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Schwermetalle...never ending story !ZINN! HILFE!

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    • Schwermetalle...never ending story !ZINN! HILFE!

      Hallo zusammen,
      seit Monaten(!) kämpfen wir gegen unterschiedlichste Erhöhungen der Metallwerte in unserem Becken.
      Diverse ATI Analysen wurden gemacht, einige 100% WW, Adsorber zwischenzeitlich etc.
      Wir stehen vor einem Rätsel. Wir haben versucht einige Quellen über die ICP auszuschließen. Dies ist uns beim Osmosewasser, Salz gelungen.
      Diese beiden können es nicht sein. Auch haben wir unsere Technik unter die Lupe genommen (Pumpe und Filter) und konnten nichts feststellen.

      BEI FOLGENDEN PUNKTEN WISSEN WIR NICHT OB DIESE DIE URSACHE SEIN KÖNNEN, KÖNNT IHR HIER HELFEN?

      • Beim Heizstab Aquael konnten wir nicht reinschauen. Nutzt den jmd von euch und hat Ausschläge (vll auch geringe) im Schwermetallbereich (ZINN?)



      • Dann als zweite Idee, was seit einigen Monaten vermehrt gefüttert wurde war folgende Marke:


      - COOL FISH Artemia 100g (Tüte mit Wüfeln zum abbrechen)

      • Riffmörtel von D-D The Aquarium Solution - Aquascape construction Eproxy (weiß jmd wie lange dieser "ausschwemmt?)



      Wir haben ein ca 90L Becken und von einem 100% WW mit Zinn "0" fand der Anstieg innerhalb von 9 Tagen auf 33(!) statt (wird jetzt vermutlich das doppelte sein da die Probe schon wieder eine Woche her ist (ATI braucht momentan sehr lange).

      Korallen stehen übrigens super, wachsen gut, auch Ableger und Polypen sind sichtbar. Von Weiche bis SPS
      Trotzdem muss dieses Problem gelöst werden weil es sich immer mehr anreichert

      Riffmörtel schließen wir fast aus, da dieser erst nach februar gekauft wurde, aber bereits im Januar Ausschläge zu sehen waren.
      Technik ist sonst noch eine Gyre und ein Aquaclear, und dann eben noch der Heizstab. Mehr befindet sich nicht im Becken.
      Gyre und Aquaclear haben wir genau untersucht und nichts finden können. Halterung von Rasterplatten sind mittlerweile mit Plastikschrauben bestückt.


      VG, Tina

      Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von hamburg_tt ()

    • Hi,
      habt Ihr auch alles was über euren Becken oder Filterbecken steht od. hängt angeschaut (alles was aus Metal ist)? Wenn da etwas korrodiert ist weg damit. Kann ja sein das etwas in das Becken gefallen ist z.B. von einer korrodierenden Lampe abgeplatzt ist. Der Wasserwechsel bringt dann nix wenn das Metall noch im Becken ist.
      Heizstab und Riffmörtel kann ich mir eher nicht vorstellen.
      Cool Fish Artemina, Die sind ja schon mal mit einer Alufolie oder Ähnlichen versiegelt. Mir ist da auch schon mal was ins Becken gefallen. Muss unbedingt raus.

      Gruß
      honk
    • Hallo,

      bei der Technik haben wir alles angeschaut und keine Korrosionsstellen gefunden. Die Lampe ist auch unauffällig. In das Becken kann demnach nichts gefallen sein.

      Müssen bei einem Metall im Becken nicht alle Metallwerte steigen? Bei uns steigt nur ZInn!. Alle andere Probleme (Metalle) sind seit dem WW verschwunden. Nur Zinn ist noch da und in diesen neun Tagen von 0 auf 33 gestiegen.

      Artemia sind bei uns ohne Alu-Versigelung. Nur in einer Plastiktüte.

      Das Becken ist bei uns auch sehr überschaubar, zumal wir auch kaum Sand drin haben...

      VG Tina
    • Hallo,
      danke für die Idee. Nein den Sand haben wir nicht gewechselt. Der ist seit der ersten Sekunde drin. Die zwei ersten Analysen wiesen auch kein Zinn auf und der Sand ist seit ca 1 Jahr im Becken. Es ist der ATI Fiji Sand. Wenn da was dran gewesen wäre, wäre doch in dersten Analysen bereits etwas gewesen. Die Quelle muss also eine andere sein...
      Ob Futter die Quelle sein kann? Wir füttern eher wenig. Frostfutter vll 1/6-1/8 Würfel am Tag. Aber da das Beckenvolumen so klein ist kann der Ausschlag natürlich viel stärker ausfallen als bei großen Becken... Und Aluminium ist in den 9 Tagen also ebenfalls nach dem nahezu 100% WW von 1,13 auf 7,96 gestiegen. Hier würde sich die Frage stellen ob im Frostfutter Zinn und Aluminium sein können (Aluminium ist mir bekannt, aber Zinn?) und dann in dem Maße für einen Anstieg innerhalb von 9 Tagen bei dem Beckenvolumen führen können? Bin langsam echt etwas ratlos...

      VG Tina

      Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von hamburg_tt ()

    • Hallo Tina,

      wenn man so im Trüben fischt, hilft nur noch systematisches Untersuchen. Wenn Du z.B. das Futter in Verdacht hast, dann nimm einen Würfel und packe ihn in z.B. 1 Liter Umkehrosmosewasser (das hast Du ja schon ausgeschlossen), am besten ständig gut umrühren. Nach ca. einem Tag - es sollte noch nicht stinken, also kühl lagern - die Brühe über einen Kaffeefilter (Sterilfilter für Einwegspritze wäre natürlich besser) laufen lassen und die klare Flüssigkeit zur ICP-Analyse geben.
      Bei verdächtiger Technik ähnlich verfahren, nur länger einwirken lassen.
      Ich drücke die Daumen.
      LG Burkhard
    • Hi, äußerlich lässt sich an dem Heizstab nichts erkennen, wirkt wie vollplastik der Aquael.
      ABer reinschauen kann man eben nicht.

      Welcher Heizstab wäre denn definitiv Meerwassergeeignet, wo wir 100% sicher sein können das daran nichts rostet etc.?

      Darf nicht länger sein als 25cm, da er sonst nicht ins schmale Becken passt.
      Heizstab zu ersetzen wäre das nächste was wir nach den Analysen machen würden... Bestellen könnte man ihn aber ja schonmal...

      Danke für den Tip, Tina
    • Hi,
      Also wenn das Bi_Metall oder die Elektronik betroffen wäre müsste es eigentlich einen Kurzen geben.
      Als einfachen Heizstab im Aquarium würde ich die von Jäger nehmen.
      shop-meeresaquaristik.de/Heizu…hiedene-Typen::22532.html

      Ich selber benutze einen Schego Heizstab mit externer Temperaturregelung. Ist aber eher was für ein Technikbecken.

      Wenn Aluminium + Zinn ansteigt könnte das auch eine Aluminiumlegierung sein ( AlZnMg ).
      Da ja Aquael Heizstab keinen Glaskolben hat ist die Frage was unter dem Plastik ist. Aluminium könnte ich mir vorstellen. Dann müsste man aber einen Schaden am Kunststoffmantel haben.

      Gruß
      honk
    • hamburg_tt schrieb:

      Korallen stehen übrigens super, wachsen gut, auch Ableger und Polypen sind sichtbar. Von Weiche bis SPS
      Trotzdem muss dieses Problem gelöst werden weil es sich immer mehr anreichert
      Naja, solange die Korallen super stehen und gut wachsen, lieber nicht zu viel unternehmen. Es gibt manchmal auch so eine Art "Selffulfilling Prophecy", wo die Maßnahmen die Schäden anrichten.

      Gruß

      Hans-Werner
      H ><((((°>

      Wachstum ist die Lösung - nicht das Problem, sprach die Krebszelle und begann sich zu teilen. :devil3:

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      Franconia Franca
    • lt ati soll organisches Zinn schädlich sein, anorganisches Zinn nicht. Was wir haben konnte uns ati nicht sagen. Derzeit machen wir nichts außer testen..ati schloss ebenfalls pumpe u Filter aus.

      Heizstab wurde zerlegt, er ist innen wie eingeschweißt, eine unglaubliche Arbeit das Teil aufzubekommen..
      Neuer ist bereits unterwegs. Derzeit aber recht überflüssig da aufgrund der Außentemperatur das Becken eh 25 Grad hat..
      Der aquael ist es höchstwahrscheinlich nicht gewesen. Wir haben ihn mit Hammer zerlegt u konnten nichts entdecken.

      Nun können wir nur noch auf die zwei ati proben hoffen.

      VG Tina
    • hamburg_tt schrieb:

      lt ati soll organisches Zinn schädlich sein, anorganisches Zinn nicht. Was wir haben konnte uns ati nicht sagen.
      Verstehe ich das richtig? ATI liefert dir einen Wert und bleibt die Erklärung schuldig? ?(

      Organische und anorganische Formen sind bei den Elementen nicht selten. Sollte ein Labor nicht in der Lage sein, das auch gleich in der Analyse zu vermerken?

      Gruss
      Hajo
      Trenne dich nicht von deinen Illusionen!
      Wenn sie verschwunden sind, wirst du weiter existieren,
      aber aufhören zu leben.
      (Mark Twain)

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    • @Hajo: telefonisch wurde uns gesagt das die genaue Bestimmung einen vierstelligen Betrag kosten würde..

      @Steffi: der aquael sah auch top aus Von innen, ob da was war schließen wir nahezu aus.
      Mörtel schicken wir morgen nach 48 Std im Wasser zu ati.. Mal sehen was dabei rauskommt. Das Futter ist bereits unterwegs

      Wenn auch hier nichts bei rum kommt stehen wir vor einem Rätsel..

      VG Tina
    • hamburg_tt schrieb:

      @Hajo: telefonisch wurde uns gesagt das die genaue Bestimmung einen vierstelligen Betrag kosten würde..
      Die Ahnung hatte ich auch...

      Es ist trotzdem nicht befriedigend.....
      Wenn ein Element in organische und anorganische Stoffe unterteilt wird, sollte wir beide Seiten des Elements kennen, und ab welcher Groessenordnung eine Gefährdung fuer unsere Tiere vorliegen kann.
      Die relative Toleranz unserer Tiere gegenüber gewissen Umgebungsparametern erlaubt manchmal den Blick über den Daumen.
      Es werden dann schließlich Erfahrungswerte herangezogen.
      Ich will das Thema nicht ueberstrapazieren, sonst gibt's noch eine Lehrstunde von Hans-Werner. ^^ :danke:
      Ich bin gespannt, was die Analysen zeigen werden und welche Schlüsse letztendlich daraus zu ziehen sind.

      Gruss
      Hajo
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    • Hallo zusammen,

      an die Glasscheibe habe ich auch gedacht.
      In der Koralle war mal ein Artikel über ein Becken bei dem die Scheiben "falsch" herum verklebt wurden.
      Die Außenseite der Scheiben war wohl irgendwie beschichtet und der Aquarienbauer hatte diese beschichtete Seite nach innen geklebt.
      Die Folge waren schlecht stehende Korallen, ständige Algenplagen usw...

      Viele Grüße,
      Rüdiger
    • Moin zusammen, erstmal danke für eure Tips und Hinweise!
      Zum Glas: wir haben ein Weißglas Becken Optiwhite. Wenn es von dem Glas käme wäre dies doch von Anfang an erkennbar gewesen. Becken steht nun ungefähr 1 Jahr und erst nach 4 Monaten ca. hatten wir Zinn im Becken, die ersten 2 ICP waren ohne Zinn. In den letzten Monaten ist der Wert sehr gestiegen. Wenn es am Glas liegen würde, würde der Wert doch nicht auf einmal stark ansteigen ?! Nachdem auch der Heizstab eine Nullnummer war (zumindest augenscheinlich), hoffen wir nun auf deutliche Ergebnisse der zwei Proben. Und dann haben wir so ziemlich alles durchgecheckt, da wir nur sehr wenig Technik haben ist das ganze recht übrsichtlich.. Dann bliebe letztendlich nur mit dem Problem zu leben und regelmäßig ICP einzusenden und entsprechend die WW wöchentlich zu erhöhen um das Problem im Rahmen zu behalten. Schicke heute Abend den Mörtel los, dann sollte sich doch alles rausgelöst haben...
      Und Korallen stehen super(auch SPS), haben keine Algenprobleme.
      VG Tina
    • Hallo zusammen,

      das mit dem Zinn ist ganz einfach und logisch: Mit der ICP-OES kann man nicht feststellen, ob das Zinn organisch gebunden ist. Eine organische Zinnverbindung wäre das berühmt-berüchtigte TBT - Tributylzinn, ein hochwirksamer "endokriner Disruptor", der in Schiffsanstrichen verwendet wurde und u. a. Schnecken unfruchtbar gemacht hat. Falls keine solchen Schiffsanstriche verwendet wurden oder anders in das Becken gelangten, ist die Wahrscheinlichkeit einer organischen Zinnverbindung eher gering, dann ist es wohl eher anorganisches Zinn in Ionenform oder evtl. komplex gebunden.

      Grüße

      Hans-Werner
      H ><((((°>

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      Franconia Franca
    • Der ganze thread klingt nach dem guten alten Spruch: wer viel misst misst viel Mist. Ich möchte die Errungenschaften der ICP-Analyse nicht kleinreden. In den "guten alten Zeiten" gab es diese Methode für die Aquaristik nicht und man hat sich über Schwermetalle nur sehr diffus Gedanken gemacht. Natürlich gabe es früher auch unerklärliche Ausfälle, die mangels Wissen auf das große Feld der Schwermetalle geschoben wurden.
      Die ICP - wie Hans-Werner bereits angesprochen hat - kann nur jedes einzelne Atom messen. Im Plasma des ICP-Gerätes wird (fast) alles kurz und klein geschlagen, so dass einzelne Atome herumschwirren, die dann gemessen werden.

      Die gemessene Konzentration sagt in puncto Giftigkeit leider überhaupt nichts aus.


      Ob ein Stoff in welcher Konzentration giftig wirkt, hängt von vielen Parametern ab:

      - Oxidationszustand: z.B. Chrom-III soll lebenswichtig sein, Chrom-VI ist richtig giftig
      - anorganische Verbindungen: Metalle können "einzeln" meist als Ion vorkommen oder mit anderen Partner als Salze. Werden schwerlösliche Salze gebildet z.B. Bariumsulfat kann die giftige Konzentration für die Tieren nicht erreicht werden. (Was in den Böden passieren kann ist eine ganz andere Geschichte)
      - organische Verbindungen: Metalle können auch mit organischen Partnern verbunden sein. Die Vielfalt ist schier unbegrenzt (deshalb auch die 4stellige Kosten für die oben angesprochene Analyse). Als organische Verbindung können die Metalle giftiger werden oder ungiftiger - mal wieder eine klare Aussage.
      - Bioverfügbarkeit: ist ein giftiger Stoff durch z.B. starke Chelatoren maskiert, kann er nicht giftig wirken; anders können schwache Chelatoren den "gewünschten" Oxidationszustand des Metalls schützen und die Verbindung für den Organismus aufnehmbar halten. Solche Chelatoren werden z.B. auch von vielen Organismen gebildet, um z.B. Eisen auch bei sehr niedrigen Konzentrationen aus dem Wasser zu holen und dem Organismus zur Verfügung zu stellen. - So wirken z.B. auch Entgiftungspräparate, die an der Oberfläche Schwermetalle aufnehmen können (Adsorption, Chemosorption). Aus dem Freiwasser sind die Metalle auf wundersame Weise verschwunden.

      Bei dem Thema könnte man das Heulen kriegen. Aber zum Glück haben wir "biologische Breitbandindikatoren": unsere Aquarientiere zeigen ein Unwohlsein meist sehr deutlich an.

      @Tina: ich bin aber trotzdem gespannt, was Deine Analysen ergeben werden.
      LG Burkhard
    • … deswegen dachte ich gestern schon, "ich (also Tina) finde keine Ursache und sehe keine Wirkung", für was also die Aufregung? ^^ In den Ami-Foren kommt dann gerne mal der Spruch: "if it ain't broke - don' fix it" ("reparier's nicht, wenn es nicht kaputt ist").

      Der andere Spruch, der gerne bei Nährstoffen kommt, ist: "you are chasing numbers" ("du jagst Zahlen hinterher"), soll heißen, es hat keinen Sinn, Zahlenwerte einzustellen, auf die Tiere (und die Faktoren Gewöhnung und Wechselwirkungen) kommt es an.

      Man kann eben verschiedene Sachen auch kaputtreparieren, die vorher vielleicht ganz gut funktioniert haben oder zumindest nicht kaputt waren. :)

      Grüße

      Hans-Werner
      H ><((((°>

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      Franconia Franca
    • Moin, grundsätzlich sehe ich das genauso. Da wir aber schon arge Verluste durch Schwermetalle hatten sind wir sensibilisiert.
      Wir wollen der Ursache einfach auf den Grund kommen, denn normalerweise hat man ja so etwas nicht im Becken. Wenn der Wert bei 10 wäre bspw würde ich das auch entspannt sehen. Aber ein so hoher Anstieg in so kurzer Zeit kann das ganze System ja auch zum kippen bringen(wer weiß wie hoch der Wert jetzt ist..) . U dafür hängen wir zu sehr an unseren Schützlingen, als das wir das als "egal,passt schon" abstempeln..
      i

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von hamburg_tt ()

    • Hallo Tina,

      das kann ich schon verstehen, :) auf der anderen Seite bin ich aber auch bei Burkhard.

      Wenn ATI sagt, anorganischen Zinn ist in dieser Konzentration ungiftig, würde ich das mal so hinnehmen. Ich habe gerade mal im Glaser geschaut, der schreibt, was ich auch schon geschrieben habe, und dass es in seiner anorganischen Form als wenig toxisch gilt. Ich denke, solange sich bei den Tieren nichts tut, einfach nochmal die nächste Analyse abwarten, ob es rauf oder runter geht. Wenn sich keine Ursache findet, kannst Du ohnehin wenig machen.

      Gruß

      Hans-Werner
      H ><((((°>

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    • Hallo zusammen,

      das Thema Zink wird in mehreren Foren immer wieder einmal diskutiert.
      Meist nach erfolgter ICP-Analyse.
      Erst herrscht Ratlosigkeit, dann wird hektisch nach der Ursache gefahnded.
      Meist sind die üblichen Verdächtigen, wie Aluminium oder Kupfer mit von der Partie.
      In wenigen Fällen findet man den Übeltäter, aber meist bleibt leider in der Diskussion das Ende offen.
      Ist der Zustand der Schwebe vielleicht ein Zustand der Unsicherheit?
      So ist das nicht nur im Falle von Zink, sondern auch manch andere Anomalitäten im Meerwasseraquarium findet man unbeantwortet.
      Was sind die Gründe?
      Nicht mehr interessant oder diskussionswürdig genug, weil urplötzlich verschwunden?
      Oder weil im Laufe der weiteren Beobachtung keine ausreichenden Anhaltspunkte für eine Gefährdung des Bioptops auszumachen sind?
      Eine Quelle, von der ich nicht gedacht hätte, dass sie zu einem erhöhten Zinkaufkommen führen kann, ist das "Kalkwasser" (Calciumhydroxid).
      Es wurden schon immer unterschiedliche Reinheitsstufen im Handel angeboten.
      Wer denkt da schon an Zink? :(

      Gruß
      Hajo

      deref-web.de/mail/client/TXVwc…ated-and-climbing-zinc%2F
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    • Hallo ihr beiden,

      von Zinn ist hier die Rede, mit Doppel-n am Ende, chemisch Symbol wäre Sn.

      Zinn ist, im Gegensatz zu dem, was GLASER schreibt, kein essenzielles Spurenelement (Edit: vielleicht doch, trotzdem in den meisten Spurenelemente-Lösungen nicht enthalten weil keine/kaum Daten) und von daher normalerweise nicht Teil von Spurenelemente-Lösungen, zumindest nach meinem Verständnis sollte es kein Teil davon sein. Vielleicht hat ja auch irgend jemand eine Farbwirkung davon gesehen, wer weiß …?

      Zink, Zn, ist hingegen tatsächlich ein essenzielles Spurenelement und Bestandteil vieler Spurenelemente-Lösungen, davon ist aber gerade nicht die Rede.

      Grüße

      Hans-Werner
      H ><((((°>

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      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Hans-Werner ()

    • Hallo zusammen,

      es halt sich hartnäckig das Gruecht, dass Zinn als Weichmacher fuer PVC-Teile, wie z. B. Schläuche oder Hartplastik verwendet wird.
      Wenn das so ist, könnten auch die Rasterplatten infrage kommen?
      Vielleicht hat Burkhard mehr Erfahrung mit diesen Werkstoffen?
      Gruss
      Hajo
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    • Ich bin in einigen US-Foren auf dieses Problem gestoßen.
      Dort wurde über einen Zinn Anstieg in Verbindung mit Weichmachern in Schläuchen/PVC berichtet. Es klang so, als wäre es keine neue Erkenntnis.
      Gruss
      Hajo

      P. S. Ich habe 2x hingeschaut und habe jetzt auch die Brille auf.
      Es ist die Rede von Zinn!
      Da bin ich mir jetzt sicher. :D
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    • Weich-PVC hat auf jeden Fall Weichmacher, die langsam aber sicher aus dem Schlauch diffundieren. Mir fallen da gerade nur die Phthalate ein. Von Zinn habe ich noch nicht gehört, aber mir liegen auch keine Spurenanalysen von z.B. Weich-PVC vor.
      Gegen die Schläuche als Zinnübeltäter spricht, dass das Zinn erst später aufgetaucht ist. Ich gehe davon aus, dass die PVC-Schläuche bereits seit Beginn des Aquariums verlegt wurden.

      Rasterplatten sollten keine Weichmacher enthalten - eine "Gummirasterplatte" ist auch nicht so sinnvoll. Ich kenne Rasterplatten auch nur aus Polystyrol (PS). Aber es mag bestimmt auch andere geben.
      LG Burkhard
    • Industriell werden in erster Linie Mono-, Di- und Triorganozinnverbindungen, vor allem Mono-, Di- und Tributylzinn-, Mono- und Dioctylzinn- sowie Triphenylzinnderivate, eingesetzt.Insbesondere die Mono- und Diorganozinnverbindungen werden in großem Umfang alsWärme- und Lichtstabilisatoren bei der Herstellung von Polyvinylchlorid (PVC) verwendet.Aufgrund ihrer geringen Toxizität sind bestimmte Methyl- und Octylzinnstabilisatoren auch fürKunststoffe mit Lebensmittelkontakt (Lebensmittelverpackungen) zugelassen. Darüber hinaus kommen Organozinnverbindungen als Katalysatoren im Herstellungsprozess von Polyurethanschäumen, Silikondichtungen und bei der Vergütung von Glasoberflächen zum Einsatz. Di- und Triorganozinnverbindungen wurden auch in Pflanzenschutzmitteln und Biozidprodukten eingesetzt, zum Beispiel in Fungiziden und Akariziden, in Oberflächendesinfektionsmitteln sowie in Schutzmitteln für Holz, Papier und Textilien. In der öffentlichenKritik stehen vor allem Triorganozinnverbindungen, die in der Vergangenheit als Antifoulingmittel den Farben für Schiffsanstriche zugesetzt wurden. Die Verwendung von zinnorganischen Verbindungen als Antifoulingfarben ist seit 2003 weltweit verboten.
      Gruß Dieter
    • Hallo,

      ich hatte auch erhöhte Zinnwerte. Grund dafür war das Glas selbst. Um Floatglas herzustellen wird Zinn eingesetzt. Dieses befindet sich aber (angeblich lt. Glaserer) nur auf einer Seite der Scheibe. Wenn jetzt diese Seite im Becken ist, wird für eine gewisse Zeit Zinn abgegeben. Bei mir hat das am Anfang auch zu einem Ausschlag bei der Messung geführt.

      Ein paar Wasserwechsel später war es nicht mehr nachweisbar.

      lg
    • Hallo zusammen,

      ICP-Analysen führen heutzutage zu Entdeckungen, die wir früher erst gar nicht wahrgenommen haben bezw. nicht wahrnehmen konnten.
      Die Meerwasseraquaristik war eher etwas rustikal aufgestellt. Die Messmethoden liessen sich daher an einer Hand ablesen.
      Wenn ich an damalige, teilgeschützte Pumpen und verbautes Plastikgerümpel denke, kommen mir diese Diskussionen nicht etwa überzogen vor.
      Vielleicht sind ja diese Art von "Kontaminierungen" ein Teil von ehemals "ungelösten" Problemen?
      Viele Produkte haben sich im Laufe der Zeit verändert. Die Materialien ebenfalls.
      Ein Großteil unserer Hardware hat direkten Kontakt mit dem Wasser. Nicht immer wird man einem Material die Meerwassertauglichkeit ansehen.

      Der erste Link ist fast eine Kopie unserer laufenden Diskussion.
      In #7 kommt die Sprache auf das Zinn.
      Leider bleibt das Ende offen.

      deref-web.de/mail/client/lEHzD…-tin-in-my-tank.384911%2F

      Hier wurde der Übeltäter gefunden.

      deref-web.de/mail/client/zLjW0…from-triton-icp.814969%2F

      Aus diesen beiden Links ist zu entnehmen, dass Probleme mit Zinn auftreten können.
      Der Ursprung scheint wohl unterschiedlicher Natur zu sein.
      Die Bewertung ebenfalls.
      Gruß
      Hajo
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      (Mark Twain)

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    • Hallo Hajo,

      schwierig, das mit den Schlussfolgerungen. Mal als Beispiel, sinngemäß: "Ich bin mit einem Magneten durch den Sand und habe diese Teile gefunden. Ich glaube nicht, dass sie eisenbasiert sind." In der Schule haben wir aber gelernt, aus der Erinnerung wiedergegeben, dass nur Eisen und Kobalt ferromagnetisch sind. Vorsichtig, wie ich bin, habe ich das überprüft, Nickel auch noch. ^^

      Interessante Aussage also. Insgesamt zu viel "glaube, denke, hoffe". Im Endeffekt ist der einzige Weg, die Auswirkungen einer Substanz zu überprüfen, die Konzentration mit einer entsprechenden Verbindung anzuheben und zu schauen, ob die Schäden reproduzierbar sind.

      Grüße

      Hans-Werner
      H ><((((°>

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