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Wasserverdunstung bei großen Becken kompensieren

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    • Wasserverdunstung bei großen Becken kompensieren

      Hallo zusammen,

      -Wie macht ihr das mit dem Wasserausgleich bei großen Becken - Wasserverlust pro Tag ca 3L (große Oberfläche)
      Habt ihr riesige Tanks zum nachfüllen stehen? Dosiert die Nachfüllanlage mehrfach täglich ? Oder nur über Nachfüllautomatik?

      Wir passen aktuell noch über die Dosierpumpe an, da wir bei der Nachfüllautomatik schlechte Erfahrungen gemacht haben. Das klappt gut, wird 2x die Woche kontrolliert und ab und an mal angepasst. Noch ist unser Becken recht klein, hat eine Verdunstung von 700ml/Tag. Aber was tun wenn das Becken größer wird...

      Ihr merkt, wir sind in der Planung für eine übergroße Aufstockung :D

      VG Tina
    • Hallo Tina

      Das Wasservolumen bei meinen Aquarien beträgt ca 3500 Liter, die Verdunstung liegt bei,
      je nach Jahreszeit , 30-40 Litern und wird über einen niveaugleich von Tunze ausgeglichen. Ohne Probleme
      Gruß Ewald

      _______________________________________________________________________________________________________________________________

      Früher hatte ich Angst im Dunkeln.
      Wenn ich heute so meine Stromrechnung sehe,
      hab ich Angst vorm Licht. ;(
    • eine kleine Übersicht:
      aquacare.de/index.php/aquarist…rwechsel-nachfuellen.html

      Grundsätzlich sollte man jede Methode mit einer zweiten Methode absichern: z.B. Nachfüllautomatik füllt regelmäßig nach, aber füllt durch ein Schwimmerventil. Sollte die Nachfüllautomatik "verrücktspielen", schließt das Schwimmerventil bei Überniveau. Oder doppelte Nachfüllanlage: die erste schaltet die zweite. Oder zusätzliches Magnetventil. Oder doppelte Schwimmerschalter. Oder Notüberlauf in die Kanalisation kombiniert mit einer sehr langsam nachfüllenden Pumpe. Oder eine Zeitschaltung. Da gibt's 'ne ganze Menge.
      LG Burkhard
    • hallo, @ Ewald: 30L pro Tag oder Woche? Wie groß ist dein Becken (die Oberfläche wäre interessant) und ist es abgedeckt mit zb Glasplatten etc?
      @Burghard: die Idee mit zwei "Fühlern" ist super!
      Da wir noch bei 700ml pro Tag sind und deshalb keine osmoseanlage haben ist das doch eine ganz schöne Umstellung. Momentan sind wir noch dabei darauf rumzuüberlegen ein größeres becken für uns so wartungsarm wie möglich zu gestalten.

      Habt ihr regentonnen unterm Becken stehen? Und deckt ihr das Becken ab oder ist es offen?

      Danke Schonmal für die Anregungen, mit zwei Fühlern wäre das tatsächlich umsetzbar!

      Es folgen bestimmt noch weitere Fragen zu anderen Fachgebieten wo ihr aufgrund der Beckenmaße die Hände über dem Kopf zusammen schlagen werdet..

      VG Tina
    • HI
      Für mein 1440 L Becken mit 160x100 Grundfläche habe ich ein 150 L Reservoir mit Nachfüllwasser. Geregelt über Schwimmerschalter und zusätzliche Sicherung über Zeitschaltuhr. Die Nachfüllanlage ist nur 1 min pro Std. angeschaltet. Ach ja, außerdem passt das gesamte (!) Nachfüllwasser in mein Filterbecken.
      Grüße
      Jens
      Von all den Dingen, die ich in meinem Leben bisher verloren habe vermisse ich meinen Verstand am meisten (Ozzy Osbourne)
    • Eine Berechnung der Verdunstungsrate ist so gut wie unmöglich. Zu viele Faktoren:
      - Oberfläche (neben der Temperatur der einzige Parameter, der einfach zu berechnen/messen ist)
      - Luftbewegung über der Oberfläche: offen, abgedeckt, belüftet, Abdeckungsgrad durch die Leuchte
      - Luftfeuchtigkeit (in klimatisierten Räumen verdunstet mehr; im Winter ebenfalls - blöd, gerade im Sommer benötigen wir die Verdunstungskälte)
      - Temperatur
      LG Burkhard
    • Hallo,
      ich habe 2 Becken über ein TB laufen. Das Große hat eine Oberfläche von 200 x 100 cm, das Kleine 120 x 50 cm und das TB hat die gleichen Maße. Es zirkulieren ca 1500-1600 l Wasser. Alle Becken stehen in einem Zimmer und sind nicht abgedeckt.
      Zur Zeit verdunsten ca 60 l in der Woche, die über zwei hintereinander geschaltete Nachfüllanlagen, automatisch wieder aufgefüllt werden. Ein Sensor hängt im TB und wenn da Wasser fehlt, kommt Osmosewasser aus einem 40 l Reservoir unter dem Aquarium. In dem Reservoir hängt der Sensor von der 2. Nachfüllanlage, die sich das abgepumpte Wasser, aus einem 150 l Reservoir im Hausanschlussraum holt.
      Die 2. Nachfüllanlage ist von Tunze und ist so gesichert, dass sie abschaltet, wenn sie es nicht schafft, die fehlende Menge innerhalb einer bestimmten Zeit wieder nachzufüllen.
      Die Pumpe der 1. Nachfüllanlage ist recht stark und pumpt wesentlich schneller das fehlende Wasser in das TB, als die Pumpe von Tunze das wieder auffüllen kann, aber sie schafft es in der erlaubten Zeitspanne.
      Sollte die erste Nachfüllanlage total rumspinnen, würde sie "nur" die 40 l aus dem ersten Reservoir in den Kreislauf bringen.
      Die Tunze Nachfüllanlage würde die fehlende Menge nicht schnell genug schaffen und auf Störung gehen.
      Die 40-50 l würden zwar das Salzwasser verdünnen, aber noch in das TB passen.
      Das verdunstete Wasser würde in meinem Haus zu Problemen führen, wenn ich es nicht über eine Wärmerückgewinnungsanlage und 2 Luftentfeuchter, entfernen würde.
      Im Sommer reicht auch viel lüften.

      Gruß Axel
      Immer schön locker bleiben!
    • Bei meinen 1000 Liter verdunsten alle 2,5 - 3 Tage 40 Liter. Die werden von einem Kanister per Nachfüllautomatik aufgefüllt.

      Die Automatik besteht aus zwei Sensoren - einem optischen Sensor für den Wasserstand plus zur Sicherheit einem Schwimmschalter falsch der optische Sensor falsche Informationen liefert.

      Ausserdem bekommt die Automatik mit, wenn der Kanister leer ist und gibt dann (ebenso wie bei "Hochwasser" Alarm.

      Tolle Sache - habe früher auch mit Dosierpumpen gearbeitet. Das ist aber mühsam und immer wieder nachzujustieren.
    • Hallo,


      Burkhard schrieb:

      Oder Notüberlauf in die Kanalisation kombiniert mit einer sehr langsam nachfüllenden Pumpe

      nie in die Kanalisation in Kombi mit Nachfüllung. Potentielle Gefahr der Aussüßung bei technischem Defekt

      Grüße

      Markus
      Grüße aus Tirol - dem Herz der Alpen
      PS: wozu an die See fahren, wenn man "Meer" zuhause hat?

      Meine "Maße"/Daten: stehen im Profil - und mein "Becken" im Seniorenheim :D ;)
    • Mit der Methode hat sich Steve Weast damals sein berühmtes Oregonreef (oregonreef.com) zerschossen. Für mich immer noch eines der schönsten Riffbecken aller Zeiten. Der Abschäumer hing direkt an der Kanalisation, Nachfüllanlage schaltete per Magnetventil die Osmoseanlage an. Irgendwann kochte der Abschäumer über, das ging dann alles in des Gulli, das fehlende Wasser wurde mit Süßwasser ersetzt. Als der Hausherr es bemerkte hatte das Becken noch die halbe Salinität....
      Von all den Dingen, die ich in meinem Leben bisher verloren habe vermisse ich meinen Verstand am meisten (Ozzy Osbourne)
    • MarkusK schrieb:

      nie in die Kanalisation in Kombi mit Nachfüllung. Potentielle Gefahr der Aussüßung bei technischem Defekt
      deswegen sehr langsam nachfüllende Pumpe - gerade mal so viel, dass sie es gerade bei maximaler Verdunstung schafft.
      Wenn erst einmal alles übergelaufen ist, dann kann der Schaden größer sein, als der komplette Wert (ich möchte Tiere jetzt nicht in Euros aufrechnen) des Aquariums. Nur mal als Beispiel: 3. Stock, Wasser läuft aus, mit ein bisschen Glück bis ins Erdgeschoss - der Schaden kann in die Hunderttausende gehen. Das Ganze passiert immer nach Murphis Gesetz.
      LG Burkhard
    • Burkhard Ramsch schrieb:

      MarkusK schrieb:

      nie in die Kanalisation in Kombi mit Nachfüllung. Potentielle Gefahr der Aussüßung bei technischem Defekt
      deswegen sehr langsam nachfüllende Pumpe - gerade mal so viel, dass sie es gerade bei maximaler Verdunstung schafft.
      Das ist auch der Grund, warum ich ein grosser Anhänger von Schlauchpumpen bin. Wer zusätzlich eine Nachfuellautomatik installiert, die nach einer bestimmten Zeit abschaltet (z. B. Tunze), der ist auf der sicheren Seite.
      Gruss
      Hajo
      Trenne dich nicht von deinen Illusionen!
      Wenn sie verschwunden sind, wirst du weiter existieren,
      aber aufhören zu leben.
      (Mark Twain)

      Wenn ich die See seh, brauch ich kein Meer mehr!
    • hajo schrieb:

      Das ist auch der Grund, warum ich ein grosser Anhänger von Schlauchpumpen bin. Wer zusätzlich eine Nachfuellautomatik installiert, die nach einer bestimmten Zeit abschaltet (z. B. Tunze), der ist auf der sicheren Seite.
      ODER auch nicht............

      Wenn die einmal abschaltet (weil die Förderdauer zu lang war), bleibt die für immer aus. Deswegen hängt meine Tunze an einer Zeitschaltuhr und wird einmal am Tag neu gestartet.
      Pro Maximalzyklus (bis zur Notabschaltung) werden maximal um die 3 Liter gefördert (das entspricht in etwa der Verdunstung für einen Tag).

      LG
      Daniel
    • Hallo,

      mein Riffbecken im Wohnzimmer steht in einem ständigen Kreislauf mit einem großen Algenrefugium in einem anderen Raum (Oberfläche 2m x 1m). Beide Becken sind mit Glasscheiben abgedeckt. Neben dem großen Refugium steht eine grüne Wassertonne mit Osmosewasser. Eine kleine Eheimpumpe kombiniert mit einem H-Tronic Pegelschalter füllt das Verdunstungswasser nach.
      Die Pegelschalter dieser Firma haben zuverlässige salzwasserfeste Messelektoden. Ich verwende sie seit Jahren für verschiedene Zwecke (Gartenteichbefüllung etc.). Sie sind meiner Erfahrung nach viel zuverlässiger und preisgünstiger als spezielle Aquariengeräte, vor allem zuverlässiger als Schwimmschalter.

      h-tronic.de/shop/wasserpegelschalter-wps-3000/

      Gruß

      Bernd
    • Daniel Rother schrieb:

      hajo schrieb:

      Das ist auch der Grund, warum ich ein grosser Anhänger von Schlauchpumpen bin. Wer zusätzlich eine Nachfuellautomatik installiert, die nach einer bestimmten Zeit abschaltet (z. B. Tunze), der ist auf der sicheren Seite.
      ODER auch nicht............
      Wenn die einmal abschaltet (weil die Förderdauer zu lang war), bleibt die für immer aus. Deswegen hängt meine Tunze an einer Zeitschaltuhr und wird einmal am Tag neu gestartet.
      Pro Maximalzyklus (bis zur Notabschaltung) werden maximal um die 3 Liter gefördert (das entspricht in etwa der Verdunstung für einen Tag).

      LG
      Daniel
      Ja, das kann passieren. Da ich sowieso täglich mit den Armen im Wasser bin, tangiert es mich nicht. :D
      Der Tipp mit der Zeitschaltuhr ist daher sicherer.

      Gruss
      Hajo
      Trenne dich nicht von deinen Illusionen!
      Wenn sie verschwunden sind, wirst du weiter existieren,
      aber aufhören zu leben.
      (Mark Twain)

      Wenn ich die See seh, brauch ich kein Meer mehr!
    • Ich verwende eine kapazitiven Sensor, der durch den Filter misst und eine Membran-Dosierpumpe abschaltet, wenn der Pegel erreicht ist. Bei mir läuft die Dosierpumpe permanent, ich fördere nicht mit einer Pumpe nach, oder schalte ein Magnetventil zur Osmoseanlage. Viel zu riskant.

      Habe extra einen 350 Liter Osmosewassertank unter dem Becken installiert. Tropfenweise nachdosieren ist perfekt.

      Grüße ... Klaus

      Das Leben ist zu kurz, um sich aufzuregen....
    • Bernd Koberstaedt schrieb:

      H-Tronic Pegelschalter füllt das Verdunstungswasser nach.
      Die Pegelschalter dieser Firma haben zuverlässige salzwasserfeste Messelektoden
      Und die Fühler gibt es auch einzeln zu kaufen (nur so als Tipp).

      LG
      Daniel
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