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Verändert sich Jod bei Tageslicht?

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    • Hallo Tina,
      Ob das Jod noch verwertbar ist weiss ich nicht, vielleicht meldet sich noch einer von den Chemikern .
      Ich habe Betaisodona im Einsatz, in der Orginal Plastik Verpackung ist die Lösung nach längerer Zeit fast klar geworden (verwendbar 03.2020) , in einer braunen Glasflasche ist die Farbe noch wie am ersten Tag.
      Also lieber eine dunkle Flasche verwenden !
      Gruß
      Reiner
    • Zuviel Text Hajo :P .

      Zitat aus dem Beitrag:"Iod darf niemals Licht ausgesetzt werden und muss zudem kühl (am besten im Kühlschrank) gelagert werden. Brauchbare Lösungen erkennt man an der braunen Farbe."

      LG
      Daniel
    • Hallo Daniel,

      auch dir ein frohes und gesundes neues Jahr! :wink

      Zuviel Information hat noch niemand geschadet.
      Deine Kurzform beantwortet zwar die Frage, aber ebenso informativ in dem Link sind die Erklärungen drumheruml :P
      Ich mag es meist auch kurz und knapp.
      Die Erfahrung zeigt aber, dass danach meist Nachfragen kommen.
      Das wiederum sagt mir, das eine ausführlichere Informationsart besser ankommen wird.
      Gruss
      Hajo
      Trenne dich nicht von deinen Illusionen!
      Wenn sie verschwunden sind, wirst du weiter existieren,
      aber aufhören zu leben.
      (Mark Twain)

      Wenn ich die See seh, brauch ich kein Meer mehr!
    • Es wandelt sich immer ein kleiner Teil von Iod (braun) zu Iodid (transparent) und anders herum um. Deswegen riechen auch reine Iodidprodukte nach einer Weile ein klein wenig nach Iod.
      Bei unseren Versuchen nahm bei einer Iod-Lösung, die in einer transparenten PET-Flasche am Fenster (Südseite) gelagert wurde, die Konzentration um ca. 10% pro Jahr ab (der Versuche lief über 107 Monate). Eine Lagerung im Dunkeln oder in einer braunen Flasche ist bei Iod-Iodkalium angebracht.
      Ich möchte bezweifeln, dass eine Iodid-Lösung genauso toxisch ist wie eine Iod-Iodkalium-Lösung. Iodid hat keine großartigen desinfizierenden Eigenschaften - Iod hingegen sehr. Wir empfehlen unseren Kunden immer, dass die Iodid-Lösung die Anfängervariante ist, bei der nichts großartig Schlimmes passieren kann (wenn man von einer gewaltigen Überdosierung mal absieht). Die Iod-Iodkalium-Lösung sollte sehr vorsichtig gehandhabt werden und am besten immer verbunden mit regelmäßiger Iodmessung.

      Wenn doch einmal ein Unglück passiert ist, hilft eine sofortige Aktivkohlfilterung.

      Povidon gehört meiner Meinung nach nicht in das Aquarium und ist nur sinnvoll bei direkter Anwendung: Desinfizierung von Wunden bei Fischen und Behandlung von frischen Steinkorallenbruchstellen, bzw. Weichkorallenschnittstellen.
      LG Burkhard
    • moin,

      als man seinerzeit das jod für die aquaristik entdeckte, ging man zur apotheke und kaufte das bräunliche zeugs.

      man war ja findig;-)

      war in undurchsichtigen kunsstoffflaschen oder braunen aus glas abgefüllt.

      das jod wurde tropfenweise mit pipette oder als tropfflasche dem becken zugegeben.

      wer es verdünnte und in lichtdurchlässigen behältnissen aufbewahrte, werlebte das ausbleichen der lösung.

      findige köpfe brachten später dann das jodit auf den aquaristischen markt.
      ansonsten
      gruss
      joe

      korallenfarm.de H
      "ULTRA-C o r a l s - made in Germany"
      der weg ist das ziel!
      theorie ist: wenn man alles weis und nichts funktioniert.
      praxis ist: wenn alles funktioniert und keiner weis warum.
    • Hallo zusammen,
      Ich bin gerade etwas verwundert, vielleicht könnt ihr mich diesbezüglich aufklären:
      Wasserauswertung von ati sagte mir Freitag das Jod auf normalstand sei (wie immer,als ich auch von Hand dosierte u das Jod "jodfarbe" hatte). Nun sollte das Farblose Jod ja weniger wirksam sein.dem war aber nach der Auswertung nicht so.

      Ich habe dennoch versucht die neue Mixtur abzudunkeln. Da ich keine braune Flasche hatte, habe ich die bislang genutzte mit einer dicken schwarzen Strumpfhose (hab die Flasche ins Bein gesteckt, Frau ist ja erfinderisch) 2x eingehüllt. Flasche war absolut lichtundurchlässig und mit Korken versehen. Da ich noch etwas Substanz übrig hatte habe ich diese ebenfalls in einer glasflasche mit Strumpfhose verpackt und in einen dunklen Schrank gestellt. Heute sind beide Substanzen wieder durchsichtig... Ob Jod das "umkippen" in andere Substanzen schon nicht abkann?

      Da die Werte stimmten werde ich die Flasche verwenden, dennoch wirft das ganze ein Fragezeichen bei mir auf.

      Vg Tina
    • Neu

      Hallo Tina.

      Ich versuche mal eine Erklärung: ATI nutzt eine ICP-OES Analyse, wohl mit einem ARCOS II. Deine Probe wird in ein Plasma "umgewandelt" (also hoch erhitzt), so dass alle Verbindungen in ihre einzelnen Elemente zerlegt werden. Und diese werden dann gemessen. Dem Gerät ist es also völlig egal, welche Jod-Verbindung du im Wasser hast, es zeigt nur die Menge an dem Element JOD an und die bleibt in deiner Flasche konstant, es ändert sich nur die Verbindung( und damit die Färbung).

      spectro.de/-/media/ametekspect…tro_arcos_brochure_de.pdf


      Wenn ein Chemiker es besser erklären kann, bitte machen.

      LG
      Daniel

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Daniel Rother ()

    • Neu

      Bin zwar auch kein Chemiker, aber ich versuche es einmal.

      Die Tropfentests können nur Iod und Iodid nachweisen. Die Vielelementanalysen (so viel ich weiß arbeiten alle Anbieter in der Aquaristik mit der ICP, ob nun ICP-OES oder ICP-MS ist egal) weisen jede Form von Iod nach, also auch Iodat, Polyiod und organische Iodverbindungen.
      Wenn man regelmäßig Iod dosiert, sollte man auf jeden Fall zumindest einmal im Jahr eine ICP-Analyse machen lassen, gerade bei Aquariensystemen mit wenig oder keinem Wasserwechsel.

      Bioverfügbarkeit: ich gehe davon aus, dass die Biologie so flexible ist, dass sie jede Form von Iod direkt oder indirekt aufnehmen kann. Genaue Untersuchungen kenne ich leider nicht.
      Die Iodidlösungen wirken auf keinen Fall desinfizierend (was nicht heiß, dass Vergiftungserscheinungen auftreten können bei Überdosierung).
      Die Iod-Lösungen (Iod-Iodkalium, Iod-Iodkalium-Polyiod, Lugol, Betaisodona) haben desinfizierenden Eigenschaften - Überdosierungen sind sehr schnell mit Schäden verbunden. Für Anfänger empfehle ich immer die Iodid-Lösungen.
      LG Burkhard
    • Neu

      Hallo Tina,
      Noch einmal zum Verständnis, du mischt Jod (in welcher Form auch immer) mit anderen "Spurenelementen" ?
      So lese ich es aus deinem ersten Beitrag.
      Ich denke mal du hast dich vorher informiert was zusammen gemischt werden kann ?!
      Ansonsten behaupte ich mal, Jod reagiert mit anderen Substanzen "allergisch".
      Es entstehen Verbindungen die entweder ausfallen oder die Farbe verändern.
      Bestes Beispiel ist, wenn du zwei gesundheitsschädliche Elemente mischst, Cl + Na = NaCl (Salz) ergibt etwas lebensnotwendiges !
      Gruß
      Reiner
    • Neu

      Hallo,

      Die Lugolsche Lösung ist eine Mischung aus Kaliumjodid und Iod. Iod selber löst sich schlecht (<0,3g/l) in Wasser. Durch die Zugabe von KI kann die Löslichkeit jedoch deutlich gesteigert werden da I2 mit dem KI reagiert zum Kaliumtriodid. Auch als Polyiodid bezeichnet, eine besondere Eigenschaft des Iod, die abhängig ist von der Kationengröße.
      Setzt man KI Lösungen Licht aus wird das Iodid oxidiert und fällt aus (erkennbar an der Gelbfärbung der vorher farblosen Lösung), wobei es theoretisch immernoch verfügbar ist, da Iod ja gut in in Iodid-Lösungen löslich ist (da bin ich mir aber unsicher ab wann, es kann sein das erst ein Gleichgewicht erreicht werden muss)
      Wenn die selbe Reaktion nun in der Lugolschen Lösung stattfindet, fällt die 3 fache Menge Iod aus. Iod selber wirkt desinfizierend. Vermutlich nimmt man aus historischen Gründen derartige Lösungen ( Lugolsche Lösung, Betaisodona) da sie damals leicht verfügbar waren und der Fachhandel Iodid nicht angeboten hat. Im Meerwasser liegt Iod jedoch als I- / IO3- vor.

      Die ganze passiert nicht in Sekunden, es dauert schon seine Zeit. Also nicht übertreiben, einzig Silberiodid reagiert so schnell das es in der Photographie eingesetzt wurde.

      Zum Thema ICP, ob MS oder OES ist egal, hierbei unterscheidet sich nur die Detektion. Die Probe wird im Argonstrom vernebelt. Dieser Nebel wird in die Plasmaflamme geleitet und hier werden die einzelnen Moleküle atomisiert / Ionisiert. Heißt Iod, Iodit, Iodat, Polyiodid etc werden in Iod Atome überführt. Diese Iod Atome werden angeregt und beim Übergang in den nicht angeregten Zustand wird die freiwerdende Energie in form von Licht einer ganz bestimmten Wellenlänge (sehr schmale und charakteristische Bande, für Details mal nach Emmisionsspektrum suchen) bestimmt (OES Verfahren). Deswegen stimmt der Posphat Gehalt mittels ICP selten mit dem Photometrischen Gehalt überein. Die ICP misst alle Phosporverbindungen, der Tröpfchentest hingegen nur PO4. Also ist der PO4 Gehalt in der ICP immer höher, wenn nicht, stimmt was nicht.


      Hoffe alle fragen klären zu können.

      Gruß
      Robin
    • Neu

      RPB schrieb:

      Wenn die selbe Reaktion nun in der Lugolschen Lösung stattfindet, fällt die 3 fache Menge Iod aus.
      Da fehlt noch was. Es kann sich kein Trijodid bilden wie bei einer reinen Jodidlösung ( es liegt ja schon als Trijodid vor), daher fällt hier defintiv Iod aus, das nicht mehr zur verfügug steht!
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