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Reines Fischbecken

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    • Reines Fischbecken

      Guten Tag,

      ich werde nächstes Jahr ein Becken der Masse 4 Meter x 1,20 x 0,85 installieren. Stand jetzt würde ich gerne ein Fischbecken mit unechten Korallen (testen mit der Zeit diese mit echten Korallen zu ersetzen) machen. Dort sollen auch viele Falter- wie auch Kaiserfische gehalten werden. Würdet ihr mir das empfehlen oder eher nicht? Wenn ja, auf was sollte ich achten und welche Technik sollte ich vorsehen damit es diesen Fischen an nichts fehlt.

      Aktuell habe ich Red Sea 350 und ein 1000 Liter Becken.

      Mit freundlichen Grüßen,

      Sebastian
    • Wenn Du möchtest, dass es den Fischen gut geht, dann würde ich auf jeden Fall Korallen mit einplanen, denn diese sind der beste Indikator, dass die Wasserwerte in Ordnung sind. Zusätzlich sind sie ein guter Nährstoffverwerter, sonst bleiben nur Algen als Wachstumsfaktor übrig und das sieht nicht so toll aus.

      Plane Korallen an bestimmten Punkten und dort mit entsprechender Beleuchtung, dann halten sich die Kosten auch einigermaßen in Grenzen.
      ich würde auch eine Filterung über einen automatischen Vliesfilter einplanen und überlegen, ob eine Phosphatfällung mit Lanthan nicht die bessere Alternative zu Adsorbern ist.
      Viele Grüße

      Sandy
    • Hallo Sebastian,

      mit der Umstellung auf lebende Korallen solltest du dich sehr vorsichtig an die „Vorlieben“ deiner Falter und Kaiser herantasten.
      Viele Korallen sind nicht geeignet, einige Arten widerstehen dem Stress und andere werden kaum bis gar nicht beachtet.
      Es ist ein andauernder Versuch, letztendlich die richtige Zusammenstellung für seine Crew zu finden. Dafür bedarf es etlicher Versuche und einer Menge Zeit.
      Man kann es sich aber auch etwas leichter machen und sich vorher mit den Angewohnheiten der Kaiser- und Falterfischen beschäftigen. Dabei wird deutlich, dass einige Arten nicht mit Korallen können, andere nur bedingt. Bei den Faltern würde ich die typischen Polypenfresser von der Wunschliste nehmen.
      Ebenso alle LPS und Muscheln bei den Großkaisern.
      Was übrig bleibt, wird zum Kompromiss mit seinen Höhen und Tiefen.
      Bei der Pflege von recht sensiblen Fischen, im Besonderen von Kaisern und Faltern ist die Quarantäne unabdingbar!!
      Ein adäquates Übergangsbecken für Neuankömmlinge oder Krankheitsfälle ist absolute Pflicht bei der Pflege von empfindlichen Exoten.
      Wer diesen Gedanken nicht verfolgt, wird später schmerzhaft daran erinnert!
      Darauf nehme ich jede Wette an!
      In der Regel ist man geneigt, die Fische zuerst einzusetzen.
      Das ist im Falle von künstlichen Korallen nicht weiter tragisch.
      Wird aber zu einem späteren Zeitpunkt lebendes Inventar Einzug halten, dann sollten es keine kleinen Ableger sein, sondern bereits größere Stöcke.
      Kaiser und Falter sind neugierig veranlagt. Ihre ganze Aufmerksamkeit gilt der Futtersuche.
      So wird es nicht zu vermeiden sein, dass jede Koralle im Becken erst einmal geschmacklich geprüft wird.
      Bei Ablegern bedeutet das vielfach das Ableben.
      Bei größeren Stöcken bleibt die Chance auf Überleben gewahrt.
      Aber nur, wenn nach den Kostproben das Interesse der Fische verloren geht.
      Bei einer wiederholten Frequentierung der Korallen verringert sich die Chance des Überlebens.
      Das Wachstum wird bei diesen Korallenarten stark eingeschränkt.
      Anbei ein Beispiel für ein über Jahre hinweg gebasteltes Biotop, dass Platz lässt für Korallen und Kaiser/Falter.
      Gruß
      Hajo














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