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Aufbau neues Becken 1000 Liter + Fragen Übersiedelung

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    • Ein Update 8 Tage nach der endgültigen Übersiedelung:

      Bis auf die oa. Monti haben alle Korallen, Fische & Co die Übersiedelung gut überstanden. Einzig eine Hammerkoralle ist noch nicht so aufgegangen wie im alten Becken - es wird aber von Tag zu Tag besser.

      Für die Fische war die Vergrößerung auf jeden Fall positiv. Einerseits haben sie jetzt 2 Meter Länge zum Schwimmen, aber auch der lockere Aufbau kommt ihnen entgegen. Sie haben ihr Verhalten komplett geändert und sind jetzt viel mehr im freien Schwimmraum unterwegs.

      Die Wasserwerte Nitrat und Phosphat sind jetzt auch für die SPS/LPS wieder im "gewohnten" Bereich von Nitrat: 2 und Phosphat nachweisbar bei nicht ganz 0,03.

      Die Übersiedelung + neuen Steine (Real Reef Rocks) haben eine (hoffentlich nur kleinere) Einfahrphase ausgelöst - aktuell wachsen leichte Algenbeläge am Boden und den Steinen. Die Doktoren sind am Grasen, ebenso wie die Seeigel.

      Am Freitag werde ich die Cleaningcrew um einige Einsiedler und einen Seeigel erweitern. Freitag Abends ist auch Korallenbörse - da werde ich auch noch einige Verbraucher mehr ins Riff holen.

      Fischbesatz bleibt bis auf weiteres wie er ist - jetzt muss sich mal alles stabilisieren.
      Bilder
      • Becken.jpg

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    • Andreas_L schrieb:

      Freitag Abends ist auch Korallenbörse - da werde ich auch noch einige Verbraucher mehr ins Riff holen.
      http://hp.meeresverein-austria.at/Veranstaltung/304/?instance_id=59
      :D :D :D

      Hallo Andreas, freue mich mit Dir dass es nach der Übersiedlung schon so gut läuft.
      Servus Reinhard
      _________

      Meeresverein Austria
    • Zeit für ein kurzes Statusupdate nach 5 Wochen Standzeit...

      Alle Tiere sind wohlauf, seit der Übersiedelung sind lediglich einige SPS Korallen, zwei grabende Seesterne, Einsiedler und eine Tridacna maxima eingezogen.

      Alle Lebewesen sind wohlauf, die Wasserwerte die sich per Tropfentests messen lassen alle im optimalen Bereich.

      Die Algenphasen halten sich in Grenzen. Aktuell gibt es noch einige Fadenalgen auf der Deko die sich aber gerade in Auflösung befinden. Hier hat sich der Vliesfilter als extrem hilfreich herausgestellt, da er relativ schnell losgelöste Algenreste aus dem System entfernt.

      In ca. 3 Wochen möchte ich eine Laboranalyse vom Wasser machen lassen - wenn diese keine Auffälligkeiten zeigt kommen die ersten weiteren Fische.

      Geplant sind:
      Pärchen Valencienna Wardii um den Bodengrund sauber zu halten
      ein zweiter Ocellaris (bisher hat der vorhandene jeden neu zugesetzten erledigt... - darum ist er jetzt seit 1,5 Jahren Single)
      Zebrasoma Xanthurum (wobei ich hier noch nicht sicher bin wegen den bestehenden zwei Flavencens) -> hat hier jemand Infos zur erfolgreichen Paarhaltung?
      ein zweites Zwergkaiserpärchen - wahrscheinlich Paracentropyge multifasciata (Zebra-Zwergkaiser)
    • Hallo Andreas,

      wenn Zebrasoma, dann würde ich mich für nur eine Art entscheiden. Es sei denn, du hast ein sehr grosses Becken.
      Die negativen Berichte über das Zusammenleben der Gelben mit den Blauen sind in der Mehrzahl.
      In einem 600l-Becken musste ich mich nach einiger Zeit von einer Art trennen. Bei anderen hier im Forum las ich ähnliches.
      Im 2000l Aquarium dagegen, gab es bei mir keine Probleme.
      Als Alternative bieten sich Ctenochaetus-Arten an. Das klappt problemlos.
      Dass es auch mit anderen "Weidegängern" geht, zeigt das Bild eines Fischfreundes unten.
      Gruß
      Hajo



      Trenne dich nicht von deinen Illusionen!
      Wenn sie verschwunden sind, wirst du weiter existieren,
      aber aufhören zu leben.
      (Mark Twain)
    • Ich kann jeden gut verstehen, der A. leucosternon in die engere Wahl mit einbezieht.
      Dann sollten auch einige Fakten beachtet werden.
      Dieser Fisch passt zwar größenmässig gerade noch in deine Vorstellungen, ist aber auf ausgezeichnete !!!!Wasserwerte angewiesen. Keinesfalls für den Zeitraum nach einer Neueinrichtung zu empfehlen!
      Bereits am Anfang werden schon die Weichen gestellt.
      Die gute Kondition des Fisches sollte beim Kauf oberstes Gebot sein.
      Ist dem nicht gegeben – Finger weg!
      Dafür sollte man schon einige Dutzend Fische dieser Art gesehen haben.
      Lass dir nicht einreden, der Fisch sei ohne Gift gefangen. Aus diesem Grund bleibt nicht nur der Erwerb ein Risiko, sondern auch die anschliessende Pflege dieses empfindlichen Fisches.
      Pumperlgsund (Gruß an Bayern! :D ) sollte er sein und im Händlerbecken nicht nur eine Art von Nahrung annehmen. Die Unart jeden Fisch mit Artemia zu alimentieren darf ruhig ignoriert werden.
      Da ja auch noch ein Paar Flavescens vorhanden sind, kann die Eingewöhnung spektakulär werden. Ergebnisoffen, wie man so schön sagt.
      Ich würde mich zu diesem Zeitpunkt lieber anderen Arten zuwenden.
      Gruß
      Hajo
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      (Mark Twain)
    • Hallo Andreas,

      falls es unbedingt ein blauer mittelgroßer Fisch sein muß, möchte ich Dir ein Pärchen Genicanthus Bellus (Lyra Prachtkaiser) ans Herz legen. Zumindest das Weibchen steht m.E. einem Weisskehl in punkto Farbe in keinster Weise nach.
      Ich habe mich vor ca. zwei Jahren so entscheiden, nachdem mein Weisskehl einen 12 stündigen Stromausfall nicht überlebte - und habe das bis heute nicht bereut.

      Es sind lebendige Fische, aber bei weitem nicht hektisch wie ein Weisskehl; Reefsave sind sie auch, und das allabendliche Balzspiel ist toll anzushen.

      Link-zum-Meerwasserlexikon

      LG,
      Bernhard
      ***** FISCH VOR KORALLE ****** Meine Becken: 768 Liter+ VIDEO und AM Cubicus
    • @Hajo: genau aus den von dir genannten Gründen habe ich ihn eigentlich nie richtig in Erwägung gezogen. Meine Hoffnung war, dass die Xanthurum besser passen.

      @Wasserpanscher: der Lyra Prachtkaiser ist mir als Großkaiser zu gefährlich in Kombination mit meinen SPS/LPS :) Da ist mein Vertrauen in die Zwergkaiser noch etwas größer.

      Was den Zeitplan betrifft: ich habe absolut keinen Stress schon jetzt nach zu besetzen. Einzig die Grundeln (V. wardii) hätte ich gerne zeitnah wegen dem Sand...
    • Hajo schrieb:

      Genicanthus-Arten sind weitaus riffsicherer als Centropyge & Co!
      In erster Linie Planktonfänger.
      Kann ich nur bestätigen und deshalb habe ich sie empfohlen!

      Ich habe auch ein SPS / LPS dominiertes Becken und noch NIE Übergriffe durch die Lyrakaiser gesehen. Da sind meine Zwergkaiser (Argi & Loriculus) eine andere Hausnummer ....

      VG,
      Bernhard
      ***** FISCH VOR KORALLE ****** Meine Becken: 768 Liter+ VIDEO und AM Cubicus
    • Hallo Rainer,

      Garantien gibt es bei Zwergkaisern wohl keine. Es gab mal in der Koralle einen guten Bericht der Verhaltensforscherin Ellen Thaler. Die sprach bei Zwergkaisern von "explorativer Intelligenz". Will heißen: Die kleinen Biester sind stets auf der Suche nach Neuem und können selbst nach Jahren ("explorativ") auf den Geschmack kommen.

      Ich hatte vor meinem Stromausfall ein Pärchen C. Argi. Diese gelten in der Literatur als einigermaßen riffsicher. Bei mir pickten sie alle Weichen, insbesondere die Pilzlederkorallen, sowie die Acans an. Und Muscheln gingen gar nicht.
      Jetzt habe ich seit drei Jahren ein Pärchen C. Loriculus (Flamenzwergkaiser). Diese gelten nicht unbedingt als riffsicher; bei mir verhalten sie sich aber bislang unauffällig.

      Der C. bicolor ist optisch mein persönlicher Favorit; er soll aber ein ganz schlimmer sein ... habe es deshalb bislang nicht gewagt.

      Fazit: Mit Zwergkaisern ist es reines Lotteriespiel.

      LG,
      Bernhard
      ***** FISCH VOR KORALLE ****** Meine Becken: 768 Liter+ VIDEO und AM Cubicus
    • Bennypuh schrieb:

      Hallo Bernhard,

      ich würde gern Zwergkaiser in ein Becken setzen wo SPS und LPS drin sind.
      Welche kann man da empfehlen. Ich weiß Garantie gibt es keine.

      Gruß Rainer
      Die Frage hast du dir schon selbst beantwortet. :)
      Ansonst kommt es auf die vorhandenen Korallenarten an.....
      In Bezug auf ihre Widerstandsfaehigkeit und auf das Interesse der Zwergkaiser am den verschiedenen Arten.
      Es gibt robuste Arten und weniger robuste. Die empfindlichen Arten leiden unter der Zupferei und öffnen sich daher nur selten.
      Die weniger empfindlichen stecken es weg.
      Die Gesellschaft von Kaiserfischen im Riffaquarium erfordert einige Kenntnis über deren Vorlieben. Man sollte besser vor dem Erwerb dieser Fische abwägen, ob Korallen oberste Priorität haben, oder ob moeglicherweise ein Kompromiss zu einer anderen Korallenauswahl führen koennte?
      Gruss
      Hajo
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    • Hallo zusammen,

      die Riffsicherheit von Zwergkaisern wird speziell wegen der Attraktivität mancher Arten immer ein Thema bleiben.
      Die Frage, ob riffsicher oder nicht, ist nicht mit Ja oder Nein zu beantworten.Die Antwort liegt irgendwo dazwischen.
      Sie ist in grossem Masse von den vorhandenen Korallen bzw. Niederen, und von der jeweiligen Art der Kaiserfische abhängig.
      Ebenso von der Philosophie des Pflegers.
      Jemand, der seine Prioritäten auf empfindliche Korallen setzt, wird kaum ein Freund von Kaiserfischen werden.
      Derjenige aber, der eine gewisse Schwäche für diese Fischen entwickelt, wird möglicherweise nach geeigneten Korallen suchen. Er wird sie auch finden.
      Ob diese Korallenarten immer eigenen Wunschvorstellungen entsprechen, ist ein andere Geschichte. Es muss daher ein Kompromiss her.
      Einzig und allein sollen die Arten möglichst uninteressant für die Fische sein oder im späteren Verlauf noch werden.
      Wenn sie den Pfleger nebenbei auch noch ansprechen, umso besser.
      Ich bin mir bewusst, dass dieses Konzept nicht immer Zuspruch finden wird.
      Denn meist liegt eine völlig andere Situation vor.
      Das Becken steht, ist mit Korallen besetzt, und es fehlen nur noch ein paar Fische.
      Wenn jetzt Kaiserfische zum Thema werden, ist guter Rat teuer. Der Erwerb kann zum Lotteriespiel werden. Hauptgewinn oder Niete?
      Die Tragik ist, dass bei einem Misserfolg nicht die Korallen aussortiert werden, sondern primär die Fische!
      Den Fokus immer nur auf negative Einzelfälle zu lenken, wird diesen Fischen auch nicht gerecht, weil nicht selten diese Fische, trotz Kenntnis ihres Verhaltens, zumutbar in unseren Aquarien schwimmen und täglich ihre Pfleger erfreuen.
      Allerdings gehören harmoniesüchtige Pfleger zur absoluten Minderheit. :D
      Kauft nur, wenn ihr wirklich überzeugt seid!
      Die Chancen auszuloten und dann ggf. das Tier in eine ungewisse Zukunft abzugeben, ist keine Option, die wir ziehen sollten. Es haben noch andere Mütter schöne Bräute.... ;)
      Wer ein größeres Becken sein eigen nennt, der ist mit den kleineren Genicanthus-Arten gut bedient. Sie machen weit weniger Stress, als andere Arten. Ich empfehle bewusst die kleineren Arten, da z.B. der im Handel weit verbreitete Lamarck ein kleiner Riese werden kann. Zumindestens das Männchen.
      Zugegeben, jedes Becken hat seinen eigenen Charme. Aber ohne Kaiserfische kann ich nicht. Das hat zur Folge, dass bei mir die Auswahl der Korallen etwas beschränkt bleibt, aber ihre Wirkung nicht verlieren.
      Im Verlauf der Jahre habe ich mich mit den verschiedensten Kaiserfisch-Arten bekannt gemacht. Von Grosskaisern bis hin zu den Zwergen. Negative, wie auch positive Erfahrungen wechselten sich ab. Überraschungen gab es auch. Allerdings waren es weniger die kulinarischen Vorlieben als die Verträglichkeit mancher Arten miteinander.
      Gruß
      Hajo
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      (Mark Twain)
    • Ein kleines Statusupdate:

      Korallen wachsen und gedeihen, den Fischen gehts gut. Wasserwerte sind stabil und da wo sie sein sollen.

      Zwei neue Fische sind gestern eingezogen. Ein Weißkehldoktor - er hat sich überraschend unproblematisch in die Gemeinschaft integriert, schwimmt von Anfang an frei, ist neugierig und frisst was es nur geht. Aktuell Flockenfutter, Mysis, Norialgen und Zuchini (kommt nur mässig an).

      Der zweite Fisch ist ein kleiner Ocellaris. Ich habe bereits seit mehr als zwei Jahren einen Ocellaris schwimmen, der in den ersten 6 Monaten zwei andere umgebracht hat und darum seither ein Singledasein führen muss. Mit dem neuen Becken welches doch Ausweichmöglichkeiten bietet wollte ich es wieder probieren. Entgegen der letzten Erfahrungen wo er jeden anderen sofort angefahren hat ist er jetzt auf Kontakt aus.

      Der Kleine schwimmt im oberen Bereich und hat die Anemone noch nicht als mögliche Behausung erkannt. Der eingesessene verlässt jetzt entgegen jeder Gewohnheit tourlich seine Anemone um den Kleinen mit stupsen und umschwimmen in Richtung der Anemone zu bringen. Mal sehen wie lange es dauert bis er Erfolg hat - momentan sieht es aus, als würde sich ein Pärchen bilden können.
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