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Cyanos... Ideen?

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    • So, Zeit für ein Update - die Cyanos gehen zurück. Ich glaube auch, dass ich den Grund dafür gefunden habe...

      Mit dem Übersiedeln ins neue Becken habe ich nämlich noch zwei Dinge geändert: einerseits die verwendete Salzsorte (das war es aber nicht), andererseits habe ich wegen er doch schnellen Übersiedelung zum ersten Mal Bakterien verwendet (Microbe-Lift Nite-out und Special Blend).

      Dosiert habe ich diese Baks lt. Anleitung für den Start und später dann die tourlichen Zugaben.

      Ich habe beim Bekämpfen der Cyanos viel probiert (siehe Thread) aber möglichst immer nur eine Änderung zur gleichen Zeit durchgeführt und dann abgewartet um zu sehen was wirkt.

      Spannend wurde es, als dann der KH auf 8 auch nicht gebracht hat. Der nächste Versuch war eine starke Zudosierung von Bakterien um damit Konkurrenz zu den Cyanos ins Becken zu bringen. Also Special Blend und Nite-out stark dosiert hinzugefügt (Nite-out bei Dunkelheit, Special Blend am Tag).

      Der nächste Morgen war ein Schock - über Nacht sind die Cyanos explodiert. Die in den Mitteln wahrscheinlich enthaltenen Nährstoffe für die "guten" Bakterien dürften ein Buffet für die Cyanos gewesen sein. Ich denke einmal, dass die tourlichen Gaben lt. Anleitung für meine Cyanos auch ein Festmahl waren.

      Ich habe daraufhin innerhalb von zwei Wochen zwei Wasserwechsel mit je 10 Prozent durchgeführt (den ersten mit Reef Crystal Salz), den zweiten zur Hälfte Reef Crystal und Red Sea (das Salz mit dem ich das Becken auch gestartet habe).

      Schon zwei Tage nach dem ersten Wasserwechsel haben die Cyanos die nicht abgesaugt wurden die Farbe geändert. Sie wechselten in großen Bereich von Purpurrot zu eher lila/blassblau, in weiterer Folge tlw. gelblich/grünlich.

      Heute hat der erwähnte zweite Wasserwechsel statt gefunden - mal sehen was dieser in den nächsten 48 Stunden für Auswirkungen zeigt. Gehen sie weiter zurück waren es definitiv die dosierten Bakterienpräperate. Verstärken sie sich wieder haben auch die Spurenelemente im Red Sea ihren Teil dazu beigetragen.

      In Summe auf jeden Fall ein Erfolg - auch wenn noch immer Beläge vorhanden sind.
    • Hallo Andreas,

      deine bisherigen Maßnahmen haben wieder einmal bestätigt, was ich auch in meinem nun schon vor einigen Jahren verfassten Artikel geschrieben habe, nämlich dass die Zugabe von Bakterienpräparaten wohl nichts bringt, ebenso wie Veränderungen der Alkalinität und auch nicht Änderungen der Nährstoffverhältnisse.
      Gerade in neu eingerichteten Aquarien sind es offensichtlich die noch nicht von anderen Organismen besiedelten Freiflächen, die die Cyanobakterien als ausgesprochene Primärbesiedler hinsichtlich einer Massenvermehrung besonders fördern. Diese verteidigen dann ihre Ansiedlung gegenüber anderen konkurrierenden Organismen auch noch durch Abgabe von hemmenden Toxinen. Fördernd wirkt dabei meist auch noch eine kräftige Strömung.
      Ein sofortiger dichter Besatz mit Korallen etc. bei der Neueinrichtung wirkt Cyanoplagen nach vielfältigen Erfahrungsberichten am besten entgegen. Ein dauerhaftes Stören hilft erfahrungsgemäß auch recht gut, da dies Konkurrenten eine Chance zur Ansiedlung verschafft. Allerdings braucht man da einen langen Atem.
      Dass ein Wechsel der Salzmischungen Bekämpfungserfolge zeigt, wird auch gelegentlich beobachtet. Warum dies dann der Fall ist, scheint aber nicht näher ermittelt worden zu sein.
      Ich würde an deiner Stelle beides kombinieren, also zum Salzwechsel auch noch so oft wie möglich die Beläge abpinseln. Eine zusätzliche Verbreitung der Cyanobakterien findet dabei nicht statt, denn an freien Stellen sitzen sie normalerweise ohnehin schon, an von anderen Organismen besetzten Bereichen werden sie sich aber nur schwer festsetzen können.

      Gruß

      Bernd
    • Genau Bernd,ich habe meine ersten Erfahrungen mit Cyanos in 2005 gemacht,ca ein Jahr nach Beckenstart meines ersten Aquariums. Ich habe damals nur ,wie heute immer noch,Salzsorte gewechselt und immer jede Woche WW 10-20%,was dann irgendwann zum Erfolg führte.
      Den ganzen Hype um Bakterienpräparate gab es vor 15Jahren noch gar nicht und wir wurden die Plagen auch los.
      Aber gerade weil es so viele Produkte gibt,welche ja Alle helfen sollen, werden zu viele Experimente in EINEN Becken
      angewendet,was es am Ende nur noch schlimmer macht.
      Genau diese Erfahrung musste ich im ganzen letzten Jahr machen und habe dabei den Kampf verloren, mein Becken komplett abgeschossen.
      Mein Neues kleines läuft jetzt im 4.Monat,Cyanofrei und ohne Algen oder irgendeine Einfahrphase,
      jede Woche 5% WW,ohne Spurenelemente,Bacs oder ähnliches. Defizite im Kalkhaushalt werden händisch mit Ballingsalzen ausgeglichen,fertig.
      Grüße Torsten
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    • Eine Woche ist vergangen seit dem letzten Wasserwechsel. Die Cyanos sind zwar nicht ganz verschwunden, haben aber merklich an Gebiet und Dichte verloren. Spannend ist auch, das sie an manchen Flächen wo sie zurückgehen die Farbe wechseln und von purpurrot in tlw. blassgelbe wechseln bevor sie dort ganz verschwinden.

      Ich werde jetzt die restlichen Flächen wie eigentlich geplant mit Korallen besetzen. Leider musste ich das wegen der Cyanos stoppen, da ich keine Verluste riskieren wollte. Das wird hoffentlich weitere Konkurrenz bringen.

      Wasserwechsel muss ich für die nächste Zeit aussetzen, es schwimmt gerade Kauderninachwuchs im Technikbecken. Denen will ich den Stress ersparen.
    • Leider lief es nicht ganz so gut weiter - obwohl es ja Ende Jänner schon nach Besserung ausgesehen hatte.

      Die Cyanos gingen zurück - leider nur für kurze Zeit. Dann kamen sie Stück für Stück zurück und sind mittlerweile wieder stark vorhanden.

      Die Bakterienzusätze die ich als Verursacher/Verstärker in Verdacht hatte waren es also anscheinend auch nicht. Zumindest nicht alleine - ich habe nichts mehr zudosiert, trotzdem nehmen sie mittlerweile wieder überhand.

      Ich habe heute ein Pärchen Phalaena Grundeln eingesetzt - diese haben ja den Ruf Cyanos zu fressen. Obs wahr ist wird sich weisen. Zumindest haben sie schon ein paar Maul voll davon genommen... könnte aber länger dauern bis man hier Erfolge sieht.

      Ein weiterer Vorschlag war für drei Tage intensiv eine gewisse Aktivkohle einzusetzen - das habe ich heute auch gestartet. In der Queue ist dann letztlich nur noch der Vorschlag von Wilro,was den N-DOC Test betrifft. Hier muss ich aber mal sehen, wo man diesen in Österreich beziehen kann.
    • Hallo Andreas,

      auch wenn ich hier nichts mehr schreiben wollte, dafür kannst Du ja nichts, habe ich meine Cyanos auch mit diesem Tier Conomurex luhuanus Fechterschnecke, Blutmund-Schnecke in einem meiner kleineren Becken in den Griff bekommen. (ca 200l).

      Zeitweise war der gesamte Sandboden überzogen.
      Habe allerdings auch beobachtet, dass sie, nachdem am Boden alles
      vertilgt war, an den Steinen herauf geklettert sind um die die letzten
      Cyanoreste zu holen.
      Fressen seit kurzem Futtertabletten und dem Seeigel die Gurke weg.
      Kann muss aber nicht
      Gruß der Peter
    • Hallo Andreas,

      ich verzweifle auch an meinem Cyano-Problem. Es wird einfach nicht besser.

      Ich habe auch schon alles mögliche ausprobiert, aber bisher ohne Erfolg. Aktuell versuche ich nun RED X. Die erste Anwendung (6 Tage Behandlung + 5 Tage Ruhephase) hat nur sehr leichte Verbesserung gebracht.

      Ich warte nun bis zum Wochenende und starte dann nochmal eine zweite Behandlungsrunde.

      Über die Schnecken habe ich auch sehr intensiv nachgedacht und bisher fast ausnahmslos positive Berichte gelesen.

      Allerdings konnte ich die Schnecken nirgendwo als Nachzucht finden und daher kommen die als Lösung für mich nicht in Betracht.

      Schöne Grüße
      Ralf
    • Hi,
      ich kämpfe auch seit dem Sommer mit Cyanos.
      Was alles bei mir nicht geholfen hat:

      - Phytoplankton Zugabe, verschiedene Arten.
      - Nadelschnecken - Cerithium Caeruleum 20 Stück auf 400 Liter
      - Kein Wasserwechsel mehr für 6-7 Wochen
      - Bakterienpräparate

      Aktuell versuche ich es mit Lichtentzug für 7 Tage.
      2 Tage kein Licht, danach ein paar Stunden nur blau, violett und kaltweiss 8000k mit 10% der ursprünglichen Lichtstärke.

      Mal sehen, ob es was bringt...
    • Hallo Bernd,

      ich gebe dir Recht, in deinem Link bzw. auch hier im Thread steht schon unglaublich viel an guter Information. Nur ich verstehe leider auch gerade jeden, der auch die letzten Strohhalme ausprobiert um die Plage loszuwerden - darum auch den Versuch von Minukanthara die Beleuchtungszeit zu reduzieren.

      Ich habe im 2 Wochen Rythmus diverse Möglichkeiten ausprobiert. Möglichst immer einzelne Maßnahmen um auch zu sehen ob es wirkt oder nicht. Letztlich kann es dann auch eine Kombination von Maßnahmen gewesen sein und wir sind wieder nicht schlauer wie zuvor.

      Aber ich bin auch langsam an dem Punkt wo ich keine Ideen mehr habe...

      Am Donnerstag schicke ich einen Wassertest ein - in der Hoffnung, dass hier etwas zu finden ist.
    • Genauso ist es...
      Habe in den letzten 9 Monaten viel gelesen und so einiges ausprobiert.
      Bei dem einen scheint Möglichkeit A zu helfen, bei dem Anderen B und bei dem Übernächsten eine Kombination aus C und Y usw...

      Da bring einem das Hobby an die Grenzen des Ertragbaren...
      ;(
    • Hallo Andreas,

      bei Cyanos mache ich folgendes:

      Zuerst die Bekämpfung am Abend, wenn die Ausbreitung am größten ist!

      Wenn die Matten auf dem Sand ausreichend dicht sind kann man sie mit etwas Geschick mit den Fingern vorsichtig aufrollen und das Bündel heraus nehmen.

      Mit einer Futterpipette mit einem größeren Loch von Gestein/Korallen ablösen und direkt aufsaugen.

      Die verbleibenden Reste stören, also mit der Pipette "ab pusten".

      Das hat bei mir eingentlich immer geholfen.

      Die dann vorhandenen rötlichen Stellen können dann auch von den Conomurex, Holothuria hilla, normalen Schnecken und Valenciennea_puellaris eingedämmt werden.

      Gegen regelrechte Teppiche sind die Tiere Machtlos.

      Viel Erfolg!

      Elisabeth
    • Hallo,

      genau das ständige Stören hat in schon so vielen Fällen geholfen. Man muss da aber eben auch die nötige Geduld und Ausdauer mitbringen.
      Was ist der Sinn der Maßnahme? Primärbesiedler setzen sich bevorzugt an freien, noch nicht besetzten Flächen fest, oftmals auch dort, wo ihnen noch nicht viel Abwehr entgegengesetzt wird. Diese "Plätze" verteidigen sie dann mit biochemischen "Waffen"; je länger, desto wirksamer. Das Entfernen durch Absaugen, Abpinseln usw. verschafft konkurrierenden Organismen bessere Möglichkeiten, hier den Platz einzunehmen.
      Chemische Bekämpfungsmittel, selbst wenn sie den Bestand momentan vollständig vernichten würden, wirken nicht selektiv auf Cyanobakterien beschränkt. Sie beseitigen auch die meisten ihrer Konkurrenzorganismen. Die allgegenwärtigen Cyanos sind dann in der Regel zuerst wieder da, und die Plage nimmt meist verstärkt erneut ihren Lauf.

      Aber ich weiß, man kann anraten was man will, oft wird dann in der vermeintlichen Not doch wieder auf irgendwelche Mittelchen zurückgegriffen. Nur, kennt ihr eines, das - über angebliche Einzelmeinungen hinaus - wirklich immer zuverlässig und auf Dauer geholfen hat??? Ich nicht (einmal abgesehen von nicht akzeptablen Antibiotikas)! Und ich habe mich mit der Materie nun schon fast Jahrzehnte beschäftigt und verfolge das Thema ständig.

      Gruß

      Bernd
    • Hallo,

      Bernd Koberstaedt schrieb:

      Hallo,

      Lichtentzug bringt gar nichts! Bevor da die Cyanobakterien sterben, ist alles andere kaputt.

      Einfach einmal nachlesen, was hier geschrieben bzw. verlinkt wurde.

      Gruß

      Bernd
      Das halte mich mal für eine sehr mutige Aussage. Soweit ich mich erinnere besitzen Cyanos einen anderen Energiespeicher (anderen Zucker) als andere Algen und höhere Pflanzen. Daher ist es Ihnen nicht möglich sich große Energievorräte anzulegen. Aus diesem Grund wirkt eine Dunkelkur bei Cyanos und verschont alle anderen Algen nud Pflanzen.

      In den Amerikanischen Foren wird vielfach zu Lichtentzug geraten. Ich hatte auch schon eine recht heftige Cyanoplage, Selbst mit dem stören Morgens und Abends schaffte ich es nicht das Wachstum unter Kontrolle zu bringen. Der Einsatz von Red X half nur für kurz. Mit dem ersten Wasserwechsel began das chaos von neuen.
      Ich habe mich dan dazu eintschlossen das Aquarium für 3 Tage zu verdunkeln. Einzig für die Fütterung habe ich 30 Min mit einen schwachen Licht Beleuchtet.
      Nach dieser Phase waren etwa 95% der Cyanos verschwunden, die paar die noch da waren zeigten ein deutlich verlangsamtes Wachstum. Bisher kein erneuter Ausbrch.

      Ach so, die Amerikaner begründen außerdem das es in der Natür durch Tropenstürme auch zu derartiken Lichtentzug kommt und es daher den Korallen nicht viel ausmacht. Was ich für meine so bestätigen kann. Der Autor erwähnte außerdem das er bei Wiederkehr die ganze Prozedur nach 4 Wochen wiederholte.
      Gruß
      Robin

      "Eine Gesellschaft blühe auf, wenn alte Männer Bäume pflanzen, in deren Schatten sie niemals sitzen werden. "
    • Hi,

      nach 9 Monaten die ersten Erfolge. 8o
      Nach Tag 4 sind die Cyanos auf dem Rückzug.
      Ich werde jetzt zwar noch kein Heureka rufen aber macht mir endlich wieder Mut...
      Ich gebe aber zur Dunkelkur noch weiterhin Phytoplankton.

      Halte euch auf dem Laufenden...

      Gruß
      Andre
    • RPB schrieb:

      Das halte mich mal für eine sehr mutige Aussage. Soweit ich mich erinnere besitzen Cyanos einen anderen Energiespeicher (anderen Zucker) als andere Algen und höhere Pflanzen.
      Nur sind Cyanobakterien eben keine Algen, sondern - wie der Name schon sagt - Bakterien! Ihre Anpassungsfähigkeit bei der Konzentration der Pigmentierung erlaubt es ihnen, sehr variabel auf veränderte Lichtbedingungen zu reagieren und damit noch geringe Restlichtmengen zu nutzen, bei denen Algen keine ausreichende Photosynthese mehr machen könnten.
      Dazu gibt es Untersuchungen der Uni Bremen.
    • Hey wackere cyano bekämpfer,

      Habe auch immer ein paar...

      Also baggergrundel, grabender seestern und kegelfechterschnecken schaffen bei mir den Sand sauber zu halten. Da sind dann noch die Steine...

      Da sauge ich bisher ab. Interessant ist, dass wenn ich an einer Stelle oft abgesaugt habe, ziehen die cyanos zwar weiter, kommen da aber eher nicht wieder.

      Zum Absaugen hänge ich einfach einen dickes Stück Rohr (mulmsauger aus Süßwasser Zeiten) unten an den dünnen Schlauch. Das Rohr vollgestopft mit filterwatte.

      Danach das Wasser wieder zurück... ist dann eine Sache von 10-20 min.

      Was mich noch interessiert. Habt ihr po4 und no3 im niedrigen bis nicht nachweisbaren Bereich? Ich habe die Nährstoffe weit unten, wenn ich wenig füttere scheinen sie mehr zu werden.

      Viel Ausdauer euch.
    • Es geht weiter im Kampf gegen die Cyanos...

      Ich habe heute die Ergebnisse meiner Wasseranalyse bekommen und es findet sich uU. darin ein Ansatz.

      Leider musste ich auch feststellen, dass meine Tröpfchentests bei einigen Parametern weit daneben liegen. Zum Glück nicht soweit, dass sich durch die daraus resultierenden Dosierungen div. Salze extreme Probleme ergeben hätten.

      Hier die Werte die nicht im grünen Bereich liegen - ich dosiere seit mehr als 4 Wochen nichts mehr zu (keine Baks oder Spuris):

      Bromid 87mg/l Messwert (Optimalwert: 67mg/l) - also erhöht
      Magnesium 1532mg/l Messwert (Optimalwert: 1392mg/l) -> zu hoch - hier ergab mein Tröpfchentest 1300
      Strontium 4,1mg/l Messwert (Optimalwert: 8mg/l)
      Fluroid 0,61 mg/l Messert (Optimalwert: 1,3mg/l)
      Mangan 0,34 mg/l Messwert (Optimalwert: 1mg/l)
      Phosphat 0,134 mg/l Messwert
      Nitrat: nicht nachweisbar
      Nitrit: nicht nachweisbar

      Dass Strontium, Fluroid und Mangan zu niedrig ist liegt an der ausgesetzten Dosierung der Spuris
      Warum Bromid erhöht ist weiß ich nicht, war auch schon bei der letzten Analyse Ende November auf 78
      Magnesiumwert ergibt sich aufgrund der falschen Tröpfchentests - sollte aber die Zeit regulieren und sehe ich nicht als Problem

      Zinn ist noch interessant: bei dieser Analyse nicht nachweisbar, war Ende November noch auf 11. Meine damalige Erklärung war durch das neue Glas, Wasserwechsel und Aktivkohle dürften es rausgenommen haben.

      Zu den wahrscheinlichen Cyano Problemwerten:
      Phosphat und Nitrat sind absolut nicht optimal... Phosphat ist etwas zu hoch, Nitrat fehlt ja komplett.

      Was wären eure Maßnahmen bei Cyanos und dieser Wasseranalyse?

      Danke für euren Input
    • was heißt optimal? In meinem Becken habe ich NO3=1 NH4=0,02 und P=10 , also PO4=0,02 und Cyanos treten bei mir da auch, wo viel Ditrius vorhanden ist. Ich sehe Sr, Mn als zu niedrig an, Mg spielt da wohl keine Rolle. Bei mir war Mg schon mal bei 1600 ohne Probleme, zwischenzeitlich halte ich ihn bei 1400. Den Korallen geht es gut und sie wachsen täglich. Mit den Cyanos kann das nichts zu tun haben.

      Rolf
    • Es gibt eine ganze Reihe von Untersuchungen und Dissertationen zum Wachstum der Cyanobakterien. Ergebnis: Unterschiedliche Arten haben unterschiedliche Ansprüche, sie sind sehr variabel, besitzen eine sehr hohe Anpassungsfähigkeit! Meist treten sie als stark gemischte Aggregate auf. Die Nährstoffverhältnisse spielen kaum eine Rolle.

      Gruß

      Bernd
    • Hallo,

      danke für eure Antworten.

      @Bernd: wenn die Nährstoffverhältnisse für die Cyanos keine Bedeutung haben, für andere in Konkurrenz zu den Cyanos lebende Organismen haben sie aber vielleicht eine Bedeutung? Meine Idee aktuell wäre, dass ein N - Wert etwas über nicht nachweisbar vielleicht andere Organismen stärkt, die dann eine Chance bekommen die Cyanos zu verdrängen.

      Letztlich wird jedes Substrat besiedelt - nur wenn ein Siedler überhand nimmt ists unangenehm.

      Oder ist diese Theorie komplett falsch und bringt nicht weiter?

      @Torsten Ich sauge die Cyanos alle paar Tage ab, in erster Linie aber aus optischen Gründen und um ein Abtöten meiner SPS zu verhindern. Dass sich Bakterien "stören" lassen glaube ich eher nicht - solange die Umgebung für sie passt vermehren sie sich.
    • RPB schrieb:

      Hallo,

      Bernd Koberstaedt schrieb:

      Hallo,

      Lichtentzug bringt gar nichts! Bevor da die Cyanobakterien sterben, ist alles andere kaputt.

      Einfach einmal nachlesen, was hier geschrieben bzw. verlinkt wurde.

      Gruß

      Bernd
      Das halte mich mal für eine sehr mutige Aussage.

      "In den Amerikanischen Foren wird vielfach zu Lichtentzug geraten."

      Ja, ja, die Amis. Sind die nicht eher auf dem Antibiotika-Trip?
      Das nenn ich mal eine mutige Ansage....

      Wenn diese Option gezogen wird, müssen vorher die Oberflächen weitgehends von den Cyanos befreit werden. Bei starkem Befall droht sonst eine Katastrophe.
      Das sollte wenigstens erwähnt werden.
      Diese Methode ist nicht besonders sinnvoll bei bereits gestresstem oder gestörtem Korallenwachstum. In diesem Fall eher kontraproduktiv.
      Weil diese Methode unter „Störungen aller Art“ fällt und Cyanobakterien auf diese Art von „Entwicklungsstörung“ reagieren, also negativ beeinflusst werden, kann man sie erwähnen.
      Allerdings, wenn die Ursache nicht bekannt ist, dürfte der Erfolg nur vorübergehend sein.
      Manchmal ist die weniger befahrene Straße auch aus gutem Grund weniger befahren.
      Gruß
      Hajo
      Trenne dich nicht von deinen Illusionen!
      Wenn sie verschwunden sind, wirst du weiter existieren,
      aber aufhören zu leben.
      (Mark Twain)

      Wenn ich die See seh, brauch ich kein Meer mehr!
    • Hallo Hajo,

      aufgrund der Möglichkeiten der Pigmentkonzentration können Cyanobakterien auch noch Schwachlicht nutzen. Lt. einer Untersuchung - nach meiner Erinnerung Dissertation Claudia Wiedner - sollen sie unter diesen Bedingungen sogar noch besser gewachsen sein. Dafür spricht auch die Beobachtung, dass Cyanos häufig bei alten Leuchtstoffröhren vorkommen. Offensichtlich verschafft ihnen diese Möglichkeit einen Konkurrenzvorteil.
      Man müsste daher einen kompletten Lichtentzug über längere Zeit realisieren. Dies würden aber die sonstigen Beckeninsassen - vor allem Korallen - weit weniger vertragen. Vermutlich würden die Cyanos die einzigen Überlebenden sein!

      Unter Stören verstehe ich, die dauerhafte Ansiedlung an einem bestimmten Platz zu verhindern, da sie dort durch Abgabe von hemmenden Toxinen anderweitige Ansiedlungen verhindern können.

      Gruß

      Bernd
    • Bernd Koberstaedt schrieb:



      Man müsste daher einen kompletten Lichtentzug über längere Zeit realisieren. Dies würden aber die sonstigen Beckeninsassen - vor allem Korallen - weit weniger vertragen. Vermutlich würden die Cyanos die einzigen Überlebenden sein!
      Hallo Bernd!

      Die "Verdunkelungsversuche" scheinen eher suboptimal zu verlaufen.
      Die Berichte enden meist mit dem Hinweis auf eine Wiederholung der Prozedur: Bei Bedarf wiederholen! Wie oft, steht auch nicht geschrieben.
      Vielleicht bis die letzte Koralle ihren Geist aufgegeben hat?

      Ansonst hast du ja alles erwähnt, was zu tun ist. :thup
      Befolgen sollte man es !

      Gruss
      Hajo
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      aber aufhören zu leben.
      (Mark Twain)

      Wenn ich die See seh, brauch ich kein Meer mehr!
    • Hi

      Verwende ich ein probiotisches Salz, egal ob Aqua Forest oder Tropic Marin, spriessen schnell Cyanos. Verwende ich aber ein normales Reef Salt oder Pro Reef bin ich in meinen Becken cyanofrei.

      Vieleicht nicht ganz unwesentlich dabei ist, dass ich Leitungswasser verwende.

      Gruss
      Andi
    • hajo schrieb:

      Bernd Koberstaedt schrieb:

      Man müsste daher einen kompletten Lichtentzug über längere Zeit realisieren. Dies würden aber die sonstigen Beckeninsassen - vor allem Korallen - weit weniger
      Befolgen sollte man es !

      Gruss
      Hajo

      Ich habe so ziemlich alle Vorschläge aus dem Forum umgesetzt, sauge im Wochentakt ab - leider sind die Cyanos davon völlig unbeeindruckt. Neben den im Thread aufgeführten Maßnahmen habe ich sogar schon auf die Flockenfutter verzichtet weil ich der Meinung war, dass mehr Flockenfutter die Cyanos begünstigt..

      leider war das nicht der Fall... trotz mittlerweile zwei Wochen nur Mysis wächst die Rote Plage munter weiter.

      Was mir jetzt (neben absaugen) noch bleibt ist der Hinweis aus der Analyse, dass N nicht nachweisbar ist. Dies mag uU. Cyanos begünstigen, weil sie darauf nicht angewiesen sind. Im Gegensatz zu konkurrierenden Organismen die auch die Steine besiedeln könnten. Dh. mein nächster Schritt wäre, N zu dosieren um Werte < 2 zu erreichen.
    • Andreas_L schrieb:

      Ich habe so ziemlich alle Vorschläge aus dem Forum umgesetzt, sauge im Wochentakt ab -
      Kein Wunder, im Wochentakt bringt gar nichts. Man sollte - möglichst mehrmals, mindestens aber einmal pro Tag!!! - die Beläge vom Untergrund ablösen (abpinseln). Damit verhindert man die Etablierung. Die gelösten Beläge kann man absaugen oder mit einem Netz abfischen. Dies ist aber nur notwendig, um bei deren möglichen Zerfall die Wasserbelastung zu minimieren, aber keine echte Bekämpfungsmaßnahme für sich allein. Man wird die Cyanos durch Absaugen nie völlig entfernen können, denn sie haben die Möglichkeit, sich durch rasche Zellteilung schnell wieder nachzubilden.
      Durch das Abpinseln verhindert man aber ihre dauerhafte Festsetzung, also die Freisetzung des Untergrundes. Man gibt damit anderen Mikroorganismen eine Chance.
      Aber dies muss eben, wenn auch anstrengend, so oft wie möglich erfolgen. Dann klappt es auch.

      Gruß

      Bernd
    • Bin meine cyanos nun los. :thumbsup:

      Für den Sand halfen mir Baggergrundeln wunderbar! Außerdem Conomurex Schnecken. Wenn es dicke Beläge sind, absaugen und das in der Hochphase 3x die Woche. Besser mehr.
      Auffällig war das Ecken in denen mehr Detretius war, besonders betroffen waren. Absaugen mit Mulmglocke würde also auch wahrs. Helfen.

      Bei den Steinen ist es schwieriger.
      Hier ist echt Geduld gefragt. Habe viel abgesaugt, über Watte gefiltert und Wasser zurück gekippt. Erst nach 5-15 Mal absaugen der gleichen Stelle kamen die cyanos hier nicht wieder. Außerdem viele Schnecken, dann durch Zufall noch kleine Conomurex bekommen, die auch die Steine hochgehen.

      Außerdem habe ich den Besatz/ Futtermenge erhöht.

      Bei diesen Maßnahmen bin ich mir ziemlich sicher das sie was gebracht haben.

      Was nichts gebracht hat:
      Röhrenwechsel
      Salzwechsel
      Weglassen von Staubfutter/coral sprint
      Auslassen von Wasserwechseln

      Was es verschlimmert hat:
      Wenig füttern
      Selten absaugen (unter 2-3x die Woche)

      Das sind aber nur meine Erfahrungen! Hat alles auch mehrere Monate gedauert.
    • Cyanos habe ich seit Jahren nicht mehr in meinen Becken. Dazu ich habe einige Veränderungen durchgeführt, die den Cyanos "das Leben schwer machen":
      - Im Technikbecken / in der Reinwasserkammer wachsen ca. 3l Perlonalgen
      (Chaetomorpha linum) und arbeiten das Wasser zusätzlich auf, bevor 2 Pumpen dieses ins Aquarium
      zurückpumpen.
      - Der Bodengrund wird von einer Baggergrundel durchgearbeitet. Hier mußte ich
      allerdings in Kauf nehmen, hin und wieder mit einem weichen Pinsel Bodengrund
      von den Korallen zu entfernen.
    • - Seit ca. 1,5 Jahren arbeite ich mit Synechococcus sp. Plankton gemäß Dosieranleitung. Zuvor hatte ich Cyano Clean von der Korallenzucht im Einsatz.
      Beides funktioniert zuverlässig. Derzeitig dosiere ich nur noch Plankton. Die Korallen entwickeln sich besser.
      - Aquarium arbeiten 4 Strömungspumpen. Diese sind so eingestellt / programmiert, daß sich die Strömung im Aquarium ständig ändert, d.h. in der Richtung und in der Intensität.

      Gruß

      Norbert
    • Hallo Ralf,

      die Perlonalge im Filter hat bei mir die Aufgabe, insbesondere Nitrate und Phosphate im Wasser zu reduzieren. Durch die Verbesserung der Wasserqualität trägt sie indirekt zur Bekämpfung der Cyano-Bakterien bei. Die Perlonalge ist kein Allheilmittel gegen Cyanos.

      Nur die Gesamtheit der Maßnahmen
      - unterschiedliche Strömung
      - Plankton
      - Baggergrundel
      - Perlonalgen im Filter