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Wasserwerte kontrollieren

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    • Wasserwerte kontrollieren

      Hallo Leute,

      dieses Thema könnte tatsächlich zum entscheidenden Punkt werden.
      Erstmal welche Werte müssen(!) grundsätzlich gemessen werden ? und welche eventuell zusätzlich ?
      Welche Messverfahren empfehlt ihr ?
      Ich gehe davon aus dass es Kits gibt die eine Vielzahl von Werten messen können allerdings möchte ich kein Chemielabor haben
      (ich wollte einfach nur ein AQ).

      Gruß
      andyH
    • Hallo Andy!
      Ich messe wöchentlich Ca/KH mit Salifert, PO4 Hanna Checker, NO3 Macherey Nagel, Dichte vor und nach Wasserwechsel mit Tropic Marin Spindel.
      Alle 14 Tage Magnesium mit Salifert. Temperatur zeigt mir das Thermometer. PH Wert ab und an mit Hanna HI-98107
      Mehr messe ich nicht.
      Grüße Torsten
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    • hallo andy,

      wie die einzelnen tests von statten gehen, steht jeweils in deren anleitungen ;)

      ich messe:

      2x wöchentlich salinität, ph und kh
      wöchentlich no2/no3, po4 und ca (die nährstoffwerte aktuell sogar 2x wöchentlich, weil mir die gerade etwas instabil sind)
      alle zwei wochen nh3/4 und mg
      viertel- bis halbjährlich gibts eine icp

      zu meinem procedere: ich entnehme dem aquarium ca. einen halben liter wasser und ersetze es gleichzeitig mit einem halben liter frischem meerwasser.
      aus dem entnommenen mache ich die tests und spüle vorher die cuvetten damit.
      LG, Sven
    • Jackrum schrieb:

      , steht jeweils in deren anleitungen
      Dazu müsste er aber erst mal wissen,was er für Tests machen will und welche er kaufen soll.das da eine Anleitung dabei ist,versteht sich von selbst. Auf Y-Tube findest du alles in kleinen Filmchen, so wie er sich aber erklärt,wäre ihn so ein Multimessgerät alla Söll 15337 Aqua Check am liebsten,gibt es aber für Salzwasser nicht :rofl:
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    • Hallo Andy,

      pauschale Aussagen sind eigentlich nicht sinnvoll, denn viele Wasserwerte sind von den individuellen Gegebenheiten abhängig. Als Einsteiger, aber auch bei Neueinrichtungen sind häufigere Messungen nötig.
      Zunächst als wichtigstes wäre die Salinität (am besten mit Spindel) zu messen. Wenn du keinen Wasserwechsel machst und regelmäßig mit Osmosewasser die Verdunstungsmenge ergänzt, brauchst du für diese Zeit nicht nachzumessen, da sich da ja nichts verändert. Bei Teilwasserwechseln - sehr sinnvoll!!! - musst du natürlich die Werte zur richtigen Einstellung wieder messen. Alle 1 - 2 Monate sollte man im Hauptbecken die Salinität trotzdem nachprüfen.

      Calcium musst du nur messen, wenn du entsprechenden Verbrauch durch Korallenwuchs hast. Da reicht aber eine monatliche Messung. Im Lauf der Zeit wirst du den Verbrauch auch selbst abschätzen können.
      Magnesium messe ich überhaupt nicht mehr. Da ist in den gängigen Salzmischungen so viel vorhanden, dass es durch die Teilwasserwechsel genügend zugeführt wird.

      Wichtig ist in der Anfangszeit eine regelmäßige Messung der Alkalinität (=KH). die sollte nicht stark schwanken und optimal zwischen KH 7 und 8 liegen. Die Messintervalle sollten am Anfang zwei Tage sein. Nach einigen Wochen erkennst du dann den Verbrauch in deinem Becken, so dass du die Intervalle und eventuelle Zugaben zum Ausgleich immer mehr ausdehnen kannst.

      Die Nährstoffwerte (NO3 und PO4) würde ich anfangs wöchentlich messen. Wenn sie stabil im richtigen Bereich liegen, dann eher monatlich. Ich, als lange Erfahrener, messe diese nur noch selten, allenfalls wenn mir Störungen am Korallenbild auffallen. Aber dazu wirst du sicher noch ein bisschen Zeit benötigen.

      Ansonsten messe ich gar nichts mehr. Wenn alles gut läuft, ist dies auch nicht nötig. Als Einsteiger macht es allerdings eher Sinn, alle 6 Monate einmal eine Laboranalyse machen zu lassen. Allerdings werden da auch viele überflüssige Werte - insbesondere Spurenelemente - gemessen und viele Leute bei Abweichungen meist unnötig verrückt gemacht.

      Gruß

      Bernd
    • herbertm764 schrieb:

      .Ich denke(es ist was für Fortgeschrittene),
      Sehe ich auch so,gerade Anfänger verfallen in Panik,weil der Manganwert nicht stimmt,nur als Beispiel,mir ist dieser Wert schon 16Jahre wurscht.
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    • Hallo Forianer,

      herbertm764 schrieb:

      Guten Abend Bern,
      du schreibst mir aus der Seele, bis auf. Als Einsteiger macht es allerdings eher Sinn, alle 6 Monate einmal eine Laboranalyse machen zu lassen.Ich denke(es ist was für Fortgeschrittene), die verstehen was
      gemessen wurde.
      das möchte ich so nicht stehen lassen. ICP-Analysen in einem so großen zeitlichen Abstand wie 6 Monaten machen überhaupt keinen Sinn, sollte man gleichzeitig auf die Tröpfchentests verzichten. Dafür kann in diesem Zeitraum viel zu viel passieren.

      Zumindest die titrimetrisch einfach durchzuführenden Tests wie pH, kH, Calcium, NO3, PO4 sowie Salinitiät und natürlich Temperatur sollte man wöchentlich messen. Das ist maximal eine knappe Stunde Aufwand und man kann dann frühzeitig erkennen, sollte einer dieser Parameter aus dem Ruder laufen. Wenn ich bei einem Steinkorallenbecken 6 Monate lang Blindflug bei der Karbonathärte mache, ist die Wahrscheinlichkeit extrem hoch, dass die kH entweder nach unten oder oben abgerauscht ist - das dürften einem dann zumindest die SPS richtig übel nehmen. Und den Phophatwert sollte man auch im Auge behalten ...

      Umgekehrt bin ich auch der Ansicht, dass dieses sklavische Verfolgen einzelner Spurenelemente ("chasing for numbers") und ggf. sogar Nachdosieren einzelner Elemente vollkommen übertrieben ist. Wenn bei einer ICP für ein Spurenelement "n.n." detektiert wird, heisst das ja nur, dass die Konzentration unterhalb der Nachweisgrenze / Empfindlichkeit der ICP-Messtechnik ist, aber nicht, dass dieses Element generell fehlt. Deshalb gehe ich bei der Dosierung von Spurenelementen mit "Bauchgefühl" vor, in dem ich mir die Korallenfarben ansehe. Es gibt da ein paar gute Inidikatorkorallen: meine grünen Montiporas werden z.B. relativ schnell blassgrün, sollte ein Jodmangel vorliegen.

      Wenn man eine ICP-Analyse in größeren Abständen durchführt, dann eher, um die Titrationstests zu kalibrieren.

      Bei einem reinen Weichkorallenbecken ist es natürlich wurscht, da reichen pH, Salinität, und Temperatur vielleicht im zweiwöchentlichen Rhythmus.

      LG,
      Bernhard
      ***** FISCH VOR KORALLE ****** Meine Becken: 768 Liter + Video und AM Cubicus
    • wasserpanscher schrieb:



      ICP-Analysen in einem so großen zeitlichen Abstand wie 6 Monaten machen überhaupt keinen Sinn, sollte man gleichzeitig auf die Tröpfchentests verzichten. .

      Wenn man eine ICP-Analyse in größeren Abständen durchführt, dann eher, um die Titrationstests zu kalibrieren.




      LG,
      Bernhard
      Hallo,

      auf regelmäßige Tröpfchentests zu verzichten, hat m.W. niemand empfohlen, aber um den exakten Status der wichtigsten Wasserwerte, also auch um einen Vergleich mit den eigenen Messergebnisse zu haben, macht ein ICP-Test in größeren Abständen durchaus Sinn. Gerade bei Ungeübten sind ja die eigenen Tests nicht immer unbedingt so zuverlässig. Dies gilt beispielsweise für Ableseprobleme bei PO4-Tests bei denen die Farbvergleiche oft recht schwierig sind.

      Gruß

      Bernd
    • Man kann aber auch mit Referenzlösungen arbeiten,da merkt man gleich ob der jeweilige Wassertest nicht stimmt oder ob man ihn falsch bedient,obwohl man bei Ca/KH/MG selbst NO3 nicht viel falsch machen kann,es sei denn man hat eine Farbsinnstörung.
      ICP Analysen sollte man wirklich den Profis überlassen,es sei denn man macht nur die mit den wichtigsten Werten,KH/CA/MG usw.,also keine Spurenelemente,welche man nicht auch selbst mit Tests messen kann.
      Das ist aber NUR meine persönliche Meinung.

      Grüße Torsten
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    • moin,

      nun, die allgemein üblichen salze sind im prinzip ohne großes messen (ausser temperatur/dichte) für den besatz mit einfachen weichen-leder-scheiben geeignet.

      denen ist es auch wurst, ob da 320 oder 440 mg ca drin sind.

      die auf den packungen angegebenen werte werden in der regel auch erreicht oder eingehalten.

      nur mal am rande.

      natürlich ist dann durch häufiges messen der o. g. wasserwerte die technik des messend und vor allem der ablesung zu üben.
      ansonsten
      gruss
      joe

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      der weg ist das ziel!
    • Für die, die mit dem Ablesen Probleme haben, gibt es auch das da. Nicht ganz billig aber hinreichend genau, um Veränderungen mitzubekommen.



      Ich muss Bernd insofern recht geben, vieles kommt später durch die Routine und die Erfahrung. Am Anfang ist häufiges Messen aber sinnvoll. Man muss erst einmal ein Gefühl für das Becken bekommen. Aber, ich denke auch, dass das immer bessere Salze und Technik und Messtechnik, dazu geführt haben, dass heute deutlich mehr SPS und Co gehalten werden können, als vor 15 Jahren.

      Anton Gabriel hat eine eigene Serie auf den Markt gebracht, vieles wird ähnlich wie beim Hanna mittels Photometer gemessen. Hier der Link dazu: wasserpantscher.at/

      wasserpantscher.at/images/g003…zanleitungfinal022019.mp4

      Für alle, die Spaß an Chemie und Mathe hatten, eine tolle Sache, für die anderen ehr nicht (man muss schon recht genau arbeiten und etwas rechnen).

      LG
      Daniel
    • Hallo Daniel,
      Du schreibst, die Hanna checker sind "hinreichend genau ".
      Genau das behaupte ich mal von den Tröpfchen Tests .
      Es dürfte egal sein ob zB. ein CA Test 410 oder 420 anzeigt, wenn zwischen den Messungen 420 zu 370 angezeigt wird dann stimmt was nicht und es muss dosiert werden.
      Deshalb finde ich es auch nicht richtig, das bei jedem Anfänger gleich mit einer ICP gedroht wird.
      Gruß
      Reiner
    • ich finde die icp eigentlich klasse.
      unabhängig davon, was man alles rauslesen kann (oder eben auch nicht). das muss auch nicht unbedingt sein. man darf sich nur nich kirre machen lassen. interessant wereden die schwermetalle etc ja erst wenn mit den korallen was nicht stimmt. so lange kann man den ball ja flach halten.

      aber allein schon als vergleichsmöglichkeit zu den eigenen tests. am gleichen tag noch die tröpchentests gemacht und ich kann mit dem ergebnis der icp schön den korrekturfaktor meiner tröpfchentests errechnen. da sieht man auch, dass die tröpchen mit der zeit auch nachlassen können.
      LG, Sven
    • nano48 schrieb:

      Genau das behaupte ich mal von den Tröpfchen Tests .
      Richtig angewendet ist das ebenso zutreffend. Der Hanna oder der Wasserpanscher übernimmt halt nur die optische Auswertung.

      Theoretisch könnte man die meisten Tests von Salifert auch im Wasserpanscher auswerten. Es müsste sich nur jemand die Mühe machen, die Tabellen und Kurven für die einzelnen Tests zutreffend zu ermitteln. (Umschlagtest (also Test, die mit einem plötzlichen Farbwechsel) einen bestimmten Wert anzeigen, funktionieren allerdings nicht, nur Test mit einer Veränderung der Farbe.


      Jackrum schrieb:

      ich finde die icp eigentlich klasse.
      Das sind sie auch.

      Jackrum schrieb:

      nur nicht kirre machen lassen.
      Das ist der wichtigste Tipp.

      LG
      Daniel