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Grundel zuckt und krampft - Valencienna puellaris

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    • Grundel zuckt und krampft - Valencienna puellaris

      Kleiner Notruf,

      meine Maiden-Schläfergrundel ist seit ca. 2-3 Wochen bei uns. Hat das ganze Aquarium umgegraben und auch deutlich an Größe zugenommen.

      Seit ein paar Tagen fängt sie an auf einmal wild zu krampfen. Atmet dann nicht mehr, schwimmt kurz unkontrolliert umher, liegt dann schräg und verkrampft am Boden.

      Nach ca. halber Minute ist dann alles wieder vorbei und sie ist noch etwas platt, aber atmet und schwimmt normal.
      Sie frisst auch gut, lediglich Sand sieben macht sie nicht mehr so viel.
      Aber ihre Höhle bauen schon noch. Da spuckt sie den Sand ja vorne wieder aus...

      Was meint ihr? Kennt das jemand?
      Kann ich was machen?

      Allen anderen Fischen geht es prima und am Becken gibt es nichts auffälliges. Auch am Fisch selbst ist äußerlich absolut nichts zu sehen!
      Vielen Dank für Ideen!
    • Guten Morgen,

      also ich hatte das auch mal vor vielen Jahren. Da ist die Grundel aber wohl wo gegen gesprungen in der Nacht (sind sehr schreckhaft, ein Mondlicht ist hier wirklich zu empfehlen) und hat sich von der Zuckerei dann aber gar nicht mehr erholt und ist gestorben.

      Was ich mir vorstellen könnte hier ist, dass sie irgendwie krank ist. Oder, aber das ist nun wirklich komplette Spekulation, schon angeschlagen angekommen ist weil z.B. mit Gift gefangen?

      Viele Grüße,
      Martin
    • Hallo Johns!

      Eine genaue Diagnose wird kaum möglich sein. Nur Vermutungen.
      Es kann sowohl der von Martin beschriebene Fall eingetreten sein, wie auch eine durch die Futteraufnahme bedingte Störung des Allgemeinbefindens, z.B. beim sieben des Sandes die versehentliche Bekanntschaft eines Borstenwurms oder anderer giftiger/nesselnder Substanzen.
      Ersteres (den Sprung auf den harten Boden) hat wohl ein jeder schon bei Grundeln oder Lippfische beobachten können.
      Die Symptome nach dem Wiedereinsetzen sind ähnlicher Natur.
      Ich favorisiere mehr den 2. Fall, da sich die Grundel bewusst beim Sieben des Sandes durch die Kiemen stärker zurückhält.
      Das lässt auf einen Widerwillen gegenüber bestimmten Partikeln im Sand schliessen. Oder durch eine Schädigung (Vernesselung) der Kiemen die Beeinträchtigung des Kauvorgangs. Ursache unklar.
      Giftfang o.ae. sollte natürlich auch nicht ausgeschlossen werden.
      Gruss
      Hajo
      Trenne dich nicht von deinen Illusionen!
      Wenn sie verschwunden sind, wirst du weiter existieren,
      aber aufhören zu leben.
      (Mark Twain)

      Wenn ich die See seh, brauch ich kein Meer mehr!
    • Hallo zusammen,

      gewisse Mangelzustände können auch solche "Anfälle" auslösen, das ist vor allem bei Jungfischen/Fischlarven bekannt, ich glaube als Shock-Syndrom. Ausgelöst werden kann es, wenn ich das richtig erinnere, durch Mangel and hochungesättigten Fettsäuren und Mangel an bestimmten B-Vitaminen. Bei Jungfischen ist es meines Wissens eher Pantothensäure-Mangel, in Zusammenhang mit Thiaminase kann auch bei erwachsenen Fischen ein Thiamin-Mangel mit Nervenproblemen auftreten.

      Genaueres müsste ich erst nachschauen.

      Edit: Habe im Steffens nachgeschaut: Mangel an Vitamin B1 (Thiamin), Vitamin B2 (Riboflavin) oder Mangel an Nicotinsäure kann bei Fischen zu krampfartigen Bewegungen kurz vor dem Tod bzw. Krämpfen im Ruhezustand führen.

      Grüße

      Hans-Werner
      H ><((((°>

      Wachstum ist die Lösung - nicht das Problem, sprach die Krebszelle und begann sich zu teilen. :devil3:

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      Franconia Franca

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Hans-Werner ()

    • Hallo zusammen!

      Ein Mangel an Vitaminen kann nur vorliegen, wenn diese nicht direkt oder indirekt über das Ersatzfutter verabreicht wurden.
      Ohne genaue Kenntnis der Inhaltsstoffe der Futtergaben ist auch das nur eine Vermutung.
      Offensichtlich gab es aber eine mehr als positive Größenzunahme.

      Es gibt bei Fischen eine Vielzahl von parasitären Erkrankungen, die ähnliche Symptome aufzeigen.
      Der Bodengrund eines Aquariums ist keineswegs mit den natürlichen Gegebenheiten vergleichbar. Keime und Parasiten inbegriffen.

      Gruss
      Hajo
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    • Hallo Hajo,

      schwer zu spekulieren was nun sein kann oder nicht sein kann. Ich wollte auch nur die Möglichkeit aufzeigen.

      Hinzu kommt, dass die Ernährung im Aquarium nicht unbedingt mit der Ernährung in der Natur identisch sein muss. Der Umfang der organischen Substanzen im Riffwasser und des Detritus und der Biofilme im Bodengrund unterscheiden sich wahrscheinlich durchaus von den Aquarienbedingungen.

      Wenn die Grundel herausgesprungen war, wird Johns uns das sicher sagen können, sofern wir nicht davon ausgehen, dass sie es auch alleine zurück geschafft hat.

      Gruß

      Hans-Werner
      H ><((((°>

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    • Hans-Werner schrieb:




      Wenn die Grundel herausgesprungen war, wird Johns uns das sicher sagen können, sofern wir nicht davon ausgehen, dass sie es auch alleine zurück geschafft hat.
      Hallo Hans-Werner!

      Ich glaube, du hast mich falsch verstanden.
      Den Sprung aus der Schüssel hatte ich u. a. nur als Beispiel für die aufgetretenen Symptome genannt.
      Ich bin keineswegs davon ausgegangen, dass es in diesem Fall auch so gelaufen ist.
      "Sicher ist, dass nichts sicher ist, selbst das nicht! " (Ringelnatz) :D
      Gruss
      Hajo
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      Wenn ich die See seh, brauch ich kein Meer mehr!
    • Danke für die Antworten!

      Also gesprungen ist sie nie. Schreckhaft war sie auch nicht. Erst seit sie krank ist, ist sie sehr scheu. Verschwindet in der Höhle sobald sie mich sieht. Sie hat artemien, cyclops, copepoden frostfutter gefressen.

      Und natürlich viel im Bodengrund gewühlt. Hat da auch viel aufgewühlt an Detretius. Daher auch was gefunden zu essen...

      Ich gebe jetzt mal garlic oil mit Vitaminen zum Frostfutter.

      Sonst noch Ideen?
    • Hallo Johns,

      nach dem, was ich unter dem Mikroskop gesehen habe, besteht unser "Aquarien-Detritus" wohl überwiegend aus gefälltem Kalk. Die Enzympräparate, die über Zellulasen und ähnliche Enzyme den Mulm auflösen sollen, hatten in meine Aquarien nie eine sichtbare Wirkung.

      Die Anzahl der Einzeller ist in "reifen" Riffaquarien, zumindest bei mir, relativ überschaubar, ganz anders als früher in den Außenfiltern meiner Süßwasser-Aquarien.

      Bei frisch eingerichteten Riffaquarien kann das noch anders aussehen. Auffälligerweise gedeihen diverse Filtrierer wie koloniale Seescheiden in diesem Stadium auch noch besser.

      Gruß

      Hans-Werner
      H ><((((°>

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      Franconia Franca

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Hans-Werner ()

    • Gute Nachrichten von der Grundel!

      Gestern hat sie für mich nicht mehr sichtbar gekrampft, war aber sehr scheu. Außer gut gegessen hat sie.
      Habe Aquaforest Garlic Oil (ist auch mit Vitaminen angereichert) zum Futter gegeben die letzten Tage.

      Heute ist sie wieder dauernd zu sehen. Baggert auch zaghaft und es krampft nicht mehr.

      Habe auch einen kleinen, scharfkantigen Kunststoff Fremdkörper aus dem Sand gefischt. Ob es jetzt sowas war oder Vitaminmangel kann ich nicht sagen.
      Bin auf jeden Fall erstmal verhalten optimistisch.

      Danke nochmal für die Hilfe.
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