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Ablauf + Zulauf Einstellung unmöglich?

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    • Ablauf + Zulauf Einstellung unmöglich?

      Hallo zusammen,

      ich habe ein Aqua Medic Armatus 300 Becken mit Überlauf und 3 Rohren (Ablauf, Zulauf, Notablauf). Ich habe eine regelbare Förderpumpe und einen regelbaren Ablauf (nennt sich hier easy drain system). Man hat soweit ich weiß bei eigentlich jeden Becken mit Überlauf beim Ablaufrohr einen Hahn oder ähnliches um die Ablaufmenge zu regeln. Im Prinzip muss die Zulaufmenge exakt der Abflussmenge entsprechen, ansonsten sinkt oder fällt der Stand im Überlauf.
      Allerdings ist es mir nicht klar, wie es möglich sein soll, alles so einzustellen dass Ablussmenge und Zuflussmenge über einen längeren Zeitraum (mehrere Stunden oder Tage) exakt gleich bleiben. Die Pumpe verschmutzt und fördert minimal weniger oder der Ablaufkamm läßt etwas weniger durch, laut Internet können auch Stromschwankungen dafür sorgen, dass die Pumpe etwas mehr oder weniger fördert, usw...

      Ich Moment läuft das Becken maximal eine Stunde bevor ich nachjustieren muss weil der Pegel im Ablaufschacht sich zu stark verändert hat. 28% Pumpenleistung ist zu wenig, 29% allerdings schon wieder zu viel! :cursing:
      In meinem alten Becken gab keinen Überlaufschacht, nur einen Zulauf und einen Ablauf, da gab es diese Probleme nicht.

      Kann mir jemand einen Tipp geben, was ich falsch mache oder habe ich einen Denkfehler?

      Vielen Dank
      Marco
    • Hallo Marco,
      Irgendwas läuft komisch bei Dir. Bei mir und eigentlich allen Leuten die ich kenne wird’s einmal eingestellt und dann läuft es bis ein Rohr verstopft.
      Normalerweise sollte die Einstellung so sein, dass der Ablauf soweit angestaut wird das es nicht mehr zu laut über den Überlaufkamm plätschert. Das Rohr vom Notablauf endet so viel höher als der Ablauf, dass da im Normalbetrieb kein oder nur ganz wenig Wasser drüber geht. Wenn der Ablauf verstopft steigt der Wasserstand im Überlauf an und das Wasser fließt über den Notablauf ab, der überhaupt nicht angestaut ist! Das darf oder soll dann sogar ordentlich gurgeln und gluckern damit man hört das da was nicht läuft. Wichtig ist ein feines Ventil am Ablauf, keinen Kugelhahn sondern ein Schrägsitz-oder Membranventil.
      Grüße
      Jens
      Von all den Dingen, die ich in meinem Leben bisher verloren habe vermisse ich meinen Verstand am meisten (Ozzy Osbourne)
    • Moin Marco,

      das funktioniert, meiner Meinung nach ist dabei entscheidend, dass die Pumpe eine konstante Menge fördert (kleinere Schwankungen wegen Verschmutzung mal ausgenommen).
      Ich habe ein System mit einem selbstgebauten Überlauf nach einem ähnlichen Prinzip. Mir war es auch lange Zeit nicht möglich, das ganze dauerhaft stabil einzustellen. Das Problem lag bei mir definitiv an der regelbaren, aber günstigen China-Pumpe. Mehrmals die Woche musste ich nachjustieren, nach dem Abschalten der Pumpe (wegen Wasserwechsel) war es jedesmal wie Lotto, ob die Pumpe nach dem Wiederanlaufen deutlich mehr oder deutlich weniger Wasser förderte als vorher.
      Erst als ich eine nicht-regelbare 240V Pumpe eingebaut habe, waren die Probleme verschwunden. Die war mir allerdings zu laut, so dass ich irgendwann zu einer Royal Exclusiv Red Dragon X gegriffen habe. Die ist regelbar, leise und hat einen konstanten Durchfluss.

      Schöne Grüße,
      Malte
    • Hallo'le,

      ich versuche mal, die korrekten Hinweise meiner Vorredner einfacher zu formulieren.

      Es sollten grob 98% der Fördermenge über den normalen Ablauf abfließen. Die restlichen 2% permanent über den Notablauf. Im Ablaufschacht steht also das Wasser immer Unterkante Unterlippe Notablauf.

      Ich stelle also das Ventil am Ablauf so ein, daß der Wasserspiegel im Schacht bis zum Notablauf hochsteigt und dort eine möglichst kleine Menge übertritt. Und dann kann ich es über Wochen so stehen lassen.

      Pumpt die Pumpe was weniger, werden aus 2% im Notablauf nur noch 0,8% der Gesamtmenge. Pumpt sie mehr, werden aus 2% auch mal 3,5%. Das "atmen" erfolgt also am Notablauf. Meine Zahlen sind aus der Luft gegriffen, veranschaulichen vor allem das Prinzip.

      Wenn nur wenig über den Notablauf läuft, ist das Geräusch auch niedrig.

      Gruß,
      Horst
    • also ich mach das seit etlichen jahren mittels durso. ich muss nix stauen oder so. und mein notablauf ist auch nur dazu da, wenn der durso mal verstopft wäre.
      der durso muss nur so dimensioniert sein, das alles was oben ankommt da auch drucklos wieder runter laufen kann.
      es gibt hur zwei dinge, die zu beachten sind:

      1. die fallhöhe im überlaufschacht darf nicht so hoch sein, dass es plätschert. aber auch nicht zu hoch, weil sonst die kamhaut nicht richtig weggezogen wird.

      2. der durso benötigt eine entlüftung. die kann man eifach mit einer angebohten endkappe vasteln, oder etwas aufwendiger mit einen hahn. gerade am zweiten punkt scheitern manche. wenn die luftmenge zu klein ist, kriegst einen flush-effekt. wie eine klospülung. zu viel luft kann rauschen.

      ich hatte mit dem system aber bisher noch nie probleme. und ein lästiges regeln der durchflussmenge entfällt bei mir. weil alles, was oben ankommt, läuft auch immer ab...
      LG, Sven
    • Hallo Marco,

      ich betreibe auch ein Becken von AM mit dem Easy drain System.

      Während der ersten Tage fand ich eine konstant bleibende Einstellung des Ablaufes auch etwas fummelig, um nicht zu sagen nervig.

      Wollte den AM-Ablauf schon durch ein Schrägsitzventil ersetzen.

      Nachdem ich mich daran gewöhnt hatte, habe ich aber über Wochen kaum Schwankungen im Ablaufschacht oder im Technikbecken.

      Allenfalls dann, wenn ich es versäume rechtzeitig Verdunstungswasser nachzufüllen.

      Das Problem besteht meiner Meinung nach darin, dass das Easy Drain System während des Einstellens etwas unvorhersehbar reagiert.
      Manchmal sehr sensibel und manchmal scheinbar nicht...

      Das muss mach wirklich erst raus haben.

      Bei meinen Becken lief und läuft auch nie etwas über den Notablauf.
      Aber bei dem Thema scheiden sich die Geister hier im Forum ;) .



      Betreibe die mit dem Becken gekaufte RFP allerdings auf ca. 60 % Förderleistung und könnte mir vorstellen, dass dein Problem unter anderem auch mit der von dir gefahrenen, geringen Förderleistung zusammenhängt.

      Bin sonst eigentlich nicht überzeugt von AM-Produkten mit Stecker ;) und habe auch eine hochwertige RFP in Reserve, aber seit einem Jahr läuft das System absolut störungsfrei.

      Viele Grüße
      Markus
    • eaglest schrieb:

      laut Internet können auch Stromschwankungen dafür sorgen, dass die Pumpe etwas mehr oder weniger fördert
      Die nichtregelbaren Aquaristikpumpen mit Synchronmotor lassen sich durch Spannungssschwankungen nicht beeinflussen. Bei sinkender Spannung nehmen sie ein bisschen mehr Strom auf, bei höhere ein bisschen weniger. Nur Frequenzschwankungen nehmen sie übel und fördern dementsprechend mehr oder weniger Wasser. Frequenzschwankungen sind in Mitteleuropa eigentlich nie festzustellen. Wenn wirklich mal die Frequenz von 50 Hz auf z.B. 49 Hz fällt, ist mit großflächigen Stromausfällen zu rechnen, weil die komplette Netzregelung drastische Probleme bekommt. Das passiert sehr selten. Normale Frequenzschwankungen liegen weit unter 1%.

      Gleichstrompumpen (meist geregelt) sind ebenfalls unabhängig von Netzschwankungen, weil der Gleichstromteil in der Elektronik alles herausfiltern sollte. Bei schlechten Elektroniken sieht das schon anders aus. Diese können durchaus ungleichmäßige Drehfelder produzieren, die dann die Wasserleistung sehr wohl schwanken lassen.
      Eine Qualitätspumpe für die Rückförderung wäre da schon angesagt.
      LG Burkhard
    • Aber der Klassiker, der gerne vergessen wird ist die Oberflächenspannung des Beckenwassers, wenn gefüttert wird. Dann sieht man auch häufig am Abschäumer, was diese Änderung für Folgen hat im Blasenbild. Dies macht sich auch teilweise bemerkbar durch besseres Abfliessen über den Ablaufkamm und so kommen die Unregelmäßigkeiten, welche nichts mit der Pumpe zu tun haben.

      Ganz zu schweigen von den Veränderungen durch Algenbewuchs, die gerne den Ablaufkamm verstopfen.
      Viele Grüße

      Sandy
    • Sandy, nur der Wasserstand ändert sich bei "Dreck" im Überlauf. Der Wasserdurchfluss bleibt konstant, außer in dem kurzen Augenblick, in dem der Wasserstand sich gerade minimal verändert, weil eine Alge mehr gewachsen ist. Wenn der Kamm gereinigt oder abgenommen wird, fließt erst mehr Wasser (durch den erhöhten Wasserspiegel im Überlaufschacht oder vermehrt durch den Notüberlauf - je nachdem wie man das System eingestellt hat) und hat sich sofort wieder auf den ursprünglichen Wert heruntergedrückt, wenn der neue Wasserstand erreicht ist.
      LG Burkhard
    • Diese Schwankung reicht meist, um einige Folgen zu verursachen. Gerade bei einem System mit hohem Durchsatz wie Triton ist das schon deutlich, da sich vor dem Ablaufkamm das Wasser gerne mal 2-3cm hoch staut, selbst wenn er frisch gereinigt ist. Dieses Wasser geht dann ins Technikbecken, erhöht dort den Wasserstand ein paar Zentimeter und sorgt dafür, dass der Abschäumer sich schnell füllt. Mein Doublecone war und ist da immer recht empfindlich gegen.

      Selbst wenn die Pumpe dafür sorgt, dass die Förderung konstant ist kann sich die Wassermenge durch Aufstauen verändern. Bei mir im 500l-Becken hatte ich häufiger schnell einen Füllstand, der nahe der Beckengrenze war. Nach dem Abschatten des Ablaufkamms durch den Sprungschutz hat sich die Zeit zum Zusetzen des Ablaufkamms deutlich verlängert.

      Nur eine sauber und konstant fördernde Pumpe reicht noch nicht für einen gleichmäßigen Wasserstand ohne Gluckern.
      Viele Grüße

      Sandy
    • Was im Technikbecken passiert ist eine ganz andere Sache. Nadelradabschäumer sind extrem empfindlich gegenüber Wasserstandsschwankungen, deswegen sollten diese Geräte in einer eigenen Kammer mit konstantem Wasserstand installiert sein. Injektorabschäumern sind 10-cm-Schwankungen (fast) egal.

      Ich persönlich würde kein Aufstauen am Kamm von mehr als 1 cm akzeptieren (wir arbeiten meist mit dem 5fachen Beckenvolumen pro Stunde). Die Maße des erforderlichen Technikbeckens wäre mir viel zu groß.
      Abschattung des Kamms hat in der Tat dramatische Auswirkungen gegenüber Zualgen - kann ich ebenfalls nur empfehlen.
      LG Burkhard
    • Vielen Dank für die vielen Antworten. Anscheinend hat jeder sein eigenes "System".

      HorstW schrieb:

      Pumpt die Pumpe was weniger, werden aus 2% im Notablauf nur noch 0,8% der Gesamtmenge. Pumpt sie mehr, werden aus 2% auch mal 3,5%. Das "atmen" erfolgt also am Notablauf. Meine Zahlen sind aus der Luft gegriffen, veranschaulichen vor allem das Prinzip.
      Das hört sich für mich ziemlich plausibel an, die Schwankungen werden über den Notablauf ausgeglichen. Dies habe ich jetzt bei mir auch so eingestellt, der Wasserstand ist konstant auf Höhe Notablauf. Ich habe damit zwar jede paar Sekunden ein leises Gurgeln und Plätschern vom Notablauf, aber das ist von der Lautstärke her noch ok.
      Laut Anleitung sollte der Wasserstand vom Easy Drain System von Aqua Medic zwar einige Zentimeter unter dem Notablauf liegen, das bekomme ich aber aktuell nicht hin.
      Da meine Förderpumpe sowieso etwas laut ist, wage ich mal den Versuch und habe mir eine Royal Exclusiv Red Dragon X bestellt. Die ist zwar nicht billig, aber ich hoffe auf eine deulich niedrigere Lautstärke und vielleicht bringt die konstantere Fördermenge tatsächlich etwas. Ich bin gespannt :D
    • Hallo,

      noch eine kurze Rückmeldung zum Thema:
      Ich habe mittlerweile die neue Pumpe eingebaut. Sie ist ein bißchen leiser als die alte Pumpe und ich habe das Gefühl die Fördermenge ist etwas konstanter. Jedenfalls geht damit nur noch minimal Wasser über den Notablauf und man hört praktisch keine störenden Geräusche mehr vom Wasserablauf. Damit bin ich eigentlich recht zufrieden... :) Jetzt muss ich nur noch das Plätschern vom Abschäumer wegkriegen :S
    • Jens,

      goil :) Auf die Idee hätte ich natürlich schon lange kommen müssen. Eine Socke ist viel flexibler, als ein Schwamm. Am WE werde ich wie versuchen, den Vlieser leise zu machen. Den Abschäumer auch, aber der ist fast leise genug.



      Von all den Dingen, die ich in meinem Leben bisher verloren habe vermisse ich meinen Verstand am meisten (Ozzy Osbourne),
      Diddi
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    • Hi Diddi,
      ich habe bei meinem 300er BK knapp unter dem 90 Grad Winkel am Ablaufrohr ein Loch gebohrt, da eine Plastikschraube durchgesteckt und gekontern und habe nun einen "Haken" an dem ich die Filtersocke aufhängen kann. Wenn die verstopft ist läuft das Wasser oben drüber und es fängt ziemlich laut an zu plätschern.
      Grüße
      Jens
      Von all den Dingen, die ich in meinem Leben bisher verloren habe vermisse ich meinen Verstand am meisten (Ozzy Osbourne)
    • Hi Diddi,
      Also bis auf meine Pumpen ist so ziemlich jedes Teil in meinem Becken umgebaut, an-oder aufgebohrt oder gleich komplett selbstgebastelt. Das gehört für mich zum
      Hobby dazu.
      viel Spaß beim basteln
      Jens
      Von all den Dingen, die ich in meinem Leben bisher verloren habe vermisse ich meinen Verstand am meisten (Ozzy Osbourne)