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Multireaktor mit Kohle - Durchfluss

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    • Multireaktor mit Kohle - Durchfluss

      Hallo,

      ich habe den Bubble Magus Mini Durchlauffilter 70 und wollte nun mal Aktivkohle einsetzen. Da die Kohle ja eigentlich nicht stark bewegt werden darf, wollte ich mal fragen was ihr dazu sagt:



      Der Durchfluss lässt sich leider nicht weiter verringern. Was meint ihr? Zu stark, oder?
      Grüße,
      Sebastian

      Tagebuch:

      550l Raumteiler
    • Die Frage ist eher was genau Du machen möchtest. Bei Triton z.B. wird der Einsatz von Kohle als Dauermedium propagiert, bei den meisten anderen ist Kohle nur ein kurzzeitiger Einsatz für wenige Tage, um z.B. das Wasser von Gelbstoffen zu befreien.
      Warum das wichtig ist? Bei einem Dauereinsatz wird gerade in nährstoffreichem Wasser mit viel Organik das Granulat miteinander verpappen und die Oberfläche verschlammt regelrecht durch die Schwebstoffe und den mitgeförderten Detritus. Dies ist besonders bei einem System mit hohem Durchsatz durch das Filterbecken zu berücksichtigen.

      Wenn Du nur für kurze Zeit die Kohle durchströmst und nach zwei Tagen das Granulat wieder entfernst, dann ist das unkritisch und die Verbackung sollte kein Problem sein.
      Bei Dauereinsatz brauchst Du besser einen Reaktor, der auch ab und zu das Granulat lockert.

      Bei Kohle ist die Bewegung dann zu stark, wenn das Granulat viel aneinanderreibt. Viel sehen konnte ich leider nicht auf dem Video.
      Viele Grüße

      Sandy
    • Hallo Sandy,

      ich möchte es nur kurzeitig verwenden um die Gelbstoffe zu entfernen.
      Schade das man im Video das nicht gut erkennt. Keine Ahnung warum das nach dem Upload so pixelig ist.

      D.h. du meinst es reicht im Filterstrumpf bei kurzeitiger Anwendung?
      Grüße,
      Sebastian

      Tagebuch:

      550l Raumteiler
    • Wenn die Kohle zu stark gegeneinander reibt löst sich eine Menge Feinstaub von der Kohle. Sie ist ja nicht sehr hart, deshalb möchte man nicht zu viel Reibung bei der Aktivkohle.

      Wenn sie nach einem Tag wieder entfernt wird sollte das nicht so kritisch sein, sofern Du Kohle nicht überdimensionierst. Maximal 100g pro 100l Beckenvolumen, ich würde sogar eher die Hälfte nehmen für ein erstes Mal. Schließlich zieht die Kohle nicht nur gewünschte Stoffe wie Gelbstoffe aus dem Wasser, sondern auch Spurenelemente wie Jod.
      Meist ist die Kohle auch mehr oder weniger belastet mit Phosphat.
      Viele Grüße

      Sandy
    • Hi.
      ich betreibe Dauerfilterung mit Aktivkohle wie es auch von Fauna Marin für SPS propagiert wird.
      Ich verwende dazu den kleinen 0,8 Liter KnePro Fließbettfilter mit 450 Liter/h Pumpe. Diesen befülle ich mit ca. 400-500 ml Aktivkohle, wechsel alle 2-3 Wochen. Mein Becken hat netto ca. 1100 Liter.
      Je nach Bedarf kombiniere ich das mit Phosphatadsorbern von FM.

      - Die Kohle bewegt sich dabei nicht im Filter.
      - Die Kohle vorher mit kochenden Wasser Entgasen und einige Stunden oder länger im Wasser entgasen lassen. Sonst zieht die frische Kohle zu schnell Spurenelemente heraus. Insbesondere Jod.

      Wenn es nur um den Gelbstich geht würde ich einen Ozonisator nehmen.

      Gruß
      honk
    • honk schrieb:

      Die Kohle vorher mit kochenden Wasser Entgasen und einige Stunden oder länger im Wasser entgasen lassen. Sonst zieht die frische Kohle zu schnell Spurenelemente heraus. Insbesondere Jod.
      Das habe ich aber auch noch nicht gehört. Für mich war der Entgasungsvorgang einfach nur die Entfernung der inneren Luft aus der Kohle, damit das Wasser überhaupt in die Makro- und Mikroporen eindringen kann. Mit heißem Wasser geht das natürlich schneller.
      LG Burkhard
    • Ich halte mich da an die Sangokai Empfehlung


      Jörg Kokott schrieb:

      Idealerweise lässt Du die Aktivkohle ca. 30-45 min. lang in Osmosewasser wässern (wichtig: nur Reinstwasser und kein Leitungswasser benutzen!). Dadurch entweicht die Luft aus dem Inneren der Aktivkohle und die feinen Luftblasen können dort abgelagerten Abrieb ins Osmosewasser ausschwemmen. Im Anschluss an diese Wässerung musst Du die Kohle gründlich auswaschen, um anhaftenden Materialabrieb zu entfernen. Die einfachste Möglichkeit dafür ist, die Aktivkohle in einem Filterbeutel unter fliessendem, möglichst warmen Wasser etwa eine halbe Minute lang auszuspülen (in dieser kurzen Zeit ist v.a. nach der Wässerung in Osmosewasser der Kontakt mit Leitungswasser unproblematisch). Dabei wird der anhaftende Kohlenstaub und (v.a. nach dem vorherigen Wässerungsvorgang) auch der in den Poren eingelagerte Materialabrieb entfernt, was auch beim Ausspülen sichtbar wird.
      Grüße,
      Sebastian

      Tagebuch:

      550l Raumteiler
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