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Frage zu Chelmon rostratus - Orangebinden-Pinzettfisch

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    • Hi Adrian,
      Händler die so einen Fisch für 300 L empfehlen würde ich meiden. 800 L ist meiner Meinung nach schon die Untergrenze. Ein ganz toller Fisch wenn er erstmal eingewöhnt ist. Manche Exemplare fressen praktisch alles, andere sind deutlich wählerischer, gleiches gilt für die Vernichtung von Glasrosen,manche gehen ran, andere nicht. Wenn Du Dir einen zulegen willst, dann achte darauf, dass der Fisch nicht komplett abgemagert ist, braunen Kot hat und frisst. Der Fisch braucht nachts einen Schlafplatz, bei der Höhe eines ausgewachsenen Tiers solltest Du das berücksichtigen.
      Grüße
      Jens
      Von all den Dingen, die ich in meinem Leben bisher verloren habe vermisse ich meinen Verstand am meisten (Ozzy Osbourne)
    • Chelmons sind empfindliche Fische, die erst mal ans Futter gebracht werden müssen. Die erste Hürde ist immer, dass der Fisch auch Frostfutter nimmt. Häufig kann man ihm leider beim Verhungern zusehen, wenn er hartnäckig Ersatzfutter verweigert.

      Solltest Du einen Chelmon mal in Betracht ziehen würde ich dringend empfehlen, VOR dem Kauf demonstrieren zu lassen, dass der Fisch auch wirklich Frostfutter nimmt. Leider passiert es zu oft, dass Chelmons als Futterverweigerer verhungern. Für diesen Fisch würde ich definitiv abraten, ihn online unbesehen zu kaufen.
      Viele Grüße

      Sandy
    • Hallo Adrian,

      der Chelmon ist auch nicht mit jedem Wirbellosen-Besatz ganz kompatibel. Viele Exemplare zupfen gerne an Tieren, die sie eigentlich in Ruhe lassen sollten, Tridacnas oder auch LPS, Letztere hast Du auch. Röhrenwürmer und Chelmon gehen gar nicht.

      Gruß

      Hans-Werner
      unbequeme Wahrheiten

      How many times I got to tell you
      How many times does it take
      How many ways am I going to lose
      Before I learn from my mistakes

      How many, how many, how many times

      God Bullies - How Many Times

      ... das Wetter
    • Ich habe auch seit 4 Jahren einen im Becken und noch nie Probleme mit ihm. Er hat von anfang an Frostfutter gefuttert und auch mal ein paar Glasrosen
      Letztens hatte ich ne Import-Koralle ins Becken gestellt und er war sofort dabei und Untersuchte sie und hat sogar zwei kleine Glasorosen endeckt und gefuttert.

      Wenn du einen solchen Fisch haben möchtest, dann kauf ihn Dir.. Tolles Tier :)
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    • Schau Dir einfach mal an, was im MeWaLex unter Haltungsbedingungen steht:
      meerwasser-lexikon.de/tiere/91_Chelmon_rostratus.htm

      Die hohe Sterblichkeit ist leider immer noch unverändert, deshalb noch mal mein Hinweis darauf, zeigen zu lassen, dass der Fisch wirklich an Frostfutter geht. Wenn der Chelmon frisch aus dem Import ist und noch nicht akklimatisiert und auf Frostfutter stabil umgestellt ist, dann würde ich einem weniger erfahrenen Aquarianer den Fisch nicht empfehlen.
      Nur wenn der Chelmon bereits Frostfutter annimmt ist der Kauf sinnvoll, alles andere ist nur etwas für Experten oder Leute mit großen Becken und viel Lebendgestein und viel Kleinkrebsen und Würmern.

      Der erste Chelmon, den ich kaufte, war so ein Futterverweigerer, der sich nicht umstellen lies. Er lebte zuerst von den vielen Röhrenwürmern und Kleinkrebsen im Lebendgestein, aber auch ein 800l-Becken mit 100kg gutem LS waren schlicht nicht ausreichend, um den Chelmon langfristig zu ernähren. Nach einigen Wochen konnte ich dann sehen, wie er immer dünner wurde und schließlich starb. Es wäre mir deutlich lieber gewesen, wenn er an die Korallen gegangen wäre.
      Viele Grüße

      Sandy
    • Täte es nicht auch einfach ein Ei aus der Kinderüberraschung? Also für die, die keinen 3D-Drucker haben :P
      " Und der Haifisch, der hat Tränen und die laufen vom Gesicht
      Doch der Haifisch lebt im Wasser so die Tränen sieht man nicht
      In der Tiefe ist es einsam und so manche Zähre fliesst
      Und so kommt es , dass das Wasser in den Meeren salzig ist "

      Beste Grüße

      Stefan
    • AdriTS schrieb:

      Geht das gut? Also wegen der Größe? Weil weiter oben ja gesagt wird das ist nicht so optimal…? Ich frag nur aus Neugierde nicht als Vorwurf bitte nicht falsch verstehen
      Es kann gut gehen, aber die Wahrscheinlichkeit ist desto geringer je kleiner das Becken ist. Der Grund ist, dass viele Bedingungen stimmen müssen, damit ein Fisch sich wohl fühlt: Schwimmraum, Struktur der Deko, Fischgesellschaft, Wasserwerte, Futter usw.

      Chelmons werden meist einzeln im Becken gehalten, die wenigsten haben die Möglichkeit, ein Pärchen zu bilden. Mit anderen Fischen verträgt sich ein Chelmon meist gut. Genau gesagt, er lebt parallel neben anderen, ist aber meist wenig an anderen Fischen interessiert, aber eben auch nicht aggressiv gegenüber anderen.

      Beim Fressen hat der Chelmon jedoch gewisse Nachteile gegenüber etwa Doktoren. Wenn man z.B. etwas Frostfutter ins Becken gibt, dann sieht man oft das große Piranja-Gemetzel. Die Doktoren und Lippfische schiessen regelrecht durch das Wasser und betätigen sich als Staubsauger. Sie sind es auch im Riff gewöhnt, Plankton aus dem Wasser zu fischen.
      Ein Chelmon dagegen stöbert im Riff den ganzen Tag in allen möglichen Spalten und Fugen, um mit seinem spitzen Maul an versteckte Leckerbissen zu kommen. Beim Fressen aus der Wassersäule muss er erst mal darauf kommen, dass dort Futter sein könnte, denn fischt im Riff nicht Plankton aus der Strömung.

      Meist ist er auch deutlich langsamer beim Fressen als etwa Doktoren. In der Zeit, wo der Chelmon gerade ein paar Happen gefressen hat, sind die Doktoren schon mit ihrer Beckenreinigung fertig und denken gar nicht daran, dem Chelmon etwas übrig zu lassen. Also muss bei der Fütterung Rücksicht auf den langsamen Chelmon genommen und etwas mehr Frostfutter serviert werden. Das führt dann schnell zu zu hohen Nährstoffwerten, wenn reichlich gefüttert wird.

      Und hier kommen wir wieder auf die Beckengröße: je kleiner das Becken, desto schneller geht das in die Hose, wenn die Nährstoffwerte aus dem Ruder laufen.

      Ein Chelmon ist ein toller Fisch, keine Frage. Er war auch mit Abstand mein Liebling und frass praktisch aus der Hand, was kein anderer machte. Aber er ist eben auch ein Spezialist, der besondere Aufmerksamkeit braucht und man muss ich auf ihn einlassen und die Bedürfnisse berücksichtigen.
      Viele Grüße

      Sandy
    • Hallo Adrian,
      Futter hin, Korallen her, Dein Becken ist zu klein für so einen Fisch. Meiner schwimmt in 1400 L und manchmal hab ich das Gefühl das selbst das zu klein ist. Das werden ganz schön große Brummer, zwar schlank aber lang und hoch. Heb Dir den Fisch doch auf fürs nächste Becken….
      Viele Grüße
      Jens
      Von all den Dingen, die ich in meinem Leben bisher verloren habe vermisse ich meinen Verstand am meisten (Ozzy Osbourne)
    • Jens Kallmeyer schrieb:

      Hallo Adrian,
      Futter hin, Korallen her, Dein Becken ist zu klein für so einen Fisch. Meiner schwimmt in 1400 L und manchmal hab ich das Gefühl das selbst das zu klein ist. Das werden ganz schön große Brummer, zwar schlank aber lang und hoch. Heb Dir den Fisch doch auf fürs nächste Becken….
      Viele Grüße
      Jens
      Hi Jens,

      ja damit habe ich abgeschlossen. Wenns dann doch zum großen Raumteiler-AQ kommt irgendwann…*Träum* kommt er da rein :rolleyes:
    • Hallo zusammen!

      Wenn keine Nachzuchten vorhanden, dann ist es unumgänglich den Fisch vor dem Kauf auf Futterfestigkeit zu prüfen.
      Auch der Test vor Ort ist nicht immer aussagekräftig. Meist wird hier als Beweis Artemia angeboten.
      Im heimischen Becken kann es dann zur Verweigerung kommen.
      Das Angebot weiter nur auf Artemia zu beschränken ist wenig sinnvoll, da diese Krebschen bei vielen Fischen zwar den Futterreflex auslösen, für lebenserhaltene Massnahmen aber nichts taugen.
      Der Chelmon gehört zu den Nahrungsspezialisten.
      Die Nahrung sollte hinlänglich bekannt sein.
      Die Problematik wird weitgehend ignoriert.
      Die Abgrenzung zwischen einer (vorläufigen) Verweigerung und der vollständigen Einstellung der Nahrungsaufnahme ist für einen Laien nicht immer klar erkennbar.
      Wird dieser Scheitelpunkt überschritten, ist dem Fisch selbst mit dem besten Futter nicht mehr zu helfen.
      Deshalb ist Eile und Aufmerksamkeit bei der Futterbeschaffung geboten.
      Wer sich mit diesen Mimosen beschäftigen will, muss vorher die Futterfrage klären
      um besser auf Alternativen ausweichen zu können und geeignete Strategien zu entwickeln.
      Der Aufwand ist erheblich und mühselig und nicht immer ein Spaziergang, da hier viel Zeit und Aufmerksamkeit vonnöten sein wird.
      Das ist m. E. das eigentliche Nadelöhr.
      Ein Fisch nicht für Anfänger!
      Gruß
      Hajo
      Trenne dich nicht von deinen Illusionen!
      Wenn sie verschwunden sind, wirst du weiter existieren,
      aber aufhören zu leben.
      (Mark Twain)

      Wenn ich die See seh, brauch ich kein Meer mehr!
    • Hallo

      Bei mir im Ablegerbecken 180x70x35 schwimmt seit ca 5 Jahren ein Chelmon
      ohne Probleme, frisst Artemien, Mysis, Krill und rote Mückenlarven.
      In diesem Becken gibt es keine Glasrosen.
      Gruß Ewald

      _______________________________________________________________________________________________________________________________

      Früher hatte ich Angst im Dunkeln.
      Wenn ich heute so meine Stromrechnung sehe,
      hab ich Angst vorm Licht. ;(
    • Ewald schrieb:

      Hallo

      Bei mir im Ablegerbecken 180x70x35 schwimmt seit ca 5 Jahren ein Chelmon
      ohne Probleme, frisst Artemien, Mysis, Krill und rote Mückenlarven.
      In diesem Becken gibt es keine Glasrosen.
      Das reinste Paradies.....
      Älterer Fisch inmitten junger "Stecklinge" - da würde ich auch alles (fr) essen. :love:
      Auch freiwillig!
      Gruss
      Hajo
      Trenne dich nicht von deinen Illusionen!
      Wenn sie verschwunden sind, wirst du weiter existieren,
      aber aufhören zu leben.
      (Mark Twain)

      Wenn ich die See seh, brauch ich kein Meer mehr!
    • hajo schrieb:

      Ewald schrieb:

      Hallo

      Bei mir im Ablegerbecken 180x70x35 schwimmt seit ca 5 Jahren ein Chelmon
      ohne Probleme, frisst Artemien, Mysis, Krill und rote Mückenlarven.
      In diesem Becken gibt es keine Glasrosen.
      Das reinste Paradies.....Älterer Fisch inmitten junger "Stecklinge" - da würde ich auch alles (fr) essen. :love:
      Auch freiwillig!
      Gruss
      Hajo
      Hallo Hajo

      der Chelmon frisst nur das oben beschriebene. :D :D :D
      Gruß Ewald

      _______________________________________________________________________________________________________________________________

      Früher hatte ich Angst im Dunkeln.
      Wenn ich heute so meine Stromrechnung sehe,
      hab ich Angst vorm Licht. ;(
    • Ewald schrieb:

      hajo schrieb:

      Ewald schrieb:

      Hallo

      Bei mir im Ablegerbecken 180x70x35 schwimmt seit ca 5 Jahren ein Chelmon
      ohne Probleme, frisst Artemien, Mysis, Krill und rote Mückenlarven.
      In diesem Becken gibt es keine Glasrosen.
      Das reinste Paradies.....Älterer Fisch inmitten junger "Stecklinge" - da würde ich auch alles (fr) essen. :love: Auch freiwillig!
      Gruss
      Hajo
      Hallo Hajo
      der Chelmon frisst nur das oben beschriebene. :D :D :D

      :D :thup
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      Wenn sie verschwunden sind, wirst du weiter existieren,
      aber aufhören zu leben.
      (Mark Twain)

      Wenn ich die See seh, brauch ich kein Meer mehr!
    • Hallo,
      habe auch einen Chelmon im Becken, frißt problemlos alles was kommt, Mysis, Artemia, Krill aber auch Trockenes… Hält die Glasrosen im Zaum, nur die „alten“, großen Glasrosen läßt er in Ruhe… Hat sich auch gut gegen den „Boss“ im Becken, den Hawai-Doc durchgesetzt :) Möchte ihn nicht missen…
      Tschüß Frank

      …. Und immer gut Luft!