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300l Mangroven Korallenriff Ökosystem Aquarium Planung

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    • Hai

      Fridmani sind bekannt dafür das sie gerne verschwinden, gerade wenn sie in ein neues Umfeld kommen.
      Ich hatte schon Nachzuchten abgegeben, die sind erst ein halbes Jahr später wieder aufgetaucht, war allerdings ein gut bewachsenes Becken.

      Ein weiterer Grund für ihr verschwinden kann auch ein Gelege sein. In deinem Fall vielleicht noch nicht, denn das wäre sehr schnell aber behalte den Gedanken mal im Hinterkopf.
      Fridmani sind übrigens schon mit sechs Monaten Geschlechtsreif, daher kann es durchaus schnell zu ersten Gelegen kommen.

      MfG Torsten
    • Hallo in die Runde,

      hier mal wieder ein kleines Update und ein paar Fragen zu einigen Bewohnern... Und danke auch für das Mutmachen. Vielleicht ist der zweite Fridmanni ja wirklich irgendwo versteckt. Wäre ein Hit. Ist allerdings bisher noch nicht wieder aufgetaucht.

      Insgesamt läuft alles bestens. Viel besser als ich erwartet hätte sogar. Die SPS wachsen wie verrückt und sehen so gut aus wie nie.
      Die Algenphasen sind endgültig vorbei und viele kleine Tiere wuseln im Sand herum. So sieht das dann nach dem Wasserwechsel aus...



      Habe aber auch noch ein paar Fragen:
      1. Meine blauen Xenien werden von so einem weißen Belag verdrängt. Noch ist nicht klar, wie das ausgeht. Was ist das und soll ich was dagegen unternehmen?



      2. Es gibt einen weißen Schwamm oder Ähnliches in meinem Briareum hamrum (Affenhaar). Ist das schlimm und was ist das?



      3. Ansonsten hier noch ein besonderer Bewohner aus dem Mittelmeer. Eine Miesmuschel, die mir ein Freund mitgebracht hat aus dem Urlaub. Sie hält sich jetzt schon seit 2 Monaten. Hätte ich nicht gedacht. Liegt wahrscheinlich auch daran das ich nicht abschäume oder filtere...



      Interessant in dem Zusammenhang, trotz drei (vier) neuer Fische und dementsprechend füttern mit nicht ausgewaschenem Frostfutter, sind Nitrat und Phosphat im n.n. Bereich.

      Bin gespannt wie das weitergeht. Als nächstes muss ich
      Freu mich über Anregungen.

      Zum Abschluss noch ein Bild der grünen Sinularia, die ich einfach wundervoll finde.

      Fröhlich bleiben! :D
      LG Johns
    • Kurzes Update.

      Das Becken läuft stabil. Die Korallen gedeihen und ein neu eingezogener Seeigel (Mespilia Globulus) hat auch den Schwamm vom Affenhaar weggefressen.
      Leider ist der zweite fridmani nicht wieder aufgetaucht. Dafür hat die Anemone jetzt einen Platz gefunden. Sie ist noch sehr blass, aber auf dem Weg der Besserung würde ich sagen. Meine Garnelen Lysmata amboinensis ärgern sie immer wieder einmal sehr bewusst. Setzen sich auf sie drauf, picken an ihr rum.
      Habt ihr das schonmal erlebt?

      Meine Caulerpa haben sich vor zwei Wochen aufgelöst. Hat man ja schon öfters gelesen. Einfach so... Habe sie jetzt mit Drahtalgen ersetzt.

      Habe jetzt noch einen fridmani und zwei Säbelzahnschleimfische (Meiacanthus gramistes) bestellt. Die sind auch aus Nachzucht, das geht echt ins Geld. Hatte die Tage nochmal gelesen wie sonst Korallenfische gefangen werden (Gift oder mit Stangen im Riff wühlen usw.) und das hat mich dazu gebracht, doch weiter mehr Geld für Nachzuchten auszugeben.

      Wenn die neuen Bewohner da sind, dann mache ich nochmal Bilder.
      Bin insgesamt so froh, dass es so gut läuft! Bin gespannt wie es weitergeht...
      Fröhlich bleiben! :D
      LG Johns
    • Hallo Meerwasserfreunde,

      hier wie versprochen mal ein paar Bilder der neuen Bewohner...

      Der Seeigel ist toll, vor allem seine Saugnäpfe. Aber er frisst auch gerne Mangrovenrinde. Ich hoffe die angeknabberte Mangrove überlebt das...



      Alte Bekannte. Auffällig ist wie gerne sich die Tiere im Becken im Mangroventeil aufhalten und nicht im Riff rechts. Auch in der Natur soll ja der Fischreichtum, vor allem an Jungfischen hier enorm sein.



      So sieht aktuell das ganze Becken aus.Wobei sich schon wieder einiges geändert hat... (Topf raus und zwei Steine mehr rein)


      Und hier die neuen Zebraschleimfische (Meiacanthus gramistes). Machne mir bisher viel Freude.

      Besonders ihre drehbaren Augen mit dem schwarzen Strich sind drollig.


      Die Anemone hat ihren Platz und erholt sich langsam. Ist aber noch sehr blass. Die kleinen Tiere im Algenbecken (Gammarus und Copepoden) vermehren sich enorm und gerade die Drahtalge ist dicht besiedelt...

      Korallen stehen top von SPS bis Weiche. Allerdings ist das Becken noch etwas kahl. Da muss noch etwas passieren.

      Was ich mich frage, wieviel Besatz braucht so ein Becken, damit man auch Nährstoffmäßig hinkommt. Bisher sind die Nährstoffe noch sehr niedrig und mit meinen JBL Tests ist Po4 und No2 nicht nachweisbar. Ohne Coral Sprint Zugabe stehen die SPS auch schlecht da...

      Was denkt ihr wieviele Fische sollten da noch rein?
      Hatte an noch zwei Mandarinfische gedacht (wenn das becken ein paar Monate steht) und evtl. noch Grundeln (z.B. Cryptocentrus Cinctus mit Knallkrebs). Ist das zuviel? zu wenig?

      Außerdem wieviel Sand brauche ich für Grundeln? Habe nur so 2-4cm im Hauptbecken.
      Danke für alle Unterstützung.
      Fröhlich bleiben! :D
      LG Johns
    • Sei bitte sehr vorsichtig mit dem schnellen Nachsetzen von Fischen. Im Augenblick wird ein guter Teil des biologischen Umsatzes noch über Bakterien, Microalgen und Microfauna abgewickelt. Der Anteil der Korallen am Verbrauch dürfte recht gering sein.

      Der Anteil der Bakterien und Co wird jedoch im Laufe der Monate deutlich nachlassen und dann hast Du ein Becken, welches seine Nährstoffe nicht los wird und wo Du gegen die Nährstoffe ankämpfst, wenn Du in der ersten Phase zu viele Fische eingesetzt hast.

      Deshalb meine Empfehlung: nur spärlich nachsetzen, wenn die Korallen noch spärlich sind. Erst, wenn die Korallen deutlich mehr Masse haben darf man etwas gelassener beim Beatz sein.

      Der Sand reicht völlig aus für die Grundeln. Wichtig ist, dass sie im Sand auch ab und zu etwas finden.
      Viele Grüße

      Sandy
    • Danke Sandy,

      das ist hilfreich deine Einschätzung.
      Was du sagst über die "Bakterien und Co." verstehe ich aber nicht ganz.
      Was genau passiert mit der Bakterienflora über die Zeit?

      Und wer ist "Co."? Meinst du das Zooplankton, Kronenkalkschwämme und Röhrenwürmer?

      Würde mich sehr interessieren wie sich das Leben im Aquarium verändert...
      Und wie kann man es lebendig und vielfältig halten?
      Danke schonmal für eure Hilfe!
      Fröhlich bleiben! :D
      LG Johns
    • Die Bakterien- und Microalgen/-faunatätigkeit hängt viel von der Oberfläche und Struktur ab. Im Laufe der Zeit verringert sich die aktive Oberfläche jedoch stark, die Porenstruktur der lebenden Steine schließt sich durch Detritus, Algen und Kalkalgen. Auch das Mikroleben wird dünner, da einige sich durchsetzen, andere dafür nicht überleben im begrenzten Aquarium. Die Biodiversität nimmt also ab und damit auch viele Tätigkeiten, die von diesem Leben herrühren, verschwinden.

      In den ersten Wochen nach Einsetzen der Steine ist der Höhepunkt der Biodiversität, da hast Du Copepodenschwärme, alle möglichen kleinen Kleinkrebse und Würmer, viele Arten von Algen, Schwämmen, manchmal Seescheiden, unidentizierte Schnecken und ähniches. Im Laufe der ersten Wochen und Monate verschwindet das meiste davon, da die notwendige Lebensgrundlage nicht gehalten werden kann.

      Denke bitte immer daran, dass in der Natur ein Riff eben keine geschlossene Welt ist, sondern sich im konstanten Wassertausch mit den umliegenden Ozeanen befindet. Das können wir im Aquarium einfach nicht abbilden.

      Als ich einmal mit mehreren Sorten von Staubfutter experimentierte im Hälterungsbecken von den lebenden Steinen hatte ich auf einmal eine Explosion von Kleinkrebsen verschiedener Arten. Genauso hatte ich aber auch schon damit eine Bakterienblüte und eine Algenblüte provoziert, die sich fröhlich gehalten hatten, solange ich Staubfutter ins Becken gab.
      Am Anfang hat man eben ein sehr fragiles System, welches kaum biologische Belastung verträgt.
      Viele Grüße

      Sandy
    • Hallo,

      ich kann von den mikroskopischen Ausflügen in frische Riffaquarien Sandys Beobachtungen nur bestätigen. Am Anfang entwickelt sich eine überschießende Biomasse an Bakterien und Einzellern, die später wieder Großteils verschwindet. Sehr interessante Beobachtungen und Schlussfolgerungen!

      Grüße

      Hans-Werner
      H ><((((°>

      Wachstum ist die Lösung - nicht das Problem, sprach die Krebszelle und begann sich zu teilen. :devil3:

      www.photoimpressionismus.de

      Franconia Franca
    • sehr interessant! Danke!

      Jetzt wäre ja die Frage, wie wir trotz der Beschränkung im Aquarium eine möglichst große Vielfalt erhalten können.

      Meine Ideen und Erfahrungen bisher:
      1. Wie Rüdiger schon sagt ein Refugium.
      2. Verschiedene Lebensräume im Aquarium schaffen. Fängt an bei Zonen mit unterschiedlichem Bodengrund, aber auch Vers. Strömungs und Lichtverhältnisse. Ich finde es jetzt schon interessant zu sehen wie unterschiedlich das Leben links im strömungsarmeren und lichtarmeren mangroven Teil, als rechts im RiffTeil ist.
      3. Ich lese immer wieder das höhere Algen ein wichtiger Lebensraum sind. Sehe z.b. an meinen halimeda und besonders in den Drahtalgen sehr viel Leben.
      4. phytoplankton oder ein Ersatz dafür (Staubfutter, ich nehme coral Sprint und söll coral food mini Flocken) scheinen einen regelrechten Boost an Kleinstleben zu geben.
      5. Eine Theorie von mir ist, das ein abschäumer und filterfreier Beckenbetrieb es auch unterstützen, weil so mehr verwertbare Partikel im Wasser bleiben.

      Was fällt euch dazu noch ein? Ich liebe am Meerwasser Aquarium auf jeden Fall ganz besonders diese Lebensvielfalt.
      Fröhlich bleiben! :D
      LG Johns
    • Ach das nervt!

      Einer der wunderschönen gramistes lag jetzt tot im Becken. Dienstag gekommen gestern tot.

      Er ging nicht an die verschiedensten Sorten Frostfutter, pickte aber im Sand nach Tieren.
      Ich finde das sehr, sehr traurig und teuer ist es auch noch. Er war schon nicht sehr fit nach dem Versand und das Wasser in den Beuteln war auf 17C abgekühlt. Das hat er wohl alles nicht verkraftet, gejagt wurde er nie. Sind ja auch nur sehr friedliche Gesellen im Becken.

      Wie ist die Todesrate bei euch?
      Ich habe jetzt 7 Fische, alles Nachzuchten gekauft und zwei sind in den jeweils ersten Tagen verstorben. Das finde ich einfach gräßlich. Frage mich echt ob das so Sinn macht.

      Bei Korallen habe ich interessanterweise überhaupt keine Verluste!

      Ansonsten ist das Leben im Riff ja schon rauh genug.

      Mein Seeigel hat meine Mangrove knallhart gefällt. :weinen:


      Und meine Einsiedler machen wieder mal Häuserkampf (nicht das zwei dutzend leere Häuser im Aquarium wären...). Jetzt ist der eine ganz ohne und mit einer Schere und einem Bein weniger unterwegs, der arme Tropf.



      Nuja, es gab schon bessere Tage.
      Der neue fridmani frisst zwar gut, aber hat leichte dunkle Flecken. Ich hoffe der ist nicht krank...


      Also soweit mal von hier. Freu mich auf Ideen.
      Fröhlich bleiben! :D
      LG Johns
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