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Was ist mit meinem Becken los?

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    • Hallo Hans-Werner,

      bei diesem Korallenmix ist es nicht einfach eine Punktlandung hinzubekommen. :(
      Ich akzeptiere auch andere Vorschläge und sperre mich nicht gegen jede sinnvolle Vermutung. Mal liegt man daneben, mal wird man fündig.
      Allein die Diskussion bringt uns schon weiter. Das Problem ist da. Nur die Lösung fehlt (noch).
      Es bleibt abzuwarten, was Stefan mit seiner Strömungsänderung erreicht.
      Übrigens ist das bewusste "Problem" nicht gerade selten in einem Gemischtbecken.
      Gruss
      Hajo
      Trenne dich nicht von deinen Illusionen!
      Wenn sie verschwunden sind, wirst du weiter existieren,
      aber aufhören zu leben.
      (Mark Twain)
    • Hallo Stefan,

      ich glaube grundsätzlich ist es nicht verkehrt, mal die Spurenelemente testen zu lassen. Ich verwende die ATI Essentials und hatte trotzdem einen viel zu geringen Jod Gehalt. Auch andere Elemente waren im nicht nachweisbaren Bereich. Ich dosiere seit Monaten TM K und A Elements (es gibt natürlich noch andere Hersteller für Spurenelemente;-) und zwar mit der vollen Dosierung. Seitdem habe ich einen sehr guten Jod Gehalt von 60 und es hat sich deutlich ausgewirkt. Trotz der "doppelten" Dosierung Essentials + Elements scheint es keine Anreicherungen zu geben, die ICPs sind immer unauffällig.
      Unabhängig von deinem Problem und dem Ratschlag, die Strömung mal zu verändern würde ich wenn ich an deiner Stelle wäre auf jeden Fall ne ICP machen lassen. Dann weißt du wenigstens ob was wichtiges fehlt. Vielleicht möchtest du eh neue Korallen kaufen, bei Fauna Marin gibts einen ICP Test gratis wenn man dort bestellt (lieb nachfragen falls die Aktion schon ausgelaufen ist, die geizen damit normalerweise nicht).

      Gruß

      Chris
    • Und ich bleibe beim Chelmon als Sündenbock... :whistling:

      Meiner stellt auch allerhand an. Dabei erwischen lässt er sich aber nie. Dass er es ist, davon bin ich überzeugt.

      Transparent und strömungsdurchlässiges Abdecken der „gestörten“ Korallen am Boden könnte die Bestätigung bringen. Oder ein kurzfristiger Auszug in ein anderes Becken. Oder die Gelegenheit nutzen und gleich ein Zweitbecken aufstellen... :D

      Gruss
      Andi
    • Hans-Werner schrieb:

      Hallo Andi,

      bei so gleichmäßig geschlossenen Polypen bei Zoanthus, Erythropodium(?) und Sarcophyton? War das bei Dir auch so?

      Gruß

      Hans-Werner
      Bei den voruebergehenden Besuchen meiner Kaiser bei Sarcophyton & Co sind danach auch ALLE Polypen eingezogen. Bei wiederholter Zupferei bleiben die Weichen für längere Zeit geschlossen.
      Gruss
      Hajo
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    • Hallo Hajo,

      bei Kaisern ok, aber Chelmon geht doch glaube ich eher an LPS und Muscheln. Ist zwar schon ewig her, dass ich welche hatte, aber gehen die an die wenig schmackhaften Lederkorallen und Zoanthus? Das größte Problem waren aber die Röhrenwürmer, die hat er gnadenlos herausgerissen. Zumindest in meiner Erinnerung ist Chelmon ein Fisch, der eher an die Tiere ohne schlechtschmeckende Abwehrstoffe geht, im Gegensatz zu Kaisern. Deswegen die Nachfrage.

      Gruß

      Hans-Werner
      H ><((((°>

      Wachstum ist die Lösung - nicht das Problem, sprach die Krebszelle und begann sich zu teilen. :devil3:

      www.photoimpressionismus.de

      Franconia Franca
    • Hallo Hans-Werner,

      sicherlich ist der Chelmon einer der friedlichsten Bewohner im Riffbecken, was Übergriffe auf Korallen angeht. Kann ich selbst und auch andere bestätigen. Es gibt selten Attacken, aber es gibt sie dennoch!
      Man darf nicht alles glauben, was so kolportiert wird....
      Es fängt schon damit an, dass diese Art in den meisten Becken nur eine relativ kurze Zeit das Dasein fristet. Beobachtungen über diesen kurzen Zeitraum und die entsprechenden Kommentare dazu sagen nichts aus. Unaufgeklärtheit ist hier das Stichwort.
      Dass der Chelmon eher an Tiere ohne schlechtschmeckende Abwehrstoffe geht, ist mit dem Einverleiben von Aiptasien und Majanos widerlegbar.
      Aufgrund der Diskussion hatte ich gestern ein Gespräch mit einem Freund unseres Kreises, der bereits einige Chelmon pflegen konnte. Er erwarb sie stets in juveniler Grösse, zur Aiptasienprophylaxe. Die Glasrosen verschwanden, aber mit zunehmendem Alter kam es zu Übergriffen auf einige, einzelne Korallenarten.
      Auf Muscheln wurde von vornherein verzichtet, da die Erfahrungen aus früheren Tagen ihm eine Warnung waren.
      Es gibt Berichte, wo sich der Chelmon an Euphyllia, Nemenzophyllia und Acanthastrea verging.
      Bekanntermassen ist er nicht 100%ig riffsicher.
      Es muss ja nicht der gezielte Angriff auf die Polypen sein. Zwischen den einzelnen Polypen findet sich auch immer etwas Interessantes.
      Wenn die rustikale Neugier des Fisches partielles Zusammenziehen auslösen kann, ist das zwar kein Beweis. Man kann es aber in Erwägung ziehen.
      Möglicherweise sind die berichteten Übergriffe ein Teil des Ernährungsproblems. Es könnten auch altersabhängige Gründe vorliegen. Mancher Fisch stellt seinen Speisenplan mit zunehmendem Alter um.
      Das sind jetzt alles pure Vermutungen, die hier nicht zutreffen müssen. Warten wir es ab, was die Strömungsänderung bringen wird.

      Gruß
      Hajo
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      (Mark Twain)
    • Hi Hans-Werner und Hajo

      Einen standardisierten Chelmon-Speiseplan gibt's sicherlich nicht. Meiner hat vermutlich eine untypische Programmierung in die Wiege gelegt bekommen. Er lebt mit 2 Muscheln und belästigt diese nicht. Die Muscheln sind aber etwas grösser, ca. 15 und 30cm Schalenlänge. Für sie ist der Putzerlippi weitaus nerviger...

      Meine übrigen Beobachtungen:
      • Acans, Caulastreas, Euphyllias, Plerogyra, Goniopora, Alveopora, Duncanopsammia und Lobophyllia werden nicht beachtet.
      • Leider werden Trachys werden über kurz oder lang getötet (habe 3 schmerzhafte "Versuche" hinter mir). Aktiv beobachten konnte ich ihn aber nie.
      • Weich- und Lederkorallen lässt er auch in Ruhe - zumindest sehe ich ihn nicht zupfen. Trotzdem sind vornehmlich Sinularien des öfteren mal ein paar Tage geschlossen (aber nur in dem Becken in dem der Chelmon lebt).
      • Glasrosen UND MANJANOS bin ich los seit der Chelmon da ist! Die letzten Manjanos sassen auf der Schale der grossen Squamosa. Nach ein paar Monaten waren auch diese weg. :D
      • Und Zoas, hmmm, da suche ich vergeblich ein Muster bei der Opferwahl. Manche Kolonien wachsen rasant und sind nie geschlossen. Andere sind öfters geschlossen oder degenerieren gar langsam. Hole ich Sie aus dem Becken und setze sie ins Ablegerbecken, dann erholen sie sich. Das Ablegerbecken ist im selben Wasserkreislauf...
        Ich sehe den Schelm sehr selten mal mit dem Schnabel in Kolonien rumstochern. Ein Abhängigkeit von der Farbe der Zoa's bei der Opferwahl konnte ich bisher nicht erkennen. Und den Geschmack kann ich halt eher nur schlecht im Selbstversuch feststellen. Meine Vermutung geht aber auch eher dahin, dass er in den unterschiedlichen Steinen auch unterschiedliches Futter findet und gewisse Zoa-Kolonien einzig wegen ihres Steins gepeinigt werden.
      GrussAndi

      P.S. Den Chelmon pflege ich schon einige Jahre...
    • Hallo Andi,

      danke für deine interessanten Ausführungen.
      Ich glaube schon, dass sich einige Chelmon-Pfleger damit identifizieren können.
      Mit deinem ersten Satz ist eigentlich schon alles gesagt.
      Man könnte auch darüber nachdenken, wie sich geschmacklich unterschiedlich Nesselzellen oder Terpene auf die Geschmacksnerven der Fische auswirken. Das könnte zumindestens die Auswahl bestimmen.
      Allerdings gibt es auch hier Widersprüchliches.
      Gruss
      Hajo
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    • Wenn es der Chelmon sein sollte, kann ich mir nicht erklären, warum über ein Jahr lang alle weichen gut gewachsen sind.
      Das war vor einem Jahr.



      Warum belästigt er jetzt auf einmal das grüne Briareum das bis gestern immer voll auf war.



      Warum lässt er die Xenien alle in Ruhe?



      Nun habe ich das brauner Briareum mal in die Mitte des Beckens gestellt, denn da kommt der Chelmon definitive hin. Mal schau ob‘s überhaupt aufgeht.

      ><((((º>.
      ¯´·.¸ ><((((º> .
      ><((((º> .¸·´¯´·.
      Der Lösung ist es egal, wie das Problem entstanden ist.
    • Koralle22 schrieb:

      Wenn es der Chelmon sein sollte, kann ich mir nicht erklären, warum über ein Jahr lang alle weichen gut gewachsen sind.
      Das war vor einem Jahr.
      Das Belastungspotential der Weichen ist nicht gerade gering. :)
      Ein vollständiges Polypenbild bedeutet u. a. ein gesundes Groessenwachstum. Zeitweilige Behinderungen haben aber keinen grossen Einfluss auf die Entfaltung.
      Auch wenn die Ursache immer noch im Dunklen liegt, sollten zeitweilige Belästigungen durch Beckenbewohner nicht ausgeschlossen werden.
      Dazu gehören in erster Linie die Fische und die Seeigel.
      Persönlich vermute ich eine unzureichende Wasserbewegung.
      Mit dem Wachstum ändern sich manchmal die Strömungsanforderungen.
      Deshalb der Versuch die Strömung für einige Zeit zu verstärken.
      Erst danach andere Möglichkeiten in Betracht ziehen.
      Mehrere Dinge gleichzeitig zu ändern ist kontraproduktiv.
      Gruss
      Hajo
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      (Mark Twain)
    • Hallo zusammen!

      Wir sollten dem Denken keine Grenze setzen...... :)

      Noch einmal zurück zum Thema um den Fischbesatz.

      Der vollständigkeit halber sollte nicht unerwähnt bleiben, dass sich manche Fischarten während des Heranwachsens an verschiedenen Korallen "vergreifen" können (werden).
      Im Blick habe ich da den Fuchs und einige Doktorfische, von denen stets stereotyp behauptet wird, dass sie den Korallen keinerlei Schaden zufügen.
      Das ist nur bedingt richtig!
      Das grösser werden korrespondiert im Laufe der Zeit mit der Nahrungsmenge und deren Qualität bzw. ihrer individuellen Zusammensetzung.
      Das Nahrungsspektrum an Aufwuchs im Aquarium ist äusserst begrenzt.
      Auf der einen Seite wünschen wir uns ein fast steriles (Stein)Korallenbecken ohne grössere Nährstoffbelastung.
      Andererseits halten wir uns Weidegänger, deren natürlichen Ansprüchen wir nur bei aufmerksamer Pflege gerecht werden können.
      Wir bemühen uns, die Schere zwischen Nährstoffein- bezw. Austrag nicht gross werden zu lassen.
      Dabei kommen oft die Fische ins Hintertreffen. Sie sind die Leidtragenden.
      Wir müssen bedenken, dass gerade diese beiden Arten Dauerfresser sind. Deshalb ist es unerlässlich, diese Fische mehrmals täglich zu füttern. Finden sie nichts Verwertbares sind Übergriffe auf Korallen nicht selten.Man muss sie nur bemerken......
      Es gibt aus meinem Umfeld Berichte, in denen beklagt wird, dass grössere Füchse und Doktoren vereinzelte Acroporen-Arten und verschiedenlich LPS belästigen. Bis hin zum Abraspeln des Gewebes bei den Acropora-Arten. Meist dort, wo die frischen Wachstumspitzen zu finden sind.
      Bei juvenilen Arten ist das nicht beobachtet worden.
      Merkwürdigerweise wurden nicht alle vorhandenen Korallen belästigt, sondern nur bestimmte Arten, was ich auf die unterschiedliche Schleimzusammensetzung der Korallen zurückführe.
      Ich hake das Phänomen nicht unter Langeweile der Fische ab.
      Vielmehr unter Nahrungsmangel. In Quantität und Qualität.
      Darüber nachzudenken lohnt sich, da sich die Unsitte breit gemacht hat, dieses abnormale Verhalten mit dem Verkauf der Fische zu beenden. Das ist keine Lösung.
      Vielmehr sollten wir alle uns vorher Gedanken über eine artgerechte Pflege machen.
      Kann ich diese Vorgabe nicht erfüllen, muss ich leider auf einige Fischarten verzichten!

      Aus Gründen der Undurchsichtigkeit der gegebenen Situation sind die Störungen durch hungrige Fische bei mir immer ein Thema.
      Das soll nicht heissen, dass die Korallen stetig belästigt werden.
      Das soll auch nicht heissen, dass die Fische ihre Nahrungsgewohnheiten umstellen.
      Das soll nur heissen, dass ihnen scheinbar etwas fehlt!
      In erster Linie wird nach anderer Nahrung gesucht.
      Dazwischen gibt es jene Momente, wo die Fische sich für die Korallen interessieren.
      Die Situation im Becken passt ins Bild, auch wenn es natürlich andere Möglichkeiten ebenfalls zulässt.
      Abschliessend sei erwähnt, dass eine rege Diskussion in der so manches abgeklopft wird, bestens zum Gelingen einer endgültigen Diagnose beitragen kann.
      Auch Irrtümer können widerlegt werden.
      In diesem Sinne....

      Gruß
      Hajo
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      (Mark Twain)
    • Super beschrieben Hajo!

      Ein schönes Beispiel für kuriose Ernährungsvorlieben habe ich aus dem Bekanntenkreis. Ein Paletti hat mit den Jahren seine Vorliebe für Gorgonien entdeckt und deren Gewebe gierig vom Skelett gelutscht...

      Gruss
      Andi
    • Hallo,

      nochmals zurück zum Polypenbild. Ich glaube nicht, dass dieses wirklich ein echtes Indiz für die aktuellen Lebensverhältnisse der Korallen darstellt. Seit vielen, vielen Jahren versuche ich, bei meinen Korallen zu beobachten, welche Faktoren wirklich ursächlich sind, bin aber nie eindeutig schlau geworden.

      Meine Wasserwerte und Lichtverhältnisse sind sehr stabil, was auf das große Wasservolumen im riesengroßen Algenrefugium und regelmäßige Teilwasserwechsel zurückgeführt werden kann. Alle Korallen wachsen sehr stark, sie müssen regelmäßig beschnitten werden, nach Fragmentierung Herangezogene sind in ganz verschiedenen Bereichen platziert.
      Trotzdem gibt es teilweise immer wieder unterschiedliche Situationen. Diverse Acroporas, Seriatoporas und Pocilloporas zeigen fast immer ein schönes Polypenbild, Stylophoras ein wechselndes und Montiporas zeigen ihre Polypen so gut wie nie, Hornkorallen ständig, ebenso Sinularias, Röhrenkorallen wechselnd, Sarcophytons sind häufig geschlossen oder zeigen nur ganz kurze Polypen.
      "Zupfer" habe ich keine im Becken bzw.noch niemals beobachtet. Änderungen des Polypenbildes bei Wasserwechseln oder Zugaben von Spurenelementen gibt es nicht. Auch bei Strömungsveränderungen oder dem Röhrenwechsel waren keine nennenswerte Reaktionen zu beobachten. Lediglich nach der Direktfütterung blähen sich diverse LPS etwas auf.

      Gruß

      Bernd
    • Hallo Sandy,

      wobei ich zu der Meinung neige, dass möglicherweise ursächlich der Mikroaufwuchs auf der Pinnigorgia zur Quelle der Begierde wurde. Einige Gorgonien häuten sich öfter. Auch in unregelmässigen Abständen. Sie befreien sich dabei von mikroskopisch kleinen Algen und/oder Sedimentauflagerungen. Der Vorgang ist ähnlich einer Häutung. Diese könnte zur Neugier des Fisches geführt haben.
      Erst später ist er dann der Sache sprichwörtlich auf den Grund gegangen. X(
      Wie auch immer.
      Belästigungen von Korallen müssen ja nicht immer mit dem Totalverlust von Gewebeteilen enden.
      Meine Pinnigorgia muss manchmal auch ganz stark sein.......
      Passt aber ins Bild.

      Gruß
      Hajo
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      aber aufhören zu leben.
      (Mark Twain)