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Haltbarkeit von Jodlösung

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    • Haltbarkeit von Jodlösung

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      Moin,
      mal eine Frage zur Haltbarkeit von Jodlösung : Nach der letzten Analyse sollte ich Jod nachdosieren. Ich habe noch ein Jodsupplement von Salifert, das ich mal in einem Bundle gekauft habe. Es steht allerdings kein MHD drauf. Läuft das trotzdem irgendwann ab ( zersetzt sich ) oder ist so etwas dauerhaft haltbar?
      " Und der Haifisch, der hat Tränen und die laufen vom Gesicht
      Doch der Haifisch lebt im Wasser so die Tränen sieht man nicht
      In der Tiefe ist es einsam und so manche Zähre fliesst
      Und so kommt es , dass das Wasser in den Meeren salzig ist "

      Beste Grüße

      Stefan
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      Moin,
      ich habe mal reingeschaut und dran gerochen: Die Lösung ist klar und riecht nicht nach Jod. Damit also lange haltbar?
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      Beste Grüße

      Stefan
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      Moin,
      wie ich oben schon schrieb hat das Supplement kein Ablaufdatum. Sonst hätte ich ja nicht gefragt ;)
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      Beste Grüße

      Stefan
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      kerplunk schrieb:

      Das Rezept für Lugols Lösung aus USP-Materialien soll 30 Jahre lang gültig sein.
      Und was sagt die Gültigkeit des Rezepts über die Haltbarkeit der Lösung aus? Das partielle Lesen kommt ggf. vom zweideutigen Formulieren ;)

      Lugolsche Lösung ist ein i. d. R. ein Gemisch aus Iod und Kaliumiodid. Um Iod zu stabilisieren und in Wasser in Lösung zu bekommen.

      Wenn die Lösung nicht mehr braun ist, hat sie ihren ursprünglichen Zweck erfüllt: als Oxidationsmittel fungiert. Aus dem Iod wird Iodid, so wie Iod im Meerwasser auch vorliegt. Von daher kann man entweder gleich eine Iodidlösung verwenden oder Lugolsche Lösung. Das Iod wird recht fix zum Iodid im Becken. Folglich ist die entfärbte Lösung prinzipiell immer noch nutzbar um die Iodidkonzentration im Becken zu erhöhen. Und wie Rolf schon sagt quasi ewig.

      LG Kristian
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      Moin, Kristian
      Das ist doch ´mal eine vernünftige Antwort :thumbsup: . Danke
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      Beste Grüße

      Stefan
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      Die Gültigkeit der Lösung sagt alles über die Haltbarkeit aus.Salifert hat auch Jodid.Basierend auf Informationen aus dem Kalten Krieg wird vorgeschlagen, dass das Verbatum Lugol 30 Jahre hält, während andere veränderte Rezepte dies möglicherweise nicht tun.Das oben erwähnte Kent-Lugol enthält reaktives I2, weshalb es wahrscheinlich in einigen Jahren abläuft.Letztendlich schlage ich vor, entweder eine E-Mail an Salifert zu bestellen oder eine neue Flasche zu kaufen, da ich nur eine andere Stimme im Internet bin.
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      Iod ist nicht gleich Iod. Die beiden gängigen Lösungen sind Lugolsche Lösung (immer braun) oder Iodidlösungen (klar wie Wasser). Beide können nicht unendlich gelagert werden. Bei Iodidlösungen setzt sich ein Teil in Iod um (ältere Lösungen beginnen nach Iod zu riechen). Lugolsche Lösungen nehmen an I2 mit der Zeit ebenfalls ab. Die schlechte Haltbarkeit der Lugolschen Lösung wird in meinen Augen manchmal übertrieben. Eigene Versuche ergaben, dass die Färbung um ca. 10% pro Jahr abnimmt, allerdings bei denkbar ungünstigen Umständen: transparente PET-Flasche auf der Fensterbank, Südseite. Normalerweise soll zumindest die Lugolsche Lösung dunkel und in braunen Flaschen an einem kühlen Ort gelagert werden. Und ob dann ein paar Prozente fehlen oder nicht, macht dem Aquarium gar nichts aus. Die Iodkonzentration sollte sowieso regelmäßig im Aquarium überprüft werden, weil der Verbrauch recht stark schwanken kann und somit jede Dosierung nur eine Pi-mal-Daumen-Zugabe sein kann.
      Also kühlt Euch mal wieder ab.
      LG Burkhard
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      Burkhard Ramsch schrieb:

      Also kühlt Euch mal wieder ab.
      "Jod ist nicht Jod?" Was bedeutet das? Warum nicht Salfert kontaktieren und eine Frage stellen und aufhören zu streiten? Es ist mir wirklich egal, ob Sie 6 Euro sparen oder nicht.

      Abrahams Experimente, dass Lugols Lösung, die Kaliumjodid enthält, sehr lange halten sollte (30 Jahre gemäß seinem Zitat), vorausgesetzt, sie ist nicht kontaminiert und wird bei schlechten Lichtverhältnissen und bei Raumtemperatur aufbewahrt unabhängig davon, welches Produkt das OP hat. Ich stehe zu dem, was ich gesagt habe.

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von kerplunk ()

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      Iod kommt in verschiedenen Formen vor: elementar, als Ion, als organischer Komplex und Iodat. Mal vom Iodat abgesehen können alle Formen im Aquarium verwertet werden. Überkonzentrationen von elementaren Iod (I2) können kristisch sein, da elementares Iod desinfizierende Eigenschaften hat.
      Ich bin kein Freund von zu schnellem Wegwerfen und wir wissen alle, dass Mindesthaltbarkeitsdaten keine vernünftige Aussage geben.
      kerplunk: bist Du ein bot (das wäre allerdings eine neue Generation) oder setzt Du automatische Übersetzungen ein? Bei automatischen Übersetzungen wäre es toll, wenn Du es kennzeichnen würdest. Auch in einigen anderen Threads ist die Begrifflichkeit ein wenig unklar.
      LG Burkhard
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      Moin,
      ich habe mal auf der website von Salifert nach der Zusammensetzung des Supplements gesucht. Dort steht, es enthalte " a large portion iodate and also some iodide ", also zum größeren Teil Jodat und auch etwas Jodid. Zumindest hat man für diese Lösung eine Dosierungsempfehlung ( 5ml auf 100 Liter Wasser alle 2-3 Wochen ).Das ließe sich ja auch über eine Dosierpumpe realisieren ( einen Schacht hätte ich noch frei ). Wie sieht es bei Lugol´scher Lösung damit aus? Muss bei der Dosierung auch der auftretende Zerfall berücksichtigt werden?

      Edith sacht noch: Ich habe gerade ´mal auf der Aqua Medic Website nach der Zusammensetzung von deren Jodsupplement geschaut: Jod, Kaliumiodid, PVP-Jod (chemischeElemente: I2, KJ, PVP-I). Das scheint mir etwas eher geeignet, da kein Jodat enthalten ist. Für mein Becken müsste ich in etwa 30 ml / Woche dosieren. Das würde auch über die Dosierpumpe gut funktionieren, da sie dann nicht so kleine Mengen dosieren müsste.
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      Beste Grüße

      Stefan

      Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von muschelschubser ()

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      Hallo Stefan,

      das ist, glaube ich, unmöglich, Iodat und Iodid in einer Lösung. Wenn ich mich jetzt nicht sehr täusche, würden die beiden zu Iod und anderen Produkten (Iodsäure usw.) reagieren. Eine solche Lösung ist nicht stabil, die in geringerer Menge vorhandene Form, hier wohl Iodid würde komplett umgesetzt.

      Einen Hinweis dazu findet man sogar in Wikipedia:

      Wikipedia schrieb:



      Iodsäure und Iodwasserstoff komproportionieren zu Wasser und Iod
      Im Endeffekt ist das nichts anderes als Iodat und Iodid, nur statt einem Metall (z. B. K, Na), mit dem die Salze gebildet würden, sind es die Verbindungen mit Wasserstoff H.

      Gruß

      Hans-Werner
      H ><((((°>

      Wachstum ist die Lösung - nicht das Problem, sprach die Krebszelle und begann sich zu teilen. :devil3:

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      Franconia Franca
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      Moin, Hans-Werner
      Wie ich an anderer Stelle schon schrieb bin chemietheroretisch eher ein kleines Licht. Aber wenn die Reaktion so abläuft, wie in dem Wiki-Auszug beschrieben, ist dann das am Ende herauskommende I² nicht das, was ich für mein Becken benötige?
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      Beste Grüße

      Stefan
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      Hallo Stefan,

      das wäre dann elementares I2 und das sollte die Lösung braun färben.

      Bislang leuchtet mir die Iod-Alchemie aus diversen Büchern noch nicht ganz ein. Auch die Angabe von Burkhard oben zum Iodat hat mich etwas überrascht.

      An sich wäre Iodat unter den sauerstoffreichen Oberflächenbedingungen des Meeres die stabile Iod-Form. Wie man im Link nachlesen kann, wird an der Meeresoberfläche ein Teil des Iodates vom Phytoplankton zu Iodid reduziert, analog zur Nitratreduktion. Meines Wissens ist das Enzym sogar die Nitratreduktase.

      Langer Rede kurzer Sinn: Meine Wissens sind Iodat und Iodid bioverfügbar und werden auch in Lebensmitteln und Medizin zur Iod-Versorgung eingesetzt, im Iodsalz bzw. in Iodid-Tabletten.

      Gruß

      Hans-Werner
      H ><((((°>

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      Franconia Franca
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      Hallo,

      Hans -Werner, deine Redoxreaktion ist korrekt. Diesen Vorgang macht man sich übrigens in der Volumnetrischen Analytik (Iodometrie) zu nutzen.
      Die Haltbarkeit der Lugol´schen Lösung die man im Internt findet sind mal so gar nicht Aquaristisch interessant. Die angegeben Haltbarkeiten Beziehen sich immer auf den Verwendungszweck! Bedeutet das eine Lugolsche Lösung auch nach 30 Jahren noch genügend Iod enthält um als Desinfektionsmittel zu wirken, oder aber um einen qualitativen Nachweis damit durchzuführen.
      Da wir in der Aquaristik aber quantitativ Iod zugeben wollen ist das schon kritisch zu hinterfragen.

      im falle einer farblosen Lösung (Kaliumiodid) oxidiert mit der Zeit das Jod und es fällt theoretisch elementar aus und ist somit nicht mehr Verfügbar. eine Lugolsche Lösung besteht jedoch aus Kaliumiodid und Iod. Somit reagiert das wieder miteinander zur Lugolschen Lösung.


      Klingt im ersten Moment so, als ob die Reaktion unendlich abläuft. hier muss man sich jedoch vor augen Halten das bei jeder Redoxreaktion Protonen verbraucht werden und diese nicht unendlich zur Verfügung stehen und es langfristig doch zu einem Abbau kommen muss. hier muss ich aber nochmal genau die Redoxgleichung aufstellen, denn in einer Kaliumididlösung muss thoeretisch KOH entstehen und durch den PH Einfluss auf die Reaktion Einfluss nehmen.
      Unseren Korallen können aber nur ionisches Iod aufnehmen. Elementar steht es nicht zur verfügung.
      Gruß
      Robin

      "Eine Gesellschaft blühe auf, wenn alte Männer Bäume pflanzen, in deren Schatten sie niemals sitzen werden. "
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      Hallo Robin,

      RPB schrieb:

      hier muss man sich jedoch vor augen Halten das bei jeder Redoxreaktion Protonen verbraucht werden und diese nicht unendlich zur Verfügung stehen
      naja, ist meistens eine geschlossene Flasche, da kommen weder Protonen rein noch gehen welche verloren. Meistens wechseln sie halt den Besitzer, deswegen auch Red-ox-reaktion, oder? ;)

      Wenn Iodid oxidiert wird, warum färbt sich die Lösung nicht braun oder wenigstens gelb?

      RPB schrieb:

      Unseren Korallen können aber nur ionisches Iod aufnehmen. Elementar steht es nicht zur verfügung.
      Steht im Delbeek und Sprung irgendwie anders, und dass dort immer von "Jod" die Rede ist, ist für mich etwas verwirrend. Ich habe mich dann gefragt, welches? Iodid, I2, Lugol'sche Lösung, PVP-Iod? Für bestimmte Zwecke wird Lugol'sche Lösung empfohlen. Wenn die (also das I2 daraus) aber nicht "zur Verfügung steht", nur damit sie im Becken dann zu Iodid reduziert oder Iodat oxidiert wird? Das scheint doch auch nicht wirklich sinnvoll. ?(

      Gruß

      Hans-Werner
      H ><((((°>

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      Franconia Franca
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      Hanse-Werner schrieb:

      Steht im Delbeek und Sprung irgendwie anders, und dass dort immer von "Jod" die Rede ist, ist für mich etwas verwirrend. Ich habe mich dann gefragt, welches? Iodid, I2, Lugol'sche Lösung, PVP-Iod? Für bestimmte Zwecke wird Lugol'sche Lösung empfohlen. Wenn die (also das I2 daraus) aber nicht "zur Verfügung steht", nur damit sie im Becken dann zu Iodid reduziert oder Iodat oxidiert wird? Das scheint doch auch nicht wirklich sinnvoll
      Ok das kann sein. Mein Aussage beruht auf der Tatsache das Iod ein sehr reaktives Element ist und in der Natur praktisch nur in Form seiner Verbindungen vorliegt und nicht Elementar. Daher erwarte ich nicht das es in dieser Form den Korallen verfügbar ist. Korallen müssten es also erst reduzieren um für sich verfügbar zu machen.


      Hans-Werner schrieb:

      Langer Rede kurzer Sinn: Meine Wissens sind Iodat und Iodid bioverfügbar und werden auch in Lebensmitteln und Medizin zur Iod-Versorgung eingesetzt, im Iodsalz bzw. in Iodid-Tabletten.
      Stimmt ja dann überein.


      Hans-Werner schrieb:

      naja, ist meistens eine geschlossene Flasche, da kommen weder Protonen rein noch gehen welche verloren. Meistens wechseln sie halt den Besitzer, deswegen auch Red-ox-reaktion, oder?

      Wenn Iodid oxidiert wird, warum färbt sich die Lösung nicht braun oder wenigstens gelb?

      Holleman Wiberg schrieb:

      Lehrbuch der Anorganischen Chemie 102. Aufg. S. 495


      #Als Gas und in wässeriger Lösung ist der Iodwasserstoff bei Ausschluss von Luftsauerstoff und bei gewöhnlicher Temperatur vollkommen beständig. Bei Einwirkung von Sauerstoff erfolgt dagegen - in Analogie zu wesentlich schwieriger ablaufenden Deacon-Process (HCl-Oxidation) - langsame Oxidation zu Iod


      4 HI + O2 -> 2H2O + I2


      Daher färben sich Iodwasserstofflösungen an der Luft bald braun (Bildung von HI*I2 =HI3 S.446)). Licht beschleunigt diese Iodbildung.
      Ionen in wässriger Lösung reagieren immer zu einem Gewissen teil in Ihre korrespondierenden Säuren und Basen. Das führ auch dazu das unterschiedliche Salze unterschiedliche pH-Werte haben. Somit liegt auch immer ein Teil als Iodwasserstoff vor der die oben beschriebene Reaktion durchführen kann. Allerdings findet die Reaktion wesentlich langsamer statt.

      Und ja mit der Zeit kannst du eine Verfärbung der Lösung erkennen. Ich habe das Iod von ATI, das inzwischen 6 Monate alt ist und inzwischen eine sehr leichte Braunfärbung aufweist.

      Und warum heute noch häufig die Lugol'sche Lösung empfohlen wird. "Das haben wir früher auch schon so gemacht" :D
      Ich vermute das fruher der Fachhandel nicht die Vielfalt an Iodversorgungen anbot wie heute. Also Griff man auf das zurück was man hat. So meine Vermut :thumbup:
      Gruß
      Robin

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