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Vergesellschaftung von Kaisern im 1400 Liter Becken

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    • Rauchkaiser und Samtkaiser sollten kein Problem sein, die sind auch insgesamt recht verträglich. Bei den echten Großkaisern wird es etwas kitzlig.Ich fürchte, für die ist Dein Becken auch noch etwas zu klein. Insbesondere wenn Du auch Korallen noch im Becken ansiedeln möchtest wird es ein tränenreicher Weg werden zusammen mit den Kaisern.

      Mein bester Rat ist deshalb, sämtliche Kaiser aus den Gattungen Pomacanthus und Holacanthus erst mal außen vor zu lassen. Wenn es unbedingt ein Pomacanthus sein soll, dann noch am ehesten der Traumkaiser. Dann würde ich aber auch keinen weiteren Großkaiser mehr dazusetzen.
      Viele Grüße

      Sandy
    • Im Grunde, ja. Aber nur, wenn du mit juvenilen Arten beginnst und für eine gut zerklüftete Rifflandschaft sorgst.Persoenlich würde ich zu nur 3 Arten neigen.
      Von Vorteil ist eine Vergesellschaftung mit Riffbarschen (Anthias, Chromis etc). Grosskaiser in kleineren Aquarien benötigen einige Ablenkung. Sonst beschäftigen sie sich mehr mit sich selbst, als es (manchmal) gut (für sie) ist.
      Eine gute Wahl wäre noch die Gesellschaft von Doktoren.
      Dafür müsstest du aber wegen späteren Platzmangels auf noch eine Grosskaiserart verzichten.


      Gruss
      Hajo
      Trenne dich nicht von deinen Illusionen!
      Wenn sie verschwunden sind, wirst du weiter existieren,
      aber aufhören zu leben.
      (Mark Twain)

      Wenn ich die See seh, brauch ich kein Meer mehr!
    • Es gibt verschiedene Ansichten über die Pflege von Grosskaisern im Aquarium.
      Nicht nur das! Es soll auch Meinungen geben, die besagen, dass eine Vergesellschaftung von Großkaisern mit Korallen nicht möglich ist.
      Im letzteren Fall möchte ich widersprechen.
      Die unten gezeigten Aufnahmen belegen das in aller Deutlichkeit.
      Man muss nur wissen, wie man dieses Risiko angeht!
      Wer mit kleinen Korallenschnipseln anfängt sein Becken für die Großkaiser aufzuhübschen, der hat schon verloren.
      Erst sollten größere Korallenblöcke vorhanden sein, ehe die Kaiser einziehen.
      Die kleinen Stecklinge werden kaum überleben.
      Auch sollte im Laufe der Eingewöhnung die Vorlieben der Kaiser für die eine oder andere Koralle geklärt sein.
      Die malträtierten Exemplare dürfen ruhig durch andere Arten ersetzt werden.
      Irgendwann passt es dann mit den Nachbarn und ein Riff wächst heran.
      Die Aufnahmen habe ich wahllos herausgegriffen.
      Sie sollen zeigen dass weder die Fische noch die Korallen leiden. Deren Wuchs ist unter stengen Gesichtspunkten nicht sonderlich optimal.
      Das liegt aber keineswegs an den Fischen, sondern an der nicht optimalen Beleuchtung!
      Wenn`s sein muss, würde ich dann auf den Pomacanthus verzichten.
      Gruß
      Hajo
















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    • Mein Rat wäre auf den chrysurus zu verzichten. Ich würde auch dazu raten, zuerst das Becken mit vielen Korallen zu bestücken und erst einiges später die Kaiser einzusetzen. Auch später, wenn neue Korallen hineinkommen besser in Schüben mit mehr als nur ein oder zwei Korallen ins Schaubecken bringen, damit sich die Neugierde der Kaiser verteilt auf die Tätigkeit und viele Korallen.

      Sonst hast Du ein paar naschhafte Kaiser, die sich auf einen einen Neuzugang konzentrieren, diesen untersuchen und dann schnell niedermachen.

      Wenn Du merkst, dass eine Korallenart immer wieder verbissen wird, kannst Du nur entscheiden, ob sie nicht mehr ins Becken kommt oder sie als "Opferkoralle" sogar speziell dafür im Becken zu etablieren. Bei mir ist das z.B. das Keniabäumchen. Das mögen meine Rauchkaiser und Zwergkaiser nebenbei immer wieder gerne.

      Insgesamt jedoch musst Du Dich mit dem Gedanken anfreunden, dass die Korallen definitiv nicht so gut stehen wie in einem Becken ohne Kaiser und teilweise auch nicht zu etablieren sind bei zu starkem Verbiss.
      Viele Grüße

      Sandy
    • Robert schrieb:

      Sehr interessant und wunderschöne Fische!!! welche Beckengröße hast Du Hajo?
      Das ist mein altes Becken gewesen. Mittlerweile wurde es aufgelöst und durch kleinere Becken ersetzt. Es hatte 2400l.

      Gruss
      Hajo
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    • Der ist etwas schwierig.
      Das ist der größte Stinkstiefel, was die "Konkurrenz" angeht.
      Je groesser er wird, desto ruppiger!
      Nicht gegen die Korallen, sondern gegen Artgenossen.
      Weniger gegen Genicanthus-Arten.
      Ich musste ihn später entfernen.
      Gruss
      Hajo
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    • Es waren deren zwei.
      Wegen der Zankereien hatte ich den ersten Ciliaris nach ca. 3 Jahren abgegeben. Der 2. Versuch lebte ungefähr 5-6 Jahre bei mir, ehe ich ihn mit der Groesse von ca. 25cm an ein öffentliches Aquarium abgeben konnte.
      Diese Art ist mit Artgenossen schwierig zu halten.
      Es befanden sich zu dieser Zeit an Kaiserfisch-Arten noch P. chrysurus, Pygoplites diacanthus, P. navarchus, Genicanthus Lamarck und einige Zwergkaiser im Becken.
      Ohne den Ciliaris verlief das weitere Leben im Becken ohne Stress.

      An deiner Stelle würde ich es mit Apolemichthys, Chaetodontoplus und einer Genicanthus-Art versuchen.
      Genicanthus ist ein Hingucker im Freiwasser. Auch wegen der unterschiedlichen Farbmuster der beiden Geschlechter eine Augenweide!
      Den Lamarck bitte nicht. Kleinbleibend ist das Männchen beileibe nicht!
      Gruss
      Hajo
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    • Wenn du dich auf nur diese einzelne Art beschränkst, wird es kein Problem sein.
      Ich würde die Paarhaltung sowieso ganz oben anstellen!
      Du hast dir eine interessante Art ausgesucht.
      Dieser Fisch ist zwittrig veranlagt.
      Es gibt also selten innerartlicher Stress.
      Es zuckelt sich zurecht. :D
      Das ist bei der Pflege von Grosskaisern bereits die halbe Miete.
      Voraussetzung ist allerdings der Beginn mit juvenilen Tieren (5-6cm).
      Mit jedem cm mehr erhöht sich auch der Anfangsstress.
      Lass dich nicht abschrecken von mancher Angabe der Körperlänge.
      Das Männchen wird deutlich groesser als das weibliche Tier.
      Selten werden Längen über 20cm erreicht (männliche Exemplar).
      Von Vergesellschaftung mit anderen Grosskaisern möchte ich abraten.
      Centropyge ausgenommen.
      Dieser Fisch wird seit Jahrzehnten gepflegt.
      Erst in reinen Fischaquarien. Dann später im Riffbecken mit ausgewählten Korallen.
      Man sollte sich frühzeitig entscheiden, was das Ziel sein soll.
      Mit diesen Fischen, sofern man ihnen eine optimale Pflege angedeiht, kann man alt werden!
      Hast du aber vor, den Schwerpunkt bei den Korallen zu setzen, dann ist dieser Fisch dafür nicht geeignet.
      Das soll aber nicht heißen, dass kein Kompromiss gefunden werden kann.
      Paru, Ciliaris und Imperator sind da ganz andere Kaliber!
      Gruss
      Hajo
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    • Vergesellschaftung von Kaisern im 1400 Liter Becken

      Hallo Robert

      Ich habe 5.500 Liter und selbst bei mir klappt das nicht richtig mit Pomacanthus und Holacanthus.

      2 Pomacanthus imperator sind mit einem Pomacanthus annularis eingezogen. Nicht größer als eine Münze. Außerdem zwei Holacanthus clarionensis. Alles verlief super. Irgendwann wurde der größere Clarionensis ruppig und ist den kleineren der beiden Imperatoren angegangen. Der war immerhin größer als der Clarionensis. Als dieser sich dann nur noch oben in einer Ecke verkrochen hat habe ich den Clarionensis entfernt und in eines meiner anderen Becken gesetzt. Jetzt fing jedoch der größere Imperator an auf den kleineren zu jagen. Also den größeren Imperator entfernt. Annularis war schon friedlich. Als der verbleibende imperator wieder richtig fit war nach mehrerer Wochen und sich wieder frei bewegte habe ich den großen Imperator wieder eingesetzt. Jetzt bekam der neue vom Annularis Dresche obwohl dieser größer war. Das "Knurren" ging wir auch akustisch auf den Senkel also Annularis raus. Jetzt machte sich nach einigen Tagen der große Imperator wieder über den kleineren her. Jetzt ist der kleine raus. Der große Clarionensis wieder ins Becken. Kein Problem mit Imperator. Der viel kleinere Clarionensis jagt ein paar Tage den neuen viel größeren. Nach einer Woche genau umgedreht. Der kleine versteckt sich in den Korallen.

      Hatte ich damals nur die zwei Imperator eingesetzt hätte es vermutlich geklappt.

      Pomacanthus oder Holacanthus möchte ich dir nicht empfehlen. Wenn evtl nur den Navarchus. Klar geht einer aber das werden fast alle Klodeckel von der Größe. Mir gefällt ein Naso vlamengii von der Größe nicht mehr und der ist erst 30cm groß. Das wirkt bei einem 4m Becken schon zu groß.

      Ich habe verschiedene Arten Apolemichthys. Das klappt auch untereinander gut. Ich habe mehre Arten Chaetodontoplus. Auch hier gibt es keine Probleme. Die sind auch friedlicher und werden nicht zu groß. Ich kann Hajo mit Genicanthus nur zustimmen. Die sind mehr im Freiwasser unterwegs und somit on top zu den anderen Kaisern immer möglich. Pygoplites ist der schönste von allen und ist auch gut zu vergesellschaften.

      Gruß Torben
    • Torben schrieb:






      Hatte ich damals nur die zwei Imperator eingesetzt hätte es vermutlich geklappt.


      Ich habe verschiedene Arten Apolemichthys. Das klappt auch untereinander gut. Ich habe mehre Arten Chaetodontoplus.
      Ersteres wäre die optimale Lösung gewesen. Mein Imperator hat noch nicht einmal Zwergkaiser geduldet....
      Apolemichthys und Chaetodontoplus sind die besseren Pfleglinge.
      Der Tricolor allerdings auch. Er ist die sanfte Schwester vom Ciliaris. :D
      Gruss
      Hajo
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    • Dasselbe Vergnügen bekommst du mit 2 kleinen Exemplaren (Weibchen).
      Einen Dreierpack würde ich für größere Becken empfehlen.
      Neben dem Semifasciatus ist der Bellus ebenso farbenfroh.
      Er bleibt letztendlich auch kleiner.
      Egal, für welche Art du dich entscheidest - mit Genicanthus kommt wesentlich mehr Schwung ins Becken, als durch die doch etwas ruhigeren Grosskaiser.
      Wobei mich bei denen immer die lässige und elegante Schwimmweise
      eines größeren Fisches begeistert.
      Gruss
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    • Robert schrieb:

      der Semifasciatus ist allerdings mittlerweile kaum mehr zu bekommen :(
      du solltest einen Vorbestellung tätigen.
      Bei manchen Fischen muss man sich in Geduld üben.
      Sie tauchen ab und an in den Stocklisten der Händler auf.

      Gruss
      Hajo
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    • Ich will mal so sagen: Gesunde Fische sind ein Gewinn.
      Hier ist es angebracht, den alten Lenin zu zitieren:
      Vertrauen ist gut. Kontrolle ist besser.
      Viele Händler beziehen von dort.
      Es gibt auch Ausfälle.
      Futterfest ist auch ein äußerst dehnbarer Begriff.
      Bei einigen Händlern reichen da schon Artemia!!!
      Damit hat ein unseriösen Handel bereits seine Pflicht getan.
      Du musst meist damit rechnen, den Fisch nicht nur anständig zu aklimatisieren, sondern dann auch an die verschiedenen Futtersorten zu bringen.
      Das kann bei Futterspezialisten eine spannende Aufgabe werden.
      Davon ausgenommen sind die Nachzuchten.
      Auch dein Händler vor Ort kann nicht sicher sein, was er da bekommt.
      Auf den Stocklisten findest du ja nicht den Gesundheitszustand vermerkt.
      Bei besonders heiklen Fischen läuft es sowieso nur über zahlungspflichtige Vorbestellungen.
      Wenn ich für jeden, als gesund und futterfest gepriesenen, erworbenen Fisch meine Hand ins Feuer legen würde, wäre ich heute einarmig!
      Gruss
      Hajo
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    • Wenn der Fisch gesund ist und frisst, dann sind mir die Kosten (fast) egal!
      Es ist manchmal so, wie bei der Technik: Wer billig kauft, kauft zweimal!
      Erst wenn Krankheiten den Bestand dahinraffen, wird man sensibler und denkt über eventuelle Ursachen nach.
      Irgendwann kommt man dann zu der Einsicht, dass die persönliche Kontrolle vor Ort doch die bessere Wahl gewesen wäre.
      Wobei - nichts ist vollkommen und absolut sicher!
      Deswegen empfehle ich allen Fischliebhabern das Übergangsbecken.
      Eine bessere Sicherheit gibt es nicht.
      Außerdem kann man in diesen Becken heikle Nahrungsverweiger an das geeignete Futter gut gewöhnen.
      Es ist leider auch völlig normal, wenn ein Neuer im Übergangsbecken nicht überlebt, weil eine Krankheit nicht rechtzeitig erkannt wird.
      Das ist immer noch besser, als wenn die Krankheit im Riffbecken ausgebrochen wäre.
      Gruss
      Hajo
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