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Blau Open Reef 90L

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    • Blau Open Reef 90L

      Guten Morgen Gemeinde,

      nachdem ich so lange nur mitgelesen oder in anderen Themen geschrieben habe möchte ich heute mein Becken vorstellen.
      Es ist ein Blau Open Reef mit 90L Inhalt. Das Becken hat einen längeren Weg hinter sich, wurde zwischendurch schon 2x abgebaut und dann doch wieder aufgestellt und neu befüllt.
      Mein Problem war, dass es nie so ein richtiges Prachtbecken war, wie manch andere Becken hier im Forum. Dementsprechend war die Motivation es herzuzeigen bisher immer gering.
      Aktuell läuft das Becken seit dem 01.05.2018. Anfangs noch mit grobem Korallenbruch, vielen lebenden Steinen aus Aquakultur und sehr spärlich mit Korallen besetzt. Fische halte ich aus Prinzip nicht.
      Diese Kombination aus massivem Aufbau, zu vielen lebenden Steinen und dem Bodengrund führten zu einer Nährstofflimitierung was wiederum in nicht wachsenden Korallen mündete, die nach und nach kümmerten und abstarben.
      Obwohl ich Naturwissenschaftler bin (oder gerade deshalb) wollte ich wohl nicht wahrhaben, dass der Fehler bei mir lag. Ich probierte alle möglichen Präparate aus, nutzte Zeolith! und fuhr das Becken immer mehr gegen die Wand.
      Zunächst schob ich die Probleme auf das Licht. Also flog die LED Leuchte raus und eine 70W HQI zog ein. Danach flog der Bodengrund raus und ein paar Wochen später ersetzte ich die lebenden Steine gegen EpoReef. Dadurch hatte ich plötzlich viel mehr Strömung im Becken. Danach wurde das völlig verschlammte Technikbecken gereinigt und ein Vliesfilter gebastelt. Nun besorgte ich mir neue Korallenableger und besetzte das Becken deutlich dichter mit Korallen als je zuvor (manch einer wird über die großen Lücken im Becken lachen).
      Außerdem füttere ich nun jeden Tag Plus NP von Tropic Marin und erhöhe den KH mit All-For-Reef.
      Zum ersten mal überhaupt sieht man Wachstum an den Korallen! Außerdem strecken die Korallen ganztägig ihre Polypen aus, das kannte ich vorher gar nicht.
      Der alter Spruch, dass das Problem in der Regel VOR dem Becken sitzt scheint zu stimmen ;)
      Ich bin auf jeden Fall sehr froh, dass es nun endlich läuft. Das Einzige was mich wundert ist, dass ich weder Algen noch Kalkrotalgen habe.

      Meine Wasserwerte:

      Dichte: 1.023
      Temperatur: 24°C
      KH = 7.0
      NO3 = n.n.
      PO4 = 0.01
      Ca = 470

      Viel Spaß mit den Bildern!

      Viele Grüße,
      Rüdiger
    • Seitenansichten:


      Reste einer Monti die an der Scheibe angewachsen waren:


      Mein Projekt "bewachsene Rückwand", schön bis zur Wasserlinie gewachsen


      Ein Stück der Monti von der Scheibe und eine Euphyllia die nicht richtig rauskommen will. Genau genommen war die nie weiter draußen als so, woran kann das liegen?




    • Da bisher niemand kommentiert hat, frage ich nochmals in die Runde:
      Woran könnte es liegen, dass bei mir keine Kalkrotalgen wachsen? Da auch keine anderen Algen wachsen wäre noch sehr viel Besiedlungsfläche frei (Rückwand, Boden, EpoReef...).

      Außerdem wollte ich fragen, ob mir jemand einfach zu haltende und schnell wachsende Acroporen empfehlen kann. Ich habe noch Platz im oberen Bereich für ca. 5 Acros.
      Im mittleren Bereich sollen noch eine Pocillopora und eine Seriatopora hystrix einziehen.

      Viele Grüße,
      Rüdiger
    • Hallo Rüdiger,

      hast du schon einmal den Magnesium-Wert überprüft?
      Fuer ein gutes Kalkalgen-Wachstum ist ein optimaler Magnesium-Wert essentiell.
      Gruss
      Hajo
      Trenne dich nicht von deinen Illusionen!
      Wenn sie verschwunden sind, wirst du weiter existieren,
      aber aufhören zu leben.
      (Mark Twain)

      Wenn ich die See seh, brauch ich kein Meer mehr!
    • Hallo Torsten,

      am 1. Mai 2018 habe ich das Becken mit Lebendgestein / Aquakulturgestein gestartet, dort waren auch einige Kalkrotalgen drauf. Die Steine waren bis Mitte März 2020 im Becken.
      Der Aufbau mit EpoReef existiert seit dem 10. März 2020.

      Ich habe noch einen kleinen Brocken Lebendgestein mit einer Millepora intricata darauf separat vom EpoReef stehen, damit die Millepora nicht das EpoReef überwächst. Auf diesem Brocken (eher Bröckchen) wachsen auch einige Kalkrotalgen, die werden aber eher kleiner als größer.

      Werden die Kalkrotalgen eventuell von Schnecken und Einsiedlern bevorzugt gefressen?

      Viele Grüße,
      Rüdiger
    • Hallo Rüdiger

      10. März ist jetzt noch kein langer Zeitraum.

      Ich habe mir extra einen Brocken Lebendgestein ca. 10cm rausgesucht der gut mit Kalkrotalgen bewachsen war.
      Von dem habe ich in der ersten Woche immer mal ein paar Stückchen abgekratzt um die Kalrotalgenstückchen mit der Strömung im Becken verteilen zu lassen.
      Nach einiger Zeit sieht man dann wie sich überall kleine neuen Kalkrotalgen bilden, bei mir auf altem Totgestein.
      Das kannst du zum ankurbeln auch tun.
      Wobei es mit dem Eporeef in der Farbe sicher auch etwas schwerer sein dürfte neue Kalkrotalgen am Anfang zu entdecken.

      Einsiedler und Schnecken sind für Kalkrotalgen eigentlich unschädlich, Seeigel fressen die schon lieber.


      Mfg Torsten
    • Hallo Torsten,

      Torsten81 schrieb:

      10. März ist jetzt noch kein langer Zeitraum.
      Das hast du missverstanden. Das Becken steht seit dem 1. Mai 2018, seit dem war es immer befüllt und auch immer besetzt (nicht so stark wie jetzt).
      Ich hätte erwartet, dass sich zumindestest an den Scheiben und an der Pumpe Kalkrotalgen ansiedeln.
      Als ich die Steine ins Technikbecken verbannt habe und das EpoReef eingesetzt habe, habe ich ja das Wasser und alle Korallen drin gelassen. Ich habe auch nicht die Rückwand gereinigt. Ich musste bisher nicht mal die Strömungspumpe reinigen weil ich so wenige Algen im Becken habe.

      Viele Grüße,
      Rüdiger

      @Hans-Werner: Mittlerweile sind es 0.02 mg / L ;)
    • Hallo allerseits,

      ich habe heute mal meine Strömungspumpe gereinigt, da die Leistung merklich nachgelassen hat.
      Dabei habe ich festgestellt, dass der Magnet scheinbar Material verliert (ich hatte auch schon mehrfach magnetische Partikel im Becken gefunden).
      Jedenfalls waren meine Finger nach dem säubern schwarz und das Handtuch zum Abtrocknen war auch schwarz.
      Der Rest der Pumpe war zwar veralgt aber ansonsten unauffällig.

      Es ist eine Jebao OW 25.
      Ich habe die Pumpe nun rausgenommen und meine (eigentlich defekte) Tunze 6040 wieder in Betrieb genommen. Eine völlig andere Welt. Ich bin aus allen Wolken gefallen als ich gemerkt habe, was die vermeintlich schwächere Tunze mehr an Wasser bewegt.
      Kein Wunder dass ich in letzter Zeit überall Detritusablagerungen hatte!

      Hat jemand eine Ahnung, was das für ein schwarzes Zeug am Magneten ist? Ist das schlecht für das Wasser?

      Viele Grüße,
      Rüdiger
    • Hallo Rüdiger,
      vorab möchte ich Dir sagen, dass Dein KH Wert deutlich/gefährlich zu niedrig ist. Da solltest Du sofort rangehen und den Wert auf 8 erhöhen. Nicht auf einen Schlag, aber so innerhalb von 2-3 Tagen.
      Was da Schwarzes an Deiner Hand und Lappen ist, möchte ich hier so nicht beurteilen. Wie riecht es denn? Es gibt auch ganz dunkelgrüne Algen, die schwarz im Lappen aussehen.
      Wenn Du schon magnetische Stücke im Aquarium gefunden hast, sollten ja auch schon Stücke aus dem Magneten herausgebrochen sein.
      Gruß Axel
      Immer schön locker bleiben!
    • Hallo Axel,

      ich halte aus Prinzip keine Fische und füttere auch nicht (wen auch?).
      Ich dosiere 1x täglich Plus NP von Tropic Marin. Ich überlege schon, die Dosierung auf 2x täglich anzuheben.

      Den KH habe ich mit All-for-Reef von Tropic Marin angehoben, aber mir fällt es schwer ihn auf 7 zu halten.

      Viele Grüße,
      Rüdiger
    • Hi,
      ich würde zum Anheben von KH nicht so ein Produkt wie All for Reef verwenden.
      Nicht alle Spuris verbrauchen sich immer in dem gleichen Verhältnis zu einander.
      Manche reicherst Du damit unnötig an und Andere hast Du zu wenig.
      Wenn KH scheinbar fehlt, gib KH dazu und nicht alles mögliche.
      An die richtige Dosis pro Tag tastet man sich langsam ran und regelt das am Besten über eine Dosierpumpe.
      Selbst ein KH-Wert von 7,0, halte ich noch für zu niedrig. 8 wäre besser. Du hast dann einfach einen stabileren PH-Wert.
      Gruß Axel
      Immer schön locker bleiben!
    • Walhai schrieb:

      Selbst ein KH-Wert von 7,0, halte ich noch für zu niedrig. 8 wäre besser. Du hast dann einfach einen stabileren PH-Wert.
      Gruß Axel
      Hallo Alex!
      Du liegst hier nicht richtig.
      Ein KH über 7 hat keine Vorteile und bringt auch keine Verbesserung bei der Stabilität des PH Wertes.
      Servus Reinhard
      _________

      Meeresverein Austria
    • Hallo Torsten,

      zum einen schlicht die Größe (Kleineheit) des Beckens. 45cm Kantenlänge ist nicht gerade ideal für die Haltung von Fischen. Außerdem tun mir Fische im Aquarium immer leid, egal wie groß das Becken ist. Fische gehören in den Ozean, nicht in einen Glaskasten.
      Außerdem kann ich nicht sicherstellen, dass die Fische immer regelmäßig und ausreichend Lebendfutter bekommen. Auch im Urlaub kann sich niemand um das Becken kümmern.
      Und zu guter Letzt: Ich habe keinen Bodengrund und auch keinen Abschäumer.

      Viele Grüße,
      Rüdiger
    • Reinhard Seidl schrieb:


      Walhai schrieb:

      Selbst ein KH-Wert von 7,0, halte ich noch für zu niedrig. 8 wäre besser. Du hast dann einfach einen stabileren PH-Wert.
      Gruß Axel
      Hallo Alex!Du liegst hier nicht richtig.
      Ein KH über 7 hat keine Vorteile und bringt auch keine Verbesserung bei der Stabilität des PH Wertes.
      Hallo Reinhard,
      warum liege ich hier nicht richtig?
      Auch wenn Rüdiger keine Fische in seinem Becken hält, so fällt trotzdem durch Bakterien CO2 im Wasser an. Besonders weil Rüdiger keinen AS betreibt, findet doch auch kaum Gasaustausch statt.
      Da sollte doch besonders Wert auf eine gute Pufferung gelegt werden und die ist doch meines Wissens nach, bei 7 dH nicht optimal.
      Bei 8-9 dH sollte der Wert doch optimaler Weise liegen. Warum sollte das bei Rüdiger anders sein?
      Ich lasse mich gerne belehren, aber dann bitte mit einer für mich verständlichen Erklärung. :P
      Gruß Axel
      Immer schön locker bleiben!
    • Hallo Axel,

      bei niedriger Phosphatkonzentration ist 7 eher günstiger, da reagieren Korallen sogar schon bei KH 8 manchmal gestresst.

      Warum meinst Du, dass CO2 im Wasser anfällt? Mit der Dosierung von All-For-Reef ist das nicht zu begründen, bei dessen Oxidation fällt nur Bicarbonat an, kein zusätzliches freies CO2.

      Gruß

      Hans-Werner
      H ><((((°>

      Wachstum ist die Lösung - nicht das Problem, sprach die Krebszelle und begann sich zu teilen. :devil3:

      www.photoimpressionismus.de

      Franconia Franca
    • Hallo Axel,

      Walhai schrieb:

      Besonders weil Rüdiger keinen AS betreibt, findet doch auch kaum Gasaustausch statt.
      ich habe aber eine starke Strömungspumpe, welche die Oberfläche stark aufwühlt.
      Durch den freien Fall des Wassers im Ablaufschacht sammelt das Wasser auch Sauerstoff.

      Ich überlege aber tatsächlich, noch Algen ins Technikbecken einzubringen. Das hatte ich bei früheren Becken auch schon und das hat ganz gut funktioniert.
      Allerdings habe ich dann vermutlich noch größere Nährstoffprobleme als jetzt schon.

      Viele Grüße,
      Rüdiger
    • Hallo allerseits,

      nachdem meine Korallen gar nicht mehr so gut dastehen und mir bei einigen Korallen auch schon die Spitzen abgestorben sind habe ich mal eine ICP machen lassen.
      Leider weiß ich nun immer noch nicht, wie hoch mein NO3 bzw. Gesamtstickstoff ist.
      ICP

      Für die Spuris würde vermutlich ein wöchentlicher Wasserwechsel reichen.
      Sonst irgendwelche Anregungen?

      Viele Grüße,
      Rüdiger
    • Hallo allerseits,

      nach langer Zeit mal wieder ein Update von mir.
      Während des Sommerurlaubs im August sind mir alle Korallen ausgeblichen und knapp die Hälfte hat sich davon nicht mehr erholt.
      Der Grund war wohl, dass Fenster und Türen während des Urlaubs geschlossen waren und infolgedessen dauerhaft mehr als 30°C in der Wohnung waren. Leider ist die Katzenpflegerin nicht lange genug geblieben um zu lüften (wir hatten sie auch nicht auf so einen Fall vorbereitet).
      Jedenfalls habe ich die Gelegenheit genutzt und die Riffsäule von Thomas hier aus dem Forum gekauft.
      Da meine Korallen in der Vergangenheit so sehr unter Nährstoffmangel gelitten haben wurde mir bereits mehrfach von verschiedenen Leuten geraten, mir endlich Fische ins Becken zu setzen.

      Da ich absolut keine Ahnung von Fischen habe (ich hatte als Kind mal Guppies und Schwertträger und im Studium mal einige Erbsenkugelfische) nun meine Frage an die Experten:

      1. Lassen sich in einem Becken mit 90L (45x45x40cm (LxBxH)) überhaupt Fische halten?
      1.1 Falls ja, wären auch Clownfische möglich? Platz für eine Kupferanemone hätte ich auf jeden Fall.
      1.2. Falls ja, was fressen diese? Kann man die während eines Urlaubs mit Trockenfutter füttern oder benötigen die immer zwingend Frostfutter / Lebendfutter?

      2. Ist ein Abschäumer in jedem Fall zwingend erforderlich?
      2.1 Falls ja, gibt es leise Abschäumer für Nano Becken, die ohne Luftpumpe auskommen? Bei dem Gebrumme wird meine Frau wahnsinnig.

      3. Was füttert man den Fischen, sofern sie Frostfutter annehmen?

      Es hat keine Eile und ich müsste auch erstmal Bodengrund besorgen und außerdem noch die Kupferanemone.

      Viele Grüße,
      Rüdiger
    • Hallo Rüdiger,
      ich persönlich würde in dem Becken max Grundel mit Krebs , Garnelen etc halten. Aber die werden nicht wirklich viel bei deinem Nährstoffproblem helfen, sondern mehr optisch ein Hingucker sein. Ob man den braucht, fraglich.. Selbst einen Blenny halte ich in den Maßen für zu schwimmfreudig...

      Wenn du eine Kupferanemone einsetzt hast du binnen kürzester Zeit ein Platzproblem. Wenn die wächst wird sie alles andere vernesseln. Wir haben gerade selbst das Problem und mussten Moni samt Schwester am Wochenende beiseite rücken. Wenn du dich aber doch dafür entscheidest, könnten wir dir die Schwester von Anni (10-15cm aktuell) abgeben (22763 Hamburg) :)

      Abschäumer brauchst du nicht unbedingt. Wir selbst haben nur einen Filter und das ist ausreichend. Schwamm wird 2x die Woche gesäubert. Im Urlaub eben einfach zeitlich versetzt. Bei dir reicht hier auch ein kleiner hang on. Allerdings solltest du dann Wasserwechsel wöchentlich machen um No3 nicht aus den Augen zu verlieren.

      Wir müssen auch PO4 zugeben und nicht zu knapp. Das kannst du messen und entsprechend einstellen mit einem guten PO4 Test der im niedrigen Bereich misst. Fische gehören für mich auch eher in größere Becken. Wir haben deshalb nur kleine Exemplare, allerdings misst unser Becken eine Schwimmlänge von 110cm. Ich finde Liter hier nicht so wichtig, mir ist es wichtig das der Fische mal richtig über eine länge schwimmen kann und möglichst mit Partner lebt, das ist für den Fisch schöner und auch für den Halter.

      VG, Tina
    • Hallo Rüdiger,

      bei dieser Beckengroesse fangen die Bedenken an, wenn ich an eine Wirtsanemone mit Clowns denke.
      Die Anemone (Quadricolor?) wird, wenn sie in Bezug auf ihre Untermieter optimal gehalten wird, wenigstens 20cm im Durchmesser erreichen.
      Ich habe jetzt nur die Ocellaris (w=8cm) als Partner herangezogen.
      Die Wahl einer anderen Wirtsanemone ergibt einen noch groesseren Platzbedarf. Möglicherweise auch wirtsbezogen eine andere Auswahl von (groesseren) Anemonenfischen. Je groesser die Anemone, desto besser fuer beide Parteien, Fisch wie Anemone.
      Das Problem der Lautstärke des Schaeumers kannst du mit Hinblick auf die Groesse deines Beckens mit einer luftbetriebenen Einheit lösen.
      Ich habe an einem meiner Becken einen Knop mit 3 Ausstroemern und als Luftquelle eine 500er Eheim. Flusterleise. Meine Frau wird dir das bestätigen. :)
      Gruss
      Hajo
      Trenne dich nicht von deinen Illusionen!
      Wenn sie verschwunden sind, wirst du weiter existieren,
      aber aufhören zu leben.
      (Mark Twain)

      Wenn ich die See seh, brauch ich kein Meer mehr!
    • Hallo Rüdiger,

      das ist natürlich Pech gewesen, dass ausgerechnet in Deinem Urlaub die Hitzewelle kam. Passiert leider immer wieder.

      Es gibt durchaus einige Fische, die mit der Wassermenge klarkommen, allerdings sind diese natürlich recht klein. Clowsfische werden immer wieder in dieser Größe gehalten, aber mein Verhältnis dazu ist etwas zwiespältig: auch Doktorfische werden immer wieder in 250l gehalten. Ein 7-10cm Fisch in einem 45cm großen Aquarium ist einfach überdimensioniert.

      Wenn es sehr kleine Fische wie Trimmagrundeln und ähnliches sind, dann hätte ich keine Bedenken. Bei genügend Oberflächenbewegung sollte auch ein Abschäumer dann nicht notwendig sein.

      Werfe mal die Suchfunktion im Meerwasserlexikon an und gib dort in den erweiterten Optionen als Eingrenzung die Größe des Beckens an und schau Dich unter den so ermittelten Treffern um. Da hast Du eigentlich eine gefächerte Auswahl und musst schauen, von den Treffern in die nähere Wahl kommt. Zwergbarsche, Zwerggrundeln etwa kämen als grobe Gattung in Frage. Meist gibt es auch einige Warnungen zur Empfindlichkeit, Unverträglichkeit oder Problme als Nahrungsspezialist, welche die Auswahl dann einschränken.
      Okinawagrundel etwa baut gerne eine Fläche für das Nest in SPS-Korallen, indem sie die Fläche freibeisst und das Skelett freilegt. Bei Weichkorallen kein Problem.
      Viele Grüße

      Sandy
    • Hallo,

      vielen Dank für die netten Antworten!
      Wenn Clownfische, dann nur 2x Amphiprion ocellaris oder 2x Amphiprion percula zusammen mit einer Entacmaea quadricolor.
      Thomas, der Vorbesitzer der Säule hat / hatte auch 2 Clownfische im Becken denen kurz vorher der Stein mit den Anemonen entzogen wurde. Als wir die Säule aus dem Becken genommen haben, haben diese schon fleißig mit den an der Säule vorhandenen Anemonen gekuschelt (entweder grüne Entacmaea sp, oder Cribrinopsis crassa).
      Platz wäre wie oben geschrieben mehr als reichlich vorhanden für eine Anemone. Unten am Fuß der Säule ist eine große freie Fläche mit mindestens 25cm Durchmesser. Die allermeisten Korallen wachsen im oberen Teil der Säule (ich muss mal Fotos einstellen!). Zu Vernesselungen sollte es daher nicht kommen. Licht und Strömung ist auch reichlich vorhanden.
      Es geht wirklich nur um den Schwimmraum der Fische.

      Aber nach den vorherigen Rückmeldungen werde ich wohl Abstand von der Idee nehmen. Grundeln oder Schleimfische möchte ich eigentlich nicht.

      Viele Grüße,
      Rüdiger
    • Hallo Rüdiger,

      bei niedrigen Nährstoffkonzentrationen kann Nitrat das Ausbleichen der Korallen fördern, evtl. auch erst Wochen nach der Dosierung, wenn es dann assimiliert, also eingebaut, wird. M. E. wird der Nutzen von Nitrat eher überschätzt, die Nachteile eher unterschätzt. Phosphat ist deutlich wichtiger.

      Gruß

      Hans-Werner
      H ><((((°>

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      Franconia Franca
    • Mal ein paar Bilder von allen Seiten. Wie man sehen kann, fehlt noch der Bodengrund (hier bin ich noch unschlüssig was ich nehmen soll). Die Bilder sind direkt nach dem Einsetzen gemacht worden, daher die leichte Trübung des Wassers.
      Wie man sieht ist vorne rechts noch massig Platz.
      Mein EpoReef habe ich bis auf ein Tablet alles rausgenommen.



      Viele Grüße,
      Rüdiger
    • Ruediger schrieb:


      Platz wäre wie oben geschrieben mehr als reichlich vorhanden für eine Anemone. Unten am Fuß der Säule ist eine große freie Fläche mit mindestens 25cm Durchmesser. Die allermeisten Korallen wachsen im oberen Teil der Säule (ich muss mal Fotos einstellen!). Zu Vernesselungen sollte es daher nicht kommen. Licht und Strömung ist auch reichlich vorhanden.
      Es geht wirklich nur um den Schwimmraum der Fische.

      Das ist reine Theorie. Die Praxis sieht oft anders aus.
      Hier einige abschliessende Informationen zur Pflege von Anemone und Wirt:

      Die Akzeptanz von Strömung und Licht bestimmt leider die Anemone. :(
      Das schönste Plätzchen ist nichts wert, wenn es der Anemone nicht behagt.
      Das Ergebnis ist oft ein Wandertrieb, der über Wochen andauern kann.
      Da wird auch vor Korallen nicht Halt gemacht! Die Folgen kann man sich ausmalen...
      Mit dem Begriff "Kuscheln" verbinde ich eine gesunde soziale Interaktion zwischen beiden Tierarten.
      Das kann nur geschehen, wenn das Wirtstier auch seine gesunde Groesse erreicht hat.
      Jede Anemonenfischart hat in der Natur seine angestammten Wirtsanemone in entsprechendem Umfang. Heranwachsende Anemonen sind fuer das "Kuscheln" mit adulten Clowns nicht geeignet. In Unkenntnis des Groessenverhaeltnisses von Anemone zu Fisch werden mit der Zeit kleinere Anemonen leider von den Fischen "totgekuschelt".
      Gruß
      Hajo
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      (Mark Twain)

      Wenn ich die See seh, brauch ich kein Meer mehr!
    • Hallo,

      ich kann mich da nur Hajo anschließen. 45cm Grundfläche sind egal, was für Anemonenfischen mehr als grenzwertig. Auch, wenn diese Fische nicht so einen Bewegungsdrang haben, ist das wirklich heftig. Vergleich mal, wenn du ständig auf 12 qm leben solltest!

      Es gibt doch genug klein bleibende Fische, die da rein passen würden.

      Rolf
    • Hallo,
      Sand würde ich nicht einbringen.
      Korallengrundeln sind sehr schön und von der Größe her gut geeignet.
      Auch ein kleinbleibender Schleimfisch, wie der Ecsenius Stigmatura wäre möglich.
      Auf jeden Fall muss das Becken aber abgedeckt werden, da die kleinen Scheißer sonst gerne mal herausspringen.
      Gruß Axel
      Immer schön locker bleiben!
    • Hallöchen zusammen,

      ich konnte meine Frau mal wieder zu einer Fotosession überreden (nicht was ihr wieder denkt!). Das ist dabei herausgekommen:
      Front, links, rechts:


      Bei einer Anemone ist uns etwas seltsames im der Nähe des Mundes aufgefallen:


      Vergrößerung:



      Nächste Frage, was sind das für winzige Polypen, diese wachsen an vielen Stellen der Riffsäule:

    • Nochmal ganz herzlichen Dank an Thomas für diese wirklich schöne Riffsäule!
      Durch die Riffsäule hat sich scheinbar auch meine Beckenbiologie auf einen Schlag eingependelt, jedenfalls wachsen alle Korallen sehr gut und es ist nichts mehr eingegangen. Viele meiner Korallen, die nach dem Ausbleichen vor sich hinvegetiert haben, scheinen sich gut zu erholen!

      Noch ein paar Bilder:




      Viele Grüße,
      Rüdiger
    • Hallo Ina,

      so etwas hatte ich mir schon gedacht, daher habe ich an zwei Stellen eine andere Koralle samt Ablegerstein und Basalscheibe drauf geklebt und siehe da, die Korallen werden in Ruhe gelassen.
      Ich sehe das so, je mehr Leben im Becken, desto besser. Zur Not klebe ich die eben zu.

      Die lila Farbe macht die aber auch echt hübsch ;)

      Viele Grüße,
      Rüdiger
    • Hallo Ina,

      mir ist gerade beim Beobachten aufgefallen, dass diese kleinen Polypen nicht ganz genau so aussehen wie die Phenganax parrini.
      Vor allem wenn man sie ein bisschen ärgert, fällt auf, dass im Gestein so kreisförmige, winzige Vertiefungen sind, in die die Polypen vollständig verschwinden, und zwar alle gleichzeitig, egal wo man ärgert.
      Nachdem sie in den "Kratern" verschwunden sind, ist auch nirgends mehr Gewebe zu erkennen, nicht so wie auf den Bildern im Meerwasser Lexikon.
      Ich glaube, ich muss meine Frau mal wieder zu einer Fotosession überreden...

      Viele Grüße,
      Rüdiger