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Alter Falter! Welchen Falter gegen Glasrosen ins Mischbecken setzen?

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    • Alter Falter! Welchen Falter gegen Glasrosen ins Mischbecken setzen?

      Hallo liebe Fischfreunde,

      mein Becken (600 Liter netto) steht seit ca. 10 Monaten. Alles wächst prima – leider auch die Glasrosen.
      Es handelt sich um ein Mischbecken, welches mit Weichen (z.B. Sarcophyton, Sinularia, Xenia), SPS (z.B. Montis, A. Enzmann, A. Millepora), LPS (z.B. Trachyphyllia, Favia, Chalice, Caulastraea) und diversen Krusten bestückt ist.


      Mir sind alle verbreiteten Mittel und Fressfeinde bestens bekannt. So habe ich beginnend mit der Entdeckung der ersten Aiptasia mit dem Wegspritzen begonnen. Zwischenzeitlich hatte ich auch 6 Lysmata Wurdemani im Becken, welche nur bis zur ersten Häutung lebten (Meine Pseudochromis fridmani freuten sich über das teure Futter). Nach 8 Monaten Standzeit musste ich mich im händischen (chemischen) Kampf gegen Glasrosen geschlagen geben, beschloss einen Chelmon rostratus einzusetzen.
      Jetzt schwimmt ein wunderschöner Pinzettfisch im Becken, der vom ersten Tag an futterfest war, aber leider keine Glasrosen mag. Ich liebe den Fisch trotzdem :love:

      Mit Berghia Schnecken habe ich mal ein 170 Liter-Becken von Glasrosen befreit, glaube aber nicht, dass diese in dem großen Becken eine Chance haben.


      Als letzte Optionen bleiben mir jetzt ein Neustart des Beckens oder das einsetzen eines weiteren Falters. Neu starten möchte ich ungern, da die Korallen die Steine gut be- und überwachsen haben. Bleibt also die Überlegung einen weiteren Falter einzusetzen. Nur welchen?


      Ich habe gute Erfahrungen mit Parachaetodon ocellatus. Leider bekommt man den bei den mir bekannten Händlern derzeit nicht.

      Bleiben als Kandidaten:

      - Chaetodon auriga
      - Chaetodon lunula
      - Chaetodon kleinii
      - Chaetodon xanthurus
      - Chaetodon collare
      ...


      Da mir die Gefahr der Schädigung von Korallen bekannt ist, würde mich Eure Meinung und Erfahrung interessieren.


      Herzlichen Dank und viele Grüße

      Sebastian
    • Hallo,
      das ist immer so ne Sache mit den Fischen. Ich esse auch lieber ein Steak statt trockenes Brot. Bei mit hat der Rostratum zusammen mit einen Kleinii die Dinger beseitigt. Im Ablaufschacht sitzen bei mir immer noch welche.

      Rolf
    • Hallo Rolf,

      ganau richtig. Das ist wie 6 aus 49 (frisst Glasrosen – oder auch nicht) und die Wahl zwischen Pest und Cholera (welche Korallen frisst der Fisch an oder auf).

      Daher die Frage nach Erfahrungen. Mir ist klar, dass jeder Fisch individuell ist und Vorlieben nicht immer gleich sind. Dennoch hoffe ich auf etwas mehr Orientierung durch die Berichte anderer Aquarianer :)


      Danke und Gruß
      Sebastian

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Borstel ()

    • Hallo Sebastian,

      ich denke, die Frage sollte eher "welcher Falter frisst Glasrosen sofort und nicht erst nach einiger Zeit?" sein. Bei mir hatte es auch lange Monate gedauert, bevor der Chelmon an die Glasrosen ging. Dann aber hat er auch die richtig großen Brummer zurückgedrängt und dann auch ausgerottet, wenn er nur dran kam.

      Deshalb würde ich eher etwas Geduld haben und nicht die Beseitigung auf Knopfdruck verlangen. Gib ihm ruhig die Chance, sich erst einmal etwas einzugewöhnen und dann später sich an die Arbeit zu machen.

      Bei mir haben sich übrigens auch die Rauchkaiser des Problems angenommen. (^-^)
      Viele Grüße

      Sandy
    • Hallo Sebastian,

      beim Parachaetodonten gibt es unterschiedliche Meinungen.
      Vielleicht liest Dietmar mit.
      Ich meine, der Fisch ging später auch an die Korallen.

      Der Xanthurus hat bei den Majanos bei mir versagt. Obwohl das Paar ihren eigentlichen Aufgabe nicht nachgekommen ist, habe ich sie im Becken gelassen. Sie pickten zwar an den Acros, aber hinterließen keine optischen Schaeden. Die Korallen wuchsen weiter.
      Der Kleinii wäre eine weitere Option.
      Beide werden aber nach erledigter Arbeit das Interesse an den Korallen nicht aufgeben. Es kommt dann darauf an, was und wieviel man tolerieren kann.
      Es gibt etliche Berichte vom erneuten Auftauchen der Aiptasien, wenn d
      ie Falter wieder entfernt wurden. Deshalb ist eine dauerhafter Lösung zu prüfen.
      Einigen Erfolg verspricht auch der Acreichtys tomentosus.
      Korallenverträglichkeit offen.
      Gruss
      Hajo
      Trenne dich nicht von deinen Illusionen!
      Wenn sie verschwunden sind, wirst du weiter existieren,
      aber aufhören zu leben.
      (Mark Twain)

      Wenn ich die See seh, brauch ich kein Meer mehr!
    • Ich danke Euch herzlich für die Beiträge!

      @Sandy: Gut zu wissen, dass es doch länger dauern kann. Nach zwei Monaten hatte ich die Hoffnung bereits aufgegeben, dass der Chelmon doch noch Appetit auf Glasrosen bekommt. Dein Bericht macht wieder Hoffnung.

      @Hajo: Mein Parachaetodon ging damals schon an Korallen. Sämtliche SPS hatten ihre Polypen tagsüber nicht gezeigt, sind aber trotzdem gewachsen. LPS ließ er in Ruhe. Einen Fisch einzig und allein als Mittel zum Zweck einsetzen wäre nicht meins. Er sollte schon dauerhaft bleiben dürfen. Ein paar Verluste an Korallen wären für mich tolerierbar. Bei Acreichtys tomentosus liest man auch oft, dass er keine Glasrosen frisst. Hatte ich auch schon auf dem Zettel.


      @Joe: Das Du auch schreibst, dass es länger dauert, schürt bei mir leichten Optimismus.


      Vielleicht beobachte ich tatsächlich noch ein paar Wochen, bevor ich einen weiteren Fisch ins Becken setze. Am Wochenende wird erstmal wieder alles weggespritzt, was trotz 90 cm Beckentiefe händisch erreichbar ist.





      Noch eine ganz andere Frage:


      Ich hatte in meinem ersten Becken einen Centropyge flavissima und in dieser Zeit nie eine Glasrose entdecken können. Bei Centropyge Argi hörte ich von ähnlichen Erfahrungen. Wie verlässlich fressen Zwergkaiser nach Euren Erfahrungen Glasrosen?


      Großkaiser scheiden ja aufgrund der Beckengröße aus. Vielleicht maximal noch Apolemichthys xanthurus?
    • Tja,

      div. Chelmons ließen sich leicht mit Acantophylia in der Falle fangen. Die Parachaetodonten wurden mit Acanthastrea aus dem Becken geholt.


      Derweil ist seit 3 Monaten ein kleiner Chelmon im Becken. Ersatzfutter interessiert ihn nicht. Größere Glasrosen auch noch nicht, aber wenn die dicken Rosen schwinden, werden auch zuerst die buntesten LPS vernascht.


      Gruß,
      Dietmar
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    • Hallo Sebastian,

      wenn es eine Garantie geben sollte, dann hätte es schon die Runde gemacht. :D
      Meine langjährigen Erfahrungen mit Kaiser- und Falterfischen haben mir aber gezeigt, dass das nicht so ist.
      Mal hat man Glück und der Kelch geht an einem oder besser gesagt, an den Korallen vorbei - oder nicht.
      Meine Rabauken haben anfangs auch nicht alles in Ruhe gelassen, was mir lieb und teuer war.
      Mit der Zeit habe ich aber gelernt, dass nicht jede Korallenart gleichermassen heftig angegangen wird.
      Es hatte sich sogar herausgestellt, dass manche Arten vollständig in Ruhe gelassen wurden.
      Siehe Abbildung. Oben das Paar Xanthurus, unten das Kleini-Paar.
      Jene Korallen, die öfters angeschwommen wurden, habe ich dann durch andere Arten ersetzt.
      Letztendlich hatte ich eine gesunde Korallenvielfalt im Becken, die nicht sonderlich, oder gar nicht belästigt wurden.
      Ich möchte nicht verschweigen, dass das Interesse der Fische an bestimmten Korallen sich im Laufe der Zeit ändern kann.
      Theoretisch gesehen, in die positive, wie auch in die negative Richtung.
      Bei mir ging es in die positive Richtung.
      Je älter die Grosskaiser wurden, desto mehr schwand das Interesse an den Korallen, die sie gelegentlich besuchten.
      Ich denke, dass sich im Laufe des Älterwerdens auch die Geschmacksrichtung der Kaiser ändert.
      Vielleicht ist es bei manchen Faltern ebenso.
      Langschnäuzige Falter sind weniger an den Acros & Co. interessiert, als die Kurzschnäuzigen. Siehe Chelmon oder Forcipiger.
      Was aber nicht für oder gegen LPS aussagt.
      Im Grunde genommen bleibt nur der Test auf Tauglichkeit.
      Vielleicht gibt es auch eine Anregung, welche Korallen widerstandsfähig sind, um ein kleines Biotop aufrecht zu erhalten.
      Gruß
      Hajo







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      (Mark Twain)

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    • Hallo Sebastian,

      dass sich etwas bei den Glasrosen getan hatte merkte ich erst, als mir bewusst wurde, dass einige mir bekannte Glasrosen still verschwunden waren.
      Mache mal einige Vergleichsfotos von Glasrosen im Laufe der Zeit, daran kann man am ehesten sehen als Vergleich zum laufenden Becken, ob nicht doch einige Glasrosen einfach verschwinden.

      Den Ocellatus habe ich mir vor allem wegen der Seeaster gekauft, die er wirklich genial unter Kontrolle hielt.
      Die Glasrosen hatte ich bereits durch die Kaiser unter Kontrolle, wobei ich nicht explizit sehen konnte, ob es einer von den Zwergkaisern (eibli und multifasciata) oder den Rauchkaissern (xanthurus) war.

      Wobei gerade der multifasciata auch an Acans ging. Irgendwie scheinen diese Korallen die fischigen Fressfeinde magisch zu ködern...
      Viele Grüße

      Sandy
    • Hallo Hajo,

      schade, ich hatte gehofft, es gibt die Patentlösung, die nur ICH noch nicht kenne :D
      Danke für Deinen Erfahrungsbericht. Vielleicht bin ich auch so mutig wie Du und teste mein Glück.
      Tolle Fotos übrigens! Hattest Du beide (Xanthurus und Kleini) im gleichen Becken – oder sind das verschiedene?




      Hallo Sandy,

      Acans sind bei mir auch immer Fischfutter gewesen (erst von Centropyge flavissima, später dann von Acreichtys tomentosus). Daher pflege ich heute auch keine mehr. Vielleicht irgendwann mal ein kleines Artenbecken nur für Acans (träum).

      Wie sind Deine Erfahrungen mit dem Rauchkaiser sonst so. Würdest Du Dir wieder einen zulegen? Frisst Deiner Glasrosen?





      Danke Euch beiden!

      LG Sebastian
    • Hallo Sebastian,

      insgesamt sind meine Erfahrungen mit den Rauchkaisern recht gut gewesen. Ich hatte mir vor etwa sechs Jahren einen halbwüchsigen Apolemichthys xanthurus geholt und habe angefangen zu beten. Tatsächlich jedoch verhielt er sich wie ein größerer Zwergkaiser, war ziemlich ruhig, nicht wirklich gesellig, aber auch ein geduldsamer Zeitgenosse, der sich gut in die Gesellschaft hinzugefügt hatte.
      Auch den Großteil der Korallen er komplett in Ruhe gelassen.

      Dies hier scheint 2014 eine der ersten Aufnahmen von ihm zu sein oben unter der hellen Monti.

      Also beschloss ich etwa ein Jahr später, im eine Genossin zur Gesellschaft zu geben. Das hat dann einige Zeit gedauert, bis ich einen passenden Fisch gefunden hatte. Wieder etwa halbwüchsig und deutlich kleiner. Der hat dann schon anders losgelegt und erst mal eine kulinarische Kennen-Lern-Runde quer durch das Becken gemacht. Der kleine Schuft machte eine gemächliche Runde durch das Becken und biss dabei in jede Koralle, die ihm geniessbar schien. Meine Gesichtszüge haben sich dabei schon ziemlich verkrampft.

      Nach ein paar Tagen hat sich das jedoch deutlich entspannt, als er merkte, dass es regelmäßig und viel Futter gab. In den Jahren danach hat es zum Glück auch keine Fressattacken auf Korallen gegeben. Nur die Keniabäumchen wurden immer wieder beiäufig gebissen, und das von allen Kaisern. Deshalb ist das auch jetzt noch meine Opferkoralle, die mit ins ander Becken musste.

      Insgesamt habe ich es definitiv nicht bereut, nur dass es so dicke Brocken sind und entsprechend Futter verlangen kann teilweise etwas viel biologische Last sein für das Becken. Sie sind übrigens weiterhin sehr scheu und spröde und halten lieber Abstand von Menschen, selbst wenn das Futter ins Becken kommt.

      Nicht so wie Chelmon oder der Parachaetodon ocellatus. Die Falter sind direkt vor der Scheibe und wollen das Futter am besten direkt in den Rüssel geschoben bekommen.
      Viele Grüße

      Sandy
    • Im Augenblick ist das Becken aufgelöst und seit einiger Zeit bastele ich mehr oder weniger daran herum.


      Tatsächlich sind es sogar sehr viele Baustellen am Becken, die ich ziemlich langsam abarbeite.
      Das Becken hat 200x70x60 als Maße und ich baue den Ablaufschacht um zu einem Rucksackablauf, Beleuchtung, Filterung, Strömung, einfach fast alles ist im Umbau. Da ist leider noch einiges zu erledigen und ich habe in den letzten Monaten recht wenig Zeit dafür gefunden.

      Ich hoffe, dass ich bald wieder etwas mehr Energie finde, um das Becken wieder in Betrieb nehmen zu können. ;(
      Viele Grüße

      Sandy
    • Hallo Sebastian,

      ehrlich gesagt würde ich im Rückblick lieber ein neues Becken kaufen, das wäre kaum teurer und hätte viel Zeit erspart. Ich habe es auch gemacht, um mich selbst in die Thematik etwas einzuarbeiten, aber Aufwand im Vergleich zu der langen Zeit dafür war es definitiv nicht wert. Das nächste Mal weiss ich es besser und kaufe direkt ein neues Becken!!

      Aber wie man so schön sagt: im Nachhinein ist es halt der adleräugige Rückblick, da weiss man alles besser! :P
      Viele Grüße

      Sandy
    • Hi Sebastian,

      ich hatte mal 1Paar Chelmon um ein Paar Forcipiger im Becken. Alle nahmen Ersatzfutter und waren einige Monate lieb ;) Aber dann wurde es teuer und die Pinzetten mussten raus. Nach ein paar Monaten hatte ich dann wieder reichlich Glasrosen. Dafür ist ein Fünfbindenfalterfisch ist eingezogen. Er alleine hat alle erreichbaren/ sichtbaren Glasrosen vernascht. Nach ein paar Monaten waren dann die Acans an der Reihe. Seit einigen Monaten schwimmt er jetzt im Verkaufsbecken bei einem belgischen Aquarienheini :-). Der Händler ist mit Falter happy, bei mir hat der Fisch min. im dicken 3stelligen Bereich LPS vernichtet - häppi für den Händler :-(.
      Nach weiteren Monaten hatte ich wieder genug Glasrosen für einen neuen Falter. Ein 3cm Chelmon zog ein. Kleine Glasrosen sieht man kaum noch, aber die großen Glasrosen werden immer mehr. Wahrscheinlich geht der Chelmi irgendwann auch an die großen Rosen und danach an die LPS. Rote und orange Korallen müssen die leckersten sein.

      Gruß
      Dietmar
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      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Dietmar Schauer ()

    • Hallo allerseits,

      mit einer genügend großen Armee von Berghia Schnecken bekommt man auch die Glasrosen in den Griff. Solange genügend Glasrosen vorhanden sind, vermehren die sich auch.
      Solange die Schnecken keine Fressfeinde haben, werden sie den Kampf gewinnen, dauert nur eine Weile.

      Viele Grüße,
      Rüdiger
    • Hallo Sebastian!

      Dass Mittel der Wahl wäre im vorliegenden Fall der Einsatz von Berghias.
      Natürlich vorausgesetzt, dass keine Lippfische vorhanden sind.
      Es gibt hin und wieder Stimmen, die solche Vorsicht für übertrieben halten.
      Auf diese Ratschläge sollte nicht gehört werden.
      So nach dem Motto - Schnecke ist nachtaktiv und deswegen treffen beide Arten nicht aufeinander.
      Ich kann dir aus eigener Erfahrung sagen, dass ich ziemlich oft noch nach dem Start der Beleuchtung die Schnecken sehen konnte.
      Was ich sehen kann, sehen die Lippfische erst recht.
      Unter einem Dutzend dieser Schneckchen sollte man nicht beginnen.
      Besser groessere Exemplare, als die etwas preiswerteren juvenilen Winzlinge.
      Der spätere Erfolg wiegt das Loch im Geldbeutel sicherlich auf!
      Außerdem kommen die Schnecken auch in jene Zonen, die den Fischen verwehrt bleiben.
      Noch einen zusätzlichen, fischigen Fressfeind mit ungewissem Ausgang einzusetzen, ist wohl nicht sinnvoll.
      Am Ende hat man zwei Verweigerer, die womöglich zu einem späteren Zeitpunkt auch noch Gefallen an den Korallen finden werden.
      Mit den Berghias habe ich stets gute Erfahrungen gemacht.
      Ist aber nichts für Ungeduldige!
      Man bekommt manchmal den Eindruck, dass sich nichts tut.
      Aber dann....
      Gruss
      Hajo
      Trenne dich nicht von deinen Illusionen!
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      aber aufhören zu leben.
      (Mark Twain)

      Wenn ich die See seh, brauch ich kein Meer mehr!
    • Hallo zusammen,

      herzlichen Dank für Eure Beiträge und zahlreichen Ratschläge!

      Ich nehme daraus mit, dass ich bei dem Chelmon wohl etwas zu schnell aufgegeben habe, was das Fressen bzw. bisherige Nicht-Fressen von Glasrosen betrifft. Vorerst werde ich mit dem Einsetzen neuer Fressfeinde noch etwas warten und beobachten sowie händisch (chemisch) gegen die Aiptasia vorgehen.

      Sollten die Glasrosen sich weiter rasant verbreiten werde ich mein Glück wohl mit einem Tangi oder Kleini versuchen. Wobei ich im Moment zu ersterem tendieren würde, da man den Tangi bei Problemen schnell wieder eingefangen hat.

      Mit den Berghias gebe ich Euch grundsätzlich recht. Das ist sicher die "korallenschonenste" Variante. Das Fehlen von Fressfeinden vorausgesetzt.
      Um mein 600-Liter-Becken mit den Schnecken glasrosenfei zu bekommen, müsste ich jedoch schon ein kleines Berghia-Zuchtbecken betreiben, wofür mir leider die Zeit fehlt.

      Ich werde hier weiter berichten!

      Beste Grüße
      Sebastian
    • Hallo Sebastian,

      theoretisch brauchst du nur zwei Exemplare ;) :D
      Die vermehren sich ganz ordentlich, solange nur genügend Aiptasien vorhanden sind.
      Ich schätze, dass es bei deiner Beckengröße mit 20 Berghias ca. 6 Monate dauert bis du die Glasrosen vollständig ausgerottet hast.

      Viele Grüße,
      Rüdiger
    • Borstel schrieb:

      Sollten die Glasrosen sich weiter rasant verbreiten werde ich mein Glück wohl mit einem Tangi oder Kleini versuchen. Wobei ich im Moment zu ersterem tendieren würde, da man den Tangi bei Problemen schnell wieder eingefangen hat.
      Stimmt, meinen kann ich fast mit der Hand fangen. Vor allem, wenn es Futter gibt. :D



      Und eine Fischfalle findet er sowieso immer interessant... ^^




      Viele Grüße,
      Ina
    • Borstel schrieb:



      Ich hatte in meinem ersten Becken einen Centropyge flavissima und in dieser Zeit nie eine Glasrose entdecken können. Bei Centropyge Argi hörte ich von ähnlichen Erfahrungen. Wie verlässlich fressen Zwergkaiser nach Euren Erfahrungen Glasrosen?

      Hi Sebastian

      Meine Flavissimas fressen ebenfalls Glasrosen und vermutlich auch Manjanos und Krusten. Einzelne Manjanos waren definitiv im Becken, sind aber mit der Zeit verschwunden. Krusten wollen in dem Becken auch nicht, werden immer Kleiner und verschwinden dann. Acans lassen die Zwerge brav in Ruhe. Andere Fressfeinde kommen nicht in Frage (Occelaris, Miraklbarsch, Korallenwächter, Sternmuräne, Riffbarsche und Salarias Ramonsus). Das Paar habe ich nun 4 Jahre.

      An Zwergkaisern habe ich auch ein Paar Loriculas. Diese verschmähen alles ausser Fischfutter. Evtl. zupfen Sie ab und an mal an einer SPS, aber mehr reinigend, sicher nicht schädigend. Die beiden habe ich seit 8 Jahren.

      Gruss
      Andi
    • Ruediger schrieb:

      Hallo Sebastian,

      theoretisch brauchst du nur zwei Exemplare ;) :D
      Die vermehren sich ganz ordentlich, solange nur genügend Aiptasien vorhanden sind.
      Ich schätze, dass es bei deiner Beckengröße mit 20 Berghias ca. 6 Monate dauert bis du die Glasrosen vollständig ausgerottet hast.

      Viele Grüße,
      Rüdiger
      Hallo Rüdiger,

      Du könntest recht haben. Allerdings müssen dann wohl die Fridmani so lange ausziehen. Und meine Ostorhinchus parvulus vermutlich auch. Sonst sind die Berghias nur ein teurer Snack :D



      Hallo Ina,


      schöne Fotos! Hübsch finde ich den Acreichthys tomentosus und durchaus auch interessant im Verhalten. So war bei mir der Tangi früher immer einer der ersten am Salatbuffet und hat sich da auch von den Docs nicht verjagen lassen.




      A.L. schrieb:

      Borstel schrieb:

      Ich hatte in meinem ersten Becken einen Centropyge flavissima und in dieser Zeit nie eine Glasrose entdecken können. Bei Centropyge Argi hörte ich von ähnlichen Erfahrungen. Wie verlässlich fressen Zwergkaiser nach Euren Erfahrungen Glasrosen?
      Hi Sebastian

      Meine Flavissimas fressen ebenfalls Glasrosen und vermutlich auch Manjanos und Krusten. Einzelne Manjanos waren definitiv im Becken, sind aber mit der Zeit verschwunden. Krusten wollen in dem Becken auch nicht, werden immer Kleiner und verschwinden dann. Acans lassen die Zwerge brav in Ruhe. Andere Fressfeinde kommen nicht in Frage (Occelaris, Miraklbarsch, Korallenwächter, Sternmuräne, Riffbarsche und Salarias Ramonsus). Das Paar habe ich nun 4 Jahre.

      An Zwergkaisern habe ich auch ein Paar Loriculas. Diese verschmähen alles ausser Fischfutter. Evtl. zupfen Sie ab und an mal an einer SPS, aber mehr reinigend, sicher nicht schädigend. Die beiden habe ich seit 8 Jahren.

      Gruss
      Andi
      Hallo Andi,

      vielen Dank für Deinen Erfahrungsbericht! Vielleicht ist ja Centropyge flavissima auch noch eine Überlegung wert, falls ein weiterer Fressfeind einziehen soll. Ein wirklich toller Fisch, wie ich finde. Nicht wirklich "reefsave", aber dafür wunderschön. Die Krusten müssten dann wohl raus aus dem Becken ...


      Viele Grüße
      Sebastian