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Imperator-Kaiser Haltung in 2,5m Becken möglich?

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    • Hallo Robert,

      prinzipiell ja.
      Von Vorteil ist eine gute Tiefe des Beckens.
      Warum den Imperator?
      Es gibt viele andere Kaiserfische, die weniger territorial sind.
      Die Umfaerbung vom juvenilen Fisch zum adulten Exemplar ist natürlich ein Argument! ;)

      Gruss
      Hajo
      Trenne dich nicht von deinen Illusionen!
      Wenn sie verschwunden sind, wirst du weiter existieren,
      aber aufhören zu leben.
      (Mark Twain)

      Wenn ich die See seh, brauch ich kein Meer mehr!
    • Ich versteif mich bei der Bezeichnung "Grosskaiser" nicht ausschließlich auf die Gattung Pomacanthus oder Holacanthus.
      Fuer mich sind Apolemichthys, Chaetodontplus sowie Pygoplites ebenbürtig und weniger aggressiv als die grossen Pomacanthus-Arten.
      Wenn's denn trotzdem eine Pomacanthus-Art sein sollte, könnte ich P. navarchus oder P. xanthometopon empfehlen. Beide Arten habe ich selber über viele Jahre pflegen können. Dito Pygoplites diacanthus.
      Pomacanthus chrysurus waere eine weitere Option. Besser nicht mit anderen Pomacanthus-Arten vergesellschaften. Bei mir erwies er sich als Sensibelchen und hielt sich eher im Hintergrund.In Gesellschaft von Holacanthus ciliaris blieb ihm auch nichts weiter übrig. :(
      Als die "Konkurrenz" 'versetzt" wurde, blühte er auf und verhielt sich wie alle anderen.
      Wenn überhaupt sind juvenile Exemplare die erste Wahl.
      Grosskaiser sind Individualisten, die manche Macken ausleben können.
      Irrtümer sind nicht ausgeschlossen. :D
      Eines aber sollte jeder Pfleger von Grosskaisern wissen. Bei guter Pflege begleiten uns diese Fische eine bedeutende Anzahl von Jahren!
      Das bedeutet wiederum auch eine beachtliche Verantwortung.

      Gruss
      Hajo
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      Wenn sie verschwunden sind, wirst du weiter existieren,
      aber aufhören zu leben.
      (Mark Twain)

      Wenn ich die See seh, brauch ich kein Meer mehr!
    • in 1400Ltr. ??? .NIEMALS
      Ich habe nun seit 20 Jahren 2 der Exemplare. Mitterweile 30 und 35cm groß.
      Gefüttert werden sie mit dem Teelöffel, bis sie pappsatt sind, sonst räumen sie das Becken um.
      Grund dessen, das ihnen das Becken mit 2x3x1m bereits zu klein ist, ziehen sie im Winter in ein
      größeres Quarier um.
      Ich würde den Fehler kein zweites Mal mehr begehen, Großkaiser halten zu wollen,-egal, welche Beckengröße.
      Imperatoren halte ich für die intelligentesten unter den 'Zierfischen', zudem extrem territorial...
      Servus
      Stefan

    • Njein.
      Ist zwar ein kleinerer Vertreter der Art Holacanthus.
      Manchmal etwas schwierig bei Ersatzfutter und
      nicht selten aggressiv gegenüber anderen Kaiserfischen.
      Einmal gut eingewoehnt ist er ähnlich gut haltbar, wie andere
      Holacanthus-Arten.
      Gruss
      Hajo
      Trenne dich nicht von deinen Illusionen!
      Wenn sie verschwunden sind, wirst du weiter existieren,
      aber aufhören zu leben.
      (Mark Twain)

      Wenn ich die See seh, brauch ich kein Meer mehr!
    • Wenn möglich würde ich Kaiser immer als Paar planen. Bei mir hatte ich zuerst für ein Jahr nur einen Rauchkaiser und habe später erst einen kleinen zum erwachsenen hinzugesetzt. Das funktioniert bei Kaisern oft, dass der jüngere sich beim Geschlecht am älteren orientiert und sich dann ein Paar bildet.

      Bei so vielen Kaisern im Becken ist aber schon ziemlich klar, dass diese an Korallen gehen werden. Bei mir war zum Glück nur eine Bäumchen-Weichkoralle das von allen Kaisern erkorene Opfer. Zumindest hatte man am Zusammenziehen immer gut gemerkt, dass der unschuldig vorbeiziehende Kaiser zugeschnappt hatte.

      Rauchkaiser und Zwergkaiser haben sich sehr gut vertragen bei mir.
      Viele Grüße

      Sandy
    • Das ist wenig sinnvoll.
      Bei deiner Beckengroesse erleben die zu verpaarenden Holacanthus (30cm) und Apolemichthys (25cm) eine Extremsituation.
      Da ist später von sehr scheu bis aggressiv alles dabei.
      Juvenile Fische werden auch mal grosser und können ihr Verhalten ändern. Es ist zwar vorher schon angelegt, verstärkt sich meist im Alter zunehmend.
      Die Beschränkung auf eine! verpaarte Grosskaiser-Art bedeutet weit weniger Stress. Fuer alle Fische im Becken! Auch fuer den Pfleger!
      Es ist übrigens schon eine solide Leistung eine dieser Arten gesund zu verpaaren. Das wuerde ich mir durch territoriales Gezanke nicht verderben.
      Der übrige Besatz ist als unkritisch zu bewerten.
      Bis auf die Acanthurus-Art!
      Das wuerde ich mir noch einmal überlegen. Die Endgroesse von ca. 35cm gibt Grund darüber nachzudenken.
      Gruss
      Hajo
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      Wenn ich die See seh, brauch ich kein Meer mehr!
    • Hallo Robert,

      einige Anmerkungen zu deinem Thema.

      Kaiserfische sind eine illustre Gesellschaft. Oftmals ein Blickfang im Aquarium.
      Die Auswahl vor Ort ist nicht mehr so riesig, wie sie es damals war.
      Heutzutage wird entweder vorbestellt oder im Internet gekauft.
      Die letztere Methode bleibt immer risikobehaftet, da man sein Kleinod vorher nicht in Augenschein nehmen kann.
      Gilt besonders fuer teure und seltene Fische.
      Ab und an verirrt sich ein juveniler Grosskaiser in die Läden.
      Kleine Kaiserfische scheinen einen gewissen Reiz zu entwickeln, der uns oft zu unüberlegtem Kauf verleitet.
      "Der Fisch wird im Aquarium nicht so gross". Achtung! Diese Sprüche dienen dem Verkauf aber nicht der Vernunft. Also, glaube sie nicht!
      Es gibt viele Fälle, wo beim Erwerb das Hirn ausgesetzt hat und der Fisch wegen seiner dann erreichten Größe umziehen musste.
      "Umziehen" muss nicht bedeuten, dass er in ein grösseres Aquarium transferiert wurde. Die "Ewigen Jagdgründe" wären auch so ein Umzugsort.
      Denn kaum ein Händler wird an einem riesigen Fisch interessiert sein.
      Einmal davon abgesehen, dass das Umsetzen eines alten Fisches auch Probleme machen kann.
      Vor jedem Erwerb eines Fisches sollte eine gewisse Kenntnis über die jeweilige Art vorherrschen. Inklusive der Futter- und Vergesellschaftungsfrage.
      Dazu gehört auch das Thema "Wassermanagement".
      Wo sich viele Fische tummeln, ist die Wasserbelastung hoch und muss auf ein niedriges Niveau gebracht werden.
      Dem muss Sorge getragen werden. Sonst werden die empfindlichen Arten früher oder später erkranken.
      Ist das alles geklärt, kann es losgehen.
      Bei grösser werdenden Kaiserfischen ist eine Grösse unterhalb von 8 cm ideal.
      Da die Grösse eines Fisches auch irgendwie das Alter darstellt, sind in der Regel grössere Fische auch schwieriger ein- und umzugewöhnen.
      Territoriale Abgrenzung in der Kaiserfischfamilie heisst nicht nur die Burg verteidigen. Sie dient nicht bloss in der Natur der Verteidigung ihrer Nahrungsplaetze, auch im Aquarium kann man dieses Verhalten beobachten.
      Die Enge des Raumes schafft bei manchen Arten ein zusätzliches Problem, wobei die Stressfaktoren unterschiedlich hoch sein können. Innerartlich wie auch zwischenartlich.
      Ernaehrung und Reproduktion. Das sind die beiden Pole im Fischleben.
      Manche Arten patroullieren kilometerweit um ihre Pfründe zu sichern.
      Im Aquarium hängt die Ernährung von den Vorlieben der Arten ab.
      Es gibt Arten, die einmal eingewöhnt, allerlei Ersatzfutter verspeisen.
      Oder auch das Gegenteil, die Futterverweigerer. Hier braucht es eine Menge Geduld, um sie ans Fressen zu bringen.
      Ich würde mich auf jene Arten konzentrieren, die nicht so wählerisch in der Futterfrage sind.
      Der Futtertest beim Händler vor Ort ist obligatorisch.
      Es sollte allerdings mehr als eine Futtersorte sein. Mit Artemia wird hier gern der Beweis angetreten.
      Das ist bei weitem nicht genug, da zum einen dieses Produkt einen geringen Nährwert aufweist und andererseits nur zum Ziel hat, eine angebliche Futterfestigkeit zu demonstrieren.
      Frisst der Fisch mehrere Frostfuttersorten oder gar Trockenfutter - dann ab in die Tuete! :)

      Gruss
      Hajo
      Trenne dich nicht von deinen Illusionen!
      Wenn sie verschwunden sind, wirst du weiter existieren,
      aber aufhören zu leben.
      (Mark Twain)

      Wenn ich die See seh, brauch ich kein Meer mehr!
    • Sandy Drobic schrieb:

      Wenn möglich würde ich Kaiser immer als Paar planen. Bei mir hatte ich zuerst für ein Jahr nur einen Rauchkaiser und habe später erst einen kleinen zum erwachsenen hinzugesetzt. Das funktioniert bei Kaisern oft, dass der jüngere sich beim Geschlecht am älteren orientiert und sich dann ein Paar bildet.

      Bei so vielen Kaisern im Becken ist aber schon ziemlich klar, dass diese an Korallen gehen werden. Bei mir war zum Glück nur eine Bäumchen-Weichkoralle das von allen Kaisern erkorene Opfer. Zumindest hatte man am Zusammenziehen immer gut gemerkt, dass der unschuldig vorbeiziehende Kaiser zugeschnappt hatte.

      Rauchkaiser und Zwergkaiser haben sich sehr gut vertragen bei mir.
      Hi,
      Joachim Großkopf war der Experte im Verpaaren von Kaisern.

      Ich habe es mit dem nachsetzen eines juvenilen probiert, -zumindest einen Versuch wars wert.
      Der Nachgesetzte versuchte bis zum Schluß, das umfärben zu unterdrücken (sah zeitweise ziemlich scheckig aus) , um nicht andauernd vom Adulten in die Ecken verbissen zu werden.
      Ein Paar sind die beiden nie geworden. Die Rangordnung ist jedenfalls klar.
      Der Jüngere muß mit dem Fressen warten, bis der Alte satt ist. Falls es diesbezüglich Meinungsverschiedenheiten gibt, folgt auf das 'verbellen' die Jagd. Dabei verliert das Becken über den Rand gerne mal mehrere Liter Wasser auf einmal...
      Servus
      Stefan