und Sandboden aus.
      Also eher eine spartanische Einrichtung.
      Ein Blumentopf aus Ton oder ein Stein mit Höhle als Rückzugsort reicht für den Fisch vollkommen aus. Damit ist ein Ruheort festgelegt und die Eingewöhnung erleichtert.
      Auch die sog. Hungerhaken bekommt man so futtertechnisch besser in den Griff.
      Bei ganz harten Fällen pflege ich einen Riffbarsch als "Animateur" einzusetzen.
      Das klappt in den meisten Fällen.
      Grundausstattung sind Heizer, Licht, Umwälzpumpe mit Topf-Filter und AS.
      Es gibt nun zwei Möglichkeiten.
      Entweder Platz ist vorhanden, dann kann das Becken als Dauerläufer komplett nebenher betrieben und (falls nicht mit Chemie behandelt wird) sporadisch als Ablegerbecken für Korallen genutzt werden.
      Oder es wird, nur wenn Bedarf besteht, mit dem Wasser aus dem Haupt-Becken gefüllt.
      Meins geht nie "vom Netz", da mir hin und wieder Fische zur Eingewöhnung gebracht werden.
      Meist sind es Hungerhaken, die mit viel Geduld aufgepäppelt werden müssen. Weniger die Krankheitsfälle.

      Gruß
      Hajo
      Trenne dich nicht von deinen Illusionen!
      Wenn sie verschwunden sind, wirst du weiter existieren,
      aber aufhören zu leben.
      (Mark Twain)

      Wenn ich die See seh, brauch ich kein Meer mehr!
    • Ich stelle gerade mit Bedauern fest, dass ich das wichtigste Utensil nicht erwähnt habe:
      Die UVC-Anlage und/oder wahlweise das Ozongerät.
      Bei chemischer Behandlung sind beide Teile abzuschalten!

      Gruß
      Hajo
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      aber aufhören zu leben.
      (Mark Twain)

      Wenn ich die See seh, brauch ich kein Meer mehr!
    • Wäre es eigentlich auch denkbar ein Quarantäne-Becken dauerhaft in den Gesamtwasserkreislauf zu integrieren und nur bei Bedarf zu trennen?

      Dann könnte man darüber z.B. auch dauerhaft UVC-Lampen betreiben, aber bei Neuankömmlingen schliesst man das Becken einfach aus dem Wasserkreislauf aus. Wenn dann die Quarantäne abgeschlossen ist und keine Probleme auftauchen, kann man das Becken einfach wieder in den Kreislauf aufnehmen.
    • Hallo Ralf, wurde schon geschrieben ;)

      hajo schrieb:

      Hallo Adrian,


      Oder es wird, nur wenn Bedarf besteht, mit dem Wasser aus dem Haupt-Becken gefüllt.
      Meins geht nie "vom Netz", da mir hin und wieder Fische zur Eingewöhnung gebracht werden.
      Meist sind es Hungerhaken, die mit viel Geduld aufgepäppelt werden müssen. Weniger die Krankheitsfälle.

      Gruß
      Hajo
      Gruß
      Reiner
    • "Aus dem Hauptbecken befüllen" bedeutet aber noch nicht, dass es ein Kreislauf ist, denn das ist für ein Quarantänebecken nicht sinnvoll. Die Gefahr, dass man es einmal vergisst, den Kreislauf abzukoppeln bei medikamentöser Behandlung oder einem Verdachtsfall ist recht hoch.
      Da es dann ohnehin auch einzeln laufen muss ist es sinnvoller es direkt getrennt laufen zu lassen. Auch Sachen wie UVC etwa müssen dann anders dimensioniert werden.
      Viele Grüße

      Sandy
    • Hi Sandy,

      Du hast mich noch nicht vollständig überzeugt ;)

      Klar - das vergessen könnte theoretisch passieren, aber das schliesse ich einmal für so einen wichtigen Vorgang eher aus.

      Wenn Du es dauerhaft parallel betreibst, müsstest Du dafür auch dauerhaft die Wasserwerte überprüfen und stabil halten, damit es im Notfall auch sofort einsatzbereit wäre. Das ist ja auch nicht ganz unproblematisch, oder?

      Und bei der UVC ist es doch so, dass man die dauerhaft mitlaufen lassen kann und im Falle einer Quarantäne/Krankheit eine, im Verhältnis gesehen für das kleinere Quarantänebecken, höhrer "Dosierung" nicht unbedingt störend wäre.

      Die Aussage von Hajo kann man in beide Richtungen auslegen - vielleicht kannst Du das noch einmal aufklären wie Du das machst @hajo?

      Schöne Grüße

      Ralf
    • Parallel betreiben hört sich nicht ganz richtig an, denn das Becken ist normalerweise ohne Bewohner und leer, hat also keinen Verbrauch ausser Verdunstung.
      Verbrauch kommt erst dann, wenn z.B. Korallen dort zwischengehältert werden, um zu sehen, ob sich unerwünschte Gäste wie Turbellarien zeigen. Und den Verbrauch des kleinen Quarantäne-Beckens kannst Du bei Wasserwechseln des großen Schaubeckens am besten mit erledigen. Wenn Du das Quarantänebecken nicht gerade voll zustellst sollte auch eine Dosierpumpe zum ständigen Ausgleich nicht nötig sein.
      Viele Grüße

      Sandy
    • Hallo zusammen!

      Das waren nur einige Vorschläge, wie man es machen kann.
      Natürlich ist es unsinnig, das Becken während einer chemischen Behandlung im Kreislauf mit dem Hauptbecken laufen zu lassen. Macht ja wohl keiner.
      Wenn es dann tatsächlich akut wird, kann ein leeres Becken sofort mit dem Wasser aus dem Riffbecken gefüllt werden.
      Die Wasserwerte sind somit erst einmal stabil und die Quarantäne kann beginnen.
      Bei diagnostizierter Infektion muss unbedingt jede Verbindung getrennt werden, falls es vorher als Tandem mitlief!
      Es passiert schnell, dass man seine Pfoten nicht im Griff hat und damit eine Übertragung der Infektion in Gang setzt. Das ist unbedingt zu vermeiden.
      Nach erfolgreicher Behandlung, die oft mehrere Wochen in Anspruch nehmen kann, wird das Becken geleert und penibel desinfiziert. Insbesondere, wenn es, aus welchen Gründen auch immer, wieder in den Kreislauf mit dem Hauptbecken eingebunden werden soll.
      Ich betreibe das Übergangsbecken separat mit einfacher Technik.
      In die obligatorischen WW-Intervalle des Riffbeckens wird es mit einbezogen, sodass ich immer (fast) gleiche Wasserwerte und eine annähernd niedrige Nährstoffkonzentration vorfinde.
      Falls keine Krankheiten auftreten, wird dadurch dem Fisch die Adaption während der späteren Überführung erleichtert.
      Das ist auch kein großer Akt, da sich das Quarantänebecken in Reichweite befindet.
      Durch intensive Fütterungsversuche bei Futtermimosen oder auch bei den normalen Futtergaben steigen in einem kleinen Becken die Nährstoffe rapide.
      Deswegen der Wasserwechsel.

      Es hat sich leider noch nicht überall herumgesprochen, dass Fische auch krank werden.
      Entweder unmittelbar nach dem Erwerb oder auch später im Aquarium.
      Letzteres tritt normalerweise nicht oft auf. Es sei denn, man vernachlässigt die Pflege.
      Erkrankte Korallen kann man teilen oder auch beschneiden.
      Versuch das mal mit einem Fisch.

      Gruß
      Hajo
      Trenne dich nicht von deinen Illusionen!
      Wenn sie verschwunden sind, wirst du weiter existieren,
      aber aufhören zu leben.
      (Mark Twain)

      Wenn ich die See seh, brauch ich kein Meer mehr!
    • Wer den Platz hat und sich ein leeres „nur Wasser“ Becken im Wohnzimmer neben das „Schaubecken“ stellen möchte, dem sei es gegönnt. Im Unterschrank geht natürlich auch, wen der Platz ausreichend ist.Die Verdunstung ist eher unerheblich,wen das Becken komplett abgedeckt ist .
      Der Vorteil von so einem Becken liegt auch im WW hierbei kann das Wasser direkt dort entnommen werden und wieder aufgefüllt werden ohne am/im Hauptbecken rumzufummeln.

      Hajo warst ein Ticken schneller ;)
      Gruß
      Reiner