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Vergesellschaftung Pseudochromis fridmani / springeri und Manonichthys Splendes

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    • Vergesellschaftung Pseudochromis fridmani / springeri und Manonichthys Splendes

      Hallo Zusammen,

      ich habe bisher sehr erfolgreich (schon über 1 Jahr) eine Gruppe von 5 Stück Pseudochromis fridmani mit einem Pärchen Pseudochromis springeri vergesellschaftet. Ehrlich gesagt brauchte ich nicht viel zu tun - die haben sich vom ersten Tag an gut verstanden.

      Nun hätte ich noch Lust ein Pärchen Manonichthys Splendes ins Becken zu nehmen.

      Ich finde leider nur sehr wenige Haltungsempfehlungen zu diesem wunderschönen Fisch. Hat jemand Erfahrungen bzw. kann mir einen Rat geben?

      Bisher habe ich überall gelesen, dass er nur als Einzeltier gehalten werden soll. Das würde ich allerdings nicht machen wollen. Gibt es Erfahrungen zur Pärchenhaltung?

      Schöne Grüße

      Ralf
    • Hallo Ralf,

      das angestrebte Menage a trois-Verhaeltnis der Arten würde ich mir nicht antun. Möglich, dass es mit Jungtieren erst einmal friedlich verlaeuft..
      Nur, später kommt die Geschlechtsreife und damit anstehende Revierprobleme.
      Ich habe stets Abstand von der gemeinsamen Pflege verschiedener Zwergbarsche genommen, da ein Aquarium nur begrenzt sichere Rückzugsorte bieten kann.
      Gruss
      Hajo
      Trenne dich nicht von deinen Illusionen!
      Wenn sie verschwunden sind, wirst du weiter existieren,
      aber aufhören zu leben.
      (Mark Twain)

      Wenn ich die See seh, brauch ich kein Meer mehr!
    • Hallo Ralf,

      ich sehe es genau wie Hajo. Pseudochromis fridmani habe ich zwar noch nicht mit Manoichthys zusammen gehalten, aber mit Gramma loretos. Dies ging nicht lange gut. Die Pseudochromis, die ohnehin eher versteckt leben, haben sich in meinem dicht mit Korallen zugewachsenen Becken gleich nach der Ankunft der Feenbarsche total zurückgezogen, kamen sogar bei der Fütterung nur noch gelegentlich aus ihrem Versteck und waren dann nach und nach leider verschwunden.

      Gruß

      Bernd
    • Hi Ina,
      hatte mal ganz kurz einen, ein Drecksvieh! Nach kurzer Eingewöhnung hat er alles attakiert was in seine Nähe kam und ein Revier war echt nicht klein. Das Vieh lebte sehr versteckt und kam nur für Bruchteile von Sekunden raus um Futter zu schnappen oder andere Fische oder meine Hände zu beißen. Rausfangen war absolut unmöglich.Nach ein paar Wochen hat er sich mit einem gezielten Sprung aus dem Becken befördert. Das war wohl das einzige Mal wo ich glücklich war über einen Trockenfisch.
      Ich träume ja von einem reinen A-Loch Fischbecken, so mit Drückern, Preußenfischen, Coris aygula, etc. Da wäre so einer garantiert wieder dabei, zusammen mit P. steenei :D
      Grüße
      Jens
      Von all den Dingen, die ich in meinem Leben bisher verloren habe vermisse ich meinen Verstand am meisten (Ozzy Osbourne)
    • Hallo zusammen!

      Ich habe mich in der Vergangenheit nur mit Pseudochromis aldabraensis beschäftigt.
      Obwohl einigermaßen friedlich veranlagt, reagiert er auf Artgenossen doch weniger sanftmuetig.
      Hier in Kurzform, was bislang die Erkenntnisse über Manonichthys splendens sind.
      Oder was mir bislang zugängig war.
      Interessanterweise beurteilen Handel und Wissenschaft das Aggressionsverhalten unterschiedlich.
      Die eine Seite verweist auf ein hohes Aggressionspotential, während der Handel diese Art meist als moderat einstuft.
      Ein Schelm, der schlechtes dabei denkt!
      Mit dem Erkennen der Geschlechter ist das so eine Sache. Grundsätzlich haben wir es mit protogynen Hermaphroditen zu tun.
      Besonders beim Vorhaben einer Verpaarung in der Gefangenschaft ist die Tatsache interessant, dass diese Arten in gewissen Situationen das Geschlecht rueckwaerts wechseln können.
      So kann es leicht vorkommen, dass man erst einmal 2 weibliche oder 2 männliche Individuen im Becken vorfindet. Das wirkt sich allerdings in dieser Phase nicht gerade beruhigend auf ihr ohnehin gesteigertes Aggressionsverhalten aus. Bis dieser hormonelle Vorgang abgeschlossen ist, bleiben leider auch die Aggressionen erhalten.
      Selbst bei getrenntgeschlechtlichen Individuen ist vor Beginn der Laichtaetigkeiten wenig Harmonie vorhanden. Kannibalismus an der Brut ist in einigen Fällen bekannt.
      Es wird bei dem Vorhaben der Reproduktion wegen möglicher Ausweichprobleme auf ein möglichst grosses Becken verwiesen.
      Geschlechtsunterschiede sind nicht bekannt. In solchen Fällen wird sich oft an der Länge des Fisches orientiert. Die Züchter verfahren wohl auch nach diesem Prinzip.
      Die Männchen sind groesser.
      Gruß
      Hajo
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