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Fi-Schalter, Beurteilung ?

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    • Fi-Schalter, Beurteilung ?

      Moin zusammen !

      Z.B. bei einem grossen Versandhändler (Am......) werden Fi-Schalter zu einem Preis unter € 20,- angeboten. Diese werden dann zwischen Stecker von z.B. Strömungspumpe und Steckdose platziert.
      Hat jemand mit diesen Teilen Erfahrung, kann man sich auf die Technik/Elektronik verlassen ?

      Und noch eine Frage in diesem Zusammenhang:

      Beim Stöbern hier im Forum habe ich gelesen, dass Kabel von z.B. Pumpen, Abschäumern, soweit sie nicht mit Silikon ummantelt sind, mit der Zeit im Wasser spröde und brüchig werden, und damit den Weg für Kriechströme bahnen.
      Liegen Erfahrungen vor, nach welcher Zeit ungefähr das auftreten kann, sollte man die elektrischen Teile der Geräte nach einem bestimmten Zeitraum austauschen ?

      Mein Becken läuft jetzt zweieinhalb Jahre.

      Vielen Dank für Eure Antworten im voraus !
      Viele Grüsse
      Hans



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      ... lebe Deine Träume !
    • Hallo,

      du meinst doch sicher sowas in der Art. Die funktionieren schon, ABER!!



      Bitte aufpassen, bei solchen Zwischen-FIs. Diese müssen bei Stromausfall abschalten und müssen manuell wieder eingeschaltet werden. Das ist für dein Becken bei einem kurzem Stromausfall im Urlaub tödlich. Bei einer Bohrmaschine macht das Sinn, dass diese nicht wieder von alleine angeht, wenn der Strom wieder da ist, beim Becken ist das Ausbleiben aber nicht gewünscht.
      Es mag auch FIs geben, die bei einem Stromausfall nicht abschalten, aber die muss man schon suchen. Lieber eine kleine Unterverteilung mit FIs installieren lassen.


      Hans Erdmann schrieb:

      Liegen Erfahrungen vor, nach welcher Zeit ungefähr das auftreten kann, sollte man die elektrischen Teile der Geräte nach einem bestimmten Zeitraum austauschen ?
      Früher haben Pumpen von Tunze und Co locker 5 Jahre gehalten. Heute sind manche schon nach zwei/drei Jahren bocksteif. Aber ein FI wie oben wird unter Umständen nicht viel bringen. Dazu musst du das Becken erden. Dazu kann man kleine Elektroden verwenden,



      oder noch besser gleich Geräte mit 12 oder 24 Volt.


      LG
      Daniel

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Daniel Rother ()

    • Ein FI oder ein Stromkreislauf bringt leider nicht viel. Wie von Daniel angesprochen passiert's immer, wenn keiner da ist.

      Mindestens 2 FIs und 2 Sicherungen und die redundanten Systeme strategisch verteilen:
      Rückförderpumpe mit Technikbecken auf FI 1, Strömungspumpen auf FI 2 (bei Ausfall eines Kreises ist immer noch ein wenig Strömung)
      Beleuchtung auf FI 1, Heizung auf FI 2 (bei Ausfall eines Kreises wird immer noch ein wenig erwärmt)

      PVC ist nicht gleich PVC und die Betriebsbedingungen sind auch nicht die gleichen. Z.B. leiden Kabel, die von der Aquarienbeleuchtung erfasst werden mehr, als dunkel verlegte Kabel. Die Geräte kann man nur nach Gefühl tauschen oder die Geräte regelmäßig testen lassen (ca. 30 EUR). Wir als Firma müssen sowieso alles, was einen Stecker hat, jährlich testen. Prüfgeräte gibt's so ab 500 EUR. Z.B.:

      benning-shop24.de/sicherheitsp…-st-710-050308-p-661.html
      LG Burkhard
    • Danke, Daniel, für Deine Auskunft.

      Ja, an so einen Zwischenschalter hatte ich gedacht, wusste aber nicht, dass er sich nach einem Stromausfall nicht wieder selbst einschaltet.
      Wenn ich jetzt für die Leitungen im Wohnzimmer (wo das Becken steht) im Hauptsicherungskasten einen zusätzlichen FI-Schalter einbauen lasse, der schaltet sich nach einem Stromausfall dann wieder selbst ein ?
      Ein Blick in diesen Hauptsicherungskasten zeigt mir, dass lediglich die Leitungen ins Bad FI-abgesichert sind, gesetzliche Mindestanforderung.
      Und gerade das Sprödewerden der Leitungen von Strömungspumpe und Abschäumer hat mich nachdenklich werden lassen, und mich zu der Anfrage hier veranlasst.
      Viele Grüsse
      Hans



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    • Hallo Burkhard, habe gerade Deinen Beitrag gelesen, danke dafür !

      Bei meiner Beckengrösse komme ich mit einer Strömungspumpe und einem Abschäumer hin, die Wassererwärmung erfolgt durch die Beleuchtung und die Raumluft.
      Weitere Geräte sind nicht im Becken.
      Aber ja, die Leitung der Strömungspumpe liegt eine kurze Strecke unter der Beleuchtung, werde deshalb die gesamte Pumpe jetzt austauschen, kostet auch gerade € 32,- .

      Deine Begründung zu den zwei FI's hört sich allerdings so an, als ob sich nach einem Stromausfall die FI's nicht wieder selbst einschalten würden.
      Oder hast Du hiermit auf diese Zwischenstecker angesprochen ?
      Viele Grüsse
      Hans



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    • FIs schalten nicht wieder selbstständig ein. Und warum sollten sie, wenn die Ursache (defektes Gerät) nicht entfernt wurde. Sie müssten sofort wieder auslösen.
      Ob fest installiert oder als Kabellösung spielt keine Rolle.
      LG Burkhard
    • Burkhard Ramsch schrieb:

      wenn die Ursache (defektes Gerät) nicht entfernt wurde. Sie müssten sofort wieder auslösen.
      Hallo Burkhard,

      darum geht es doch nicht (also einen Defekt), sondern um einen Stromnetzausfall. Die Geräte haben ZUSÄTZLICH einen Unterspannungsschutz, den gibt es in der Unterverteilung (also den ganz normalen FIs für die Tragschiene) nicht.

      Siehe z.B. hier: asset.re-in.de/add/160267/c1/-…dose-mit-PRCD-Schwarz.pdf (Nach jedem Ausstecken oder Stromnetzausfall, schaltet das Gerät automatisch ab.)
      Stell dir mal vor, du hast eine Handkreissäge in der Hand und die geht ohne Vorwarnung nach einem Stromausfall wieder an. Damit das nicht passiert, gibt es diese WICHTIGE Funktion.

      Ansonsten hast du freilich recht, immer mehre Kreise aufbauen usw.. Haben ich und viele viele andere schon mehrfach beschrieben. Das kann man aber nicht oft genug wiederholen. Und bitte keine FIs hintereinander schalten, wenn diese nicht selektiv sind, da man nicht weiß, welcher zuerst auslöst.


      LG
      Daniel


      (PS: ich habe mit Absicht jetzt nicht die Fachbegriffe RCD usw. verwendet.)
    • Vermutlich habe ich mich nicht genau genug ausgedrückt, mir geht es um folgende Situation:

      - ich greife ins Becken, ohne vorher (warum auch immer) die im Becken befindlichen Elektrogeräte von der Stromzufuhr getrennt zu haben, und bekomme einen elektrischen Schlag, verursacht durch z.B. ein defektes Gerätekabel, welches mit dem Beckenwasser Kontakt hat.
      Das möchte ich verhindern, und hierfür wäre, so denke ich, ein FI-Schalter gedacht, der dann hoffentlich noch rechtzeitig die Stromleitung innerhalb des Hauses unterbricht.

      Das andere, von Euch ins Spiel gebrachte Thema ist ein Stromausfall, ausserhalb des Hauses verursacht, z.B. durch Strassenbauarbeiten.
      In diesem Fall dürfte dann doch ein in der Tragschiene des Unterverteilerkastens angebrachter FI-Schalter nicht auslösen, und wenn die Ursache ausserhalb des Hauses beseitigt ist, müssten alle Geräte im Becken auch wieder laufen.
      Natürlich kann niemand vorhersagen, wie lange so eine Unterbrechung dauert.
      Wollte ich aber in meinem Fall zwei getrennte Kreise aufbauen, müsste zumindest ein Loch durch Decke und Wand gebohrt und eine zusätzliche Leitung vom Keller ins Erdgeschoss verlegt werden, mit den verbundenen Räumarbeiten ein nicht vertretbarer Aufwand - bei meinem Minibecken ...
      Viele Grüsse
      Hans



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    • Bei einem Stromausfall weiß man nie so genau, was alles auslöst - ein FI sollte eigentlich nicht auslösen.

      Der FI als Schutz beim Wasserhantieren ist perfekt. Er löst aus, wenn man eine gezwiebelt bekommt und bleibt auch aus. Er muss von Hand wieder eingeschaltet werden. Die Ursache ist aber immer noch vorhanden, meist ein defektes Gerät. Auch "ohne" Erdung des Wassers kann ein defektes Gerät auslösen. Man weiß nie so genau, wo der Strom herfließt (zum Beispiel durch den Schutzleiter des Gerätes).

      Wird das Meerwasser geerdet, dann löst der FI aus, weil das defekte Gerät den Fehlerstrom verursacht. Hat den Vorteil, dass man keine gezwiebelt bekommt. Der FI kann dann aber irgendwann auslösen, meist wenn man nicht da ist.
      LG Burkhard
    • Alles richtig.


      Hans Erdmann schrieb:

      Fi-Schalter zu einem Preis unter € 20,- angeboten. Diese werden dann zwischen Stecker von z.B. Strömungspumpe und Steckdose platziert

      Diese billigen Teile, die zwischen Pumpe und Steckdose geschaltet werden lösen nicht nur bei einem Problem im Becken (defektes Kabel) aus, sondern auch, wenn der Strom von außen abgeschaltet wurde. In beiden Fällen muss das Teil wieder von Hand eingeschaltet werden.

      Der hier unten nicht :ylol :ylol :ylol :ylol :ylol :ylol . (Gefunden im Netz, bitte nicht nachbauen.)





      Daniel Rother schrieb:

      Es mag auch FIs geben, die bei einem Stromausfall nicht abschalten, aber die muss man schon suchen.
      Damit meine ich auch solche Zwischensicherungen ..... An unserem Whirlpool ist z.B. so ein Teil dran. Das reagiert nur auf Defekte nach dieser Sicherung, bleibt aber bei einem Stromausfall an, weil es keinen Unterspannungsschutz hat. Heute sind solche Zwischensicherungen ohne Unterspannungsschutz glaube ich nicht mehr zugelassen.

      LG
      Daniel

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Daniel Rother ()

    • Burkhard Ramsch schrieb:

      Wow, tolle Konstruktion. Ich sehe mindestens 4 Lösungen, die nicht geeignet, um nicht zu sagen lebensgefährlich sind.
      Vollkommen richtig, deswegen auch meine Bitte oben: "bitte nicht nachbauen"

      Daniel Rother schrieb:

      bitte nicht nachbauen.


      Ansonsten muss ich um Nachsicht bitten. Du hast in Antwort 6 zutreffend auf die Frage von Hans geantwortet. Die Frage hatte ich nicht richtig oder komplett gelesen. Sorry.

      Wenn ich könnte, würde ich immer eine Leitung OHNE FI zum Becken ziehen und dort eine kleine Unterverteilung mit mindestens zwei getrennten und durch FI abgesicherten Stromkreisen aufbauen. Ich denke, da stimmen wir überein.

      LG
      Daniel
    • hallo daniel,

      kannst du mir als elektrischem laien deine letzte aussage erläutern? warum am becken eine eigene unterverteilung?
      ich habe mit meinem elektriker besprochen, dass wir vom verteiler zwei neue leitungen jeweils mit fi zum becken ziehen.... wir müssen in dem stock eh an die elektrik. die ist dort nicht unbedingt auf "moderne" verbrauchssituation ausgelegt.
      LG, Sven
    • Hallo Sven,

      wenn du deinem Elektriker genau deine Wünsche und Vorstellungen übermittelt hast, wird der alles perfekt machen.

      Eine kleine Unterverteilung am Becken hat den Vorteil, dass man dann sehr flexibel ist. Man kann einzelne Steckdosen mit einem LS-Schalter versehen und so z.B. Pumpen über die Unterverteilung abschalten, ohne hinter das Becken kriechen zu müssen.
      Es ist dann auch recht einfach zwei, drei oder sogar vier getrennte Stromkreise aufzubauen.

      LG
      Daniel
    • Unterverteilung am Becken selber bringt im Ernstfall auch nicht viel. Hab so eine Unterverteilung. Dumm nur, wenn der Haus FI schneller abschaltet, als die Unterverteilung. Viel wichtiger wäre eine Fehlerstromableitkompensation. Denn nicht alles was ein FI erfasst ist auch tatsächlich ein Fehlerstrom. Jede Pumpe die mit einem Magentrotor sich in einer Kupferspule dreht ist faktisch ein Dynamo und erzeugt eine induktive Spannung im Wasser. Die kann man messen. u.U. springt ein FI darauf schon an.

      epa.de/filter/de/leakcomp-hp/
      Das Leben ist zu kurz, um sich aufzuregen....
    • klaus Jansen schrieb:

      Unterverteilung am Becken selber bringt im Ernstfall auch nicht viel. Hab so eine Unterverteilung. Dumm nur, wenn der Haus FI schneller abschaltet, als die Unterverteilung.
      Hallo Klaus,

      deswegen auch ohne FI vor der Unterverteilung. Das habe ich bei mir so gemacht, funktioniert klasse.

      Mehrere FIs hintereinander bringt meistens nicht so viel im Notfall. Es gibt welche, die schon bei 10 mA (Fehlerstrom) auslösen, die meisten erst bei 30 mA.
      Problem, ein 10mA RCD darf ab theoretisch ab 5mA Differenzstrom auslösen, und das bekommt man schnell zusammen.


      klaus Jansen schrieb:

      epa.de/filter/de/leakcomp-hp/
      Das gute Teil würde das verhindern, kostet aber deutlich über 1.000 EUR, wenn ich das richtig im Kopf habe.


      LG
      Daniel

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Daniel Rother ()

    • Daniel Rother schrieb:

      Wenn ich könnte, würde ich immer eine Leitung OHNE FI zum Becken ziehen und dort eine kleine Unterverteilung mit mindestens zwei getrennten und durch FI abgesicherten Stromkreisen aufbauen. Ich denke, da stimmen wir überein.
      Aber sowas von.
      LG Burkhard
    • Hallo ,habt ihr schon einmal über FI Steckdosen nachgedacht?
      Unterputzvariante 16/30mA von 60-80€ gerundet,kann man prima mittels Kanaleinbaudose/Hager in einen Brüstungskanal
      einbauen und somit nur die relevanten 230V/ SK1 Verbraucher stecken.
      Vorausgesetzt kein FI im Hauptkreis oder Selektivität 40/30mA .
      Natürlich besteht immer die Gefahr das der 40/30 in der UV früher auslöst,was dann schlecht für das Becken wäre.
      Wie geschrieben kein FI im Hauptkreis ist in diesen Fall besser.
      Ich mache selbst Messungen ortsfester Anlagen und habe öfters das Problem, das der FI im Hauptverteiler früher auslöst
      obwohl teilweise die Selektivität gegeben ist, also 4pol. 40/30mA auf FI LS 16/30mA oder FI 16/30mA.
      Da gibt es keinerlei Garantie.
      Grüße
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    • Hallo,

      Torsten64 schrieb:

      Hallo ,habt ihr schon einmal über FI Steckdosen nachgedacht?

      das ist sicherlich eine Alternative, ich fand die von Jung und Busch-Jaeger mit 120 -140 EUR immer viel zu teuer. Aber ja, die funktionieren bestimmt. Aber es stimmt, Im Internet gibt es auch ein paar billigere.


      Torsten64 schrieb:

      Ich mache selbst Messungen ortsfester Anlagen und habe öfters das Problem, das der FI im Hauptverteiler früher auslöst
      obwohl teilweise die Selektivität gegeben ist, also 4pol. 40/30mA auf FI LS 16/30mA oder FI 16/30mA.
      Da gibt es keinerlei Garantie.

      Selektivität wird im Hausbereich leider nur schwer zu realisieren sein. Die Regel, um eine totale Selektivität sicher zu stellen, basiert ja auf zwei Bedingungen, die beide erfüllt sein müssen.
      1. die kürzeste Nichtauslösezeit der vorgeschalteten FI-Schutzeinrichtung muss höher sein als die höchstzulässige Auslösezeit der nachgeschalteten FI-Schutzeinrichtung (die Bedingung bekommst du mit den einfachen Teilen aus dem Baumarkt nicht hin, die haben alle 30ms, welche mit 100 ms kann man zusätzlich in die Hauptverteilung einbauen, dann wird es aber teuer. Jeder, der sich mal richtig mit Blitzschutz und Co beschäftigt hat, kann ein Lied davon singen.)
      2. der Bemessungsfehlerstrom der vorgeschalteten FI-Schutzeinrichtung muss mindestens 3mal so groß wie der der nachgeschalteten FI-Schutzeinrichtung sein (das bekommt man eventuell noch hin, 10mA zu 30 mA, aber wie gesagt, mit 10 mA kommt man oft nicht weit.)
      LG
      Daniel
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