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Ozon kurzfristig

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    • Ozon kurzfristig

      Hallo,

      ich habe öfters gelesene, dass der Einsatz von Ozon binnen Stunden die Gelbstoffe entfernt bzw. umwandelt. Ich möchte aber Ozon nicht dauerhaft einsetzen. Was spricht dagegen, Ozon kurzfristig zu verwenden? Die Gelbstoffe entstehen ja nicht sofort und so könnte man alle paar Wochen mal einen halben Tag Ozon laufen lassen. Ich habe dazu nichts gefunden, es geht immer nur um die Daueranwendung.

      Grüße

      Chris
    • Hallo Chris,
      Spricht nix dagegen , kannst auch mit Kohle so machen, Kohle hatte ich auch Jahre lang im Einsatz gegen Gelbstoff und was sie sonst noch so alles rausholen soll. Vor Jahren damit aufgehört und siehe da wieder etwas Geld gespart aber wenn du wirklich Gelbstoffe im Wasser feststellst kannst du eine der Maßnahmen in Betracht ziehen.
      Gruß
      Reiner
    • Bei mir läuft Ozon jeden Tag für 3 Std. Wenn ich Korallen zurück schneide und die schleimen bleibt Ozon für 24 Std an. So mache ich das schon seit Jahren und werde es weiterhin so machen.
      Von all den Dingen, die ich in meinem Leben bisher verloren habe vermisse ich meinen Verstand am meisten (Ozzy Osbourne)
    • Hi,

      ich danke euch für die informativen Antworten.
      @hajo: ich habe aber gelesen, dass Ozon auch Nesselgifte sehr zuverlässig umwandelt/abbaut, nicht nur Gelbstoffe
      @jens: wie kommst du auf 3 Stunden und wieviel dosierst du? Sind das Erfahrungswerte?

      Aktuell habe ich keine Gelbstoffe im Becken, ist erst zwei Monate alt ;) Ich hatte in meinem alten Becken ab und an Kohle mitlaufen, aber so richtig begeistert bin ich davon nicht. Ich habe jetzt nochmal weiter gelesen und gegen eine geringe dauerhafte Ozonisierung spricht eigentlich nichts. Wenn ich es richtig verstanden habe, gelangt bei niedriger Dosierung auch kein Ozon ins Becken, sondern nur das Wasser das über den Abschäumer an Ozon angeschlossen ist. Und steril wird das Becken dadurch auch nicht, der Keimdruck wird etwas gemindert bei Infektionen, aber so wirklich nachteilig scheint die leichte Ozonisierung für die Beckenbiologie nicht zu sein.


      Gruß

      Chris
    • Ja, das ist natürlich auch eine Eigenschaft von Ozon.
      Es kommt immer darauf an, welches Problem ansteht.
      Ich hatte eingangs darauf hingewiesen, dass Kohle unter
      anderem auch Spurenelemente eliminiert. Deswegen ist der Einsatz der Kohle nicht immer sinnvoll, weil hier die Lösung eines Problems ein anderes nach sich zieht.
      Ansonsten ist Ozon in therapeutischen Dosen sehr wirkungsvoll.
      Zeitweilig, wie auch im Dauerbetrieb. An die richtige Menge musst du dich langsam herantasten. Fuer den Langzeitgebrauch würde ich die Menge an Ozon immer über eine Redoxsteuerung vornehmen bzw. einstellen.
      Gruss
      Hajo
      Trenne dich nicht von deinen Illusionen!
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      (Mark Twain)
    • Hallo Chris,

      gegen einen kurzfristigen Einsatz von Ozon spricht nichts; Armin Glaser empfiehlt sogar Ozon nicht im Dauerbetrieb einzusetzen. Wenn doch, dann in nur ganz geringen Mengen.Außerdem sollte man nie ozonhaltiges Wasser ins Hauptbecken zurückleiten bzw. ozonisiertes Wasser anschließend immer über Aktivkohle leiten.
      Ozon entfernt Gelbstoffe auch nicht direkt aus dem Wasser wie die Aktivkohle durch Adsorbtion, sondern zerlegt sie nur. Dadurch können sie von Bakterien verarbeitet werden. Dabei kann es aber zur Freisetzung an den Gelbstoffen gebundener Spurenelemente kommen. Deshalb ist der gemeinsame Einsatz von Aktivkohle und Ozon sinnvoll.

      Gruß

      Bernd
    • Hi Bernd,

      danke, das habe ich auch gelesen (mit der Kohlefilterung im Nachgang an den Abschäumer). Also scheint es so, dass man auf Kohle nicht ganz verzichten sollte.

      @hajo: super, Redox messe ich eh mit. Da muss ich nur noch etwas Erfahrung sammeln, seit dem Beckenstart ist der Redox kontinuierlich gestiegen auf jetzt 400-425. Da macht es glaube ich keinen Sinn, noch Ozon zuzuführen. Aber vielleicht sinkt der Wert mit der Zeit wieder und kann dann als Indikator fürs Ozon verwendet werden.

      Gruß

      Chris