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Verpaarung von Doktorfischen

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    • Verpaarung von Doktorfischen

      Hallo Leute,

      ich bin seit langem am Rätseln, wie ich zwei Doktoren am Wahrscheinlichsten zu einem friedlichen Paar werden lassen kann!?

      Zebrasoma, Ctenochaetus und Acanthurus kommen in Frage, da Fische aus den anderen Gattungen eher zu groß für mein/die meisten Becken werden.
      Wobei manche Acanthurus auch schon mit Vorsicht zu genießen sind.

      Ich will nicht zehn verschiedene bunte Doktoren durchs Becken wuseln sehen, sondern ein harmonisches Paar.

      Dass die Tiere anständig gefüttert werden müssen, ist natürlich oberste Voraussetzung.

      Nach allem, was ich bisher gelesen habe, scheinen Doktorfische ihr Geschlecht in einem/einer gewissen Alter/Größe festzulegen.

      Ein garantiertes Erfolgsrezept gibts ja nicht, aber welche Zusammenstellung ist am ehesten erfolgsversprechend?

      Bei zwei Winzlingen befürchte ich, dass sich am Ende beide fürs gleiche Geschlecht entscheiden.
      Bei zwei unterschiedlich großen geschlechtsreifen Tieren, mit z.B. 15 u. 20 Zentimetern, ist die Chance wahrscheinlich 50:50.
      Bleiben noch ein größerer geschlechtsreifer Fisch mit etwa 15 cm, mit einem juvenilen, deutlich kleineren, der sein Geschlecht dem älteren dann anpassen kann.

      Ab welcher Größe kann man überhaupt mit einem geschlechtsreifen Tier rechnen?


      Ich freu mich über eure Erfahrungsberichte, Vorschläge und Gedankengänge ^^

      Lieben Gruß,
      Xaver
    • Xaver schrieb:



      Bleiben noch ein größerer geschlechtsreifer Fisch mit etwa 15 cm, mit einem juvenilen, deutlich kleineren, der sein Geschlecht dem älteren dann anpassen kann.
      Hallo Xaver!

      Diese Variante ist sicherlich die Aussichtsreiche!
      Wobei man sich nicht auf den Zentimeter genau festlegen sollte.
      Das Becken darf bei Acanthurus und Zebrasoma mindestens 800l
      betragen, wobei es bei Ctenochaetus 600l haben könnte.
      Mit ungefähr 15cm wird ein Zebrasoma die beginnende Geschlechtsreife erreicht haben.
      Der Groessenunterschied zwischen männlichen und weiblichen Tieren (kleiner) muss hier auch erwähnt werden.
      Ob es dann aber sofort zu einer echten Verpaarung kommt,
      bleibt noch abzuwarten.
      Gruss
      Hajo
      Trenne dich nicht von deinen Illusionen!
      Wenn sie verschwunden sind, wirst du weiter existieren,
      aber aufhören zu leben.
      (Mark Twain)

      Wenn ich die See seh, brauch ich kein Meer mehr!
    • hajo schrieb:

      Xaver schrieb:

      Bleiben noch ein größerer geschlechtsreifer Fisch mit etwa 15 cm, mit einem juvenilen, deutlich kleineren, der sein Geschlecht dem älteren dann anpassen kann
      Mit ungefähr 15cm wird ein Zebrasoma die beginnende Geschlechtsreife erreicht haben.
      Der Groessenunterschied zwischen männlichen und weiblichen Tieren (kleiner) muss hier auch erwähnt werden.
      Ich wuerde die sexuelle Reife nicht unbedingt von der Groesse abhängig machen. Das Alter spielt auch eine gewisse Rolle.
      Die männlichen Tiere erreichen die Reife mit 5 bis 7 Jahren (im Mittel sind das 17,9 cm), die Weibchen hingegen schon mit 4 bis 5 Jahren (im Mittel sind das 15,6 cm).
      Diese Angabe erziehen sich auf Zebrasoma flavescens, wobei sicherlich die anderen Zebrasoma-Arten ähnlich aufgestellt sind.
      Zum Thema "Verpaarung" : Eine Duldung des Artgenossen bedeutet noch keine Verpaarung im eigentlichen Sinn.
      Das kann unter Aquarienbedingungen manchmal noch dauern. :D
      Gruss
      Hajo
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      Wenn ich die See seh, brauch ich kein Meer mehr!
    • Hallo Xaver

      ich halte seit mehreren Jahren einen Zebrasoma flavescens und einen Z. scopas sowie einen C. tomeniensins zusammen. Sie harmonieren mteinander, obwohl sich natürlich kein Paar herausgebildet hat. Doch sie schwimmen miteinander und manchmal streiten sie auch. Witzig anzusehen. Dauert nie lange und ist auch völlig harmlos. Eher ein pubertäres Gerangel. Das mit dem Paar habe ich schon vor langer Zeit aufgegeben.
      Grüße

      Deniz
    • Hallo Xaver

      meine beiden Ctenochaetus flavicauda hab ich Jungfische von ca 6cm bekommen,
      das ist jetzt ein paar Jahre her.





      Bei den beiden Acanthurus leucosternon hatte ich mich erst spät entschieden


      einen zweiten nach zu setzen, wobei ich ein kleines Becken vor das Schaubecken

      stellte mit einem kleinen Tier von ca 5cm, nach 14 Tagen kam der Kleine dann

      zum Großen, und es ging gut.

      seit 7 Jahren



      Gruß Ewald

      _______________________________________________________________________________________________________________________________

      Früher hatte ich Angst im Dunkeln.
      Wenn ich heute so meine Stromrechnung sehe,
      hab ich Angst vorm Licht. ;(
    • Hallo,

      es freut mich sehr, dass es hier doch auch Verfechter der Paarhaltung gibt.
      Ich möchte keine Einzeltiere mehr pflegen.

      Meine zwei Centropyge bispinosa und meine sechs(6) Sechsstreifen - Lippfische laichen allabendlich. ^^
      Ich hoffe natürlich sehr, dass das bei den Lippis noch lange so harmonisch bleibt.
      Die Männchen meiner zwölf Crysiptera parasema bewachen auch laufend ihre Gelege. ^^

      Bei den Doktoren wirds jetzt natürlich schwieriger, aber offensichtlich nicht unmöglich 8o

      Deniz schrieb:

      Das mit dem Paar habe ich schon vor langer Zeit aufgegeben.
      Warum? Was glaubst du, waren die Gründe fürs misslingen deiner Verpaarungsversuche?

      @Ewald, deine zwei Paare sind echt schön anzusehen. Wahnsinn.
      Von den Leucosternon gibt es auch welche, die eher blasser im Farbton sind. So blaugrau, oder täusch ich mich da?
      Ich meine natürlich nicht geschwächte Tiere in manchen Verkaufsbecken.

      Den Ctenochaetus cyanocheilus fände ich persönlich sehr schön, zumindest auf Bildern im Netz.

      hajo schrieb:

      Eine Duldung des Artgenossen bedeutet noch keine Verpaarung im eigentlichen Sinn.
      Das kann unter Aquarienbedingungen manchmal noch
      Hat jemand von euch schon, eine der genannten drei Doktorfischgattungen, im Aquarium beim Ablaichen beobachten können.
      Bei Palettendoktorfischen dürfte dies ja öfter mal vorkommen. Nur leider sind diese etwas zu groß für mein Becken.

      Gruß,
      Xaver
    • Hallo zusammen!

      Ich bin mir absolut nicht sicher, ob es da genügend Rückmeldungen geben wird.
      Ich würde mich riesig freuen, wenn es so wäre!
      Zum einen entwickelt sich die sexuelle Reife erst nach etlichen Jahren!
      Ich nehme einmal Ellen Thaler´s persönlichen Bericht über ihr 24-jaehriges Paar Flavescens als Beispiel, welches erst seit den letzten 5 Jahren !! miteinander ablaicht.
      Miteinander schwimmen bedeutet ja nicht sexuelle Verpaarung.
      Ist bei uns Menschen ja auch nicht anders! :D
      Das müssen wir aber trennen.
      Auch in der Natur kann eine Art von Begleitschwimmen beobachtet werden.
      Wir dürfen eigentlich schon zufrieden sein, wenn dieser Vorgang zur Gewohnheit in unseren Becken wird.
      Zum anderen müsste ein entsprechend grosses Becken vorhanden sein.
      Das ist aber oft der Knackpunkt.
      Die meisten juvenilen Doktorfische werden oft in zu kleine Behälter gepfercht.
      Kleines Becken, kleiner Fisch. Was für ein Irrtum!
      Meist ist es nur ein einzelnes Exemplar, was später, wegen des "überraschenden" Grössenwachstums, aus der zu kleinen Pfütze verschwinden muss.
      Die nächste Etappe lässt sich nur erahnen....
      Der anderer Punkt ist die mangelnde Sorgfalt bei der Fischpflege, welche oft genug zu Krankheiten führt, die ein langes Fischleben erst gar nicht erst zulassen.
      Es wird noch ein paar Gründe mehr geben, warum die Informationen spärlich sein werden.
      Ich gehe jede Wette ein, dass es hier nicht einmal eine Handvoll eigener Erfahrungen über die Laichgewohnheiten von Doktorfischen geben wird.
      Alles andere würde mich überraschen.
      Dann aber ungemein positiv!

      Gruß
      Hajo
      Trenne dich nicht von deinen Illusionen!
      Wenn sie verschwunden sind, wirst du weiter existieren,
      aber aufhören zu leben.
      (Mark Twain)

      Wenn ich die See seh, brauch ich kein Meer mehr!
    • Neu

      Hallo Hajo!

      hajo schrieb:

      Der anderer Punkt ist die mangelnde Sorgfalt bei der Fischpflege, welche oft genug zu Krankheiten führt, die ein langes Fischleben erst gar nicht erst zulassen.
      Woran denkst du da genau? In den heutigen Becken, mit meist bester Wasserqualität, kanns ja fast nur mehr am Futter liegen?

      XXL Dose Flockenfutter, die seit dreieinhalb Jahren in Gebrauch ist und um die Mahlzeiten abwechslungsreich zu gestalten, eine Tafel gefrorener Artemia, da diese auch im Meer, die natürliche Hauptnahrungsquelle darstellen :D :|

      Viel Stress durch starken Überbesatz eventuell?

      Lieben Gruß,
      Xaver
    • Neu

      Hallo Xaver!

      Zum Beispiel kann auch eine Fehlernährung Einfluss auf das Wachstum haben.
      Ernährungsphysiologisch macht das Sinn.
      Die Futterplätze in der Natur werden für die Fische immer ein jahreszeitlich bedingtes Angebot vorhalten.
      Das bedeutet über das Jahr gesehen, auch ein abwechslungsreiches Nahrungsangebot, das wir Ihnen in dieser Vielfalt nicht bieten können.
      Juvenile Arten wachsen in einem anderen Lebensraum auf, als ihre grossen Brüder und Schwestern.
      Sie alle bevorzugen Lebensräume mit einer Fülle von Nahrungsquellen (diverse Algenarten und Plankton).
      Schon da wird klar, dass der Grundstein fuer ein gesunde Entwicklung dort angelegt sein wird.
      Auch Veränderungen in der Algenvielfalt koennen erhebliche Auswirkungen auf die Färbung der Fische haben.
      Deswegen ist es unabdingbar, nicht nur auf die einschlägigen Produkte des Marktes zurückzugreifen, sondern auch verstärkt auf frisches Grünfutter! Ein prall gefüllter Darm fördert die Perestaltik inklusive aller Bakterientätigkeiten.
      Das wird man kaum mit Flocke & Co. provozieren können.
      Last but not least sind Acanthuridae Dauerfresser und die meisten Arten auch Dauerschwimmer.
      Im mittelgrossen Aquarium lassen sich diese Eigenschaften kaum umsetzen.
      Docs sind oft permanent unterernaehrt und erreichen selten, ich möchte behaupten, dass sie nie die Groesse erreichen, die sie in freier Wildbahn haben werden.
      Acanthuridae werden in den ersten 15 Prozent ihres Lebens 80 Prozent Wachstum erreichen.
      So kann jeder vergleichen wo er mit seiner Pflege steht.
      Kombiniert man das mit einem zu erwartenden Alter von 35 Jahren pro Acanthuridae (Choat und Axe 1996) ergibt sich ein Wachstum von 80 Prozent in 5,25 Jahren.
      Zu diesem Zeitpunkt kann man leicht feststellen, ob der Fisch Wachstumsstörungen aufweist.
      Die Entscheidung wie man mit der Situation umgeht, liegt beim Pfleger.

      Fischkrankheiten sind ein weiterer Aspekt. Es liegt in der Natur der Sache, dass auf einen einzelnen Fisch noch weitere Fische folgen werden. Hier liegt die eigentliche Gefahr für das Leben der Insassen.
      Hat man keine Quarantänemassnahmen ergriffen, ist alles weitere Russisch Roulette!
      Es haben schon etliche Aquarianer durch Leichtsinn ihren gesamten Bestand verloren.Die Liste ist lang!
      Nach meinen langjährigen Erfahrungen auf diesem Gebiet steht diese Gedankenlosigkeit in vielen Fällen einem langen Fischleben im Wege.
      So ist es auch nicht verwunderlich, dass es kaum Berichte über das Ablaichen dieser Fische im Aqaurium gibt.
      Sie erreichen dann durch die eine oder andere "Panne" eben nicht ihre sexuelle Reife.

      Gruß
      Hajo
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    • Neu

      Hallo Xaver,


      die Nährwerte von Grünzeug/Gemüse sind recht unterschiedlich. Daher ist eine Vielfalt der angebotenen grünen Kost unabdingbar. Nicht immer gibt eine Nährwerttabelle Aufschluss.
      Es gibt im Handel eine Vielzahl von frischen, grünen Salatsorten, wie z. B. Feldsalat oder auch Spinat. Getrocknete Algen (Sushi) werden ebenfalls gern genommen.
      Als Gemüse ist bei manchen Arten wahrscheinlich die Salatgurke der Hit.
      Es ist im Handel für den menschlichen Verzehr ein reichhaltiges Angebot vorhanden. Man muss sich nur auf die Socken machen.
      Ich will es kurz machen: Probieren geht über studieren!
      Du wirst bei Fischen bald feststellen, dass es dort unterschiedliche Vorlieben geben wird.
      Dem musst Du Rechnung tragen und auf die verschiedenen Geschmäcker eingehen.
      Ich hatte schon weiter oben erwähnt, dass eine Ermüdung des doch recht langen Darms bei den Docs gesundheitliche Probleme hervorrufen kann. Der Darm wird erst durch die salatige Fuellmasse prall gefuellt und die Perestaltik angeregt.
      Vielleicht kann man es entfernt bei uns Menschen mit den Ballaststoffen vergleichen?
      Manche Arten nehmen zur Unterstützung der Verdauung feinen Sand auf - als Verdauungshilfe.
      Und nicht vergessen: Docs brauchen unbedingt auch tierische Proteine!
      Ich weiss nicht an wieviele Doktorfische du denkst.
      Ein Algenbecken müsste schon recht gross sein, um den Bedürfnissen der Fische gerecht zu werden. Keine Fadenalgen!
      Orientiere dich nicht an den juvenilen Fischen, sondern besser an den Nahrungsmengen adulter Größen.
      Hinzu kommt, dass nicht jede Art auf dieselbe Art und Weise Salatblätter vom Clip o. ä. aufnehmen (abbeissen) kann.
      Das ist keine Geschmacksache, sondern liegt in den anatomischen Voraussetzungen.

      Gruß
      Hajo
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      (Mark Twain)

      Wenn ich die See seh, brauch ich kein Meer mehr!
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      Wakame und Nori ist getrocknet im Handel erhältlich - hier nur auf unerwünschte Zusatzstoffe achten.

      In der Obst-/Gemüseabteilung sind Salate und Gurken bzw. auch Bananen immer ein guter Tipp. Bei den Salaten aber die inneren Blätter nehmen - nur für den Fall, dass (doch) etwas gespritzt wurde.

      Wenn etwas nicht gleich genommen wird, öfters probieren. Es kann hin und wieder dauern. Bzw. fressen manche Fische manche Dinge nie...

      In Kombination mit Flockenfutter, Artemia (das lass ich weg) und Mysis sollte sich da schon ein guter Ernährungsmix ergeben.

      Beim Salat macht es Sinn den selber anzusetzen - dann weiß man was man füttert. Pflücksalat bietet so 3/4 des Jahres eine sichere Quelle.

      lg
      Andreas
    • Neu

      noch ein Tipp! Es gibt Mischsalate mit Wurzelballen.
      Der Vorteil ist die laengere Haltbarkeit, da der Ballen
      immer wieder benetzt werden kann.
      Der Salat bleibt laenger frisch und wird nicht gleich schlapp.
      Gruss
      Hajo
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      (Mark Twain)

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