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Bryopsisplage

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    • Morfie schrieb:

      Danke fürs Mut machen . Du meinst, es könnten Reste in der Rückwand sitzen?
      Natürlich, und die warten nur darauf, dass sie irgendwann wieder loslegen können.
      Aber macht dir keine Sorgen, wenn nicht die, dann andere....

      LG
      Daniel
    • Also Bei Bryopsis hilft die Erhöhung von Mg nur sehr begrenzt. Der wert muss stabil bei mind. 1700 gehalten werden. Für die Korallen ist das erstmal nicht so wild. Das Problem tritt anschließend auf. Das Absenken auf den Normalwert dauert dann mindestens 1/2 Jahr, Wasserwechsel geht nicht, da der Wert zu schnell sinkt.

      Es hilft dabei wirklich Flucanozol, aber eben nur Flucanozol, kein nachgemachtes aus den USA. Flucanozol verhindert die Zellteilung bei Algen und Pilzen (dafür ist es eigentlich). Man muss sehr genau dosieren, aber spätestens nach 8 Tagen sieht man den entsprechenden Erfolg. Ich habe dies bereits mehrfach bei Bekannten angewandt, die dieser Plage nicht mehr Herr wurden. Geschadet hat es weder den Korallen noch den Fischen, allerdings allen Algen. Man kann dann die ganzen toten Algen mit einem Kescher rausfischen. Die lösen sich quasi auf. Algenrefugium also abklemmen. Die Bryopsis sind auch nicht wieder gekommen!

      Aber wie gesagt, es funktioniert nur das reien Flucanozol aus der Humanmedizin. Sprich mit deinem Hausarzt und lass dier ein Privatrezept ausstellen. Ist allerding ein teurer Spaß.

      Rolf
    • Hallo Rolf,

      Wenn du uns jetzt noch die Dosierung pro Liter Aquarienwasser mitteilen
      könntest und die Verweildauer des Medikaments im Wasser, dann hätten wir eine Hausnummer. ^^
      Ein Humanmediziner wird sich da sicher schwertun.
      Gruss
      Hajo
      Trenne dich nicht von deinen Illusionen!
      Wenn sie verschwunden sind, wirst du weiter existieren,
      aber aufhören zu leben.
      (Mark Twain)

      Wenn ich die See seh, brauch ich kein Meer mehr!
    • 7mg/l für ca 14-21 Tage. (Die Dosierung soll zwischen 5 und 15 mg pro Liter liegen.Ich habe die Mitte genommen.) Das muss man ausrechnen, da es als Kapseln geliefert wird. Nicht die Gelantine ins Becken geben. Danach Kohlefilterung und Wasserwechsel (ich habe immer 50% gemacht)
      Abschäumer sehr weit runter drehen, Keine Kohle , UV und Ozon.
      Es macht Sinn nach ca 8 Tagen einen Schnellfilter mitlaufen zu lassen. Ab diesem Tag sieht man, dass die Algen glasig, grau werden.

      Die Nährstoffe steigen während der Behandlung deutlich, also nicht wundern. Macht aber nix.

      Rolf
    • Hallo Rolf,

      wie kommst Dun zu der Aussage, dass Flux RX nicht wirkt? Wir haben es mit großem Erfolg vor 18 Monaten gegen eine massive Bryopsis Plage eingesetzt. Der Wirkstoff ist genau der gleiche, wahrscheinlich kommt er in beiden Fällen auch vom gleichen Hersteller in China oder Indien. Für den Einsatz in der Humanmedizin gelten natürlich wesentlich höhere Anforderungen bei der Verarbeitung und Pharmakonzerne und Apotheken wollen auch verdienen. In den USA ist der Wirkstoff für den Einsatz gegen Bryopsis zugelassen und dadurch deutlich günstiger zu erhalten.

      Anbieter und US Foren empfehlen 5mg/l, wir haben die im europäischen Foren überwiegende Empfehlung von 10 mg/l verwendet. Vor dem Einsatz habe ich die Algen so weit wie möglich mechanisch entfernt und während der Zersetzungsphase abgesaugt. Das Nachfüllwasser hatte die gleiche Dosierung von 10 mg/l.

      Deine sonstigen Hinweise kann ich bestätigen.

      LG Ralf
    • Hallo Kirsten,

      der Hersteller empfiehlt 20 mg/gal = 5,3 mg/l. Wir haben auf ca. 2500 l 4 Packungen a 7000 mg verwendet = 11,2 mg/l. In Deinem Fall würde ich 1 x 7000 mg nehmen.

      Ausfälle bei Schnecken, Seesternen, Einsiedlern oder Seeigeln konnte ich nicht beobachten, ist jedoch im Einzelfall aufgrund der Größe und Struktur des Beckens schwierig zu beurteilen. Garnelen vertragen sich nicht mit unserem Fischbesatz.

      Die Frage bei Verlusten während einer Behandlung ist wie bei Corona auch: Sind sie während oder an der Behandlung gestorben oder waren es Hochrisikopatienten bei denen die Behandlung einen schnelleren Verlauf der Grunderkrankung bewirkt hat.

      Hast Du die Möglichkeit die niederen Tiere vorsorglich während der Behandlung um zusetzen?

      LG Ralf
    • Hallo Ralf,

      danke fuer deine ausfuehrliche Antwort. Ich habe gerade nachgeschaut, unsere Packung hat 2000mg Fluconazol. Bei der letzten Behandlung haben wir etwas mehr als 1,5 Packungen, also etwas ueber 3000mg gebraucht, vielleicht war das etwas zu wenig dosiert. ?(

      Ja das ist eine gute Frage, ob die Tiere, die wir verloren hatten, schon vorher krank waren. Wir hatten vor der Behandlung drei Pfaffenhut Seeigel und einen Echinometra mathaei im Becken. Einer der Pfaffenhuete begann, Stacheln zu verlieren, aber die anderen Beiden waren fit. Eine Zeit nach der Behandlung waren die drei Pfaffenhuete tot, aber der Echinometra hat alles ohne Probleme ueberstanden.

      Die L.amboiensis wirkten auch voellig gesund. Ich kann wirklich nicht sagen, ob es einen Zusammenhang gibt. Meine Vermutung war, das die Seeigel durch das Fressen der Algen etwas von dem Medikament aufgenommen haben, weiss aber nicht, ob das richtig ist. Die Garnelen gehen ja eigentlich gar nicht an die Algen.

      Wir haben im Keller ein 340 Liter Becken laufen und dachten evt, die Tiere voruebergehend da reinzusetzen, sofern wir sie raus gefangen bekommen. Allerdings habe ich gestern gesehen, wie unser Pfaffenhut einige Bryopsis als Trophae mit sich rum schleppte. Ist natuerlich bloed, wenn er Sporen von den Biestern zwischen seinen Stacheln hat und wir ihn nach der Behandlung zurueck setzen, dann faengt der Spuk wieder von vorn an :haeh: .

      LG, Kirsten
    • Hallo zusammen,

      leider hat sich bei mir seit März auch eine Bryopsis Plage breitgemacht. Ich sammele täglich ab und habe den Mg Wert einmal für über 2 Monate auf >1.600mg/l angehoben. Leider hat das rein gar nichts gebracht. Da ich ein paar Ärzte kenne und man das Fluconazol so in der Apotheke bekommt, frage ich mich ob es einen Unterschied macht, welches Medikament man genau kauft. Enthalten die alle lediglich Fluconazol als Wirkstoff oder muss ich da auf etwas achten?

      Viele Grüße

      Sebastian
    • Hallo,

      danke für Eure Antworten. :)
      Ich habe mir jetzt das Fluconazol von Stada rausgesucht, da es das günstigste zu sein schein. Hier kosten 4 Kapseln mit 150mg knapp 22€. Mein Becken fasst brutto 150l und ich gehe mal von ca. 90l Wasser aus. Wenn ich mit 10mg/l rechne, reichen ja 6 Hartkapseln à 150mg. Passt das so? Was mich ein bisschen irritiert, sind die angegebenen Hilfsstoffe:
      1. Gelatine
      2. Lactose 1-Wasser
      3. 123.0 mg Lactose
      4. Magnesium stearat
      5. Maisstärke, vorverkleistert
      6. Silicium dioxid, hochdispers
      7. Titan dioxid
      Könnt Ihr hierzu etwas sagen? Scheint bei anderen Anwendern keinen Einfluss gehabt zu haben, jedenfalls habe ich von Leuten gelesen, die das Stada Produkt eingesetzt haben. Gestern habe ich nochmal die Wasserwerte gemessen, alles im grünen Bereich.

      Viele Grüße

      Sebastian
    • Du nutzt ja nur den Inhalt der Kapseln, von daher sind die Inhaltsstoffe, die sich teilweise auf die Kapseln beziehen, uninteressant. Das andere spiel keine Rolle. Nur ob du wirklich nur 90l hast bei 150l brutto glaub ich nicht. Normal zieht man 20% vom Brutto ab. Etwas zu viel von dem Zeug ist nicht so schlimm.

      Rolf
    • Du kannst dich auch die obige Anleitung halten, habe ich auch bei einigen Becken gemacht. Den Abschäumer würde ich nicht mehr abschäumen lassen, der bindet schon zu viel und Absorber würde ich rausnehmen.

      Ich habe das immer komplett ins Becken gegeben, also nicht verteilte Zugabe.

      Rolf
    • Moin zusammen,

      nachdem ich nun noch fast ein halbes Jahr versucht habe die Plage ohne Chemie zu besiegen, habe ich vor etwa zwei Wochen aufgegeben und wie in Beitrag 62 erwähnt, dosiert. Abschäumer habe ich dann für 1,5 Wochen auf die kleinste Stufe gedreht.
      Die anfängliche Trübung verschwand nach einigen Stunden. Keine Auswirkungen erkennbar, alle Korallen standen gut. Fische und alle anderen Tiere zeigten keine Verhaltensänderung.
      Nach etwa 5 Tagen fing das Algensterben an. Stand heute sind alle niederen Algen tot. Dafür habe ich das Gefühl, dass das Kalkrotalgenwachstum stark zugenommen hat.
      Ich bin sehr froh, dass das so unkompliziert funktioniert hat. Generell bin ich der Meinung, dass man erst zu dem Mittel greifen sollte, wenn alle anderen Maßnahmen fehlgeschlagen sind. Gibt es eigentlich auch Berichte über Nebenwirkungen oder Ausfälle? Es war wirklich nichts negatives zu beobachten. Was allerdings mit der Beckenbiologie passiert ist natürlich unklar. Ggf. zeigen sich erst mittel- oder langfristig Folgen.
      Morgen wollte ich den ersten TWW machen.

      Viele Grüße

      Sebastian
    • Hallo Sebastian,

      vielleicht hilft dir meine Erfahrung. Wir mussten das Mittel dreimal! anwenden. Ich erzaehle dir, warum.

      Das erste Mal hatten wir einen grossen Bryopsisausbruch vor einem Jahr. Wir haben auch alles versucht, mechanisch entfernen, Seehase, verschiedene Tiere und was es noch alles gibt. Du konntest dieser Pest beim wachsen zusehen. Binnen einn paar Wochen war alles ueberwuchert.

      Also haben wir uns schweren Herzens fuer Flux etschieden. Ich wollte keine Chemie im Becken, wusste aber keinen Rat mehr. Nach ein paar Tag begannen die Bryopsis abzusterben, daraufhin haben wir Kohle, und AS wieder angestellt, WW nach 2 Wochen. Ich fuerchte das war der Fehler, es waren naemlich immer noch Reste vorhanden. Dadurch das wir die Kohle wieder nach 72 Stunden eingesetzt und 2 Wochen spaeter WW gemacht haben, wurde das Medikament natuerlich herausgezogen. Genug, das einige Bryopsis ueberlebten und der Spass ging von vorn los.Die Biester fingen wieder an, alles ueberzuwuchern. Nach 3 Monaten sahen wir uns gezwungen, die Behandlung zu wiederholen. Diesmal mit 7.5mg/LIter.
      AS wurde nach 72 Stunden wieder angestellt, Kohle erst, als wirklich nichts mehr zu sehen war und WW erst nach 2 Monaten. Diesmal waren sie wirklich ganz verschwunden.

      Wir haben kein einziges Tier verloren, das einzige war eine ziemliche Cyanoplage. Ich gehe davon aus, das die Cyanos die freigewordene Flaeche der Bryopsis besiedelt und sich von dem freigesetzten PO4 der Bryopsis ernaehrt haben. Ausserdem war unser PO4/NO3 Verhaeltnis im voelligen Ungleichgewicht. PO4 bei 0.18, No3 bei 0.
      Trotz Adsorber ging der PO4 nicht runter. Als letzte Moeglickeit haben wir fast den kompletten Sand rausgeschmissen und siehe da, der PO4 sank zuerst auf o.o4, dann auf 0, sodass wir zum Schluss Nitrat und Phosphat zudosieren mussten.

      Das und die Dsierung der Bakterienpraeparate von KZ hat die Cyanos nach einem halben Jahr verdraengt. Leider hatten wir uns im April wieder Bryopsis mit neuen Korallen eingeschleppt. Da war ich kurz davor, aufzugeben.Das Becken lief naemlich inzwischen sehr gut. Wir haben wieder versucht, ohne Chemie zu bekaempfen, aber du konntest ihnen beim wachsen zusehen.

      Also im Mai eine dritte Runde mit Flux. Und dieses Mal gab es keine Cyanos als Nachwirkung. Die Bryopsis sind komplett verschwunden, wir haben kein einziges Tier verloren und die Cyanos sind auch weg. Das Aquarium sieht so gut wie noch nie aus, die Korallen haben kraeftige Farben und alles waechst und gedeiht.

      Eins weiss ich jetzt, ich werde mir nie wieder Korallen einsetzen, ohne das ich das Herkunftsbecken gesehen habe und wenn ich trotz aller Vorsicht nochmal Bryopsis bekommen sollte, dann werde ich wieder Flux einsetzen. Die Gefahr, das ich durch zu langes Warten Korallen verliere, weil alles zuwuchert, ist in meinen Augen viel groesser, als das Mittel anzuwenden.

      LG, Kirsten
    • Hallo Kirsten,

      vielen Dank, dass du deine Erfahrungen teilst.
      Ich werde den Wasserwechsel nun doch noch hinauszögern und noch zwei Wochen warten. Besonders an den unzugänglichen Stellen (bei mir hatten sich die Biester sogar in einem Seriatopora Stock verbreitet) kann ich die Reste schlecht absammeln.
      Ansonsten kann ich auch beobachten, dass das Becken klar besser aussieht, als vor der Behandlung. Das bereits angesprochene deutlich bessere Kalkrotalgenwachstum verwundert mich schon sehr. Ich habe immer mit schlechtem Wachstum selbiger zu kämpfen gehabt.
      Ich vermute, dass durch den Wegfall des Konkurrenten nun mehr Nährstoffe zur Verfügung stehen. Es kann natürlich auch an der Mg-Kur, die ich zuvor angewandt habe liegen!?!? Who knows.

      Viele Grüße

      Sebastian
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